Full text of "Treubia"
INSTITUTS SCIENTIFiQUES DF. BUITENZO RG
,,’s LANDS PLANTENTUIN”
TREUBIA
□ RECUEIL DE TRAVAUX ZOOLOGIQUES, U
HY DROBIOLOGIQUES ET OCEANOGRAPHIQUES
REDI66 PAR
Dr. W. M. DOCTERS VAN LEEUWEN,
Directeur du Jardin Botanlque do Buitenzorg
Dr. K. W. DAM MERMAN,
Chef du Musee et du Laboratolre Zoologiques
de Buitenzorg
Dr. H. C. DELSMAN,'
Chef du Laboratoire pour i’ exploration de
la Mer a Batavia,
VOLUME VI
1925.
INSTITUTS SCIENTIFIQUES DE BUITENZORG
„’s LANDS PLANTENTUIN”
TREUBIA
□ RECUEIL DE TRAVAUX ZOOLOGIQUES, □
HYDROBIOLOGIQUES ETOCEANOGRAPHIQUES
r£dig£ par
Dr. W. M. DOCTERS VAN LEEUWEN,
Directeur du Jardln Botanlque de Buitenzorg
Dr. K. W. DAM MERMAN,
Chef du Mus£e et du Laboratolre Zoologiques
de Buitenzorg
Dr. H. C. DELSMAN,
Chef du Laboratolre pour I’ exploration de
la Mer a Batavia.
VOLUME VI
1925.
SOMMAIRE :
Pag.
Baker Ch. F. Some Lophopidae (Fulgoroidea) of the Indo-Malayan
and Papuan Regions (Dec. 1925) . . . 271
Benthem Jutting, T. van. On Molluscs of the Krakatau Isles
(Febr. 1925) . 140
Borchmann, F. Neue Heteromeren aus dem malayischen Gebiete
(Dec. 1925) . 329
Brues, Ch. T. Scyphodon, an anomalous genus of Hymenoptera of
doubtful affinities (Febr. 1925) . . . . . 93
Cameron, M. New Staphyiinidae from the Dutch East Indies
(Febr. 1925) . 174
Chopard, L. Descriptions de Gryllides nouveaux de Java (Febr. 1925). 148
Dammerman, K. W. First contribution to a study of the tropical soil
and surface fauna (Febr. 1925) . . . 107
Delsman, H. C. Fishes with protrusile mouths (Febr. 1925) . 98
- Fish Eggs and Larvae from the Java Sea,
4. Dussumieria hasseltii (Dec. 1925) . 297
Delsman, H. C. and de Man, J. G. On the „radjungans” of the Bay
of Batavia (Dec. 1925) . 308
Ebner, R. Ueber einige Orthopteren von Bali (Dec. 1925) . 420
Edwards, F. W. Dipt era Nematocera from the Dutch East Indies
(Febr. 1925) . 154
Emden, F. van. Zur Biologie von Thorictodes Heydeni Reitt. (Col.
Thorictidae) (Jun. 1924) . 1
Ferriere, Ch. Description de deux nouveaux Hymenopteres parasites
du Helopeltis antonii (Dec. 1925) . 455
Fulmek, L. Eine neue Hystricothripide auf Eugenia sp. in Sumatra
(Jun. 1924) . 8
Handschin, E. Beitrage zur Collembolenfauna der Sundainseln
(Dec. 1925) . 225
Hartert, E. Ueber einige neue Vogel aus dem indo-australischen
Archipel und deren Verwandte (Jun. 1924) . 20
Jacobson, E. Der Farbenwechsel der Augen bei Mantiden (Febr. 1925). 173
- Biologische Beobachtungen an Gryllacris (Dec. 1925). 438
John, O. Termiten von Ceylon, der Malayischen Halbinsel, Sumatra,
Java und den Aru-Inseln (Dec. 1925) . 360
Karny, H. H. Ueber die Raupe von Suana concolor (Dec. 1925) . 221
- — Zur Nomenklaturfrage (Dec. 1925) . 442
Knisch, A. Neue Palpicornier aus dem aquatorialen Orient (Febr. 1925). 199
Krekich-Strassoldo, H. von. Eine neue Anthicide von Sumatra
(Febr. 1925)
97
IV
Pag.
Malloeh, J. R. A new species of the genus Aulacocephala (Dipt.)
from Sumatra (Febr. 1925) ..*. . . 146
de Man, J. G. On two miniature-radjungans from Sumatra's East-
coast (Dec. 1925) . 324
Marshall, Guy A. K. New species of Curculionidae from the Sunda
Islands (Coleoptera) (Febr. 1925) . * . 212
Menzel, R. Beitrage zur Kenntnis der Mikrofauna von Niederlandisch
Ostindien,
VI. Bewohner salzhaltiger Thermalgewasser (Dec. 1925) . 450
Meyrick, E. New Malayan Micro-Lepidoptera (Dec. 1925) . 428
Mortensen, Th. Some observations on protective Mimicry (Febr. 1925). 207
Moulton, J. C. Some Cicadas from Sumatra (Dec. 1925) . 434
Obenberger, J. Zwei neue Prachtkafer von Sumatra und Celebes
(Col. Buprest.) (Jun. 1924) . 26
Sellnick, M. Javanische Oribatiden (Acar.) (Dec. 1925) . 459
Siebers, H. C. Acrocephalus, Brutvogel auf Java (Dec. 1925) . 487
Spennemann, A. W. Biologische Notizcn iiber einige javanische Vogel
(Jun. 1924) . 12
Ulmer, G. Ephemeropteren von den Sunda-Inseln und den Philippinen
(Jun. 1924) . 28
Werner, F. Vierter Beitrag zur Mantodeenfauna von Niederlandisch-
Indien (Dec. 1925) . . 476
Willemse, C. Description d’un nouveau genre d'Orthoptere (Dec. 1925). 35S
1
ZUR BIOLOGIE VON THORICTODES HEYDENI REITT.
(COL. THORICTIDAE)
von
Frits van Emden,
z. Z. Dahlcm.
(Aus dem Dcutschen Entomologischen Instilut der
Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft) .
(Mit 6 Figurcn).
Herr Dr. Rich. Menzel, Entomologe an dcr Theeproefstation in Buitcn-
zor£> sandtc dem Deutschen Entomologischen Instilut lcbendes Material von
Thorictodes' Heydeni Reitt., das Herr Dr. W. Horn mir zur Bearbeitung
iiberwies. Beiden Ilerren sei an dieser Stelle bestens dafiir gedankt.
Die Gattung Thorictodes wurde 1875 von Reittcr auf die gleichzeitig von
ihni beschriebene Art Heydeni gegriindet (Harold ’s Col. Ilefte 14, p 45).
Sie bildet zusammen mit Thorictus die Familie der Thorictiden, welche mit den
Lathridiiden und Colydiiden naher verwandt sind. Die Gattung Thorictus ist
bekanntlich myrmecophil. Mehrere ihrer Arten sind regelmassig an Ameisen-
fiihlem gef unden worden, deren Schaft sie nach Wasmann durchbohren, um
sich vom Blute der Wirtstierc zu nahren. Diese Arten sind zugleich Symphilen
Uud Ektoparasiten. Von Thorictodes weiss man bisher nur, dass er mehrfach
vnter verdorbenem Reis gefunden wurde. Die einzige Art der Gattung ist
aus Aegypten, Algier, Spanien und Fmnkreich gemeldet worden. Zu diesen
Fun dor ten kommt nunmehr Jam hinzu. Die Jugendstadieen sind weder von
Ihorictus noch von Thorictodes bekannt.
In einem Brief vom 30. VI. 22 liatte Herr Menzel uni Bestimmung der
gleichzeitig gesandten Kafer gebeten, die plotzlich zahlreich in einem aus
Kapoksamen hergestellten Dungemittel aufgetreten waren, das zur Dungung
| 11 Teepflanzen Anwendung findet. Dieses „Bungjkil” gonannte Dungemittel
ist ein Abfallprodukt bci dcr Verwertung des Kapok (Pflanzendaunen !) und
andeiei olhaltiger Pflanzensamen. Dcr den Kapok liefernde Baum heisst
( exlm pentandra (frliher Eriodendron anfractuosum) . Die Bestimmung der
Imago iibernahm freundlichst Herr Hof rat Heller in Dresden.
Die Unt ersuchung des am 18. IX. 1922 in Buitcnzorg abgesandten lebenden
Materials zeitigte cine grosse Anz>ahl toter und cinigc lebende Thorictodes-
1
2
Trettbia Vol. VI, 1.
Imagines sowic cine Anzalil Kokons, die <lurch einige Gespinstfascrn lose
zusammenliingen. Das Substrat war teils pulverig-komig, teils bestand es aus
Schalen und Bruchstiicken der Kapoksamen. In cinem grosseren dieser
Bruchstiicke fand ich das Innere dureli Insektenfrass zerstort und zwisehen
den Prassiiberresten eine Larvenhaut. Eine grossere Menge der gleichen Ilaute
fanden sich zwisehen den Kokons. Einige wenige der Kokons batten das Aus-
•sehen, als seien sie von weisser, glanzender Seide
gesponnen, und hingen nur lose mit den iibrigen
Kokons zusammen, wahrend die Mehrzahl mat¬
ter und etwas grau aussah und fester aneinander
hing. In drei der frischen weissen Kokons
(siehe Abb. 1) fand ich Puppen mit <ler letzten
Larvenhaut, im vierten eine verpuppungsreife
Larve. Die iibrigen Kokons enthielten teils
friseh gosehlii])fte, teils auch abgestorbene Ima-
Pig.
1. Thor id odes Hey deni
Puppenkokon.
gines. Die Zugehorigkeit der Kokons und der darin befindlichen Larven und
Puppen zu Thorictodes wird — ausser durch die Morphologic der Puppe —
dureh den Fund der Imago ini gleichen Kokon l>evviesen (l). Das Gespinst
der Kokons lasst sieh sehr leicht abwickeln, wenn man an den beiden Schmal-
seiten mit einer Prapariernadel zupft. Die Lange des in Fig. 1 abgebildeten
Exemplars betrug 2,3 mm, die Breite 1,24 mm.
Was die Nahrung von Thorictodes lleydeni betrifft, so wurde er von
Marseul und Argod unter verdorbenem Reis von einem Dunkirchener Corres-
pondenten Leprieurs (Bull. Fr. 1888 p. CXXV) im Gesiebe aus Kehricht von
Erdnussen erbeutet. Ganglbauer vermutet — wohl nach Marseul oder Argod —
dass die Art sieh von den Larven der Reiszerstorer email rt. Nach dem Ben
der Larvenmundteile besonders der Mandibeln (s. unten), dem Funde einer
Larvenhaut in einem ausgefressenen Teilstiiek eines Kapoksamens und den
ziemlieh schwerfalligen Bewegungen der Imago zu urieilen, kann die Art nicht
rauberisch leben, sondern diirfte lebhaft an den Verwustungen im Reis bezw.
,,Bungkir? beteiligt sein. In letzterem Fade ist Thorictodes Hey deni zweifel-
los bei weitem als hauptsachlicher Verwiister anzusprechen, denn in dem von
mir untersuchten Material fanden sich ausser vielen Thorictodes nur wenige
Fragmente einer T r ibolium- Spezies und eine grossere Anzalil Milben, die Herr
Studienrat Dr. Sellnick in Lotzen freundlichst bestimmte.
Beschreibutuj der Larve (2) (nach drei Exuvien und einer verpuppungs-
(1) Mit der binocularen Lupe konnten mehrmals lebende Imagines in den
Cocons festgestellt werden. Der ausgeschliipfte Kafer krabbelt in dem Cocon herum,
bestrebt. aus dem Gefangnis zu entkommen. Oft bleibt er dann wieder einige Zeit
vollig regungslos. Das Herausarbeiten selber konnte nicht beobachtet werden. Sehr
wahrscheinlich beisst sich der Kafer ein Loch, denn in den leeren Cocons befindet
sich stets eine kleine, runde Offnyng. R. Menzel.
(2) Da das Material etwas knapp ist, konnten einige Einzelheiten leider nicht
so genau untersucht werden, wie er wiinschenswert gewesen ware.
F. van Emden: Thorictodes Heydeni Reitt.
3
reifen Larve) : Lange: 2,1 mm, Breite: 0,63 nun. Korper linear, weiss und
weichhautig, nur Kopf und Klauen gelbbraun, die Ceroi braun chitinisiert.
Kopf (Fig. 3) hypognath, wenig gewolbt,
an den Seiten in flaeher Kurve gerundet,
quer-elliptisch, knapp ein Viertel breiter als
lang. Die Parietalia (pa) am Vorderrand
leistenformig verdickt, um das Gelenk mit
Mandibel und Cardo zu verfestigen, sie treffen
sich auf der Ventralseite nicht, auf der Dor-
salseite jedoch in grosserer Ausdehnung, das
Labium erreicht also das Hinterhauptsloch,
das Front-ale dagegen nicht.
Ocellen fehlen vbllig.
Antennen (a) kurz, dreigliedrig, das erste
Glied kurz und quer, doppelt so breit wie
lang, das zweite Glied am langsten, fast
zweimal so lang wie dick, um ein Fiinftel
schmaler als das erste. An der Seite tragt
es ein kleineres und an der Spitze ein gros-
seres Anhangsglied. Das dritte Gliod fast
drei Viertel so lang und reichlieh halb so Fi^ 2- Thorictodes Heydeni. Larve.
dick wie das zweite, an der Spitze mit einigen Sinneskegeln.
Labrum (lr) vorhanden, klein, vorn flach gerundet, breiter als lang.
Mandibeln (mn) sehr kurz, dreieckig, ohne den Gelenkknopf ein Sechstel
langer als an der Basis breit. Gelenkknopf machtig entwickelt., ein Viertel so
breit wie die gesamte Mandibelbasis ; die Schneide fast gerade, an der sehr
stumpfen Spitze doppelt und beide Schneiden mit zwei seiehten Ausbuchtungen.
Mahlzahn und Retinaculum fehlen. Die Unterseite tragt nahe dem Aussen-
rande zwei Borsten, eine reichlieh ein Drittel der Aussenrandlange von der
Spitze, die andere wenig von der Basis entfernt. Eine weitere Borste findet
sich auf der Aussenseite nahe der Basis.
Maxillen mit gut entwickelter dreieckiger Cardo (ca), die am Grunde eine
chitinige Verstarkung besitzt, durch die sie am Voixierrande des Parietale
articuliert, und die in der distalen ausseren Ecke eine kraftige Seta tragt.
Stipes (stm) am Grunde zwei Drittel so breit wie bis zum Tasteransatz lang,
proximal nach aussen abgeschragt, auf der Ventralflache, ein Drittel von der
Basis entfernt, mit. einer kraftigen Seta, nahe der Mitte am Aussenrande mit
einer zweiten. Taster (pm) wenig kiirzer als der Stipes, viergliedrig. die drei
ersteri Glieder sehr kurz und breit, das vierte kegelformig-zylindrisch, an der
Spitze abgestutzt, fast doppelt so lang wie die drei ersten zusammen, doppelt
4
Treubia Vol. VI, 1.
so lang wie an dcr Basis breit, an der Spitzc mit cinigen Sinncskegcln.
Maxillaraussenlade (le) niclit deutlich abgegliedert, kraftig, kauladenartig
entwickclt, die Mittc das viertcn Tastergliedes iiberragend, an dcr Spitze mit
Fig. 3. Thoridodes Ileydeni. Kopf einer Exuvie.
kraftigen Horst cn. Inncnlade (li) lang, spat elf ormig, stark chitinisiert, an dcr
Spitzc ausgerandet.
Labium (la) erreicht das Hinterendc des Kopfes, ohne Ligula, am Vor-
dcrrande des Mentums jcderseits mit zwei Borsten; die Sciten vorn fast
gliedartig abgcsctzt. Die dort cingelenkten Lippentaster eingliedrig, etwa
eineinhalbmal so lang wie breit, so dick wie das dritte Fuhlerglied an der Basis.
Korper (Fig. 2) bis anf Kopf und Cerci weichhautig, dreieinhalbmal so
lang wie breit, am 4. und 5. Abdominal segment am breitcstcn, nacli hinten
stark, nach vorn wenig verengt. Pronotum trapezformig, nach hinten
verschmalert, in der Mitte eineinhalbmal so breit wie lang. In der Mitte triigt
das Pronotum ebenso wie die librigen Segmcnte mit Ausnahmc des neunten
Abdominalsegmentes zwei Keulcnborsten, die auf dem Pronotum und 8.
Abdominalsegment am weiteslen auseinanderstelien, auf dem Metathorax am
mcisten genahert sind. Mesothorax nach hinten verbreitert und dort fast
doppelt so breit wie lang. Metathorax zweieinhalbmal so breit wie lang. Meso-
und Metathorax sowie das 1 — 8. Abdominalsegment tragen auf dein Riicken
jederseits 2 Paar Borsten, die so angeordnet sind, dass je cine vordere kurze
und cine hint ere lange Borste nahe beieinander stchen. Auf der Scheibe des
Pronotums steht, abgesehen von den erwahnten Keulcnborsten, jederseits nur
cine kraftige Seta. Am Vorderrand des Pronotums finden sdeh von der Mitte
nach aussen jcderseits 2 massing lange, eine lange, eine massig lange und wieder
cine lange Seta.
F. van Emden : Thorictodes Ilcydeni Reitt.
5
Beine aus Coxa, Trochanter, Femur, Tibia und klauenformigem Tarsus
gebildet, fast so lang wie der Korpcr am Hinterende des Prothorax breit.
Coxa an der Aussenseite so lang wie Trochanter und Femur zusammengenom-
men, schwach chitinisiert, der Condylus des Rumpfgclenkcs und die beiden
Condyli des Trochantergelenkes kriiftig chitinisiert, Aussenseite der Coxa mit
2wei distal der Mitte stehenden, cinander gcnahertcn Setae, welche die vordcre
Begrenzung einer Schcnkelfurche andeutcn diirften. Trochanter mit langerer,
gebogener Ventral- und kurzer Dorsalseite, proximal und distal schrag abge-
stutzt, auf der Ventralseite etwa drcimal so lang wie auf der Dorsalseite, auf
seiner Ventralseite, etwas nach der Vorderseite zu mit einer Seta, am distalen
Elide vorn und hinten mit je einer, ventral mit 2 Setae, die letzteren beiden
kraft.iger. Femur zur Spitze verdiekt, auf der Ventralseite so lang wie der
Trochanter, auf der Dorsalseite 1%-imal so lang, am distalen Ende so dick wie
auf der Ventralseite lang. Vorder- und Ilinterseite proximal der Mitte und
an der Spitze mit je einer Borste, Unterseite liahe der Basis und nahe der
Spitze mit je zwei Borstcn. Tibia wenig kurzer als der Femur, an dcr Basis
wenig schmalcr als dieser, zur Spitze stark verschmalert, halb so breit wie an
der Basis, an der Vorder- und Hintcrscite, proximal der Mitte, und am Vor-
derrand mit je einer kleinen Seta, auf der Unterseite proximal dcr Mitte mit
2 kraftigen, kurzen Setae und distal der Mitte mit zwei starken Dornen.
Klauc % so lang wie die Tibia, ziemlich schlank.
Cerci (Fig. 4) braun, stark chitinisiert,
starr, wenig divcrgicrcnd, so lang wie die
Mandibelschneido, fiinfmal so lang wie (in
horizontaler Richtung) breit, 2i/2-mal so
Fig. 5. Thorictodes Ileydeni. Puppe
von unten.
Fig. 4. Thorictodes Reydeni. Linker
Cercus einer Exuvie.
lang wie (in verticaler Richtung) dick an
dcr Basis, nahe dieser knotig, wenig ober-
halb derselben stark verschmalert und von
da aus sich gleichmassig zur ziemlich
scharfen Spitze verjiingend, schrag nach
oben gerichtet, die Spitze leicht herabge-
bogen.
Besclireibung der Puppe: (Fig. 5 u. 6)
Lange 2,2 mm, grosste Breite (am 1. Ab-
dominalsegment ) 0,65 mm, 3%-mal so
lang wie breit.
Kopf auf die Ventralseite gcschlagen,
kreisformig, die Fiililer schriig abstehend,
6
Treubia You VI, 1.
etwas nach hinten gerichtet, mit keulenformig verdickter Spitze. Prothorax
so lang wie breit, vorn halbkreisformig gerundet, die Rundung an den Seiten
fortgcsetzt, sodas*s sie fast drei Viertal
eines Kreises beschreibt, mit einer kurzen
Einbuchtung in die stumpfwinkligen, et-
was nach anssen gerichteten Hinterecken
libergehendw Die Halsschildbasis jeder-
seits stark abgeschragt. Der Vorderrand
auf die Yentralseite des Halsschildes her-
abgebogen. Anlagen der Hinterfliigel
fehlen. Korperende jederseits mit einer
rundlichen Aussackung, dazwischen auf
der Dorsalseite mit einem scharf bcgrenz-
ten rundlichen Feldchen, dass dureh eine
Querfalte geteilt ist.
Was die systematische Stellung der
Thorictiden betrifft, so zeigt die Larve
k e i n e r 1 e i Beziehungen zu den H in¬
tend en, in deren Nachbarschaft die Fa-
milie von Motschulsky, Lucas. Wollaston, Wasmann, Escherich u. a. gestellt
wird. Qanglbauer stcllt sie mit Lacordaire, Jaquelin Duval u. a. zu den Cla-
vicorniern. Die Mundteile und Cerci von Thorictodes Heydeni wiirden durchaus
fiir die Clavieornier-Natur der Familie sprechen, jedoch spricht das Verhalten
der Parietalia zuin Fhontale dagegen. Verhoeff gab im Zoo. Anz. 1921,
Bd. LI 1 1 p. 36 ff. eine Larvenbestiminungstafoelle fur einige Familiengruppen
der Polyphagen . Danach ist fiir die Clavicornier gemeinsa.ni mit den Ilelo-
diden, Dascilliden, Byrrhiden, Lymexyloniden, Tenebrioniden, Pyrochroiden ,
Cleridcn, Chrysomeliden , Cisiden und Anobiiden typisch die Articulation der
Cardines am ventralen Vorderrand der Parietalia , das Vorhandensein einer
abgegliederten Oberlippe, gut entwiekelter Cardines, eines hautigen Feldes
zwisehen der Basis der Stipes maxillaris* und dem Submentum. Bei den Cla-
vicorniern und Helodiden erreicht — soweit Verhoeff die Larven bekannt
waren — das Frontale das Hinterhauptsloch. die Parietalia stossen also dorsal
nieht aneinander, bei den Lymexyloniden , Tenebrioniden, Pyrochroiden, Cle-
riden, Chrysomeliden , Cisiden und Anobiiden, die Verhoeff im Larvenzustand
vorlagen, ist jedoch das Frontale hinten von den Parietalia cingeschlossen und
es entsteht zwischen den Parietalia eine Sagittalnaht. Die Thorictodes- Larvc
zeigt nun letzteres Verhalten, und wenn dieses Merkmal tatsachlich so
konstant ist, dass man dadurch Familiengruppen unterscheiden konnte, so
waren die Thorictiden in die Niihe der Tenebrioniden oder Cisiden und Ano¬
biiden zu stellen. Fiir wahrscheinlicher aber halte ich es, dass der Ausbildung
einer Sagittalnaht keine so grosse systematische Bedeutung beizumessen ist,
und dass die Auffassung Lacordaires und Gaxglbauers richtig ist, welche die
Fig. 6. Thorictodes Heydeni. Puppe
von oben.
7
P. van Emden: Thorictodes Hay deni Reitt .
Thorictiden zu den Clamcornieren stellen. Eine endgiiltige Losung der Frage
vom Standpunkt der Larvensystematik ist aber nieht moglich, so lange von
der an klcinen Familien so reichen Gruppe der Cluvicornia noch so wenige
brauchbare Larvenbeschreibungen vorliegen.
Resume: Naeh deni heutigen Stande der Larvensystematik ist also eine
Annaherung der Thorictiden an die Histeriden abzulehnen, eine Einreihung in
die Gruppe der Clavicornier zu befurworten, denkbar ware aber auch eine
Annaherung an die Heteromeren.
8
EINE NEUE HYSTRICOTHRIPIDE AUF EUGENIA SP. IN SUMATRA
von
L. Fulmek
(Medan, Dcli-Tabak-Proefstation) .
Im Unterwuchs einer Bambuspflanzung in umnittelbarer Nachbarschaft
cines Inlander-Kampong bci Brastagi (Hochflache von Sumatra, 1600 m
Seehohe) land ieh im Juli 1922 an einer Eugenia sp. Blatter mit leuchtcndrot.cn
Flecken blattoberseits, die teils noch klein, teils grosser, bald ednzeln, bald zu
mehreren unregelmassig zu beiden Seiten der Blattmittelrippe vcrteilt waren,
oder aber bei vorgeschrittenem Stadium in einander fliessend und zum Teil
bereits fahlbraun verfarbt, einen grosscn Teil der entsprechenden Blattsprei-
tenlialfte einnahmen ; blattunterseits war das Rot auf den fahlbraun verfarbten
Flecken mcist zu einom tiefen Blaurot iibergegangen, wahrend ungefahr
inmitten dieser Stelle ein grosseres oder kleineres Haufchen zahlreicher,
kreideweisser, leerer, winziger Eihiillen (Lange: ea. 0,44 mm, Breite: ca.
0,22 mm) zu bemerken war, welche neben einander zum Teil parallel zu
einander oder auch kreisziigig angeordnet waren.
Sind einzelne derartige Blatter auch unbewohnt, so ist bei fortgesctztcm
Suohen doch bald zu erreichen, entweder wcnigstcns die kleinesn weisscn, mit
leuchtendcm Rot gescheckten Larven oder noeh die schwarzen, plattgedruckten
und ausserst tragen, erwachsenen Schadenserreger zu entdecken, Blasenfiisser
mit auffallcnd langem Endsegment des Hinterleibs („TubusM), das nahezu
die ganze Lange des ubrigen Ivorj^ers erreicht und fiir die Zugehorigkeit der
Tiere zu den Hystricothripiden gut kennzeichnend ist.
Durch Karny sind von derselben Wirtspflanzc (Eugenia) bereits zwei
vcrschiedene Leeuwenia- Arten als neu beschrieben worden, von denen L. gla-
diatrix echte Blatt gallon erzeugt, wahrend L. seriatrix kleine, blass-vergilbtc
Flecken auf den Blattern verursacht und die Eier blattoberseits auf dem
Blatt mi ttelnerv reihemveise absetzt.
Waren somit bei meinem Fund von vornherein okologische Verschieden-
hciten gegeben, so ergaben sich bei der mikroskopischen Untersuchung noch
weitere Differenzen, die meiner Meinung nach iiber einfache Artverschieden-
heiten hinausgehen. Vor allem durch die Kopfform mit den fast geraden
Wangen und den hinter den. Augen scharfcckig ausladenden Orbiten, sowic
noch durch die beiden starren Schlafenborsten (,,Postokularborsten,,)? ist die
Fulmek: Eine n cue Ilystricoihripide.
9
vorliegende Form von dcr ihr zunachst stehenden Gattung Leeuwenia auffal-
lcnd verschieden. Solange also keine vermittelnden Zwischcnformcn bekannt
sind, mochte ich fur meine Tiere ein eigenes Genus reservieren und dieses
Ilystricothripoides nennen.
Ilystricothripoides karnyi nov. gen. nov. spec.
Ziemlieh plattgedriickfc, schwarzbraun, mit helleren Gelenkeinschnitten ;
bei jungen Imagines Bauchseite etwas heller braun. Pterothorax hinten und
llinterleibsrucken im vordersten Teal, mitunter noch durch rote Rieselflecken
gefarbt. Augen rot. Augeninnenrander und dahinter 2 Streifchen heller braun,
ebenso am Prothorax 4 Langsstreifen heller, davon die 2 mittleren in den
Regel am deutlichsten, als naeh aussen gckrummte, vorn inehr divergierendc
Bogenreihe entwickelt; auch Pterothorax mit dunkleren Schildern und hel¬
leren Zwischenstreifen. Fuhler hellgelb, mit 2 dunkleren Grundgl'.edem.
Integument mit netzmaschiger Skulptur.
Ko])f: Lange: Breite = 4 : 8*5 Q 10 : 12—13, cT 15 : 11—13), hinter
den Netzaugen mit deullicher Ecke vorspringend ; am Hinterrand am brei-
testen ; Kopfseiten gerade verlaufend. Netzaugen ctwa *4 der Kop flange,
dunkelrot, mit einzclnen kurzen Borstenharchen zwischen den Facetten.
Ocellen gross, rubinrot, die beiden hinteren den inneren Netzaugen random
schr genahert, der vordere am Kopfgipfel, alle 3 gleieh weit von einandcr
abstehend. Kopf zwischen den Fiihlern eingcsattelt, doch ein wenig vorge-
zogen. Fuhler 8-glicderig, die beiden Grundglieder plump, das erste so dunkcl
wie der Korpcr, das zweite nur wenig heller; die iibrigen Fuhlerglieder
vcrhaltnismassig schlank und blass hellgelb. Fiihlerlange : Kopflangc = 7:4;
die Langen der einzclnen auf einandcr folgcnden Fuhlerglieder iin Verhaltnis
wie 6 : 8 : 13 : 12 : 12 : 10 : 8 : 6. Wangcn gerade, mit etlichen kurzen
steifen Stachelborsten auf
deutlich vorspringenden Bor-
stenhockern ; am Ende des
ersten Drittels oben weitab-
stehend jederseits eine starke
stumpfe Borste. (Diese Borste,
sowie die iibrigen starken, starr
abstehenden Einzelborsten der-
selben Sorte an Prothoraxvor-
der- und Hinterecke, des-
glcichen an den Ilinterccken der
Hinterleibssegmente enden nicht
feinspitzig, sondem erschei-
nen am Alkohol- odcr Ka- pjg. Hystrieothripoides karnyi. VorderkOrper bei
lilaugenpraparat — stumpf, loofach. Vergr. (nur die rechte Seite ganz ausgefiihrt)
10
Treubia Yol. VI, 1.
wie abgebrochen, mit etwas zersplittertem Elide, bei der Larve hingegen meist
mit knopfig verdocktem Ende.) Ini iibrigen Kopf- und Thonaxriicken mil
zahllosen kleinen und bestimmt angeordncten Borstehen besetzt (siehe Abb.).
Mundkegel % der Vorderbrust deekend.
Protho r a x hinten beinahe doppelt so breit als lang (20 — 19 : 12 : 10),
am Vorderrand nur wenig breiter als seine Lange (13 : 10) ; seine Lange
etwa % der Kopflange (15 : 10) : Vorder- und Hiuterecken tragen je einc
starke starre Borste, davon die hintere etwa doppelt so lang als die vordere,
in der Mitte des Seitenrandes noch eine ahnliche, aber kiirzere Borste.
Vorderbeine plumper und kiirzer als die iibrigen. P t c r o t borax breiter als
lang (5 : 4), am Itiicken mit schmalem, dunklem Vorderrand, dahinter ein
grosser, umfangreieher, hell quergeteilter dunkler Schild, wodurch eine hel-
lere, naeh hinten hufeisenformig-offenstehende Zeichnung in den dunneren
Zwisehenstellen gebildet wild. Fliigel das Ende
des sechsten llinterleibsabschnittes (mit den
Fransen aueh noch den siebenten) iiberragend,
fast glashell, am Hinterrand olme Schaltwimpern,
Medianader braunlich. Abstand der inneren
Coxenrander: Voidercoxen 11, Mittelcoxen 20,
Hintereoxen 16.
Fig. 2. Hystricothripoides karnyi.
Flugelbasis (Vorder- und
Hinterfliigel) am Pterothorax,
bei lOOfach. Vergr.
H i n t e r 1 e i b ohne Tubus viermal so lang als
der Prothorax, vorne am breitesten; Lange :
Breite = 40 — 35 : 14 — 12; naeh hinten zu all-
mahlich verengt, so dass das letzte Segment vror
dem Tubus (IX.) beinahe so lang erscheint als
breit. Die starken Staeheliborsten jederseits am
Hinterrand der Hi uteri eibssegmente fast die Lange des Segmented erreiehend,
nur an den vordersten Segment en etwas kiirzer; die Ecken, wo diese Borsten
stehen, deutlich aber nicht besonders stark vor-
springend. Fliigelsperrdornen bis zum viertletzten
(VII.) Segment inclusive wohl entwickelt, schwert-
blattfoimig zugespitzt, der hintere Sperrdorn breiter
blattartig und langer als der vordere auf jedem
Segment. Neuntes Hinterleibssegment allein nur
wenig breiter als lang, am verjiingten Ende mit
den obligaten 2 stumpf endenden Hinterecken- Fig. 3. Siebentes Hinterleibs-
liorsten und ausserdem jederseits noch mit je 2 lan- segment von Hystrico-
geren. steil abstehenden Borstenhaaren, davon das thripoidei h karnyi bei
, ... . iiixi 100-fach. Vergr.
vent rale etwa nur halb so lang ids das laterale, aber
noch langer als die Borsten des Tubus. Tubus fast .so lang wie die ubrigen
Hint erleibssegan ente zusammen, etwas hinter dor Mitte sehwach verdickt und erst
Pulmek : Eine neue Hystricothripine .
11
knapp vor dem Elide merklieh verengt, der ganzen Lange nach mit zahlreichen
langen und kraftigen, sparrig abstehenden Borsten besetzt, die in der Tubus-
mitte am langsten erscheinen und gegen dessen Ende zu kurzer sowie spiirlicher
karnyi wurden etwas grossere,
ende ebenfalks etwas tubusartig
Fig. 4 Neuntes Hinterleibssegment und Tubus von Hystrkothripoides
karnyi bei 50-farh. Yergr.
wcrden; Tubuswurzel und ausserster Endabsohnitt kahl; Tubusende rundum
mit 6 langen Borstenhaaren und dazwischen je 1 viel kiirzere Borste.
Korperlange ohnc Tubus: 2*26 — 2*73 num. Tubuslange: 1*47 —1*53 nun.
Hab. : Auf Blattern einer Eugenia spec, bei Brastagi (1600 m Seehohe).
Sumatra; in Anzahl. An fang Juli 1922.
I n Gcsellsehaf t mit Hyst ricothripoides
rote Wanzenlarven beobachtet, deren Afte
verJangert ist ; vielleieht handelt es sich urn
eine ahnliohe Wanzenart — vermutlieh eine
Capside — wie Docters van Leeuwen-
Keijnvaan bei Ficus retusa L. (mit
G ynaikothrips , Leptothrips und M eso-
ihrips) in Bull. Jard. Bot. Buitenzorg
No. X, 1913 p. 9 beobachtet liaben.
Eine viel kleinere, durch die heller rot-
braune Hinterleibsspitze ausgezeichnete
Thripsart (Helioihrips haemorrhoidid is
Boijche) wurde gleich falls mit llystrico-
thripoides karnyi auf domselben Blatt mit-
unter vorgefunden, steht aber nieht mit
den eingangs erwahnten Blattsehadigungen
1,1 Zusammenhang, sondern verursaeht
wie auf andern Blattern derselben
Eugenia sp.9 wo diese Thripsart allein angetroffen wurde. zuverlassig ermitteh
werden konnte — allein die fur haemorrhoid alis aueh sehon von andern
Nahrpflanzen bekannten, weisslieh gebleichten Fleeken ini Blattgrun. blatt-
unterseits mehr ausgedehnt als blattoberseits.
Medan, 30. December 1922.
Fig. 5. Capside bei HystrkothripouJcs
karnyi , bei 9-fach. Yergr.
12
BIOLOGISCHE NOTIZEN UBER EINIGE JAVANISCHE VOGEL
von
A. W. Spennemann,
( Pegaxlen-Baroc ) .
Hydrocichla velatus (Tcmni.).
Poodjon bci Malang (O.-Java).
10. XI. 1910. 1 Exemplar am Kali-Konto, schliipft in alle Uferhohlen,
die zwischen den grossen Bachsteinen liegen und liisst sieh haufig von dem
brausonden Wasser iiberspritzen. Die Stimme dieser Art, d.h. der Lockruf,
den der Vogel beinahe fortwahrend horen lasst, klingt ahnlich dem von
Henicurus leschenaulti : „ziet ziet,, ist jedoch nicht so laut und durclidringend.
Steht man in direkter Niihe des Gobirgsbaches, so wird ihre Stimme von diesem
ubertont, steht man jedoch 20 — 30 m vom Ufer entfernt, so hort man dicselbe
aus dem Brausen und Rauschen des Wassers heraus.
21. T. 1917. Ich sitze hier auf der Lauer um Myiophoneus flavirostris
am Neste zu beolxichten.
Ungefiihr 50 m bachaufwarts unter dean Wurzelwerk eines starken, viel-
stengeligen und hohen Bambusgestrauches, das zum Teil iiber das steile
Bachufer hangt, befindet sich sehr wahrscheinlich das Nest von Hydrocichla
velatus. Wahrend einer halben Stunde siih ich dreimal einen dieser Vogel
unter dem ausgespiilten Wurzelgerippe verschwinden. Hydrocichla ist viel-
melir an das Wasser gebunden wie Henicurus leschenaulti. Nur iiusserst
selten findet man sie einige Meter vom Wasser entfernt landein warts. Moistens
sieht man sic am Ufer selbst in unmitt elbarer Nahe des Wassers und haufig
auf den im Bache liegenden grossen Steinen. Uferstellen, die mit niedrigem
Gcstrauch bewasehsen sind, liebt sie ausserordentlich und geme hiipft sie
zeitweise hier im Gezweig herum, jedoch halt sie sich niemals hier langer auf,
sondern ist bald wieder am Ufer zu finden, wo sie vom Wasserspiegel kleine
Insekten wegfangt oder das angeschwommte Genist am Ufer nach Kerfen
durehsucht oder von einem Stein aus, mitten im Bach, sich ini Fliegenfangen
iibt oder aber auf dem schmalen Sandstrcifen am Ufer hastig trippelnd auf
die Schnelliiufer unter den Insekten Jagd macht.
Spennemann: Biologische Notizen iiber Vogel.
13
24. I. 1917. Hydrocichla hat ein ungefahr schnabelgrosscs Insect ge-
fangen, das sie erst durch wiederholtes Aufstossen auf ein en Stein zerstiickelt,
wonaeh sie die einzelnen Stiicke verzehrt.
Das Nest war an der Stelle wo ich cs vermutete, unter dem halb-iiber-
hangenden, ausgespiilten Wurzelgcrippe des Bambus. Es stand in der dun-
kelsten, hintersten Ecke zwischen dem senkrecht abfallenden Ufer und dem
Wurzelwerk als Dach. Sehr versteckt nnd geschickt war es, angelehnt an die
Boschung, in das herabhangende Wurzelgezweige hineingebaut. Der Haupt-
saehe nach bestand es aus einem Gefilz oder Geflecht von sehr feinen, diinncn
Wiirzelchen. Die Aussenwande warcn dicht mit olivgriinem Erdmoos vcr-
polstert. Innen war das Nest ausgelegt mit einer dicken Luge feiner, alter
Blatter, die so verwittert waren, dass nur noch die Blattnerven mit all ihren
feinen und feinsten Verzweigungen iibcrgeblioben waren. Auf diescr weichen
Unterlago lagen die zwei Eier.
Maasse der Eier: 22 X 15% mm; 21% X 15 mm;
iiussere Hohe des Nestes: 7% cm;
iiusserer Durchmeisscr des Nestes: 10% cm;
Tiefe der Nestmulde: 5% cm;
innerer Durchmesser des Nestes: 5% cm
(\ on den Eicrn habe ich mir leider s.Z. keine Notizen iiber Zcichnung
und Farbe gemacht; ich hatte sie ausgeblasen und habe sie leider mit noch
mehreren andem bei cnean Umzug verlorcn).
Am 23. III. 1917 entdcckte ich ein Nest von Hydrocichla unter dem
Wurzelwerk eines Strauches an der steilen Boschung des Bachufers; es war
leer, von aussen ganz und gar aus dunkelgriinem Moose gefcrtigt.
21. IV. 1917. Zwei Exemplare suchen den Bach und die Ufer in nachster
Niihe des Wassers ab, gehen bis zu den Bauchfedern ins Wasser und fangen
Miicken und Fliegen, indem sie wie Bachstelzen darauflosrennen. Grossere
Insecten schlagen sie einige Male gegen einen Stein.
5. V. 1917. Briicke zwischen Tawangredjo und Wijoe: Heute entdeckte
ich hier auch ein Nest; es steht unter einem Lantanastrauch, 2 m. iiber dem
Waaserspiegel am steilen Ufer. Beide Alton fiitterten; ab\vechselnd flogen
sie hinauf zum Nest und jedesmal vernahm ich ein anhaltendes, leises, jedoch
hohes Picpen; danach kam da nn der eine der Eltern wieder unter dem Lan¬
tanastrauch zum Vorschein und der andere flog nest warts. Kurz darauf
trieben sich beide Alten am Ufer herum, tranken und flogen langsam, futter-
suchend bachaufwarts.
AuL' dem Woge nach Gesingan hinter Tawangredjo: Auch hier entdeckte
ich noch ein Nest im Bambusgeholz. Dieses Nest stand gleichfalls unter
14
Treubia Vol. VI, 1.
iiberhangendem 'Wurzelgezweig, ungefahr 3 m. liber dem Wasserspiegel am sehr
steilen Ufer. Wegen Zeitmangel konnte ich nur das einmalige Fiittern eines
der Alten abwarten.
10. V. 1917. Am Kali bei Borah. Ein altes Exemplar mit neuen, noch
in den Kielen steckenden, kaum zentimeterlangen Schwanzfedern hielt sich
eine Viertelstunde lang an einer Stelle auf, flog haufig nach einer Stelle am
Uf errand, wo unten Fa rnen, Gras und S t r auch wurzel n das Nest stand.
Myiophone'us flavirostris (Horsf.).
Poedjon bei Malang (O.-Java).
20. IX. 1916. Heute beobachtete ich am Kali Konto eine Pfeifdrossel,
die im abgefallenen Laub nach Nahrung suchte ; kleine Steinchen schob oder
schleuderte sie mit dem Schnabel zur Seite. Spater iiberflog sie dicht iiber
dem Wasserspiegel fliegend den Bach.
22. IX. 1916. Zwei Pfeifdrosseln sassen auf den dicken Aesten eines
starken Baumes, dicht am Stamme. Als sie sich beobachtet sahen, verrieten
sie ihre Erregung (lurch wiederholtes facherartiges Spreizen der Stossfedern
und Wippen mit dem Schwanz.
16. X. 1916. Ich sah heute im (least eines mittelhohen Baumes am Rande
der Chaussee, die von Malang liber Poedjon nach Kediri fiihrt, in der Niihe
von Lebak-sarie eine Pfeifdrossel. Beim Alifliegen flog sie erst nach unten,
strich dicht libers niedrige Gestrauch hin und erhob sich dann wieder, um im
Astwerk eines gleichartigen Baumes aufzubaumen. Sie scheint beim Sitzen
die dunklen Steilen im Geast zu bevorzugen.
3. I. 1917. Mitten auf der Landstrasse suchte ein Exemplar nach
Nahrung. Es flog, als ich herankam, auf einen Steinhaufen am Wege, er-
wartete mich, fortwahrend schwanzwippend, und flatterte schliesslich, als ich
mich bis auf circa 10 m. genahert hatte, langsam ins Gebiisch.
21. I. 1917. Am Tage vorher hatte mir Bapa Soema das Nest dieser Art
gewiesen. Es war in einem nischenartigen Loche des steilen, senkrechten
Bachufers iuigelegt, je nach dem Wasserstand b’O — 100 cm iiber dem Wasser¬
spiegel. Has Nest selbst, das*direkt auf der Erde in der kleinen Nisclie stand,
15
Spennemann: Biologische Notizen iiber Vogel .
war aus feinen und allerfeinsten Wiirzelchen gebaut; nur in der Nestinulde
lagen einige aarte, trockene Bambusblatter. Nur vom Baohc aus, der hier zu
beiden Seiten von Steilen Ufern eingeengt war, konnte man das Nest erreichen.
Vor Raubtieren war die Stelle absolut sicher, denn der hier stark stromende
Bach war an dieser Stelle ungefahr einen Meter tief.
lleute Morgen war ieh um 7,30 an Ort und Stelle am Kali-Konto.
Bis 8,25 waren die Eltern zweimal gekommen und hatten den J ungen
F utter gebracht, ohne dass ieh sehen konnte was. Danaeh kainen <sie eine gauze
Zeit lang nicht, wohl trieben sie sich in der Nahe herum, wo ich sie einigc
Male aul* weiter entfemt liegenden Steinen ini Wasser, auf BambuszweLgen
am Ufer und auf dieken Aesten sitzen sail. Sie sehienen niieh bemerkt zu
haben und die Nahe des Nestes zu meiden. Denn, wenn sie aueh auf der
Landstrasse ziemlieh zutraulieh sind, in der Nahe des Nestes sind sie doch sclieu.
Naehdeni ich meinen ersten Platz mit einem mehr versteckten vertauscht
hatte, kam denn aueh wieder ein Gelbschnabel angef logon, setzte sich auf
einen Stein im Wasser und hatte einen Frosch im Schnabel. Naehdeni er den
Frosch verfiittert hatte. flog er auf einen vom Wasser iiiberspulten Stein und
nahm hier ein griindliches Bad. Bevor die Drosscl .meinen Blicken wieder
entschwand, setzte sie sich noch erst auf einen trockenen Stein, sch lit tel te sich
einige Male putzte sich das Gefieder, aber ziemlieh nachlassig und Hess mit
weit gebffnetem Schnabel einige hohe Pfeiflaute, die wie ein langgezogenes :
,3” klangen. horen, ahnlich denijenigen von Henicunis leschonaulti, aueh hier
so hocli und durchdringend dass der Laut das Brausen und Larmen des
Sturzbaches iibertonte. Spater kamen beide Eltern beinahe zu gleicher Zeit
angeflogen, der eine mit einem Frosch uml der amlere mil einean Tier, das mir
eine Grille schien, genau konnte ich das jedoch nicht feststellen. Ein drittes
Mai kam einer wieder mit einem Frosch und ein viertes Mai gleichfalls mit
einem sehr grossen Frosch. Ich hatte inzvvischen meinen Platz noehmals ge-
we<*hselt, sodass ich das gcgeniiberliegende Ufer, wo sich eine kleine Sandbank
mit etwas Steingeroll btnJtekt befand, iibersehen konnte. Hier, auf einem
dop pelt faust grossen Steine fussend, schlug der Vogel den Frosch so langc und
heftig gegen denselben an, bis sich kleine Stiickchen von dem Frosch loslosten,
die er, nachdem er jedesmal ein solches Stuck abgeschlagen hatte, in den
Schnabel naliin, daauit zum Neste flog und dort verfiitterte ; so tat er viermal,
als nur noch die aneinander hangenden Schenkel ubrig waren, wurden diese
gleichzeitig verfiittert. Ungefahr (lurch % Stunden sah ich nun keinen der
beiden Eltern mehr, als plotzlich einer der beiden vom Nest abstrich, auf den
uberstromten Stein flog und hier nach zweimaligem Gahnen Gewolle von sich
gab. Darauf trippelte, flog und hiipfte er am Bach entlang und schien Flitter
zu suchen und entfernte sich so mehr und mehr. Kurz darauf sah ich einen
der beiden auf den Wiesenabhangen einen Frosch fangen, den er totete indem
er ihn mit dem Kopf einigemal heftig gegen einen Stein schlug. Danaeh flog
er mit der Beute gestreckten Fluges zum Bache, kam dabei jedoch ungefahr
16
Treubia Vol. VI, 1.
100 — 150 an. unterhalb des Nestes beim Bache an. Von hier aus von Stein zu
Stein fliegend oder wenn es ging hiipfend, niiherte er sich vorsichtig, der dem
Neste gegenubcrliegenden kleinen Sandbank, wo der FrovSch wieder auf
dieselbe Weise wie vorhin zerstiickelt und verflittert wurde. Als er auch jetzt
wieder zuletzt seinen Jungen die enthauteten Schenkel gebracht hatte und
zuin letzten Male vom Nest abflog, nahin er ini Schnabel cinen Klumpen
weiser Exkremente mit sieh, die er vom iiberspulten Stein aus ins Wasscr
fallen licss. Darauf hielt er den offenen Schnabel gegen das stromende
Wasscr und schien denselben so zu reinigen, denn danach machte er mit dem
Schnabel nocli nach beiden Seiten hcftige Schleuderbewegungcn.
Heute Nachmittag um 3 Uhr wieder am Bach. Die Alton brachten von
3,15 bis 4 Uhr viermal Futter und zwar zweimal Fische und zweimal ctwas
Undef inierbares ; eins der Alton bcdeckte die Jungen von 3,45 an.
22. I. 1917. JTeute Abend war ich von 4,30 bis 5,30 am Nest; in
dieser Zeit wurde den Jungen scchsmal Futter von den Alton zugctragen.
23. I. 1917. Die Alten brachten zweimal Futter ins Nest und zwar einmal
einen Frosch und das andere Mai etwas Unerkennbares.
3. IV. 1917. Heute erhielt ich von Bapa Soema ein Nest mit zwei jungen
Pfcifdrosseln. Das Nest war an dcrselben Stelle angel egt, wo ich im Januar
die Vogel beim Flittern ihrer Jungen bcobachten konnte. Aller Wahrschein-
lichkeit nach ist es dassclbe Paar. Die Jungen haben sclion ziemlich lange
Federn, die jedoch noch in den Kielen sleeken; ihre riesig breiten Schnabel
si ml schwarz.
17. IV. 1917. Wo diese Pfeifdrossel nicht verjagt wird, wird sie sehr
zutraulich. Ich sah heute eine, die sich in einem Gemlisegartcn, in der Nahe
einiger arbeitender Leute aufhielt. Sie schien sich um die Menschen gar nicht
zu kiimmern, sondern suchte auf den frischgehackten Gemusebeeten unter
Kohlstauden und Salat nach Futter; auch untersuchte sie die Haufen ausge-
jateten Unkrauts.
24. V. 1917. Heute wurden mir zwei junge Pfcifdrosseln angeboten,
die noch Nestflaum auf dem Kopfe hatten.
25. V. 1917. Heute wurden mir wieder zwei junge befiederte, aber noch
absolut unbehilfliche junge Pfcifdrosseln angeboten.
Spennemann : fiiologisehc Notizcn ilber Vogel.
17
Microhierax fringillarius (Drap.).
Pegadcn-baroc, Krawang (W.-Java). 24. IV. 1916. Ein Sperlingsfalke
fliegt bis untcrs Dach der Veranda, in der wir sitzen (.meine Frau mit der
Nahmasehine), mid holt da ein Insekt weg. Zuriickflicgcnd baumt cr auf
einem ungefahr 15 Meter entfernt stehendem Petehbaumchen (Parkia spceiosa)
auf, um hier seine Beute, die aus einer dicken Hummel besteht, aus den Klauen
lieraus zu verzehren.
Poedjon bei Malang, verwilderter Kaffeegarten bei Soekawinangoen.
An derselbcn Stelle wo ich den Vogel friiher schon gesehen hatte, sass
cr auch lieute. Er fusste auf der Spitze eines hohen kahlen Dadapbaumes
(Erythrina spec.) und war eifrig dam it beschaftigt sein Gefieder zu ordnen.
Er nahm von mir, der ich ihn auf ungefahr 20 m Abstain! mit dem Glasc
lange Zeit beobachtete, nicht die geringstc Notiz.
3. I. 1917. Als ich heute um 12 Uhr von Soekawinangoen kam und
ungefahr 10 Minuten am Waldwegrande ausruhte, kam ein kleiner Falke an-
geflogen, hiingte sich vor ein Loch in einem ungefahr 7 — 8 m hohen Baum-
stumpf, das sich in 4 — 5 m Hohc befand und sofort danach verrieten auch
die in der Hohle befindlichen Jungen durch Zirpcn und kommen an die
Oeffnung ihre Anwesenheit.
4. I. 1917. Heute Nachmittag ging ich mit einem javanischen Oberauf-
scher (Mantri Roeslan), der fiir cinen Kuli gesorgt hatte, wieder zuin Nistbaum
der kleinen Falken. Ich wollte das Nest ausnehmen, um die Jungen auf-
zuziehen.
Als ich ankam, sassen die beiden Alten auf dem Wipfel eines kahlen
Baumes, schnabelten sich und putzten das Gefieder. Das grossere der beiden
Falkehon, also wahrscheinlich das Weibchen liess unter eigentiimlichen,
drehenden Kopfbewegungen ein leises, docli durchdringendes : sisisisisisi horen,
was dann und wann starker anschwoll und danach wieder ausklang. Es
neigte sich dabei dem Gatten zu und sehien um Liebkasungen zu bitten;
dann sassen sie wieder eine kurze Zeit ruhig neben einander bis nach einer
halben Minute das Spiel von Seiten des Weibchens von Neuem begann, das
Manchen verhielt sich jedoch ziemlich teilnahmslos.
Als der Kuli, der den Baum erkletterte, ungefahr cinen Meter iiber dem
Bodcn war, flog einer der Vogel eininal im Halbkrcis um den Baum herum.
Spater, als der Klettcrer oben war, schossen beidc Eltern mehrere Male, den
Eingeborenen sogar mit den Fliigeln streifend an ihm vorbei. Ehe wir es uns
versahen, flog eins der Jungen aus gefolgt von den Alten, die einige Minuten
wegblieben, danach jedoch wieder standig in der Niihe des Nestes verweilten.
Der E ingang zur Nisthohlc wurde jetzt mit dem Kopftuch des Javanen zuge-
2
18
Treubia Vol. VI, 1.
stopft. Das Schlupfloch hatte nur einen Durchmesser von 5 cm und da der
Kuli mit seiner Hand nicht hinein konnte, musste das Loch erweitert werden,
was, da die Aussenwand ungefahr 6 cm dick war, sehr miihsam war; hierbei
entschliipfte trotz des Kopftuches noch ein Junges. Beide entflohene Junge
konnten schon recht gut fliegen. Sehliesslich brachte jedoch der Eingcborene
noch zwei junge Falkchen herunter, wovon das eine noch sehr klein und hilfs-
bediirftig war, obschon es, wie das andere voll beficdert war. Der Schnabel
des Nesthakchens war noch ganz und gar gelb, wahrend der andere grade auf
der Firste einen hornfarbenen Streifen zeigte, wohl der Beginn der Verfarbung
des Schnabels. Ueber ein Quadratmeter Bodenflache war vor dem Horstbaum
dicht mit den kalkigen Exkrementen weiss getupfelt. Die Jungen schienen
also ihre Exkremente zum Loch hinaus zu spritzen. Mit welcher Wucht das zu
geschehen pflegt, davon konnte ich mir zu Hause einen Begriff machen, als
ich die Jungen aus dem Taschentuche befreite. Der eine der Vogel rnachte
die Sache mit eincr Vehemenz, dass die A uswurf stof f e circa zwei Meter von
ihm entfernt klatschend zu Boden fielen.
8. I. 1917. Ileute fiihrte mich mein Weg wioder am alten Nistbanm der
kleinen Falken vorbei. Beide Eltern sassen dicht nebeneinander. Sie putzten
sich und krauten sich von Zeit zu Zeit gegenseitig das Gefieder. Auf einem
andcrn Ast deaselben Baumes sass ein Junges, wahrend das andere auf einem
andern Baume sass. Plotzlich stiess eins der Alten jahlings, beinahe
senkrecht hinab, fing ein Insekt, was, konnte ich nicht erkennen, arbeitete sich
langsam spiralisch wieder herauf, brachte das Beutestiick einem der Jungen,
das damit wegflog und es auf einem andern Baume aus don Klauen heraus
verzehrte.
17. I. 1917. Heute morgens 8 Uhr stand der
Nostbaum noch ; als ich aber um 1 Uhr wieder vor-
beikam, war der unten am Stamm schon sehr
morsche Baum gefallen und lag qucr iiber den Weg.
Die Nisthohle war 4,G0 m vom Boden entfernt, das
Schlupfloch hatte einen Durchmesser von 4 cm
(a-b).
c — d . 6Y2 cm
d — e . IV2 cm
f — g . 20 cm
Auf dem Grunde der Nisthohle lag ein Gemisch
von kleinen und grossen Flugelstuckchen von Li-
bellen, Bienen, Hummeln und Kafem, die jedoch
zusammen mit etwas vermulmtem IIolz koine kom-
pakte Masse, sondern nur ein loses Gemisch bildcten,
in dem unzahlige kleine Schmarotzer von verschie-
dener Form und Grosse umherkrochen.
Spennemann : Biologische Notizen uber Vogel .
19
22. I. 1917. Morgens 8 Uhr sassen am altcn Nistplatz, auf demselben
hohen kahlen Banin auf dem sie friiher auch immer so geme sassen, eins der
Alien und zwei Junge. Letztere bettelten die Alte fortwahrend an. Als ich
um 12 Uhr wioder vorbei kam, war keiner der drei Falken zu selien.
Von jetzt bis Anfang April die Zwergfalken haufig gesehen.
4. IV, 1917. Die beiden alten Sperlingsfalkchen scheinen nicht mehr hier
zu sein. Wie ich bemerke, fehlt auch ein toter Baum, der wohl ihr neuer
Horstbaum gewesen war.
7. V. 1917. Endlich heute Mittag den Zwergfalken wieder einmal am
alten Platz gesehen.
20
UEBER EINIGE NEUE VOGEL AUS DEM INDO-AUSTRALISCHEN
ARCHIPEL UND DEREN 'VERWANDTE
von
Dr. Ernst IIartert,
(Tring Museum).
Acrocephalus stentoreus toxopei subsp. nov.
Sehr ahnlich A. stentoreus australis (aus Siidaustralien, Victoria, New
South Wales und dem sudlicheren Queensland), aber kleiner und Schnabel
etwas* schwacher. Flligel alter 68, 68, 68, 70, Schwanz 63, 63, 63.5, 65 mm.
2te (erste entwickelte) Schwinge zwischen der 5ten und 6ten, meist nur sehr
wenig kiirzer als die 5te. „Tris light brown. Bill brown, lower mandible
cream-colour, gape orange, Feet blue-grey. ’ ’ (Stalker 1909). Typus im
British Museum, rf Kayeli, Buru, August 1909, (Stalker coll.) Habitat: Buru.
Die erste Kunde da von, dasvS ein Rohrsanger auf Buru nistet erhielt ich
durch Dr. Toxopeus in Amsterdam, der im Schilf des zt 1100 m hohen
Kunturun-Sumpfes im Februar 1922 eine Anzahl Rohrsanger sammelte, dar-
unter einen ganz jungen Nestvogel. Die alten Vogel wurden in Spiritus
konserviert und 2 davon ahgebalgt und befinden sich im Buitcnzorg-Museum.
Da sie ausserdem in sehr stark abgenutztem Gefieder (die Schwiinze halb
abgewetzt) und daher nicht ordentlich zu messen sind, war es schwer, diese
Vogel richtig zu beurteilen. Gliicklicher Weise fand ich aber im British
Museum in London 3 von dem in Neuguinea verungliiekten Reisenden Stalker
1909, und ein von Wallace 1861 bci Kayeli gesammeltes Stuck. Diese
ermoglichten es mir, die nahe Verwandschaft mit A. s . australis festzustellcn.
Da ich hierbei aber auch andere verwandte Formen berlicksichtigen musste,
benutztc ich die Gelegenheit die erreichbaren Verwandten zu sludieren —
zumal die Rohrsanger im Leben zu meinen Lieblingsvogeln gehoren. Es
unterliegt nun keinem Zweifcl mehr, dass viele (vvenn nicht die meisten ode!*
fast alio ! ) Inseln des Molukken-Archipels w.a.m. von besonderen Rohrsanger-
Formen bewohnt werden.
1. Celebes: Acrocephalus stentoreus celebensis Tleinr.
Acrocephalus celebensis Heinroth, Journ. f. Orn. 1903 p. 125 (Bei Ma¬
kassar, Siid-Celebes).
Nach Heinroth ahnlich „Acroc. orientalis9\ aber Oberseite dunkelbraun,
unterseits mit rostfarbenem statt gelbem Ton, kleiner: Fliigel 72 mm. Diase
Hartkrt : Neue Vogel.
21
Form muss also A. a. gouldi Dubois sehr ahnlich sein. Es 1st merkwurdig,
dass sie alien Sammlern, auch Everett und Doherty, die bei Makassar sammcl-
ten, entgangen war, bis Ileinroth an Bord des Dampfers dort zwei Vogelchen
kaufte, „die cben das Nest verlassen haben mochten,,, von denen einer auf
der lieise umkam, der andere lebend Berlin erreichte und meines Wissens das
einzig bekannte Stiiek in Europa ist.
2. Lombok: Acrocephalus stentoreus lentecaptus subsp. nov.
Im Juni 1896 erbeutetc Alfred Everett bei Ampenan in Nord-Ix>mbok
zwei Rohrsiinger, die ich in Nov. Zool. 1896 p. 593 fur Acrocephalus
longiroslris Gould, (nee T urdus longirostris Gm., der auch ein Acrocephalus
ist), erklarte. Ich muss diese Angabe berichtigen, denn die Stiicke weichen
sehr von der australisehen Form ab. Der Schnabel ist starker und im Ver-
glcieh zu den meisten Stuckcn auch langer, die Oberseite heller, Unterseite
blasser,. sogar noch heller als bei A. s. australis, und die 2te (erste ausgebildete)
Schwinge ist nur so lang wie die Tte, oder unbedeutend langer (Fliigelspitzen
abgenutzt, also nicht auf nun zu messen), merklich kiirzer als die 6te, wahrend
sie bei A. s. australis und „longirostris” ( gouldi Dub.) viel langer ist. Der
Schnabel ist ungefahr wie bei orient (dis, der Fltigel aber kiirzer und starker
gerundet, die zweite Schwinge viel kiirzer. Kropfgegend mit dunklen
Schaftstrichcn. Flugel 77, 78’, 78, 80, 81 mm. Typus im Rothschild Museum
cf ad. Ampenan, Juni 1896 (A. Everett coll.) Habitat: Lombok.
3. Sumba: Acrocephalus stentoreus sumbae subsp. nov.
Ende Februar 1896 sammelte William Doherty an der Nangamessi Bucht,
nicht weit von Waingapu, zwei Weibchen eines Rohrsangers, die ich Nov. Zool.
1896, p. 580 als zweifelhafte „A. australis” erwiihnte, bemerkend, dass sie
kleiner seien. Heute liegt mir eine bessere Serie (Mathews’ Sammlung w.a.)
aus Australien vor, und ich kann nicht mehr zweifeln, dass es sich auch in
diesem Falle uni eine sedentare besondere Subsj>ecies handelt. Die Flugel
sind kiirzer als bei cf und Q von australis, die Schnabel etwas starker. 2tc
Schwinge zwischen der 6ten und 7ten, Flugel etwa 66 und 67 nun (dies Mass
ist richtiger als das 1896 angegebene von 65 und 66 mm). Typus im Tring
Museum 9 bei Waingapu, Ende Februar 1896. William Doherty coll.
Habitat : Sumba.
Bei alien diesen Formen kann es sich nicht um Zugvogel, weder aus dem
Norden, noch aus Australien handeln. Auf Celebes erhielt Ileinroth Nest-
jungc; auf Buru ist die Form zahlreichdn Sumpfen bei Kayeli und auf dem
eigen tiimlichen, hochgelegenen Moor von Kunturun, wo Toxopeus auch ein
Nestjunges erbeutetc; die Lombok-Stiicke konnen nicht zum nordischen
orientalis gehoren, da sie viel kleiner sind und im Juni erbeutet wurden, zu
welcher Zeit orientalis im Norden nistet ; auf Sumba wurde die dort ige Form
im Februar erlegt, wenn sie noch in Australien zu briiten scheinen ; nach ver-
22
Treubia Vol. VI, 1.
schiedenen Angaben sind sie in Australien „nugratory”, es ist aber noch nicht
erwiesen, ob sic wirklich Australien verlasscn oder nur im Lande umher-
schweifen. Den Sammlungen nach scheinen sic das ganze Jahr in Australien
vorzukommen.
4. Ostliches Australien: Acrocephalus stentoreus australis.
Calamoherpe australis Gould, in Lewin’s Nat. Hist. Birds, N. S. Wales,
im Index (1838 — Parramatta in N. S. Wales),
Oberscite weniger dunkel, Fliigel 72 — 76, ausnahmsweise Q nur 68,5 cT
bis 77 mm. Habitat: Sud-Australien, Victoria, New South Wales, bis
Queensland,
5. Westliches Australien: Acrocephalus stentoreus gouldi.
Calamoherpe longirosiris Gould, Proc. Zool. Soc. London, 18*45, p. 20
(„ Western Australia”).
Acrocephalus gouldi Dubois, Synopsis Avium I, fasc. 6, p. 369 (1901 —
Ncuer Name fur longirosiris , well Turdus longirosiris Gmelin 1789 ein
Acrocephalus ist).
Oberseite bedeutend dunkler, fast tief rotlichbraun, Unterseite mehr rost-
farben, Fliigcl 75 — 79 mm. Habitat : Sudliches bis nordliches West- Australien,
Andere Formen sind naeh dem vorliegenden Material einschliesslich
Mathews’ Sammlung in Australien nicht zu unterschciden. Mathews, B.
Australia IX, p. 361, 362, unterscheidet allerdings 5 Formen, die er Conopo-
deras australis australis, mellori, gouldi, carterae und melvillensis nennt. Diese
Darstellung ist aber ganz unrichtig. „C. a. mellori ” ist weder grosser, noch
auf dem Biirzel heller als australis, wie der Autor bchauptet, also Synonym
von australis. „A. a. carterae” stimmt mit anderen Stiicken von gouldi voll-
kommen iiberein, der Typus diirfte nicht ganz alt sein. „C. a . melvillensis”
von der Melville Insel an der Nordkiiste von Arnhem-Land ist iiberhaupt keine
australische Form, sondern ein Zugvogel aus Nord-China, S. 0. Sibirien oder
Japan, und gehort zu dem sogenannten Acrocephalus arundinaceus orientalis
(Temm. & Schlegel). Das gelegentliche Vorkommen auf der Melville-Insel
(oder selbst in Australien selbst, wo es aber nicht bekannt ist) ist nicht allzu
wunderbar, da die Form auf Batjan und Morty erbeutet wurde.
Dieser Fehler aber hat eine neue Perspektive eroffnet, da er die Frage
aufwirft, wie viele der bekannten Formen Subspecies einer Art sind. Es
scheint keinem Zweifel zu unterliegen, dass alle oben besprochenen Rohrsanger
namlich australis, gouldi, sumbae, toxopei, celebensis und lentecaptus, Sub¬
species einer Art sind. Aber warum gehort nicht auch orientalis in diese
Formenkette? Ich bin der Ansicht, dass dies* der Fall ist, trotz der etwas
langeren 2ten Schwinge. Fcrner aber erhebt sich dann die Frage, ob nicht
auch stentoreus und brunnescens hierher gehoren. Sie sind geographisch weit
getrennt und stimmen in ihren Ilauptnicrkmalen iiberein. Neluueu wir dies
Hartert: Neue Vogel .
23
an, miissen die bisher beschriebencn Formen Acroceplialus stentorcus australis ,
gouldi, sumbae, toxopeiy celebensis, lentecaptus, amyae und brunnescens genannt
werden.
Acroceplialus arundinaceus arundinaceus (Europa) und A. arundinaceus
zarudnyi (Transkaspien und Turkestan) konnen indessen nicht dazu gezogen
werden, da letztere mit A. stentorcus brunnescens in weiten Gebieten zusam-
menwohnt (mindestens Transkaspien und grosse Teile von Turkestan), auch
kann der spitzere Fliigel mit der langeren zweiten Schwinge und bedeutendere
Grosse ein gutes Artkennzeichen sein. Dass bei Rohrsangem ausscrlich sehr
ahnliche Formen zusammen leben konnen, zeigt das Beispiel von Acroceplialus
scirpaceus und palustris . Als Subspecies von arundinaceus betrachte ich auch
griseldis, den Rohrsanger Mesopotamiens. Die 2te Schwinge ist bei ihm zwar
merklich kurzer als die 3te und nur wenig liinger als die 4te, die viel klirzer
ist als die 3te.
Ich nehme also 2 Arten an:
Acroceplialus arundinaceus (L.) 1758, mit spitzerem Fliigel, 4te Schwinge
viel kurzer als 3te, 2tc langer.
Acroceplialus stentoreus (Hempr. & Ehrenb.) 1833, mit stumpferem Fliigel,
4te Schwinge unbedeutend oder garnicht kurzer als 3te, 2te kurzer.
Von ersterer Art unterscheide ich:
A. arundinaceus arundinaceus: Europa und Ivleinafrika.
A. arundinaceus zarudnyi: Transkaspien und Turkestan.
A. arundinaceus griseldis: Mesopotamien.
Von letzterer Art:
A. stentoreus stentoreus: Agypten und Palastina.
A. stentoreus brunnescens: Transkaspien, Turkestan, bis Himalaya, ost-
lich anscheinend bis ins westliche China.
A. stentoreus amyae: Assam.
A. stentoreus orientalis: Japan, Ostsibirien bis Nord- und Mittel-China.
A . stentoreus celebensis: Celebes.
A. stentoreus lentecaptus: Lombok.
A. stentoreus toxopei: Buru.
A. stentoreus sumbae: Sumba.
A. stentoreus australis: Ostliches Australicn.
A . stentoreus gouldi: Westliches Australicn.
(Im obigen sind nur die Brutgebiete, soweit sicher bekannt angegeben.
Die nordlich wohnenden Formen sind Wanderer. Es werden gemss noch
neue Formen aufgef unden und untcrschieden werden. Es ist merkwurdig,
dass von mehreren Formen nur wenige Stiickc vorliegen, und manchcr Sammler
versaumte, Serien zu sammeln, vielleicht liegen stcllenweise Schwierigkeiten
vor, in den wolil auch ungesunden Sumpfen zu sammeln).
24
Tkjeubia VOL. VI, 1.
Erythromyias buruensis siebersi subsp. nov.
ad. Sehr ahnlich E. buruensis ceramensis, aber grosser und die Obcr-
seite nicht so dunkel. Die Unterseite wie bei E. b. ceramensis , nicht in der
Mitte des Untorkorpcrs weiss wei bei E. b. buruensis. Fliigel 73 mm, nicht
wie bei den beiden mir vorLiegenden von E. b. ceramensis nur 69 und 70 nun.
Stresemann giebt fur den Fliigel dcs d" im British Museum von ceramensis
72 mm an, der linke Fliigel (den ich stets messe) misst aber nur 70. Typus
im Muscutti Buitenzorg, No. 1107.
Habitat: Gunong Daab auf Gross Kei (Key, Ke), 300 m.
Dr. H. C. Siebefs, dem zu Ehren ich die Form benenne, sammelte nur 1
cf am 17. IV. 1922. Er fand die Iris dunkelbraun, den Augenlidrand schwarz,
Schnabel schwarz, Fiisse violettblau, Zehen etwas dunkler, Nagel grauschwarz,
Sohlen sehmutzig hell gel bli eh weiss, blau durchscheinend. Die Testes waren
ziemlich stark entwickelt. Es gelang dem Forscher trotz vieler Miihe nicht
das 9 zu erlegen.
Phylloscopus trivirgatus avicola subsp. nov.
9 ad. Oberseite braunlich olivengriin, braunlicher als die von Ph. iri-
virgatus trivirgatus und giulianetiii , Oberkopf dunkler, aber nicht so schvvarz-
lich wie bei den obengenannten, und der gelbe Mittelstreif matter und weniger
deutlich, der Superciliarstreif hell schwefelgelb, unter letzterem ein dunkel-
brauner Streif vor und hintcr dem Auge. Grosse Oberfliigeldecken mit gelben
Endsaumen, die einen schmalen Querstreifen auf dem Fliigel bilden. Gauze
Unterseite ganz hell gelb, fast weisslich, mit lebhaft schwefelgclben Strichen,
die einzelnen Federn mit schon schwefelgelben Seitensaumen. Iris braun,
Augenlidrand schwarz. Schnabel oben braunschwarz mit gelbem Schnabel-
schneidenrand und gelblichcr ausserster S])itze, Unterschnabel dunkelgclb.
Fiisse violettblau, Niigel graubraun, Sohlen mattgelb. Ovarium 4 X 4.5 mm
wenig verandert. Fliigel 56 mm. Typus 9 Gunong Daab, 300 m, Gross
Kei (Key, Ke) Insel, 6. IV. 1922. Gesammelt von Dr. H. C. Siebers. Museum
Buitenzorg No. 1060.
Habitat : Gross Kei.
AVie die Siimpfe vieler Inseln Insulindes von Rohrsangem (Acrocephalus),
werden die Berge vieler von Laubvogeln (Phylloscopus) bewohnt. Auf Java,
Bali, Lombok und Sumbawa wohnt der unterseits lebhaft dunkelgelbe Ph. tri¬
virgatus trivirgatus , auf Sumatra und der Malakkahalbinsel der genau so
aussehende, nur etwas kleinschnabligere Ph. trivirgatus parvirostris, auf den
Bergen Borncos der grauliche kinabaluensis , auf Neuguinca der \nel hellerc
giulianetiii, auf der Grossen Kei-Insel avicola (der AVildernissbewohner). Es
scheint mir unanfechtbar zu sein, dass dies Formen einer Art sind. Stresemann
(Arehiv f. Naturg. 89. Jalirgang, A, TTeft 1, p. 84, 1923) nennt die siid-
papuanischc Form Ph. poliocephalus giulianetiii . Sie ist aber trivirgatus viel
ahnlichcr und. da letzterer Name 26 Jahre alter ist? muss er fur dep Formen-
25
Hartert: Neuc Vogel.
krcis gebraucht werden. Ob polioccphalus, ceramcnsis, cveretti, und waler-
slradti mit ihren weissen oder weisslichen Keblen hierhergehoren, mag man
dahingest cllt sein lassen, doch lilsst sich nieht leugnen, dass ceramcnsis in der
Oberkop f f arbung den Uebergang zwisehen den beiden Gruppen vermittelt.
(Jedenfalls werden noeh fernere bisher unbckannte Formen entdeekt
werden. Soeben erhielt das Tring Museum von der St. Mathias Insel, nordlich
von Ncuhannovcr einc neue Form dieser Gruppe.)
26
ZWEI NEUE PRACHTKAFER VON SUMATRA UND CELEBES
(COL. BUPREST.)
von
Dr. Jan Obenberger,
(Prag).
1. Agrilus mcnadoensis m. n. sp. *
Hab. : Mcnado — N. Celebes (Mohari lgt.).
Lange : 7,8 mm. 1 Ex. Zool. Museum Buitenzorg, 1 Ex. Zool. Museum Prag.
Gehort zu der Gruppe des A. acutus Thunb.
Messinggrun mit goldigem oder messingbraunem Anfluge, glanzend. Kopf
breit, in der Mitte rundlich breit ausgehohlt. Fiihler ziemlich kurz, vom vierten
Gliede an gezahnt. Stirn schmal, langer als breit, innere Augenrander eine
leicht konkave Kurve bildend. Halsschild etwa 2*/4 mal so breit als lang,
vorne breit und zweibuchtig, vor der Mitte am breitesten, von da nach vorne
starker und gerundet, zur Basis schwacher und einfach verengt, vor dem
Schildchen mit einer rundlichen Depression, iiberall flach und undicht ge-
runzelt, die Runzeln sind glanzend. Das Praehumeralleistchen ist sehr stark
konvex, in der Mitte dem Marginalleistchen angenahert und bis fast zu den
Vorderecken deutlich. Das Marginalleistchen ist flach S-formig durchgebogen,
scharf, das Submarginalleistchen verlauft mit ihm parallel, ohne sich mit ihm
zu verbinden, und ist ihm stark angenahert. Kinnfortsatz des Prosternums
breit abgerundet. Prosternalfortsatz breit und parallelseitig, am Ende breit
zugespitzt und abgerundet. Schildchen sehr breit und quergerippt. Fliigel-
decken in der Form und Skulptur genau wie bei acutus Thunb., also mit einem
spitzigen Aussenzahn am Ende, jedoch vor dieser Spitze nicht ausgeschweift
verengt wie bei acutus , sondern seitlich bis zur Spitze in einer langen Kurve
gerundet verengt. Das letzte Ventralseginent ist am Ende abgerundet. Die
Ol>erseite ist fast kahl, glanzend und verhaltnismassig grob skulptiert; in der
Mitte und hinter dem apikalen Viertcl der Lange beiderseits cntlang der Naht
liegt eine kleine, rundliche, wenig deutliche ITaarmakel. Die Fiisse sind ziem¬
lich kurz und stark, die Klauen stark gcspalten, die inneren ICauenzahnchen
einander sehr stark zugewendet. Das erste Glied der Ilintertarsen ist so lang
wie die zwei nachfolgenden Glieder.
Obenberuer: Neue Prachtkafer.
27
2. Trachys ( s . sir.) Corporaali m. n. sp.
Hab.: Sumatra’s Ostkiiste. 550 m. Sibolangit, X. 1921; J. A. Loertzing
u. J. B. Corporaal lgt.
Lange: 3,5 mm. Breite: 2,2 mm. Vide Ex. im Zool. Mus. Buitenzorg,
Zool. Mus. Prag und im Deutschen Entom. Institut.
Ziemlich gewolbt, ziemlich kurz und breit eiformig; Korper bei den
Schultern am breitesten, von da nach vorne stark und kurz verengt. Schwarz,
ziemlich glanzend, die Palpen und die Tarsen mit Ausnahmc des Klauengliedes
gelbrot.
Kopf breit, glanzend, messingfarben, Scheitel sehwarz. Epistom sehr
breit, vorne rund ausgerandet, chagriniert, von der Stirn undeutlich abgesetzt,
breiter als der kurze Diameter das Auges. Die Stirn ist zwisclien den Augen
etwa iy2 mal so breit wie lang, nach vorne leicht konvergierend, breit und
flach konkav, gleichmassig sparlich mit gelben Harchen bedeckt. Ilalsschild
etwa 3 y2 mal so breit wie lang, vorne sehr breit, rundlich ausgerandet, seitlich
nach vorne geradlinig verengt, mit zugespitzten Vorderecken. Die Behaarung
ist seitlich gelb, in der Mittc im basalen Teile unregel inassig und silberweiss,
fein, vonie undeutlich und sehwarz. Schildchcn unsichtbar. Flugeldecken
etwa 1 y3 mal so lang wie breit, eiformig, schon von den Schultern an zur Spitze
breit gerundet verengt; die Behaarung besteht aus schwarzcn und silberweissen
Harchen : die schwarzen sind wenig deutlich, starker, die weissen sehr fein
und gekriimmt, kurz; sie bilden in der vorderen Hiilfte eine undeutliche, un-
regelmassige und s|)arliche Ornamentation; dann kommt in der Mitte eine
anscheincnd kahle, schwarze, jedoch in der Tat sehwarz behaarte, verkehrt
rundliche Querbinde, dann im apikalen Drittel zwei genaherte, silberweisse,
mit der schwarzen parallele Querbinden ; dann eine praeapicale schwarze
Binde; der Apex ist silberweiss behaart. Auf der praeapikalen schwarzen
Querbinde sind die Harchen deutlich, stark und halb gehoben, beiderseits eine
Art von halbabstehenden Haargruppen oder Haarpinseln bildend. Praster-
num zweimal so breit wie lang, breit, flach, parallel, am Ende kurz ahge-
rundet. Klauen breit gezahnt.
Meinem lieben Kollegen und Freunde, Herra J. B. Corporaal, der meine
Sammlung schon durch mehrere sehr intcressante sumatranische Buprestiden
bereichert hat, zu Ehren benannt.
28
EPHEMEROPTEREN VON DEN SUNDA-INSELN UND DEN
PHILIPPINEN
von
Dr. Georg Ulmer,
Hamburg.
( JNLit 58 Abbildungen.)
Nieht, cine grosse Menge ncucr Arten bictet diesc Arbeit; ihr Schwer-
gewicht liegt vielmehr in der genaueren Darstellung schon bekannter Formen.
Dabci hat sieh wieder hcrausgcstcllt, dass die Besehreibung um so umfang-
reicher wird, je mehr Material zur Bearbeitung kommt: Die Variabilitat der
Ephemeropteren ist gross.
Ein reiches Material stand mir zur Verfiigung; es waren der Hauptsache
nach 3 Sammlungen, die zu boarbeiten waren: 1. Die Sammlung des Herm
Edw. Jacobson in Fort de Kock (Ephemeropteren von Java, Sumatra,
Simalur), 2. Die Sammlung des Zoologischen ]\Ius*eums in Buitenzorg
(Ephemeropteren von Java und Sumatra, meist von Herrn Prof. Dr. H. Karny
gesammelt), 3. Die Sammlung des verstorbenen Herrn Boettger, die durch
Vermittelung des Herrn Moser an Herrn Dr. F. Ris gelangte und von diesem
mir zum Geschenk gemacht wurde (Ephemeropteren von den Philippinen).
Einzelne Exemplare hatte ich auch noch aus andem Museen. Allen Herren,
die mich durch Ubermittlung von Material unt erst lit zt haben, besonders Herrn
I)r. F. Ris, sei hier herzlich gedankt. Nieht minder verpfliehtet bin ich Herrn
Prof. Karny fur die in jetziger Zeit so schwierige Unterbringung des
Manuskripts.
Von den Philippinen waren bisher nur zwei Arten (T haler osphyriis tor -
ridus Walk, und Atopopus tibialis Ulm.) bekannt; ich kann hier 7 weitere
hinzufiigen; diese 9 Arten bilden aber sicherlich nur einen kleinen Teil der
Fauna. Etwas besser unterrichtet sind wir iiber die Ephemeropteren der
Sunda-Inseln, von denen ich jetzt 24 Arten namhaft machen kann. Von den
hie** behandelten Arten blieben mir nur 2 (Anagenesia tenera Etn. und A .
picta Gravel.) bisher unbekannt
Eine Arlx'it iiber die Trichopteren der bciden Inselgruppen hoffe ich bald
folgen lassen zu konnen.
Ulmer : Ephemeropteren.
29
Familie Palingeniidae.
1. Anagenesia ampla Etn.
Palingenia ampla Eaton, 1 lev. Monogr. 1883, p. 26, t. 1. f. lc (Subgen us
Anagenesia Etn.).
rf (trocken) : Oberflache des Kopfes braunschwarz, Unterflachc gelb
(Sumatra-Exemplar) ; bei den alien Borneo-Exemplaren ist die Oberflache
des Kopfes graugelb, die Ozellen schwarz umringelt, die Ringe unregelniassig
ausgezackt; zwischen den Augen schwarze einzelne Punkte. Brust braun¬
schwarz, auf dem Pronotum mil drei helleren (graubraunen), nicht sehr
deutlichen Langsbinden, von denen eine auf der Mittellinie, die anderen
seitlich davon und etwas schief (oralwarts divergicrcnd) stehen; Mesonotum
in der Mittelzone etwas heller. Beine
hellgelb, die Sehenkel oben schwarz-
lichbraun, die Schienen und Tarsen
schief ergrau iibertusclit; Vordertarsus
des Fig. 1 A, B) fast so lang wie
der Sehenkel, mindestens % so lang
wie die Schiene, Sehenkel wenig kiirzer
als Scliiene ; Tarsalglied I etwa so lang
wie breit, II langer, III und IV kiirzer,
einander gleich, Glied V so lang wie
II ; die Tarsalglieder nehmen also in
der Reihcnfolge 11 (gleich) V, I, III
(gleich) IV an Lange ab. Oberflache
dcs Hinterleibcs braunschwarz, wenn
die Segment© mehr ausgestreckt sind,
erscheint die vordere Ilalfte eines
jeden braun und nur die hint ere
braunschwarz; Unterflachc hellgelb- c
lich bis graugelb, die letzten Seg-
mente manchmal dunkler. Fliigel
graubraun, dunkel, der Apikalrand Fi&- F Anagenesia ampla Etn. (Museum
im Bercichc des Sektor zweimal, im Brussel) Beine (>) des cf; A. Vorderbein ;
. B. Vordertarsus. etwas starker ver-
Bereiehe der Media emmal bogig aus- grdssert, von oben gesehen;
geschnitten. Schwanzborsten grau- c. Krallendes Vorderbeines, von derSeite;
braun, mit braunen Gelenkon, an I>. Hinterbein; E. Krallenglied und
diesen mit cinigcn langeren Ilaaren als Krallen des Ilinterbeines,
an den Gliodern. Die Genitalfusse stiirkor ver^ssert-
sind braun bis dunkel braun ; der innerc basale Fortsatz des Basalgliedes ist
(1) Die Abbildungen der Beine sind, soweit nicht anders angegeben, in einer und
derselben Figur immer in gleichem Massstab dargestellt.
30
'Treijbia Vol. VI, 1.
schr kraftig (Fig. 2) ; die zwei Endglieder sind
schlank und zusammcn fast y2 so lang wie das Basal-
glicd, unter sich etwa gleich lang; die Penislobcn sind
drcieckig, yor dean Apex kaum abgesetzt und kaum
eingeschniirt (Fig. 2).
9 (trocken) : Ahnlich gefarbt wie das , . ; die
3 Langsbinden auf dem Kopfe starker, die Flugel
mehr grau (braungrau).
Korperliinge : 15 — 22 mm; Lange dcs Vorder-
fliigels: etwa 18 — 20 mm (cf), etwa 17 mm (9 );
Fliigelspannung also etwa 39 — 42 ram (cf), etwa 37
Fig. 2. A y} agenesia ampla
Etn. (Museum Brussel),
Genitalanhfinge des ^ ^ die andercn Stiickc und bat die Alaszc 22, 20,
cf, ventral. 60 mm.
Material: 2 cf, 1 9, Borneo, Coll. Selys, Museum Brussel, bezeichnet
„Palingenia lata”; diesc Tiere haben wahrscheinlich auch Eaton vorgclegen;
sie haben einen alten Zettel „S A RM, was wohl Sarawak bedeutet. — Im
Museum Miinchen 1 cf, Sumatra.
Heimat: Borneo, Sumatra.
N.B. Die alten Exemplare von Sarawak sind auf dem Kopfe wohl ver-
farbt; ich halte die braurusehwarze Kopffarbe des von Sumatra fur die
normale.
2. Anagenesia javanica Etn.
Paling enia javanica Eaton, Rev. Monogr. 1883, p. 27, t. 1 und 2, f. 1 d.
(Subgen. Anagenesia).
(trocken) : Kopf oben schwarz, nur vorn auf der Stim mit gelbbraunem
Flecke; Pronotum dunkelbraun, mit 3 helleren Langsbinden (eine in der
Mittellinie, die andem scitlich davon stchend, gerade) und einem helleren
schiefliegenden Flecke ganz an der Seite; Mesonotum und Metanotum viel
heller als Pronotum, schmutzig braungelb, hinten und an den Seiten dunkler,
auch die Mittellinie des Mesonotum etwas dunkler. Hinterleib oben gelbbraun,
die hintere Halfte (in der Mittellinie die hinteren zwei Drittel) jedes Segments
schwarzlich, der Ilinterrand in der Mitte wieder hell (die Ringe sind aus-
gedehnt !). Beine hellgelb, die Tibien und Tarsen weisslichgrau ; morphologisch
entsprechen die Beine vollig denen von A. ampla Etn., doch sind die Tarsal-
glioder des Vorderbeincs* ((/) etwas schlanker, wenn man sie von der Seite
her betraehtet (A). Unterfliiche des Hinterleil>es gelb. Flugel rehbraun, etwas
dunkler als bei Paling enia longicauda Oliv., heller und entschiedener braun als
(1) Eaton, l.c. p. 27, sagt liber die Krallen der hinteren Beine: „very unequal,
the lesser hardly visible”; ich sehe an dem rechten Hinterbeine des einen (s. u.)
an der Basis dqr Kralle noch ein kleines Liippchen, das vielleicht die zweite Kralle
darstellt (vgl. Fig. 1C).
mm (9); das cf von Sumatra (s.u.) 1st gi*6sser
Ulmer : Ephemeroptereii.
31
bci A. arnpla Etn., mit mattbraunen Adem ; der Apikalrand dcs Vorderfliigels
ist nicht bogig ausgeschnitten ; die Queradern in der Region des Apikalrandes
ziemlich zahlreich und deutlicher als bei A. tenera Etn. Schwanzborsten
graubraun (nach Eaton subtestaceous), behaart und an
den Gelenken der mittleren Partic mit einigen abste-
henden langeren Haaren. Genitalfusse (Fig. 3) gelb;
die Basis des Basalgliedes mit etwas stumpferem Innen-
fortsatz als bei A. arnpla Etn., im iibrigen wie dort.
X. Sternit etwas weniger tief und ganz halbkreisformig
ausgeschnitten (Fig. 3) ; Penisloben kurz dreieckig,
vielleicht etwas breiter als bei genannter Art, vor dem
abgesctzten Apex eingeschniirt (Fig. 3).
9 (trocken) : Pronotum in der Mittellinie mit
breiterer, graugelber Langsbinde ; Mesonotum ganz
braunschwarz, Beine ganz gelb, Schwanzborsten gelb-
lichweiss, ohne liingere Haare; Fliigel vielleieht etwas
mehr grau.
Korperlangc 19-26 mm (tf), 21 mm (Q); hange7e’s ^“''ventral.
Lange dcs Vorderfliigels: 22 — 25 mm (cf), 23 mm
(9); Fliigelspannung also etwa 47 — 54 mm(cf), 50 mm (9) ; Schwanzborsten:
60 — 70 mm (cf ), 9 V2 — 10 mm (9)*
Material : 2 cT (sehr alt), Java, Museum Brussel. — 19, Borneo Museum
Berlin.
Ileimat : Java und Borneo.
3. Anagenesia tenera Etn.
Palhigenia tenera Eaton, Rev. Monogr. 1883, p. 27, t. 2, f. le.
Von dieser Art habe ich kein Material, auch die Type habe ich aus dem
Leidener Museum nicht erhalten konnen, so dass ich nur nach der kurzen
Beschreibung Eatons und nach semen Figuren Mittelungen geben kann.
c/ (trocken) : Fliigel dunkelgrau, ohne braunlichen oder gelblichen Ton;
Langsadem und starkere Queradern pechbraun oder schwarzbraun, feinere
Queradcrn weisslich oder mit weisslicher Umsaumung (in reflektiertem Lichte) ;
Apikalrand des Vorderfliigels nicht ausgobuchtet, die Queradern in der Region
des Apikalrandes wrenig zahlreich und sehr undeutlich; der untcre Ast des
Scktor entspringt dicht h inter der Fliigelmitte und ist daher, ebenso wie die
Mediagabcl, verhaltnismassig kurz. Schwanzborsten ahnlich wie die Fliigel
gefarbt, mit gleichmiissiger Behaarung. Beine sehr kurz im Vergleich mit
A. javanica, der Hinterschenkel nicht liber das zweite Ilinterleibsegment
hinausreichend (') ; Vorderbeine weisslich (?)> Hinterschenkel etwa ockergelb.
Genitalanhange hell scherbenfarbig.
(1) Dasselbe ist allerdings auch der Fall bei meinen Exemplaren von A. java -
nica Etn.
Fig. 3. ^lna^cwcsia^ara-
nica Etn. (Museum
Rn'issAh rj-Anilalan.
Treubia Vol. VI, 1.
&2
Korperlange: 17 mm; Lange des Vorderfliigels: etwa 18 mm (?);
Schwanzbonsten : etwa 55 mm.
Material: -
Ileimat: Ostjava.
4. Anagenesia picta Gravel.
Palmgenia (Anagenesia) picta Gravely, Rec. Indian Mus. XVIII. 3. p.
140, t. 20, f. 24 — 25.
, \
Anch von dieser Art habe ich kein Material, so dass wir ganz auf die
kurze Beschreibung und die Figuren Gravely ’s* angewiesen sind.
(trocken) : Korper im allgemeinem kraftig rotlich- oder gelblichbraun
gefarbt; der Kopf zwischen den Augen mehr oder weniger schwarz, ausge-
nommcn cine stark ausgepragte braune Mittellinie auf dem Scheitel; das
Pronotum kontrastiert in seiner verhaltnismassig hellen Farbung auffallig mit
dem dunklen Kopfe und Mesonotum ; letzteres ist fast gleichmassig schwarz;
die Hinterleibtergite sind etwas gedunkelt, mit Ausnahme der schmalen
helleren Hinterrander. Fliigel weisslich, mit gelblichen Adern; Vorderfliigel
mit dunkel gebraunten Randern, besonders am Costalrande und am Apex;
im Vorderfliigel scheinen auch die Queradern in der Apikalregion und die (in
Gravely ’s Figur, 1. c. f. 24, sehr zahlreichen) abgekiirzten Zwischenraumadern
deutlich zu sein ; der untere Ast des Sektor und die Mediagabel sind lang;
Sul>eosta und Radius sind in ihrer ganzen Lange deutlich sichtbar. An den
Genitalfiissen ist das letztc Glied sehr deutlich kiirzer als das vorlctzte.
fiber die Grossenmasse sagt Gravely nur, die Art soi etwas grosser als
A. lata Walk.; fur letztere Art gelten folgende Masse; Korperlange: 22 mm;
Vorderfliigel: 23 mm; Schwa n zborst en : etwa 70 mm.
Material: -
Ileimat: Sarawak auf Borneo.
Familie Polymitarcidae.
5. Polymitarcys indicus Piot.
Palingenia indica Pictet, Hist. Nat. iSphem. 1843 — 1845, p. 151, t. 13, f. 4.
Polymitarcys indicus Eaton, Rev. Monogr. 1883, p. 47 ; Ulmer, Not.
Leyden Mus. XXXV. 1913, p. 102, f. 1; Lestage, Ann. Soc. Ent. Belgique
LX I. 1921, p. 212.
syn. Polymitarcys australis IIagen, Stett. Ztg. IIj. 1888, p. 231.
syn. Anagenesia Grecni Banks, Proc. Acad. Nat. Sci. Philadelphia. 1915,
p. G12.
cf (trocken) : Den hellen Exemplaren von Polymitarcys virgo Oliv. und
P. Savignyi Pict. vollkommen ahnlich ; Kopf oben braun, Pronotum hcllgrau-
Ulmeu: Ephemeropteren.
33
gelb, Mesonotum dunkler, mchr braunlich, ebenso das Mctanotum; Mesonotum
ohnc dunklere Langsstreafen ; Hinterleib weisslichgelb, die Oberflache, be-
sonders der hinteren Segmente, schwaeh grauviolett iiberschattet, die Hinter-
randsaume aller Tergite weisslich. Beine uiid Fliigel wie bei P. virgo, die
Adorn weiss (*), Subcosta und Radius des Vorderflugels nur ganz schwaeh
violett; im Analraume 1 liegen 5 eingeschaltcte Langsadem, von denen die
fiinfte iin linken Fliigel (mil* liegt nur
1 Exemplar vor!) unregelmassrig gestaltet ist.
Letztes Glied der Genitalfusse nur halb so
lang wie vorletztes (Figur 4), die Gliederung
zwischen diesen kurzen Endgliedem undcut-
lich ; zwischen dem Basalglied und deni zwei-
ten (langcn) Gliede sclicint. noch ein kurzes
Glied, undeutlich abgcsetzt, eingeschaltet
zu seiu. ' Penis (Fig. 4) mit sehr schlanken
Loben, deren Apex hakenformig gebogen ist.
X. Sternit (Fig. 4) in der Mitte etwa so lang
wie das Basalglied der Genitalfusse.
9 (1 2) (oder Subiinago- 9 ?) : Kopf
oben graugelb, aber in wciter Ausdehnung
schwiirzlich iiberschattet; Pronotum grau
mit violettem Tone; ^lesonotum und Meta-
notum ockergelb, der Hinterrandvorsprung
schwarzlich umrandet ; Mesonotum mit 5
Langsstreifen wie bei P. Savignyi Pict., der
inittlere sehr fein und undeutlich, die seit-
lichen sehr dunkel. Hinterleib ockergelb, alle Tergite mit breiten dunkelgrau-
violetten Hinterrandsaumen, die sich in der Mittellinie nach vorn fortsetzen, so
dass bei stark ineinandergeschobcncn Segmenten cine breite dunklc Langsbinde
auf dem Abdomen erscheint. Seliwanzborsten weiss. Beine weiss, die Vorderbeine
ockergelb, Schenkel und Schiene aussen schwarzlich. Fliigel durchscheinend,
matt, weisslich, Adern weisslich, Vorderfliigel am Costal rande dunkler, da die
drei ersten Liingsadern und manchmal auch die dazwischen liegenden Zwdschen-
raume (bis etwa zur Pterostigma- Region) schwaeh violettgrau sind. Im
Analraume 4 bis 5, selten 6 Langsadem. Die Borneo-Exemplare (die sicher
Subimagines sind), haben die Fliigel iiusserst schwaeh grauviolett und die
Adern, besonders die Queradern, noch dunkler als die Membran; iihnlich auch
(1) Aber bei gewisser Beleuchtung hellgrau violett.
(2) Ich erinnere mich nicht, ein Polymitarcys -9 gesehen zu haben, an welchem
der Hinterrand der Flugel frei von Bewimperung gewesen ware; auch eine abgeworfene
Subimaginalhaut des V habe ich noch nicht gesehen; haufiger dagegen vom . Es
scheint, als ob die alteren Beobachtungen (Palm6n) liber die Nichthautung des Poly -
mitarcys - 9 richtig sind.
Fig. 4. Pohjmitarrys indicus Pict.
(Museum Berlin), Genitalanhange
des cf , ventral.
3
34
Treubia Vol. VI, 1.
das kleinc Subim. 9 aus Java, Coll. Jacobson (cfr. Not. Leyden Mus. 1. c.),
No. 3124, das sich jetzt in meiner Sammltmg befindet.
Korperlango 10 mm (c f), 12 — 14 mm (9); Lange des Vordcrflugels: 10
mm (c?)i 13 — 15 mm (9)j Fliigelspannung also etwa 21^ mm (cf), 28 — 32
mm (9)> Schwanzbonsten : etwa 28 mm (cf); bcim 9 ljango der seitlichen
Borsteoa 15 — 16 mm, dor mittlcren Borstc 10 mm.
Material: Im Museum Wien die Type Pictet’s (9 Subimago), Ind.
orient. — Im Museum Berlin 1 a", 7 9 Subim., Cochinehina, am Mekong.
Lichtfang, Friederichs leg. ; dort femer 2 9 Subim., Banguey, Nord-Bomeo,
Staudinger. — In Coll. Ulmer 1 9 Subim. (trocken) und 3 9 Subim. (in
Spiritus), Java, E. Jacobson leg.
Heimat: Ost-Indien (Fcstland und Inseln: Java, Borneo, Ceylon).
N.B. Die Nervatur des Analraumes I variiert also auch ahnlich wie bci
den anderen Arten; meist sind 4 — 5 oingeschalteto Langsadcm vorhanden,
manchmal noch cine sechste kurze.
Die Type Pictet’s hat die Abdominalsegmente stark zusammengeschoben,
der Riicken des Hinterleibes ist ganz dunkel; doeh sieht man mit der Lupe
auf den voixleren Segmenten seitlich die hellere Grundfarbe niiher dem
Vorderrande hervortreten. Die Exemplarc dcr Coll. Jacobson (siehe Not.
Leyden Mus. 1. c.), von denen ich jetzt drei besitze, befinden sich in Alkohol,
die Farbe des Hinterleibes ist wie bei der Type, nur tritt auf alien Segmenten
die helle Grundfarbe nahe dem Vorderrande iiberall hervor; die hellere Seiten-
partie des Pronotum wird von der dunkleren Mittelpartie durch eine furchen-
artig vertiefte dunklo Langslinie getrennt, die auch an der Type erkennbar ist.
Pictet’s Type hat im Analraume dcs linken VorderflugeLs 5 gut ausgebildete
Langsadcm, im rechten Vorderfliigcl nur 4 und unregelmassig gestaltete
Anfange der fiinften. — Wahrscheinlich ist P. australis Hag. nicht von
P. indicus Pict. zu trennen; in der durch Hagen gegebenen Beschreibung
(Stett. Ztg. 1. c.) finde ich keine wesentlichen Unterschiede gegen P. indicus .
Ebenso auch rcchne ich „Anagenesia” Greeni Bks. (Proc. Ac. Sci. Philadel¬
phia 1. c.) zu P. indicus; keines der von Banks gegebenen Merkmale wider-
spricht, im Gegentcil, diese Kennzeichnung passt viel besser hierher als zu
Anagenesia; Beine, Genitalorganc ete. sind ja leider nicht beschrieben; wahr¬
scheinlich ist sein Material ini Subimaginalzustande (9 ?) gewesen. — Auch ein
von Eaton (Journ. Asiat. Soc. Bengal, LX. 1891, p. 408’) als Polymitarcys sp.
bezeichnetcs 9 wird hierhergehoren ; es unterscheidet sich von P. indicus Pict.
in der Farbung von Brust und hinteren Beinen; weiter findet sich keine
Angabe; es war bezeichnet „Raneeganj”.
6. Povilla Corporaali Lest.
Astlienopus Corporaali Lestage, Ann. Soc. Ent. Belg. LXII. 1922, p. 145.
Ulmer : Epliemcroptcrcn.
35
Fig. 5. Povilla Oorporaali Lest*
(Coll. Jacobson), Kopf und
Prqnotum des 2, dorsal.
cT : unbekannt.
9 (trocken uiul in Spiritus) : Kopf mattschwarz, vor den Ozellen und
an der Unterflache gelblich oder schmutziggraugelb ; Augen schwarz, etwa %
so gross wie die Entfernung zwischcn ihnen
(Fig. 5) ; Fiihler schmutziggraugelb. Pronotum
(Fig. 5) sehr kurz und breit, ldirzer als der
Kopf, russbraunlich, an den Seiten mehr gelblich ;
Mesonotum schwarz, in der Mittelzone bcider-
seits der Mittelnaht russbraunlich; Metanotum
schwarzlich, init russbraunem Unterton. Unter¬
flache der Brust hellrussbraunlich oder gelblich.
Ilinterleib oben viol ett schwarz, matt, unten
gelblich oder gelblichgrau ; uber der Seitcnlinic
(bei trockencm Exemplar) verwaschene rot-
braune Flccke. Schwanzborsten sehr kurz,
kaum 1 anger als das letzte Hinterlcibsegment, die Mittelborste Yi lang wio
die Seitenborstcn (nach Ldestage) ; ihre Farbe ist schmutzigweiss. Beine
gelblich (sehniutziggelblich), Hiifte und Schenkelring aussen gebriiunt, bei
trockencm Exemplar auch Schenk el und Schiene aussen dunkel (schwarzrbt-
lich) ; die Heine sind alle sehr kurz (Fig. 6 A, B) ;
Vorderbein (Fig. A) etwa so lang wie Kopf und
Pronotum zusammen, Mittelbein nicht lunger als
das Metasternum und Hinterbein (Fig. 6B) etwa
so lang wie die drei ersten Abdominalstemite zu¬
sammen; jNIittclbein etwas kleiner als Hinterbein,
sonst gleich gebaut., Schenkelringe an beiden
Paaren verlangert; an alien Beinen sind Schiene
und Tarsus verkiunmert, letztere kaum gcgliodert
und krallenlos. Vorderfliigel etwas schlanker als
bei Povilla adust a Nav., der Apex etwas mehr
vorspringend ; die Membran ist zweifarbig, die
basale Flugclhalfte ist intensiv dunkelviolett
gefarbt, die apikale Halfte farblos; die Grenze
zwisehen beiden zieht von der Mitte des Costal-
randes bis etwa zur Miindung der Analader I
in einem apikalwjirts konvexen Bogen, etwas unregelmassig, quer durcli den
Fliigel ; Costal- und Sul>costalraum sind auch in der apikalen Halfte schwacli
violett getont, der Costalraum in % seiner Lange (von der Basis an) sogar
ganz dunkelviolett; die Langsadem sind sehr kriiftig, scliwarzviolett auf der
dunklen Partie des Flugels, allmahlich heller werdend apikalwarts; die
Quemdern sind feiner, etwas heller dunkelviolett, in der apikalen Partie nur
schwach violett grau, nahe dem Apikalrande sehr fein und fast farblos; der Sek-
tor gabelt sich deutlich spater als die Media, deren Tcilung sehr nahe der Basis
Fig. 6. Povilla Oorporaali
Lest. (Coll. Jacobson), Beine
des A. Vorderbein;
B. Hinterbein.
36
Treubia Yol. VI, 1.
liegt; die 2 langen Zwischenraumadern im Analraume I (Fig. 7A) entspringen
genau so wie bei P. adusia, also Zwischenraumader 1 aus Ax und alii
gleiclier llohe Zwischen-
raumadcr 2 aus A2 ; der
Raum zwischen den beiden
Zwischenraumadern verbrei-
tert sich distal warts, und
die zweite biegt im Bogcn
kurz vor dem Fliigelrandc
zu diesem hin uni ; die
Queradem des Aussenran-
des (Fig. 7 B, C) bilden
manchinal mil kleinen Ein-
schaltadern ein Zellennetz
oder biegen nach dem Rande
hin um, so sclbst zu Ein-
schaltadem werdcnd. Die
Hinterflugel sind ebenfalls
zwcifarbig, ihre Membran
B. ein Teil des Aussenrandes; C. Aussenrand (nach bis liber die Mitte hinaus
Zeichnung des Herrn J. A. Lestage). dunkelviolett gefarbt, die
apikale Partie ist farblos; die Adorn sind wie im Vorderfliigel gefarbt, die Ner-
vatur wie bci P. adusia, die Queradern zahlreich und am Aussenrande eben¬
falls teilweise Zellennetze bildend.
Korpcrlange: 14 — 15 mm; Lange des Vorderflugels : 22 nun; Fliigel-
spannung* also etwa 46 mm ; Schwanzborsten : lJ/2 mm.
Material: 1 9 (in Spiritus), Lant Tawar (Laulo), Simalur, VIII. 1913,
„tot auf dem Wasser treibendM, E. Jacobson leg., in Coll. Jacobson.
Hoimat: Java, Simalur.
N.B. Erst die Bekanntschaft mit dem cf wird dieser Art die riehtige
Stellung zu geben erlauben. Soviel ich sehe, passt die Art besser zu Povilla
als zu Asthenopus ; ganz charakteristiscli sind in dieser Beziehung an meinem
Exemplare die beiden Zwischenraumadern im Analraume I; das Exemplar,
welches Lestage besitzt, ist vermutlich in der Ausbildung des* Analraumes
abnorm gebaut; wir mussen daran festhalten, dass bei Asthenopus (ich habc
Material von Asth. curtus) die grossen Zwischenraumadern bcide von Anal-
ader 1 abhangig sind, wiihrend bei Povilla die cine von Analader 1, die audcrc
von Analader 2 entspringt ; auch die reicliere Ausbildung der Queradem mit
ihren Zellen und kurzen Einschaltadern am Aussenrande ist kein Gegenbewcis
gegen meine Ansicht,.da bei Povilla adusta Nav. manchmal ahnliches auftritt;
ich habe einige 9 9 der letzteren Art aus dem Briisseler Museum vor mir,
Fig. 7. Povilla Corporaali Lest. (Coll. Jacobson),
Teile vom Vorderflugel des V; A. Analrogion
(die punktierten Adern sind etwas zweifelhaft);
Ulmer : EpJiemeropteren.
37
vvclche in der Randadcrung nicht sehr verschieden sind von P. Corporaali . —
Leider konnte ich von den Flugeln der vorliegenden Art kcin vollstandiges
Bild geben, da sic etwas zerstort sind; doch sind die wichtigsten Teile (Anal-
raum und Ausscnrand) deutlieh erkennbar (Fig. 7 A, B) ; Herr Lestage
erlaubte mir, cine von ihm angefertigtc Skizze der Aussen randpartie seines
Exomplares mit zu veroffentlichen (Fig. 7 C). Die von Lestage beschriebene
sonderbarc Bildung <les Pronotum sehc ich als durch Austrocknung entstandene
Zufalligkeit an.
Familie Potamanthidae.
7. Rhoenanthus speciosus Etn.
Rhoenanthus speciosus Eaton, Ent. Month. Mag. XVII. 1881, p. 192;
Eaton, Rev. Monogr. 1884, p. 81, t. 9, f. 15.
cT (trocken) : Kopf oben braunlich (die grossen Augen verdecken fast
die ganze Kopfflache) ; Pronotum gelbbraunlich, aber sowohl in der Mitte wie
an der Seite mit breitem schwarzlichen Langsstreif, so dass von der Grund-
farbung nicht viel freibleibt; Mesonotum braunockerfarbcn, mit braunschwar-
zer Mittcllinie und brauiischwarzem Seitenstreif, der undeutlicher werdend
hintcr der Fliigclwurzcl allmahlich verschwindet ; Metanotum braunockcrfar-
ben. Hinterleib oben gelbbraunlich, purpurn gctont, unten hell ockergelb.
Schwanzborstcn wcissliehgelb, an den Gelenken purpurn oder schwarzpurpum
(bis violettschwarz) schmal geringelt. Beine hellgelb; am Vorderbeine ist der
Apex des Schenkels braunlich, beide Enden der Sehiene, bcsonders der Apex,
ferner das erste Tarsalglied und die Gelenke der anderen Tarsalglieder sind
rotpurpum oder schwarzpurpum ; hintere Beine an dem Apex der Tarsal¬
glieder sehr schmal purpurn. Am Vorderbeine (nach Eaton) ist die Sehiene
liber 1% mal so lang wie der Schenkel, der Tarsus etwa % so lang wie die
Sehiene ; am Mittelbeine ist die Sehiene etwa IV2 mal so lang wie der Schenkel,
der Tarsus fast % so lang wie die Sehiene; am Hintcrbeine ist die Sehiene
etwa lVr> mal so lang wie der Schenkel, der Tarsus etwa so lang wie die
Sehiene; Krallen des Vorderbeines ungleich. Fliigel farblos, aber sehr deutlieh
purpurn (,,sanguineous,> nach Eaton) oder (bei dem Sumatra-Exemplare)
goldigbraun und ockerfarben geflcckt; die Adern sind hell, aber fast alle
Queradem und die Langsadern im Bereiehe der Flecke dunkel; im Vorder-
fliigel, der verhaltnismassig schmal ist, sind Costa, Subcosta und Radius nebst
den dazwisehen liegenden Queradem und den meisten der unmittelbar fol-
genden Reihe purpurn oder goldbraun; zahlreiehe der genannten Queradern
sind von einem breiten purpurnen oder goldigbraunen Saum umgeben, einan-
dcr benachbarte Saume flicssen immer zusammen, so dass im Costalraume
etwa 6 bis 7 von einander getrennte Flecke entstehen, der Subcostalraum fast
38
Treubia Yol. VI, 1.
ganz getont ist und im Radialraume etwa 2 bis 3 Flecke entstcben; liber die
Flache ziehen, von jenen dunklen Flecken des Radialraumes ausgehend, einige
unregelmassige griingelbe Querbinden, eine etwa in der Mitte, eine abgeklirzte
weiter basal und eine dritte nahe deni Apikalrande; zwischen diescr letzteren
und dcr Mittelbinde licgt noch cin teilweise daniit verbundener grosser un-
regelmassiger Fleck gleicher Farbung; die Queradern in der Pterostigma-
Region sind gerade und nicht dicht gedrangt, selten gegabelt; vor der Bulla
liegen im Costalraume etwa 12 bis 16, hinter ihr etwa 23 bis 28 Queradern.
Der Hinterfliigel besitzt einen starkeu
Vorsprung, seine grosste Breite liegt
etwa in der Mitte; dieser Fliigel ist fast
ganz griinlicligelb getont, zcigt nur wenigc
farblose Flecke auf der Scheibe, und eine
grosse Zahl der dunklen Queradern ist pech-
braun umsaumt, so dass, besonders in der
Mitte, eine dunkle Zeichnung entsteht ; Sub-
costalraum mit etwa 9 bis 10 Queradern vor
dcr Maschenbildung. Genitalfiisse (Fig. 8,
9) mit 2 schr kurzen Endgliedem; der Pe¬
nis ganz gespalten; Penisloben eine stumpf-
dreicckig zugespitzte, ventral etwas ausge-
hohlte Platte bildend, deren Seitenrand leis-
tenformig erhaben ist und deren Spitze
durch eine gebagene Querleiste von dem
grossen Basalteil abgetrennt ist (Fig. 8) ;
lateral sind die Loben dreieckig zugespitzt
und haben eine breite Basis (Fig. 9).
9 (trocken) : Ahnlich, etwas weniger deutlich gezeichnet.
Subimago (trocken) : Fliigel
weisslich, mehr oder weniger sehr
hell gelblich getont entlang dem
Hinter- und Aussenrande; die meis-
ten Queradern zwischen Costa und
Analader des Vorderfliigels blutrot
umsaumt.
Korperlange : 13 mm ((f), 16
nun (9)J Lange des Vorderfliigels :
H ^ mm (c^), mrn (9),‘ Fig. 9. Rhoenanthus speciosus Etn. (Museum
Fliigelspannung also etwa 23—25 Berlin), Genitalanli&nge des cf , lateral,
mm (rf), 34 mm (9); Schwanz-
borsten 25 — 28 nun, Mittelborste 1 mm ((f).
Material: 1 (f , Sumatra, Hartert leg., im Museum Berlin. — lef , Perak
Fig. 8. Rhoenanthus speciosus Etn.
(Museum Berlin), Genitalanhange
des cf > ventral.
Ulmer : Ephcmeroptcrcn.
39
(Kwala-Kangsar) , II.— III. 1900, B. Jaciian vend. 13. VII. 1900 im Museum
Hamburg.
Ilcimat: Sumatra und Java, ferner Hinter-Indien (Malaiische Ilalbinsel).
Familie Leptophlebiidae.
8. Thraulus exiguus Etn.
Thraulus exiguus Eaton, Rev. Monogr. 1884, p. 108’, t. 13, f. 20 #2;
Ulmer, Not. Leyden Museum. XXXV. 1913, p. 105 (ohne Beschreibung).
cf (in Spiritus) : Obcrcr Abschnitt der Augen gelbbraun bis dunkcl-
braun, unterer schwarzlich. Brust liellrostbraun oder dunkel gelbbraun; Ilin-
terleib gut gezeichneter Exemplare auf Segment II bis VIII durclischeinend
liellgelblich und mit deutliehen grossen grauschwarzen Fleckcn geziert, welche
die* Vorderpartie dcr Tergite freilassen; diese Fleeko haben etwa dieselbe
Gestalt wie bei Thr. Valdemari E. Pet. ; sic schliessen sich an den Ilinterrand
der Tergite an, ihre vordere Seitenccke ist stark vorgezogen, so dass zwischen
diesem Vorsprung und dem Hauptkorper der Figur ein heller Raum freibleibt;
parallel dem genannten Vorsprunge zicht. auf der Seitenlinie vom
Stigma nach vom noeh ein schmaler schwarzer Streif (Fig. 10) ;
die Unterflachc des Hinterleibes ist auf den genannten Segmenten
nicht gezeichnet, liellgelblich ; die Segmcntc I und IX bis X sind
nicht durchscheinend, das erstere oben ganz grauschwarzlich,
unten gelblich, die beiden letzten oben gelbbraun, grauschwarz¬
lich ubertuscht, unten mchr gelbbraun (*). Vorderbeine gelblich-
grau, Vordertarsus mehr hellgraugclblich, hintere Beine weisslich;
alle Schenkel mit schr breitem schwarzlichem, nicht ganz scharf
begrenzten Bande in der Mitte, auch der Apex der Schenkel und
die Basis der Schiene schwarzlich. Schwanzborsten unrein gclb-
lich, die Gelenke braun, doch nimmt diese braune Ringelung
immer mchr ab und verschwindet schliesslich ganz. Fliigcl
durchsichtig, farblos, nur der Costalraum und der Subcostalraum
des Vorderfliigels mit ausserst schwacher braunlicher Tonung,
die manchmal auch vollig verschwindet; Wurzel des Vorderfliigels
graubraunlich in der Umgebung der grossen Qucrader; Adem
gelbbraun, mit Ausnahme der Adern in der Analregion und
der Queradern auch schon in der Cubitalregion mit der Lupe
iiber weissean Untcrgrunde deutlich sichtbar; die in genannten
Regionen befindliehen Adern sieht man nur in durchfallendem
Lichte. Vorderfliigel (Fig. 11) im Costalraum mit 12 bis 13
Queradern liinter dcr Bulla, alle gcrade und einfach, vor dcr
(1) Bei iiltercn Spiritus-Exemplaren (wie (las cf meiner Sammlung von Serna*
rang) verschwindet die Fleckenzeichnung des Hinterleibes stark.
Fig. 10.
Thraulus
exiguus Etn.
(Museum
Buitenzorg),
Abdomen
des cf,
lateral.
40
Treubia Vol. VI, 1.
Bulla keine Queradem. Hintcr-
fliigel (Fig. 11) verhaltnismassig
lang und schmal, der Vorsprung
des Costalrandes liogt vor der
Mittc, dort finden sich im Costal-
raume 3 bis 4 Queradcm beim
Vorspruuge, im Subcostalraume 5;
die Aiialregion schlecht entwickelt.
Die Genitalfusse (Fig. 12, 13, 14)
sind braunlichgrau, das Basalglied
zeigt in der basalen Halfte innen
Fig. 11. Thraulus exiguus Etn. (Museum
Buitenzorg), Fiugel des rf ; der
voll ausgefiihrte Hinterfliigol
starker vergrOssort.
eine kraftige Verbreiterung, die auch in
Lateralansicht (Fig. 13, 14) schr deutlich
hervortritt; das Basalglied ist etwas
starker gebogen als bei Thraulus marginatus
Ulm. und tiefer ausgeschnitten apikalwarts
der Verbreiterung (ventral, Fig. 12) ; die
beiden Endglieder sind kurz, unter sich etwa
gleich lang, das letzte etwas kiirzer, maneh-
mal am Apikalrand schwach ausgeschnit-
ten; der PenLs (Fig. 12, 13, 14) ist ver-
Fig. 12. Thraulus exiguus Etn.
(Museum Buitenzorg), Genital-
anhange des cf , ventral.
Fig. 13. Thraulus exiguus Etn. (Museum Buiten¬
zorg), Gonitalanhange des c? , lateral.
haltnismassig gi’osser als bei
bei eben genannter Art,
sonst sehr ahnlich, am Aus-
senrande vor dem Apex
aber nicht eingezogen, son-
dem von dcr Basis an mehr
gleichmassig verschmalert ; an
der Ventralflache findet
sich auf jedem Lobus manch-
mal ein dunMer, anscheinend
starker chitinisierter Punkt
naher der Basis. Das letzte
Ulmer : Ephemer opt even.
41
Sternit (Fig. 12, 13, 14) zeigt
die aj)ikale Aussenecken nicht
so zuriickwcichend, die Mitto
der Ventrallamello 1st vorge-
zogen.
(trocken) : Brust oben
gelblieh pechfarbcn. Hinterleib
( onftlarbt ) schwarzbraunlich
(„fuscescent y ’) . Hinterbeine
weisslich, die Schenkel in der
Mitte sehr breit schwarz ge-
bandcrt, der Apex der Schenkel
und die Basis der Schienen auch
schwarzlich, die Tarsen etwas
bernsteinfarben oder fast scherbenfarbig. Fliigel durehsichtig, farblos, mit
hell pechbraunen Adern; Costal raum des Vorderfliigels ohne Queradem vor
der Bulla, mit etwa 11 geraden, einfachen Queradem in der Pterostigma-
Region ; in der Niihe des Aussenrandes sind die Queradem fehlend ; im Hin-
terfliigel finden sieh zwei Queradem im Costal raume, 5 im Subcost alraumc
(nach Eatons Figur 1. c. t. 13, f. 20 *2). Die Genitalfiisse sind nach Eatons
Figur (1. c.) (igeschrumpft), augenschcinlich an der Basis der Grundgliedes
verhaltnismassig breit, der distale Teil des Grundgliedes ist wahrse hen licli am
Innenrande tief ausgeschnitten, jeden falls viel schmaler; die Penisloben sind
in Ventral ansi cht (Eatons Figur, 1. c.) schmal blattformig, der Apex stuinpf-
spitzig.
9 unbekannt.
Subimago (in Spiritus*) : Sehr ahnlich der Imago, die Fliigel schwach
getriibt, graulich, die Zcichnung des Hinterleibes deutlich.
Korperlange: G mm; Lange des Vorderfliigels: 6V2 nun; Fliigelspannung
also etwa 14 mm; Schwanzborsten nicht ganz erhalten, wahrscheinlich etwa
12 mm lang.
Material: 1 q (in Spiritus), Semarang, Java, Edw. Jacobson leg., in
meincr Sammlung. — 2 cT (in Spiritus), Buitenzorg, XI. 1919, in Museum
Buitenzorg.
Heimat: Lahat (Indien), Java, Sumatra.
N.L. Die Form der Penisloben (s.o.) weicht im trockenen Exemplar (der
T-yPe> iibrigens im Leidener Museum 1912 nicht mehr aufgefundcn werden
koiinte) von dem Spiritusmaterial ab; die V erschiedenheit kann aber sehr wohl
aut \ eranderung infolge Austrocknung beruhen. In Coll. Edward Jacobson
iinde ich noch 1 aus Sumatra (in Spiritus), Baiun, Pad. Bovenlanden,
\ 11. 1914, etwas grosser (Vorderfliigel 7 mm), mit etwra 14 bis 15 Queradem
im Costalraume hinter der Bulla, sonst aber anscheinend nicht venscliicden.
Fig. 14. Thraulus exiguus Etn. (Coll. Ulmer),
Genitalanhange des cT , lateral.
42
Treubia Vol. VI, 1.
9. Thraulus marginatus Ulm.
Thraulus marginatus Ulmer, Not. Leyden Mus. XXXV. 1913, p. 103,
f. 2—4.
(in Spiritus) : Kopf und Brust dunkelbraun (bis schwarzlichbraun),
Brust an den Seiten mehr rotlichpechfarben ; obercr Abschnitt. der Augen tief-
dunkelbraun, unterer schwarz. Ilinterleib entweder glcichmassig rotlich pech-
farben nnd dann die Ilinterrander der Segmente und die Seitenlinie schmal
dunklcr, — oder im ganzen mehr gelb (hell isabellfarben) und dann ausser den
grauschwarzen Hinterriindem und der grau schwarzen feinen Seitenlinie noch
auf alien Tergiten mit ausgedehnten grauschwarzen Figuren, die auf Tergit
III bis VII (oder VIII?) cincn langlichen liellen Fleck einschliessen und
noch am Vorderrande jcdes Tergits zwcimal ausgeschnitten sind
(Fig. 15). Schwanzborsten an der Basis braungelb mit schma-
ler schwarzer Ringelung, etwa nach dem 10. Gliede graugelb,
die letzte Halfte der Schwanzborsten noch heller, ungeringelt.
Vorderbeine dunkelbraun, die Schiene mehr durchscheinend als
der Schenkel, Tarsus heller, graugelb, hintcre Beine hell grau¬
gelb, Schenkcl hinter der Mitte und am Apex mit je einem
dunkelbraunem ziemlich breiten Bande; Vorderschenkcl nicht
gebandert, an der Basis und am Apex aber dunkler und bis
iiber die Mitte hinaus von der Basis an mit dunklem Langsstrich.
Vorderflugel (vgl. Fig. 2 der zitierten Arbeit) durclisichtig,
fast farblos, ganz schwach braunlich, Costal- und Subcostal-
raum dunkelbraun (heller oder dunkler umbrafarben), nur die
basale Region des Costalraumes bis zuin Pterostigma heller
braun getont; Adern iiber weissem Untergrunde mit blossem
Auge sichtbar, braun. Subcosta und Radius kraftig, die andern
Langsadern fein; vor der Bulla im Coslalraume etwa 2 un-
deutliche Queradem, hinter ihr noch 2 undcutliche und
7 bis 9 deutliche; die letzteren sind alle einfach, racist
gerade; im Subcostalraume u.z. in seiner apikalen Halfte
3 deutlichere und 3 undeutliche Queradern ; der Radialraum hat
Fig. 15.
Thraulus mar¬
ginatus Ulm.
((’oil. Ulmer,
Typa),
Abdomen des
cT, lateral.
5 Queradern, von denen nur die 3 mittlercn dcutlich sind;
im librigen finden sich auf der ganzen Fliigclflache nur noch
4 weitere, ziemlich deutliche, Queradern, namlich jc cine niiher
der Basis in den auf den unteren Hauptast des Sektor folgenden
Zwis'chenraumcn ; die Zwischenraumadern zwischen den Astcn des
Sektor und der Media, wic in den folgenden Zwischenraumen sind un-
verbuuden; die Media ist gegabclt, der Cubitus ungegabclt (da die folgenden
2 Adern frei sind). Der Hinterfliigel (Fig. 3, 1. c.) ist farblos, durehsichtig.
die Costa und Subcosta braun, alle andern Langsadern farblos und sehr un-
dcutlich; die einzige kriiftige Langsader ist die Subeosta; der Radius ist schon
Ulmer : Ephemeroptercn.
43
in seiner Mitte undeutlich und ebenso auch die einzige Analader; 4 oder 5
undeutlichc unverbundene Langsadern sind ausserdem noch am Rande ange-
deutet; dcr costale Vorsprung liegt etwa in der Mitte; der Costalraum enthalt
in der Gegend dcs Vorsp rungs 1 bis 2 starkere Queradern und weiter basal
noch 2 bis 3 schwachere; im Subcostalraume sind 3 Queradern vorhanden, die
nur an ihrem subcostalen Ende deutlich, am radialen aber sclion undeutlich
sind. Dio Gcnitalfiissc sind dunkelpcch-
braun; in Ventralansdcht (Fig. 16) ist das
Basalglied an der Innenseite ausgeschnitten,
die Basis ist breiter als die distalen zwei
Drittel, geht aber ziemlich allmahlich in die
schmalere Partie iiber; lateral (Fig. 17) ist
das Basalglied distalwarts allmahlich ver-
schmalert; die zwei letzten Gliedcr sind sehr
kurz, das Endglied am kurzesten, stumpf
abgerundet; der Penis ist in zwei Loben gc-
trennt, die dicht nebeneinander liegen, sich
apikalwarts stark verschmalern und vor dem
ctwas knopfformig abgesetzten Ende an der
Aussenkante und Unterflache (Fig. 16, 17)
Fig. 17. Thraulus marginatus Ulm. (Coll.
Ulmer, Type), Genitalanliange des cT ,
lateral.
Material
leg., ferner 1
Heimat : Java.
Fig. 16. Thraulus marginatus Ulm.
(Coll. Ulmer, Type), Genital*
hiinge des cT, ventral.
schwach eingekerbt sind ; das
letzte Stcniit hat eine abgerun-
dete, nicht vorspringende ausscrc
Apikalccke.
Q unbekannt.
Korperlange: 5 mm; Lange
dcs Vorderfliigels: 4 bis fast 5
mm ; Fliigelspannung also etwa
9 mm bis IOV2 min ; Schwanz-
borsten : 10^4 mm.
: 2 cT , Mula (Gunung Lewu), Febr. 1911, No. 2199, Edw. Jacobson
cj", Semarang, Edw. Jacobson leg., in mciner Sammlung.
N.B. Die Art, die bei fliich tiger Betrachtung etwa einem Cloeon margi-
nale Hag. ahnelt, ist von den anderen Thraulus- Arten durch die geringe Ent-
wickelung der Queradern im Vordcrfliigel und aller hinter dem Radius
liegender Adern im Hinterfliigel getrennt.
44
Treubia Vol. VI, 1,
Familie Ephemerellidae.
10. Teloganodes tristis Hag.
Clo'e tristis Hagen, Verh. zool. bot. Ges. Wien, VIII. 1858. p. 476.
Teloganodes tristis Eaton, Revis. Monogr. 1885. p. 135, t. 15, fig. 24 bis.
<3* (aus trockenem Material in Spiritus iibertragen) : Kopf nebst den
grossen, oben zusammenstossenden Augen schwarz ; Pronotuin dunkelbraun,
schwarzlich ubertuscht; Mesonotum und Metanotum kastanienbraun, die Nahte
fein selnvarz; Unlerflache dor Brust heller, ockerbriiunlieh. Hinterleib ocker-
gelb bis ockerbraun, etwas durehseheinend, die Hinterrander der Segmentc
breiter oder schmaler schwarzlich getuscht auf der Oberflache, nicht auf der
Unterflaehe, die im ganzen hell erscheint. Sch wan zborsten weisslich, die
Gelenke, mit Ausnahme der ersten 3 oder 4,
deutlich schwarz geringelt. An den Beinen (Fig.
18) sind die Schenkel ockerbraunlich, aber stark
schwarzlich ubertuscht (siehe Q !) ; die Schienen
und Tarsen mehr ockergelblich, erstere an der
Basis und am Apex schwarz; am Vorderbeine sind
ferner alle Tarsalgelenke schwarz geringelt. Fliigel
durchsichtig, farblos, mir die Umgebung der gros-
sen Querader im Vorderfliigel deutlich russbraun
gewolkt; die Langsadern kraftig, die Queradcrn
schwacher; die Langsadem sind in der basalen
Halfte russbraun, apifealwarts allmahlich etwas
heller werdend; die Queradcrn sind weisslich, in
dcr basalen Partie und im Pterostigma schwach
Fig. 18. Teloganodes tristis
Hag. (Coll. Ulmer, Dansalan),
Beine des cT ; A. Yorder-
bein; B. Hinterbein;
C. Ilindertarsus starker
vergrbssert.
braunlich, nach dem Apikal-
rande und besondei's nach
dcin Hinterrande hin sehr
undeutlich; im Costalraume
befinden sich vor der Bulla,
nur ganz mideutliche Spuren
von Quenidern, h inter der
Bulla etwa 10 deutliche
Queradern, von denen die eine oder die andere gegabelt sein kann (Fig. 19) ,
Fig. 19 Teloganodes tristis Hag. (Coll. Ulmer,
Dansalan), Fliigel des cf ; der eine Hin-
terfliigel starker vergrdasert.
Ulmer : Ephemeropteren.
45
Der Hinterfliigel (Fig. 19), dessen Costal vor-
sprung gross uiul abgestumpft dreieckig ist
(mmnchmal ist die Spitze umgcklappt), enthiilt
im Subcostalrauine etwa 3 bis G Queradern;
die grosse Sektorgabel umschliesst (ibei den mir
vorliegeiulen Bxemplaren stets) eine lange
Zwischenrauinader. Gcnitaliiisse und Penis
(Fig. 20, 21) sind hcllgelblich ; Basalglied der
Gcnitalfiisse ziemlich kraftig, apikalwarts etvvas
verschmalert, etwa so lang wie Glied und 111
zusammen; Glied II schlanker (und kiirzer)
als Glied I, Glied 111 sehr kurz, langlicli cifor-
mig; die Penisloben sind eng aneinander
Fig. 21. Teloganodes tristti Hag. (Coll. Ulmer,
Dansalan),Genitalanhiinge ties </ , lateral.
Sternit (Fig. 20) hat stark vorspringende Hinterecken.
Fig. 20, Teloganodes tristis
Hag. (Coll. Ulmer, Dansalanj,
Genitalanh&nge des cf ,
ventral.
gepresst und bilden zusammen
einen schlanken, etwa lanzettfor-
migen Korper. Das X. St emit
(Fig. 20) ist kurz, in der Mitte des
Hinterrandes ntndlich vorgezogen,
die Seitenteile des Hinterrandes
sind schwach konkav; das IX.
9 (trocken) : Der gauze Korper pechschwarz oder kolilschwarz, Kopf und
Brust glanzend; Ilinterlcib matter, die Gelenke der Segmente und die Un-
terflache mehr peehbraun. Schwanzborsten braunlich- oder graulichweiss, anit
tiefschwarzen Gclenken. Beinc sehr dunkel, ockerbraun mit pechschwarz ge-
mkeht, die Schenkel last ganz schwarz, nur an der Basis und vor deni Apex
mit einem ockerbraunen rundlichen Flee^kc und aucli an den Kanten ocker¬
braun durchscheinend ; die Schienen grossenteils ockerbraun, an der Basis und
am Apex breit schwarz; die Tarscn ockerbraun, aber breit schwarz geringelt.
Fliigel stark durchscheinend (fast durchsichtig) sehr schwach hell rauchgrau
getont, Langsadem kraftig, Queradern schwach; die Liingsadern (ausser an
der Fliigel wurzel, wo sie pechfarben sind), die Hander der Fliigel und in
geringerem Grade die Queradern der Pterostigma-Region des Vorderflugels
sind schwarz, die iibrigen Queradern des* Vorderflugels wenig dunkler als die
Membran; im Costalraume vor der Bulla koine, hinter ihr im Pterostigma etwa
9 Queradern, die meist einfach sind, von doncn aber auch die eine oder anderc
gegabelt sein kann. Der Hinterfliigel (Fig. 19) hat einen sehr deutlichen
dreicckigen Costalvorsprung, der Sektor ist oft gegabelt.
46
Treubia Vol. VI, 1.
Subimago (trocken) : Kopf und Brust dunkel ockerbraun oder pcchbraun,
das' Mesonotum holler als das Pronotum; Hintcrloib oben grossenteils dunkel-
pechbraun, die Gelenke der Scgniente und die gauze Unterflache des Korpers
heller, etwa ockerbraun (matt). Sehwanzborsten hell sepiagrau, mit scliwar-
zen Gelenken. Beine hell, matt dottergelb, gcmischt mit pcchfarben ; die Basis
und ein Band oder Fleck vor dem Apex der Vorderschiene, ferner die End-
glieder, Krallcn und apikalen Hander der andern Glieder an alien Tarsen, und
endlich alle Schcnkcl in grosser Ausdehnung (s.o., Q ) pechbraun. Fliigel
durehscheinend, talkartig, von kraftig sepiabraun iibergehend in russchwarz;
Aderung manchmal von gleicher Farbung, aber manchmal sind vicle Langs-
adern schwarz; im Costalraume des Vordcrfliigels etwa 9 fast gerade einfache
Queradern in einiger Entfernung von der Bulla im Pterostigma; die Quer-
adern im ganzen deutlicher als bei der Imago.
Augen im Leben schwarz.
Subimago (in Spiritus) : ahnlich wie vorher, im ganzen etwas heller.
Korpcrlange 5 bis 6 mm; Lange des Vorderfliigels: 7 — 8 y2 mm, Fliigel-
spannung also etwa 15- — 18 mm; Schwanzborsten : iiber 15 mm.
Material: IQ, 5 cf Subim., Philippines Dansalan (Mindanao), 11. II.
1915, resp. Burancu (Leyte), 30. I. 1915, Boettger leg., in meiner Sammlung;
doit ferner 3 cf und 10 Subim. (in Spiritus), Dansalan, 7. I. 1915, 5. II. 1915,
12. II. 1915, 16. II. 1915, resp. Burancu (Leyte), 30. IV. 1915, Boettger leg.;
ferner 1 Subim. Q (in Spiritus), Java. No. 2174, E. Jacobson log.
Heimat: Java, Philippinen, Ceylon.
Familie Caenidae.
11. Caenis nigropunctata Klap.
Caenis nigropunctata Klapalek, Mitt. Naturh. Mus. Hamburg. XXII.
1905. p. 104; Ulmer, Not. Leyden Mus. XXXV. 1913. p. 106, f. 7.
o' (in Spiritus) : Kopf dunkler als Brust, braun, schwarzlichgrau iiber-
tuscht ; Fuhler weisslieh, aber die zwei basalcn Glieder gelb, dunkel graubraun
iibcrtuscht; das zweite Glied endigt knopfforinig. Pronotum heller als Me¬
sonotum, gelb, schwach grauschwarzlich iibeituscht, der Hinterrand, cine
mittlere, an den Hinterrand anschliessende Zone- und einige kleinere Parlien
an den Seiten und in der Mitte des Vorderrandes ganz dunkel (schwarz die
Hander, grauschwarzlich die Flecke) ; Mesonotum und Metanotum gelbbraun
oder hcllbraun, die Nahtc schwarzlich. Hinterleib gelblich weiss, aber
alle Tergite sind grauschwarz iibcrtuscht, so dass nur die Gelenke,
schmale Vorderrandsaume, schmale Seitenpartien und eine Mittellinie
(iiber dem Hiickengef^ss) hell bleiben ; die Unterflache des Hinterleibefe
ist meist ganz hell, doch konnen auch schwarzgraue Querbinden auf
Ulmer : Eplicmeropteren. 47
jcdem Segment auftreten; diese Querbinden erreichen dann jederseits
beinahe die Seitenlinie und fiillen etwa das mittlere Drittel auf jedem
Sternit; die beiden letzten Segmente (oben wie unten) sind meist dunkler
als die vorhergehenden, gclb, oft grauachwarzlich ubertuscht; auf der Seiten-
linio hat jedes Segment am Stigma einen schwarzlichen odcr grauschwarz-
lichen langlichen Fleck, der oft sehr auffiillig ist. Schwanzborsten weiss, un-
geringelt. Vorderbeine graubraunlich oder hell (schwarzlich-)grau, der
Schenkel auf der Obcrkantc dunkler, vor dem Apex grauschwarzlich geringelt. ;
hintere Beine heller als Vorderbeine, besonders die Schienen und Tarsen; die
Sehcnkel vor dem Apex ebenfalls’ mit eincm grauschwarzlichen Flecke. Die
Vorderbeine zeigen ein normales Langenverhaltnis der Glieder; der Sehcnkel
ist kaum halb so lung wie die Schiene (diese also verhaltnismassig lang),
Schiene etwa l1/* mal so lang wie der Tarsus. Fliigel ziemlich breit eiformig,
fast durchsichtig, kaum graulich getbnt, nur der Costalrauni und der Sub-
costalraum sind schwach braunlich; Adem iiber weissem Untergrunde (bei
Lupenbetrachtung) braungrau, Subcosta und Radius tiefdunkelgraubraun ; in
durchfallendcm Lichte sind die Adern weisslich, nur die genannten beiden
dunkler, graubraun; Queradern nur in durchfaUendcm Lichte erkennbar. Die
Genitalfusse sind grauweisslich bis grauschwarzlich, langer als der Penis, die
Spitze abgesetzt und sehr scharf; Penis augenscheinlich ohne Seitenloben.
(trocken) : Kopf braunschwarz ubertuscht; Fiihler weisslich, die 2
basalen Glieder gelblich, graubraunlich ubertuscht. Pronotiun gelblich,
schwach grauschwarzlich ubertuscht, mit cinzelnen schwarzlichen kleinen
Flecken und die Rander gleichfalls schwarzlich. Mesonotum und Metanotum
braunlichgclb, mit schwarzlichen Nahten. Hinterleib gelblichweiss, die ersten
5 oder 6 Tergite grauschwarzlich ubertuscht, die Sternito und die letzten Tergi-
to ganz hell; auf der Seitenlinie ist jedes Stigma durch einen deutlichen
schwarzen Punkt gekennzeichnet (1). Schwanzborsten weiss, ungeringelt, un-
behaart. Vorderbeine graulichgelb, Schenkel grauschwarzlich ubertuscht, be¬
sonders nach dem Apex hin; hintere Beine gelbweisslich oder grauweisslich,
auf der Oberkante der Schenkel mit einem grauschwarzlichen Striche, der vor
dem Knie stark verbreitert ist. Fliigel ziemlich breit, eiformig, fast durch¬
sichtig, kaum graulich getbnt, Costalrauni und Subcostalraum kaum dunkler,
schwach dunkelviolett getbnt; die Adern weisslich, nur Subcosta und Radius
grauschwarzlich. Die Genitalanhange sind anscheinend ahnlich wie bei C.
halterata Fbr. geformt; Genitalfusse grauweisslich.
9 (trocken) : Der Korper hell strohgelb, Kopf und Pronotum rauli,
dunkelbraun getuscht, aiber die dunklen Stcllen sind mit kleinen hellen rund-
lichcn Punkten wie bespritzt; die vorspringenden Kanten an den Brustseitcn
(1) Diese schwarzen Punkte fehlen den Exemplaren von den Philippines
48
Treubia Vol. VI, 1.
sind fast schwarz. Fuhler strohgelb, am Grunde braunlich, das zweite Glied
am Apex dunkelbraun gerandet. Hinterleibstergite I bis V am Ilinterrande
selmial schwarzbraun gesaumt, an den Stigmen des Hinterleibcs auffallige
schwarze Flccke. Schwanzborsten kreideweiss, lang behaart. Vorderbeinc
gelbbraun, die Dorsalkante des Sehenkcls mit einem schwarzen Streifen, der
an beiden Enden broiler ist ; aueh die Dorsalkante der Schiene ist dunkler ;
hintere Beine fast kreideweiss, nur der Riicken der Schenkel ist etwas gelblich
und oberhalb des Ivnies ist ein ziemlich grosser schwarzer Fleck. Fliigel etwas
durchscheinend, weisslich, Subcosta und Radius fast schwarz, auffallend stark,
der Subcostalraum braunlich.
Korperlange 2*/2 — 3 nun (3), 3 mm oder etwas mehr (9) * Lange dcs
Fliigels: 2 y2 mm (3), 2y2 — 2% mm (9); Fliigelspannung also etwa 5 y2 — 6
mm; Schwanzborsten: 11 nun (cf).
Material : 1 3 , Preanger, Java, im Museum Berlin. — Zahlreiche 9
Subim. 9 , Bnitenzorg, Java, K. Kraepeltn leg. 24. II. bis 12. III. 1904, im
Museum Hamburg (Typen). — In meiner Sammlung 1 3 und mehrere 9
in Spiritus, Wonosobo, Mai 1909, No. 1198; Semarang Febr. 1910, No. 1540,
1541; Semarang, August 1910, No. 3136, alles von Java, B. Jacobson leg.;
femer 25 (meist 3 ), Bangai, Luzon, I. 1918, Boettger leg. — In Coll. Jacobson
etwa 20 3 9 (*n Spiritus), Fort de Kock, XI, 1913, No. 12.92., Sumatra,
Jacobson leg.; ferner 7 3 9 > ib., Januar 1921; ferner 10 3 , ib., 920 m,
Marz 1921, No. 12.95; ferner zahlr. 3 , Kalung (Kamang), Sumatra, XII.
1913; alles in Spiritus, Jacobson leg. — Im Museum Buitenzorg 3 0n
ritus), Buitenzorg, Java, 17, 1. 1922, Karny leg.; 3 3 , Wailima, Lampongs,
S. Sumatra, 26. XI. 1921, Lichtfang im Urwald, No. 199, Karny leg.; 1 9
Tjibodasr, Java, 1500 m, 29. VIII. 1921, Lichtfang im Zimmer, No. 464,
Karny leg.; 1 o , Buitenzorg, 11. X. 1921, Karny leg.; sehr zahlreiche Excm-
plare, meist 3 > ibid., 13. III. 1921, Karny leg.
Heianat: Java, Sumatra, Philippinen.
N.B. Die Beschreibung welche Needham (Rec. Indian Mus. III. 1909, p.
191, t. 20, f. 7) von Caenis perpusilla Walk, gibt, passt auch auf C. nigro-
punctata Klap. ; sein Material stammte von Bengalen, die Walker ’sche Tyjxi
von Ceylon.
12. Caenodes philippinensis n. sp.
(trocken) : Kopf stets dunkler als die Brust, dunkelbraun, stark
schwarzlich ubeituschtf Pronotum etwas dunkler als das Mesonotum, gelbbraun,
die Rander schwarz; Mesonotum und Metanotum ebenfalls gelbbraun, die
Ulmer : Ephemeropteren.
49
Nahte und Hinterrander fein schwarzlich ; Unterflache der Brust braunlichgelb.
HinterleiJ) oben braunlichgelb, die Mittellinie fein schwarz und die Segmente
iiberall, besonders nach den Hint errand ern hin, grauschwarzlich iibertuscht,
so dass der Hintcrleib dunkler aussieht als* die Brust; Unterflache des llinter-
leibes unrein braunlichgelb, die letzten Segmente dunkler. Schwanzborsten
weisslich, ungeringelt, am Apex mit einigen Harchen. Vorderbeine mit grau-
braunen Sclienkeln, schwach gelblich durchscheinend, und mit helleren braun-
lichgrauen Schienen und noch helleren braunlichweissen Tarsen; alle Gelenke
dunkel, besonders das Kniegelenk; die hinteren Beine ahnlich den Vorderbeinen
gefiirbt, manchmal etwas heller, die Schenkel etwas starker gelblich durch¬
scheinend, die Tarsalgelenke nicht dunkler. Fliigel fast durchsichtig, farblos,
die Adern dunkclbraunviolett, Costa, Subcosta und Radius kraftig, Costal-
und Subcostalraum nur ganz wenig violettbraun getont; in durchfallendem
Lichte erscheinen die Adern, mit Ausnahme der drei ersten Langsadern, weiss-
lich. Die Genitalanhange sind ahnlich wie bei Caenis halterata Steph. ge-
staltet, auch die Abgrenzung der helleren und dunkleren Zonen auf dem letzten
Sternit wie dort ; doch scheinen die Genitalfiisse verhaltnismassig langer zu sein.
Korperlange: 2 mm; Lange des Vorderflugels: 2 mm; Flugelspannung
also etwa 4 y2 mm. Schwanzborsten etwa 6 mm.
Material : 16 cf , (trocken und in Spiritus)
Bilaran, Philippinen, 21. X. 1915, Boettger leg.,
Ris ded., in meiner Sammlung.
Heimat : Philippinen.
N.B. Die Gattung Caenodes Ulm., die sich
hauptsiichlich durch die sehr kurzen Vorder-
schienen des von Caenis unterscheidet, ist in
einer Arbeit uber Sudan-Ephemeropteren be-
schrieben. Bei Caenodes philippinen sis ist die
Schienc des Vorderbeines etwa l1/* mal so lang
wie der Schenkel, der Tarsus ganz wenig langer
als der Schenkel ; von den Tai’salgliedern ist das
zweite weitaus das langste, fast % so lang wie die
Schiene, Glied III ist etwa lang wie II,
Glicd IV, V und I nehmen in dieser Reihenfolgc
allmahlich an Lange ab (Fig. 22 A). Am Hinter-
beine (Fig. 22 B) ist die Schiene nur wenig langer pig. 22. Oacnodc* phUippinensis
als der Schenkel, der Tarsus etwa y2 so lang wie Ulm. (Coll. Ulmer), Beine
die Schiene; die Tarsalglicder nehmen in der des ^ ; A. \ordeibein;
Reihenfolge I (etwa gleich) V, IV, II, HI an B* Ilinle,bom-
ljiinge ab; Glicd II und III sind sehr kurz (und nicht ganz deutlich getrennt?).
4
50
Treubia Vol. VI, 1.
13. Tricorythus Jacobsoni Ulm.
Tricorythus Jacobsoni Ulmer, Not. Leyden Mus. XXXV. 1913. p. 105,
f. 5, 6.
cf (in Spiritns) : Kopf und Pronotum grauschwarzlich, Mesonotum gelb-
braun, die Mittc und die Niihte dunkler braun, der Apex grauschwarzlich
xiberhaucht; Metanotum und die Unterflache der ganzen Brust gelbbraunlich.
Hinterleib hellgrau, die Seitenlinie und auf den Tergiten breite Hinterrand-
saume, die aber nicht bis1 zur Seitenlinie reiehen, grauschwarzlich. Schwanz-
borsten grauweisslieh, an den Gelenken schwarzlich gcringelt ; von jelem
dunklen A rt ikul at ion sringe, der an den basalen Gliedern nicht vollig geschlossen
ist, gehen an den Kanten feine schwarzliche Linien distalwarts; die beiden
letzten Drittel der Schwanzborsten zeigen Ringelung und Kantenlinien weniger
deutlich und diese Kantenlinien sind auf dem basalen Teil jedes Gliedes im
ganzen dunkler als auf deni apikalen Teile. Heine graugelblich, die Schenkel
grauschwarzlich xiberhaucht. Fliigel matt, durchscheinend, dunkelgrau mit
schwach violettsehwarzlichem Tone, Costalraum und Basis des Subcostalraumes
dunkler, schwarzlichgrau ; Langsadern mit blossem Auge liber weissem Unter-
grunde gerade noch sichtbar, alle Adern deutlich bei Lupenbetrachtung und
in durehfallendem Lichte; Adem schwarzlichgrau, uber weissem Untergrunde
vsind einige der starkeren Adern (Media und Analader I) dunkelgraubraun,
Subcosta und Radius noch dunkler als die anderen; die Zahl der Queradem
ist verhaltnismassig gross, vielleicht grosser als bei irgend einer anderen Art
der Gattung; im Costalraume cine Anzahl undcutlicher Adern; der untere und
der obere Cubitus- Ast bilden cine lange Gabel,
die Zwischenraumader ist mit beiden Astern durch
Queradem verbunden; im Analraume sind die
beiden Zwischenraumadem wie bei T. longus
Ulm., auch die Fliigelform ist breit wie bei dicser
Art. Die Genitalfusse (Fig. 23, 24) sind schwarz¬
lichgrau, zweigliederig, das erste Glied fast so lang
und etwas heller als das zweite, an der Basis
aussen und unten verschmalert ; das zweite Glied
ist in Lateralansicht (Fig. 24) apikalwarts ver¬
schmalert, in Ventralansicht (Fig. 23) am Apex
wiodcr etwas verdickt; der Penis (*) ist schmal,
stabchenformig (ventral, Fig. 23), in Lateralan¬
sicht (Fig. 24) aufwarts gebogen, apikalwarts
schwach kculenformig verdickt und an der dorsa-
len Kante vor dem Apex spitz ausgeschnitten.
(1) Die Type, die mir noch vorliegt, zeigt die Genitalanhjinge in unnatiirlicher
Lage, und ihr fehlt dor Penis; die Genitalfusse der Type sind ganz nach vorn unter
den Bauch zuriickgeschlagen; der zapfenformige Anhang, den ich 1913 (l.c. /. 6)
zeichnete, ist wahrscheinlich der herausgezerrte Ventralbogen des X. Tergits.
Fig. 23. Tricorythus Jacobsoni
Ulm. (Museum Buitenzorg),
Genitalanhange des
cf, ventral.
Ulmer : Ephemer opt even.
51
9 (in Spiritus) : Im ganzcn dunkler als das (etwa wie eine Stuben-
fliege, Musca domestica, aussehend) ; die Farbung von Kopf und Pronotum
mehr schwarzlich (auf letzterem liber dunkelbraunem Grunde), Mesonotum
dunkelbraun, in der Mitte
schwarzbraun, Hinterleib dun-
kelgraugelb, die schwarzlichen
Hinterrandsaume erreichen auf
alien Tergiten die Seitenlinie;
die Schwanzborsten grauweiss-
lich, die schwarzliche Ringe-
lung mehr verwischt, die letztc
Halfte der Schwanzborsten
hellgrau ohne schwarzliche
Ringelung; Beine auf braun-
lichem Untertone schwarzlich
iibertuscht, nur das apikale
Ende der Schienen und die
Tarsen reiner, mehr braunlichgelb, bei durchfallendeni Lichte gelblicli. Fliigel
etwas dunkler als beim <S , so dass der Costalraum nur sehr wenig starker
get out erscheint als die Flache; die Langsadem liber weissem Untergrunde
deutlich sichtbar, braunschwarz ; Form und Aderung der Fliigel wie beim cT,
Das letzte Sternit ist wcit vorgezogen, auf der Dorsalflache schlisselformig
ausgehbhlt, apikalwarts zu einer stumpfen Spitze verschmalert.
9 (trocken) : Dem 9 Spiritus sehr ahnlich; die Grundfarbung des
Pronotum heller, mehr dunkelgraugelb, aber so, dass* sie von dem schwarz-
lichen Tone mehr oder weniger verdeckt ist; Unterseite des Hinterleibes mit
graugrliner oder unrein gelbbraunlicher, durch schwa rzlichgraue Schatten
ubertonter Grundfarbung; die Schwanzborsten kaum dunkler geringelt. oder
ganz ungeringelt; das vorgezogene letztc Sternit hat seine Seiteenrander
manchmal nacli unten umgeklappt, so dass* sein Apex dann noch schmaler
erscheint als bei Spiritus-Exemplaren.
Subimago ( 9 in Spiritus) : Dem 9 in Spiritus sehr ahnlich, die Farbung
des Korpers wie dort, doch erreichen die schwarzlichen Hinterrandsaume die
Seitenlinie nicht; Fliigel matter, mit mehr braunschwarzlicher Farbung;
Vorderschenkel nur an den Kanten schwarzlich.
Korperliinge: fast 4y2 — 5 mm (c? 9); Lange des Vorderflligels: 5y2 mm
(cT)’ ® mm(9)> Flugclspannung also etwa 1D/2 nim (cT)> 13 mm (9) ; Schwanz¬
borsten: 14 — 15 mm etwa 5 mm (9).
Material: 1 g y Wonosobo, Java, Mai 1909, E. Jacobson leg.; 3 9 > Java,
uml 1 Subim., \\ onosobo, Mai 1909, E. Jacobson leg., allc in Spiritus, in meiner
Fig. 24. Trieorythus Ja obsoni Ulm. (Museum
Buitenzorg), Genitalanhiinge des
cf , lateral.
52
Treubia Vol. VI, 1.
Sammlung; dort fcrner 15 9 (trocken und in Spiritus iibertragen), Bombong,
Luzon, 22. V. 1916, Boettger leg. — Im Museum Wien 4 9 > Ceylon, Peradeniya,
„zur Lampe ’ ’ 7. XI. 1901, Dr. Uzel leg. — In Coll. Jacobson 5 9 und Subim.,
Baiun (Muara Labu), Sumatra, VI. 1914, Jacobson leg., in Spiritus. — Im Mu¬
seum Buitenzorg 3 o" 9 (in Spiritus), Sindanglaja, Java, 6. VII. 1920,
Dammerman leg., 1 9 > Buitenzorg, Java, II. 1921 (in Spiritus).
Hcimat : Java, Ceylon, Sumatra, Philippinen.
Familie Baetidae.
14. Baetis javanica Ulm.
Baetis javanicus Ulmer, Not. Lejxlen Mus. XXXV. 1913, p. 110, f. 8, 9.
d (in Spiritus): Kopf hellbraunlich ; oberer Abschnitt der Augen
braunlichgrau, unterer schwarz; Pronotuin braungelb, liier und da dunkler,
der Hinterrand sclnnal braunschwarzlich ; Mesonotum dunkelbraun, die Rander
der Chitinstiicke dunkler, die Seiten und die hintere Partie heller, gelblich;
die Mittelnaht und jederseits davon eine feine parallele Langslinie gelblich;
Metanotum dunkelbraun. Unterflache des Mesothorax mehr rotlich. Am
Ilinterleibe sind die Tergite I bis IV durchscheinend weiss, die Hin-
terrander braunsehwarz, die Seitenrander (auf der Seitcnlinie) dunkelbraun;
auf Tergit II ist die dunkle Fiirbung vom Hinterrande her weit nach vom,
bis iiber die Mitte hinaus, ausgebreitet ; Tergit V bis VII weinrot, mit braun-
schwarzen Hinterrandern und dunkelbraunen Seitenrandcrn ; Tergite VIII und
IX glanzend schwarz, Tergit X hellgelb, mit dunklerem Hinterrande. Un-
tcrflache des llinterleibes ganz ahnlich gefarbt wie die Oberflache, doch sind
die Rander von Segment I bis IV nur rotlich, auf Segment 11 fehlt die dunkle
Farbung ; Sternit VIII zeigt auf dem schwarzen Grunde eine sehr auffalligc
gelbweisse Langslinic und Sternit IX einen dreieckigen gelbweissen Fleck am
Vorderrande (x). Schwanzborsten gi’aubraun die Gelenke ctvvas dunkler.
Vorderbeine mit dunkelgraubraunen Schenkeln, schwarzlichen Schienen und
grauschwarzen Tarsen; Mittel- und Hinterbeine mit graugelben Schenkeln,
schwarzlichen Schienen und graubraunen Tarsen, also heller als die Vorder¬
beine; Schenkel der Mittel- und Hinterbeine in der Mitte und am Apex rot-
braun. Vorderfliigel fast farblos, sehr schwach brauidich, durchsichtig, aber
die Flilgelwurzel, der Costalraum in seinem letzten Drittel und der Subcos-
talraum in seiner ganzen Ausdehnung braun, hell umbrafarben; die Adern
sind ziemlich kraftig, braun (hell umbrafarben), liber weissem Untergrunde
mit blossem Auge erkennbar; im Costalraume vor der Bulla keine Queradern,
dann von der Mitte an 2 bis 3 schwache, gerade, und im Pterostigma dickere
zahlreiche, etwa 14, Queradern, die *z. T. regelmassig verlaufen, z. T. abgckurzt
(1) Diese Zeichnung auf Segment VIII und IX ist jetzt sehr schwach; die Farben
sind tiberhaupt seit 1912 im ganzen etwas verblasst.
Ulmer : Ephemer opt even.
53
Oder gegabelt sind imd von denen manchmal einige, die anscheinend aus zvvei
nahe zusammengeriickten Adern bestehen, sehr verdickt sind; die unverbun-
denen Zwischenraumadern am Aussenrande sind lang. Hinterfliigel farblos,
durchsichtig, schmal, mit nur zwei Langsadern, ohne
Queradern, etwa wie bei B. scambus Etn. Genital-
fiisse (Fig. 25) graubraun, die 2 letzten Glieder
heller; Glied I etwas langer als breit (scheinbar
geteilt), mit vorspringender stnmpfer Innenecke;
Glied II etwa ebenso lang wie I, am Innenrande
stark konvex, am Apex viel schmaler als an der
Basis; Glied III etwas langer als I und II zusam-
men, apikalwarts etwas verdiekt; Glied IV sehr
kurz, etwa herzformig, apikalwarts bedeutend
breitefcr, am Apikalrando schwach ausgeschnitten.
9 (trocken) : Korper im ganzen dunkler;
Kopf und Pronotum braun, letzteres mit dunk-
lerem Hinterrandsaum ; Mesonotum und Metano-
tum pechbraun; Unterflache dcr Brust gelbbraun.
Die rotliche Grundfarbe der Hinterleibstergite ist
durch schwarze Farbung fast ganz verdeekt ; Un¬
terflache des* Hinterleibes rotlichgrau. Schwanz-
borsten an der Basis (mit Ausnahme der ersten zwei helleren, mehr rotlichen,
Glieder) schwarzlich, nach der Mitte bin dunkelbraun und nach dem Apex
hin gelbbraun oder graubraunlich werdend, die Gelenke uiuleutlich dunkler
geringelt. Beine iihnlich wie beim cT , ebenso die Flxigel, wo aber die braune
Farbung der ersten zwei Zwischenraume und der Adem dunkler (umbrabraun)
ist; im Costalraume finden sieh in der Pterostigma-Region etwa 20 — 22, z. T.
sehr unrcgelmassige Queradern.
Subimago 9 > in Spiritus) : Almlich der Imago, Segment III bis VII
braunlichgelb durchscheinend ; Fliigel graubraunlich, Adern braun.
Korperlange: 9 mm (cf), oy2 mm (Q, geschrumpft) ; Liingc des Vorder-
flugels: 9 mm (cf), 8 nun (9); Flugelspannung also etwa 20 mm (<f ), 19 mm
,(9); Schwanzborsten : etwa 19 mm (9)*
Material: 1 ,2 Subimagines (in Spiritus), Gunung Gedeh, Marz 1911,
No. 2174; ferner 1 q (trocken), No. 3121, Gunung Ungaran, Okt. 1910,
E. Jacobson leg., in meiner Sammlung.
Heimat: Java.
15. Cloeon virens Klai\
Cloeon virens Klapalek, Alitt. Naturh. Mus. Hamburg. XXII. 1905, p. 106;
Ulmer, Not. Leaden Mus, XXXV. 1913, p. 112.
Fig. 25. Baetis javanica
Ulm. (Coll. Ulmsk, Type),
Genitaianhange des
<3*, ventral.
54
Treubia Vol. VI, 1.
Cloeon viridis (Schreibfchlcr) Ulmer, Ark. f. Zoologi. 1916. p. 17.
Imago (lebernl) : Korper hell grasgriin, Hinterleib und Brust mehr gelb-
lichgriin ; Vorderrand des Fliigcls gelblichgriin.
^ (in Spirit us) : Die Turbanaugen sind auf der facettierten Kuppe
isabellfarben bis hell umbra-
braun, das Basalstiick mehr
gelblich; die Gestalt der Tur-
•l>anaugcn (Fig. 2G) ist etwa
pilzformig, da die Kuppe die
Seitenflachen des Basalstiickes
weit iiberragt; das Basalstiick
ist kurz, an der Basis etwas
breiter als am Apex; Seiten-
auge braunschwarz bis schwarz.
Ozellen dunkelbraun bis
schwarzbraun umrandet; die
bciden ersten Fuhlerglieder
Fig. 26. Oloeon virens Klap. (Coll. Ulmer, Java),
A. Kopf des cf, lateral; B. Turban-
augen, von vorne.
nur sehmal braun am Apex. Kopf oben gelb-
lich. Brust oben umbrabraun bis russbraun,
die Niihte fein dunkler, unten im ganzen
heller braun. Hinterleib auf Segment II bis
VII durchscheinend weisslieh (gelblieh- oder
graulich weiss), ohne Zeichnung, nur die Hin-
terrander der Tergite manchmal etwas
dunkler (graubraunlich) ; die letzten 3 Seg-
mente nicht durchscheinend, etwa von der
Farbung der Turbanaugen (isabellfarben
oder hell umbrabraun) ; die Seitenlinie zeigt
auf alien Segmenten einen feinen schwiirz-
liehcn Langsstrich; diese Langsstriche kon-
nen sieh als ununterbroehene, schwach wel-
lcnformig verlaufende Linie an dem ganzen
Hinterleibe hinziehen, konnen aber auch seg-
mentweise von einander gctrennt sein und
haben dann cine S-formig gel>ogene Form.
Schwanzborsten weiss, nur an der Basis
undeutlieh graulich (xler hellgraubraunlich
geringelt. Bcine (Fig. 27) hellgrau bis
hellgraubraunlich, im durchfallenden Lichte
graugelblieh. Fliigel farblos, durchsichtig,
Costal- und Subcostal raum in durchfallen-
dem Lichte matt (was auf Farbungsver-
losehung durcli den*Spiritus hindeutet), die
Fig. 27. OMon virens Klap. (Coll.
Ulmer, Java), Beine des cf ;
A. Vorderbein; B. die beiden letzten
Glieder des Vordertarsus, starker
vergrossert; C. Hinterbein;
D. Tibie und Tarsus des Hinter*
beines, starker vergrossert.
Ulmer : Ephemeroptercn.
55
Adem weisslich, auf wcisscm Untergrunde crscheinen die starkeren Langsadem
schwach, hellgraubraunlich ; Costalraum vor der Bulla ohne Queradem, in dcr
Pterostigma-Region mit 2 bis 3 (ganz seltcn mit 4) Queradem, die einfach
sind, schrage liegen und von dencn die eine odcr andcrc abgekiirzt sein kann;
die grosse Querader nicht dunkler gefiinbt. Die Genitalfiisse sind weisslich ;
ieh finde keinen Untcrschied gegen Cl. marcjinale Hag. (und Cl. dipterum L.) ;
auch der zugespitzte Fortsatz zwischen den Genitalfiissen ist vorhanden.
Q (troeken) : Kopf ol>en gelbbraun, zwischen den Augen mit dunklerer
Querlinie, die Ozellen dunkelbraun bis* braunschwarz umrandet, die Augen
aussen dunkelbraun, innen schwarzbraun ; die Fiihlergeissel hell smaragdgriin
(nach Klapalek, 1. c. ; die Tvpen zeigen jetzt, 1917, diese Farbung der Fuhler¬
geissel nicht mehr rein) ; Brust oben hell ockergelblich, an den Seiten bei ge-
wisser Beleuchtung mit schwach griinlichgelbem Tone, unten hell ockergelb¬
lich. Hinterleib oben dunkler als die Brust, gelbbraun bis hell russbraun ;
bei Lupenbetrachtung ist die Grundfarbe gelbbraunlich, die Hinterrandcr der
Tergite sind dann ziemlich breit braun gesaumt ; Unterflache das Hinterleibes
ockergelblich, ahnlich wie die Brust, die hintercn Segmentrander kaum dunkler;
die Stigmen auf der Seitenlinie durch schwarze Punkte gekennzeichnet ;
sonstige Zeichnungen nicht vorhanden. (Schwanzborsten fehlend.) Beine
gelb, Schenkelringe, Schienen und Tarsen griin (ein rcines Griin zeigen die
Typen nicht mehr alle). PHiigel farblos, irisierend, durchsichtig, Costal- und
Subcostalraum in der basalcn Ilalfte gelblicli, in der apikalen deutlich smaragd-
griin ; Adern bei durchfallcndem wie auffallendem Lichte dunkel, etwa um-
brabraun, nur die Adern des Costal- und Subcost alnaumes sind gelblicli resp.
griin. Im Costalraume vor der Bulla keine, in der Pterostigma-Region 2 bis 3
einfache Queradem, die fast gerade stehen.
9 (in Spiritus) : Ahnlich wie die trockenen Exemplare gefarbt, also ohne
Zeichnung auf dem Hinterleibc; die Farben aber alle heller (verblasst), Kopf
und Hinterleib hellgelblich, Brust sehr hell gelbbraunlich. Schwanzborsten
weisslich, mit dunkelbraunen feinen Ringeln in der basalen Partie. Beine und
Fliigel wie beim Spiritus- cT gefarbt.
Subimago {tf, in Spiritus): Ahnlich dem cT in Spiritus, die Fliigel
graulich getriibt, Adern weisslich, Hinterleib auf den mittleren Segmenten
nicht durehsclieincnd, gleichmassig hell graugelb, auf der Unterflache heller
als auf der Oberflache gefarbt; Beine sehr hell, gelblichweiss oder weisslich.
Subimago (9, troeken): Korper ahnlich gefarbt wie bei der Imago,
Fliigel graulich getriibt, der Costal- und Subcostalraum dunkler, unrein
gelblicli gefarbt, manchmal mit sehr schwacher griinlicher Tonung.
Korperlange: 4 mm ^)y 3—4 mm (9 ); LSnge des Vorderfliigels : 4 — 4t/2
mm (cT ,9);F1ugelspannung also etwa 9—10 nun ); Schwanzborsten etwa
12 mm (cf ).
56
Treubia Vol. VI, 1.
Material : Ich sah die Typen Klapalek von Java, 2 9 Borobudur, 17. III.
1904, und melirere Subimag. Q Buitenzorg, 24. II. — 12. III. 1904, Kraepelin
leg., im Museum Hamburg. In meiner Sammlung melirere cf , 9 und Subim.
a us Java, Jacobson leg., Semarang Sept., Nov., Dez. 1909, Januar, Febr., Marz
1910; Gunung Ungaran Dez. 1909; Batavia, Marz 1908; Wonosobo, Mai 1909.
— In Coll. Jacobson 6 9 Subim. (in Spiritus), Fort de Kock, Sumatra, X. 1913,
No. 12.94, Jacobson leg. (,,Farbe hellgTuns,pan,,) ; 1 9, ib., X. 1913, No. 12.93
(in Spiritus), Jacobson leg. („Farbe hellgrun”). — Im Museum Buitenzorg
folgendes, in Spiritus, von Karny gesammelt : 6 Subim., Wai Lima, Lampongs
S. Sumatra, 3. XII. 1921, Lichtfang im Ilause, No. 290; etwa 20 Subim., ib.,
1. XII. No. 260; 4 , Buitenzorg, Java, 17. I. 1922; zahlreiche cT 9> ib.,
23. I. 1921; 2 9> ib*, 19* I* 1922; zahlreiche Subim. cf 9, Buitenzorg,
25. I. 1921; mehrere Subim. cf 9 > ib., IV. 1921; mehrere Subim. cf 9
ib., II. 1921 ; 1 9 , Depok, 13. IT. 1921, Java, „am Urwaldrand auf
Gebusch, Korpcr und Vorderrand der Vorderfliigel im Leben lebhaft
hellgrun”, Karny; 1 Subim. 9, Buitenzorg, 27. ITT. 1921, Siebers leg.;
mehrere Subim. cT,9 > ibid., 16. II. 1921, Karny leg.; dsgl. 4. IT. 1921; 1 9,
ibid., 11. IV. 1921, Siebers leg.; mehrere Subim. rf 9 , ibid., 4. III. 1921,
Karny leg.
Heimat: Java, Sumatra.
N.B. Die in Ent. Mitt. I. 1912, p. 369 von mir fur Formosa angegebenen
Stiicke gehoren zu Cl. marginale Hag. Ausserhalb des Gebietes kommt CL
virens noch in Australien vor in Spiritus, Museum Stockholm).
16. Cloeon marginale Hag.
Cloe marginalis Hagen, Verh. Zool. bot. Ges. VIII. 1858. p. 477.
I. 1912. p. 369; Ulmer, Not. Leyden Mus. XXXV. 1913. p. 115; Lestage, Ann.
Cloeon marginale Eaton, Rev. Monogr. 1885, p. 181 ; Ulmer, Ent. Mitt.
Soc. Ent. Belg. LXI. 1921. p. 221.
Clo'con marginata Needham, Ree. Ind. Mus. lil. 1909. p. 191.
Fig. 28. Oloeon marginale Hag. (Coll. Jacobson,
Fort de Kock), A. Kopf des cT, lateral;
B. Turbanaugen, von vorne.
cf (in Spiritus) : Kopf
und Pronotum hell ockergelbl ich,
beide in der Mittelzone (soweit
sichtbar) dunkler gezeichnet ;
die facettierte Kuppe der Tur¬
banaugen graubraun bis matt
ziegelfarbig, das Basalstiick am
Apex unter der Kuppe ahnlich
gefarbt, weiter basal heller; die
Seitenaugen sehwarz, die Ozel-
len schwarzlich umsaumt; das
Turbanauge (Fig. 28) ist breit
IJlmer : Ephcmer opt even.
57
abgestumpft kcgelformig, niedrig, nur etvva D/k mal so hoch wie das Seiten-
auge; die Kuppe uberragt seitlich nicht die Breitc des Basalstiickes ; die beiden
ersten Fuhlerglioder sind
am Apex nur schinal dun-
kel. Mesonotum und Meta-
notum gelbbraun. Am Hin-
terleib (Fig. 29 A, B) ist
Tergit I gelbbraun, Tergit
II bis VII sind durch-
scheinend weisslich oder
ganz schwach gelblich und
mit einigen dunklen (pur-
purnen bis dunkclgrau-
braunen) Fleeken geziert,
Tergit VIII bis X sind
nicht durchscheinend, rot-
lich oder braunlichgelb bis
gelbbraun und manchmal
mit Spuren der auf den
vorhergehenden Tergiten
sieli findenden Dreiek-
flecke (vgl. cf trocken!);
auf Tergit III und VI
findet sieh stets jederseits
ein langlicher Fleck, der
den Vorderrand nicht er-
reicht ; die Ilinterrander
der Tergite I oder II bis VII sind in der Mittelpartie dunkel getuscht; in der
Mittellinie findet sieh auf einigen Tergiten manchmal ein Paar feiner Langs-
striche; ganz sclten sieht man auf anderen Tergiten als III und VI Andeu-
tungen jenes schmalen Dreieckfleckes wie beim getrokneten (s.d. !); die
Seitenlinie i.st fein schwarz gezeichnet. Die Unterflache des* Hinterleibes ist
ganz ungezeichnct, durchscheinend weisslich, nur die zwei lctzten Sternite sind
nicht durchscheinend, graubraunlich gefarbt. Schwanzborsten weisslich, oder
grauweisslich, die Kingelung ist dunkelgraubraun, a»ber sehr fein und nur ini
basalen Drittel der Schwanzbonsten erkennbar. Beine braunlich weiss bis hell-
graubraunlich, die Schienen und Tarsen noch heller. Fliigel farblos, manchmal
ausserst schwach graubraunlich getont, die Langsadern iiber weissem Unter-
grunde hell graubraunlich, die grosse Querader und die anschliessenden Par-
tien der ersten Langsadern bis zur Fliigel wurzel bin dunkler graubraun ; ini
Pterostigma 2 bis 3 gerade Queradern, vor der Bulla keine. Genitalfiisse
weisslich, sie und der Penis wie bei Cloeon dipterum L. geformt.
Fig. 29. Oloeon marginale Hag., Abdomen; A. cf ,
dorsal, Spiritus (Coll. Jacobson, Fort de Kock);
B. cf, dorsal, trocken (Coll. Ulmer, Bangai);
C. dorsal, trocken (Coll. Ulmer, Anping); D.
lateral, Spiritus (Coll. Ulmer, Java).
58
Treubia Vol. VI, 1.
cf (trocken) : Oberer Absehnitt der Augen braunsohwarz, an don Kanten
rotbraun, untercr Absehnitt schwarz. Brust oben dunkelgelbbraun, russbraun
odor sehwarzbraun ; Unterseite dor Brust heller. Hinterleibsegmente II bis
VII durehscheinend gelblich oder hell graulichgelb, das erste und die 3 letzten
Segment c liieht durehscheinend, Segmente VIII und IX wie die Brust gefiirbt,
oder bei hcllerer Brust oft dunkler als diese, namlich rotbraun bis dunkelbraun,
oder gar rotlieh (matt purpurrot) wie die Figuren auf den vorhergehenden
Tergiten; die durchschcinenden Tergite II bis VII sind dunkel gezeichnet,
u. z. russbraun oder russgrau oder rotbraunlich bis rotlieh (matt purpurrot) ;
die Zeichnungen bestehen aus einem dunklcn Hinterrandsaume, einem an
diesem ausgchenden dreieckig zugespitzten Fleeke jederseits, der den Vorder-
rand erreieht und auf Tergit II und III, wie auf V und VI oder VI und VIT am
deutlichston (*) ist, und aus zwei schwacher ausgepragten abgekurzten Langs-
striehen neben der Mittellinic; diese letzteren Striehe finden sich am hau-
figsten auf den ersten 2 oder 3 Tergiten, dann wieder auf den mittleren
(Fig. 29 C) ; endlieh liegen iiber der Seitenlinie noch abgekiirzte sehwaehe
Striehe, besonders auf Tergit II, I IT, V, VI. Die Unterflache des* Hinter-
leibes zeigt ausser dunklcn Hinterrandem der Segmente II bis VII und der
dunklen Farbung der Segmente VIII und IX keine weitere Zeichnung;
Segment X ist im ganzen heller als Segmente IX und VIII ; auf der Seitenlinie
hier und da ein dunkler Langsstrieh. Schwanzborsten weisslieh, bis etwa zur
Mitte fein rotbraunlich geringelt, u.z. so, dass etwas dunklcrc Ringel mit ganz
sehwaehen abwechseln. Vordersehenkel im auffallendcn Lichte hellbraunocker-
farben oder hell graubraunlieh, manehmal mit einem dunklen Bande vor dem
Apex; Sehiene und Tarsus ziemlich dunkel hern stein fa rben oder wie der Schen-
kel hellgraubraunlieh ; hintere Beine kaum heller als die vorderen, oder von
einer helleren Bernsteintonung, die Krallen dunkler, die Tarsen manehmal
sohwaeh gedunkelt, auf den Sehenkeln manehmal mit einem schwa eh ausge¬
pragten dunklen Punkt oder einer feinen abgekiirzten Langslinie vor dem
Apex. Fliigel farblos, durehsiehtig, im Costal- und Subcostal raume manehmal
sehr schwaeh bernsteinfarben getont; die grosse Querader naeh der Subeosta
bin pechbraun oder rotlieh pechfarben ; die Langsadern hell braunlichberstein-
farben, die Queradern weisslieh ; bei sehief durchfallendem Liehte ei*seheinen
die Langsadern weisslieh und die Queradern auf der Flache dunkelgrau; im
Costalraume keine Queradern vor der Bulla, in der Pterostigma-Region moist
2 bis 3, selten 3 bis 6, von denen dann einige manehmal abgekiirzt sind (1 2 3 *),
alle einfaeh und gerade. Genitalfusse weisslieh oder grauweisslieh.
9 (in Spiritus) (8) : Kopf und Bi»ust hellgelbbraun oder hell grau-
(1) Diese Fleeke finden sich manehmal nur auf Tergit III und V, sind auch
manehmal kiirzer als gewohnlich.
(2) Nach dem Material von Anping, Formosa, welches ich frliher zu vircus
Klap. zahlte.
(3) Im Leben is£ die Farbe des 9 hellgrun und grunlichweiss mit braunem
Rtickenstreif (Jacobson).
59
Ulmer : Ephemcropteren .
braunlich, Pronotum und Mesonotum mit schwach dunklerer Mittelzone, diese
durch die hclle Mcdianlinie geteilt. Hinterlcib meist heller als* Brust, hell
ockergelb, die Tergite IX und X meist dunkler als die anderen, die Tergite
I bis VIII mit starker oder schwacher ausgepragtem dunklcren, rotbrauncn
Uinterrandsaum, von welchem auf Tergit II bis VIII je zwei graurotliche oder
hell rotbraunliche vcrwischte und nicht schr deutliche Flecke von Dreiecksge-
stalt (ahnlich wie beim cf ) naeh vorn ziehen; diese Flecke sind auf Tergit II
und III und dann wieder auf Tergit V und VI am ausgedehntesten und deut-
lichsten, haufig nur durch die hclle Mittellinie von einander getreimt, konnen
aiber auch bis auf kaum sichtbare Spuren giinzlich verschwinden ; manehmal
zieht sich iiber den Riicken der Segmente ein breites rotbraunes oder rotgraues
Band und isoliert davon finden sich dann auf alien Tergiten fiber der Seiten-
linie kleine rotbraune Flecke, von denen die auf Tergit III und VI am grossten
sind; die Flecke des genannten Riickenbandes enthalten auf jedem Tergit je
einen hellen kleinen ovalen Fleck am Vorderrande (Fig. 29 D). Fliigel etwas
breiter als beim cf , am Vorderrande ist der dunkle Streif (siehe 9 trocken)
fast stets deutlich ; die Zalil der Queradern im Pterostimga ist meist 2, selten
3 ; vor diesen liegen keine Queradern ; die Farbung aller Adern, die weisslichc
Umsaumung der Queradern auf dem dunklen Streif wie bei dem trockenen 9
(s. u.). Die Beine sind sehr hell ockergelb oder mehr hell graubraunlich,
die Schenkel nach dem Apex hin manehmal etwas* gedunkelt. Schwanzborsten
weisslich, bis fast zum Apex sehr deutlich dunkelbraun geringelt; im basalen
Drittel wechseln breitere kraftigere mit schwacheren Ringeln ab.
Q (trocken) : Kopf und Brust gclbbraun oder ersterer rotbraun, Pro-
notum und Mesonotum mit dunkler brauner Mittelzone, die von der hellen
Mcdianlinie geteilt ist; Seiten und Unterflache der Brust heller gelbbraunlich.
Ilinterleib nicht durchscheinend, oben dunkelbraun; die beim cT und beim
9 in Spirit us angegebenen dunklen Zeichnungen sind nicht deutlich gegen
die Grundfarbe abgesetzt, geben al>er doch der Ruckenflache einen sehr dunklen,
schwach rotlichcn Ton; fiber der Seitenlinie findet sich auf den mittleren
(oder alien?) Tergiten oft ein feiner schwarzer Punkt; die Unterflache des
Hinterleibes ist hell gelbbraunlich bis* sehr hell ockergelb. Schwanzborsten
weisslich, in der Mittc mehr gelblich, die Ringelung deutlich bis zum Apex,
dunkelbraun, in der Mitte sehr breit. Beine gelblich, Schenkel, besonders
Vorderschenkel manehmal rotlich. Fliigel im Costal- und Subcostal rau me sehr
deutlich hell russbraun oder umbrabraun gefarbt (1), die Adern sind braun¬
lich (hell russbraunlich), nur die Queradern zwisehen Costa und Sektor, wie
auch die Bulla, sind bei fast alien Beleuehtungsrichtungen weisslich ; die
Queradern des gefarbten Costal- und Subeostalraumes sind ganz fein weisslich
umsaumt ; im Costalraume keine Queradern vor der Bulla, 2 bis 5 einfache,
fast gerade, im Pterostigma; der Fliigel ist etwas breiter als beim
(1) Nur selten ist diese Farbung verblasst.
60
Treubia Vol. VI, 1.
Subimago (trocken) : Brust matt dottcrgelb, 1 1 intcrlcib obcn matt pech-
braun, an den Seiten heller, unten seherbenfarbig. Schwanzborsten sepiagrau,
mit schwarzen G-elenken. V orderschenkel dottergelb, hintere Beine in auf-
fallendem Lichte scherbcnfarbig, in durchfallendem mehr nach bernsteingelb
neigend. Fliigel durchscheinend, hell braunlichgrau gefiirbt, der Costal- und
Subcostalraum dunkelbraun ; Adern dunkler als die Menibran.
Korperlange: 4 bis 4 i/2 mm (</), 4i/2 — 5y2 mm (7); Lange des Flugels:
4 — 4y2 mm (cf), 5 — 5y2 nun [9 ) ; Flugelspannung also etwa 9 — 10 mm(cf),
11 — 12 mm (9); Schwanzborsten: etwa IV/2 mm (cT?9)
Material (*) : In meiner Sammlung 2 cT (in Spiritus), Semarang, Java,
Dez. 1909, E. Jacobson leg., 5 9 (in Spiritus), dsgl.; ferner 5 cf (trocken),
Anping, Formosa, 23. VI. 1911 und 23. VIII. 1911, H. Sauter leg.; 2 9
(trocken), dsgl., 16. VIII. 1911; 6 cf 9 (in Spiritus), Manila, Luzon, 19. XI.
1914, Boettger leg.; 20 (trocken und in Spiritus), Bangui, Luzon, I. 1918,
Boettger leg. — Im Museum Wien 2 9> Ceylon, Colombo, 6. VI. 1902, Dr. Uzee
leg. — In Coll. E. Jacobson 5 cf 9 (in Spiritus), Fort de Kock, Sumatra, X.
1913, No. 1291; ferner 7 <3* 9? ibid., No. 1281; 3 cf , ibid., 920 m, Nov. 1920;
2 Subim. 9, ib., Okt. 1920, No. 1303; 1 tf, ib, XI. 1913, No. 1292; 5 9 ,
ib., Januar 1921; 2 cf , ib., No. 1290; 2 9, X. 1913, ib., No. 1277; 3 Subim.
9, ib., X. 1913, No. 1283; 1 9 > ib., XI. 1913, No. 1289; ferner 4 Subim.,
Lasikin (Simular), IV. 1913, No. 1300; dies alles in Spiritus, E. Jacobson leg.
— Im Museum Buitcnzorg, alles in Spiritus1, Karny leg., folgendes Material :
12 Wai Lima, Lampongs, S. Sumatra, 17. XII. 1921, Lichtfang im Hause,
No. 482; 5 cf 9 , ib., 5. XII. No. 319; einige c? 9 Buitcnzorg, Java, 23. II.
1921; 1 cf, Lampongs, S. Sumatra, Lichtfang im Hotel Tandjong Karang,
9. XI. 1921, Karny ct Siebers leg., No. 1 ; 1 , Tjibodas, Java, 1500 m,
16. VIII. 1921, No. 121, in der Umgcbung des Teiches auf Gebiisch gekotschert ;
Karny leg.
TTcimat : Java, Sumatra, Simalur, Philippinen, Ceylon, Formosa, Bengalen,
Tonkin.
N.B. Die 5 und 1 9 von Anping, die ich 1912 als Clo'eon virens Keai\
genannt habe, halte ich fiir Cl. marginale Hag., trotz der grosseren Zahl von
Queradern im Costalraume, cine Eigentumlichkeit, die sie mit einigen Exein-
plaren von Cho-Oanh teilcn.
17. Cloeon bimaculatum Etn.
Clo'eon bimaculatum Eaton, Rev. Monogr. 1885. p. 182, t. 17, f. 31 d;
(1) Ausserhalb des bier behandelten Gebietes auch einige Exemplare von Cho-
Ganh, Tonkin, Lestage ded.
Ulmer : Epliemeropteren.
61
Klapalek, Mitt. Naturh. Mus. Hamburg XXII. 1905. p. 106; Needham, Rec.
Ind. Mus. III. 1909. p. 191, t. 20, f. 6, 10; Ulmer, Not. Leyden Mus*. XXXV.
1913. p. 113, f. 12; Lestage, Ann. Soc. Ent. Bel g. LXI. 1921. p. 219.
cf (in Spiritus*): Die Tur-
banaugen (Fig. 30) sind auf der
facet tierten Kuppe hellrotlichgrau,
das Basalstiick ist an der Basis
und am Apex unter der Kuppe
braunlich, in der erweiterten
Zone sehr hell rotlich; die Form
der Tunbanaugen ist cylindrisch,
sie sind doppelt so hoch wie das
bleischwarze Seitenauge, die bei- pjg 30. Qiogon bimaculatum Etn. (Coll. Jacob-
tenkanten des Basalstuckes sind son, Fort de Kock), A. Kopfdes lateral;
am Ende des basalen Drittcls B. Turbanaugen, von vorno.
etwas erweitert, die Kuppe iiberragt seitlich kaum die Kanten des Basal-
stiiekes. Die Ozellen sind schwarzlich umraiulet; das Grundglied der Fiihler
ist am Apex wenig gebraunt, des zvveite Glied dort starker und ausgodehntcr
braunschwarz. Kopf (soweit sicht-
bar) und Pronotum ockergelblich,
die mittlere Zone des letzteren dun-
kelbraun bis schwarzlich gefarbt
(vgl. 9 in Spiritus) ; Mesonotum
und Metanotum wie beim Q , die
Hinterrander fein schwarzlich ge-
saumt. Der Hinterleib (Fig. 31 C)
ist auf den Segmenten II bis VI
oder VII durchscheinend, schwach
braunlich, fast farblos, mit dunklen
Flecken geziert, Tergit I und die
letzten Seginente sind undurchsich-
tig, ebenfalls dunkel gezeichnet ;
Tergit I ist im ganzen gelbbraun
oder etwas dunkler, dem Mesonotum
ahnlich, der Hinterrand schwarzlich
gesaumt; Tergit II, III und VI
zeigen stcts* die dcutlichste und dun-
kelste Zeichnung; jederseits auC
Ff Abdomen; die8en Tor itcn hcgt cino schwarz-
A. 9, dorsal, bpiritua (Coll. Ui.mkr, Java);
B. 9, ventral, Spiritus (Coll. Ulmer, Java); braune- ctwa viereekige brcite F igur,
C. lateral, Spiritus (Coll. Jacobson, die den Vorderrand lange nieht er-
Kort de Kock). rcicht, aber eincn sehmalcn Ast nach
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JL
1
62
Treubia Vol. VI, 1.
vorn und dann umbiegend zur Mittellinie schrag hinaufsendet ; auf Tergit
IV und V finden sich nur Andeutungen dieser Zeichnung, namlich ein
dunkler Hinternandsaum, ein schmales undeutliches Mittelstuck und der
genannte schragc Ast, der oft verkiirzt ist; Tergit VII und VIII zeigen
wieder eine ahnliehe Figur wie Tergit II etc., aber auf Tergit VII ist diesc
Figur ini Innern nicht dunkel ausgefiillt, auf Tergit VIII, das auch auf dem
Riicken dunkel gctuscht ist, ist diese Figur rotlich und nur ihr vorspr ingender
kurzer Ast dunkel; Tergit IX ist auf dein Riicken hellrotlich getuscht und
hat nur cinen sehwachen dunkleren Langsstreif an der Seite; Tergit X ist
auf deni Riicken obenfalls hellrotlich ; die Seitenlinie ist geschwiirzt. Die
Unterflache des* Ilinterleibes ist fast farblos, nur die letzten drei Stemite
sind etvvas dunkler und zeigen in der Mittelpartie dunkelbraune Langsfleckc
(ahnlich wie beim Q) ; die vorhergehenden Sternite besitzcn jederseits der
Mittellinie vor deni Hinterrande eincn dunkelbraunen Punkt. Schwanzbor-
sten weiss, die ersten zwei Drittel deutlich schwarz geringelt, das letzte Drittel
fast ungeringelt; in der ersten Halfte der Schwanzborsten wechseln schmalc
mit breiten Ringeln ab. Heine sehr hell braunlichbernsteinfarben, die Schenkel,
besondcrs der Vorderschenkel, etwas gebraunt, in der apikalen Halfte rost-
braun gewolkt, und aussen mit einem in der Mitte unterbrochenen schwarzen
Langsst riche. Fliigel farblos, durchsichtig, nur ini Costal- und Subcostal-
raumc, besonders in der Pterostigma-Region etwas getriibt ; die Adern in
durchfallendem Lichte farblos, die Langsadern in auffallendeni Lichte schwach
braunlich ; die grosse Querader an der Subcosta, ihre Fortsetzung zwischen
Subcosta und Radius und der basale Teil des Radius von dieser Querader an
bis zur Fliigelwurzel verdickt und dunkelrotlichbraun, so das*s ein dunkler
Fleck an der Fliigelwurzel entsteht ; die 3 bis 4 Queradern vor der Bulla
sind undeutlicher als die der Pterostiga -Region, wo auch etwa 3 bis 4 liegen.
Die Genitalfiisse und der Penis wie bei Clo'eon fluviatile geformt.
cf (trocken) : Brust ol>en pechfarben, Hinterleib oft verfarbt, dock sind
hiiufig die oben beschriobenen Figuren deutlich erkennbar; Schwanzborsten
weisslich oder braunlichweiss, mit schwarzen, abwechselnd breiten und schmalen
Ringeln bis zum Ende des zweiten Drittels der Schwanzborsten. Vorder¬
schenkel in der apikalen Halfte rotlichbraun, Schiene und Tarsus heller und
mehr gelb, hint ere Schenkel braunlichbernsteinfarben, Schiene und Tarsus etwa
von gleicher Farbung. Fliigel durchsichtig, farblos, ohne die dunkle Zeich-
nung des 7 (x), nur die Umgebung der grosscn Querader an der Subcosta
gedunkelt ; die Adeni sind liber wei&vem Untergrund braun, in durchfallendem
liichte erscheinen <lie Queradern weisslich, die Langsadern hellbraunlich ; im
Costalraume sind Queradern vor der Bulla meist kaum siehtbar, wenn vor-
(1) Eaton (Rev. Monogr. l.c.) beschreibt den Fliigel des als ebenso gefleckt
wie den des o , doch ist das wohl sicher ein Irrtum, worauf schon Needham und
Lestaok hinwiesen.
Ulmer : Ephemer opt even.
63
handen, etwa 3 bis 4; dann folgen manchmal noch etwa 2 undeutliche und
in der Pterostigma-Region stets 3 bis 4 Queradern, alle einfach.
9 (in Spiritus) : Gut ausgefarbte Exemplare zeigen folgende Farben:
Kopf und Pronotum hell ockergelblich oder mit ganz schwach rosa-
farbenem Tone; der Kopf hat oben zwischen den Augcn zwci schwarzliche
gekrummtc Langsstriche, die vorn nahe dem Innenrande des schwarzen Saumes
der hinteren Ozellen entspringen, hier nach innen uingebogen sind und naeh
hinten etwas iiber die Kopfmitte hinausreichen; hinter diesen zwei sehvvarz-
liehen Strichen finden sieh am Hnterhauptsrande zwei ebenso gefarbte Punkte;
auf dem Pronotum ist die mittlere Zone im ganzen dunkler (dunkelbraun,
hinten sogar schwarzlich) gefarbt; diese Mittelzone wird von der hellen Mit-
tclnaht durchschnitten ; seitlich findet sieh vorn je ein abgekiirzter dunkel-
brauner Langsstrich, hinten ein kleiner schmaler sehwarzcr Dreieckfleck, dessen
Spitze naeh vorn gekehrt ist ; der Hinterrand des Pronotum ist fein schwarz-
braun gesaumt ; Meson otum und Metanotum sind im ganzen dunkler (dun¬
kelbraun) gefarbt als das Pronotum, besonders die Mittelzone des Mesonotum
und sein Apex, fcrner das Metanotum fast ganz, aber so, dass Mittellinie und
Pander ringsherum hell bleibcn. Der Hinterleib hat cine hell oekergelblichc
oder schwach rosa Grundfarbung und folgende Zeichnungen von russbrauner
oder kastanienbrauner Farbe (siehe Fig. 31 A) : Tergit I ist, abgeschen von
der Mittellinie, ganz dunkel ; auf Tergit 11 und III, ahnlich auf Tergit V
und VI befindet sieh jederseits eine rechteckige, innen offene Figur, die von
ihrer Hinterecke und dem Aussenrande her einen breiten Auslaufer sehief
auf die Flache hinauf, zur Mittellinie hin naeh vorn gerichtet, aussendet ;
dieser Auslaufer fiillt manchmal, besonders auf Tergit II und VI, den
grossten Teil des reehteckigen Raumes aus; auf Tergit III, VII und VIII sind
die Figuren schwacher, in der Grundform ahnlich; die reehteckigen Figuren
sind vorn starker und dunkler (fast schwarzlich) umrandet als hinten und
zeigen prinzipielle Ahnlichkeit mit den entsprechenden Figuren des c? •
Tergit IX und X sind ungezeichnet ; durch die dunkle Fleckenzeichnung
erscheint die Oberseite des Hinterleibes (Tergit II bis VIII), mit blossem
Auge bctrachtet, in der Mittellinie hell, an den Seiten breit dunkel. Die
Unterflache des Hinterleibes zeigt eine ahnliche oder etwas hellere Grundfarbe
wie die Oberseite und jederseits der Mittellinie (Fig. 31 B) einen dunkel-
braunen breiten Langsstreifen auf Sternit 11 (oder III) bis IX; diese Langs-
streifen sind nach vorn an der Innenseite ausgebuchtet, auf den ersten der
genannten Sternite etwa um ihre cigenc Breite von einander entfernt, nahcrn
sieh auf den letzten Segmenten etwas mehr (') und sind auf den Gelenken
der Segmente am dunkelsten (bis braunschwarz) ; bei zusammengeschobenen
Segmenten ibilden sic auf dcr Unterflache des Hinterleibes zwei etwa parallele
ununterbrochene Langsbinden; bei mehr ausgedehnten Segmenten lasst jeder
(•1) Sie konnen auf Sternit VII bis IX sogar mit ihrem analen Ende zusam-
menstossen und dadurch auf jedem dieser Segmente zusammen ein V bilden.
64
Treubia Vol. VI, 1.
Langsstreif den Vorderrand der Segmente frei; zwischen den Langsstreifen,
und zwar in dercn innerer Ausbuchtung nahe dem Vorderrande der Sternite
111 (oder IV) bis VIII finden sicli noch zwei dunkelbraune kurze Langs-
striche, die analwarts divergieren und sieh mit den Langsstreifen manchmal
vereinigen; ausserhalb der Langsstreifen finden sich manchmal nocli ahge-
kiirzte schwacher ausgepragte braune Liingsstriche, und endlich noeh ist die
Seitenlinie an den Stigmen oft durch schwarzliche Punkte oder kurze Liings-
striche gezeiehnet. — Bei Bxemplaren mit schwacher ausgepriigter Flecken-
zeiehnung sind die dorsalen Figuren manchmal mehr oder weniger ausgeloscht,
bleiben immer aber auf Tergit 11 (und III) und auf Tcrgit VI am deutlichsten
und umfangreichsten ; aucli die ventralen Figuren finden sich bei alien vor-
liogenden Exemplaren wenigstens auf den mittleren und letzten Stemiten ; auf
den vorderen konnen sie bis auf die zwei queren Hinterrandsst riche
vcrschwinden (1). Schwanzborstcn weisslich oder gelblich weiss, sehr deutlieh
braunschwarz geringelt an den Gelenken, und ausserdem ist etwa vom achten
Gliode an bis fast zum Apex hin jedes zweite oder dritte Glied vollig braun¬
schwarz gefarbt. Beine gelblich oder hellbraunlichgelb, die Schenkel aussen
mit einem etwa in der Mitte unterbrochenen feinen schwarzlichen Liingsstriche;
Schenkel, wenigstens Vorderschenkel, in der apikalen Halfte oft braunlich
gewolkt. Die Fliigel sind farblos, durchsichtig, aber mit zwei deutlichen
dunklen Flecken gezeiehnet ; an der Basis des Costalraumes and des Subcos-
talraumes', von der Fliigel wurzel bis gerade fiber die grosse Querader hinaus,
findet sich ein rotlichbrauner Fleck; in der Pterostigma-Region sind Costal-
und Subcosta lraum hell bis dunkel russbraun gefarbt ; diescr Fleck reicht bis
zum Apikalrande, schliesst im Costalraume einen ungefiirbten Raum ein und
wird von den weissen Queradem durchschnitten ; zwischen den basalen
rotlich braunen und dem apikalen russbraunen Flecke ist die ganze Partie
liings der Costa oft hell gelblichbraun oder hell graubraun get out ; die Adern
sind fiber weissem Untergrunde braun (umbra- bis russbraunlich), nur die
Queradern des Costal- und Subeostalraumes sind weiss’ und in der Ptero¬
stigma-Region weisslich umsaumt (die vorhergehenden schwacher umsauint) ;
im Costalraume finden sich vor der Bulla etwa 4 deutliche Queradeni, dann
folgcn noch etwa 2 ahnliche und endlich in der Pterostigma-Region etwa 3
bis 4 noch kraftigere, alle einfach.
5 (trocken) : Dem und dem Q in Spiritus sehr ahnlich ; die Queradern
in der vorderen Fliigelpartie sind verdickt, weisslich umsaumt, ahnlich wie
beim 9 von Clo'eon dipterum L.
Subimago (trocken) : Korper braun, auf dem Hinterleib undeutlich
schwa rzlichgrau gezeiehnet. Beine grau, die Schenkel ebenso gezeiehnet wie
(1) Ich sehe dabei von noch ganz unausgefiirbten Oder vielleicht durch Spiritus
entfarbten Stucken ab; sie haben die Fleckenzeichnung kaum angedeutet und ihnen
fehlt auch die dunkle Zwchnung der Fliigel.
Ulmer: Ephemeropteren.
65
bei der Imago; Schwanzborsten hellgrau, ziemlich undeutlich geringelt.
Fliigel (schwarzlich-)grau (im Gegensatz zu Cloeon marginale) , Adem nocli
dunkler; von den beiden costalen Flecken ist auch beini 9 nur basale
sichtbar.
Korperlange: 4 — 5 mm(cf), 4 — 6 mm(9)> Lange des Vorderflugels:
4 — 5 mm(cf)> 4 — 7 mm ( Q ) > FliigeLspannung also etwa 9 — 11 mm (cf ), 9 — 15
mm (9)j Schwanzborsten: 9 — 13 mm (cf), 9 — 11 mm(9);cf cf im allgemeinen
kleiner als 9 9 •
Material 0) : Zahlreiche 9 in Spiritus, von Java, E. Jacobson leg.,
Semarang, Juni, Sept., Nov., Dez. 1909, Januar, Februar 1910, Batavia, Febr.
1908, Wonosobo Mai 1909, Gunung Ungaran Juni 1910, in meiner Sammlung. —
In Coll. Jacobson 2 9 (in Spiritus), Fort de Kock, Sumatra, 920 m, Okt.
1920, No. 1303, Jacobson leg.; ferner 1 cf, ibid., XI. 1913, No. 12.92.; ferner
etwa 20 9, ib-, Nov. 1920; 1 9 > ibid., X. 1913, No. 12.97; 1 9> Padang,
Sumatra, IX. 1913, No. 12.96; 2 9, Fort de Kock, XI. 1913. No. 12.76;
4 cf, ib., XI. 1913, No. 12.90; 12 9, ib., X. 1913. No. 12.81. 4 9, ib.,
Januar 1921, No. 13.04; 1 cf, ib., Nov. 1920; 18 9 , ib., Nov. 1920; 3 9, ib.,
No. 12.91; alles in Spiritus, Jacobson leg. — Im Museum Buitenzorg 1 9
(in Spiritus), Wai Lima, Lampongs, S. Sumatra, 17. XII. 1921, Lichtfang
im Hause, No. 482, Karny leg.; 1 cf Tjitjuruk — Salak, 800 m, Java, 6. III.
1921; 1 9 > Buitenzorg, 22. IX. 1921; mehrere Subim. cf 9 , Buitenzorg, Java,
10. II. 1921; 1 9 , ibid., 6. VI. 1921; 2 9 , ibid., 28. IV. 1921.
Ileimat: Ceylon, Java, Sumatra, Bengalen, Tonkin, China.
N.B. (Zu den Clo'eon-Arten der indo-malayischen Region) :
Die Arten der Gattung Cloeon sind hinsichtlich des Langenverhaltnisses
der Beinglieder (besonders am Vorderbeine des cf) gar nicht gleichmassig.
Die 3 hier behandelten Arten nebst den 2 andern aus der indoinalayischen
Region (Cloeon pidchcllum Bks. von Bengalen und Cloeon fluviatile Ulm.
von Neu-Guinea) bilden cine besondcre zusammengehorige Gruppe, zu welcher
auch Cloeon africanum Ulm. zu reclmen ist. Am Vorderbein des cf (Fi&- 27)
ist bei alien diesen Arten (1 2) die Schiene fast doppelt so lang wie der Schenkel,
der Tarsus fast so lang wie die Schiene; Tarsalglied II 1st verhaltnismassig
lang, je nach den Arten etwas kiirzer als Glied III und IV zusammen (Cl.
marginale) oder etwa ebenso lang (Cl. bimaculatum, virens, africanum) oder
etwas langer (Cl. fluvial ile ) ; am Hinterbeine des cf ist die Schiene etwa
(1) Ausserhalb des hier behandelten Gebietes: 2 9, China. 23. X. 1913, Mell leg.,
im Museum Berlin. — Zahlreiche cf ? 9 und Subim., Ganh, Tonkin, Lestage ded.,
in meiner Sammlung.
(2) Cloeon pulchellum ist mir allerdings nicht bekannt.
5
66
Treubia Vol. VI, 1.
lYo so lang wie der Schenkel, dcr Tarsus etwa % so lang wie die Schiene;
Tarsalglied I ist etwa 2 raal so lang wie II, dieses 2 bis 3 mal so lang wie III
und etwa gieich IV (Fig. 27).
Die fiinf indomalayischen Cloeon-Arten. sind folgendermassen zu unter-
seheiden :
la. llinterleib ungezeichnet ; im Vorderfliigel vor der Bulla keine Queradern;
Turbanaugen des cf pilzformig; Fliigel des 9 mit griinlichem Costal-
streif . Cl. virens Klap.
ifr. llinterleib mit deutiichen dunklen Figuren . 2
2 a. Keine Queradern vor der Bulla; Unterflacke des Ilinterleibes ohne
Zeicimung . 3
2b. Einige Queradern vor der Bulla vorhandeu ; Unterfliiche des Hinter-
leibes meist mit Zeichnung . *1
3a. Oberfliiche des Ilinterleibes jederseits mit dunklen liinglich-dreieckigem
Flecke, wenigstens auf Tergit ill und VI (o'); dunkle breitere Figuren
auf der Oberflache des Ilinterleibes, Fliigel am Costalrande hellrussbraun
oder umbrabraun . Cl. marginale Hag.
3 b. Oberflache des Ilinterleibes nur auf Tergit VI mit grossem dunklen
Fleck jederseits, Tergit II und HI auch braun gezeiclmet (cf) ;
Hinterleib dunkel (ob ohnc Flecken?), am Fliigel nur die Costa
gelblich ( Q ) . CL pulcliellum Bks.
4a. Turbanaugen des 0 cylindrisch, Hinterleib oben mit breiten seitlichen
Figuren, die vorn einen schmalen Ast zur Mittellinie senden;
Fliigel des 9 n1^ deutlicher dunkler Fleckenzeichnung im Ptero-
stigma . Cl. bimaculatum Etn.
46. Turbanaugen des q kurz und breit, die Kuppe iibcrragt die Seiten
des Basalstiickes dcutlich; Hinterleib oben mit geringerer Zeichnung, die
hauptsachlich aus zwei seitlichen dunklen rundlichen abgekiirzten Flecken
auf Tergit 111 und VI besteht ; beim 9 treten noch dunkle Mittelfiguren
liinzu; Fliigel des 9 am Costalrande schwach gelblich. Cl. fluviatile Ulm.
18. Pseudocloeon Klraepelini
Pseudocloeon Kraepelini Klapalek, Mitt. Naturh. Mus. Hamburg. XXII.
1905, p. 105; Ulmer, Not. Leyden i\Ius. XXXV. 1913, p. 111.
(-f (trocken) : Obcrer Abschnitt der Augen (Turbanaugen) sepiabraun,
an den Randern lichter (nacli Klapalek ; jetzt braunschwarz am Rande
rotbraun), unterer Abschnitt der Augen sohwarz; Turbanaugen doppelt
so gross wie das Seilenauge. selir breit, den Kopf vollstandig bedeckend
und ihn seitlich und nach hinten iiberragend; die facettierte Kuppe iibcrragt
das Basalstuck seitlich stark ; also wie bei P. obscurum Ulm. (vgl.
Fig. 34). Brust hell isabellfarben, fast bernsteingelb, Mesonotum iiber der
Fliigelwurzel etwas dunkler, die Falten und Niihte an den Seiten der
Ulmer : Fphemeropteren.
67
etwas dunkleren Mittelbrust lichter, gelb. Hinterleib isabellfarben, schwacli
durchscheinend auf den mittleren Segmenten ; die letzten 2 oder 3 cinen Ton
dunkler als die Brust und nicht durchscheinend; liber der Seitenlinie auf
Tergit II bis VIII (auf letzterem undeutlich) mit einein etwas schiefen
(anal warts sich der Seitenlinie nahernderi) van Dyke-braunen (dunkcl russ-
braunen) Langsstriche jederseits; die Seitenlinie selbst auch dunkler, ebenso
die H inter ran der aller Segmente; die dunkelrussbraunen Langsstriche konnen
rotbraun umtuseht sein, wodurch sie undeutliclier werden und wodurch
die seitlichen Partien der Segmente im ganzen dunkler erscheinen ; dicht.
VrIII ein schmales dunkelrotbraunes Langsband. Schwanzborsten fehlend.
anschliessend unter der Seitenlinie sieht man noch auf den Stemiten II bis
Mesosternit wie bei I\ obscurum Ulm. Beine
strohgelb, die Sehenkel nach dcm Apex hin
mehr braunlichgelb und die Knie braun.
Vordertarsus (Fig. 32 A) % so lang wie
die Schiene, diese fast IV2 mal so lang wie
der Sehenkel ; die Schiene erscheint verhalt-
nismassig lang. Fliigel farblos, durchsichtig,
die Adern iiber weissem Untergrunde deut-
lich, fein russbraun, nur die drei erstcn
Langsadem mehr gelblich, aber ebenso
deutlich, da sie starker sind; vor der Bulla
im Costalraume keine Queradern, nur im
Pterostigina 5 bis 7 deutliche, etwas schiefe
Queradern, die z. T.
verkiirzt sein kon¬
nen ; die Nervatur
ist genau so wie bei
Pseudoclo'eon obscu¬
rum Ulm., nur
ist die ersto Quer-
ader zwischen Ra¬
dius und Sektor wei-
ter basal gestellt,
um etwa IV2 ihrer
Lange von dcr dar-
unter befindlichen
Querader entfernt ;
auch die Querader
weicht ebenso weit
Fig. 33. Psendoclot'on
Kraepelini Klap. ( M useum
Hamburg, Type), Geni-
talanhange des cT ;
A. Genitalfuss, ventral;
B. Apex des Genital-
fusses, von innen.
Fig. 32. PseudocloSon Kraepelini
Klap. (Museum Hamburg, Type),
Beine des ; A. Vorderbein;
B. Hintertarsus, starker vergrossert
als A und C; C. Hinterbein.
zwischen Subcosta und Radius*
zuriick wie die erstgenannte.
(jenitalfiis.se (Fig. 33) gelblichweiss bis braunlichgelb,
das zweite died (nach Klapalek) dunkler als der
Korper, mehr braun; Basalglied s*ehr kriiftig, walzen-
68
Treubia Vol. VI, 1.
formig; zweites Glied an dor Ba^sis breit, apikalwiirts stark verschmalert, die
Grenze zwischen ihm uiul dcm schlanken etwas keulenformig verdickten
dritten Gliede ist undeutlich; viertes Glied sehr kurz, etwas verdickt, „in
meiner fast loffelartigen Vertiefung der Vorderseite des dritten Gliedes”
eingelenkt. (*)
Subimago (trocken) : Der Imago ahnlich, die Fliigel graulich getriibt.
Korperlange: kaum 5 mm; Lange des Vorderfliigels: 5y2 mm; Fliigel-
spannung also etwa 12 mm.
Material: 3 (/ , 1 Subimago, Buitenzorg, Java, 24. II. — 12. III. 1904,
Kraepelin leg., im Museum Hamburg.
Ileimat: Java.
19. Pseudocloeon obscurum Ulm.
Pseudocloeon obscurum Ulmer, Not. Leyden Mus. XXXV. 1913, p. Ill,
f. 10, 11.
cf (in Spiritus) : Oberer Abschnitt der Augen (Turbanaugen) isabell-
farben, untercr schwarz ; die Tur-
banaugen (Fig. 34) sind etwa doppelt
so gross wie die Seitenaugen, sehr
breit, die facettierte Kuppe uberragt
das Basalstuck seitlich stark, also wie
bei P. Kraepelini. Brust oben sehr
hell isabellfarben, die Nahte fein
braun, unten und an den Seiten
gelbbriiunlich, die Falten und Niihte
braun. Ilinterleib hell graubraunlich,
schwach durclischeinend, auf den letz-
ten 2 oder 3 Segmenten mehr gelb-
braunlich und nicht durchscheinend ;
alle Hinterrander dunkler graubraun ; die Tergite I bis VII besitzen einen
etwas* schiefcn sepiabraunen Langsstrich fiber der Seitenlinie (wie bei P.
Kraepelini Klap.) auch auf Tergit VIII und IX sind diese Laangsstriclie manch-
mal angedeutet; die Stigmen sind durch schwarze Punkte oder abgekiirzte
schwarze Langsstriche gekennzeichnet ; unter der Seitenlinie auf St emit II
bis VII (oder VIII) cine zur Seitenlinie parallele Reihe von sepiabraunen
(1) Ich gebe absichtlich nur die Figur des einen Genitalfusses; in den Typen
sind durch Zusammentrocknung die G-enitalfusse einander so genahert dass die Innen-
kanten der Basalglie^er an einander stossen; eine solche Darstellung wtirde aber
sicher ein falsches Biid geben.
Fig. 34. Pseudocloeon obscurum Ulm. (Coll.
Ulmer, Type), Kopf des <3% lateral.
Ulmer : Ephemer opt even.
69
Langsstrichen. Mesosternit sehildformig-dreickig, etwa iy2 mal so lang wie
breit, die Seiten konvex. [Schwanzbor-
sten fehlend.] Beine hell graubriiun-
lich, die Knie, die Gelenke der Tarsal-
glieder urid die Krallcn braun. Vordcr-
tarsus fast genau so lang wie die Schiene,
dievse 1% mal so lang wie der Schenkel
(Fig. 35). Fliigel durchsiehtig, deutlich
gebWiunt, die Adern braun (graulich-
braun) ; im Costalraume vor der Bulla
keine Queradern, in der Pterostigma-
Region 7 bis 9, meist regelmassige, fast
gerade Queradern, von denen einige
verkiirzt sein konnen ; die erste Quer-
uder zwischen Radius und Sektor ist
lioehstens um ihre eigene Lange von
der darunter befindlichen Querader
entfernt. Genitalfiisse (Fig. 36) grau-
braunlieh; das Basalglied ist dick, cy-
iindrisch, etwas kiirzer als breit; das
zweite Glied ist an der Basis breit,
apikalwarts stark verschm alert ; Glied
III ist schlank, so lang wie die beiden „ _ ^
rig. 3u. Pseudoclodon obscurum Ulm.
(Coll. Ui.mer, Type), Beine des cT ;
A. Vorderbein; B. Hinterbein; C. Hin-
tertarsus, starker vergrossert.
ersten Glieder zusammen, vor dem Apex etwas
keulenformig vcrdiekt (x) ; Glied IY ist sehr
kurz, etwa eiformig und anscheinend an das
dritte Glied angesetzt, welches keine apikale
Aushohlung zu haben scheint.
9 (in Spiritus) : Dem cf sehr ahnlich, Ter-
gite II bis VI sehwach rotlich, diese (und auch
die nahsten Tergite weniger deutlich) mit 2 farb-
losen, z. T. aus Punkten zusammengesetzten,
abgekiirzten, wschief liegenden Langsst richer*
neben der Mitt ell inie, am Vorderrande der Segment e beginnend und etwa bis*
zur Mitte sich erstreckend, anal warts stark divergierend. Scliwanzborsten
graubraunlich, ungeringelt.
Fig. 36. Pseudoclo&'on obscu-
rum Ulm (Coll. Ulmer, Type),
Genitalanhange des
ventral.
(1) Den starken subapikalen Vorsprung des dritten Gliedes, den ich 1913 (1. c. f.
11) darstellte, sehe ich njcht an meinen Typen.
70
Treubia Vol. VI, 1.
Korperlange : 5*4 — 6Y2 nun ; Lange des Vorderf liigels : 5*4 6 mm ;
Fliigelspannung also etwa 12 bis 13 mm.
Material: 2 c? . Wonosobo, Java, E. Jacobson leg., April 1909; ferner 1
9 0), Gunung Ungaran, Java, Dez. 1909, Jacobson leg., alles in Spiritus, in
meiner Sammlung.
Heinval : Java.
N.B. P. obscurum 1st mit P. Kraepelmi sehr nahe verwandt; der Ilaupt-
unterschied liegt in den Vorderbeinen des .
20. Pseudocloeon Boettgeri n.sp.
o (trocken) : Oberer Abschnitt der Augen (Turbanaugen) schwarz, urn
den Rand herum rot bra mi, untercr Abschnitt (Seitenaugen) schwarz; Tur¬
banaugen (Fig. 37) aussergewohnlich
schmal, die facet tiertc Kuppc kaum
grosser als die Seitenaugen, so dass
der ganze Vorderteil des Kopfes (und
auch das Pronotum) nicht von ihnen
verdeckt wird. Kopf braunschwarz,
Flihler graubraun, etwa umbrafarben.
Pronotum braunlichgelb, hier und da
dunkler, besonders an den Seiten und
am Hinterrande; Mesonotum gelb-
braun, am Apex heller, mehr ocker-
gelb, zu bciden Seiten der Mittelnaht
dunkler braun. Metanotum umbra-
braiui, am Apex heller, mehr ocker-
gelb. Pie Seiten der Brust sind gelbbraun, bier und da dunkler ; Mesostemit
wie bei P. abscurum Ulm. geformt. Hinterleib auf Segment T russbraun,
auf Segment VII (oder VIII) bis X dunkelrussbraun, auf den mittleren
Segmenten gelbbraun, nur sehr schwach durchscheinend ; die Hinterrander der
Segment e I bis VII (oder VIII) ziemlich breit dunkelrussbraun, iiber der
Seitcnlinie auf diesen Segmenten mit ebensolchem oder fast schwarzem
Langsstrich, (unter dem man bei starker Vergrosserung die Tracheenstamme
erkennt) ; der Riieken der Tengite im ganzen etwas heller als die seitlichen
Partien; die Unterflache des Hinterleibes einen Ton heller als die Oberflache.
Schwanzborsten hellgraulichgelb bis braunlichweiss, schwach dunkler geringelt.
Vorderbeine umbrabraunlich, Knie und Apex der Schiene etwas dunkler;
hintere Beine moist etwas heller, .mehr nach unrein gelb hin; alle Beine
Fig. 37. Psendocloeon Boettgeri Ulm.
(Museum Buitenzorg, Sumatra),
Kopf des lateral.
(2) Dies 9 wurde 1 9»1 3, 1. c., von mir als P. Kraepelini angesehen.
Ulmer : Epliemeropteren.
71
bernsteingelb durchscheinend, die Vorderschenkel dann etwas dunkier bleibend,
die Vorderschiene und der Vordertarsus dann mehr braunlichweiss erschei-
nend; Vordertarsus % so lang wie die Schiene, diese fast IV2 mal so lang w e
der Schenkel, die Schiene also verhaltnismassig lang, und die Langenverhalt •
nisvse sind wie bei P. Kraepelini Klap. (vgl. Fig. 32). Fliigel farblos, durch-
siehtig, stark irisicrend, die Adern auf weissem Untergrunde deutlich, fein
russbraun, nur die 3 ersten Langsadern mehr gelblich, aber ebenso deutlich,
da sie starker sind; im Costalraume vor der Bulla keine Queradern, in der
Pterostigma-Region 3 bis 6 deutliche Queradern, von denen meist nur 3 ganz
ausgebildet sind, wahrend die anderen, falls iiberhaupt entwickelt, stark
verkiirzt sind; selten ist die cine oder
andere dieser Queradern gegabclt.
Gcnitalfiisse (Fig. 38) gelbbraun l>is
dunkier braun, ahnlich wie bei P. <>b-
scurum Ulm. geformt, doch ist das
zweite Glied entschieden langer, etwa
1 1/2 mal so lang wie Glied I und etwa
% so lang wie Glied III; Glied IV
ist kurz eiformig.
cf (in Spiritus) : Farbc im all-
gemeinen heller, mehr gelbbraun, die
mittleren Segmente des Hinterleibes
etwas starker durchscheinend, die II in- Fig. 38. Pseudocloeon Boettgeri Ulm.
terrandsaume braun, deutlich, die (Coll. Ulmer, Dansalan),
Tracheenstamme iiber der Seiten- OenitalanhUnge des d, ventral,
linie schwarzlich durchscheinend; Vorderbeine grauweisslich, hintere Beinc
ebenso, die Tarsen uberall etwas dunkier, die Tarsalgelenke des Vorderbeines
schmal braun. Die Turbanaugen (Fig. 37) sind fast vollkommen cylindrisch,
an der Basis etwas dicker, vor der faccttiorten Kuppe schwach eingevchniirt.
9 (in Spiritus): Ahnlich dem (f in Spiritus; die Hinterrander der
Hinterleibssegmente kaum dunkier; die Unterflache des Hinterleibes heller
als beim cT, fast farblos, durchscheinend.
Korperlange: 3Y2 — 4 mm; Lange des Vorderfliigels : 4 mm; Fliigelspan-
nung also etwa 9 mm ; Schwa nzborsten : etwa 9 mm (rf ) .
Material: 18 $ (trocken und in Spiritus ubertragen), Dansalan, Min¬
danao, 5. II. 1915, Boettger leg., in meiner Sammlung. — 1 d > I ^ 0n Spi¬
ritus), Wai Lima, Lampongs, Siid-Sumatra, 6. XII. 1921, im hohen Grase,
Karny leg., No. 323, im Museum Buitenzorg.
Heimat: Philippinen und Sumatra.
72
Treubia Vol. VI, 1.
N.B. Derselben Art gehoren wahrscheinlich auch noch 4 andere (f von
Sumatra an (ebenfalls Wai Lima, Lampongs, 5. XII. 1921, Lichtfang im
Ilause, No. 319, Karny log., in Spiritus, Museum Buitenzorg) ; s*ie unter-
scheiden sioli nur durch hellere Farbung (im ganzen mehr isabellfarben) und
durch die durchscheinend weisslichen mittleren Hintcrleibsegmente; vielleicht
auch sind die Turbanaugen ein klein wenig dicker.
Die 3 Pseudocloeon- Arten des* indomalayischen Gebietes sind im mannli-
chen Geschlechte leicht zu unterscheiden :
If/. Turbanaugen ausscrgewohnlich schmal, die facettiertc Kuppe kaum gros¬
ser als die Seitenaugen ; Vordertarsus % so lang wie die Schiene, diese
fast 1 Yo mal so lang wie der Schenkel, die Schiene also verhaltnismassig
lang . P. Boettgeri Ulm.
lb. Turbanaugen sehr breit, den Kopf vollig bedeckend, doppelt so gross
wie das Seitenauge . 2
2«. Vorderbeine wie bei I\ Boettgeri (s.o.), die Schiene also verhaltnismassig
lang . P . Kraepelini Klap.
2b. Vordertarsus fast genau so lang wie die Schiene, diese 1% mal so lang wie
der Schenkel, der Tarsus also verhaltnismassig lang ... P. obscunnn Ulm.
Familie Siphlonuridae.
21. Chirotonetes grandis Ulm.
Chirotonetes grandis Ulmer, Not. Leyden Mus. XXXV. 1913, p. 115,
f. 13, 14.
cT (trocken) : Kopf schwarz, vorn vor den Augen bis zum Vorderrande
hell braunlichgelb, ebenso auch das erste Fiihlerglied ; Fiihlergeissel an der
Basis grauschwarzlich, apikal allmahlich heller werdend bis grauweisslich ;
Augen schwarz, der obere Abschnitt um den Hand herum braunlichgraugelb.
Pronotum schwarz, Seitenrand und Hinterecken sehr breit hellbraunlichgelb ;
Mesonotum vorn und hinten pechschwarz, mittlere Partie heller, dunkelpech-
braun ; Metanotum pechschwarz ; Seiten und Unterflache der Brust dunkel-
pechbraun, Metastemit pechschwarz, nur an der Basis heller. Hinterleib
ebenso gefarbt wie bei Chirot. formosanus Ulm., also cinfarbig dunkelbraunrot,
aber einen Ton dunkler als dort, mehr nach schwiirzlichpurpum bin, die
letzten 3 oder 4 Segmente etwas dunkler als die vorhergehenden ; Seitenlinie
und Hinterrander aller Segmente schwarzlich, nur die Hinterrander dcr
letzten Sternite nieht schwarz gesaumt, ilire Gelenke heller, purpurn.
Schwanzborsten an der Basis dunkelkastanienbraun, apikal allmahlich heller
werdend, uber russbraun nach hellgraubraunlich ubergehend. Vorderschenkel
tiefdunkelrotbraun (dunkelkastanienbraun), Schiene und Tarsus dunkel
pechbraun (also nicht pechschwarz wie bei genannter Art), so dass der Un-
terschied in der Farbung zwischen Schiene-Tarsus und Schenkel gering ist ;
Ulmer : E phemer opt even.
73
hintere Beine gelb, Tarsalgelenke
und Krallen kaum dunkler; Vor-
derbeine (Fig. 39 A, B) etwa */tl
so lang wie der Korper, die Tar-
salglicder nelimen in der Iteihen-
folge I, II, III, IV, V an Lange
ab; Hintertarsus (Fig. 39 D. E)
nur etwa */2 so lang wie die
Sehiene; Form der Beine also wie
bei genannter Art. Fliigel durch-
sichtig, farblos, aber der Vorder-
fliigel in der apikalen ITalfte
(oder etwas weniger, also vom
Apex an nieht ganz bis zur Mitte)
angeraucht (bell umbrafarben) ,
die Pterostigina-Region iin Costal-
und Subcostalraume (von der
zweiten oder dritten Qucrader
hinter der Bulla bis fast zam
Apex ) kraf ti g dunkel graubraun
(umbrabraun) und endlieb die
Fliigelwurzel mit dunkelbraunem
Flecke ; Adern pecbbraun, in
durchfallendem Liebtc umbra¬
braun, fein, aber deutlich ; im
Fig. 39. Chirotonetes grandis Ulm (Coll. Ulmer,
Java), Beine des ; A. Vorderbein;
B. Krallenglied des Vorderbeincs; C. Mittelbein ;
D. Hinterbein; E. Hintertarsus; B und E
starker vergrossert.
Fig. 40. Chirotonetes grandis
Ulm. (Museum Berlin, Java),
Genitalanhange des
ventral.
Costalraume vor der Bulla etwa 9 — 10 h’nter
ihr etwa 18 — 21 gerade, sehr regelmassige
Queradcrn; Analregion wie bei genannter Ai*t,
meist mit zwei einfachen und 4 gegabelten Adern
im Analraume I, aber es kommen aucb andere
Verbaltnisse vor, z. B. nur 3 oder 2 Gabeladem
etc. Im Hinterflugel ist die Cubitusgabel sehr
kurz. Hinterecken des IX. Tergits (Fig. 40) mit
kurzem Dorn; X. Stemit (Fig. 40, 41) tief ge-
spalten, wie die Genitalfiisse gelbbraun gefarbt,
nur das letzte Glied boiler; die beiden Flatten des
X. Stemits noob breiter als bei Chirot. mancus
Etn., die Innenecke (in Lateralansieht die ven-
trale) sehr weit vorspringend, in Ventralansicht
(Fig. 40) ist diese Ecke domartig, naeb anssen
74
Treubia Vol. VI, 1.
gekriimmt; der Vorsprung am Gruride der Ausbuchtung ist kaum merkbar,
nur wenig stumpf dreieckig
vorspringend ; Genitalfiisse
(Fig. 40, 41) ahnlich wie bei
Chirot. formosanus, etwa IV2
mal so lang wie das X. Stemit,
die Endglieder etwas langer als
dort; Penis (Fig. 40) mit am
Apex stumpfspitzigen Loben,
die etwa bis zur Mitte der
Flatten des X. Stemits vor-
ragen.
cf (in Spiritus) : Ahnlich,
die Farbung dcs Hinterleibes
Augen bleischwarz, Adern der Flugel mehr
Fig. 41. Ohirotonetes grandis Ulm. (Museum
Berlin, Java), Genitalanhange des 3", lateral
etwas leuehtender
umbrabraun.
nach rot hi 11,
9 (trocken) : Dem <3* sehr ahnlich; Kopf oben gelb, die Mittellinie und
eine damit verbundcne Querbinde am Hinterrande des Kopfes breit braun-
schwarz; Augen innen sehr schmal, Ozollen breit braunschwarz gesaumt.
Tarsal glied 1 des Vorderbeines an der Basis gelblich; die 3 letzten Tarsal-
glieder der hinteren Beinc und die Krallen
gebraunt; Ilintertarsus in dor Gestalt wie
beim ; Form der Beine siehe Figur 42.
Subimago (trocken und in Spiritus) :
Fliigol grau, Vorderfliigel nach dem Apex
und dem Costalrande hin mehr graubraun,
getrubt, Hinterfliigel am Hinterrande
graubraun gesaumt; Adern kraftig, dun-
kelgraubraun (russbraunlich), die Quer-
adern dunkel umsaumt.
Korperlange: 17 — 18 mm; Lange des
Vorderfliigels: 15 — 17 mm(cf), 19 mm (9);
Flugelspannung : etwa 31 — 35 mm (cf)y
40 mm ( Q ) ; Schwanzborsten : 40 — 45 nun
(cf), etwa 40 mm (9 )•
Material: In meiner Sammlung 3 cf
(in Spiritus) Nong Kodjadjar, Januar
191 1, Java, Fi. Jacobson leg. — Im Museum
Berlin 4 , Ostjava, Tenggcr-Gebirge,
4000 Fuss, Fruhstorfer, — Im Museum
Fig. 42. Chirotonetes grandis Ulm.
(Museum Wien, Java), Beine des 9 ;
A. Vorderbein ; B. Krallenglied des
Vorderbeines; C. Hinterbein;
D. Krallenglied des Hinterbeines;
B und D starker vergrbssert.
Ulmer : Ephemeropteren.
75
Wien 1 , Ostjava, Tengger-Gebirge, 1890, Frttostoffer ; ferner 1 O , Java,
1891, Fruhstoreer ; ferner 1 Subimago, Ost-lndien, Felder leg. 1892. — In
Coll. Jacobson 4 Subim., Sumatra, Muara Sako (Indrapura), X. 1915,
No. 1309, resp. Serapai (Korintji), VII. 1915, No. 128‘5, Jacobson leg. (in
Spiritus).
Heimat: Java, Sumatra und „Ostindienv\
N.B. An den Subimagines in Spiritus (Coll. E. Jacobson) sieht man
deutlieh coxale Kiemenbikchel ; an trockenem Material und an den Imagines
erkennt man nur nocli Spuren davon ; Needham hat fiir Chirot. albomanicatus
Needii. ausser den coxalen auch nocli maxillare Kiemenbiischel bei Imago und
Subimago festgestellt.
Familie Ecdyonuridae.
22. Atopopus tarsalis Etn.
Atopopus tarsalis Eaton, Ent. Month. Mag. XVIII, 1881, p. 22; Eaton,
Rev. Monogr. 1885, p. 232, t. 22, f. 39.
cf (trocken) : Augen schwarz, aber am Rande und teilweise auch auf
dor Flache zimtbraun ; Stirnc pechschwarz; am Gesichtc innen neben den
Augen ein hellbraunlicher Wulst, dor bogenformig bis unter die liinteren Ozel-
len hinzicht und in weitem Bogen die Fuhlerbasis* umgibt; von diesem Wulste
lauft iiber die FiihlerbasLs hiniiber bis zum Kopfkiel jederseits eine pech-
schwarze breite Binde; die obere Xante des Kieles und die vordere Partie
des Gesichtes ist heller, graubraun. Pronotum (von Kopf und Augen fast
ganz verdeekt) am Seitenrande graulichgelb oder hellgelb; Mesonotum und
Metanotum dunkelkastanienbraun bis pechschwarz, der Apex beider Segmente
hellgelb; Seiten und Unterflache der Brust pechschwarz, aber die hautigen
Stellen gelblich. Hinterleib oben pechbraun bis pechschwarzlich, die Tlmter-
riinder dunkler, die Unterflache des Hinterleibes pechbraun; alle Tergite ail
der Seitenlinie, und das X. Tcrgit vollig, hellgelb; die Tergite IT bis VI sind
auf dem Riieken heller durchscheinend als die Seiten, mehr graubraun, und
auch die Sternite II bis VI sind etwas heller durchscheinend; die letzten
Segmente scheinen nicht durch. Schwanzborsten pechschwarz. Vorderbein
pechschwarz, Sclienkel von der Basis bis etwa zur Mitte pechbraun auch der
Tarsus mehr pechbraun, die Tarsalgelenke unten weisslich; in auffallendem
Lichte sind die hinteren Schenkel pechbraun, von der Basis bis fast zur Mitte
aber braunlichgelb, die Schienen gelblich, die Tarsen braunlieh; in durchfal-
lendem Idchte s'ind die hinteren Schenkel braunlieh. von der Basis bis etwa
zur Mitte gelblich, die Schienc bcrnsteingelb, die Tarsen gelblich braun oder
grau angeraucht, besonders die 3 letzten Tarsalglieder ; die Basis des ersten
Tarsalgliedes, die Tarsalgelenke und die Krallen sind dunkelbraun. Das
76
Treubia Vol. VI, 1.
Vorderbein (vgl. Fig. 39 bei Eaton) ist etwa so lang wie (ler Korper, sebr
schlank; Tarsus fast iy> mal so lang wie die Schiene, diese fast 1 M> mal so
lang wie der Schenkel; Tarsalglied I ist fast V2 so hmg wie die Schiene;
Hintertarsus (vgl. Fig 39 bei Eaton) 2 mal so lang wie die Schiene, diese
etwa V12 so lang wie der Schenkel; Tarsalglied I ist mehr als la/0 mal so
lang wie die Schiene und etwa 34/9 mal so lang wie Glied II ; am Mittelbeine ist
Glied I verhaltnismassig noch langer. Fliigel durchsichtig, farblos, aber mit
pechbrauner oder dunkelrussbrauner Zeichnung: Auf dem Vorderfliigel fiillt
die dunkle Farbung den Costalraum und Subcostalraum jenseit der Mitte,
etwa von der Bulla bis zum Apex, ferner (etwas schwaeher peclibraunlich)
einen Teil des Costal raumes vor der Mitte und (wieder kraftiger pechbraun)
die basale ITalfte des Subcost alraumes, mit Ausnahmc der Basis selbst ; ferner
ist eine schmale Randbinde am llinterrande, etwa von der Hinterecke bis zum
unteren Aste des Cubitus oder bis zur Media, dunkel ; im Ilinterfliigel ist der
Costalrand von seiner Mitte an, der Apex und der Hinterrand ebenfalls dun¬
kel umsaumt. Im Vorderfliigel sind alle Adern, auch die Basis der Costa,
pechschwarz, im Ilinterfliigel ist die Costa von der Basis an bis etwa zur
Mitte (bis zum Beginn der dunklen Randbinde) fast farblos, im iibrigen ist
auch hier die Aderung iiberall pechschwarz. Der Costalraum des Vorder-
fliigels enthalt vor der Bulla 6 bis 8 regelmassige Queradern, hinter ihr etwa 23
bis 26 Queradern, von denen einige wenige gegabelt sind oder schief liegen.
Der Ilinterfliigel hat verhaltnismassig wenige Queradern auf der Fliiche;
zwischen Cubitus und Analader I findet sich nur eine lange Ader (Cu2). Die
Genitalfiisse sind pechbraun wie der Penis; Glied I ist etwas angeseliwollen,
Glied II (nach Eaton ’s Figur) fast 3 mal so lang wie Glied III und IV zu-
sammen; die Penisloben sind sehr kraftig.
9 unbekannt.
Korperlange: 9 — 10 mm; Lange des Vorderfliigels : 9 — 11 mm; Fliigel-
spannung also etwa 19 — 23 mm; Schwanzborsten : 20 mm.
Material : 1 , Banguey, Nord-Bomeo. Staudinger, im Museum Berlin.
Heimat: Borneo und Labuan (brit. Tnsel der Borneo-Gruppe).
23. Atopopus tibialis Ulm.
Atopopus tibialis Ulmer, Arch. f. Nat. 85. A. 11 (1919). 1920, p. 66.
f. 46—47.
Diese Art unterschcidet sich von A. tar satis Etn. hauptsachlich durch
folgendes: Hinterleib auf den inittleren Tergiten mit grossem gelblichem
Flecke; Vorderbein kiirzer, nur etwa % so lang wie der Korper, Tarsalglied I
ist mehr als y2 so lang wie die Schiene; Hintertarsus kaum 1% so lang wie
die Schiene; Tarsalglied 1 nur % so lang wie die Schiene und nur 3 mal so
lang wie Glied II; im Vorderfliigel ist die Basis der Costa hell, graubraunlich
Ulmer : Ephemeropteren .
77
oder gelbbraunlich, von vorn und unten betrachtet sogar rein gelb ; der Hin-
terfliigel hat zahlreichere Queradern auf der Fliiche.
Ausser deni in Arcli. f. Nat. genannten Ma¬
terial habe ich jetzt noch 3 in mciner Saiiim-
lung, n.z. Catbalogan, Samar, 22. IV. 1915, rcsp.
Panaon, 9. XII. 1915, resp. Limay, Luzon, 21. III.
1914, alle von Boettger gesaimnelt.
Heimat : Philippinen.
N.B. Ich verweise beziiglich dieser Art auf
ineine Beschreibung in Arch. f. Nat., 1. c., und die
dort gegebenen Piguren. Nur eine neue Abbild-
dung der Genitalanhange (Pig. 43) fiige ich hier
hinzu.
24. Thalerosphyrus determinatus Walk.
Baeiis determinata Walker, Catal. Neuropt.
Ins. Brit. Mus. HI. 1853. p. 567.
Heptagenia determinata Eaton, Trans. Ent.
Soc. London 1871. p. 157.
Thalerosphyrus determinatus Eaton, Revis.
Monogr. 1885. p. 223, t. 22, f. 40; Ulmer, Not.
Leyden Mus. XXXV. 1913. p. 118, f. 15, 16, 17;
Ulmer, Stett. Ztg. 81. 1920, p. 141.
Ulm. (Museum Brussel,
Panaon), Genitalanhange
des ventral.
kTJ
Fig. 44. Thalerosphyrus de¬
terminatus Walk., Abdomen
des ; A. dorsal (Coll.
Ulmer, Java); B. lateral
(Museum Buitenzorg, Java).
gedunkelt. Hinterleib (Fig.
(trocken) : Augen sehwarz, um den Rand
herum bleiiarben. Kopf zwischen den Ozellen
und Vorderkopf dunkelbraun (unrein zimt-
braun), hier und da schwarzlich, der Vorderrand
sehwarz gesaumt. Pronotum (von Kopf und
Augen fast ganz verdeckt) gelb, auf den Seiten-
randem und am llinterrande stark mit sehwarz
gemischt; Mesonotum braunlich- oder gi’aulich-
gelb, aber diese helle Grundfarbe nur in einem
mittleren, zwischen den dunklcn Buckeln vereng-
ten, Langsstreif vorhanden, im librigen ist das
Mesonotum russbraun bis pechschwarz; Mctano-
tum graulichgelb, mit einem sehr grossen russ-
braunen Flecke jederseits und auch an der Basis
dunkelbraun ; Seiten der Brust braungelb, Unter-
flachc gelb, Mes'osternit in der oralen Ilalfte an-
44) gelb oder hell graulichgelb, mit braunschwar-
78
Treubta Vol. VI, 1.
zen bis pechschwarzen Figuren: Alle Tergite mit dunklcm Ilinterrandsanni
und mit breiter, nach den Vorderccken hinzichender, etwas schiefer Seiten-
binde, nur das X. Tergit an den Seiten hell bleibend ; ferner Tergit I mit
einem grossen, etwas schief liegenden rechteckigen Flocke jederseits; Tergit
II mit kleincm, den Hinterrand nicht erreichenden, abgestutzt drcieckigen
Fleck in der Mittellinie; Tergit III mit grossem, den Hinterrand erreichenden,
abgestutzt dreieckigen oder etwa sanduhrfdrmigem Mittel fleck und mit klei-
ncrem etwa viereckigen Seitenfleck, welcher dem Vordcrrand naher liegt als
dem Hinterrande; Tergit IV ahnlich gezeiclinet wie Tergit HI, die Mittel-
makel kann grosser (an der Basis breiter), aber auch kleiner (den Hinterrand
nicht erreichend) sein; die Seitenflecken nehmen die Form von Langsstreifen
an, die nach dem Hinterrande bin medianwarts gebogen sind und dort mit
dem dunklen Saumc verschmelzen kbnnen ; Tergit V mit ciner den Hinterrand
nicht erreichenden kleinen, etwa dreieckigen Figur, die auch aus zwei ncben-
cinander liegenden Dreiecken zusammengesetzt sein kann; Tergit VI mit
ahnlicher Zeichnung wie Tergit IV, docli kann die Mittelfigur durch hellere
Farbung auf der Mittellinie in zwei nebeneinander liegende lange Dreiecke
geteilt sein ; Tergit VII mit langem dreieckigen bis breiter zungenformigem
Mittelfleck, der den Hinterrand nicht erreicht, und mit kleiner Seitcnmakel,
die manchmal nur punktformig und mit dem Seitenrandstreif verschmoLzen,
manchmal grosser ist und dann analwarts sich dem Mittelfleck nahert ; Tergit
VIII mit sehr kleincm Mittelfleck (der auch ganz felilen kann) am Vorder-
rande und mit ahnlicher Seitenfigur wie Tergit VII; Tergit IX hiiufig ganz
angedunkelt, oder es bleibt ein schmaler Mittelstreif oder ein etwas breiterer
Mittelfleck hell ; Tergit X un ganzen heller, an der Basis gedunkelt, manchmal
dort mit 3 neben einander liegenden nur dunkelbrauncn abgekiirzten, etwa
dreieckigen oder abgestutzt en Flecken. Die Unterflache des Hinterleibes ist
einfarbig gelblich, dock sind die letzten 2 oder 3 Sternite dunkel (schwarz-
braun) ubertuscht. Die Schwanzborsten sind im basalen Teile (etwa Vf, der
Lange) gelbbraun, schmal dunkler geringelt, im iibrigen pechbraun oder
dunkelrussbraun, ungeringelt. Beine bernstein gelblich ; am Vorderbeine der
Schenkel an der Basis, in der Mitte und am Apex dunkelbraun gebandert,
die Schiene an der Basis und am Apex dunkelbraun, und die Tarsen ebenfalls
dunkelbraun ; an den hintcren Beinen ahnlich wie am Vorderbeine, doch
ist das dunkle Band an der Basis des Schenkels weniger deutlicli und
von den Tarsen sind nur die 2 letzten Glieder und die Gelenke der
iibrigen dunkel. Am Vorderbeine (Fig. 45 A) ist Tarsalglied I min-
destens so lang wie IV, etwa % s*o lang wie die Schiene; die vier
ersten Tarsalglieder sind an Lange wenig versehieden, nur Glied Vr
ist viel kiirzer, etwa so king wie IV. Am Ilinterbeine ist der
Tarsus mindestens so lang wie die Schiene, Tarsalglied I ist etwa
iy2 mal so lang wie 11 und nicht ganz y3 so lang wie die Schiene
(Fig. 45 D) durchsichtig, fast farblos, mit ganz schwach graubraunlichem
Ulmer: Ephemer opt even.
79
Tone; Adern iiber weissem Untergrunde pechbraun, bei schief auftreffendem
(reflektierten) Lichte peehschwarz, in
durchfallendem Lichte gelbbraun ; die
Costa an der Basis noch heller, gelb-
braunlich, nahe der grossen Querader
und am Apex gelblich (in beiden
Fliigeln) ; im Yorderfliigel ist der ganze
Costal- und Subcostal raum kraftig braun
gefarbt. Die Genitalfusse (Fig. 46)
sind nissbraun, ihre Basis aber und das
Seitenstiick des X. Sternits gelblich;
Penis1 gelbbraun; Glied I der Genital-
fiisse ist kaum dicker als Glied II ;
Glied III und IV sind zusammen kaum
halb so lang wie Glied II; Glied IV ist
manchmal stark gekrummt oder etwas
aufgerollt und erseheint dann sehr kurz ;
der Penis’ bildet cine breite, am Apex
in kurze seitliche Fliigel etwas ver-
breiterte Platte (Fig. 46), die nieht
tief gespalten ist; nach Eaton’s Figur
(1. c. t. 22. f. 40) ist jeder Loibus am
Apex in eine aussere kurze Spitze ver-
langert, in meinem Material tritt eine
solche Spitze kaum hervor.
Fig. 45. Thaler osphyrus determinatus
Walk. (Coll. Ulmer, Java), Beine des
A. Vorderbein; B. Mittelbeiu;
C. Hinterbein; D. Hintertarsus,
starker vergrossert.
Fig. 46. Tbalerosphyrus de¬
terminatus Walk. (Coll.
Ulmer, Java), Genitalanluingo
des ventral.
cf (in Spiritus) : Wie vorher; Grundfarbe
der Beine mehr grau oder braungelblich ; Fliigel
starker gelbbraunlich getont ; Adern peehschwarz;
die Costa in ihrer basalen Ilalfte braunlichgelb,
an der Basis bis zur grossen Querader hcllgelb.
Letztes Glied der Genitalfiisse nur etwas kiirzer
als Glied III; Penisloben am Apex abgerundet
(Fig. 46).
9 (trocken) : Dem r recht ahnlich ; die
Oberflache des Ilinterleibes mehr rotlich, die
Fleckenzeichnung etwas undcutlicher, besonders
in bezug auf die Seitenfiguren, aber sonst vbllig
gleich, die letzten Segmente auf der Unterflache
nieht immcr angedunkelt ; Costal- und Subcos-
talraum des Vorderfliigels cntweder genau so
dunkel wie beim cT (pechbraun) oder aber heller,
80
Tretjbia Vol. VI, 1.
von hell umbrafarben bis zu fast verschwindendem gelbbraunlich. Beine im
ganzcn etwas dunkler, aber mit gleicher Biinderung dcr Schcnkel wie beim .
Am Hinterbeinc .ist der Tarsus etwa % so lang wie die Schiene, diese etwa %
so lang wie der Schcnkel ; das erste Tarsalglied ist etwa M> bis M> so lang wie
die Schiene, die Tarsalglieder nehmen
in der Reihenfolge I, II, III (etwa
gleich) V an Lange ab (Fig. 47 B).
Das X. Sternit ist stark vorgezogen
und bildet eine halbelliptische lang-
liche Platte, deren Rander oft auf-
gebogen sind.
Subimago (9 > trocken) : Die
dunkle Fleekenzeichnung des Hinter-
leibcs ist deutlich erkennbar; die
Flugel sind braunlichgrau getont,
Costal- und Subcostalraum noch et¬
was dunkler als die Flachc, die Adem
pechschwarz ; im iibrigen wie das 9 ,
nur mit matteren Farbcn.
Korperlange: 9 — 11 mm (cf),
7 — 10 mm ( 9 , eingeschrumpft !) ;
Lange des Vorderfliigcls : 10 — 12 mm
(cf ), 9 — 11 mm ( 9 ) ; Fiiigelspannung
Fig. 47. Hinterbeine des £; A. Th.torridus a^so °*wa mm(cf), 19 23 mm
Walk. (Museum Brussel); B. Th. de - (9) ; Schwanzborsten : etwa 40 mm
terminatus Walk. (Museum Berlin, (cf), 27 mm (9)*
West-Sumatra).
Material: 1 (in Spiritus), Gunung Ungaran, Java, Okt. 1909, Edw.
Jacobson leg., in meiner Sammlung. — 2 o (trocken), Palabuan, Java,
Staudingeb im Museum Berlin; doi*t auch 4 Q und 1 Subim. 9 (trocken),
West Sumatra, 8. I. 1909, Liman Manis bei Padang, Schoede leg. — Im
Museum Buitenzorg 1 Q , Wai Lima, Lampongs, S.-Sumatra, No. 151, Karny
et Siebers leg., 21. XI. 1921, Lichtfang im Urwald, (in Spiritus) ; 1 (in
Spiritus), Tjitjuruk-Salak, Java, 800 m, 23. I. 1921, leg. Karny.
Heimat: Java, Sumatra.
N.B. Walker und Eaton erwahnen in ihrer (sehr kurzen) Beschreibung
nichts von der dunklen Farbung des* Costal- und Sul)costalraumes, doch zeichnet
Eaton sic in Fig. 40, 1. c. ; vielleicht hat die Walker ’sche Type (nach Eaton,
Trans. Ent. Soc. London. 1871, p. 157, nur als Fragment vorhanden), die ein
cf ist, diesen dunklen Costalstreif nicht, aucli beim 9 kann er ja fast ver-
schwinden (s.o.). t)ie Genitalfusse und der Penis haben in dem mir vor-
Ulmer: Ephcmer opt even.
81
liegenden Materiale etwas andcre Gestalt als Eaton angibt. — Das friiher
(1. e. p. 119) von mir hierhcrgerechnete Q (in Spiritus) aus Java gehort
nicht zu Th. determinatas Walk., da die Farbung etwas anders (wcnn auch
die Fleckenzeichnung des Hinterleibes ahnlich) ist und das X. Sternit viel
kiirzer ist; cs ist augenscheinlioh ein Epeorus sp.
25. Thalerosphyrus torridus Walk.
Ba'etis lorrida Walker, Cat. Neuropt. Ins. Brit. Mus. III. 1853. p. 571.
Ueptagenia torrida Eaton, Trans. Ent. Soc. London. 1871, p. 157.
Thalerosphyrus torridus Eaton, Rev. Monogr. 1885. p. 233; Ulmer, Stett.
Ztg. 81. 1920, p. 141; Navas, Bolet. Soc. Ent. Espafia. 1922. p. 61. (Th.
horridus Walk.).
C f (in Spiritus) : Augen bleischwarz; Kopf zwischen den Augen und den
Ozellen und der Vorderkopf unrein gelbbraun (zimtbraun), hier und da
schwarzlich, Vorderrand und Hinterrand schwarz gesaumt, auch die Ozellen
schwarz umrandet. Pronotum unrein zimtbraun, stark mit schwarzbraun
gemischt, besonders vorn in der Mittelzone und am Hintcrrande dunkel; Me-
sonotum dunkelrussbraun bis pechschwarz, nur in einer oral-anal
verlaufenden Mittelzone schwach heller, russbraunlich, und vor
dem Apex in der Mittelzone gelblichweiss; Metanotum russbraun,
vor dem Apex in der Mittelzone ebenfalls gelblichweiss; Seiten der
Brust an den weieheren Partien hell, sonst russbraun ; Unter-
fliiche der Brust liellbraun. Hinterleib (Fig. 48) liellgraulich-
gelb, auf der Oberfliiche des I. und der letzten 3 oder 4 Seg-
mente etwas dunkler, mehr gelbbraunlich, wahrend die mitt-
leren Tergitc durchsclieinend sind; die Tcrgite mit folgenden
braunschwarzen Figuren: Alle Tergite, mit Ausnahme des X.,
mit breiten Hinterrandsaumen und (ausgenommen die 2 oder 3
letzten Tergite) mit noch breiteren, etwa nach der Vorderecke
hinziehenden scliief liegenden Seitenbandern ; diese Seitenbiinder
sind auf Tcrgit II bis VI am Vorderrande manchmal hakenformig
nach innen erweitert (Fig. 48) ; ferner findet sich auf Tergit I
und II in der Mittellinie je ein abgekiirzter Langsstreif, der
den Hinterrand lange nicht erreicht, auf Tergit III ein langerer
und etwas breiterer Langsstreif vom Vorderrande bis zum Hin-
terrande, auf Tergit IV bis VII je ein kleiner Mittelfleck am
\ orderrande, der nach hinten dreieckig zugespitzt ist und an Fig. 48. TJiale •
Grosse und Starke der Auspragung vom IV. bis VII. Tergit, rosphyrus
wo er fast verschwindet, abnimmt; Tergit X hat nur zwei dunkle (Coli# TaCob
Schattenstreifen auf dem Riicken, ganz undeutlich. Unterflache SOn, Sumatra),
des Hinterleibes hellgraulichgelb, die Hinterrander der Segmente Abdomen
nicht dunkler, nur die 2 oder 3 letzten Sternit c schwach dunkler des cf, dorsal.
6
82
Treubia Vol. VI, 1.
iibertuscht. Die Schwanzborsten sind im basalen Teile (etwa *4 ihrer Lange)
umbrabraun und werden von dort an allmahlich dunkler, russbraun, unge-
ringelt. Am Vorderbeine ist der Schcnkel russbraun (dimkel umbrabraun),
seine Basis, seine Mitte und der Apex noeh dunkler gebiindert, aber ohne
scharfe Begrenzung, Knie und Apex der Schiene
pechschwarz, Schiene und Tarsus umbrabraun,
die Tarsalglieder am Apex aussen schmal
dunkler; hintere Bcine umbrabraunlich (matt
dunkel bernsteinfarben), die Schenkel iihnlich
gebiindert wie der Vordersclienkel, Knie and
folgende Gel cuke alle dunkler. Am Vorder-
bein (Fig. 49 A) ist Tarsalglied I deutlich
kiirzer als IV, nur kaum *4 so lang wie die
Schiene ; das Tarsalglied 1 ist von den folgenden
beiden deutlich an Lange verschieden, nur etwa
C % so lang wie Glied II. Am Hinterbeinc
(Fig. 49 B) ist der Tarsus % bis hochstens %
so lang wie die Schiene. Tarsalglied I ist nur
wenig langer als II und hochstens V& so lang
wie die Schiene. Fliigel genau so wie bei Th.
determinalus Walk., also mit ganz schwach
graubraunlichem Tone, im Costalraume und
Fig. 49. Thalerosphyrus torridus Subcostalraume dcs
Walk. (Coll. Jacobson, Sumatra), ^ orderfliigels' mit
Beine des cf ; A. Vorderbein ; kraft.ig brauncr
B.Hinterbein; C. Hintertarsus, Tonung (umbrafar-
starker vergrOssert. ben an der Basis>
fast russbraun nach dem Apex hin werdend), und
mit pechbraunen Adern; die Costa an der Basis,
die grosse Querader und die Queradern des Vor-
derfliigels in der apikalen Partie des Costal- und
Subcostalraumes heller, mehr gelblich. Genital-
fiisse (Fig. 50) russbraun, die Gelenke dunkler,
das Basalglied und die Seitenstiicke des X. Ster-
nits heller; Glied Ill der Genitalfusse ist noch
kiirzer als bei T. determinatus Walk., so dass die
beiden Endglieder zusammen nur % so lang sind
wie Glied II ; die Penisloben (Fig. 50) sind ziemlich
weit von einander getrennt, ihr Apikalrand ist
schwach konkav und der seitlich vorspringende
Apex gerundet, konvex. Das X. Sternit (Fig. 50) ist etwas kiirzer als
genannter Art. .
Fig. 50. Thalerosphyrus tor-
ridus Walk. (Coll. Jacob¬
son, Sumatra), Genitalan-
h&nge des cT, ventral.
Ulmer : Ephemeropteren.
83
Q (trocken) : Kopf und Brust oben dunkel rotlich pechfarben, die Seiten
und die Unterflache der Brust hell braunlichgelb. Tlintcrleib einfarbig rotlich
pechfarben, mir die Hinterrander der Segmente schwarzlich, sonst ohne dunkle
Zeichnung. ( Schwa nzborsten fohlcnd an meinem Material.) Vorderbeine
sehr dunkel rotlich pechfarben, dunkler noch als die Oberflache der Brust,
hintere Beine an Schenkel und Schicne durchscheinend hell siennabraun.
Tarsus pechbraun; alle Schenkel am Apex dunkler, pechschwarz am Vorder-
schenkel, pechbraun oder rotlichpechfarben an den hintcren Schenkeln; Tarsus
des Vorderbeines nur etwa % so lang wie die Schiene, Tarsus des Hinterbeines
(Fig. 47 A) nur etwa % so lang wie die Schiene, diese etwa % so lang wie
der Schenkel. Fliigel wie bei Th. determinatus Walk., mit sehr schwachem
graubraunlichen Tone, Costal- und Subcostalraum kraftig braun gefarbt; die
Adem uber weissem Untergrunde und in durchfallendem Lichte umbrabraun
odor pechbraun, Costa, Subcosta und Radius dunkler liber weissem Untergrund,
niehr russbraun. Das X. Sternit ist deni von Th. determinatus Walk, wahr-
scheinlich gleich, wenn es auch in dem vorliegenden 9 mehr abgestumpft
erscheint; ich glaube, dass diese Verschiedenhcit in der Form nur auf Trock-
nung und Einrollung der Hander beruht.
Korperlange: 11 — 12 mm (cf), 9 mm (9); Bangc des Vorderflugcls:
12 mm (cf), 9y2 — 10 mm (9); Fliigelspannung also etwa 25 mm (cf),
20 — 21 mm (9); Schwanzborsten : 29 mm (cf).
Material: 1 Q, No. 101. Majaijay, Luzon, 4. IV. 1860, Coll. Selys,
Museum Brussel. — In Coll. Jacobson 1 (in Spiritus), Gunung Dempu,
1400 m, Sumatra, VIII. 1916, Jacobson leg.; ferner 1 cf (ohne Beine) (in
Spiritus), Muara Sako (Indrapura), Sumatra, X. 1915, No. 1310, Jacobson leg.
Heimat: Philippinen und Sumatra.
26. Ecdyonurus lobatus n.sp.
cf (trocken und von trockenem Material in Spiritus iibertragen) : Augen
schwarz, an den Kanten und manchmal auch hier und da auf der Flache
dunkelbraun ; Kopf vor den Augen schwarzbraun, zu bciden Seiten des Kopf-
kicls mit verwischter hellerer, mehr gelbbrauner Tonung; Ozellen schwarz
umsaumt, Fuhler an der Basis dunkelumbra, die Geissel hell braunlichgrau.
Pronotum gelbbraun bis rostbraun, die Rander und einige nicht scharf be-
grenzte Streifen auf der Scheibe schwarzlich; Mesonotum, Metanotum und
Oberflache des Hinterleibes rostbraun, der Apex der beiden Brust segmente
dunkler braun, der Ilinterleib an den hinteren Segment randern schmal
schwarzlich oder russfarben gesaumt ; in durchfallendem Lichte erscheinen
84
Treubia Vol. VI, 1.
die Termite 1 bis VI etwas heller, mehr hell weinrot, schwach gcwolkt, die
letzten Tergite sind im ganzen dunkler, nielit durchscheinend, mehr kastanien-
braun in durchfallendem Lichte, dock verschwindet in Spiritus dicse kasla-
nienbraune Farbung und die Tergitc VII bis X sind dann elier etwas heller
als die vorhergehenden ; Unterflache des Ilinterleibes ahnlich wie die Ober-
flache gefarbt, aber heller, mehr orangcfarbig, die apikalen Segmentrander
schwaeh gedunkelt. Schwanzborsten an der Basis* gelblich, graubraun ge-
ringelt (aber nicht auffallig), weiter apikal dunkler, graubraun, werdend und
ungeringelt. Am Vordcrbein sind Schenkel und Schiene kastanienbraun bis
russbraun, die Schiene im ganzen dunkler (dunkel russbraun) in auffallendem
Lichte, der Schenkel an der Basis heller, beide Glieder in durchfallendem
Lichte rostbraun erscheinend, doch bleibt auch dann die Schiene stets dunkler
als der Schenkel; Knie und Apex der Schiene braunschwarz ; Tarsus heller
als Schenkel und Schiene, mehr gelbbraun, der Apex der Tarsalglieder nur
schwaeh dunkel; hintere Beine heller als Vorderbeine, etwa von der Farbung
der Hintcrleibstergito, rostbraun, in durchfallendem Lichte mehr gelbbraun,
die Schenkel etwa in der Mitte dunkler gewolkt (undeutlich), die Tarsalge-
lenke dunkel. Am Vorderbeine ist Tarsalglied I etwa % so lang wie Glied
II, dieses am langsten, Glied III etwas* kiirzer als II, Glied IV fast so lang
wie Glied I, Glied V etwa % so lang wie I; am Hintcrbeine nehmen die 4
ersten Tarsalglieder an Lange allmahlich ab. Fliigel farblos, durchsichtig,
oft sind Costal- und Subcostalraum des Vorderflugels (ersterer besonders
nach dem Apex hin) sehr schwach graubraunlich getont; die Adern sind sehr
hell gelbbraunlich ; dunkler, mehr rostbraun, sind im Vorderflugel nur Costa
und Radius an der Basis und die drei ersten Langsadern in der Pterostigma-
Region, wo aueh die Queradern deutlicher und dunkler (rostbraun) sind;
ferner ist die grosse Querader an der Subcosta russbraun ; in durchfallendem
Lichte werden alle Adern, mit Ausnahme der
genannten, die iiberhaupt etwas starker sind als
die anderen, weisslich oder doch sehr hell gelb-
liehweiss; die anale Region des Hinterflxigels
hat wenige Queradern; im Costalraume des Vor¬
derflugels finden sich vor der Bulla entweder
gar keinc Queradern oder doch nur 3 bis* 4 sehr
zartc, alle niiher der Bulla; hinter der Bulla
liegen etwa 12 bis 15 Queradern, von denen die
ersten ebcnfalls noch recht zart sind, wahrend
die Queradern des Pterostigma deutlich hervor-
treten; sic sind gerade oder schwach gebogen,
stets einfach. Die Genitalfiisse (Fig. 51, 52)
sind russbraun, die zwe\ Endglieder zusammen
etwa 1/2 wie das zweite Glied, das Basal-
glied kurz; der Penis (Fig. 51) bildet eine
Fig. 51. Ecdyonuras lobatus Ui.m.
(Coll. Ulmkr, Type), Genital*
anhange des cT , ventral.
Ulmer : Ephemer opt even.
85
Platte, welche apikalwarts verschmalert ist und deren Apikalrand tief ein-
geschnitten ist, so dass
zwei kurze Loben ent-
stehen, die am Apex
abgerundet sind und
schwaeh divergieren ; in
Lateralansicht (Fig. 52)
ist der Penis etwas
nach oben gekriimmt.
Das X. Sternit (Fig.
51) ist in 3 Abschnitte,
einen medianen und
zwei laterale gespalten;
der mediane Abschnitt bildet cine stumpfdreieckige kurze Platte, viel kiirzer
als der Penis; die lateralen Abschnitte sehen aus wic Grundglieder der Ge-
nitalfiisse, sind ebenfalls plattenformig. etwa vierseitig, besitzen aber an der
apikalen Innen-Ecke einen kurzen fingerformigen Vorsprung und sind viel
langer als der mediane Abschnitt.
Q (trocken und in Spiritus iibertragen) : Deni <3 sehr ahnlich ; Kopf
vor deni Hinterrande mit schwarzem langlichen Querfleck, der in der Mitte
breiter ist als nach den Seiten hin; die schwarzlichen Partien auf dem Pro-
notum, besonders der breitere Hinterrandsaum, weiter ausgedehnt; die Vor-
derflugel an der Basis des Costalraumes und in der apikalen Region des Costal-
und Subcostalraumes etwas kraftiger getont, etwa umbrabraunlich ; allc Adern
starker hervortretend und auch in durchfallendem Lichte gelbbraun bleibend;
vor der Bulla im Costalraume etwa 4 bis 5 deutliche Adem, dann folgen etwa
2 bis 3 ebensolche und dahinter noch etwa 12 bis* 13 noch kraftigere, alle
einfach. Das X. Sternit bildet eine weit vorgeschobene stumpf dreicckige
Platte. Am Vorderbeine sind die Tarsalglieder I, II, III, V einander etwa
gleich, Glied I etwas kiirzer; Glied IV ist am kiirzesten.
Subimago ( Q , trocken) : Dem 9 ahnlich ; der Hinterleib oben tief-
dunkelrussbraun, in durchfallendem Lichte mehr dunkelrotbraun ; die
Schwanzborsten im ganzen dunkler umbrabraun; die Flugel graubraun getont.
mit dunkel olivenfarbiger Tonung in durchfallendem Lichte, Costal- und Sub-
costalraum noch dunkler graubraun, die Adem schwarzlich, in durchfallendem
Lichte schwarzlichgrau.
Korperlange: 8 — 9 mm (3), Sy2 — 9i/2 mm (9); Lange des Vorderflii-
gels: 9 mm (c), 9 — 11 mm (9); Fliigelspannung also etwa 19 mm (cT),
^tm (9); Schwanzborsten: etwa 27 mm oder mehr (cf).
Material : In meiner Sammlung 10 <3Q (trocken und in Spiritus), Dan-
Fig. 52. Eahjonurus lobatus Ulm. (Coll. Ulmer, Type),
Genitalanhange des <f , lateral.
86
Treubia Vol. VI, 1,
salan, Mindanao, 6. II. 15, 11. II. 15, 12. II. 15, 7. I. 15, Boettger leg. ;
ferner 1 Subim. 9 , Tonkulan, Mindanao, 19. VI. 15, Boettger leg.
Heimat : Philippines
27. Compsoneuria spectabilis Etn.
Compsoneuria spectabilis Eaton, En,t. Month. Mag. XVI11. 1881, p. 23;
Eaton, Rev. Monogr. 1885, p. 275, t. 23, £. 42, t. 24, f. 42; Klapalek, Mitt.
Naturli. Mus. Hamburg. XXII. 1915, p. 107.
cf (trocken und in Spiritus) : Augen violettschwarz, Kopf vorn russ-
braun ; Brust gelblichockerfarben, die Nota an verschiedenen Stellen pechbraun
oder russbraun; auf dem Pronotum (von Kopf und Augen fast vollig ver-
deckt) scheint die gauze hintere Partie russbraun oder pechschwarz zu sein;
auf dem Mesonotum ist eine breite Mittclzone russbraun, doch bleibt der Apex
gelb; iiber der Flugelwurzel auf dem Mesonotum noeh ein russbrauner Fleck;
ferner lauft an den Seiten des Pro- und Mesothorax eine schiefe, mehrfach
unterbrochene Binde, iiber die Hiiften, Schenkelringe und Aussenkante der
Schenkel hinweg sich fortsetzend ; iiber den
Hinterbeinen fehlt eine solche dunkle Zeich-
nung. Hinterleib (Fig. 53 A) gelblichocker¬
farben oder ockerwcisslich (strohfarben) mit
schwarzen Zeichnungen ; auf Tergit I bis VIII
ist der Hinterrand schmal schwarz gesaumt,
und dieser schwarze Saum setzt sich um die
llinterecken, schief an der Seitenlinie entlang,
4 !l3 nac'h vorn fort, das helle Stigma freilassend;
L 1 i ausserdem findet sich auf Tergit III bis VII
(auf Tergit V manchmal undeutlich oder feh-
lend) ein lanzettformiger, vom Hinterrand-
saum ausgehender, schwarzer Fleck in der Mit-
tellinie, der auch schon auf Tergit II ange-
deutet sein kann; Tergit VIII bis X sind ein-
^ x I i farbig ockergelb oder besitzen nur in der Mit-
-^r — f tellinie einen dunkleren, braunlichen Schat-
^ ten. i1) Unterflache des Hinterleibes einfar-
big ockerweisslich. Schwanzborsten weiss, an
der Basis etwas hellrotlich, bis fast zum Apex
deutlich schwarz geringelt; die Ringc sind ab-
wechselnd breit und schmal, die schmalen
Ringel verschwinden niiher dem Apex vollig
Pig. 53. Oompsoneuria spectabilis
Etn., Abdomen; A. c f dorsal
(Museum Hamburg, Java) ;
B. 9 lateral (Coll.
Ulmer, Java).
(1) Andeutuftgen von schiefen dunklen Seitenstreifen, wie unten beim 9
beschrieben, finden sich auch bci 1 d von Buitenzorg.
Ulmer: Ephemeroptcren.
87
und die breiten Ilingel vverden dort aueh schmaler. Yorderbeine (in Spiritus)
an der Hiifte oekergelb, diese aussen pechschwarz, der Schenkel sehr hell
russbraunlich, mit einer dunklen (purpurfarbenen) Mittelbinde und einem
ebensolchen kleinen Mecke am Apex; Sehiene und Tarsus hell strohgelb,
Apex der Sehiene dunkelbraun, alle Tarsalgelenke fein braun; Mittelbeine
•etwas dunkler als Hinterbeine ; Hiifte und Schenkelring des Mittelbeines wie
am Vorderbein gefarbt, Schenkel russbraunlich, bernsteinfarbig durehschei-
nend, Sehiene und Tarsus strohgelb, die Basis der Sehiene und der Apex
aller Tarsalglieder pechbraun; am Hinterbeine sind Hiifte und Schenkelring
oekergelb, der Schenkel ist bernsteingelblich, mit einem pechbraunen Band
in der Mitte und am Apex, Sehiene und Tarsus wie am Mittelbein; die mitt-
leren Schenkelbinden (an alien Beinen) enthalten auf dunklem Untergrunde
noch dunklere (bis
schwarze) feine Punkte,
die besonders in Spiritus-
Material deutlich werden.
Fliigel (Fig. 54, 55)
farblos, durchsichtig, die
Langsadern in durchfal-
lendem Lielite hell, nur
die Costa, Subcosta und
der Radius des Vorder-
fliigels sind am Apex
pechfarben; iiber weissem Untergrunde erscheinen die Langsadern hier und
da, besonders in der Nahe der Queradern, pech- oder russbraunlich ; die
grosse Querader ist schwarz, die ubrigen Queradern sind pechbraun und
auch schmal pcchbraunlich umsaumt, dadurch sehr auffallend; die Zahl der
Queradern ist individuell und sogar in den Fliigeln eines Bxemplares ver-
schieden ; die Queradern auf der Scheibe sind der Hauptsache nach in 4
Querreihen angeordnet; die erste Reihe von Queradern, am nachsten der Basis
liegend, beginnt an der Teilung des Sektor und reicht in den Analraum hinein;
die zweite Reihe von Queradern beginnt in der Nahe der Bulla, ist in der
Sektor-Rcgion stark gebrochen, hinter dem unteren Sektoraste bis in den
Analraum hinein wieder in die Richtung der ersten Querader dieser Reihe
gestellt ; die drittc Reihe von Queradern beginnt etwa am Anfang des
Pterostigma, ist in der Sektor-Region auch stark gebrochen und vom unte¬
ren Aste des Sektor an mehr nach aussen gestellt, bis zum Cubitus reichend ;
<lie vierte Reihe von Queradern, zwischen der dritten Reihe nach dem
Apex liegend, trifft den Flugelrand an der Media; die Langsadern, welche
von der letzten Querader jeder Reihe getroffen werden, besitzen noch
eine kurze, ebenfalls verdickte Gabelader, die zum Rande fiihrt ; ahnliche
Gabeladern zeigen sich meist in der Sektorgegend (1 bis 2, manchmal
0) ; zwischen den Analadern an der Basis liegen noch einige (2 bis 3) Quer-
Fig. 54. Oompsoneuria spedabilis Etn. (Coll. Ulmkk,
Java, dasselbe Exemplar wie in Fig. 53 B),
Yorderfliigel des 9*
88
Treubia Vol. VI, 1.
adern; zu den genann-
ten 4 Reihen von
Queradern treten oft-
mals noch mehrere
Queradern hinzu (s.
w. a. Q !). Ini Hin-
terfliigel (Fig. 55)
sind alle Adem hell.
Die Genitalfiisse (Fig.
56, 57) sind hellocker-
gelblich ; das Basal-
glied ist sehr kurz und
breit ; das zweite Glied
ist lang, dicht hinter
der Basis innen rund-
Fig. 55. Oompsoneuria spectabilis Etn., Fliigel;
A. Vorderfliigel und B. Hinterfliigel des 9 (Museum
Leyden, Buitenzorg); C. Hinterfliigel des
(Museum Hamburg, Java).
lioh erweitert; die 2 Endglieder sind zusammen
etwa % so lang wie das zweite Glied, das letzte
Glied ist deutlieh kiirzer als das vorletzte; der
Penis ist (ventral, Fig. 56) in zwei von einander
getrennte, aber dieht zusammenstehende Loben
gespalten, die etwa pilzformig sind; ihr Apex
(der „HutM des ^ikes^) ist lateralwarts
stumpfdreieckig vorgezogen und der Apikal-
rand zeigt einen deutlichen Einschnitt; in La-
teralansicht (Fig. 57) sieht man den stumpf-
dreieekigen Vorsprung fast schnabelartig vor-
Fig. 57. Oompsoneuria spectabilis Etn. (Coll. Jacobson,
Buitenzorg), Genitalanhange des cf, lateral;
A. Genitalfuss; B. Penis.
Fig. 56. Oompsoneuria specta.
bilis Etn. (Coll. Jacobson,
Buitenzorg), Genitalanhange
des cf, ventral.
gezogen und apikalwarts
davon einen durch den
genannten Einschnitt ab-
getrennten Zahn. — (Spi-
ritus-Material !) ; das
letzte Sternit ist gross, in
der Mitte des Hinterrandes
schwaeh zapfenartig vor¬
gezogen; die Seitenstucke
Ulmer : Ephemeropteren.
St)
erscheinen fast als lange Basalglioder der Genitalfiisse, ohnc aber vorzu-
springen.
9 (trockcn und in Spiritus) : Dem sehr ahnlich, aber die allgemeine
Korperfarbe ist mehr braunockerfarben als ockergelb; im Hinterfliigel sind
(nach Eaton, 1. c. p. 276) mehr Qucradcm vorhanden als beim , doch seheint
mir, dass auch beim 9 die Nervatur beider Fliigel beziiglieh der Zahl der
Queradem ebenso variiert wie beim , u.z. bedeutend mehr im Vorderfliigel
als im Hinterfliigel. Meine Figuren 54, 55 A zeigen diese Verhaltnissc im
Vorderfliigel; die Figur 54 riihrt von einem 9 ter, welches sicli von den
ubrigen dadurch unterscheidet, dass die Hinterleibstergite II bis* VIII (ausser
den oben genannten Zcichnungen der Tergite I bis IX) noch jederseits eine
schiefe abgekiirzte Langsbindc aufweisen, die am Vorderrande der Segmente
beginnt und als Fortsetzung des Ilintereckenfleekes des jedesmal vorhergehen-
den Tergits erscheint (Fig. 53 B) ; andere 9 ? sind so gcfjirbt, wie beim cT
beschrieben, aber iiberall (auch beim cf ) sind die Qucrader-Zahlen des Vor-
derfliigels verschieden, sogar bci einem und demselben Excmplarc. Letztes
Sternit weit vorgezogen, halbclliptisch.
Subimago (cf und 9 in Spiritus) : Der Imago sehr ahnlich ; die Fliigel
graulich getriibt, die Queradcrn ebcnfalls deutlich hervortretend, die Liings-
adem mehr graubraun, die* Queradem graubraun (dunkel) bis grauschwarzlich.
Korperlange: 6 — 7 mm; Lange des Vorderfliigels: 7 mm (cT), 8 mm ( 9) ;
Fliigelspannung also etwa 15 — 17 mm; Schwanzborsten : etwa 15 mm (o’ 9).
Material : 1 Luitenzorg, Java, Kraepelin leg., 24. XI. — 12. III. 1904,
Museum Hamburg. — In meiner Sammlung 1 9> Tuntang, Java, Okt. 1910,
Jacobson leg. (dies Exemplar mit den additionellen Seitenbinden auf den Ter-
gitcn, s.o.). — Im Museum Buitenzorg 2^,19 (in Spiritus), Buitenzorg,
XI. 1919; 1 Subimago c? (in Spiritus), Wai Lima, Lampongs, S. Sumatra,
14. XI. 1921, Lichtfang im Urwald, Karny leg., No. 59. 1 Subim. cf (in Spi-
rilus), Buitenzorg, 6. III. 1922, Karny leg.; 1 Subim. cT , Wai Lima, S. Su-
matra. XI. XII. 1921, Karny et Siebers leg. (in Spiritus) ; 1 0 (in Spiritus),
Buitenzorg, Java, 2. XL 1921, Karny leg.; 2 Subim. (in Spiritus), Buitenzorg,
17. XI. 1920, Dammerman leg.
Heimat : Sumatra und Java.
N.B. Ich glaube, dass es sich trotz der Verschiedenheit der Zeichnung
auf dem Hinterleib und trotz der starken Variation der Queradern im Vror-
derfliigel (cf 9) urn nur eine einzige Art handclt.
Zur Erganzung der Gattungbeschreibung gebe ich hier die Langenverhalt-
nisse des Vordcrbeienes (cT); cs ist etwa so lang wie der Korper (Vorder-
fliigel) ; Tarsus etwa so lang wie die Schiene, diese etwa 1% so lang wie der
90
Treubia Vol. VI, 1.
Schenkel; Tarsalglied I schr kurz, etwa %
so lang wie Glicd II, dieses so lang wie
III; die Tarsalglieder nelimen in der Rei-
lienfolge II (etwa gleich) III, IV, V, I an
Lange ab; vgl. dazu Fig. 58.
LISTE DER ARTEN.
1. von den Sunda-Inseln :
a. Java: Anagenesia javanica Etn., Ana-
gen esia tenera Etn., Polymi-
tarcys indicus Pict., Povilla
Corporaali Lest., Rho'enanthus
speciosus Etn., Thraulus exi-
guus Etn., Thraulus margina-
tus Ulm., Teloganodes tristis
Hag., Caenis nigropunctata
Klap., Tricorythus Jacohsom
Ulm., Baetis javanica Ulm.,
Clo'eon virens Klap., Clo'eon
marginale Hag., Clo'eon bima-
culatum Etn., Pseudocloeon
Kraepelini Klap., Pseudocloeon
obscurum Ulm., Chirotonetes
grandis Ulm., Thalerosphyrus
determinatus Walk., Compso-
neuria spectabilis Etn. (19 Arten).
b . Borneo: Anagenesia ampla Etn., Anagenesia javanica Etn., Anagene¬
sia picta Gravel., Polymitarcys indicus Pict., Atopopus
tarsalis Etn. (auch auf Labuan). (5 Arten).
c. Celebes : -
d. Sumatra : Anagenesia ampla Etn., Rho'enanthus speciosus Etn.,
Thraulus exiguus Etn., Caenis nigropunctata Klap., Trico¬
rythus , Jacob soni Ulm., Clo'eon virens Klap., Clo'eon margi¬
nale Hag., Clo'eon bimaculatum Etn., Pseudocloeon Boettgeri
Ulm., Chirotonetes grandis Ulm., Thalerosphyrus determina¬
tus Walk., Thalerosphyrus torridus Walk., Compsoneuria
spectabilis Etn. (13 Arten).
e. Simalur: (*) Povilla Corporaali Lest., Clo'eon marginale Hag. (2 Arten).
2. von den Philippinen:
Teloganodes tristis Hag., Caenis nigropunctata Klap., Caenodes philip-
(1) Die Insel Simalur liegt an der Westkuste von Sumatra, auf etwa 2% ° N. Br.
Fig. 58. Compsoneuria spectabilis
Etn. (Coll. Jacobson, Buitenzorg),
Beine des ; A. Vorderbein;
B. Hinterbein; C. Hintertarsus,
starker vergrossert.
Ulmer : Ephemeropteren.
91
pinensis Ulm., Tricorythus Jacobsoni Ulm., Cloeon marginale Hag., Pseu-
doclo'eon Boettgcri Ulm., Atopopus tibialis Ulm., Tlialerosphyrus torridus
Walk., Ecdyonurus lobatus Ulm. (9 Arten).
Es sind also von den Sunda-Inseln 24 Arten bekannt, von den Philippinen
9 ; von den letzteren sind 6 aucli auf den Sunda-Inseln gefunden, wahrend 3
(Caenodes philippinensis , Atopopus tibialis , Ecdyonurus lobatus) auf die
Philippinen beschrankt zu sein scheinen.
r )
SCYPHODON, AN ANOMALOUS GENUS OF HYMENOPTERA OF
DOUBTFUL AFFINITIES. (*)
By
Charles T. Brues,
(Bussey Institution, Boston Mass.).
The strange Hymenopteron described below was included among
some insects collected in southern Sumatra by H. Karny and H. C. Siebers.
Although I have been unable to determine its systematic relationships with
any degree of satisfaction, the insect presents such striking characters
that it will be very easily recognizable by anyone who may have opportunity
to study its habits or to discover the other sex. On the basis of the present
material, the insect may be characterized as follows:
Scyphodon, gen. nov.
Trochanters one-jointed. Abdomen consisting of six segments in
addition to an apical stylus, subpetiolate, the first segment campanulate,
separated from the second by a slight but distinct constriction, third seg¬
ment the longest, hypopygium greatly prolonged. Antennae 13-jointed,
filiform ; scape moderately lengthened. Prothorax extending to the tegulae,
short above. All coxae contiguous, tibial spurs 1, 2, 2. Anterior wing with
a subcostal cell, long marginal vein, an incompletely closed radial cell, and
one indistinctly defined basal cell; otherwise veinless. Mandibles broadly
paddle-shaped, not dentate.
Head nearly twice as broad as the thorax, much constricted behind,
the temples broadly rounded. Eyes small, rounded, highly convex, densely
hairy. Mandibles large oval, paddle- or spoon-shaped, convex and concave
internally, fringed with hair and hairy on the convex surface, with a tooth¬
like projection above at the base. Oral aperture large; maxillae apparently
consisting each of a finger-shaped stalk bearing a minute 1- jointed palpus.
Antennae as long as the head and thorax, inserted at the anterior end of
the long horizontal front; scape twice as long as any of the flagellar joints
which are longer than the pedicel. Ocelli well developed, in a minute
(1) Contribution from the Entomological Laboratory of the Bussey Institution,
Harvard University, No. 223.
93
94
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
triangle close to the occiput. Thorax long and narrow, pronotum visible
from above, but very short medially; mesonotum twice as broad as long,
gradually broader behind; scutellum separated by a transverse groove at
the base, longer than wide, obtusely pointed behind. Propodeum small,
rather evenly sloping and without separated upper and posterior faces;
its surface smooth, without carinae; spiracle small, circular. Propleurae
very long, extending backwards almost to the tegulae. Mesopleurae and
mesosternum very large, mesothonax swollen below so that the mesopleura
is below the level of the tip of the front coxae. Abdomen, exclusive of the
hypopygium, as long as the remainder of the body, consisting of six seg¬
ments, the first two short, of about equal length, third more than twice as
long; fourth and fifth shorter, but still longer than the second; sixth as
long as the third but much narrower and obtusely pointed at the tip.
Hypopygial structure arising beneath the base of the sixth segment, as
long as the entire thorax or the five basal abdominal segments; seen from
above (Fig. 1, D) it contains a median tubular piece with a large oval
aperture just before the tip which is acutely pointed, to the sides of the
median piece the sternite is visible. In lateral view the upper part of the
dorsal median piece appears above the sternite to which it is seen to be
fused; from below (Fig. 1, C) the whole structure appears as a long tube
with a pair of longitudinal thickenings near the apex. Legs slender, the
Ch. T. Brues: Scyphodon anomalum. 95
anterior femora somewhat thickened; tarsal claws simple. Wings large;
submarginal vein twice as long as the marginal ; radial vein straight, except
at extreme base, as long as the marginal.
Type S. anomalum sp. nov.
Scyphodon anomalum, sp. nov. (Fig. 1).
$ i Length 2.5 — 2.8 mm. Very dark brown, legs distinctly ligther;
antennae brownish yellow. Wings tinged with brown, veins brownish
yellow. One specimen (the one figured) has the abdomen somewhat swollen
and the intersegmental membranes show as pale areas.
Type and paratype from Wai Lima, Lampongs, Sumatra (H. Karny and
H. C. Siebers).
From the above description, it is evident that Scyphodon is quite
unique in the structure of two organs, the mandibles and prolonged
hypopygial organ, either one of which will serve readily to distinguish
it from any other known genus of Ilymenoptera.
The one-jointed trochanters at once exclude it from the Braconidae
or any of the related families in which it might otherwise perhaps find a
place. It must then, on the basis of the long prothorax which extends
backwards to the tegulae, be placed in the somewhat heterogeneous seines
comprising the superfamily Vespoidea, or in the Serphoidea. Here it is
probably most similar to certain Bethylidae although there are several
characters utterly at variance with any of the genera hitherto placed in
this family. In the first place, the hind wings are very small, narrow
at the base, and lack entirely the anal lobe so characteristic of this group
while the short pronotum, long mesonotum and small sloping propodeum
find no counterpart in the genera referred to the Bethylidae. The
hypopygial organ seems to be entirely unlike that of any other Hymenop-
teron, in fact I cannot be positive of the sex of the specimens. There is
some similarity, however, to the ovipositor of Proctotrypes and this taken
together with the absence of any indication of articulated lamellae or
elaspers leads me to believe that the insects are females, although the
slender antennae and legs are more like those of males, especially in the
family Bethylidae. So far as I am aware, the trochanters of all Braconidae
are two-jointed, a character which appears to be of great importance and
to extend through the related families. Except for this character and
the presence of a quite distinct subcostal cell, the present insect could be
regarded as a Braconid without causing any serious confusion in our present
system of classification.
Messrs. Rohwer and Gahan of the United States National Museum
have very kindly examined the type. They would place it among the
Serphoidea, but not definitely in any of the known families. They feel
96
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
reasonably certain that it is a male, and I have no reason to believe
otherwise, except that as stated above, na jointed claspers or other
appendages are clearly visible. Their absence, however, could hardly be
considered as definite proof that the specimen is a female.
Whether this curious genus will find a final place near the Bethylidae
or in the Serphoid series, and possibly in a family of its own, may perhaps
be clear when the opposite sex is discovered.
EINE NEUE ANTHICIDE VON SUMATRA
von
IT. von Krekich — Strassoldo,
(Graz).
Das einzige mir
vorgelegene Exemplar
des F. similis tragt
folgende Lokalitiitsbe-
zeiclmung: „Wai Lima,
Lampongs, Z. Sumatra,
Karny XI 1921 No. 33”
(Im Urwald).
CL
Fig. 1. a Formicomus vethi Kbek.; b Fonnicomus
similis Krek. Ausstiilpbare Dorsalsegmente und letzte
sichtbare Ventralsegmente.
Formicomus similis nova species zur Gruppe der Formicomus ,
deren an der Innenseite der Vorderschenkel keinen Zahn, Dorn oder
Fortsatz aufweisen, gehorig, wie F. vethi Krek. (Wiener Entom.
Zcitung 1914 p. 4) aus Preanger (Jam), F. antiquus Krek. (Entomol.
Mitteilungen Berlin 1919 VIII p. 178) aus Bengalen.
Speziell mit dem Erstgenannten ist F. similis nahe verwandt und in
der Gestalt und Farbung zum Verwechseln ahnlich, dennoch aber spezifisch
verscliieden, wie aus der Gestalt der Endsegmente ersichtlich (Fig. 1).
Die Tarsen und
Mundteile des F. similis
sind dunkler (braunrot),
der Kopf etwas flacher,
die Behaarung der
Fliigeldecken weisser
und borstiger, als beim
F . vethi.
97
7
FISHES WITH PROTRUSILE MOUTHS
by
Dr. H. C. Delsman
(Laboratorium voor het Onderzoek der Zee, Batavia).
* ‘Various and peculiar are the modifications undergone by the mouth
and jaws in the Teleostei. The premaxillae become very movable, free
behind and loosely articulated in front in the higher forms. The maxilla
loses its teeth and ceases to occupy the margin of the mouth. The two
bones come to lie parallel to each other; the former articulating with the
anterior mesethmoid region, the latter with the vomer and lateral ethmoid
region and palatine. Frequently the jaws are protrusible, in which case
the dorsal process of the premaxilla is usually much elongated and slides
backwards and forwards over the ethmoid, the maxilla being pushed for¬
ward by the palatine”.
Thus Goodrich in Part IV of “A Treatise on Zoology”, p. 349. I wish
to deal here with a few cases of protrusibility of the mouth found among
fishes from the Java Sea and which, as far as I am aware, have not yet
been described in detail.
The starting point of this little investigation was the peculiar Labrid
Epibulus insidiator Cuv. Val. which has been kept alive in the new aquarium
in Batavia for more than 8 months and is still thriving well there. It is
known as “tagi utang”, i.e. the dunning creditor, among the Malayans
here, or, according to Bleeker, as “ikan kakatua sumpit”, i.e. the parrot
wrasse with the pea-shooter. Among older writes, as Valenti.jn, Ruysch
and Valennciennes, it is known as the “bedriegcr” or “trompeur” (the
deceiver). Former investigators have noticed already the extreme protrusi¬
bility of the mouth in this coral-fish, as illustrated by our fig. 10, and in
the aquarium we could observe it performing this protrusive movement with
great rapidity each time it took some food. This induced me to a closer
examination of the mechanism of this movement and the modifications of
the bones of the skull connected with it. For the sake of completeness I
extended this investigation to a few other fishes with markedly protrusile
mouths and which seemed to me of interest as well for themselves as for com¬
parison.
Let us begin with a case where the protrusibility of the mouth, though
evident, is yet not so strongly developed as in the forms to be described
98
H. C. Delsman: Fishes with protrusile mouths.
99
afterwards. It is Pristipoma guoraka Cuv. Val., the gerot-gerot (Malay),
a fish caught in the Bay of Batavia especially with the pant j in g raweh,
i.e. a kind of cod-line. If in this fish, as in many others, we pull down the
under jaw in order to open the mouth, then at the same time the upper lip
is drawn forwards from under the snout. The mouth opening thus moves
forward and at once takes a more downward direction, the upper jaw
being extended but the lower jaw not.
Fig. 1 illustrates the mechanism of this movement. The premaxillae
have each a dorsal process. These two processes run parallel to, and in
close contact with, each other and are united at their extremity by an
unpaired piece of cartilage (dotted in fig. 1) applied to the under surface.
The extremities are much narrower than the basal part, the transition
being fairly sudden at about % of the length.
_ang. angular, art. articular, dent . dental, ect-ethm ■. ect-etmoid,
/r. frontal, hyom. hyomandibular, max. maxilla, m. ethm.
mesetkinoid or supra-ethmoid, p. palatine, pr. max. pramaxilla,
pt. 1 (ecto-) pterygoid, pt. 2 meso-(ento-) pterygoid, pt. 8 meta¬
pterygoid, q. quadrate, sympl. symplectic.
The two premaxillary processes form together what I will call for
the sake of convenience the sliding stalk. This stalk can slide
forwards and backwards over the rostral part of the neurocranium. The
rostrum is partly cartilaginous, partly ossified in the shape of the unpaired
median mesethmoid and the two lateral ect-cthmoidea, the latter each with
a hole for the nervus olfactorius. The vomer grows around the anterior
extremity of the cartilaginous rostrum.
Behind the ethmoidea follow the frontals which have a massive struc¬
ture and a swollen appearance. Their anterior part forms an uprising
where the slide on the rostrum ends.
100
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
At the left and the right of the rostrum we find the maxilla and the
palatine, the latter forming* part of the palatine-pterygoidea-quadrate-
hyomandibular-complex, in the lateral wall of the oral cavity. The maxillae
are free, though connected with the middle part of the under jaw by
connective tissue. This causes them to move up and down more or less
with the underjaw. The upper extremity shows a constriction into which
the anterior end of the palatine fits. This is only the case, however, when
the mouth is closed, not in fig. 1 where the mouth is half open and where,
as a consequence, the maxilla has partly been pulled down and forwards
by the underjaw.
The uppermost extremity of the maxilla, finally, has the shape of two
prominences, between which the sharp lateral edge of the premaxilla slides
up and down.
The faculty of protruding the mouth is found more strongly developed
in the cases to be described now. In the first place we will take the
pcperrek, which is the Malay name for species of Equula and Gazza. As
an example I will describe here the state of things in Equula dussumieri
Cuv. Val., one of the larger species. Figs. 2 and 3 give an idea of the
Fig. 2. Equula dussumieri Cuv.
Val., head with mouth closed.
Fig. 3. Equula dussumieri Cuv. Val.,
head with mouth protruded.
protrusion of the mouth here: the under jaw makes a rotatory movement
and draws out, so to say, the upper jaw. The sliding stalk, formed by the
dorsal processes of the premaxillae, is here much longer than in the fore¬
going species, and the same is the case with the slide on the upper surface
of the skull. This slide is found not only on the rostrum and the meseth-
moid but is continued by the frontals over the orbits, to end only at the
supra-occipital (# in fig. 4). Thus when the mouth is closed, the extremity
of the sliding stalk reaches over the eyes to about the hind-border of the
latter (fig. 2).
H. C. Delsman: Fishes with protrusile mouths. 101
ect.ethm.
m.ethm
The two processus of the upper part of the maxillae, between which
the sliding stalk slides, are
more strongly developed in
this case. Those from the
left and the right side are in
contact with each other as
well above as below the
sliding stalk and united
there by connective tissue,
thus forming a ring round
the stalk, through which it
slides up and down.
The lower part of the
maxilla is again connected
with the under jaw by con¬
nective tissue. For this pur¬
pose the dental has produced
quite an outgrowth, with
which also the lateral part of
the premaxilla is connected.
Fig. 4. Equula dussumieri Cuv. Val. skull, par.
parietal, a. occ. supra-occipital, * end of the slide.
Fig. 5. Drepane punctata Cuv. Val., head with
mouth protruded, nas. nasal, lacr . lacrimal.
When the mouth is clo¬
sed the anterior end of the
palatine fits again into a
constriction of the maxilla.
In fig. 4, however, the
mouth is open.
Another case again is
that of Drepane punctata
Cuv. Val., a fish of high
and laterally compressed
shape and with an equally
protrusile mouth as Equula
(Fig. 5). The inner me¬
chanism, however, proves
to be a little different.
Above the eyes the head
shows two hard prominen¬
ces caused by a solid infla¬
tion of the front als which
have coalesced and a simi¬
lar, though less pronoun¬
ced, inflation of the supra-
occipital (fig. 6). The on¬
ly explanation of these
102
Treubia Vol. VI, Livk. 2.
massive prominences I can imagine is that they serve to make the head
of these bottom-feeders heavier.
Now the sliding stalk in this case equals in length that of Equula
but the peculiar structure of the swollen front als, which reminds us of
what we found, though less strongly pronounced, in Pristipoma guoraka ,
forms an unsurmountable obstacle to an extension of the slide in back¬
ward direction, as found in Equula. The consequence of this has been that
the ethmoids, and especially the mesethmoid, have been thrust in, so to say,
by the extremity of the sliding stalk. It looks as if a beginning of this
process were to be observed already in Pristipoma guoraka. For, whereas
l). occ. basi-occipital, parasph. parasphenoid; the two inter¬
mittent lines indicate the approximate position of the premax¬
illae and the under jaw when the mouth is protruded.
in figs. 4 and 11 (and in other cases studied by me) the surface of the
mesethmoid is convex, this is not the case in fig 1, where it looks more
or less as having been pushed in. In fig. 6, however, this process has
advanced much further, the mesethmoid having been pushed in to between
the orbits and having assumed, as a consequence, the form of a sack. The
bony walls of this sack, however, have grown so thin by the dilatation,
that laterally large holes have fallen in them, as shown in fig. 6, where
we can see the extremity of the sliding stalk through this lateral hole.
H. C. Delsman: Fishes with protrusile mouths .
103
Fig 7. Premaxilla of Drc-
pane punctata .
S.OCC.
Also the end of the sack is a large hole. Thus the slide in this case,
beginning on the surface of the snout again,
continues along the upper surface of the
basis cranii, between the orbits. The ect-
ethmoidea, characterized by the hole of
the nervus olfactorius, have also been pushed
in partly, so that in a lateral view of the
skull we see their orbital side, not their upper
surface, as in the other skulls shown in
this article.
In fig. 8 we see the neurocranium from
in front, with the triangular opening for the sliding stalk, being the opening
at the bottom of the thinwalled and, as we have
seen above, even defective-walled sack formed
by the mesethmoid between the orbits. Of this
sack the two ect-ethmoidea represent the out¬
ward continuation. The vomer has grown
around the anterior extremity of the cartilagi¬
nous rostrum, as is often the case in Teleosteans.
In front of the opening of the mesethmoid,
however, a patch of cartilage is still visible
(dotted).
Fig. 6 has been drawn with the mouth closed
and the upper jaw drawn in. In this state
the anterior end of the palatine again fits into
a notch of the maxilla which, however, is
withdrawn from it when the mouth opens. The
sliding stalk is again enclosed between the two
pairs of processes of the maxillae. The upper
processes are in close contact and united by connective tissue above the
sliding stalk. The lower processes separate the sliding stalk from the an¬
terior part of the rostrum. The ring formed by these two pairs of processes
is, however, fairly spacious. This is in accordance with the fact that the
sliding stalk in this case does not perform a sliding movement only but also
a rotatory one by which it gets a quite different direction. This is clearly
shown by fig. 5 where the sliding-stalk is directed to above the eye,
whereas in fig. 6 it is directed to below the eye. Two massive lacrimalia
(cf. fig. 5) cover at the left and the right side the weaker part of the
mechanism which is filled up with gelatinous connective tissue.
Epibulus insidiator (Fig. 9), finally, presents the most extreme case of
protrusibility of the mouth. It differs from all the foregoing in that here
not only the upper jaw but also the lower jaw is protrusile and
elongated, so that the mouth by this movement is not directed downwards,
as in the foregoing cases when we were dealing with bottonk-feeders, but
fr.
ect.ethm.
m.ethm.
-VO.
Fig. 8. Front view of the
skull of Drcpanc punctata,
vo. vomer.
104
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
finds itself at the top of a kind of straight trunk (Pig. 10). This probably
enables the fish to get its food between the corals.
That in the foregoing cases the under jaw cannot move forwards and
backwards is due to the fact that in Teleosteans the bones of the proximal
part of the mandibular arch —
the palatine, pterygoids and qua¬
drate — are always firmly
united with those of the proximal
part of the hyoid arch — the
hyomandibular and the symplcc-
tic — forming together a trian¬
gular bony plate with which the
distal parts of both these arches
— the under jaw and the hyaiia
— articulate. The quadrate with
which the under jaw articulates
thus cannot move.
In Epibulus, however, this
firm connection of the bones of
the palato-quadrate arch with the hyomandibular has been broken up and
the quadrate has become movable. In fig. 11 we see that the quadrate
has assumed a very elongated shape. The small ectopterygoid is firmly
attached to its upper extremity. The palatine, however, has no firm con¬
nection with them. It gives the impression of a small rudimentary bone
lying on either side of the rostrum. At its lower extremity the quadrate
articulates in»the usual way with the articular of the lower jaw, but the
joint is only very small.
Fig. 10. Head of Epibulus insidiator with
mouth protruded.
H. C. Delsman: Fishes ivith protrusile mouths.
105
ect.ethm.
pexL
No trace can be discovered of the ento-pterygoid, whereas the meta¬
pterygoid and the symplectic are found as thin elongated little bones
reaching from the ecto-pterygoid to the hyomandibular. The hyomandi-
bular is found in
the usual place,
articulating with
the squamosal (pte-
rotic), but has no
such firm connec¬
tion with the pala-
to-quadrate arch as
is the rule in Te-
leosteans. Only the
hyalia (epi-, cera-
to-, hypo- and basi-
hyal) are attached
to it. The underjaw
has assumed an
equally elongated
shape as is the
case with the pre- . .... , .
Pig. 11. Epxbulus xnsxdxator Cuv. Val., skull,
maxillae. with mouth half protruded.
The structure of the pre-maxillae and the maxillae agrees with that
of the cases described first, showing the
same features in a very pronounced
manner. Thus the
maxillae with their
passes that of the
whole neurocra¬
nium. The maxil¬
lae, which also
have a very elong¬
ated shape, have
again two proces¬
ses at their upper
extremity which,
from the right and
the left side, form
a ring through
which the sliding
stalk slides for¬
wards and back¬
wards. This ring
is closed above
length of the pre¬
dorsal processes sur-
max.
Fig. 12. Epibulus insidiator
Cuv. Val., skull from above,
with one of the premaxillae in
the normal position when the
mouth is closed, epiot. epiotic,
sq. squamosal (pterotic).
Fig. 13. The maxillae and
the nostrum seen from in
front so as to show the
ring through which the
dorsal processes of the
premaxillae slide up and
down.
106
Tueubia Vol. VI, Live. 2.
and beneath the sliding stalk, as shown by fig. 13. The under extremity of
the maxilla is again connected with the lower jaw by connective tissue.
The bones which form the slide on the roof of the skull show
a few peculiarities, especially the mes- or supra-ethmoid. This is
again situated between the paired ect-ethmoidea, each provided with a
hole for the nervus olfactorius. It has, however, a backward directed pro¬
longation which, in the way of a dermal bone, overlaps the median parts
of the frontals. This prolongation reaches as far as the end of the slide,
i.e. just as far backward as the frontals themselves, as shown in fig. 12.
In the same way the frontals overlap the supra-occipital, but this is no
exception among Teleosteans. In fig. 12 the mouth is imagined in the
retracted condition. We see that the posterior, narrowed, extremity of
the sliding stalk then reaches nearly to the end of the neurocranium.
A comparison of fig. 9 with fig. 10 shows that during the stretching
of the trunk the maxilla and the quadrate make a corresponding movement,
the inferior extremity being first directed backwards and afterwards
forwards.
FIRST CONTRIBUTION TO A STUDY OF THE
TROPICAL SOIL AND SURFACE FAUNA.
By
Dr. K. W. Dammerman,
(Buitenzorg Museum).
When studying the fauna of the Krakatau Islands, I searched for a
method to get exact figures verifying the thesis that on these islands the
number of species is still small but the number of individuals much higher
than in normal conditions. As already .mentioned in my paper on the
fauna of the Krakatau Islands (*) l found the best method was to count
the number of species and individuals found on 1 M2, living in the layer
of vegetable debris and mould on the surface of the ground. This layer
alone exhibits uniform conditions for existence over a large area. The
method as practised by me is as follows: — In a certain locality first a
place is searched for where the ground is nearly horizontal and the above-
mentioned layer of decaying leaves and mould seems to be of an average
thickness. Then one square Meter is set out and the leaves and mould of
the measured spot are heaped together, but only so far as the material can
be easily gathered together without loosening the soil. The material is
now put into a quadrangular bag which contains a 5 mm. - mesh wire
sieve and sifted throughout. The coarser material not passing through
is examined on the spot, spread out on a piece of white linen and the
bigger animals are collected. The sifted material is brought home and
more accurately looked over. It is spread in small heaps in a thin layer
on a sheet of white paper or linen. All animals as far as they can be seen
by the naked eye are collected either by forceps or by a small brush. A
magnifying-glass is never used except for picking up the smallest species
already noticed before.
This method gives fairly good and comparatively reliable results.
If one wants to study a special group of animals there fire perhaps
better and more refined methods but to get an insight into the surface
fauna as a whole, the method followed is, I think, very useful. The draw¬
back is that the soft and more delicate species, much damaged by the sifting,
are dead, or nearly dead, and covered with dust and sand, difficult to detect.
(1) ’Treubia” III, 1922.
107
108
Trkubia Vol. YI, Livr. 2.
In a few cases I also used an apparatus for mechanically collecting
the animals, but this will be discussed later on, because the greater part
of the present results are obtained by the iafore-mentioned method of col¬
lecting by sight.
I have counted the number of species and individuals found on 1 M2
not only on the Krakatau Islands but also in many other localities (See
Appendix A and B). In the beginning 1 paid more attention to the number
of species and in many cases I have omitted to count the number of indivi¬
duals. As to ants and termites, I have always neglected the number of
specimens on a certain spot, as this number is too liable to vary, depending
on the nearness of a nest. The greater part of the species belonging to these
groups of animals are also of a more wandering life, their appearance on
a spot being more or less occasional, whereas other groups are really
surface-dwelling, always living in and on the decaying vegetable mass on
the soil.
Now we will discuss the results obtained by the described method.
The total number of species and individuals.
If we calculate an average of the number of species fonud on 1 M2
we find that in 30% this number lies between 10 and 20; in 26% between
20 and 30, the average being 25 species. This seems to be rather low
but we must consider that this number is an average for all localities
thrown together, and that the number, owing to the method practised, is
not an exact figure but only of use for comparison.
So the average number for Krakatau, Verlaten I. and Sebesy is resp.
18, 12.4 and 16.3 species per 1 M2, also far less than the normal average.
Tf we compare these islands of the Sunda Strait with the adjacent Java
and Sumatra coast we will find even a greater difference, as on Prinsen I.
an average of 31 species and in the Lampongs (Pedada-Bay) an average of
41 species was found.
The poorness of the Krakatau Islands is also demonstrated by the fact
that in 11% of all cases less than 10 species on 1 M2 were collected, of
which proportion these islands furnish 7%, the remaining part being made
up by some small coral islets in the Batavia Bay (No. 46, 47) and the
moss-vegetation on the very top of the Pangrango (3000 M., No. 84, 85).
The highest figures were recorded for Tjihodas, between 1400 and
1600 M. ; here the average was 53.2 species, twice as many as the mean
average. Also the maximum number was found here, viz., 88 species
(No. 74).
As to the total number of individuals found on 1 M2, an average here
will be hardly of any value, even l’elatively, owing to the great variation
of the figures and because an exact count of the individuals of many
species was impossible br has been omitted, so that only a very few remarks
can be made here.
K. W. Dammermak : Soil and Surface Fauna.
109
Ten specimens or less (except ants and termites) were found in 4
eases only (Buitenzorg, No. 60, 90; Depok, No. 103 and 114) ; No. 60 being
more or less cultivated land whereas the lowness of the figures of the
other three numbers is certainly due to the times of collecting, which were
the middle or end of the dry season.
In about 40% the number of individuals on 1 M2 lies between 25 and
100; in 20% it is less than 25; in 40% is above 100. For the Krakatau
Islands these proportions are 15% less than 25, 63% between 25 and 100
and 22% above 100, which means that the average here is shifted to the
middle but ias the number of species is far less than normal, the number
of individuals is proportionally much higher than in other localities. We
individuals
come to the same conclusion by calculating the proportion of
species
(always ants and termites excluded). For the Krakatau Islands we get
thus • 5.7 species whereas for Prinsen Island and for the Lamp on gs this
proportion is 4.5. The richest locality examined, Tjibodas, betwqen 1400
and 1600 M., has a proportion of only 5. For this high figure, referring
to all three Krakatau Islands, Verlaten I. mainly is reponsible, as the
figure for this island alone is 12.3; Krakatau itself and Sebesy both having
3.7 individuals pro species on one square Meter.
The maximum number of specimens was obtained on Mt. Gedeh at an
elevation of 2400 M. (No. 80) ; on this spot 1167 specimens were counted.
This high figure is mainly caused by the enormous number of smal Molluscs
found here (819 on 1 M2.).
Influence of the Soil.
The influence of the soil on the surface fauna is probably only
noticeable so far as the vegetation is dependent on the soil. Also the acidity
of the soil may be of influence on the formation of mould, which is most
important for the surace fauna. To the real soil fauna, animals living in
and on the soil, the properties of the soil itself may be essential. Arrhenius l)
a.o. have demonstrated that earthworms can not live in acid soil and thrive
best in soils with a proportion of Pli. between 6 and 7.
In Appendix A the kind of soil is given for each locality 2). Now
as to the different soils our researches are not yet extensive enough to
already come to conclusions and we can only make some general remarks
about a few kinds.
In the first place we may take into consideration the small coral islands
in the Java Sea and in Batavia Bay. Judging them all together we find
(1) O. Arrhenius, Influence of soil reaction on Earthworms, Ecology Vol. II, 1921.
(2) Mr. J. Th. White, Head of the Laboratory of Soils at the Department of
Agriculture, to whom my best thanks are due, has kindly procured these data.
110
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
an average of 21 species on 1 M2. but there is a remarkable difference
between Noord-Wachter, Zuid-Wachter and Klein-Kombuis — with resp. an
average of 30.5, 19.5, and 29.4 — and the small islets in the Bay of Batavia
with an average of 13.9. That the surface fauna of the three first-mentioned
islands is so much richer than that of the latter-named is not only due to
their greater area, but mainly, in my opinion, to the difference in vege¬
tation. Whereas the three islands lying more off the Java coast are still
covered with original forest, the islets in the Bay of Batavia have second¬
ary growth only, as the bigger trees for the greater part have been cut
away. The surface fauna of the three bigger islands, although not
very rich, may be compared with that of Prinsen Island; that of the
smaller islands near Batavia is rather poor, being far below the
mean average.
All these islands are rather poor in ants, on many of the smaller islets
surface-dwelling species were even wholly absent. Also Coleoptera are
scantily represented; Pselaphidae were never found. (One has to bear in
mind that wiien we speak of the poorness or absence of certain groups of
animals, this only refers to the surface-fauna and not to the fauna as a
whole).
Weevils, however, which otherwise do not play an important part in
the surface fauna, were strikingly abundant on Klein-Kombuis, being present
in all findings in fairly large numbers. On the other islands they were
missing, one specimen alone being met with on Noord-Wachter. The species
found on Klein-Kombuis are Trigonops kombuisana Mshl. (Otiorrhynchinae)
and Dryotribus mimeticus Horn and D. breviceps Mshl. (Cossoninae). I owe
these names to Dr. Guy Marshall of the Imperial Bureau of Entomology,
London, who has kindly identified these Curculionids.
Two groups of ground-dwelling animals are greatly in evidence on these
coral islands viz., Blattids and Myriopods, specially Diplopoda. Chiefly on
the smaller islets large numbers of Blattids and small Julids were collected.
In one case only, Chilopoda were not found, but in all other cases they were
present, Blattids and Diplopoda never being absent.
Two other groups are well represented viz., ground-living spiders and
small ground-dwelling snails. The number of species was not so big, but
in many cases the number of individuate was surprisingly high. The
numbers of small Molluscs found on Klein-Kombuis must be reckoned
amongst the highest figures recorded for this group.
I believe there are some peculiar species on these islands but nothing
can be said with certainty before the material collected has been worked
out by specialists.
Of other soils there are only two worthy of a special discussion and
one is the chalky soil of the limestone hill near Tjampea. This hill is
still jungle-clad and the surface-fauna proves to be rather rich, the average
being 34.5 species on 1 M2., but the number of individuals was rather low,
K. W. Dammerman : Soil and Surface Fauna.
ill
the proportion of individuals: species being 2.4. It may be that at other
times of the year these figures are much higher as our research in this
locality was made at the end of the dry monsoon. As to the absence or
abundance of special groups of animals, nothing very remarkable was re¬
corded. Only very small Coleoptera, mites and small Molluscs were found
in numbers above the average. Undoubtedly this special kind of soil will
exhibit some pecularities of species, but, as before mentioned, it is not
possible to discuss this subject at present.
The last kind of soil taken into consideration is the poor laterite soil
of Buitenzorg and Depok. The figures of Buitenzorg, however, refer mainly
to the Botanical Gardens, where no real virgin forest is to be found. Also
in the other localities of Buitenzorg (Nos. 58 — 60) the vegetation was only
secondary growth or even semi-cultivated, and here the average of species
found on 1 M2 was even less than in the Botanical Gardens, being 20.5
against 20.9. Both figures are below the mean average.
At Depok the researches were made in and near the Nature Reserve.
Here also, although the soil itself is untouched and uncultivated, one
cannot speak of primeval jungle as so many of the loftier trees have dis¬
appeared. The average at this locality was 26.4, which is only a trifle higher
than the mean figure of all our findings. The number of individuals is
rather low here, being 1.5 pro species, even lower than at Buitenzorg, where
this proportion was 2.2.
There is no special group wholly absent or represented above the normal.
The surface-fauna of this laterite soil seems to have the general charac¬
teristics of a rich volcanic soil only it is poorer in every respect.
Influence of the vegetation.
The normal vegetation of a tropical soil is the primeval jungle composed
of a great many species of trees with an undergrowth of shrubs and lower
trees, all linked together by climbing plants, lianes etc. This jungle may
be different according to localities and altitude, but the layer of decaying
leaves and mould in such a jungle is essentially the same ‘everywhere.
As contrasted with this primeval jungle, we have in the tropics very
few forests composed of one special kind of tree such as in the temperate
zones, or localities clad with an exceptional vegetation.
With regard to such vegetations as Grass, Casuarina-forest, Mangrove,
Bamboo groves and Moss vegetation, we obtained the following data: —
Having examined only once the surface-faun^a of grassy vegetation we
cannot say for the moment whether the few’ peculiarities exhibited in this
one locality, such as the absence of Coleoptera and Molluscs, for instance, are
a general rule or only incidental.
Our researches writh regard to the surface fauna in Casuarina-forests
(Chemara) are somewhat more extensive but refer only to those woods
fringing the sea-coast, as the vast Casuarina-forests of higher regions are
112
Treubia Vol. VI, Live. 2.
not found in West-Java. The layer of mould and needle-like twigs in such
a wood is rather compact and smooth.
We have figures about this kind of forest in the following localities
only: — Krakatau, Verlaten I., Sebesy and Prinsen 1. Here the surface fauna
of the Casuarina-forest is poorer than that of the virgin forest, being in the
first case 14.2 species on 1 Mi1 2, and in the other 19.9. On Sebesy only we
find these figures somewhat reserved, the average for the chemara-wood
being here 18.2 species, for the jungle 15.2.
Of the different groups of animals there is none remarkable by its
absence or abundance.
Although the Casuarina is not a coniferous tree, the layer of twigs in
a forest of this kind much resembles that of a fir-wood, and in Europe also
the soil and surface fauna of the last-named wood is poorer than that of a
forest of foliage-bearing trees 0).
One of the other forests of a special nature is the mangrove wood
fringing muddy sea coasts. This wood is mainly composed of Avicennnia
trees and mostly flooded regularly by the tidal waves but patches may
remain more or less dry. The layer of leaves on the soil is always thin
and vegetable mould is present in a small degree only. The surface fauna
of the mangrove we have examined in two localities only viz., Prinsen Island
and Batavia. We found 27.2 species on 1 M2. which is a little higher than
the mean average, but below the figures for lowland jungle. The only
group absent in all our records are the Aptera but this order of insects
being always poorly represented, owing to our special method of research,
it is not quite certain if they are really absent or only scarce.
The surface fauna of Bamboo-groves is not a rich one, although at
Buitenzorg in the Botanical Gardens the average number of species on
1 M2. was 22.8 against 19 species from the Wood-Garden,, .and the number
of specimens resp. 50.2 and 40. I think the difference is mainly due to the
bamboo grove here (which surrounds the old grave-yard) being more den¬
sely grown and left more undisturbed than the so-called Wood-Garden.
This cultivated wood is rather poor and not at all comparable with real
jungle, whereas the bamboo wood, although laid out by man, has more the
aspect of a natural-grown grove. A characteristic of this kind of wood
seems to be the absence of Lepidoptera larvae, which were never met with.
Carabidae and Tenebrionidae also are very poorly represented, but both
groups seem to be always scarce in humid lowland wood.
The last kind of vegetation taken into consideration here is the moss
vegetation. I leave out of account the special moss fauna viz., the micros-
(1) K. Holdhaus, Die Siebetechnik zum Aufsammeln der Terricolfauna, Zeitsch.
wiss. Insektenbiologie Bd. VI, 1910.
113
K. W. Dammerman: Soil and Surface Fauna.
copical animals living between the small moss leaves (*). What we are
considering here is the surface fauna of a soil covered in large patches
by moss only. YVe found such a soil on the very summit of the Pangrango
(Mt. Gedeh, 3000 M.) Also on other mountain tops such a moss vegetation
is to be found. The fauna of this moss-grown soil is among the poorest we
have recorded, even poorer than the scanty surface fauna of the small
coral islets in the Bay of Batavia. Some features exhibited by this kind of
vegetation, such as the absence of ants, Blattidae and mites, and the pre¬
sence of Carabidae, are certainly due to the great altitude of the locality
where the research took piaee and are not characteristics of the vegetation.
The absence of two other groups viz., Staphylinidae and Oniscoida, other¬
wise well represented at the same elevation, may be a more typical
peculiarity.
At this place we may perhaps say something about the surface fauna
at Depok, situated between Buitenzorg and Batavia. Here, opposite the
station, there is an old forest, given about two centuries ago to the
population for using the wood, but it was not allowed to clear and lay
out the forest. So for years and years the best and loftiest trees have been
cut down but as the stumps were not rooted up, they would occasionally
shoot up again. One of the best parts of this forest, 6 hectares (about 15
acres) in size, was protected ten years ago as a Nature Reserve. The
vegetation in the protected area has improved remarkably since and we
have compared the surface fauna of the Nature Reserve with that of the
forest outside it to see if we could already find some difference. Now this
difference is very distinct if we calculate an average of all our samples,
being in the first case 50.3 specimens and 29.3 species on one square Meter
and in the other case 28.8 individuals jand 23.5 species. But the first-
mentioned high figures are mainly due to one extraordinary finding
(No. 107) with 189 specimens and 73 species. Leaving this exceptional
case out of consideration, the average for our Nature Reserve becomes 33.5
individuals and 24 species on 1 M1 2. not such a striking difference with
the surface fauna of the forest outside, but still there is some improvement.
Influence of altitude.
In comparing the surface fauna of the lowland with that of mountain
regions, we must restrict ourselves to localities with the same soil and
the same vegetation. Now the richest and most normal vegetation in the
tropics is the primeval jungle but, unfortunately, we have too few figures of
the lowland jungle to already draw conclusions, the fauna of the islands in
Sunda Straits being still abnormal and that of the coral islands in the Java
Sea and of Depok being poor owing to the special kind of soill. So for the
(1) Whereever possible we collected samples of moss and handed these over to
Dr. R. Menzel at Buitenzorg to study this special fauna. Some of his reports have
already been published in „Treubia”.
8
114 Treubia Vol. VI, Live. 2.
study of the influence of altitude upon the surface faunae we have at our
disposal only the figures we obtained at Mt. Gedeh, between 1400 and 3000 M.
As to the total number of species found on 1 M% we find that this
number is decreasing with the elevation, being an average of 53 at 1400 —
1600 M., about 30 at 2000—2400 M. and 11 only at 3000 M. With re¬
ference to the different groups of animals, we see that ants disappear at
2000 M.; Carabidae, not very abundant at 1400 M. and lower altitudes,
were never absent in our records from 3000 M.
Pselaphidae, nearly always present at an elevation between 1400 and
2400 M., were not met with at 3000 M. Ground-living bugs were found
up till the very summit of the mountain, but Blattidae, most abundant at
Tjibodas, seem to stop at 2400 M., whereas Forficulidae are still found at
this elevation.
Although white ants have never been collected among the surface fauna
between 1400 and 3000 M., this group of insects seems to be absent only
from 1600 M. upwards, as a few species have been recorded from the
last-named altitude.
Oniscoida, a group of animals seldom, if ever, missing in our findings,
are found up to 3000 M., but the number of individuals is far less here
than at Tjibodas. Amphipoda (Orchestia) very numerous between 1400
and 2400 M,. seem to be absent at the top of the mountain. It is very
curious that below 1400 M. we met with these Crustaceans twice only;
once at Verlaten I. (No. 28) a few examples were caught in the Casuarina-
wood, and once a single specimen was found in the mangrove at Batavia
(No. 56).
Myriopods, both Chilopoda and Diplopoda, are occurring till the summit
of Mt. Gedeh., so do Molluscs and spiders, but mites were not found on the
soil above 2400 M.
On the whole, when we come to a higher altitude, the conditions
become more and more conformable with those of the temperate regions, as
is demonstrated by the poorness of ants and Pselaphidae, the absence of
Blattidae and Isoptera and the occurrence of Carabidae at higher elevations.
Also the species become more or less of a palaearetie character; among
the Staphylinidae species of the genus Sienus e.g. arc found at Tjibodas
and higher up, a genus well represented in Europe and N. America but
absent in the tropical low land.
Seasonal variation of the surface fauna.
Our study of the surface fauna in the Botanical Gardens at Buitenzorg
and at Depok during 1923 was specially made to ascertain how this fauna
is influenced by the different seasons.
As to the figures given in our lists for these localities, we have to call
attention to the fact that the numbers 81, 91, 96, 98, 110, 112 and 117, printed
in heavy type, are not directly comparable with the other ones, because
115
K. W. Dammerman : Soil and Surface Fauna.
another method of collecting has been practised here. Below we will discuss
this subject more in detail.
The total number of species and of individuals is highest in December
and January but then it decreases rapidly till the lowest figures are reached
in August. Then the increase commences, but at Buitenzorg at an earlier
date (October) than at Dcpok (November). The increase of individuals
is, however, much higher than of species, whereas in August it is the
reverse, the number of individuals being then proportionately lower.
The maxima for Buitenzorg are 110 individuals and 39 species on 1 M2
in December ; for Depok 185 individuals and 73 species in January.
The minima for both localities fall in August viz., 10 and 10 for Bui¬
tenzorg, 8 and 11 for Depok (among the individuals ants and termites not
being counted).
As to the different groups of animals, some disappear altogether in
August, such as Diptera-larvae, Lepidoptera-larvac, Oniscoida, Molluscs and
Vermes, whilst all others become far less numerous, especially Coleoptera
and Orthoptera. All these animals retire on account of the severe drought
of the dry monsoon, some going to deeper layers of the soil, others searching
for places with more moistness; many also become really scarce as their
development is wholly stopped during the dry months.
Rainfall in mm.
Depok 1923.
Buitenzorg
1923.
Tjibodas
1921.
1922.
January .
198
274
324
287
February .
272
423
757
248
March .
205
317
282
468
April .
171
239
260
369
May .
212
• 336
116
221
June . .
321
252
95
132
July .
301
482
136
110
August .
0
2
128
67
September .
35
118
204
93
October .
49
426
215
265
November .
325
538
281
337
December .
290
~384
404
150
Total .
2 379
3 791
3202
2 747
At the time of the maxima of individuals we find many more larvae
than later on. So at Buitenzorg in December (No. 93) we found 23 insect
larvae (1 Coleopterous larva, 2 Diptera-larvae, 9 Iletcroptera-larvae on
10 adults, and all 11 Orthoptera were larvae) ; at Depok in January (No.
107) there were 42 insect larvae (5 Coleopterous larvae, 8 Lepidopterous
larvae, 12 Heteroptera-laryae on 20 adults, and here also all Orthoptera,
116
Treitbia Vol. Vl, Live. 2.
17 in number, were larvae). At the driest time, in August, we scarcely
met with any insect larvae. We recorded /a few times some Blattid larvae
only. However, the extreme dryness of August 1923 was abnormal, the
average rainfall in that month being for Buitenzorg 201 mm., for Depok
149 mm. Now if we comjmre the figures from Buitenzorg and Depok with
those from Tjibodas at an elevation of 1400 M. we do not find here such
a remarkable difference between the dry season and the rainy monsoon.
We have not yet records about the surface fauna of this locality in Decem¬
ber or January, but comparing the figures of May with those of August, we
see that there is not a decrease in the last-named month. On the contrary,
the average figures here for August are higher than for May, being in the
first-mentioned month about 300 individuals and 63 species on one square
Meter and in the month of May about 210 individuals and 56 species. The
figures of May, however, are of 1922, those of August, of 1921. A direct
connection with the rainfall (see p. 115) is not clearly visible in this
case. The rainfall of both months is not far from the average, but it may be
that the surface fauna of Tjibodas in August 1921 was strongly influenced
by the abnormal rainfall in the foregoing months, the rainfall of February
being extremely high and the figures for May and June being far below
the normal.
For an exact study of the inflence of rainfall and humidity upon the
surface fauna, it would be necessary to gather monthly figures about) this
fauna from one locality for some years successively.
Automatic collecting.
In order to see whether or no it would be possible to get more exact
figures about the surface fauna by a mechanical method of sifting, we
made a series of observations in Buitenzorg and Depok. In some cases
(Nos. 81, 91, 96, 98, 110, 112, and 117) we have compared the surface
fauna collected by an automatic method and by the method described
at the beginning of this paper. From the same spot in different months
one square Meter was examined by the latter method and one quarter
of a square Meter in the following way. We used for the mechanical sifting
an apparatus somewhat modified after Berlese’s apparatus for collecting
mites. It was composed of a tin box (covered by a lid) of 25 cM. broad
and long and 20 cM. high, and ending underneath in a funnel-shaped
piece. At the bottom of the box -a fine wire sieve was placed* In the
upper half of the sides of the box some round holes were made, covered
by fine copper wire gauze in order to let out the moist air. The leaves
and mould gathered together from one quarter of a square Meter of soil
were put in the box, the mould being spread out on the sieve, the leaves
on top. At the end of the funnel-shaped piece of the box a glass jar with
some alcohol was placed and the whole apparatus was exposed to direct
K. W. Dammerman: Soil and Surface Fauna.
117
sunlight every morning for several days. The animals driven out by the
heat fall in the funnel and get in the alcohol, the smallest ones going
through the sieve, the bigger ones getting out between the sieve and
the sides of the box, where some room was left for this purpose. To sift
automatically the leaves and mould from one square Meter proved to be
impossible, as already the mass of material from a quarter M2. was some¬
times difficult to handle.
If we compare the figures obtained by the mechanical method (the
numbers of our list printed in heavy type) with those of the other method
(the preceding numbers of the list), we see that we get far higher figures,
of individuals as well as of species, by the first method. Considering that
these figures apply to a quarter of a square Meter and the others to one
square Meter, w'e certainly have to multiply the numbers many times. I
think the number of individuals must be multiplied four times but the
number of species far less, as the number of species is not growing at the
same rate as that of individuals with the area. Although we get so many
more animals and species by this mechanical method of sifting, in other
respects there are many drawbacks. In the first place, the drying up
of the material in the box, even when it has several openings for ventilating,
is slow, at least in the moist climate of Buitenzorg. Then heat and dryness
seem to have on tropical animals about the same effect as cold on those
of temperate regions; they become motionless and stiff. Instead of being
driven out by the heat, they conceal thenselves in the material and, torpid
and motionless, they remain there undetected. Sto by this automatic
sifting some groups of animals are better represented and others far
less than by the method of collecting the animals by the naked eye
only.
By our apparatus we got many more Aptera, mites and very small
beetles. The Aptera are too much damaged by our usual method, these
small and delicate insects being nearly always crushed by the shaking of
the material in the sieve bag. The mites, specially the tiny species, and
the small micro-Coleoptera, are for the greater part overlooked when no
apparatus is used. Otherwise, ants and orthopterous insects are less re¬
presented. Also the mechanical method is not very successful for collecting
Molluscs and worms.
All that has been said heretofore about the different groups of animals
refers to the number of species, not to the individuals; proportionately
we get always many more specimens by our apparatus. To get a general
insight into the whole surface fauna, the method of collecting by hand
gives better results, I think, so far as one wants comparative figures only.
The automatic method of sifting is more appropriate for collecting special
groups of animals; in the tropics perhaps this method could be applied
successfully for this purpose by using cold or moisture, instead of heat,
to drive out the animals.
118
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
Elements of the surface fauna.
Hymenoptera.
Except ants other Hymenoptera are no essential part of the surface
fauna. In 3 percent, only of all our researches did we meet, with Hymenoptera
parasitica and only once we collected a Mutillid. Parasitic Hymenx>ptera,
however, must be abundant on the soil in certain localities, as undoubtedly
many insects and other animals belonging to the surface fauna are parasitised
by wasps. But either the adults escaped quickly at the gathering together
of the material or they are not collected in numbers owing to our method
of sifting.
Ants, however, are nearly always present. In 21 percent, we did
not see any ants but these being not represented in the surface fauna above
2000 M., the percentage for localities beneath this altitude is 12 only. On
Krakatau and Verlaten Island (which islands are not yet in normal con¬
ditions) and on the very poor and dry coral islets in the Batavia Bay,
ants were sometimes missing. The maximum number of species on 1 M-,
was 13 found at Depok (No. 107), and 11 at Tjibodas (No. 67).
Coleoptera.
As well as ants, Coleoptera also form an essential element of the surface
fauna and we met with them from the seashore till 3000 M. In 7 percent,
only Coleoptera were absent viz., at Lake Toba (grass plain), twice at
Sebesy and once at Verlaten I., at two small coral islets in the Batavia
Bay and once at Buitenzorg in August 1923, when it was extremely dry.
In 50% the number of species on one square Meter was five or less;
in 4% it lay between 20 and 30. The maximum, 29 species, is recorded
from Tjibodas (No. 74) ; the maximum number of individuals, 238, was
also found at Tjibodas (No. 69), all specimens being Staphylinids in this case.
Carabidue do not play such an important part in the tropics as in
temperate regions; in 58% they were absent. But as we get higher up in
the mountains they become more frequent and at the very top of the
Pangrango they were represented in all four samples of our research. Most
species are small or medium-sized and, as before-mentioned, the genera on
the highest mountains become more and more of a palaearctic character.
The same feature is shown by the Stnphylinidae which are more numer¬
ous than the foregoing family, being found in 65% of all cases. On the
coral islands in the Batavia Bay and Java Sea they wrere absent, except on
Klein Kombuis. The highest number of species recorded on one square
Meter is 11, at Tjibodas (No. 74), in the same locality, the maximum number
of specimens, viz., 238, was met with.
Pselaphidae are a frequent element of the tropical surface fauna, being
prasent in 39%. On the coral islands, however, they were wholly absent.
The maximum of species and individuals was found at Depok (No. 107)
viz., 6 species* and 41 specimens on 1 M2. This group is nearly always
occurring together with ants but their frequence above 2000 M., where
K. W. Dammerman: Soil and Surface Fauna.
119
ground-dwelling: ants are absent, proves that many cjan live without any host.
Far less numerous arc Tenebrionidac , this family is recorded in 19
percent, only. These sand- and dry-loving beetles are not well represented
in the tropics; in the moist forests of Tjibodas, rich in mould, none were
met with, and even on the dry and sandy coral islands they are recorded
in a fewT cases only.
Surface-dwelling Curculionidae are also an unusual element in our
samples and we have recorded them in 17% only. They are mostly small
black weevils, some peculiarly hairy or rugulose. We have already noticed
their remarkable abundance on the coral Island Klein Kombuis. Here also
the maximum number of specimens on 1 M2., 59, was found. The species
collected here are already mentioned on p. 110.
Regarding the other coleopterous families we have to call attention
to only a few' more. After the Curculionidae, the Scydmaenidae are mostly
represented viz., in 13%; then follow’ the Lamellicornia with 9% and the
Elateridac with 7%. Aphodiinae are rather scarce on the tropical soil
but one species, Odochilus syntheticus Har., was once extremely abundant
on Klein-Kombuis I. (No. 43), 52 specimens being counted on 1 M2. The
smallest beetles belonged to all those little families of the suborder
Polymorpha. The nearly microscopic micro-Coleoptera are collected in
numbers only by the method of automatic sifting.
D i p t e r a.
One would expect to find plenty of Diptera larvae on tropical soil
especially at a greater altitude, flies being sometimes extremely abundant
there, but our researches show’ that even higher up in the mountains they
are far from numerous. I think this is partly due to our method of
collecting, by which so many of these delicate larvae are damaged and
not detected. But also by automatic sifting Diptera are not found in any
quantity. Once only we met with a fairly big number of dipterous larvae
viz., at Batavia in the mangrove forest (No. 54) where 150 specimens w’ere
recorded on one square Meter, nearly all belonging to a Plecia.
Rhynch ot a.
Heteroptera were seldom missing in our samples, their presence was
observed in 62 percent., but other groups of the Rhynchota are always
poorly represented. The maximum number of species on 1 M2. was five
only at Tjibodas (No. 71). The highest number of specimens is recorded
from Krakatau (No. 22), where on the same area 26 individuals were
counted. Many of these ground-dwelling bugs belong to peculiar groups
or genera, but we cannot discuss this subject before the material has been
worked out by a specialist.
We have noticed Homopterous larvae twice only. These larvae, so far
as they are living in the soil, occur in deeper layers than wre have examined.
Lepidopt'era.
Real surface-living caterpillars are no rare feature in the tropics, in
120
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
59% we could record them. Most are black or brown inconspicuous larvae
living on decaying leaves; many also (probably Tineids) were living in
cases made from leaf-parts or soil. Six different species on one square
Meter were once found at Tjibodas (No. 74).
As larvae these insects are certainly not identifiable so we should have
to rear them to see what the adults are.
Orthoptera.
Two groups of orthopterous insects form an important part of the
tropical surface fauna, the Blattidae and Forficnlidae. The first one spe¬
cially is seldom absent ; we did not see them in 29% only. As already
mentioned, they only become scarce higher up in the mountains. At Tji¬
bodas at an elevation of 1400 — 2000 M. they were still plentiful, but from
2400 M. upwards we did not met with any. The highest numbers of speci¬
mens are recorded from the small coral islets in the Batavia Bay; here
from 50 to 200 individuals were counted on 1 M2. The commonest species
from these localities are Pycnoscelus (Levcophaca) surinamensis L. and
Rhicnodw rugosa B. v. W.
Earwigs are not such an essential element of the soil fauna
as cockroaches; we have found them in 32 percent, only. At Tjibodas they
are also abundant and we have recorded them from a higher altitude than
Blattids viz., from 2400 M., but they u^ere never found in such quantities
as the last-named group, 33 being the maximum of specimens counted on
1 M2. (Buitenzorg No. 92).
Other groups of the Orthoptera are not so often met with, Gryllotdlpa
was only once recorded; Gryllidae being present in 13%. These latter insects
must be more abundant being often seen on the top of Ihe Layer of leaves but,
as they run and leap so quickly, they seldom got in our sieve-bag.
Thysanoptera.
These tiny insects did not often make themselves apparent in our
researches owing to our method of collecting, I believe. By sight they
were detected only three times; once at Tjibodas (No. 70); once on the
very top of the Pangrango (No. 85) and once at Depok (No. 107). But
they seem to occur on the soil oftener than is shown by these figures being
brought to light by our method of automatic sifting four times, three times
from Buitenzorg (Nos. 91, 96 and 98) and once from Depok (No. 112).
Dr. Karny will describe these insects later on ; the surface-dwelling species
belong to the genera Crypt othrips, Chroma ioth rips (?) and Rhaebothrips .
Isoptera.
Termites cannot be said to be real surface-living insects. They often
run on the soil mostly protected by an earthen gallery, but they have
their nests either in deeper layers of the soil or in or on trees. Their
presence on the surface is occasional and none, or perhaps a few very
small species only, are living on decaying leaves and mould. Therefore we
have recorded them in 17 percent, only.
K. W. Dammerman : Soil and Surface Fauna.
121
Aptera.
This last group of insects to be discussed here forms an essential element
of the surface fauna but our usual method does not do sufficient justice
to this special order, they having been recorded in 28%. We have already
told (p. 117) why they are much easier collected by >a mechanical method.
These delicate apterous insects seem to be most abundant near the sea shore.
Crustacea.
Of crustaceans there is one order, the Oniscoida , which was found in
69 percent. The number of species is always small, but the number of
individuals may be very high, the maximum, 301 on one square Meter,
being found in the mangrove-wood at Batavia (No. 55). On Verlaten
Island also high numbers of specimens wrere often met with. Neither under
a special kind of vegetation nor on a special kind of soil do they seem
to be absent, having been collected from the seashore up till 3000 M.
Other crustaceans but wTood lice are seldom seen on the soil with the
exception of Orchestia, a brown terrestrial Amphipod. These creatures being
recorded in 18% only were most abundant between 1400 and 2400 M.
Above the last-named altitude we have not found them, and below 1400 M.
they were always absent, except at two localities viz., Verlaten I. (No. 28)
and Batavia (No. 56). Whether the species found near the seashore is the
same as the one collected at high altitudes. T cannot tell for the moment,
but the distribution of these Amphipods is certainly very remarkable. The
highest number of specimens on 1 M1 2., 174, has been recorded from Mt.
Gedeh (No. 80) at an elevation of 2400 M. above sea-level.
Myriopoda.
Millipeds are seldom missed as an element of the surface fauna and
both Chilopoda and Diplopoda have been found in nearly the same percen¬
tage, being for the first group 62 and for the other 63. But as the number
of species of Chilopods on one square Meter was never higher than three,
that of Diplopods could be seven (at Tjibodas No. 71). Also the number
of individuals on the same area wras never so high in the case of Chilopods
as of Diplopods; the maximum being for the last-mentioned order 157 (at
Hoorn I. No. 47). and for the first-named one 23 only (Enkhuizen I. No. 53).
Both groups v'ere most abundant on these and other small coral islands in
Batavia Bay and both have been recorded up till 3000 M. Only on
Verlaten Island Diplopods were wTholly absent but the fauna of this island,
belonging to the Krakatau-group, is not yet a normal one.
Other Myriopoda are a rare occurrance on the surface of the soil ; only
once or twice a Scutigerid has been collected.
After Adams 0) millipeds abound in a habitat relatively deficient in
oxygen but abounding in carbonic acid. From our figures we cannot deduce
(1) Adams, An ecological study of prairie and forest invertebrates. Bull. Illinois
State Lab. of Nat. Hist. Vol. XI Art. 2, 1915.
122
Treubia Vol. VI, Livu. 2.
for the moment a preference of myriopods for any land of soil or of forest.
DiplopocLs were very abundant on the dry and sandy coral islands with
their rather poor vegetation, and the same is the case in the wet luxurious
virgin forests of Tjibodas. The species, of course, at these two localities
may be different, and one has also to bear in mind that Diplopods are a
group not so well represented in the temperate regions as in the tropics.
Myriopods are very useful as producers of leafmould and Coville (*)
reckons that near Washington the annual mass of leafmould formed by
millipeds amounts to 2 tons per acre. In the tropics here Myriopods may
be of the same usefulness but I think other groups of tropical surface fauna
are hardly inferior in this respect.
Arachnid a.
Spiders are the most essential group of tropical surface fauna, they
being absent in 5% only. This absence was noted a few times on the
islands of the Krakatau-group and Sebcsv, all islands not yet in normal
condition. So we may safely say where we are studying the surface fauna
that we will meet with spiders in every locality, at every altitude (even
up to 3000 M.) and at every time of the year. Noteworthy is their abund¬
ance on such small coral islands as Noord- and Zuid-Wachter and Klein-
Kombuls in the Java Sea; here also the highest number of individuals on
one square Meter was recorded1 viz., 41 on Z.-Wachter (No. 39). The
maximum of species on 1 M2. was 10, found at Depok (No. 107). The
typical ground-living species are dark or reddish-brown, belonging to dif¬
ferent genera, but we cannot say much about this group before the material
collected has been identified by specialists.
Even less abundant thpn spiders are mites, having been recorded in
62 percent., but I tink many of the smaller species escape notice owing
to our special method of research. They are collected much easier and in
a greater quantity by a mechanical method of sifting. Therefore to give
a maximum of species or of individuals on 1 M2. is scarcely of any use
here. At Tjibodas w^e found the highest numbers, both of species and of
specimens, but at least 200 specimens could be collected from one quarter
of a square Meter by an automatic method of sifting (Depok No. 117).
The material has already been worked out by Messrs Vitzthum hnd
Sellntck and their papers on this subject will be published shortly in this
Journal. The most common species living on the ground are Microthrom-
bidium jabanicum Bert,, a smal velvety red Trombidiid and Pergamasus pri¬
mitive Ottdm. a browm-coloured Gamasid ( Bara sit idae).
Of other groups of Arachnids two are better represented than any other,
namely CheMferidae orPseudoscorjnones which have been recorded in 25%,
and Opiliones or Phalangidea, the percentage of occurrence of which was 17.
(1) Coville, The formation of leafmold, Ann. Rep. Smithsonian Inst. 1913.
K. W. Dammerman : Soil and Surface Fauna.
123
M o 1 1 u s c a.
Ground-dwelling snails are a very common feature in the tropics and
were present in no less than 73%. At some localities the smaller species
were extremely plentiful. At Kadang-Badak, Mt. Gedeh, at an altitude
of 2400 M., 819 specimens were once counted on 1 M2. The maximum
number of species, being 9, has been recorded from Noord-Wachter ; also
on another coral island of the Java Sea viz., 'Klein Kombuis, great numbers
of surface-living Molluscs have been noticed. Here, just as at other places
near the sea shore, one of the bigger species mostly met with is a Pythia
(Scarabus), which air-breathing Pulmonjate is living on decaying leaves. The
smaller species belong for the greater part to the genera Kaliellaf Prosopeas,
Opeas a.o.
V erme s.
By our method of collecting a part only of the worms living on the
soil or in mould could be counted. The smallest species, like Nematods,
could not be detected by sight whereas the true earthworms were mostly
retiring to deeper layers as soon as the leaves and mould were gathered
together. Therefore we have recorded worms in 53% only. One of the
commonest species found in mould is the Enchytraeid FHdericia bulbosa
Rosa (1), which has been found from the seashore up to the very top of the
Pangrango at 3000 M. This species was also present at Tjibodas in great
quantities.
For the above-mentioned reasons, where an absence of worms has been
registered in our lists, this absence may not be a real one and means only
that worms were not brought to light by our method of research. An
exception must be made for Verlaten I., where earthworms and Enchytraeids
seem to be really absent, having not yet reached this island since the
Krakatau-eruption of 1883. On coral islands they are also not very plentiful.
Another locality which seems to be poor in worms is Dcpok owing perhaps
to the poorness of the soil there.
APPENDIX A.
List of Localities where the surface fauna has been examined.
Loc. No. 1. Lake Toba, N. Sumatra, alt. 900 M. ; border of the lake near
Prapat. -
Soil. Quarternary tuff.
V eget ation. Grass and few ferns.
Date. 26. III. 1922.
Doc. No. 2. Lake Toba, N. Sumatra, alt. 1200 M.; hills above Prapat, very
steep.
Soil. Quarternary tuff.
(1) See W. Michaelsen, Oligochilten von Nied.-Indien, Treubia Vol. V, 4, 1924.
124
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
Vegetation. Virgin forest, not densely grown ; mould scarce.
Date. 23. III. 1922.
Loc. Nos. 3 and 4. Pedada-Bay, Lanipongs, S. Sumatra; sea-shore.
Soil. Sandy beach.
V egetation. No. 3, few big trees and low shrubs along the beach.
No. 4, virgin forest behind the shore.
Date. 22. and 23. I. 1922.
Loc. Nos. 5 — 14. Sebesy. N. coast, Sunda Strait.
Soil. Young volcanic.
Vegetation. Nos. 5 and 6, low shrubs along the beach; mould
scarce. Nos. 7 — 10, Casuarina (Chemara) wood fringing the sea-shore.
Nos. 11 and 12, virgin forest behind the shore, with many Ficus-trees.
No. 13, virgin forest at 100 M. alt.; no mould. No. 14, virgin forest
at 700 M. alt.; mould very scarce.
Date. No. 5, 29. IV. 1921. No. 6, 28. X. 1921. No. 7, 25. I. 1922.
No. 8, 23. IV. 1921. No. 9, 29. IX. 1920. No. 10, 20. X. 1921. No. 11,
29. IX. 1920. No. 12, 26. X. 1921. No. 13. 28. IV. 1921. No. 14, 25.
IV. 1921.
Loc. NovS. 15 — 23. Krakatau, S. E. coast; Sunda Strait.
Soil. Recent volcanic ash and pumice.
Vegetation. No. 15, low shrubs along the beach. Nos. 16 — 18,
Casuarina wood fringing the sea-shore. Nos. 19 — 23, virgin forest
behind the shore.
Date. No. 15, 25. IV. 1920. No. 16, 24. IV. 1920. No. 17, 23. IX.
1920. No. 18, 11. XII. 1919. No. 19, 24. IV. 1920. No. 20, 26. IV.
1920. No. 21, 22. IX. 1920. No. 22, 24. IX. 1920. No. 23. 12. XII. 1919.
Loc. Nas. 24 and 25. Krakatau, N. W. coast (Zwarte Iloek).
Soil. Recent volcanic ash and pumice.
Vegetation. Virgin forest along the shore, not densely grown.
Date. No. 24, 23. IV. 1920. No. 25, 25. IX. 1920.
Loc. Nos. 26 — 33. Verlaten Island, N. coast ; Sunda Strait.
Soil. Recent volcanic sand and pumice.
Vegetation. Nos. 26 — 29, Casuarina wrood. Nos. 30 — 33, virgin
forest.
Date. No. 26, 22. IV. 1920. No. 27, 26. IX. 1920. No. 28, 24. X.
1921. No. 29, 16. XII. 1919. No. 30, 21. IV. 1920. No. 31, 27. IX. 1920.
No. 32, 24. X. 1921. No. 33, 15. XII. 1919.
Loc. Nos. 34 — 36. Prinsen Island, at the base of IVIt. Raksa ; Sunda Strait.
Soil. Young volcanic.
Vegetation. No. 34, mangrove wood (Avicennia). No. 35, Casu¬
arina w’ood. No. 36, virgin forest behind the sea-shore.
Date. 20. and 21. I. 1922.
Loc. Nos. 37 rfhd 38. Noord-Wachter I., Java Sea, Lat. S. 5°l2', Long E.
106°32\
K. W. Dammkrman : Soil and Surface Fauna.
125
Soil. Quaternary calcareous coral.
Vegetation. Virgin forest.
Date. 8. IX. 1921.
Loc. Nos. 39 and 40. Zuid-Wachter I., Java Sea, Lat. S. 5°42', Long E.
106°46'.
Soil. Quaternary calcareous coral.
V egetation. No. 39, Casuarina wood. No. 40, virgin forest.
Date. 22. X. 1921.
Loc. Nos. 41 — 45. Klein Kombuis I., Java Sea, West of Batavia.
Soil. Quaternary calcareous coral.
Vegetation. No. 41, low shrubs along the beach. Nos. 42 — 45,
virgin forest.
Date. Nos. 41 and 45, 21. VII. 1922. Nos. 42 and 43, 11. XI. 1920.
No. 44, 27. I. 1922.
Loc.. No. 46. Purmerend I., Batavia Bay.
Soil. Quaternary calcareous coral.
V egetation. Secondary growth.
Date. 19. XL 1919.
Loc. Nos. 47 — 49. Hoorn I., Batavia Bay.
Soil. Quaternary calcareous coral.
Vegetation. Virgin forest but heavily thinned.
Date. No. 47, 20. XL 1919. Nos. 48 and 49, 17. III. 1920.
Loc. Nos. 50 and 51, Edam I., Batavia Bay.
Soil. Quaternary calcareous coral.
Vegetation. Virgin forest but heavily thinned.
Date. No. 50, 27. XL 1919. No. 51, 19. III. 1920.
Loc. Nos. 52 and 53. Enkhuizen I., Batavia Bay.
Soil. Quaternary calcareous coral.
Vegetation. No. 52, low shrubs along the beach. No. 53, virgin
forest, not densely grown.
Date. 18. III. 1920.
Loc. Nos. 54 — 57. Batavia, sea-wshore.
Soil. Recent marine clay.
V egetation. Mangrove wood, mainly Avicennia ; mould very
scarce.
Date. No. 54, 16. III. 1920. Nos. 55—57, 7. and 8. III. 1921.
Loc. Nos. 58 — 60. Buitenzorg, alt. 250 M.
Soil. Quaternary volcanic, a poor red laterite soil.
V e g e t a t i o n. Secondary growth, mould very scarce.
Date. No. 58, 28. IV. 1922. No. 59, 30. IV. 1922. No. 60, 2. IX. 1922.
Loc. Nos. 61 and 62, Tjampea, limestone hill near Buitenzorg; alt. 300 M.
Soil. Tertiary corallogene limestone.
Vegetation. Virgin forest, densely grown ; mould scarce.
Date. 1. X. 1922.
126
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
Loc. Nos. 63 and 64. Malabar, Tjinjiruan, S. of Bandung; alt. 1600 M.
Soil. Young quaternary volcanic.
Vegetation. No. 63, virgin forest, densely grown. No. 64, tree-
ferns (Alsopliila).
D ate. 25. and 26. XU. 1920.
Loc. No. 65. Poentjak, Telaga warna, Mt. Gedeh; alt, 1500 M.
Soil. Young quaternary volcanic.
V egetation. Virgin forest.
Date. 5. VII. 1920.
Loc. No. 66. Tjibodas, between the mountain garden and Tjipanas; alt.
1300 M.
Soil. Young quaternary volcanic.
Vegetation. Bamboo grove.
Date. 6. VII. 1920.
Loc. No. 67. Tjibodas, Gegerbintang ; alt. 1400 M.
Soil. Young quaternary volcanic.
Vegetation. Luxurious primeval forest.
Date. 8. VII. 1920.
Loc. Nos. 68 — 75. Tjibodas, mountain garden and forest; alt. 1400 M.
Soil. Young quaternary volcanic.
Vegetation. Nos. 68 and 69, Cypress grove in garden. Nos. 70 —
75, luxurious primeval forest.
Date. Nos. 68 and 69, 23. and 28. V. 1922. Nos. 70—72, 23., 24.
and 26. V. 1922. Nos. 73—75, 22,, 27. and 29. VIII 1921.
Loc. No. 76. Tjibeureum, waterfalls above Tjibodas; alt 1600 M.
Soil. Young quaternary volcanic.
Vegetation. Virgin forest.
Date. 28. VIII. 1921.
Loc. Nos. 77 and 78. Mt. Gedeh, between Tjibodas and Kadang badak; alt.
2000 M.
Soil. Young quaternary volcanic.
Vegetation. Virgin forest.
Date. 25. VIII. 1921.
Loc. Nos. 79 — 81. Mt. Gedeh, Kadang badak; alt. 2400 M.
Soil. Young quaternary volcanic.
Vegetation. Virgin forest.
Date. No. 79, 29. V. 1922. Nos. 80 and 81, 24. and 25. VIII. 1921.
Loc. Nos. 82 — 85. PangTango, Mt. Gedeh; alt. 3000 M.
Soil. Young quaternary volcanic.
Vegetation. Nos. 82 and 83, Vaccinium grove. Nos. 84 and 85,
moss plain.
Date. Nos. 82 and 84, 30. V. 1922. Nos. 83 and 85, 24 VIII. 1921.
Loc. Nos. 86—99. Buitenzorg, Botanical Gardens; alt. 250 M.
Soil. Young quaternary volcanic; a poor red laterite soil.
K. W. Dammerman : Soil and Surface Fauna.
127
V e g e t a t i o n. Nos. 86 — 92, cultivated wood opposite the Director’s
house. Nos. 93 — 99, bamboo grove surrounding the old graveyard.
Date. Nos. 86. and 93, 18. XII. 1922. Nos. 87 and 94, 28. III. 1923.
No. 88, 27. 1Y. 1923. Nos. 89, 95 and 96, 23. V. 1923. Nos. 90, 91,
97 and 98, 21. and 28. VIII. 1923. Nos. 92 and 99, 30. X. 1923.
Remarks. Nos. 88, 91, 96, and 98 refer to mechanical sifting of the
fauna on one quarter of a square Meter.
Loc. Nos. 100 — 117. Depok, between Batavia and Buitenzorg; alt. 100 M.
Soil. Quaternary tuff; a poor red laterite soil.
Vegetation. Nos. 100 — 105, forest outside the Nature Reserve.
Nos. 106 — 117, forest inside the Nature Reserve.
Date. Nos. 100 and 107, 7. I. 1923. Nos. 101 and 108, 30. III. 1923.
Nos. 102, 109 and 110, 27. V. 1923. Nos. 103, 111 and 112, 23. VIII.
1923. Nos. 104 and 115, 28. X. 1923. Nos. 105, 116 and 117, 23. XII.
. 1923. No. 106, 19. XI. 1922. No. 113, 17. IX. 1922. No. 114, 10. X.
1920.
Remarks. Nos. 110, 112 and 117 refer to mechanical sifting of the
fauna on one quarter of a square Meter.
Appendix B
128
Treubia You VI, Live. 2.
K. W. Dammerman: Soil and Surface Fauna .
129
Nos.
Locality and kind of vegetation.
Altitude .
Month ..... . . . .
Layer of leaves and mould (in cM.).
Sumatra
Number and spec es on 1 M2. . .
Hyrnenoptera .
Formicidae .
Ooleoptcra .
Carabidae .
Staphylinidae .
Pselaphidae . .
Tenebrionid ie . . .
Curculionidae. -
Diptera (larvae) .
Rhynchota .
Heteroptera . .
Lepidoptera (larvae) .
Orthoptera .
Blattidae .
Forficulidae .
Thysanoptera .
Isoplera .
Aptera .
Crustacea . . . .
Oniscoida .
Ampliipoda .
Myriopoda .
Chilopoda .
Diplopoda .
Arach noidea .
Araneae . .
Acarina .
Mollusca .
Vermes .
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© G
©
G 8
PQ &
Altitude .
Month .
Layer of leaves and mould (in cM.).
0 M.
July
3,5 cM.
0 M.
Nov.
4 cM.
0 M.
Nov.
3,5 cM.
0 M.
Jan.
4,5 cM.
0 M.
July
5 cM.
0 M.
Nov.
3 cM.
0
Nc
2 (
n.
rch
JM.
0 M.
March
2 cM. !
1
0 M.
Nov.
2 cM.
0 M. 0 M.
March March
3 cM. 5 cM.
0 M.
March
5 cM.
0 M.
March
2,5 cM.
1 0 M.
March
2 cM.
0 M.
March
2,5 cM.
0 M.
March
2 cM.
250 M.
April
1 cM.
250 M.
April
3,5 cM.
250 M.
Sept.
3 cM.
n.
s.
n.
s.
n.
s.
n.
s.
! n.
s.
n.
s.
n.
8.
1
n.
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1
Is.
n.|
s.
n.
8.
n.
s.
n.
1 S*
n.
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n.
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n.
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n.
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1
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—
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1
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—
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—
—
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15
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—
—
—
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—
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150
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1
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—
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2
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3
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197
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26
3
48
2
10
3
3
1
1
1
54
2
9
1
6
1
4
1
2
1
1
1
10
3
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1
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3
7
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3
1
197
2
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3
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2
10
3
3
1
1
1
54
1 2
9
1
6
1
4
1
2
1
1
1
9
2
2
1
—
—
—
—
—
—
—
—
—
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—
—
—
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—
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—
—
—
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—
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—
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—
1
1
—
—
—
—
—
—
—
—
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—
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1
—
—
—
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1
—
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—
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—
—
—
—
_
24
1
—
—
—
—
—
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—
6
2
34
2
21
2
45
3
7
2
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—
—
1
—
—
10
1
36
1
1
1
7
1
28
1
301
2
3
2
6
1
3
1
—
—
-
—
6
2
34
2
21
2
45
3
7
2
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—
—
1
—
—
10
1
36
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1
1
7
1
28
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301
2
2
1
6
1
3
1
—
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—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
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—
1
1
—
—
—
6
3
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3
5
3
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1
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4
15
2
160
4
26
3
92
3
60
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12
2
30
5
7
2
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3
—
—
2
2
—
-
—
—
—
4
O
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1
1
3
2
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—
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1
3
1
2
1
11
2
5
1
2
1
23
3
7
2
2
1
—
—
1
1
—
—
—
—
—
—
2
1
6
2
2
1
9
1
4
2
10
1
157
2
21
1
81
1
55
2
10
1
7
2
—
_
5
2
—
—
1
1
—
17
5
34
7
19
5
42
13
6
4
6
2
5
3
2
2
5
1
6
5
2
1
_
4
_
3
_
8
—
5
—
6
16
5
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2
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13
4
6
4
3
2
31
9
3
1
2
1
5
1
1
1
5
1
2
2
2
1
9
2
5
1
17
5
11
4
6
3
12
3
4
2
4
4
—
—
28
3
16
3
9
3
1
1
4
1
—
1
1
1
—
—
3
2
_
_
_
2
_
1
_
3
—
1
—
3
4
2
—
—
—
—
45
4
106
4
83
5
96
3
70
3
—
1
—
5
— (
1
—
3
—
3
_
1
5
_
3
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3
—
3
—
3
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3
2
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—
—
—
—
—
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2
2
1
—
—
—
1
1
1
—
—
9
1
—
—
-
—
—
—
1
1
3
, 1
62
1
16
1
1
1
108
22
265
37
250
35
227
32
112
21
i 9
191
20|
11
12
19
10
23
22
37
23
31
42
19
39
I26
i10
13
Number and species on 1 M2 .
Hymenoptcra .
Formicidae . .
Coleoptera .
Carabidae. . . .
Staphylinidae
Pselaphidae. .
Tenebrionidae
Curculionidae
Diptera (larvae)..
Bhynchota .
Heteroptera. .
Lepidoptera (larvae
Orthoptera ....
Blattidae.
Forficulidae
Thysanoptera. .
Isoptera .
Aptera .
Crustacea .
Oniscoida.
Amphipoda
Myriopoda . . . .
Chilopoda.
Diplopoda.
Arachnoidea, . .
Araneae . .
A carina . .
Mollusca. .....
Vermes .
Total,
134
Treubia Vol. VI, Livr. 2
K. W. Dammkrman: Soil and Surface Fauna.
135
West Java
West Java
Mt. Gedeh
Nos.
61
62
63
64
65
66 ! 67G8
69
70
71
72
73
74
75
76
77
78
79
80
Locality and kind of vegetation.
Tjampea
Virgin Forest
Tjampea
Virgin Forest
Malabar
Virgin Forest
Malabar
Alsophila
Poentjak
Virgin Forest
Tjibodas
Bamboo
Tjibodas
05
=3
03
r.
|
1
Tjibodas
Cypressus
Tjibodas
Virgin Forest
Tjibodas
Virgin Forest
Tjibodas
Virgin Forest
Tjibodas
Virgin Forest
Tjibodas
Virgin Forest
Tjibodas
Virgin Forest
Tjibeureum
Virgin Forest
Mt. Gedeh
Virgin Forest
Mt. Gedeh
Virgin Forest
Mt. Gedeh
Virgin Forest
Mt. Gedeh
Virgin Forest
Altitude .
300 M.
300 M.
1600 M.
1600 M.
1500 M.
1300 M.
1400 i°0M.
1400 M.
1400 M.
1400M.
1400M.
1400 M.
1400 M.
1400M.
1600 M.
2000 M.
2000 M.
2400 M.'
2400 M
Month.. . . .
Oct.
Oct.
Dec.
Dec.
July
July
Juffky
May
May
May
May
Aug.
Aug.
Aug.
Aug.
Aug.
Aug.
May
Aug.
Layer of leaves and mould (in cM.)
3,5 cM.
3,6 CM.
5 cM.
7 cM
2 cM.
2 cM.
5 cf cM.
i _
2,5 cM.
3 cM.
5 cM.
5 cM.
4 cM.
7 cM.
4 cM.
8 cM.
4 cM.
5 cM.
3 cM.
7
cM.
Number and species on 1 M2 .
n.
s.
n.
s.
n.
s.
n.
s
n.
s.
n‘ :
s.
n
j
S.
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s.
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n.
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n.
s.
n.
s.
n.
s.
i n-
S.
n.
s.
n.
1 s.
n.
1 s.
Hymenoptera .
2
3
1
3
7
3
-
4
5
2
3
5
4
(1)
7
4
4
Formieidae .
2
3
1
3
7
3
4
5
2
3
5
A
0
4
4
Ooleoptera .
40
7
21
9
15
8
28
13
19
15
13
4
43
1
7
238
4
27
17
24
12
33
17
23
13
84
29
45
22
42
12
12
6
11
10
10
5
40
12
Carabidae .
1
1
—
—
1
1
—
—
1
1
—
—
2
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—
—
—
1
1
—
—
1
1
1
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1
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—
—
—
-r-
—
—
—
1
1
—
—
Staphylinidao .
1
1
3
3
1
1
5
3
7
6
2
2
15
7
4
238
4
10
7
8
4
9
6
11
5
39
11
21
10
7
3
1
1
3
2
7
2
18
5
Pselaphidae .
—
—
2
1
7
4
3
2
3
3
—
—
10
—
—
—
3
1
4
2
13
3
3
2
6
3
11
4
20
4
5
2
1
1
—
—
14
2
Tonebrionidae
l
l
K.
_ _
Curculionidae .
—
_
1
1
__
_
1
1
—
—
_
_
1
1
_
_
—
—
—
—
2
1
1 —
—
1
1
1
1
_
—
—
_
1
1
_
_
_
—
Dipier a (larvae)
_
_
—
—
2
2
1
1
25
1
—
—
—
a
1
2
2
3
2
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1
3
1
—
—
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Q
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8
2
2
2
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3
Rhynchota .
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1
1
2
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1
1
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2
2
—
2
2
—
10
3
8
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8
3
2
2
2
1
10
4
6
3
—
—
—
—
—
1
1
Heteroptera .
4
2
1
1
2
2
1
1
2
2
2
2
—
2
2
—
9
o
7
5
8
3
2
2
2
1
10
4
6
3
1
1
Lepidoptera (larvae) .
4
3
2
1
2
1
1
1
4
1
—
—
2
1
1
—
—
1
1
3
2
—
—
1
1
14
6
4
1
3
1
2
1
—
—
1
1
2
1
Orthoptera' .
8
5
5
3
19
4
15
4
14
3
1
1
14
3
2
2
11
4
37
8
20
6
23
5
28
7
15
6
21
6
8
2
5
1
5
1
4
2
Blattidae .
6
3
5
3
13
2
6
2
—
—
1
1
6
5
1
1
1
9
3
27
4
18
4
16
2
12
3
8
2
14
3
7
1
5
1
—
—
—
—
Forficulidae .
1
1
—
—
6
2
8
1
14
3
—
—
8
1
1
1
2
1
9
3
2
2
7
3
14
3
5
2
5
2
1
1
—
—
5
1
4
2
Th tern
_
-
_
3
1
_
_
_
—
_
—
Isoptera .
_
_
_
_
_
_
—
_
—
-
—
—
_
_
_
_
_
_
_
—
—
—
Aptera . .
_
—
1
1
5
1
—
_
—
—
—
2
—
—
—
6
2
5
4
—
—
1
1
4
1
5
1
3
1
1
1
2
2
15
3
12
4
Crustacea . .
_
_
1
1
24
3
42
3
28
3
—
—
10
•i
•r
3
6
1
36
3
107
3
54
3
59
3
140
3
43
3
54
3
6
3
14
3
46
2
185
3
Oniscoida .
_
_
1
1
21
2
36
2
13
2
—
—
10
>0
2
6
1
8
2
59
2
41
2
23
2
49
2
23
2
31
2
2
2
5
2
13
1
11
2
Amphipoda .
—
—
—
—
3
1
6
1
15
1
—
—
—
1
1
—
—
28
1
48
1
13
1
36
1
91
1
20
1
23
1
4
1
9
1
33
1
174
1
Myriopoda .
4
2
4
1
8
3
13
3
16
5
—
—
13
4
2
2
1
' 6
2
43
10
9
3
19
4
100
5
49
4
60
7
16
4
15
3
59
4
83
3
Chilopoda .
1
1
—
—
6
2
8
2
10
1
—
—
3
--
—
—
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9
3
1
1
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—
4
1
4
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3
1
2
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1
1
1
1
—
—
Diplopoda .
3
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1
2
1
5
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6
4
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—
10
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2
2
1
6
2
34
7
8
2
19
4
96
4
45
2
57
6
14
2
14
2
58
3
83
3
Arachnoidea .
25
10
21
11
21
9
24
11
24
8
5
3
25
9
4
8
4
25
10
49
13
39
10
n
6
114
19
47
14
, 31
10
9
6
22
7
17
6
91
9
Araneae .
8
4
8
5
12
5
20
7
12
4
2
2
8
5
2
3
3
15
5
16
5
6
3
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3
27
6
16
6
11
4
3
3
5
3
7
2 9
2
Acarina .
16
5
12
5
9
4
1
1
6
1
3
1
14
3
1
5I
1
8
3
26
6
27
5
6
3
' 84
10
27
5
17
4
6
3
7
2
9
3
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6
Mollusca .
11
3
12
3
2
2
19
5
2
2
—
—
8
2
2
9I
2
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1
44
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22
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9
2
1
1
17
5
489
4
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6
Vermes . .
—
—
1
1
9
1
6
1
4
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—
—
—
2
1
3
2
i
—
4
1
1
1
3
1
6
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12
2
; 56
1
54
1
3
2
19
1
21
3
Total .
96
34
69 j
35
109
37
150
46
133 1
48
21
13
117
12
30
270
23
132
48
328
69 172
52
143
41
505
88
259
69 291
53
116 ^
27
97
35
663
29
1167
47
;
i
136
Treubia Vol. VI, Livr. 2,
K. \V. Dammerman : Soil and Surface Fauna.
137
Mt. Gedeh.
. * — — - - - — - — - - -
Buitenzorg.
Nos.
81
82
•S3
84
85
88
89 ^
90
91
92
93
94
95
96
97 1
98
99
Locality and kind of vegetation.
Mt. Gedeh
Virgin Forest
Pangrango
Vaccinium
Pangrango
Vaccinium
Pangrango
Moss
Pangrango
Moss
Bot. Garden
L \\T
Wood
Bot. Garden
Wood
Bot. Garden
Wood
Bot. Garden
Wood
Bot. Garden
Wood
Bot. Garden
Wood
Bot. Garden
Bamboo
Bot. Garden
Bamboo
Bot. Garden
Bamboo
Bot. Garden
Bamboo
Bot. Garden
Bamboo
Bot. Garden
Bamboo
Bot. Garden
Bamboo
Altitude .
2400 M.
3000 M.
3000 M.
3000 M.
3000 M.
250 ^M.
250 M.
250 M.
250 M.
250 M.
250 M.
250 M.
250 M.
250 M.
250 M.
250 M.
250 M.
250 M.
Month .
Aug.
May
Aug.
May
Aug.
Detfch
April
May
Aug.
Aug.
Oct.
Dec.
March
May
May
Aug.
Aug.
Oct.
Layer of leaves and mould (in cM.)..
3 cM.
4 cM.
4,5 cM.
2 cM.
4 cM.
3,5 dcM.
3 cM.
3 cM.
3 cM.
3 cM.
2,5 cM.
5 cM.
2 cM.
2 cM. !
2 cM.
4 cM.
4 cM.
3 cM.
Number and species on 1 M2 .
n.
s.
n.
s.
n.
s.
n.
s.
n.
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S.
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s.
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n.
s.
n.
s.
Hymenoptera .
6
88
8
6
4
5
2
5
8
3
5
102
7
5
24
6
_ _
4
Formicidae .
_
_
_
_
_
_
_
_
_
_
_
6
88
8
—
6
—
4
5
2
—
5
—
8
—
3
—
5
101
6
—
5
24
6
—
4
Ooleoptera .
9
6
5
3
19
5
6
2
5
2
1
2
29
6
1
1
—
—
—
—
27
8
47
11
6
4
10
5
17
8
3
3
3
2
6
5
Carabidae .
—
2
1
5
1
2
1
3
1
—
1
1
Staphylinidae .
3
1
3
2
11
3
_
_
—
_
—
1
18
1
—
—
—
—
—
—
4
3
10
5
2
2
3
2
2
1
—
—
—
—
1
1
Pselaphidae .
1
1
—
—
_
_
_
_
—
—
—
—
1
1
1
1
—
—
—
—
—
—
35
4
4
2
6
2
1
1
1
1
—
—
2
1
Tenebrionidae .
—
—
—
_
_
_
_
_
—
—
1
1
1
—
—
—
—
Curculionidae .
—
_
_
_
_
_
_
_
—
_
—
—
1
1
—
—
—
—
—
—
3
1
—
—
—
—
1
1
—
—
—
—
—
—
—
—
Diptera (larvae) .
3
2
4
3
1
1
_
—
—
—
2
1
—
—
7
1
—
Rhynchota .
—
—
2
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_
—
—
13
2
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1
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1
4
1
10
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1
1
Heteroptera . . .
—
—
2
2
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—
—
—
12
1
—
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1
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1
4
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10
1
1
1
Lepidoptera (larvae) .
11
1
4
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2
1
4
1
—
—
—
—
3
1
11
1
Orthoptera . .
1
1
—
—
_
—
—
—
—
—
8
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15,
3
2
2
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57
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4
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2
Blattidae .
_
_
_
_
_
_
—
—
—
_
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2
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1
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—
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1
1
Forficulidae .
1
1
_
_
_
_
—
—
—
—
6
2
4
1
—
—
—
—
1
1
33
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4
1
—
—
3
1
—
i —
—
—
—
—
Thysanoptera . .
_
—
—
—
_
—
—
—
1
1
—
—
—
—
—
—
—
—
1
1
—
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1
, —
8
1
—
—
Isoptera .
_
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
1
Aptera .
5
2
2
1
3
1
—
—
—
—
—
—
16
4
1
1
—
—
3
2
—
—
2
1
—
—
2
1
2
2
_
3
2
—
—
Crustacea .
40
2
3
1
3
1
—
—
_
_
—
31
2
—
—
—
—
—
—
—
—
3
1
4
2
1
1
4
; 2
—
—
—
1
1
Oniscoida .
3
1
3
1
3
1
_
—
_
_
—
—
31
2
3
1
4
2
1
1
4
2
—
—
—
1
1
Amphipoda .
37
1
—
Myriopoda .
38
3
4
1
_
—
1
1
1
1
—
—
8
3
16
3
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10
4
9
4
3
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1
1
2
1
Chilopoda .
_
—
—
—
_
—
1
1
1
1
—
—
3
1
9
2
11
2
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2
2
2
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! 2
1
1
—
Diplopoda .
38
3
4
1
_
—
—
—
—
: —
—
—
5
2
7
1
35
2
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2
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—
—
2
1
Arachnoidea .
44
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7
1
9
3
8
1
9
1
10
5
4
40
12
10
5
5
3
8
7
11
3
10
6
1
1
7
6
17
8
8
5
124
14
3
3
Araneae .
3
2
7
1
7
2
8
1
9
1
5
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3
15
5
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3
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3
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11
3
8
4
1
1
3
3
7
4.
5
3
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4
2
2
Acarina .
41
5
—
—
_
_
_
_
_
_
4
1
24
6
1
1
—
—
6
5
—
—
1
1
—
—
4
3
9
I 3
3
2
108
8
—
—
Motlusca .
277
6
4
1
19
1
_
—
_
_
1
—
4
3
2
1
—
—
—
—
1
1
5
3
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1
—
—
1
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—
—
2
1
5
1
Vermes .
4
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20
2
13
2
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1
1
1
3
1
1
1
1 1
1
—
—
—
—
7
J
4
1
—
—
1
1
—
—
—
—
—
5
1
Total . •. .
432
32
55
16
69
15
20
6
30
I 8
23
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235
43
17
17
10
10
20
15
118
25
110
39
63
16
41
26
160
35
14
i16
165 1
27 ,
1 23 1
17
,* —
138
K. W. Dammerman : Soil and Surface Fauna .
139
Treubia Yol. VI, Livr. 2.
Depok
Nos.
100
101
102
103
104
105
—
106 107
_ U _
108
109
110
in
112
113
114
115
116
117
Locality and kind of vegetation
Depok
Second. Forest
Depok
Second. Forest
Depok
Sesond. Forest
Depok
Second. Forest
Depok
Second. Forest
Depok
Second. Forest
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Depok
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Depok
Nat. Res.
Depok
Nat. Res.
Depok
Nat. Res.
Depok
Nat. Res.
Depok
Nat. Res.
Altitude .
100 M.
100 M.
100 M.
100 M.
100 M.
100 M.
100
Jo
M.
100 M.
100 M.
100 M.
100 M.
100 M.
100 M.
100 M.
100 M.
100 M.
100 M.
Month .
Jan.
March
May
Aug.
Oct.
Dec.
Novlan.
March
May
May
Aug.
Aug.
Sept.
Oct.
Oct.
Dec.
Dec.
Layer of leaves and mould (in cM.)
2,5 cM.
3 cM.
3 cM.
2 cM.
3,5
cM.
3 cM.
5 c
J< CM.
4 cM.
4 cM.
4 cM.
2 cM.
2 cM
3,5 cM
3 cM.
3 cM.
2,5 cM
2,5 cM.
Number and species on 1 M2 .
n.
s.
n
s.
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n.
s.
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s.
n.
s.
n.
s.
n.
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n.
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s.
n.
s.
n.
s.
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n.
s.
Hyrnenoptera .
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—
9
—
9
—
7
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4
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5
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13
10
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3
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—
5
—
2
—
6
— 1
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66
5
Ooleoptera — .
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5
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24
6
3
16
5
32
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3
3
—
—
3
2
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4
2
28
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38
11
Carabidae .
—
—
—
—
—
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—
—
—
—
1
1
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2
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—
—
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11
3
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—
—
—
—
—
—
4
1
7
1
6
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3
6
2
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3
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
16
12
3
Tenebrionidae .
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
_
—
—
—
1
1
—
—
—
—
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—
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—
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—
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—
—
—
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—
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—
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—
—
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—
2
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—
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Lcpidoptera (larvae) .
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—
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Orthoptera .
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—
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2
2
1
1
1
1
4
2
2
2
1
1
Blattidae . . .
2
1
2
1
4
2
1
1
1
1
—
—
2
2
2
2
1
1
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1
1
1
1
—
—
4
2
1
1
—
—
Forficulidae .
—
—
1
1
3
1
—
—
—
—
—
—
2
15
2
1
1
_
_
—
—
—
—
—
—
1
1
—
—
1
1
1
1
Thysanoptera .
10
2
Isoptera . .
—
1
—
2
—
—
1
—
—
—
1
—
P j
—
—
—
—
—
19
1
—
—
—
—
—
—
1
—
—
—
—
—
—
Aptera .
—
—
—
—
—
—
p
—
—
—
—
—
10
4
—
—
1
1
—
—
—
—
—
1
1
15
5
Crustacea
1
1
3
2
1
1
2
l
! _
_
_
__
—
—
Oniscoida .
1
1
_
—
_
_
—
—
—
_
—
—
—
3
2
_
1
1
2
1
_
_
—
_
—
_
—
—
—
—
—
—
—
—
Amphipoda .
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
; —
—
—
_
—
_
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
Myriopoda .
5
3
6
3
1
1
1
1
1
1
3
2
4
5
4
2
2
2
1
9
2
1
1
2
1
—
—
2
2
—
—
3
2
—
—
Chilopoda .
3
2
1
1
1
1
1
1
1
1
2
1
—
2
2
1
1
2
1
5
1
1
1
2
1
—
—
1
1
—
—
2
1
—
—
Diplopoda .
2
1
5
2
—
—
—
—
1
1
4
3
2
1
1
—
—
4
1
—
—
—
—
—
—
1
1
—
—
1
1
—
—
Arachnoidea .
8
6
1
1
10
5
4
2
7
4
6
6
21
47
15
13
8
13
8
33
10
5
3
9
5
12
8
2
1
8
4
8
7
—
20
Araneae .
6
4
—
—
8
4
4
2
6
3
3
3
16
26
10.
6
5
10
5
9
5
5
3
1
1
6
4
2
1
8
4
3
3
7
4
Acarina .
2
2
—
—
2
1
—
—
—
—
—
—
4
4
3
3
2
2
2
24
5
—
—
8
4
5
3
—
—
—
—
2
2
(200)
16
Mollusca . .
2
2
1
1
—
—
—
j —
—
—
—
—
5
3
2
_
13
2
1
1
—
—
—
—
o
U
2
1
1
3
2
3
2
—
—
Vermes . .
1
1
—
—
j 1
1
—
—
—
3
1
—
—
1 6
1
—
—
1 __
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
7
2
3
2
Total . .* .
52
39
45
3!
27
22
8
11
16
17
25
21
69
BO
73
35
31
1
48
24
183
45
12
12
61
16
»i
20
10
12
20
17
54
37
351
56
—
Total
ON MOLLUSCS OF THE KRAKATAU-ISLES.
By
Tera van Benthem Jutting,
(Zoologisch Museum, Amsterdam).
The following lists give a summary of all the species of Mollusca
recorded since the eruption of 1883 untill now from the islands of the
Krakatau-groep. Those collected by Mssrs. Dammerman, Docters van
Leeuwen, Sunier and Boschma, were sent to the Zoological Museum at Am¬
sterdam where I worked them out. For the identification of Psammvbia
petalina Desh. however I am indebted to Mr. Ed. Lamy of Paris, while
Mr. G. G. Robson in London was so kind to compare the Nesopupa (Fig. 1)
with the Vertiginae in the collections of the British
d not be identified with one of the
. species, but bears most affinities to
a little Mauri tius-shell Nesopupa
micro, Pils.
Krakatau. The Littorina
being a brackish water, ’ sub-mar¬
ine”, species, is of little import¬
ance; Opeas gracilis, ,a cosmopol¬
ite, is generally regarded as one
of the first invaders in new trop¬
ical districts, easly introduced
Fig. 1. Nesopupa (cfr. micra Pilsbry) by decaying wood, by moss-grown
from Krakatau. Left figure X 22. trees and branches washed ashore.
Properly said only the Kaliella, and Nesopupa are remarkable, the first
because its distribution is limited, Nesopupa because of its close relation
to an element of the fauna of Madagascar.
The distribution of such minute forms #s Kaliella and Nesopupa might
be much wider, but our knowledge of their occurrence in the surface fauna
is far from complete.
Ye r la ten Island. Exept the terrestrial species Pythia scarabeus,
also found on Krakatau, and another Pythia (P. pantherina A. Ads.),
only recorded from Verlaten Island, on Verlaten Island most of the
140
T. v. Bexthem Jutting: Molluscs of Krakatau .
141
molluscs (*) have been collected in the brackish- water lake cut off from
the sea, therefore belonging to the above-mentioned * i * sub-marine ’ ’ zone. We
do hardly expect here other organisms than those adapted to the meso- or
polyhaline milieu.
S e b e s y. Apart from a few species which again belong to the brackish-
water area, formerly alluded to, the molluscan fauna of this island fur¬
nishes a fairly better representative collection of tropical forms than that
of Krakatau. Here we meet for the first time elements originating from
the Sumatran fauna viz. Pliaedusa sumatrana and Pupina superba un¬
doubtedly due to the closer situation of the two islands.
It is striking that the whole collection contains only the smaller species.
Large forms as Xesta, Hemiplecta, Cyclotus, Cyclophorus etc. are untill now
completely wanting, the biggest species being the Amphidromus on Kra¬
katau and Sebesy. This might be ascribed to the greater easiness with
which small species are carried to new areas.
Moreover it is worth to note that new fauna of these isles does not
chiefly consist of forms which one might expect to be better secured against
the influence of seawater by means of an operculum or a clausilium. In
fact there are only three species of the land-mollusca in consideration which
are able to withdraw behind such a protective door: Leptopoma, Pupina
and Clausilia whereas on the contrary the majority is exposed by an un¬
provided peristome and even Helicarion, Collingea and Vaginula are almost
or entirely naked.
The classic instance of birds’ feet carrying mollusca or their eggs to
new territories lacks sufficient proof and in my opinion introduction by
means of floating material washed ashore is of far more importance.
Besides the occasion for eggs to be transplanted in this way seems to appear
still more favourite.
Summarising why I consider it improbable that land-snails readied
these districts immersed in seawater and the intervenience of a bearing
terrestrial element is necessary, we have to emphasize the following
reasons.
1. Large species are entirely wanting.
2. OpercuLate land-shells occur in far smaller number than inoperculate
ones.
3. The pulmonate snails with an altogether unprotected mouth and the
naked slugs can only be introduced when hidden in substance of
terrestrial origin.
(1) Dr. Dammerman informs me that he collected on Verlaten Island specimens
of Kaliella indifferens and Opeas gracilis. Though these shells never reached me
I have no suspection against their correct identification and consequently inserted
them into the adjoined List of Species.
142
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
The first malacologist who visited Krakatau after the eruption was
Mr. Ad. Strubell. He had the oppertunity to make an excursion on the
island in 1889 and collected a few species of which 0. Bottger (Ber. Senck.
Naturf. Ges. 1890 pag. 137 — 173) gives a short commentary in connexion
with the rest of ‘Ad. Strubell ’s Konchylien aus Java, I.”
The species stated are:
Neritina subpunctata Recluz var. moluccensis Mrts.
Littorina carinifera (Menke).
„ intermedia Phil.
„ pusilla Phil.
„ subgranosa v. Frfld.
Acmaea spec.
The five Littorinae are quoted by v. Martens in Max Weber, Ergebn.
Reise Niederl. Ost-Indien Vol. IV 1907. In stead of L. pusilla, however,
this author considers the present shells as mere varieties of L. ventricosa
and creates the new variety Strubelli for them.
All the above-mentioned species are marine or sub-marine.
Before the volcanic eruption of 1883 four species had been recorded
from Krakatau (or Rakata) by Ed. von Martens (Preuss. Exped. Ost Asien,
Zoologie, Bd. II, 1867, Landschnecken) viz.,
Hemiplecta umbilicaris le Guill. var. sumatrana v. Mrts. p. 214)
Hemiplecta arguta Pfr. (p. 219)
Chloritis helicinoides Mouss. var. cryptopila Mouss. (p. 270)
Amphid,romus inversus Mull. (p. 338).
They have not been observed by scientists who visited the island since
the catastrophe.
T. v. Benthem Jutting: Molluscs of Krakatau.
143
List of Molluscs from the Krakatau-Isles.
Helicarion lineolatus v. Marts.
2 ex. Sebesy 700 M. alt., leg. Dammerman, 25. IV. 1921.
Colli ngea strubelli (Simroth).
3 ex. Sebesy 700 M. alt., leg. Dammerman, 25. IV. 1921.
Kaliella indifferens Bbttg.
9 ex. Krakatau, surface fauna, leg. Dammerman, 12. XII. 1919, orig.
No. 6.
? ex. Verlaten I., surface fauna, leg. Dammerman, 24. X. 1921.
• 21 ex. Sebesy, surface fauna, leg. Dammerman, 26. X. 1921.
Kaliella convexoconica Mlldff .
2 ex. Sebesy, surface fauna, leg. Dammerman, 26. X. 1921.
Amphidromus porcellanus (Mouss) .
1 ex. Krakatau, numerous in ravines of Peak of Rakata, leg. Jacobson,
V. 1908.
2 ex. Sebesy N., leg. Dammerman, IV. 1921.
1 ex. Krakatau, with eggs, leg. Sunier, 25. IV. 1919; 5 ex. Krakatau,
500 — 800 M. alt., leg. Docters van Leeuwen, I. 1922.
Plectotropis kraepelini Leschke.
2 ex. Sebesy, leg. Dammerman, IV. 1921, 27. X. 1921.
Plectotropis spec. juv.
2 ex. Sebesy, surface fauna, 26. X. 1921, I. 1922; probably kraepe¬
lini, but in bad condition.
Prosopeas achatinaceum (Pfr.) .
40 ex. Sebesy, surface fauna, leg. Dammerman, 26. X. 1921.
Prosopeas turricula (v. Mrts.).
6 ex. Sebesy, surface fauna, leg. Dammerman, 29. IX. 1920, IV. 1921,
26. X. 1921.
Opeas gracilis (Ilutton) .
20 ex. Krakatau, surface fauna, leg. Dammerman, 24. IV. 1920, Orig.
No. 10.
1 ex. Verlaten I., surface fauna, leg. Danunerinan, 24. X. 1921.
Phaedusa sumatrana (v. Mrts.) .
1 ex. Sebesy, leg. Dammerman, IV. 1921.
Nesopupa [cfr. mi era (Pilsbry)].
13 ex. Krakatau, eastern part, surface fauna, Chemara-wood, leg.
Dammerman, 24. IV. 1920, Orig. No. 11.
Vaginula strubelli Simroth.
3 ex. Sebesy, leg. Dammerman, 29. IX. 1920, 26. X. 1921; 2 ex. Sebesy,
700 M. alt., leg. Dammerman, 25. IV. 1921.
Leptopoma vitreum (Less.).
5 ex. Sebesy, leg. Dammerman, 25. IV. 1921 ; 3 ex. Sebesy, 700 M. alt.,
leg. Dammerman, 25. IV. 1921.
144
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
Pup in a (or Porocailia?) spec.
1 ex. Krakatau, leg. Jacobson, V. 1908.
Pupina superba Pf r.
1 ex. Sebesy, leg. Danimernian, IV. 1921; 3 ex. Sebesy, 700 M. alt.
leg. Dammerman, 25. IV. 1921.
Pythia pantherina (A. Ads.).
3 ex. Verlaten I., leg. Dammerman, XII. 1919.
Pythia scarabeus (L).
Numerous ex. Krakatau, leg. Dammernian, XII. 1919, IV. 1920.
6 ex. Verlaten I., leg. Dammerman, XII. 1919.
5 ex. Sebesy N., leg. Dammerman, IV. 1921.
Melania tuberculata (Mull.) juv.
3 ex. Sebesy, freshwater pool, leg. Boschma, IV. 1921.
Melania tuberculata (Mull.) var. seminuda v. Mrts.
3 ex. Sebesy, freshwater pool, leg. Dammerman and Boschma,
IV. 1921.
Neritina ualanensis Less. var. nigrobifasciata v. Mrts.
4 ex. Verlaten I., brackish-water lake, leg. Dammerman, 25. X. 1921.
Littorina conica Phil.
1 ex. Krakatau, on low plants on the beach, leg. Dammerman, XII.
1919.
Littorina scabra (L).
13 ex. Sebesy, on mangrove (Avicennia), leg. Docters v. Leeuwen,
IV. 1921.
Littorina scabra (L.) var. arbor icola Reeve.
1 ex. Sebesy, on mangrove (Avicennia), leg. Docters v. Leeuwen, IV.
1921.
Littorina picta Phil.
15 ex. Lang Island, on tree washed ashore, leg. Jacobson, V. 1908.
Littorina spec.
I ex. Lang Island, on rocks at the beach, leg. Jacobson, V. 1908.
Cerithium corallinum Kien.
II ex. Verlaten I., brackish-water lake, leg. Dammerman, 28. IX. 1920.
1 ex. Sebesy, on mangrove (Avicennia), leg. Docters v. Leeuwen, IV.
1921.
Cerithium spec. juv.
2 ex. Verlaten I., brackish-water lake, leg. Dammerman, 25. X. 1921.
Truncatella valida Pf r.
2 ex. Sebesy, leg. Dammerman, 26. X. 1921.
Modiola undalata Dkr. var. crassicostata Preston.
3 ex. Verlaten I., brackish- water lake, leg. Dammerman, 25. X. 1921.
Psammobia petalina Desh.
12 ex.* Verlaten I., brackish-water lake, leg. Sunier, 26 — 29. IV. 1919.
T. v. Benthem Jutting: Molluscs of Krakatau. 145
The species with an t as far as they were
observed by Jacobson in 1908, have been
3
hH
identified by the late Maj. P. A.
3
ci
c
<v
>>
c5
is
Other localities.
Ou wens of Buitenzorg.
cS
>
J*
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a
s
ci
H
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>
r— ^
©
03
p
m
Helicarion lineolatus v. Marts.
+
+
+
Collingea strubelli (Simroth.)
+
+
Kaliella indifferens Bbttg.
+
+
4-
+
Kaliella convexoconica Mlldff.
+
+
t Amphidromus porcellanus (Mouss.)
+
+
+
+
Plectotropis kraepelini Leschke.
+
+
Prosopeas achatinaceum (Pfr.)
+
4-
+ !
Prosopeas turricula (v. Mrt.s.)
+
! Siam.
Opeas gracillis (Hutton )
+
+
+■
+ |
Phaedusa sumatrana (v. Mrts.)
+
,
f ;
Nesopupa (cfr. micra (Pilsbry)).
+
Mauritius.
Vaginula strubelli Simroth.
+
+
Leptopoma vitreum (Less.)
4"
+
f Pupina (or Porocallia?) spec.
+
Pupina superba Pfr.
+
+
Pythia pantherina (A. Ads.)
4-
4-
+
Pythia scarabeus (L.)
4-
+
+
+
Melania tuberculata (Mull.) juv.
4-
+
+
Melania tuberculata (Mull.) var. seminuda v.
Mrts.
4-
+
+
Noritina ualanensis Less. var. nigrobifasciata
v. Mrts.
4-
+
Littorina conica Phil.
4-
+
4-
Littorina scabra (L.)
4-
+
+
Littorina scabra (L.) var. arboricola Reeve.
+
-1-
t Littorina picta Phil.
+
+
Lang Island.
Cerithium corallinum Kien.
4-
+
+
+
Cerithium spec. juv.
4-
Truncatella valida Pfr.
4-
, +
Modiola undulata Dkr. var. ciassicostata Preston.
+
Moluccas, Ganges.
Psammobia petalina Desli.
+
Chinese Sea.
Total number
7
9
19
Terrestrial species
6
4
13
Freshwater „
0
0
2
Marine r
1
5
4
10
A NEW SPECIES OF THE GENUS AULACOCEPHALA
(DIPT.) FROM SUMATRA.
By
J. R. Malloch,
(U. S. Bureau of Biol. Survey, Washington).
This genus and one or two which are closely related to it have been
placed by some authors in a group termed Tachino-Oestridae as they
possess characters which arc about intermediate between those of the
Tachinidae and the Oestridae. 1 am of the opinion that they really find
their closest affinities in the group to which the Australian and Oriental
genus Rutilia belongs. I append a list of the generic characters below:
The hypopleura differs from that of the Tachinidae and Sarcophagidae
in having instead of a single vertical series of strong bristles at middle
several series of long setulae or fine bristles, which allies them with the
genus Rutilia and its allies. The wing venation is not exceptional (Fig. 1),
Fig. L Wing of Aulacocephala badia (Africa).
but the mouth parts are much aborted, the proboscis being almost vestigial
and the palpi short and fleshy, though these are not so small as in normal
Oestridae. Another peculiarity lies in the structure of the head below
the eyes, the greater part of the central area of face consisting of the
broad parafacials which arc covered with dense stiff hairs, while the face
proper consists of a linear bare strip between two vertical impressed lines.
On the upper part of the face there is a deep concavity within which the
antennae may be entirely concealed when the head is viewed from the side;
this cavity has a narrow central vertical ridge. The antennae are small,
146
J. R. Malloch: Aulacoccpliala from Sumatra . 147
not one third the lenght of face, with the third segment about 1.5 as long
as second, and the arista is bare and long. The postscutellum is well devel¬
oped and there are no hairs along the lower margin of the declivitous, part
of thorax just in front of base of scutellum. 1 cannot detect the abdominal
spiracles and believe they are situated in the membrane as in some Oestridae.
I believe that the genus must be considered as an Oestrid.
A comparison of the only East Indian specimen before me with an
African specimen of A. badia Gerst. reveals distinctions in the venation
etc. that appear to justify the specific separation of the two insects as
noted below.
Aulacocephala karnyi sp. n.
Male. — Dull brownish testaceous, antennae, palpi, and legs paler.
Inner cross-vein of wing conspicuously clouded,
the others not noticeably so.
Structurally and in chaetotaxy similar to
badia Gerst., but the cross- vein closing the first
posterior cell of wing is almost straight, the
outer crossvein is distinctly beyond the middle
of first posterior cell (Fig. 2), and the insect is
Fig. 2. Wing of Aulacocc- smaller.
phala karnyi (Sumatra), T n
. , Length, 9 mm.
tip only.
Type, Wai Lima, S. Sumatra, 15 Dec., 1921 (Karny =§* 457).
Nothing is known of the larval habits of the genus.
DESCRIPTIONS DE GRYLLIDES NOUVEAUX DE JAVA
par
L. Ciiopard,
(Paris).
Nemobius kamyi, n. sp.
Types: 1 cf et 1 ? , Tjibodas (alt. 1500 m.), II. Karny, 13 — VIII — 1920
(ma coll.). — Cotypes: 2 , 4 meme loealite (Mus. Buitenzorg). —
Tjigombong, VII — 1920, 2 autres
Assez petit, brun tres fonce, avec de longs poils noirs sur la tete, le
thorax et les pattes. Tete brune avec deux bandes plus claires sur le
front, a peine distinetes; face presque noire; palpes brun fonce, le dernier
article des palpes maxillaires long, peu
dilate, brun noiratre. Pronotum trans¬
versal, non retreci en avant, brun roux
fonce. Abdomen brun, a pubescence fine,
rousse, et taches rousses peu marquees.
Cerques bruns. Pattes concolores, les
tibias un peu plus fonces que les femurs ;
femurs posterieurs peu elargis, a face ex-
terne unicolore, brun testace ; tibias armes
de trois paires d’epines assez longues et
greles, leurs eperons inferieurs nettement
inegaux; metatarse long et grele.
cf. — Plaque sous-genitale assez
courte, tronquee a Papex. Troisieme cpi-
ne interne des tibias posterieurs dilatee
a la base et bien incurvee. Elytres n’at-
teignant pas Papex du 5e tergite abdomi¬
nal, tronques, noirs, luisants; veine diago-
nale longue, presque droite; miroir indis¬
tinct, forme de deux cellules ; aire apicale
nulle; cordes presque droites, les deux
internes brievement tigees.
$ . — Plaque sous-genitale courte,
largement arrondie posterieurement. Fig. 1. — Nemobius kamyi
Oviscapte assez long, presque droit, a n. sp., X 8.
148
L. Chopard: Gryllides nouveaux de Java.
149
valves apicales longues, aigues, les superieures presentant une douzaine de
dents fortes, dirigees en arriere. Elytres noirs, n’atteignant pas l’apex du
4e tergite abdominal, arrondis a l’apex, leur champ dorsal presentant 5
nervures elevees, tres droites, sur chaque elytre ; nervules transversales rares.
Long. 6 mm.; pronot. 1,5 mm.; elytres d* 2,5 mm., $ 2 mm.; fern. post.
4,2 mm.; oviscapte 3,2 mm.
Varietes. — <f. I>a couleur generale peut etre un pcu plus claire; le
miroir est parfois encore plus redout, ne presentant qu’une seule cellule,
les cordes internes longuement tigees.
§. — Les taehes rousses de 1 ’abdomen sont plus ou moins visibles; les
elytres peuvent etre plus arrondis a l’apex, presentant un bande humerale
plus claire que le fond de 1 ’elytre.
Comme aspect general, cette espece rappelle le Pteronemobius heydeni
Fisch., mais elle en differe par l’armature des pattes, qui en fait un vrai
Nemobius , par la nervation de 1 ’elytre du d* et par la forme de 1 ’oviscapte.
Je suis heureux de la dedier a M. H. Karny dont les recherches sur la
faune de Java presentent le plus vif interet.
Cryptoptilum apterum, n. sp.
Type: 1 , Depok, H. Karny, 8 — VIII — 1920, auf Gestrauch gekotschert
(ma coll.).
Fig. 2. Nemobius kamyi n. sp„ extremity du tibia postgrieur, face interne,
X 15. — Fig. 3. Id., oviscapte, X 15. — Fig. 4. Id., extremity de 1'oviscapte,
X 30. — Fig. 5. Cryptoptilum apterum , n. sp., t§te et pronotum, X 3. — Fig. 6.
Id., extremite abdominale, X 8. — Fig. 7. Pentacentrus unicolor . n. sp., tete
vue de profil, X 8. — Fig. 8. Id., oviscapte, X 8. — Fig. 9. Id., extremite de
Toviscapte, X 25.
150
Treubia Vol. VI, Liyr. 2.
Taille moyenne, couleur testac6 roux, l’abdomen plus brun. Tete de la
largeur du pronotum, le vertex et le front tres deprimes, ce dernier pre-
sentant deux petites impressions entre les antennes; rostre frontal court,
un peu plus etroit. que le premier article antcnnaire, arrondi au sommct,
non sillonne; palpes brun foncc; palpes maxillaires a trois derniers articles
ii peu pres egaux, 4e article un peu dilate a l’apex, 5e assez fortement dilate
et obliquement tronque. Antennes a premier article roux, les suivants
jaunes. Pronotum asscz faiblement prolongc, tres peu dilate posterieurement,
a bord posterieur arrondi, surface regulierement et faiblement convexe.
Elytres tres reduits et entierement caches sous le pronotum. Abdomen tres
legerement dilate au milieu ; dixieme tergitc presentant deux petites
protuberances lisses; valve anale superieure triangulaire, lisse, presque ho-
rizontale; valves anales inferieures presentant un prolongement cylindrique
tres grele, asscz long, dirige vers Tarnere; plaque sous-genitale assez petite,
arrondie au bord posterieur. Cerques manquant; Pattes anterieures et
posterieures manquant ; pattes intermediates testacees, assez courtes, les
tibias un peu renfles vers la base; tarses tres courts.
Long. 9,5 mm.; pronot. 3,5 mm.; larg. du pr. en avant 2 mm.; larg. du
pr. en arrierc 2,1 mm.
Cette espece ressemble a C. tubulatum
Rehn et Heb., mais son pronotum est beau-
coup moins prolonge et ses elytres sem-
blent presque nuls, tandis qiPils sont plus
ou moins visibles chez les autres especes
du genre.
Pentacentrus unicolor, n. sp.
Type : 1 $ , Depok, H. Karny, 8 —
VIII— 1920 (ma. coll.).
Brun assez fonce, unicolore. Tete un
peu plus large que le pronotum ; occiput
eleve, front tombant et tres long ; face tres
reduite par suite de Pinsertion basse des
antennes; palpes maxillaires courts, h
dernier article triangulaire, large. Anten¬
nes brunes. Pronotum transversal, a bord
posterieur subanguleux ; lobes lateraux tres
bas, remontant en arriere; surface portant
des longues soies comme chez les Nemolrius.
Abdomen brun, plus clair dessous; cerques
tr&s longs. Oviscapte grele, courbe vers
le haut, £ valves apicales petites. peu
aigues. Pattes courtes, brunatres, avec de
Fig. 10. — Pentacentrus unicolor,
n. sp., X 7.
longues soies noires; tibias an-
L. Chopard : Gryllides nouveaux de Java. 151
terieurs perfores d’un grand tympan ovale de chaque cote. Pattes poste-
rieures manquant. Elytres etroits, allonges, bran nniforme ; 3 nervures
paralleles dans le champ lateral, la premiere un peu ecartee de la media-
stine; 4 nervures dans le champ dorsal, les trois premieres paralleles ot
regulierement espacees, un peu sinuces, la 4e un peu plus rapprochee de la
3e que celle-ci de la precedente; nervules transversales tres rares. Ailes
depassant beaucoup les elytres.
Long. 7,5 mm.; long, avec les 61. 9 mm.; long, avec les ailes 11,5 mm.;
elytres 6 mm. ; oviscapte 4,2 mm. ; cerques 6 mm.
Bien que ses pattes posterieures manquent, il n’est pas douteux que
cctte espece appartienne au genre Pentacentrus ; la forme de sa tete est,
en particulier, tres earacteristique ; sa coloration d’un brun uniforme suf-
firait pour la differencier des quelques autres especes du genre.
Fig. 11. — Paratrigonidium
fuscocincturn, n. sp., X 10.
Paratrigonidium fuscocincturn, n. sp.
Types: 1 , Tjibodas, H. Karny, 13 —
VIII — 1920, sur Ardisia fuliginosa (ma
coll.) ; — 1 $ , provenant de Java, sans
localite precise (ma coll.).
d*. — Jaune testace (a Tetat frais,
d’un vert vif, d^pres Karny), les elytres
presque transparents, hordes tout autour
dhme etroite bande brun un peu rougeatre.
Tete large, le milieu de la face et le rostre
frontal dJun brun rougeatre; palpes maxil-
laires jaunes, a 4e article court, 5e long et
dilate. Antennes a premier article jaune,
les suivants bruns. Pronotum etroit,
luisant, un peu r6tr6ci en avant, a bords
anterieur et posterieur rebordes, d'un brun
presque noir, se fondant en une bande assez
large, brun rougeatre; lobes lateraux brun
rougeatre ; disquc sillonne au milieu. Pattes
jaunes sur le sec (vertes sur le vif) ; femurs
posterieurs unicolores, presentant au bord
inferieur interne, dans la moitie apicale, 7
longes soies. Cerques jaunes. Elytres lui-
sants, presque transparents.
5. — Meme coloration que le a* ; ely¬
tres cornes, enfumes, a nervures peu mar¬
quees, eeartees, paralleles. Oviscapte tres
finement denticule (en mauvais etat).
152
Treubia Vol. VI, Live. 2.
Long. 5 mm. ; elytres d* 3,8 mm. ; $ 3,5 mm.
Cette petite espece est bien caracterisee par sa coloration tres parti-
culiere.
Anaxipha nemobioides, n. sp.
Type: 1 §, Batavia, H. Karny, 29 — VUI — 1920 (ma coll.).
Relativement grand pour le genre; brun jaunatre avec des taches brunes
lui donnant un peu l’aspect d’un Nemobius. Tete a front aplati et tombant;
occiput avec quelques fines lignes brunes; une large bande brune entre les
yeux et une autre sur le rostre frontal; face a jiartie inferieurc jaune,
partie superieure brune avec une large eehancrure jaune autour de la base
des antennes; joucs jaunes avec une etroite ligne brune sous l’oeil et une
tache de meme couleur, rejoignant 1 ’occiput, derriere l’oeil. Palpes brun
jaunatre, le 5e article des palpes
maxillaires assez court, en triangle
tres large. Antennes jaunatres, a
premier article concolore. Prono-
tum transversal, a bords anterieur
et posterieur droits; lobes lateruux
brun fonce, a angles arrondis, bord
inferieur droit; disque orne de
bandes et taches brunes. Abdomen
brun ; valve anale superieure ar-
rondie, deprimee au milieu, lissc;
plaque sous-genitale tres grande,
retrecie vers Tapex, jaunatre au
bord apical. Cerques longs, brun
jaunatre. Oviscapte a valves api-
cales occupant la moitie de la
longueur totale; bord superieur des
valves superieures fincment denti-
cule et presentant une rangee de
7 tubcrcules. Pattes assez courtes
varices de jaunatre et de brun;
femurs anterieurs et intermediaires Fig. 12. — Anaxipha nemobioides ,
avec un anneau brun pr&s de n. sp., X 7.
1 ’apex ; tibias anterieurs perf ores des deux cotes. Femurs post4rieurs ornes,
a la face externe, de marbrures brunes, dessus et a la face interne, de trois
bandes brunes; tibias a epines tres longues, garnies de longs poils blan-
chatres. Elytres n’atteignant pas tout a fait Papex de Tabdomen, brunatres,
translucides ; champ lateral tres fonce, presentant 3 nervures completes ct
2 incompletes, celles-ci entre la mediastme et la nervure costale, courtes
et bouelecs, la premiere sur la mediastine, la seconde sur la premiere; champ
L. Ciiopard: Gryllides nouveaux de Java.
153
dorsal a 7 nervures paralleles, saillantes, avec quelques nervules transverses.
Ailes nulles.
Long. 7 min.; pronot. 1,5 mm.; elytres 4 mm. ; fern. post. 5,5 mm.;
cerques 4 mm. ; oviscapte 3 mm.
Cette espece est tout a fait remarquable par sa taille relativement
grande et par sa coloration.
DIPTERA NEMATOCERA FROM THE DUTCH EAST INDIES.
By
F. W. Edwards.
(Published by permission of the Trustees of the British Museum).
The present paper deals with part of a very interesting collection of
Nematocerous Diptera received for determination from Dr. H. H. Karny
of the Buitenzorg Museum in January 1923. For the most part the material
was collected by Dr. Karny on two expeditions, one to Tjibodas in August
1921, the second to Lampongs, Sumatra, in November — December 1921.
Popular descriptions of both these trips, with a number of photographs,
have been published by Dr. Karny in the German periodical “Natur” (Vol.
XIII, h. 13 and 19; Vol. XIV, h. 1 and 2).
Besides the species dealt with here, the collection contained a number
of interesting Chironomidae, which I hope to discuss at a later date. As
on a previous occasion, the writer is indebted to Dr. Karny, and to Dr.
Dammerman, Director of the Buitenzorg Museum, for the privilege of re¬
taining for the British Museum specimens of all species which were not
previously represented in our collections, including the types of all the
new species.
Mycetophilidae.
Leiomyia winthemi Leitm.
Java: Pangrango, 3000 m. VI. 1919, 2 $ (W. Docters v. Leeuwkn).
In these specimens the wing-markings are decidedly stronger than in
European examples, and the hair and bristles on the pleurotergites are black
instead of yellowish brown. This form has more than once been recorded
from Sumatra, but not previously from Java.
Delopsis brunet tii Edw. (collaris Biutn.).
A pair of specimens labelled “Dr J. Smith, Herbarium. 26. II. 1921.”
154
F. W. Edwards: Diptera Nematocera .
155
Trichomegalosphys funesta End.
Sumatra: Wai Lima, 5. XIT. 1921, 1 at light in house (Karny).
Scythropochroa leucogaster sp. n.
$. Head blackish, as also arc the antennae and the very short
labium and palpi. Flagellar segments about twice as long as broad, the
last four or five rather longer, the second slightly shorter; necks very short;
pubescence about half as long as the diameter of the segments. Thorax
entirely black, except for the humeral angles and some small membranous
patches on the pleura. Mesonotum moderately shining, pleura less so. Hair
of scutum and scutellum short, black. Upper part of mesepistcrmim densely
clothed with short black hair. Abdomen pale ochreous, except for the
last segment, which is black. Pubescence all black. Cerci round, black.
Legs dark brown, tarsi black. Tibial spin's dark, not much longer than
the diameter of the tip of the tibia. No hind tibial comb. Claws with large
basal hump; pul villi and empodium small. Wings strongly tinged with
blackish, and with deeper black seams bordering R, and Rs, rendering these
veins very conspicuous. Costal cell not widened. Sc traceable beyond the
base of Rs. R, much longer than R, ending beyond three-quarters of the
wing-length, and well beyond the base of the fork of M. Rs practically
straight, only very sligtly bent downwards towards the tip. Costa extending
two-thirds of the distance from the tip of Rs to that of Mr Cell M\
hardly more than half as long as its petiole. Base of fork of Cu half way
between the base of the petiole of cell M, and the base of Rs. No. macro-
trichia on M or Cu; microtrichia of membrane rather small. Halters black.
Length of body (abdomen rather shrivelled) 5.2 mm; wing, 7.2 mm.
Java: Tjiborom, 1500 m. 29. VITT. 1921, 1 $ on leaf of shrub
(Karny).
Although the coloration of this specimen is the same as in Enderletn’s
Psilomegalosphys xanthogaster , there are important differences in venation,
while the one-segmented palpi place it rather in the genus Scythropo-
chroa. It does not agree closely with the description of S. velata End.
(Sumatra).
Phorodonta perpallida sp. n.
$. Head brownish, darker round the ocelli. Eye-bridge rather
narrow, 2 — 3 facets wide. Antennae with the scape ochreous, flagellum
brown; first six or seven flagellar segments about half as long again as
broad, the following ones scarcely longer than broad, except the last, which
is longer. Palpi whitish, rather long; second segment longer and
rather stouter than either the third or fourth, which are subequal.
Thorax pale ochreous, mesonotum scarcely darker, hairs few and
inconspicuous: scutellum with two longish black bristles and some smaller
ones. Abdomen whitish, tergites light ochreous ; ovipositor short,
156
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
lamellae transversely oval. Legs with the coxae and femora whitish,
tibiae brownish, tarsi darker brown. On the front legs the whole tarsus is
about three quarters, on the mid and hind legs about two-thirds as long
as the tibia. Tibial spurs short, pale. Hind tibial comb indefinite.
Claws strongly curved, each with one strong and rather long median ventral
tooth. Wings very transparent, veins all pale, media barely distinguish¬
able. Microtrichia rather large and sparse; no macrotrichia on M or Cu.
Rx only half as long as R, ending well before the base of cell M1? which
is slightly longer than its petiole. Tip of M3 slightly near wing-apex
than tip of Rs. Petiole of cell Cu, distinct. Halters pale brownish.
Length of body (extended) 2.5 mm; wing 2.3 mm.
Sumatra: Lampongs, in forest at camp site two hours above Wai
Lima, 11. XI. 1921, 1 $ (Karny). Type in the British Museum, in alcohol.
The uniformly pale color of this insect is very striking, though, it
may be partly due to its preservation in alcohol. On account of its con¬
spicuously toothed claws I refer it to Phorodonta, though it does not
appear to be very closely related to the species described by Rubsaamen.
The European Sciara flavipes Panz., in which the claws are slightly toothed,
has much longer legs than the Sumatran species, and possesses macrotrichia
on M and Cu.
Bibionidae.
Crapitula melanaspis Wied.
Java: Tengger, 1800 m, 16. 11. 1920 (W. Docters v. Leetjwen). Tji-
bodas 1400 m., VIII. 1921 (Karny). Pengalengan, 1400 m., X. 1921 (Smith). .
Plecia fulvicollis F.
As I have pointed out in a previous paper (Journ. Fed. Malay States
Museums, Vol. 8. 1919, p. 9), a number of distinct species have been confused
under this name. Among these I have distinguished P. subvarians Walker,
which is very distinct in the structure of its antennae and hypopygium. I
now find that the series of specimens with which I compared P. subvarians
(in the paper quoted) consists of at least three species, and therefore my
comparison is valueless. For a better understanding of the species of this
group, I now give figures of the hypopygium of several. All those here
dealt with have the thorax entirely reddish, differing thus from the members
of the ruficollis group ( ruficollis F. and allied African species, tergorata
Rond., forcipata O. S. and allied Oriental species) which have a reddish
mesonotum and blackish pleura. Since P. fulvicollis was originally record¬
ed from Sumatra. I propose to use the name now for the only species of
this group, apart from P. subvarians, of which I have seen examples from
Sumatra. It may bo defined as follows: ---
157
F. W. Edwards: Diptera Nematocera .
Ocelli and ocellar tubercle of the d* very large. Antennae of the
with 2 + 7 segments, segments 4 — 8 rounded, slightly broader than
Fig. 1. Hypopygia and ocellar tubercles of o*o* Plccia thoracica Guer. (t),
P. fulvicollis Fab. (f), P. amplipennis Skuse (am), P. javensis sp. n. (j), and
P. a ruen sis sp. n. (ar.). The left half of each figure shows one half of the
hypopygium from above, the right half of each shows one half of the organ
from below; in each case the oedaeagus is omitted. The small diagrams
show the relative sizes of the ocellar tubercles of P. fulvicollis and P. thora¬
cica; the latter species has quite as large a body as the former.
long, distinctly pubescent. Antennae of $ with 2 + 9 segments, 4 — 10
rather broader than in the d* > all with short ventral pubescence; 11
rather large but closely applied to 10, without ventral pubescence. Front
tibiae in both sexes rather stout and slightly flattened, slightly narrowed
at both ends, with moderately short pubescence which is not quite as long
as the diameter of the tibia. Hypopygium: Lobes of ninth tergite not
prominent laterally. Ninth sternite of complicated structure, with a heavily
chitinized, slightly trilobed median portion (possibly representing the fused
parameres) between which and the small unproduced lateral portions are
the small, short, blunt-tipped claspers.
Sumatra: Lampongs, in forest at camp site two hours above Wai Lima,
18 — 19 XI. 1921, 2 c? 1 § (Karny & Siebers). Also lcf 2 $, much
damaged, in the British Museum from Sumatra (Everett).
Plecia subvarians Walker.
Sumatra: Lampongs, in forest at camp site two hours above Wai Lima,
13. XI. 1921, 1 $ (Karny & Siebers). Antennae distinctly longer than in
158 Treubia Vol. VI, Livr. 2.
the above, in the $ with 2 — 9 segments, 4 — 10 nearly globular, 11 minute.
Front tibiae rather less stout and not at all flattened, with long hair,
distinctly longer than the diameter of the tibiae. •
Plecia thoracica Guerin.
This was originally recorded from Coromandel, and I have little
hesitation in referring to it a number of specimens in the British Museum
from India and Ceylon. It is the species which has been identified by
Brunetti as P. fulvicollis, but is quite distinct from1 the Sumatran species
which I have described above. Although 1 have not seen it from outside
India and Ceylon, it may have a wider distribution. The chief characters
are the following: Ocelli and ocellar tubercle of very small. Antennae
of (f with 2 + 8 segments, $ with 2 + 9 segments ; 4 — 9 in d* > 4 — 10 in
$ considerably broader than long, last segment small but closely applied
to the penultimate. Front tibiae rather slender, not flattened, narrowed at
the base but not at the tip, pubescence scarcely as long as the diameter.
Hypopygium: Ninth tergite with long and rather dense hair at the outer
corners, which are slightly produced, beneath it is very densely covered
with short, stiff black bristles. Ninth sternite of simple structure, corners
slightly produced. Claspers rather large, broad and flat, square-ended,
hairy.
Plecia amplipennis Skuse.
Described originally from Queensland, this species is represented in
the British Museum by a number of specimens from Queensland and the
New Hebrides. The ocellar tubercle of the c* is a little larger than in
P. thoracica, but much smaller than in P. subvarians and P. fulvicollis .
Antennae and front tibiae as in P. thoracica. Hypopygium much
resembling that of P. thoracica, but with slight differences in both the
tergite and sternite, while the claspers instead of being square-tipped end
in a rather long point, which is bent upwards (hence not shown well in the
figure).
Plecia javensis sp. n.
Closely resembles P. thoracica Guer., and P. amplipennis Skuse, as
defined above, differing only in the male hypopygium, particularly in the
distinctly produced and truncate lateral corners of the ninth tergite, and
in the shape of the claspers. (Compare figures given herewith of three
species.)
Java: Buitenzorg, type <3* 31. VIII. 1920, allotype $ VII. 1920, also
two other $ III. 1920. Type presented by the Buitenzorg Museum to the
British Museum.
This is perhaps to be regarded as a Javan race of P. thoracica , but
further data are desirable regarding its distribution.
F. \V. Edwards: Diptera Nematocera.
159
Plecia aruensis sp. n.
Closely resembles P. fulvicollis, but smaller (wing-length of d* about 5
instead of about 7 mm.). Ocellar tubercle of a* large. Antennae of
with 2 — f- S segments, 4 — 8 considerably broader than long, 10 very small,
embedded in the tip of 9, which is about as long as broad, llypopygium :
Lobes of ninth tergite very large, simple, rounded. Ninth sternite with a
pair of small lobes in the middle, which in ventral view completely hide the
vestigial claspers. Legs of cf missing; in the $ the mid and hind femora
and tibiae with moderately long pubescence.
Aru Is.: Type , allotype £ (A. R. Wallace, 1858), paratype
(Challenger Ex p., 1885). Specimens in tho British Musfcum,
Dilophus nigriventns de Mexj.
Java: Tjibodas, 1500 m. 16. VIII. 1921, 1 $ on bush in forest (Karny).
Simuliidae.
Simuiium varicome, sp. n.
cf . Head extremely large, considerably broader than the thorax.
Facets on the upper part of the eyes of quite unusual size, only 9 or 10
rows visible from above instead of the usual 15 — 20. Antennae with only
10 segments instead of the usual 11, and of unusual form and colour. Scapal
segments brownish, first very small, second rather small and of the usual
shape. First flagellar segment cylindrical, rather slender, about half as
long again as broad, basal third light ochreous, the rest brownish. Second,
third and fourth flagellar segments each about as long as broad, second
and fourth pale ochreous, somewhat darkened above, the third entirely black.
Fifth, sixth and seventh segments all black, as long as the preceding ones
but much compressed and enlarged beneath. Eighth (last) segment very
small and nipple-like, black. Palpi dark brown, rather short. Thorax
blackish-brown, somewhat shining, apparently
without any trace of silvery dusting, and with sparse
golden pubescence. Abdomen dark brown, with
rather scanty short pubescence. Sidepieces of
hypopygium small; clasper terminally inserted,
curved, tapering to a point, with small terminal
claw. Legs short, especially the hind pair, which
is no longer than the mid pair. Front femora and
tibiae brownish, pale at the tips; tarsi blackish,
almost cylindrical, first and third segments each
with a pair of long hairs near the tip. Mid femora dark brownish, tip pale ;
mid tibia dark brown, yellowish on the basal third and also narrowly at
the tip: first tarsal segment yellowish on the basal half, black apically;
Fig. 2. Simulium vari¬
come sp. n. Antenna
and hind leg of q*
(side view).
160
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
remaining segments blackish, pale at the base. Hind femora entirely blackish.
Hind tibiae yellowish with the apical third black; on the dorsal surface
are two peculiar humps, placed respectively at one third and two-thirds of
the length. First hind tarsal segment slender, about three-quarters as long
as the tibia; tip with the usual apical enlargement; basal three-quarters of
the segment yellow, the tip black; last four segments very short, together
only about half as long as the first. Pubescence of femora and tibiae rather
coarse, golden, on the black tip of the hind tibiae more brownish, a few
scattered longish dark hairs. Wings normal, transparent, microtrichia
rather sparse. Halters whitish.
Length of body, 2 mm., wing, 1.7 mm.
Sumatra: Wai Lima, 7. XII. 1921. 1 cf at light in house (Karny).
Type in the British Museum, in alcohol.
The structural characters of this species are such as to distinguish it
at once from all previously known members of the genus.
Simulium nobile de Meij.
Java: Buitenzorg, 12. XI. 1922, 1 £ at light (Karny). Buitenzorg,
27. III. 1921. 1 <3* (Siebers).
Anisopodidae.
Anisopus pulcliricornis Brun.
Syn. Rhyphus pulcliricornis Brun. July 1911.
Rhyphus flavipes de Meij. Dec. 1911.
Java: Tjibodas, 26. VIII. 1921, 1 $ on laboratory table (Karny).
Culicidae.
Culex mimeticus Noe.
Java: Tjibodas, 13. VIII. 1920, 1 9 (Karny).
This mediterranean species appears to have a wide distribution also in
the Oriental region, but always at high altitudes; in the plains it is replaced
by the allied C. mimulus Edw. It has not been recorded previously from Java.
Psychodidae.
Brunettia sapphirina sp. n.
§. Head with dark brown integument, denuded except for the
clypeus, which bears blackish hair-like scales. Antennae with 16 segments,
first nearly twice as long as broad, second globular, of the same diameter
as the first, both bearing broad whitish scales. Flagellar segments with
long basal, verticils, the dorsal hairs of which are more than twice as long
as the segments, the ventral shorter, and with much shorter pubescence
F. W. Edwards : Diptera Nematocera.
1G1
which occupies the rest of the segments, except for the bare necks, which are
nearly half as long as the basal parts of the segments. “Askoids” slender,
twisted towards the tips, longer than the pubescence but shorter than
the verticils. First flagellar segment broadly oval (apart from: the
neck) second a little longer and narrower, the rest slender. Palpi as long
as the antennae, clothed with narrow black scales, of four distinct segments,
of which the second is as long as the remaining three together. Thorax
largely denuded, the remaining vestiture (in the middle of the mesonotum
and on the scutellum) consisting entirely of pure white hair-like scales.
Abdomen densely covered with large dark brown, rather close-lying
scales, the posterior margins of the tergites with fringes of long, narrow
erect scales. Legs clothed mostly with rather small and fairly close-lying
scales; in addition the middle tibiae have numerous long hair-like suberect
scales all round, and the hind tibiae and metatarsi have many such scales
on the dorsal surface only. Scales mostly dark ; the tips of the tibiae *and
metatarsi broadly white, and the whole of the second tarsal segments white
scaled above, partly dark beneath. W ings with dense tufts of erect light
brownish hairs at the base on the upper surface but otherwise with only
a few fine hairs on the veins. Membrane densely clothed with broad flat
scales. On the upper surface the scales are for the most part purplish
black, but with a narrow transverse band of brilliant metallic blue at about
two- thirds of the wing-length, this band rather irregular in its course,
outwardly convex. Close before the tip of the wing is a patch of brownish
scales, almost golden in some lights; a few more metallic blue scales occur
on the hind margin just below the tip of the wing. Scales on the under
surface of the wing uniformly brownish. Fringe dark brown, except
round the tip, where it is golden. Wings oval, slightly pointed; venation
clearly discernible on the under surface; Rsending in the tip of the wing:
bifurcation of R9 + 8 near the base of the wing: that of M1+2 at a little
beyond one-third of the wing-length.
Length of body, 3 mm.; wing 3.3 X 1*8 nim. (excluding fringe).
Sumatra: Wai Lima, 5. XII. 1921, 1 $ at rest on leaves of coffee shrub
(Karny). Type in the British Museum.
This beautiful species is quite distinct from all those yet described from
the Oriental region, though rather similar to the West African B. splendens
Tonn. Tonnoir does not admit the genual Parabrunettia ; if it were main¬
tained this species would fall in it.
Tipulidae.
Libnotes nervosa de Meij.
Java: Buitenzorg, II. 1919. 1 m
Libnotes imimculipennis Senior-White.
Differs from typical L . nervosa as follows: — Sc a little longer, ending
11
162
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
distinctly beyond the tip of Es. Es a little longer and more oblique. Veins
of the cord less conspicuously thickened. Cells Sc,^ and Ex quite clear,
except for the oval stigma.
Java: Buitenzorg, II. 1919: rf in the British Museum, $ in the Bui-
tenzorg Museum. Originally described from Ceylon. L. obliqua Alex.
(Queensland) must be very similar to this species, but lacks the dark
praescutal stripe.
Libnotes scuteUata Edw.
Java: Tjibodas, 1500 m. 25. VIII. 1921. (Karny), 1^.
The last section of Et is longer than in the type, but otherwise the
agreement is perfect.
Libnotes alexanderi sp. n.
d*. Head ochreous. Eostrum and palpi blackish. Antennae brownish
ochreous, only the first segment darker; terminal flagellar segments a little
over twice as long as broad. Thorax ochreous brown. Praescutum with
indications of four darker brown stripes, most distinct posteriorly, where
they are almost black. Scutum with a pair of large blackish spots; scu-
tellum blackish except for an ochreous line in the middle; postnotum dark
brown, sides narrowly ochreous. Pleura unmarked. Abdomen ochreous-
brown, with a narrow black lateral line. Legs ochreous-brown, femora
each with a narrow black pre-apical ring. Wings with the ground colour
strongly yellowish: markings and venation as figured by Alexander (Proc.
U. S. Nat. Mus., Vol. 49, 1916, pi. 43 fig. 11). Ilalteres with pale ochreous
stem and black knob.
Length of body, 12 mm. ; wing 17 mm.
Java: Kandang Badak, 2405 m. 23. VIII. 1921, collected by native.
Type in the British Museum.
This is nearly allied to L. sumatrana Edw. but differs in being darker,
the seutellum dark at the sides, the knob of the halteres black, discal cell
somewhat shorter, with Cu, nearer its base, and An more sinuous towards
7 la
the base.
L. notatinervis Brun. (Himalayas) is also very near the newr species,
but differs in having the antennal flagellum black; a dark brown mark on
the lower part of the sternopleura ; Cuhi nearer the base of the discal
cell; the wing-markings lighter brown, and the ground colour of the wings
less distinctly yellowr.
Libnotes vittata sp. n.
cf. Head ochreous, unmarked. Antennae brownish-ochreous, the
second and third segments darker; basal flagellar segments about as long
as broad, the last four or five elongate, three or four times as long as broad.
Thorax: Pronotum rather short, ochreous. Praescutum ochreous, mar¬
gined with dark browrn, narrowly in front but more broadly behind; a pair
F. W. Edwards: Diptera Nematocera.
163
of small longitudinal blackish marks posteriorly, widely separated and just
extending on to the scutum. Scutellimi and postnotum whitish, the latter
with a deep black spot at each basal corner. Pleura ochreous, paler post¬
eriorly, with two short longitudinal blackish marks, the lower one continuing
a similar mark across the middle of the front coxa. Abdomen ochreous;
first segment with a pair of sublateral black spots; a rather narrow but
conspicuous median longitudinal black stripe extending along tergites
2 — 8 ; lateral margins of these tergites also very narrowly black. Hypopygium
ochreous. Legs ochreous ; a moderately broad subapical ring on the
femora and the tips of the tibiae dark brown. W ings long and narrow,
almost clepr: Cells C and Sc yellowish; narrow dark scams over the cross¬
veins; at the tips of Sc, R1? Cu2, An, and Ax (most distinct on this last),
at base of Rs and of cell Mlt near tips of R.2 + 3 and Mu and along the
whole of R4 + 5 except its tip. Sc ending far beyond apex of Rs; last
section of Rx over twice <as long as R; Rs straight and rather short, jVIIj 4- 2
forking just beyond middle of discal cell; Cula nearly twice its length distant
from the base of discal cell. Ilalteres ochreous.
Length of body, 13 mm. ; wing 21 mm.
Java: Depok, 28. II. 1920 (Karny). Type o* in the British Museum.
This species seems to be very distinct on account of the black abdominal
stripe. An allied but distinct form from South Queensland is represented
in the British Museum.
Teucliolabis femwatus de Meij.
Sumatra: Lampongs, 26. XI. 1921, in forest two hours above Wai Lima,
(Karny). The specimen agrees with de Meuere’s description, except that
the hind coxae are yellow’, the tarsi are entirely black, the dark band on
the wings reaches the hind margin, and there is a distinct dark cloud at
the tip of Ax. It seems doubtful whether this is specifically distinct from
T. glabripes de Meij.
T. onmta Brun. (India) is nearly allied, but has the hind femora light
at the base, and a different hypopygium.
Orimargula gTacilicornis sp. n.
Head blackish. Front narrow. Antennae dark brown, slender, one-
third longer than the whole body; flagellar segments clothed with scanty
but very long erect whitish pubescence. Palpi dark brown. Thorax browm,
unmarked. A b d o m e n light brown. Side pieces of hypopygium nearly
three times as long as broad, with a single short sickle-shaped appendage
which is inserted just before the tip. Legs very slender, uniformly light
brown. Wings entirely unmarked, without stigma; veins brown. Rt
fused with the costa just before r; r — m long, straight, almost twice as
long as the basal section of MA; cell Ms wide apically, its stem about half
as long as the last section of CUi ; Cut situated below r; Cm, quite
as long as Cula. No macrotrieliia on the stem of M. Ilalteres brownish.
164
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
Length of body, 3 mm. ; wing, 3.5 mm. ; antennae, 4 mm.
Sumatra: Lampongs, at light in front of tent, camp site two hours
above Wai Lima, 17. XL 1921. 1 (Karny).
This interesting species, the second of the genus to be recorded from
the Oriental region, differs from the Philippine O. phUippina Alex, and
from most of its other congeners in the remarkably long antennae.
Styringomyia melania sp. n.
Whole body, including antennae, palpi, legs and halteres, uniformly
black, only the bases of the tibiae narrowly ochreous. Head and thorax
dull, abdomen somewhat shining. Mesonotal bristles normal, not flattened.
Hypopygium with three spines at the tip of the side pieces (four on one
side) ; somewhat resembling that of S. solocipennis (End.) but much longer
and narrower, ninth sternite shorter and less pointed, ventral claspers more
normal in shape, dorsal claspers broad and flat, vertically placed, densely
pubescent on the inner side. Ovipositor with a pair of long slender cerci,
bearing a few long hairs; seventh sternite not prominent. Wings mostly
blackish; a broad white fascia close to the base, reaching outwardly as
far as the base of Rs, and a narrower one a little before the apex, not
extending inwards quite as far as the tip of the discal cell ; a small white
spot at the tip of cell R. Cell Mx just sessile; Ax running almost straight
to the margin.
Length of wTing, 5 mm.
Java: Tjibodas, 1500 m. 16. VIII. 1921. ltf 1 $ (Karny). Type
in the British Museum; allotype $ in the Buitenzorg Museum.
The collector has published (Natur, Leipzig, 13, 1922, p. 203) the
following interesting note on the capture of the specimens: „Besonders
bemerkenswert ist eine kleine scliwarze Art, die in Paarung die Beinc ge-
radeaus nach vom spreizt, so dass sie die Verlangerung des Korpers zu bilden
scheinen und das ganze Parchen einem durch Faulnis* geschwarzten, abge-
fallenen Blattstiel tauschend ahnlich sicht”. To this he adds in a letter:
„Zwei Mucken im Urwald auf griinen Blattern der Bilsche in Copulation
gefangen. Ruhestellung : die Beine ganz gerade nach vorn, bzw. nach
hinten gestreckt und knapp an einander gelegt, die Fliigel dem Korper
flach aufliegend, so dass das ganze Parchen auffallend einem geschwarzten
Stabchen oder heruntcrgefallcnen Blattstiel gleicht”. These observations
are of considerable interest as confirming what has previously been noted
regarding the resting habits of other species of the genus.
S. melania is related to S . solocipennis (End.) (Madagascar), and S.
lerrae-reginae Alex. (Queensland), but is amply distinct.
Styringomyia fuscinervis, sp. n.
<j>. Head missing. Thorax somewhat shining : mesonotum rather
dark brown, with obscure darker markings; pleura ochreous-brown.
F. W. Edwards: Diptera Ncmatocera.
165
Bristles rather small and slender. Abdomen entirely black (probably
discolored). Cerci short, black. Seventh stemite large, with a pair of
rather long and widely separated terminal processes. Legs with the
coxae, trochanters and basal half of femora ochreous-brown ; apical half
of femora blackish to the extreme tips, but including a distinct ochreous
ring, broadest on the hind legs. Tibiae ochreous, tips broadly black, and a
broad black ring near the base. Tarsi ochreous, tips of first four segments
and the whole of the fifth black. Wings slightly and uniformly in-
fuscated, veins all dark brown; an ill-defined dark spot over r — m; a
dark cloud along Cu towards the base, and a slight dark cloud on Cut a#
R> rather shorter than in 8. vielania; r — m! placed) immediately before the
fork of Rs. ; discal cell long and narrow; cell just sessile; Ax sharply
curved down at the tip, but not spurred. Halteres black.
Lenght of body, 5.5 mm. ; wing 5 mm.
Java: Tjibodas, 1500 m. 26. VIII. 1921, 1 9 (Karny).
„Urwald, an der grossen Waldlichtung vor der Wegabzweigung nach
Tjiborom auf Gebilsch gckotschert ’ \ Type in the British Museum. Though
somewhat resembling at first sight 8. nigrofemorata Edw. (Malay Peninsula),
this species is quite distinct in many respects, notably by the black tips of
the femora and the uniformly dark veins.
Slyringomyia armata Edw.
Sumatra: Lampongs, two hours above Wai Lima, 2. XI. 1921. 1 $
(Karny).
This interesting species has very recently been described from a single
male from the Philippine Is. The female before me differs from the type
in having the antennal flagellum entirely pale, but agrees precisely in
chaetotaxy, and for the present at least must be regarded as the same
species, though the discovery of the other sex may prove it to be distinct.
The structure of the ovipositor is quite distinct from that of the allied
8. ensifera Edw. Ninth tergite without median hairvj projection. Apical
lateral comers of eighth tergite each with two stout almost spine-like black
bristles. Cerci without small spines on the inner margin, but with a
triangular lobe at the base of the inner side.
Styringomyia jaoobsoni Edw.
Sumatra: Lampongs, Wai Lima, 1 $ at light in house, 3. XII. 1921.
(Karny).
Empeda gracilis de Meij.
Syn. Enoptera brevior Brun.
Empeda inconspicua Brun.
Gonomyia antica Brun.
166
Treubia Vol. VI, Liyr. 2.
Sumatra: Lampongs, at light in front of tent, camp site in forest two
hours above Wai Lima, 12. XI. 1921. 1 (Karny).
A very small specimen, wing-length only 2.5 mm., but almost certainly
identical with de Meijere’s species, which was described only from the
female. The above synonymy is given after a comparison with specimens
from the Darjeeling district in the Indian Museum collection. The upper
elasper is split nearly to its base into two parts, the upper division bluntly
pointed, the lower one a little shorter than the upper, swollen at its tip
and with a small tooth on its upper margin about mid-length.
Mongoma flavicollis sp. n.
Head brownish, dusted over with grey. Central keel conspicuous,
blackish ; eyes practically touching. Antennae missing. Thorax: Pro-
notum blackish in the middle, orange at the sides. Praescutum dull black,
with a large orange spot on each shoulder. Scutum blackish, obscurely
yellowish in the middle. Scutellum dull black. Postnotum and pleura
blackish, somewhat shining ; hypopleura orange. Abdoiae n black, ter-
gites narrowly orange laterally (tip missing). Legs blackish; coxae,
trochanters and base of femora ochreous (front and mid pairs missing).
Hind femora with a few minute spines beneath at base. W ings slightly
infuscated, veins black; stigma small but very distinct, blackish; costal and
subcostal cells dark brown except towards the base; a dark brown suffusion
over base of Rs and a dark brown seam along apical part of costa and
round tip of Rv Cell M3 with its base rounded, considerably proximal to
that of cell M1# Cuia immediately before the base of the disced cell;
Cu2 ending in the tip of An.
Length of wing, 8 mm.
Java: Buitenzorg, Tjiapus, 6. X. 1921 (Karny). Type in the British
Museum.
Apparently related to M. cariniceps End. (Sumatra), but smaller,
and with a very different thoracic coloration.
Monaoma pennipes 0. S.
Sumatra: Wai Lima, Lampongs, 5 — 6. XII. 1921. 2 at light in house
(Karny).
Conosia irrorata Wied.
Java: Buitenzorg, 5 (f 2 $ (Karny). Sumatra: Wai Lima, Lam¬
pongs, 6. XII. 1921, in bamboo bush (Karny).
Limnophiln ( ? Pseudolimnopliila) palmeri Alex.
Sumatra: Tandjong Karong, Lampongs, 10. XI. 1921, 1 d* taken in
hotel (Karny).
Lighted in general colour than the type (from Java) but doubtless the
same species.
F. W. Edwards: Diptera Nematocera .
167
Eriocera verticalis Wied.
Sumatra: Wai Lima, Lamporigs, 5 — 6. XII. 1921, 1 cf at light in house,
1 $ ,at rest on coffee leaves (Karny and Siebers) . Java: Depok, 28. XI.
1920, 1 cf (Karny).
Eriocera mesopyrrha Wied.
Java: Tjibodas, 1500 m. 22. VIII. 1921, 1 cf (collected by native).
Eriocera basil avis Wied.
Java: Tjitjocroek Salak, 1000 m. G. III. 1921, 3 cf (Karny).
The base of the wing is blackish instead of yellow in all these
specimens, but apart from this* they agree with E. basilaris 9 of which they
perhaps represent a distinct variety.
Eriocera acrostacta Wied.
Java: Tjibodas, 1500 m. 17 — 19. VIII. 1921. 1 $ at rest on leaves of
shrubs (Karny), 1 $ collected by native.
Eriocera kamyi sp. n.
Head dull black, frontal tubercle scarcely indicated. Antennae and
palpi black. Flagellum with six segments, the first somewhat swollen
towards the base and a little longer than the second. Thorax black,
dusted over with bluish-grey, mesonotum faintly shining, without velvet-
black markings. Abdomen slender with segments 1, 6 and 7 dull-black,
2 — 5, 8 and genitalia dull orange. Legs black, trochanters and bases of
femora yellow. Wings uniformly dark brown, stigma scarcely distin¬
guishable. Sc ending above apex of Rs, Sc2 near its tip. Tip of Rx scarce¬
ly longer than r, which is vertical and placed rather more than its own
length beyond the base of R2; R2 + 3 as long as the first section of R2;
r — m less than half its length beyond fork of Rs; cell M as long as its
stem; Cula about middle of discal cell; Cu2 quite straight, continuing the
direction of Cu. Halteres black.
Length of body, cf 10 mm., $ 12 mm.; wing 13 mm.
Java: Tjibodas, 1500 m. VIII. 1921 (Dr. H. Karny). Typo cf in
British Museum, allotype $ in the Buitenzorg Museum.
Related to E . angustipennis End. (Sumatra), differing conspicuously in
the colour of the thorax.
Eriocera salakensis sp. n.
$. Head dull blackish, with black hair. Frontal tubercle small but
divided. Antennae with the scape blackish ; flagellum ochreous-brown, with
nine distinct segments, first half as long again as the second, 3 — 6 gradually
diminishing in length, 7 and 8 equal, twice as long as broad, 9 a little longer
than 8. Palpi black. Thorax uniformly velvet-black, with short and
168
Treubia Vol. VI, Liyr. 2.
inconspicuous black hair. Abdomen with segments 1 and 6 — 9 velvet-
black, 2 — 5 yellow, somewhat shining on the basal two-thirds, dull apieally.
Legs black, basal two-thirds of femora yellow. Wings dark brown,
rather broadly yellow at the base, a conspicuous transverse white band just
beyond the middle, extending from to An, broadest in cell R. Sc ending
just beyond base of R2; Sc2 above tip of Rs; Rt ending far beyond r;
r very oblique, meeting R2_|_ 3 well before the fork; cell absent; Cuia
close to tip of discal cell and just beyond r — mj. Halteres blackish.
Length of body, 17 mm; wing, 13.5 mm.
Java: Tjitjoeroek-Salab, 1000 m. 6. III. 1921 (Dr. H. H. Karny).
Type $ in the British Museum.
Belongs to the nepalensis group and is most nearly related to E. as -
samensis Edw., differing conspicuously in the colour of the abdomen.
Pselliophora bicolor sp. n.
<f. Hea d uniformly orange. Scape of antennae orange, flagellum
entirely black. Palpi brownish ochreous. Thorax uniformly dull orange.
A b d o m e n with segments 1 — 4 dull-orange, 5 — 8 and hypopygium dull
bl,aek. Ninth tergite moderately hairy, with two sharp points separated
by a deep V-shaped notch ; median appendage of ninth sternite recurved,
shortly forked. Legs entirely black, except for the orange coxae and
trochanters. Hind femora straight, not markedly swollen, with uniform
ipoderately short pubescence. Wings mostly blackish, base broadly yel¬
low, especially towards the costa, where this colour extends to one-fourth
of the wing-length. A small clear area before the stigma ; narrow whitish
streaks in each of cells R, M and An. Cell Mx shortly stalked. A dense
patch of orange hairs on lower margin of wing close to base; squanyie
rather large and densely fringed with orange hairs. Halteres with orange
fctem and black knob.
Length of body, 14 mm.; wing 16 mm.
Java: Pengalangan, IV. 1920. Type (unique) in the British Museum.
This very beautiful species is most nearly allied to P. perdecora Alex.
(Philippine Is.) but differs in its black flagellum and femora and in other
details.
Pselliophora rubella Edw.
Java: Buitenzorg, 17. VI. 1922, 1 c* (Dammerman).
PseUiophora compedita Wied.
Java: Buitenzorg, VII. 1920. 1 §.
Pnonola xanthomelana (Walk.).
Syn. P. nigriceps v. d. Wtjlp.
J a v a :^Tjibodas, 1500 m. 16 — 21. VIII. 1921, lrf 2 $ among dry leaves
in forest (Karny).
F. W. Edwards: Diptera Nematocera .
169
Ctenacroscelis nigricauda sp. n.
cf. Head dark brown, lighter at the sides and round the eye-margins.
Frontal tubercle rather prominent. Rostrum dark ochreous above, pale
ochreous beneath, with a blackish stripe along the sides. Antennae uni¬
formly brownish-oehreous ; first flagellar segment as long as the first seapal.
second shorter, third to tenth (last) each slightly rounded beneath. Palpi
black. Thor, ax ochreous; praescutum with four olive-brown stripes
margined with dark brown ; seutal lobes each with two separate olive-
brown spots; scutellum and postnotum without definite markings. Pleura
unicolorous ochreous, except for an indistinct darker patch above the front
coxae. Abdomen with the first four segments and the hypopygium* bright
ochreous, segments 5 — 8 black, the lateral margins of the tergites narrowly
ochreous. Ninth tergite with a broad Y-shaped emargination and clothed
with golden hair, not forming definite tufts. Legs rather dark brown,
bases of femora lighter, tips of femora broadly black, this colour preceded
by an equally broad pale ring; bases of tibiae narrowly pale. Wings
brownish, with the usual dark brown suffusion over the base of Cula.
A pale area before the stigma, extending from just below the costa
across the base of the disqal cell into the base of cell Mj3. A slightly paler
shade towards the end of cell M, and another in cell M,. Cross-vein r
meeting base of R2. Cut fused with Ms for a short distance. Halteres
brownish, knob lighter.
Lcnght of body, 18 mm.; wing 27 mm.
S. W. Celebes: Gunong Bonthain, 2000 m., forest (Bunnemeyer).
A rather distinct species by the colour of the abdomen. Differs from
the members of the umbrinus group, which it otherwise resembles, by the
absence of the dark pleural stripe.
Nephrotoma flavoscutellata sp. n.
§. Head orange, without black vertical spot, but wTith a dark brown
area behind each eye. Frontal tubercle moderately large. First antennal
segment orange, the rest black. Palpi black. Rostrum blackish above and
at the sides, nasus well developed, with black hair. Thorax: Pronotum
dull yellow in the middle, black at th,e sides. Pi’aescutum with three separate
shining black stripes, not margined with dull black, the middle stripe
reaching the front margin, the lateral stripes continued backwards across
the scutum, and with a dull black area below the tip in front, and so ap¬
pearing bent downwards. Scutellum dull orange. Postnotum dull yellow,
with a double black apical spot. Pleura with some small indefinite light
brown markings. Abdomen with the first tergite black, yellow at the
sides; 2 — 5 orange, each with a rather small black apical triangle, the outer
corners of which do not reach the lateral margins ; 6 — 8 black. Sternitcs
1 — 5 orange, 6 — 8 black. Ovipositor reddish, valves rather blunt. Legs
black ; bases of femora and tibiae ochreous ; coxae orange. Wings almost
170
Treubia Yol. VI, Livr. 2.
hyaline, costal cell slightly more yellowish, stigma dark brown, nearly bare.
Iis, Ro + 8, and R2 all about equal in length. Discal Cjell moderately
small, quite twice as long as broad. Cell M* just sessile or with very
short stem. Halteres with blackish knob.
Length of body 14 mm. ; wing, 12.5 mm.
Java: Buitenzorg, 20. IX. 1922, type <J> in the British Museum.
Buitenzorg, VI. 1920, and Soekamadjoe, VII. 1922, 2 paratype $$ in
the Buitenzorg Museum.
Though superficially very like N. javensis (Dol.) this species is really
well distinguished by the black palpi, dull yellow instead of shining black
or brownish seutellum, and the turned-down ends of the lateral praescutal
stripes. It is probably a widely spread Oriental species, and perhaps occurs
in India, since Brunetti in his discription of N. javensis says the seutellum
“May be either wholly dull yellow or wholly shining black ’ \
Neplirotoma javensis (Dol.).
Java: Tjibodas, 1500 m. 16. VIII. 1921, 1 $ collected by native.
Neplirotoma virgaia (Coq.).
Java: Tjibodas, 1400 m. 23. VIII. 1921, 1 $ (Karny).
Although this specimen may possibly not be correctly determined, it is
certainly the same as those I have recorded as N. virgaia from Formosa. A
peculiarity of this species is that both the seutellum and the postnotum are
distinctly shining, this distinguishing it from N. ocliripleuris (de Meij.) and
other allied forms. The markings of the postnotum, are rather light brownish
in this specimen, not black.
Neplirotoma nigrithorax (de Meij.)
Java: Tjitjoeroek Salak, 1000 m. 6. III. 1921, 1 $ (Karny).
Tip via ( Tipulodina ) magnicornis End.
Sumatra: Lampong, 13. XI. 1921, two hours above W,ai Lima, 1 $
(Karny).
The wing of this specimen agrees exactly with Enderlein’s figure except
that it is rather broader, as would be expected in the female sex; it may
therefore be identified with some certainty. Enderlein did not describe the
legs of his type. The specimen before me shows the following characters:
Front femora rather dark brown, with a distinct yellowish-white ring near
the tip, tip itself black; tibiae blackish with one rather broad white ring,
distant its own length from the tip ; first tarsal segment with about the basal
half and the apical sixth black, the rest white; second segment white, base
narrowly black, third and fourth white ; fifth black. Mid legs missing.
Hind femora without the subapieal pale ring; hind tibiae with two white
rings, one near the base and the other near the tip, broader than that on the
front tibia w first tarsal segment only narrowly black at the base, tip and
remaining segments missing. The antennae are about as long as the thorax,
F. W. Edwards: Diptera Nematocera .
171
the tips of most of the flagellar segments pale.. There is a small dark dot
at the posterior corner of the sternoplenra. which is not present in members
of the pedata group. The description of the legs may be completed from a
female specimen in the British Museum from Siam (Bulsit Besar, 2500 ft.
Robinson and Annandale), and a male from Sarawak (Kuching,
IIewitt). In the former the mid legs are like the front ones except that
the femur lacks the white ring; in the latter the second and third segments
of the hind tarsi are wholly white. In T. venusta Walk., which is generally
very similar to T. magnicornis , the antennae have the flagellar segments only
narrowly ringed with black at the base; the praescutum is broadly pale
oehreous at the sides; the abdomen is differently marked, having conspicuous
ochreous triangles at the ba*al lateral corners of each segment, the first
segment of the front and middle tarsi has no black at the tip, and that of
the hind tarsi is more broadly black at the bp.se; and in the wings, the base
of cell Mi is devoid of the slight darkening characteristic of T. magnicornis.
The species described by Brunetti as T . venusta is quite a different insect, as
shown by comparison of the types. T. cinctipes de Mkij. which is represented
in the British Museum by two females from Ceylon, differs from both the
above species in its entirely dark flagellum, in the much narrower cell Ax, and
in the slightly smokey wings, with the veins of the cord much more broadly
darkened.
Alexander has quoted T. magnicornis as a synonym of T. pedata Wild,
but this is I thjink certainly incorrect; T . pedata differs from all the above-
mentioned species, inter alia, in having a dark spot about the middle
of qell M.
Tipula (Tipulodina) fuscitarsis sp. n.
</. Head blackish, rostrum ochrcous-brown above. Frontal tubercle
small but distinct, sharp-pointed. Antennae a little longer than the head
and thorax together, first segment pale ochreous except at the tip, the
rest entirely black; flagellar segments (except the first) with slight basal
thickening. Palpi with the basal segments black, terminal segment ochreous
except at the base. Thorax brownish-ochreous ; praescutum almost
entirely occupied by three confluent dark brown stripes, the middle one
with’ a faintly indicated blackish median line. Scutellum blackish. A b-
d o m e n with the first segment mainly blackish except ,at the base ; second
tergite not unusually long, ochreous at the. sides, blackish in the middle;
remaining segments dark brown, lighter at the base laterally. Hvpopygium
resembling that of T. pedata as described and figured by Alexander, but
median lobe of ninth tergite broader, its sides* densely beset with rather long
sharp black spines; ninth sternite not produced into a point; inner clasper of
more complicated structure. Legs: Front and middle pairs detached. Front
(?) femora dingy brownish, the tip very narrowly darker; tibiae black with a
rather narrow white ring placed rather more than its own width distant from
172
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
the tip ; first tarsal segment entirely blockish ; second dark brown at the base,
yellowish apically; third yellowish, with some dark hair at the base on the
upper side; fourt and fifth dark brown. Middle (?) legs similar, but first
tarsal segment broadly yellowish-white at the tip, and second only very
narrowly dark at the base. Hind femora more broadly dark at tip; tibiae
with two white rings, the subapical broader than the subbasal one ; basal half
of first tarsal segment dark, the outer half and the whole second segment
white. W ings narrow ; yen at ion and markings practically as figured by
Alexander for T. pedata ; a distinct dark spot immediately beyond the middle
of cell M.
uength of body, 18 mm.; wing, 17 mm.
Java: Buitenzorg, 28. III. 1920. 1 d* (Siebers). Type in the British
Museum.
Although this is certainly very closely related to T. pedata Weed., I feel
sure it must be distinct on account of the coloration of the tarsi and differences
in the hypopygium.
Tipula (Tipulodina) tinctipes sp. n.
$. Head dark brown, with a median darker line. Frontal tubercle
small and pointed. Antennae with the scape ochreous, flagellum black,
rather shorter than the thorax. Palpi dark brown, end of last segment
paler. Rostrum ochreous above. The rax ochreous, pleura unmarked,
mesonotum rather darker than pleura; praescutum with a conspicuous but
not sharply-margined black median line. Postnotum dark in the middle
and posteriorly. Abdomen with a blackish V on the first segment;
second segment very long and slender, dark brown; third and fourth
gradually enlarging, dark brown with a transverse lighter brown band
at the base; fifth to eighth dark brown, with basal lateral ochreous triangles.
Legs: Front and middle femora ochreous with black tips; tibiae blackish
each with a rather narrow subapical whitish ring; first tarsal segment blackish,
with a rather broad whitish ring which leaves the tip narrowly dark; last
four segments brownish ochreous, lighter beneath. Hind femora rather darker
than the others; tibiae with two whitish rings, the subapical narrower than
the subbasal ; tarsi like those of the other legs. Wings resembling those
of T. pedata Wied. (as figured by Alexander), but there is a small dark spot
at the base of Rs, the spot in cell M is slightly before the middle, and cell Ax
is broader.
Lenght of body, 26 mm. ; wing 20 mm.
Java: Buitenzorg, 20. X. 1920, 1 $. Type in the British Museum.
Although it is quite possible that this may be cither the female of T.
fuscitarsis or perhaps a variety of T. pedata Wjed. it seems to be distinct
from both by the leg markings.
Tipula gedehpna de Meij.
Java: Pangsango, 3000 in., XII. 1919, 1 $ (W. Docters v. Leeuwenj.
DER FARBENWECHSEL DER AUGEN BEI MANTIDEN
von
E. Jacobson,
(Fort de Kock).
Den bei Hymenopus coronatus Oliv. von mir beobachtetcn abendlichen Far-
benwechsel der Augen 0) konnte ich seither auch bei einer anderen Mantide,
Ilierodula (Parhierodula) venosa Oliv. beobachten. Bei dieser Art ist die
Intensitat der Farbung jedoeh eine viel geringere.
Des Abends, sobald das Tier aktiv wird, farbt sicb die kleinere vordere
Halfte des Auges in einem blassen Purpur, wahrend der Farbenwechsel bei
der grosseren hinteren Halfte erst spater eintritt und bedeutend schwacher
ist. Tagsiiber erscheint die Vorderseite des Auges dagegen in einem helleren
Griin als die Hinterseite. Nur in der Mitte der Vorderseite bleibt ein kaum
wahrnehmbarer braunlicher Schimmer iibrig. Derselbe ist nieht zu ver-
wechseln mit dem sehwarzen Augenfleck, weleher sich im Inneren des Auges
zeigt, immer an der Stelle wo der Sehstrahl das Mantidenauge trifft und
weleher also den Ort weehselt je nach dem Standpunkt, aus welchem das
Auge betrachtet wird.
Der oben erwahnte Farbenwechsel ereignet sich des Abends nur, wenn
das Insekt tatig ist und der N,ahrungssuchc naehgeht. Ein Exemplar,
welches in einem kleinen Behiilter einen Tag ohne Nahrung blieb, zeigte in der
Ruhe auch des Abends nur einen sehr blassen Purpurschimmer an der
Vorderseite der Augen. Dass die Farbung im Ruhezustand aufhort
oder stark zuriickgeht, ^vurde friiher ebenfalls bei Hymvnopus coronatus
beobachtet.
Fort dc Kock, 26. Februar 1924.
(1) Treubia, Vol. II, Liv. 1, p. 136.
173
NEW STAPHYLINIDAE FROM THE DUTCH EAST INDIES.
By
Malcolm Cameron M. B., R. N., F. E. S.
(London).
Eupiestus rufobrunneus n. sp.
Reddish-brown, shining; head subtriangular, rather coarsely, closely
punctured. Thorax 6-carinate, the median pair of keels broadly interrupted
in the middle, coarsely and closely punctured. Antennae ferruginous. Legs
reddish-testaceous. Length 2.5 mm. About the size and build of E. scul¬
pt icollis Kr. but differs in the colour, narrower and longer head, much
less fine and closer puncturation, stouter antennae, more closely punctured
thorax, and more coarsely punctured elytra and abdomen. Head subtriangular,
the front broadly rounded, deeply impressed on either side, in the middle
umbonate, closely and finely punctured up to the anterior margin ;j vertex
deeply triangularly impressed; eyes rather large and prominent, bounded
internally by a fine keel, postocular space small, rounded, the whole surface
closely and moderately coarsely punctured. Antennae with 2nd and 3rd
joints equal, 4th and 5th scarcely transverse, 6th larger than the preceding,
7th to 10th distinctly transverse. Thorax slightly transverse, the sides
for the anterior two thirds very slightly rounded, feebly denticulate, the
posterior third obliquely narrowed to the base; diso with six narrow acute
keels, the median pair interrupted about the middle by a broad impression,
the anterior parts of the keels slightly convergent in front, the posterior
parts parallel behind, in front divergent and almost joining the intermediate
keels on either side, these sinuate not reaching the anterior or posterior
border, the lateral extending along the anterior two thirds of the margin;
the fossae formed by these keels coarsely and closely punctured, the/ keels
impunctate and more shining. Elytra a little longer and broader than the
thorax, scarcely transverse, each wdth four keels, the interspaces very coar¬
sely and seriately punctured. Abdomen rather coarsely and closely punctured
anteriorly, coriaceous.
Dutch East Indies. Two examples.
Priochirus (Catacamptus) karnyi n. sp.
Black, shining; head broadly excavate in front, on either side with a
174
175
M. Cameron: New Staphylinidae.
stout tooth dentate below; 1st joint of antennae emarginate at apex, the
penultimate joints strongly transverse; thorax with the sides multipunctate,
elytra with the sides biserially punctured nearly to the apex. Length 11 mm.
Differs only from P. extensus Fauv. in the multipunctate sides of the
thorax (in extensus only 3 or 4 punctures are present) and elytra and the
less obsolete biserial punctuation of the abdominal segments.
2 examples. Tjibodas 1500 m. VIII. 1921. (Dr. H. Karny coll.)
Phloeonomus apicalis n. sp. (Fauvel in litt.)
Depressed, oblong-ovate, yellowish red, moderately shining; apex of
the elytra and apex of the abdomen more or less infuscate. Thorax without
disced impressions; first 5 joints of the antennae and the legs, yellow.
Length 1.75 mm. Smaller and narrower than P. sumatrensis Bernii. more
shining and more brightly coloured and much more finely punctured. Head
reddish or reddish-brown, finely shagreened, extremely finely and sparingly
punctured; last 6 joints of the antennae black, distinctly transverse. Thorax
about twice as broad as long, without trace of dorsal impressions, the sides
gently rounded, posterior angles obtuse, lightly impressed, finely shagreened,
extremely finely, obsoletely and sparingly punctured. Elytra twice as long
,as the thorax, very slightly widened behind, shagreened, finely, moderately
closelj' punctured. Abdomen finely shagreened, scarcely perceptibly punc¬
tured.
2 examples. (1) Wai Lima, Lampongs. Sumatra: XI — XII. 1921
(Karny). (2) Holland. Indien. Type in my collection from Si Rambe,
Sumatra XII. 1890, III. 1891 (Modigliani).
Trogophloeus oxyteloides n. sp.
Shining chestnut-brown, the head and abdomen darker; thorax strongly
transverse with a broad and deep impression on either side of the middle
line which is carinate; elytra nearly twice as long as the thorax; antennae
and legs testaceous. Length 3.5 — 4 mm.
A somewhat anomalous species with facies recalling on Oxytelus of the
kraatzi group, especially in the shape of the thorax. Head transverse, im-
punctate, shining pitch black, the eyes rather prominent, their diameter
about as long as the temples which are slightly rounded and furnished
with a minute tubercle immediately behind eyes and rapidly converge to
the broad neck. Vertex convex, rather deeply impressed longitudinally im¬
mediately internal to the antennal tuberosities and in the middle with a
fine impressed line; clypeus smooth and shining. Antennae rather long not
much thickened apieally, the 2nd joint a little shorter than the 3rd, the
4th a little, the 5th scarcely longer than broad, the 6th to 10th about as
long as broad, the 11th longer than the 10th conical. Thorax shining,
castaneous, strongly transverse, scarcely wider than the head, voidest just
behind the rounded anterior angles, the sides rounded at the widest part
176
Treubly Vol. VI, Livr. 2.
and gradually converging posteriorly in a nearly straight line to the obtuse
posterior angles; disc on either side of the middle with a large impression
extending nearly to the posterior and lateral margins and in front to the
anterior third, separated from each other by a shining keel ; the impressions
rather closely and moderately coarsely punctured, the rest of the surface
very finely and very sparingly punctured. Elytra much wider than, and (about
twice as long as the thorax, a little widened behind, pitchy black, closely
and moderately coarsely punctured, finely pubescent. Abdomen gradually
narrowed behind, blackish, the apex fusco-testaeeous, very finely and very
sparingly punctured, very sparingly pubescent.
3 examples: two from Tjibodas VIII. 1921 Dr. Daaimerman, and one
from Sebesi IV. 1921 Dr. Dammerman, in this the postocular tubercle is less
distinct and the elytra shorter, about iy2 times the length of the thorax.
Oxytelopsis rufotestacea n. sp.
Nearly opaque, yellowish-red, clypeus shining; thorax with the sides
finely crenulate. Lateral sulci obsolete, the median narrow. Antennae and
legs testaceous. Length 2 mm.
Much smaller and narrower than 0. pseudopsina Fauv. «and of brighter
colour, antennae entirely testaceous, central area of the clypcus elevated and
shining, anterior angles of the thorax less produced and more rounded, sides
of thorax more rounded, sculpture distinctly finer.
Head transverse, rugose, the front margin rounded, antennal tuberosities
and an elevated median clypeal space, shining; temples rounded, about as
long as the diameter of the somewhat prominent eyes. Vertex bifoveolate;
antennae with the 2nd to 8th joints very small, 9th to 11th much broader,
forming a club. Thorax fully twice as broad as long, widest about the middle,
the sides rounded and finely crenulate, narrowest at the obsolete posterior
angles; median furrow narrow, feeble, the lateral obsolete, the sides somewhat
explanate, sculpture rugose. Elytra broader and longer than the thorax,
transverse, more coarsely sculptured than the fore-parts. Abdomen scarcely
perceptibly sculptured, pubescence yellow, fine, sparing and very short.
2 examples. Prinsen Eil., 21. I. 1922 (Dr. Dammerman).
Osorius kamyi n. sp.
Black, shining; head longitudinally strigose in front, broadly and feebly
emarginatc with a small tubercle immediately behind the anterior border in
the middle line, at the sides longitudinally tuberculpte ; thorax with the sides
very slightly rounded, not explanate at the posterior angles, rather finely
and closely (at the sides asperately) punctured. Antennae and legs reddish
testaceous. Length 6 mm. Very similar in build to 0. eppelsheimi Bernh.
but smaller, the strigosiiies not interrupted between the antennal tuberosities,
the sides rno^e distinctly tuberculate and with a small median shining tubercle
immediately behind the anterior border, thorax a little shorter and much
17?
M. Cameron: New Staphylinidae.
more closely punctured and asperate at the sides, the elytra more finely and
thickly punctured. It agrees with 0. crib ruin Bernh. in the presence of a
small tubercle in front of the licjad, but is much smaller than that species.
2 examples. Tjibodas 1400 m. 24. V. 1922 (Dr. Dammerman).
Osorius truncatus n. sp.
Black, shining; front of head entirely longitudinally and finely strigose,
alutaceous, opaque, anterior margin truncate. Thorax as long as broad, the
sides slightly rounded, posterior angles not explanate, moderately finely and
moderately closely punctured. Antennae and legs rufo-testaceous. Length
4 — 5 mm. About the size and general facies of 0. frontalis Fauv. but the
sculpture of the head is entirely different, the sides of the thorax rounded and
not constricted before the base, the puncturation rather closer.
Head black, the vertex and antennal tuberosities shining, front finely
longitudinally strigose up to the anterior border, alutaceous, the sides also
strigose not at all tuberculate; antennae reaching back to the posterior angles
of the thorax, the 8th to 10th joints monilifornu Tliopax as long as broad,
the sides slightly rounded and gradually narrowed behind, narrowly margined
throughout, with a small longitudinal impression in front of the rounded
posterior angles; puncturation moderately fine and moderately close, simple,
median line impunetate. Elytra longer than broad, about as closely, but
more superficially punctured than the thorax. Abdomen finely and sparingly
punctured, yellow pubescent.
6 examples. Verlaten Eiland (4) IV. 1920. Type. Krakatau (2) IV.
1920 (Dr. Dammerman).
Stenus (Mesostenus) bemhaueri n. sp.
Black, shining, the fore parts coarsely and rugosely punctured; elytra
w’ith a small, very obscure orange spot posteriorly. Intermediate tibiae in the
cf with a small black tooth before the apex internally. Antennae slender,
the first 3 or 4 joints testaceous, the rest infuscate, legs testaceous. Length
5.2 mm. Closely allied to 8. posticus Fauv. but less robust, the elytijal spot
much smaller and less distinct. Head much broader than the thorax, shining,
the frontal furrows broad and shallow, the intermediate area but slightly raised
and without a smooth shining plaque; sculpture moderately coarse and close;
palpi testaceous. Thorax longer ttyan broad, widest about the middle, the
sides sligtly rounded and narrowed anteriorly, straighter behind, rather
more shining than the head, the puncturation much coarser and more rugose.
Elytra a little longer than the thorax, parallel, less shining than the thorax,
the puncturation considerably less coarse than that of the thorax, in front
of the posterior border with a small and very obscure orange spot. Abdomen
rather broadly margined throughout, gradually narrowed from base to apex,
puncturation rather coarse and close (especially at the bases of the anterior
segments) but gradually becoming much finer posteriorly, the last two very
12
178
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
finely, but moderately closely punctured; apex with two short, slender poin¬
ted spines.
d*- intermediate tibiae at the inner side near the apex with a small
black spur; 5th ventral segment impressed posteriorly in the middle line,
the sides of the impression carinate; 6th ventral segment broadly, shallowly
emarginate.
4 examples. Malabar near Bandung, 1600 m. 26. XII. 1920 (I)r. Dam-
merman). (Type cf ). Tjibodas.
Stenus (Mesostenus) anepsius n. sp.
Black, shining, fore-parts coarsely and rugosely punctured, disc
cf thorax uneven, elytra with very obscure spot. Antennae with the first
3 joints testaceous. Legs and palpi testaceous, knees scarcely infuscate.
Length 5.5 mm. Very similar to the preceding but a little narrower, the
thorax with an impression on either side of the middle line, the sculpture
of the elytra coarser, the elytral spot much more obscure (more visible
when viewed laterally) and the puncturation of the abdomen distinctly
finer anteriorly.
3 examples. Tjibodas 1400 m., VIII. 1921 (Dr. Dammerman).
Stenus (Mesostenus) malabarensis n. sp.
Black, shining, abdomen subaeneous; elytra slightly widened behind,
shorter than the thorax, with a small obscure orange spot posteriorly; fore¬
parts rugose; abdomen finely coriaceous, rather finely punctured; anten¬
nae slender the first 4 joints testaceous; legs testaceous, the apices of the
femora and the bases of the tibiae infuscate; palpi testaceous. Length
5 mm. Near S. fruhstorferi Bernh. but distinguished by the darker anten¬
nae, infuscate legs and the colour of the elytra.
Head as broad as the elytra at the base, frontal furrows broad and
shallow, the vertex behind with a small narrow shining plaque, punctur¬
ation coarse, close and rugose. Thorax longer than broad, widest at the
middle, obliquely impressed on either side, sides moderately rounded in
front, straightcr behind, puncturation coarser than that of the head, more
or less longitudinally confluent. Elytra narrow the base, slightly
widened behind, together deeply marginate posteriorly, shorter along the
suture than the thorax, puncturation similar to that of the thorax, post¬
eriorly with a. small round orange spot nearer the lateral margin than the
suture; abdomen strongly bordered, gradually narrowed from base to apex,
shining, finely coriaceous, subaeneous, moderately finely and closely
punctured on the anterior segments, much more finely and sparingly behind,
apex with^ two short spines.
2 examples ($$) Malabar near Bandung 1600 m. 25. XII. 1920 (Dr. Dam-
merman) (Type) ; Pangrango 2000 m. V. 1922 (Dr. Dammerman).
179
M. Cameron: New Staphylinidac.
Stenus (Hemistenus) pangrangoensis n. sp.
Black, shining, glabrous, tlic fore-parts very coarsely punctured, the
abdomen very finely margined, cylindrical, very finely and sparingly
punctured. Antennae with the first 5 joints testaceous; legs and palpi
testaceous. Length 3.2 mm. A broad headed species with thick cylindrical
abdomen recalling the facies of the subgenus llypostemis , but having all the
segments very finely and completely bordered. Head at least as broad as
the elytra, coarsely and closely punctured, the frontal furrows moderately
deep, the vertex behind with a narrow smooth polished space, the front
internal to the base of the antennae with a polished keel; antennae slender,
scarcely reaching the posterior angles of the thorax, the penultimate joints
slightly longer than broad. Thorax a little longer than broad, widest
about the middle, the sides rounded and equally narrowed anteriorly and
posteriorly, middle of disc sometimes feebly longitudinally impressed,
puncturation very coarse, coarser than that of the head and more or less
longitudinally confluent. Elytra scarcely as long as the thorax, parallel,
about as long as broad, the puncturation similar to that of the thorax.
Abdomen cylindrical, very finely margined throughout, very finely and
rather sparingly punctured, a little less finely and more closely at the
bases of the anterior segments, sparingly pubescent; terminal segment
with two fine, sligthly dccurved spines. Fourth tarsal joint narrowly bilo-
bed, first much longer than the last.
0* : 6th ventral segment triangularly excised.
11 examples. Pangrango 3000 m. Vlil. 1921, V. 1922 (Dr. Dammerman).
Pinophilus senescens n. sp.
Narrow, black, shining, elytra castaneous; apex of abdomen, antennae,
palpi and legs rufotostaceous ; vertex and front of head impunctate; thorax
transverse, narrowed in front, closely and moderately finely punctured;
elytra more coarsely punctured; abdomen finely and rather closely punc¬
tured, pubescence grey. Length 7 mm.
A small, narrow species with shining impunctate frons, slightly trans¬
verse thorax which is narrower at the anterior than at the posterior angles.
Head small, narrower than the thorax, the sides of the front and of the
vertex rather closely and finely punctured, the punctures umbilicate, the
rest of the surface impunctate; antennae short, not reaching the posterior
angles of the thorax, the 2nd and 3rd joints subequal, a little longer than
broad, 4th to 6th subequal, a little shorter than the preceding, 7th as long
as broad, 8th to 10th transverse, 11th scarcely longer than the 10th. Thorax
slightly transverse, shining, but less so than the head, distinctly narrower
at the rounded anterior, than at the obtuse posterior angles, the sides
straight, disc with narrow impunctate shining line not reaching the anterior
border, the rest of the surface closely covered with umbilicate punctures
larger than those of the head, pubescence moderate, grey. Elytra as wide
180
Treubia Voe. VI, Livr. 2.
as, but a little longer than the thorax, a little longer than broad, the punctur-
ation coarser than that of the thorax, close and rugulose, pubescence as on
the thorax. Abdomen black, the posterior margin of the 5th (visible) and
whole of the 6th, rufotestaceous, the first two segments pretty closely and
moderately finely punctured, the following more sparingly, pubescence
semi-erect, rather close and grey.
3 examples. Verlaten Eil. IV. & IX. 1920. (Type). Krakatau (l>r.
Dammerman) .
Oedichirus excellens n. sp.
Shining, red, the head, elytra and last two abdominal segments, black;
antennae, palpi and legs testaceous, the knees narrowly infuscate. Length
6.2 mm. Head black, shining, transversely orbicular, nearly as wide as the
thorax, pilose, sculpture consisting of a transverse row of small punctures
before the base, an irregular group of larger ones between the eyes, the
front and greater part of the vertex being impunctate; antennae reaching
the base of the elytra, the 2nd to 4th joints subequal, elongate, 5th to 10th
gradually decreasing in length, the last scarcely longer than broad, as long
as the 11th. Thorax red, longer than broad, widest at the junction of the
first and second thirds, the sides rounded and narrowed anteriorly, behind
narrowed in a nearly straight line; disc on either side with a row of 7 large
punctures, the 2nd pairs being more approximate than the rest, the lateral
margin with a row of 5 or 6 smaller punctures and between these two rows,
with a curved, somewhat irregular row of 4 or 5 large punctures ; sparingly
pilose. Elytra wider and a little shorter along the suture than the thorax,
a little widened posteriorly, the sides rounded, rather coarsely and closely
punctured, sparingly pilose, rather deeply emarginate posteriorly. Abdomen
cylindrical pilose, the first four visible segments red, each with three
transverse rows of moderately coarse punctures, the last two black, much
more finely and irregularly punctured; anal spines black, decurved, apex
ferruginous.
2 examples $$ Krakatau IX. 1920 (Type) (Dr. Dammerman). Klein
Kombuis, Java Sea (Dr. Dammerman).
Paederus dammermani n. sp.
Head and thorax black, subopaque, shagreened; elytra blue-green, shin¬
ing; antennae black, the 1st joint testaceous, the 2nd to 4th fusco-testa-
eeous; palpi testaceous; legs black, the base of the femora and tarsi brown.
Length 8,75 mm.
Near P. praecellcns Bernh., but differing in the black antennae and
less coarse puneturation of the head and thorax. Head short-oval, fully as
broad as the thorax, the eyes moderate, flat; front deeply and broadly im¬
pressed on either side within the antennal tuberosities, the clypeus impunc-
M. Cameron: New Staphylinidae,
181
tate, the rest of the surface rather finely and not very closely punctured,
very distinctly shagreened. Antennae with all the joints much longer than
broad, very slightly decreasing in length from the 4th to the 10th, 11th a
little longer than the preceding. Thorax long oval, the middle with a fine
impressed line posteriorly, rather less finely and a little more closely punc¬
tured than the head, similarly shagreened. Elytra narrower and shorter than
the thorax, narrower at the base, the sides straight, slightly widened behind,
coarsely, closely, rugosely punctured. Abdomen moderately shining, much
less distinctly shagreened than the head, moderately finely and not very
closely punctured, the 6th segment more shining .and less distinctly
shagreened than the others.
Tjibodas, 1500 m, VIII. 1921 (Dr. Karny).
Paederus lombockianus n. sp.
Moderately shining, head ferruginous, thorax bright red ; elytra metallic
blue-green; abdomen bflack; antennae reddish-test, aceous, the middle joints
more or less infuscate, palpi testaceous; femora more or less reddish-brown,
tibiae and tarsi black. Length 10 mm. Size and general facies of P. sijt-
lioffi Bernh. but the head is entirely dark red, larger and orbicular, the
elytra bluish-green, much more coarsely sculptured. Head orbicular as
broad as the thorax, moderately finely and sparingly punctured and without
ground sculpture; antennae slender, all the joints longer than broad. Thorax
longer than broad, as broad as the elytra behind, the sides gently rounded,
narrower behind than in front, the sides sparingly and rather finely punc¬
tured without ground-sculpture. Elytra a little shorter than the thorax,
narrowed at the base and widened behind, coarsely, transversely-rugulosely
punctured. Abdomen finely and sparingly punctured, without ground
sculpture.
<f : 6th ventrail segment deeply excised, the sides of the excision nearly
parallel, the apex rounded; 5th with an oval impression (extending nearly
the whole length of the segment in the middle line) strongly asperate and
pubescent.
2 examples. Lombok, Segare Anak 1925 m. 13. V. 1909 (J. Elbert).
Astenus sumatrensis n. sp.
Rufous, elytra reddish-yellow wdth oval black spot; abdomen brown,
the 5th (visible) segment black, apical margin testaceous. Antennae and
legs yellow. Length 4 mm. Very similar in colour to A . maculipennis Kr.,
but broader, the head shorter, thorax and elytra broader, the latter more
coarsely sculptured, the spot smaller and not extending to the epipleurae.
Head a little longer than broad, as broad as the elytra, the posterior
angles rounded, sculpture dose and umbilicate; antennae slender, all the
joints longer than broad. Thorax narrower than the head, a little longer
than broad, the sides with 5 moderately long setae, sculpture as on the
182
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
head. Elytra a little longer than the thorax, longer than broad, with a small
oval black spot near the posterior border and nearer the lateral margin than
to the suture, puncturation close and asperate. Abdomen finely and closely
punctured, more finely behind.
2 examples (99^ Holland. Ind.; VTai Lima, Lampongs, S. Sumatra
XI — XII. 1921 (Dr. H. Karny).
Stilicus pruinosus n. sp. (Eppelsheem in litt.).
Black, scarcely shining, elytra moderately shining with slight, metallic
reflex; antennae and legs testaceous, the knees slightly infuscate. Length
4.2 mm.
Very similar to S. velutinus Fauv. but at once distinguished from
that species by the entire absence of a testaceous border to the elytra
posteriorly. Head subquadrate, not coarctate'as in S. velutinus but with
the posterior angles obtusely rounded, much broader than the thorax,
puncturation very fine, very close and rugulose, but not so fine as in
S. velutinus: antennae with the 2nd joint shorter than the 3rd, 3rd to 7th
longer than broad gradually decreasing in length, 8th to 10th about as
long as broad. Thorax a little longer than broad, the anterior angles round¬
ed, the sides obliquely narrowed to the neck, more gradually contracted
behind, puncturation very fine, very close and rugulose. Elytra a little
longer and much wider than the thorax, a little longer than broad, shining
black with distinct metallic reflex, very finely and very closely punctured,
finely and closely pubescent. Abdomen black, very closely and very finely
punctured and pubescent throughout.
7 examples. Tjibodas 1400 in. 23. V. 1922 (Dr. Dammkrman).
Medon (Hypomedon) renominatus n. sp.
Pitchy, scarcely shining, head black, densely and finely punctured,
thorax densely and finely granular; elytra reddish more or less infuscate
posteriorly, densely, finely, asperately punctured; abdomen densely and
finely punctured; antennae and legs testaceous, 2nd to 4th joints of the
former infuscate. Length 2.75 mm.
A small obscure species, with the gular sutures separated by a smooth
shining space. Head black, greasy lustrous, transversely quadrate as wide
as the thorax, eyes small, temples parallel, the posterior angles narrowly
rounded, disc with fine median raised line, the rest of the surface densely
and finely punctured; antennae reaching the posterior angles of the thorax,
ihe 2nd and 3rd joints of equal length, 4th to 6th slightly longer than
broad, gradually decreasing in length. 7th as long as broad, 8th to 10th
slightly transverse. Thorax trapezoidal, a little broader than long, the
sides nearly straight, narrower behind than in front, the disc with fine
elevated shining line, the rest of the surface densely and finely granulate.
Elytra broader, and one third longer than the thorax, densely, finely,
M. Cameron: New S.taphylinidae .
183
asperat.ely, punctured and finely pubescent. Abdomen pitchy, greasy-
lustrous exceedingly finely and closely punctured and pubescent throughout.
2 examples. Tjampca, Buitenzorg, 1. X. 1922. (Dr. Dammerman).
Medon (Charichirus) siebersi n. sp.
Black, nearly opaque, densely punctured, the postero-extemal angles
of the elytra broadly testaceous ; head subquadrate, antennae and legs
reddish testaceous, the 2nd to the 8th joints of the former blackish. Length
5.5 mm. Very near M. chinensis Boh. but readily distinguished by the
different pattern of the colouring of the elytra, these are black with nearly
one half of the epipleurae posteriorly, the postero-external angles, the
posterior borders and the extreme end of the sutural margin testaceous,
thus a large yellow triangular spot occupying the postero-external region
of the elytra is formed, moreover the eyes are larger and the temples shorter,
the posterior angles more strongly rounded, the puncturation of the fore¬
parts is a little finer and that of the abdomen more dense.
4 examples. Kei Eil. 1922. (II. C. Siebers).
Medon (Charichirus) dammermani n. sp.
Black, greasy-lustrous, the postero-external angles and the suture of
the elytra narrowly testaceous; head quadrate; antennae and legs reddish
testaceous, the 2nd to 8th joints of the former blackish. Length 5.5 mm.
Very similar to the preceding but less opaque, the elytral epipleurae
testaceous for scarcely the posterior fourth, the posterior border more
narrowly and the suture also narrowly and obscurely testaceous, thus a
small yellow triangular spot is formed at the postero-latcral region, of the
eiytra, moreover the head is flatter, the eyes more prominent and the
posterior angles less broadly rounded, the thorax is shorter and the abdomen
rather less densely punctured.
2 examples. Krakatau IX. 1920 (Type). Prinsen Eil. I. 1922 (Dr. Dam-
merman).
Scopaeus laticollis n. sp.
Moderately shining, head black or blackish, quadrate, thorax and
abdomen brown, the former not carinate at the base, elytra fuscous wTith
the base more or less paler; antennae reddish-testaceous, the 2nd joint a
little shorter than the 3rd, the penultimate slightly transverse; legs testa¬
ceous. Length 3.75 mm. Remarkable by the thorax being broader than
usual in this genus and the entire absence of a keel and depressions at
the base. Head as broad as long, scarcely broader than the thorax, the
temples parallel, the posterior angles briefly rounded, the base emarginate,
black or brownish-black, slightly shining, extremely finely and densely
punctured and pubescent; antennae with the 2nd joint stouter but scarcely
shorter than the 3rd which is very slightly longer than broad; 4th to 6th
184
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
scarcely longer than broad, subequal. 7th to 10th as long as broad. Thorax
only slightly longer than broad, rather shining, castaneous, scarcely per¬
ceptibly punctured and without trace of keel or depressions at the base.
Elytra broader and longer than the thorax, longer than broad, moderately
shining, infuscate, the base more or less obscure testaceous, densely and
finely punctured and pubescent. Abdomen lighter than the fore-parts, the
5th (visible) segment more or less infuscate, extremely finely and pretty
densely punctured and pubescent.
3 examples. Tjibodas 1400 m. VTIT. 1921. (Dr. Dammerman).
Cryptobium nigrum n. sp.
Black, shining; antennae and legs testaceous, head widest behind;
thorax with broad im punctate longitudinal median space, on either side
with series of 17 or 18 small punctures, the anterior ones more or less paired,
externally with a narrow impunctate space extending from the anterior to
the posterior borders, the sides rather coarsely, closely and irregularly
punctured. Length 8 mm. Size and general facies of C. rosti Schub. but
the head rather wider behind with coarser and much more sparing punctur-
ation, the thorax less cylindrical, the puncturation more sparing, the elytra
longer, rather less deeply punctured and the abdomen less finely punctured.
Head broader than the thorax, widest behind, narrowed anteriorly, the
front with a few fine scattered punctures, the vertex narrowly impunctate,
the temples rugulose, the rest of the surface with moderately coarse and
moderately close puncturation intermixed with a few very fine scattered
punctures; all the antennal joints distinctly longer than broad. Thorax
longer than broad a little broader in front, gradually and slightly narrowed
behind, the disc rather broadly and longitudinally impunctate, on either
side with a row of 17 or 18 rather small punctures of which the posterior
9 or 10 form a single row and the anterior ones are irregularly paired,
externally with a narrow impifnetate space reaching from the anterior to
the posterior border, the sides with larger and moderately close punctures.
Elytra one third as long again as the thorax closely and rather coarsely
punctured. Abdomen moderately finely and rather closely punctured.
d* : 6-th ventral segment deeply triangularly emarginate.
2 examples, d* (Type) Verlaten Eil. IV. 1920. 9 Krakatau. (Dr.
Dammerman) .
Xantholinus (s. str.) javanicus n. sp.
Black, shining, elytra and abdomen pitchy; head oval oblong, the lateral
furrows punctiform, vertex and front smooth, the sides and posterior
region very finely and sparingly punctured; thorax with dorsal row of 5
fine punctures; antennae fusco-ferruginous the first three joints red; legs
testaceous. Length 4 mm. Somewhat resembling Leptacinus parum -
punctatus Gyll. in general facies, but very different in the oval oblong
185
M. Cameron: New Staphylinidae.
head (recalling the shape in Mitomorphus Kr.) the punctiform lateral
furrows, longer and narrower thorax and the much smaller punctures of
the dorsal row. Head black, shining, oval oblong, the base coarctate, frontal
furrows distinct parallel, the lateral punctiform, very finely and sparingly
punctured on the sides and behind; antennae with the 2nd and 3rd joints
short, subequal, 4th to 10th transverse, gradually increasing in width,
the penultimate nearly twice as broad as long. Thorax widest at the
rounded anterior angles, about twice as long as broad, a little broader than
the head, narrowed and slightly sinuate posteriorly, the disc on either side
with 5 fine obsolete punctures of which the posterior pair of each side
are the largest, the sides in front with a curved row of 5 obsolete punctures.
Elytra pitchy, a little longer and wider than the thorax, extremely finely
very sparingly and obsoletely punctured. Abdomen pitchy, the posterior
margins of the segments testaceous, very finely and very sparingly punctured.
2 examples. Tjibodas 1400 m. VIII. 1921. (Dr. Dammerman).
Xantholinus (s. str.) pemitidus n. sp. (Fauvel in Jitt.).
Black, shining, head oval, the posterior angles broadly rounded, the
base coarctate, front and vertex impunctate, the sides and posteriorly finely
and sparingly punctured. Thorax with dorsal series of 8 or 9 moderate
punctures, a lateral row of 5 or 6 fine punctures and 2 or 3 larger ones be¬
hind the anterior angles. Elytra shorter than the thorax, very slightly
widened behind, puncturation rather large and superficial, moderately close
on the disc, much finer on the epipleurae. Antennae with the first 3 joints
red, the rest fusco-ferruginous. Legs reddish. Length 9 mm.
Head oval, narrowed in front, a little wider than the thorax, rather
finely and quite sparingly punctured, the front and vertex anteriorly im¬
punctate; frontal furrows rather fine, short, the lateral obsolete; antennae
with the 2nd joint scarcely longer than the 3rd, the 4th to the 10th trans¬
verse, gradually increasing in breadth. Thorax twice as long as broad, the
anterior angles broadly rounded, narrowed and scarcely sinuate posteriorly,
the sculpture as above indicated. Elytra a little shorter than the thorax,
very slightly widened behind, sparingly pubescent. Abdomen extremely
finely and very sparingly punctured and pubescent.
4 examples. Pangrango 2400—3000 m. YITT. 1921, V. 1922 (Dr. Dam-
merman).
Thyreocephalus castaneipennis n. sp.
Black, shining, the elytra castaneous, pubescence scanty, coarse and
yellow; head broad behind narrow in front, the posterior angles broadly
rounded, wider than the thorax; thorax with a large puncture behind the
anterior angle; elytra moderately coarsely and rather closely punctured in
the sutural region and posterior margin, and with a subhumeral row of about
12 punctures extending to the posterior margin, the epipleurae rather closely
186
Treubia Vol. VI, Live. 2.
and moderately finely punctured, the intervening1 spaces smooth ; abdomen
rather finely and not closely punctured; antennae with the first 3 joints
red, shining, the following dull, fusco-ferruginous. Legs red. Length 13 to
16.5 mm. One of the largest and most robust of this genus; the head
(including the closed mandibles) distinctly triangular and longer than
broad, frontal furrows shallow, intra-ocular and postocular punctures
adjacent to the eye, with a few along the posterior border, otherwise
impunctate. Antennae with the 2nd joint shorter than the 3rd, 4th to 10th
transverse scarcely increasing in width but diminishing in length. Thorax
except for a large puncture behind the anterior angles and a row' along the
extreme borders, impunctate. Elytra scarcely as long as the thorax, longer
than broad.
7 examples. Merauke, S. N. Guinea.
Philonthus elegantissimus n. sp.
Very shining, very sparingly punctured; head and elytra black, the base
broadly, the suture and posterior margin narrowly rufo-testaceous ; thorax
red w'ith dorsal rowr of 4 or 5 small punctures; abdomen brown, the posterior
margins of the segments red; antennae with the first 2 or 3 and the last
2 joints reddish testaceous; legs testaceous. Length 5.5 mm.
Var. a. Head entirely red.
Var. b. Head and abdomen entirely red.
Closely allied to P. rufiventris Cam. of Ceylon, but the antennae are a
little longer, the penultimate joints scarcely transverse, the thorax a little
broader, the sides more narrowed anteriorly and the colour of the abdomen
different. Head black shining, narrower than the thorax, subquadrate, the
temples slightly convergent posteriorly, the angles rounded, median intra¬
ocular punctures widely separated, behind the eyes on each side with an
oblique row of three small punctures, and a fewr on the temples otherwise
impunctate; antennae with the 2nd joint shorter than the 3rd, the 4th to
7th very slightly longer than broad, 8th to 10th scarcely transverse. Thorax
a little longer than broad, the sides nearly straight, slightly narrow’ed in
front, with dorsal rowr of 5 small punctures, sometimes only 4, or the series
asymmetrical. Scutellum pitchy with 8 or 9 moderate punctures. Elytra
about as long as the thorax, as long as broad of the colour above indicated
with basal (4 or 5), sutural (4 or 5), humeral (5), and subhumeral (6 or 7)
rows of fine setiferous punctures, otherwise smooth. Abdomen with a trans¬
verse row of fine punctures at the base and apical margin of each segment,
otherwise impunctate. : anterior tarsi dilated, head a little wider, 6th ven¬
tral segment acutely triangularly impressed and emarginate.
6 examples. Tjibodas. 1400 m. VIII. 1921 (Dr. Hammerman).
Philonthus gracilentus n. sp.
Black, shining, thorax red wTith dorsal row' of 5 punctures, elytra with
M. Cameron: New Staphylinidae.
187
the posterior border narrowly testaceous ; abdomen pitchy, the posterior mar-
fdns of the segments ferruginous, very densely and finely punctured;
antennae with the first two joints reddish testaceous, the last two yellow.
Legs yellow. Length 5.5 mm. In build somewhat resembling P. ventraZis
Gr. but the head and thorax are broader, the antennae longer and the colour
entirely different. Head black shining, suborbicular, narrower than the
thorax, the median intra-ocular punctures widely separated, the temples and
behind the eyes with 4 or 5 setiferous punctures, otherwise impunctate;
antennae with the 2nd joint shorter than the 3rd, 4th to 9th a little longer
than broad, gradually decreasing in length, 10th as long os broad, 11th longer
than the 10th. Thorax a little longer than broad, the sides nearly straight,
a little narrowed in front, the disc with a row of 5 small punctures on either
side, sometimes only 4 and sometimes asymmetrical, at the sides with 3 or
4 others. Scutellum; densely and finely punctured and pubescent, pitchy
black. Elytra as long as the thorax, as long as broad, less shining, plumbeous,
the extreme posterior margin obscurely testaceous, very finely and very
closely punctured and pubescent. Abdomen gradually narrowed from base
to apex, blackish, slightly iridescent, the posterior margins of the segments
bright reddish-testaceous, very finely and very closely punctured and pubes¬
cent, ventral segments broadly testaceous behind. <£ : head broader, anterior
tarsi dilated, 6th ventral segment triangularly excised.
7 examples. Tjibodas 1400 m. VIII. 1921; V. 1922 (Dr. Dammerman).
Belonuchus ferrugatus Er. var. ruficeps n.
Differs from the type by its larger size (11 to 12 mm:), the entirely
ferruginous head and the posterior margin of the 5tli and the whole of the
6th (visible) abdominal segments only distinctly ferruginous.
2 examples. Tjibodas 1500 m. VIII. 1921 (Dr. Karny).
Conosoma ruficeps n. sp.
Head ferruginous, thorax and elytra pitchy, the sides and posterior
margin of the former and the base of the latter reddish testaceous; abdomen
pitchy the apex rufescent; sides of the elytra with two long setae; antenpae
and legs testaceous. Length (abdomen extended) 2.3 mm. Head dark red,
shining impunctate; antennae just reaching the posterior angles of the tho¬
rax, the 3rd joint shorter than the 2nd, 4th to 10th compressed, subequal
viewed on the flat, and about as long as broad. Thorax transverse with
rectangular posterior angles, scarcely perceptibly punctured, pubescence
yellow exceedingly fine. Elytra as long as the thorax, transverse with punc-
turation and pubescence as on the thorax. Abdomen narrowed from base to
apex, sides and apex furnished with long black setae, exceedingly finely and
closely punctured, with fine close yellow pubescence.
8 examples. Tjibodas 1400 m. VIII. 1921; V. 1922 (Dr. Dammerman).
188
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
PART II. Aleocharinae.
Oligota (Holobus) karayi n. sp.
Obscure pitchv-red, shining, the head posteriorly and the 4th and
5th abdominal segments infuse, ate. Antennae and legs testaceous. Length
1.1 mm.
A minute narrow somewhat depressed species with pointed abdomen and
having the general facies of a minute Acrotona much narrower than
O. pnsillima Or. Head .sparingly, scarcely perceptibly punctured ;
antennae reaching the base of the elytra, moderately stout, the 4th to 9th
joints transverse, the penultimate about twice as broad as long, but scarcely
differentiated into a club. Thorax very finely, moderately closely punctu¬
red, finely and sparingly pubescent. Elytra a little broader but as long as
the thorax, transverse, rather more strongly, but about as closely punctured
as the thorax, the punctures asperate, very finely pubescent. Abdomen (in
extended examples) much longer than the fore-parts, extremely finely and
moderately closely punctured, finely and sparingly pubescent.
Wai Lima, Sumatra, XT. and XII. 1921 (Karny), 17 examples.
Gyrophaena (s. str.) sparsuta n. sp.
Black, shining; thorax with a row of three punctures on either side of
the middle, the first of them on the anterior border; elytra extremely finely,
sparingly punctured. Antennae with the first three joints testaceous, the
rest more or less infuscate. Legs testaceous. Length 1.4 mm.
Size and build of G. flavipes Shp. but with stouter antennae, the
penultimate joints being much more transverse, the thorax with a row of
punctures and the elytra less sparingly punctured. Head finely and spa¬
ringly punctured, without ground sculpture. Antennae with the 4th to 10th
joints transverse, gradually increasing in width, the penultimate about twice
as broad as long. Thorax twice as broad as long, the disc with three small
punctures on either side the first of them on the anterior border, externally
with two or three others. Elytra a little broader than the thorax, transverse,
extremely finely and sparingly punctured. Abdomen extremely finely and
very sparingly punctured, finely and sparingly pubescent.
Wai Lima, Sumatra. XT. and XTT. 1921. (Karny) . 9 examples not pre¬
senting definite secondary sexual characters.
Gyrophaena kamyi n. sp.
Minute, shining, black or pitchy, the apex of the abdomen and sometimes
the base more or less fusco-testaceous. Thorax with three punctures on
either side of the middle, the first of them at the anterior border; elytra extre¬
mely finely and very sparingly punctured. Antennae testaceous, more or
less infuscate towards the apex. Legs testaceous. Length scarcely 1 mm.
A minute obscure species with broad head and very similar in build
189
M. Cameron: New Staphylinidae.
to G. oblita Shp. but differs in the longer antennae, the punctures on
thorax and the much less closely punctured elytra. Head broad, very finely
and very sparingly punctured. Antennae reaching the base of the elytra,
thickened from the 4th joint, the penultimate about twice a.s broad as long.
Thorax fully twice as broad as long with three punctures on either side of
the middle lino, the first of them at the anterior border, and with two or
three others externally, and without ground sculpture. Elytra a little longer
and broader than the thorax, transverse, extremely finely and very sparingly
punctured and with very fine transversely strigose ground sculpture. Ab¬
domen gradually narrowed behind, extremely finely and very sparingly
punctured, the sides and apex with numerous short stiff setae.
Wai Lima, Sumatra, XL and Xll. 1921 (Karny). 3 examples without
definite secondary sexual characters.
Gyrophaena clavicornis n. sp.
Minute, shining, black or pitchy, apex of abdomen and sometimes the
base more or less fusco-testaecous; thorax with three very fine punctures on
cither side of the middle line, the first of them at the anterior border; elytra
extremely finely sparingly punctured. Antennae and legs testaceous, the
former stout, more or less infuscate at apex. Length 0.75 mm.
Smaller, more slender and parallel than the preceding, with narrower
head and thorax and shorter, thicker antennae which scarcely extend beyond
the middle of the thorax, the penultimate joints about three times as broad
as long. Elytra extremely finely and extremely sparingly punctured, dis¬
tinctly coriaceous. Abdomen scarcely perceptibly punctured, finely trans¬
versely strigose, the sides and apex with short stiff setae. The 6th ventral
segment in some examples is a little more produced and are presumably
males.
Wai Lima, Sumatra, XL and XII. 1921. (Karny, No, 228: „29. XI. In
der ehemaligen Pfefferplantage, 2 Wegstunden oberhalb Wai Lima, an der
Unterseitc von Iiolzschwammen,,). Numerous examples.
Eusteniamorpha ferruginea n. sp.
Head and thorax ferrugineous red, nearly opaque; elytra castaneous
shining, the base reddish; abdomen shining, the 4th and 5th (visible)
segments pitchy. Antennae and legs reddish-testaceous. Length 25 mm.
Head pentagonal, produced and rounded in front, the eyes a little
prominent, shorter than the temples, these converging posteriorly; vertex
with a small shining plaque in front of the neck, the rest of the surface
closely, moderately coarsely, somewhat rugosely punctured. Antennae
reaching a little beyond the base of the elytra, the 2nd and 3rd joints sub equal,
the 4th to 9th all distinctly longer than broad, the lltli elongate pointed,
nearly as long as the two preceding together. Thorax broader than the
head, very strongly rounded and dilated in front, very strongly contracted
190
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
and then slightly expanded at the obtuse posterior angles, the sides mar¬
gined; base nearly smooth, foveate before the seutellum, more anteriorly
with a narrow groove, closely, moderately coarsely, rugosely punctured,
except the base and the sides of the dilated portion posteriorly. Elytra
shorter and broader than the thorax, transverse, convex, the sides slightly
rounded, shining, moderately coarsely and much less closely punctured than
the thorax, more sparingly near suture. Abdomen narrowed at the base,
distinctly enlarged behind, -the first two visible segments keeled in the
middle, very finely and not very closely punctured throughout, very finely
pubescent.
Tjibodas, 1400 m. 24. V. 1921. 3 examples.
This genus may possibly be identical with Eustenia Fauv. but if
so, the description of the tarsi as given by that author viz. 4, 4, 5 must
be amended to 3, 4, 4.
Minioxypoda n. gen.
Facies of Oxypoda Mannerh. but tarsal formula 4, 5, 5 and the
labial palpi 2- jointed. Labrum transverse, rounded at the sides, slightly
emarginate in front. Mandibles rather short, stout, pointed, the right with
distinct tooth near middle of inner border. Outer lobe of maxilla narrow,
pointed, the apex with a few long cilia; inner lobe with four or five teeth
at inner side of apex, followed by eleven or twelve moderately long spines.
Maxillary palpi with the 1st joint very short, 2nd longer, 3rd yet longer
than preceding, very slightly and gradually thickened towards apex, 4th
subuliform, scarcely half as long as 3rd. Tongue as long as broad, the sides
straight, the anterior border gently rounded. Labial palpi 2-jointed, 1st
joint rather long, cylindrical, 2nd narrower than 1st and about half as
long. Temples bordered below ; gular sutures separated. Prosternum broad¬
ly rounded behind ; prothoracic epipleurae not visible when viewed laterally ;
mesosternum keeled, mesosternal process narrow, pointed, keeled, extending
completely between the intermediate coxae and meeting the short blunt
metasternal process; middle coxae narrowly separated; episterna of the
metasternum extending beyond the elytra. Tarsi 4, 5, 5; the anterior pair
with the first three joints short and subequal, the 4th as long as the three
preceding together; middle pair with 1st joint as long as the two following
together, 4th as long as 3rd, 5th as long as 3rd and 4th together; posterior
pair with 1st joint as long as 5th, as long as 2nd and 3rd together. Tibiae
finely ciliate, the middle and posterior with a feeble seta at the middle of
the outer borders. Elytra strongly sinuate postcro-cxteraally. Winged. Type
M. rufa.
Mimoxypoda rufa n. sp.
Narrow, elongate, abdomen strongly pointed; shining rufo-testaceous,
the elytra infuscSte. Antennae reddish-testaceous the last joint infuscate.
Legs testaceous. Length (in well extended examples) 2.75 to 3 mm.
M. Cameron: New Staphylinidae. 191
Head rounded, narrower than thorax, very finely and moderately
closely punctured, finely pubescent, eyes rather large, not prominent.
Antennae with 2nd joint a little longer than 1st, 3rd shorter than 2nd, 4th
and 5th a little longer thpi broad, 6th and 7th as long as broad, 8th
to 10th transverse gradually increasing in breadth, 11th short, oval longer
than the two preceding together. Thorax transverse, widest at the obtuse
posterior angles, the sides evenly rounded and gradually narrowed to the
rounded anterior angles, base finely bordered, feebly Insinuate, very finely,
moderately closely punctured and finely pubescent. Elytra as long as
and scarcely narrower than the thorax, transverse, very finely and more
closely punctured than the thorax, finely pubescent. Abdomen elongate,
longer than the fore-parts and strongly pointed to the apex, finely and
rather closely punctured and pubescent, a little less closely on the last
two segments, apex with some black setae.
Wai Lima, Sumatra, XI. and XII. 1921 (Karny). 8 examples.
Thamiaraea (?) terminalis n. sp.
Black, shining, elytra dark brown; abdomen almost impunctate. An¬
tennae black, the first two joints pitchy testaceous, the 11th testaceous.
Legs testaceous, femora brown. Lenght 3.2 mm.
Provisionally placed in Thamiaraea in the absence of material for
complete dissection of the mouth parts; the terminal joint of the labial
palpi is much shorter however than in that genus, much shorter than joints
1 — 2, it will probably require the erection of a new genus of the Thamia-
raeini.
Facies and colour very similar to Gnypela carbonaria Mannerh.
but a little more robust, the thorax shorter and more transverse,
the antennae longer. Head orbicular, extremely finely and rather closely
punctured. Antennae slender, the 2nd joint shorter than the 3rd, 4th to 9th
longer than broad, gradually decreasing in length, 8th to 10th almost as
long as broad, 11th as long as the 9th and 10th together. Thorax distinctly
transverse, obsoletely impressed before the seutellum, extremely finely,
moderately closely punctured, finely pubescent. Elytra as long as but
broader than the thorax, transverse, closely and less finely punctured than
the latter. Abdomen shining, almost impunctate except on the 5th and 6th
(visible) segments which are extremely finely and sparingly punctured.
Wai Lima, Sumatra, XI. and XII. 1921 (Karny). 2 examples.
Amaurodera nigra n. sp.
Black, shining, thorax opaque; elytra pitchy; the posterior margins
of the 1st, 2nd and 6th dorsal segments obscurely testaceous. Antennae
black, the first two joints pitchy-testaceous, the last three testaceous. Legs
testaceous, femora pitchy with testaceous bases. Length 4 mm.
Colour of A . bomfordi Epp. Size and build of A. veluticollvi
192
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
Motsch. but the thoracic sulcus finer and less shining and the elytra more
closely punctured. Head orbicular, black, shining, extremely finely and
sparingly punctured. Antennae with all the joints distinctly longer than
broad, 2nd shorter than 3rd, 4th to Gth equal, 7th to 10th gradually de¬
creasing in length, 11th longer than 10th. Thorax elongate, widest at the
prominent obtuse anterior angles, obliquely truncate to th.e neck, much
narrowed and sinuate behind, medially sulcate, opaque, coriaceous. Elytra
transverse, broader than thorax, shining, very finely moderately closely
punctured. Abdomen shining, extremely finely and extremely sparingly
punctured.
cf : Gth (visible) dorsal segment broadly rounded and finely crenulate.
Tjibodas, 1500 m. 8. VII. 1920 (Type) (Dr. Dammerman). — Tobameer,
Sumatra 111. 1922. (Dr. Dammerman) 9 examples.
Atheta (s. str.) pangrangoensis n. sp.
Head and thorax with aeneous reflex, the former black, the latter
pitchy, elytra yellowish-brown. Antennae ( brown, the first two joints
testaceous. Length 2.8 mm.
Very similar in build to A. crassicornis F., colour of A. aqua -
Mis Thoms, but with shorter more transverse, more finely punctured
thorax, shorter more finely punctured elytra and much smaller size. Head
exceedingly finely and very sparingly punctured, moderately shining, finely
coriaceous. Antennae with the 3rd joint as long as the 2nd, 4th to 7th
about as long as broad but gradually increasing in size, 8th to 10th trans¬
verse, 11th short, conical, not as long as the two preceding together. Thorax
fully half as broad again as long, narrower behind, moderately rounded and
widened in front, extremely finely and moderately closely punctured,
coriaceous, moderately shining, before the scutellum with a small impres¬
sion, the disc in the middle more or less broadly obsoletely impressed.
Elytra as long as and a little wider than the thorax, transverse, moderately
finely, asperately and rather closely punctured. Abdomen black, shining,
finely and not very closely punctured on the first three segments, much
more sparingly behind.
d* : 8th dorsal segment on either side with a short stout tooth, the
space between with seven or eight erenulations, 6th ventral segment pro¬
duced, narrowed and rounded at apex.
Pangrango, 3000 m. 4 examples.
Neocallicerus n. gen.
In build somewhat resembling CaUicerus rigidicornis Er., but with
thorax broader and more strongly rounded sides, the 3rd joint of the
maxillary palpi is however not abnormally dilated and the first joint
of the posterior tarsi is as long as the three following together. Labrum
transverse, truncate, the anterior angles rounded. Mandibles lightly cur-
M. Cameron: New Staphylinidae.
193
ved, pointed, the right with a small acute tooth about the middle. Maxilla
with the outer lobe shorter than the inner, finely and closely ciliate at apex;
inner lobe hooked at the tip, with about nine lightly curved and moderately
long spines on the corneous portion and about ten or eleven finer shorter
ones on the membranous part. Maxillary palpi 4-jointed, 1st joint short,
2nd elongate, lightly curved and slightly widened at apex, 3rd about as long
as but stouter than 2nd, gradually widened from base to apex but not
abnormally so, 4th subulate, fully half as long as 3rd. Mentum transverse,
broadly feebly emarginate in front. Tongue rather short and broad, less
than half as long as the 1st joint of the labial palpi, bilobed. Labial palpi
with the 1st joint two and a half times longer than broad, with four long
setae, 2nd much narrower and much shorter than 1st, only slightly longer
than broad, 3rd narrower than the 2nd, about as long as the 1st. Temples
very finely and indistinctly margined. Gular sutures distant. Prosternum
broadly rounded behind, prothoracic epipleurae distinctly visible when
viewed laterally. Mesosternal process acute, extending more than half the
length of the coxae, these narrowly separated; metasternal process less
acute than the preceding and nearly meeting it. Tarsi 4, 5, 5. Anterior
short, the first three joints subequal. Middle with the first four joints
short, subequal. Posterior with 1st joint elongate, as long as the two fol¬
lowing together, longer than 5th, 2nd to 4th long, gradually decreasing in
length. Middle tibiae with a seta at middle, the posterior with two setae
between the middle and apex. Elytra sinuate internal to the postero-ex-
ternal angles. Type N . dammermani.
Neocaliicerus dammermani n. sp.
Rather shining, head black, thorax brownish-red, elytra brownish-yel¬
low, abdomen brown, the margins of the segments narrowly reddish. An¬
tennae reddish-brown. Legs reddish-yellow. Length 4.5 mm.
In build somewhat resembling Callioents rigidicornis Er., but the
thorax is broader with more strongly rounded sides and less finely
but equally closely punctured abdomen. Head transversely suborbicular,
closely, moderately coarsely punctured, the punctures feebly umbilicate,
pubescence fine, sparing, yellow; eyes rather large, their diameter greater
than the length of the postocular space. Antennae reaching a little beyond
the posterior angles of the thorax, gradually thickened towards apex, 2nd
joint a little shorter than 1st, 3rd a little longer than 2nd, 4th to 10th all
longer than broad gradually decreasing in length but increasing in thickness,
10th only slightly longer than broad, 11th conical as long as the two preceding
together. Thorax transverse, widest a little before the middle, the sides
rounded in front, very feebly sinuate before the obtuse posterior angles,
the sides and base bordered, feebly impressed before the scutellum and
feebly longitudinally sulcate posteriorly, the disc with four larger qua-
drately placed punctures, closely rather more finely punctured than the
13
194
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
head, the punctures feebly umbilicate. Elytra a little longer and wider
than the thorax, about as long as broad, closely, finely, subasperately
punctured, finely yellow pubescent. Abdomen a little narrowed at the
apex, closely and finely punctured and pubescent throughout and with a
few erect black setae; 6th dorsal segment broadly emarginate (? ).
Pangrango, 2400 m. VIII. 1921 (Dr. Dammerman).
Astilbus niger n. sp.
Black, shining; head finely, sparingly punctured; thorax closely,
moderately finely and elytra very closely asperately punctured; abdomen ex¬
tremely finely rather sparingly punctured. Antennae with the first tivo
joints and the last pitchy-testaceous, the rest blackish. Legs testaceous,
the femora more or less infuscate towards apex. Length 4.5 mm.
Head transversely suborbicular, narrower than the thorax, finely and
sparingly punctured towards the sides, the vertex almost impunctate.
Antennae with 3rd joint a little longer than 2nd, 4th to 8th all longer than
broad gradually decreasing in length, 9th and 10th as long as broad, 11th
a little longer than 10th. Thorax as long as broad, widest at the rounded
anterior angles, the sides gradually narrowed and slightly sinuate to the
rounded posterior angles, foveate before the scutellum, deeply and narrowly
silicate medially, closely and moderately finely punctured more sparingly
in front against the anterior margin, the sides each with four setae. Elytra
less shining, shorter and broader than the thorax, transverse, closely
moderately finely, asperately punctured, finely pubescent, the sides each with
two setae. Abdomen a little widened towards the middle, from thence
gradually narrowed to apex, very finely rather sparingly punctured espec¬
ially behind.
d* : 8th dorsal segment truncate, 6th ventral segment a little produced
and rounded.
Pangrango, 2400 m. VIII. 1921 (Du. Dammerman). 16 examples.
Pelioptera longicomis n. sp.
Shining, head black, thorax black or pitchy, both with violaceous reflex;
elytra brownish-testaceous infuscate at the sides and postero-extemal angles.
Antennae with the first two joints pitchy-testaceous, the 6th to 9th slightly
transverse. Legs testaceous. Length 4.1 mm.
A large species in build much resembling Atheta granigera Kies., but
rather more depressed, much shorter elytra and different colour. Head subor¬
bicular, extremely finely, sparingly punctured, finely pubescent, with scarcely
perceptible ground sculpture; eyes large, not prominent. Antennae with 2nd
and 3rd joints of equal length, elongate, 4th and 5th about as long as broad,
6th to 9th slightly transverse, 10th distinctly longer than 9th as long as broad,
11th longer than 9th and 10th together. Thorax slightly transverse, the sides
rounded in front and narrowed behind, extremely finely and not very closely
punctured and with scarcely perceptible ground sculpture, finely pubescent.
M. Cameron: New Staphylinidac.
195
Elytra scarcely as long as, but broader than the thorax, transverse, very
finely and rather closely punctured, finely pubescent. Abdomen extremely
finely and not closely punctured, finely pubescent. Sexual differences
unknown.
Java, Tjibodas (type). Wai Lima, Sumatra. 2 examples.
Pelioptera heterocera n. sp.
Shining, head black, thorax pitchy-black, the sides obscurely brown, both
with distinct violaceous reflex. Elytra brownish-testaceous, infuscate at the
sides and postero-external angles. Antennae with 1st joint testaceous, the
5th to 10th distinctly transverse. Legs testaceous. Length 2.75 to 3 mm.
Colour and build of the preceding but much smaller, the antennae with
the 5th to 10th joints distinctly transverse, the 10th not longer than the 9th,
the abdomen more sparingly punctured.
d* : 5th (visible) dorsal segment with a tubercle in the middle line at
the posterior border, 6th feebly and broadly emarginate. 6th ventral segment
narrowed, produced and rounded at apex.
Wai Lima, Sumatra. 3 examples.
Pelioptera quadrituberculata n. sp.
Head and thorax shining bronze-black, with metallic reflex ; elytra shining
brownish-testaceous with distinct coppery reflex; abdomen shining black.
Antennae black, the 1st joint pitchy-testaceous. Legs testaceous. Length 2.8
to 3 mm.
Head suborbicular, exceedingly finely and exceedingly sparingly punctur¬
ed, very finely coriaceous; eyes large, not prominent. Antennae with^ 2nd
and 3rd joints of equal length, 4th small, scarcely longer than broad, 5th to
7th slightly transverse gradually increasing in width, 8th to 10th about as
long as broad, 11th as long as the two preceding together. Thorax a little
broader than long, the sides gently rounded and widened in front, the post¬
erior angles rounded, the base sometimes with a small impression before the
seutellum, the disc with four fine quadrately placed punctures, very finely
and not closely punctured, finely coriaceous, very finely pubescent. Elytra
as long as, but wider than the thorax, transverse, coppery-brown, very finely
and rather closely punctured, finely coriaceous, obliquely impressed posterior¬
ly. Abdomen shining black, very finely and very sparingly pnnetured,
finely transversely strigose, very sparingly pubescent.
: 1st (visible) dorsal segment with a stout, pointed, blackwardly direct¬
ed tubercle at the middle of the posterior border; 2nd with a tubercle in the
middle ; 5th with -a small tubercle close to the middle line on either side at
the posterior border; 6th with a row of very small, closely placed tubercles
along the posterior border; 6th ventral segment a little produced and rounded.
Tjibodas, 1400 m. 6 examples.
196
Treubia Vol. VI, Live. 2.
Pelioptera inermis n. sp.
Black, shining; elytra brown with coppery reflex. First joint of
antennae pitchy-testaceous. Legs testaceous. Length 2.4 min.
Much smaller than the preceding, the '• head and thorax without
metallic reflex, the latter more closely punctured. \ The antennae with 5th
to 10th joints distinctly transverse. Head orbicular, extremely finely and
very sparingly punctured, scarcely coriaceous. Antennae with 3rd joint
scarcely stouter than 2nd, 4th as long as broad, 4th to 10th distinctly trans¬
verse, gradually increasing in breadth, 11th conical, longer than the two
preceding together. Thorax very finely, moderately closely punctured, very
feebly coriaceous. Elytra as long as but broader than the thorax, transverse,
very finely punctured, obliquely impressed behind. Abdomen very finely
and sparingly punctured, yet more sparingly behind.
cT: 6th (visible) dorsal segment broadly rounded, the posterior margin
slightly thickened and furnished with small, closely placed longitudinal gran¬
ules. 6th ventral segment produced, narrowed and rounded at apex.
Tjibodas, 1400 m. 13 examples.
Pelioptera dammermani n. sp.
Head and thorax black or pitchy, shining without metallic reflex; elytra
shining coppery-brown. Antennae black, the 1st joint pitcliy-testaceous.
Length 1.75 mm.
Build of the preceding but smaller, rather less shining, the thorax
more closely punctured and much more coriaceous and, with different cf
characters. Head black, shining, very finely and sparingly punctured, very
finely coriaceous. Antennae with the 3rd joint a little shorter than 2nd,
4th to 10th transverse, gradually increasing in width, 11th conical, a little
longer than the two preceding together. Thorax transverse, very finely,
moderately closely punctured, distinctly coriaceous. Elytra as long as but
broader than the thorax, transverse^ finely and closely punctured. Abdomen
black, shining, finely, moderately closely punctured anteriorly, more sparingly
behind, finely transversely strigose, pubescence yellow, rather long and
scanty.
d* : 1st and 2nd (visible) abdominal segments with a small tubercle
in the middle line just before the posterior border, 5th with a large, more
or less divided tubercle in the middle line just before the posterior border,
6th truncate.
Tjibodas, 1400 m. (Dr. Dammerman) 4 examples.
Pelioptera germana n. sp.
Very similar to the preceding in size (and colour, but the thorax is
more shining and not coriaceous and less closely punctured, the elytra
shorter and less finely punctured and the d* characters are different.
197
M. Cameron: New Staphylinidae.
(f: suture of elytra on either side with a row of four or five small
tubercles. 5th (visible) dorsal segment with a small tubercle in the middle
line at posterior border; 6th rounded and finely crenulate.
Prinsen Eiland (type). Tjibodas, Batavia. 7 examples.
Pelioptera similis n. sp.
Black, moderately shining; elytra pale testaceous. Antennae with the
first two joints pitchy. Eegs testaceous. Length 2.2 mm.
Very similar to P. micans Kr., but narrower, the thorax distinctly
less transverse and more closely punctured, distinctly though finely coriace¬
ous, the first two joints of the antennae pitchy and not testaceous as in the
allied species.
d* : 6th (visible) dorsal segment truncate, on either side with a small
tooth, the space between with four yet smaller teeth. 6th ventral segment
produced and rounded.
Tjibodas, 1400 m. 15 examples.
TABLE OF THE JAVANESE AND SUMATRAN SPECIES OF THE
GENUS PELIOPTERA KR.
1. Elytra testaceous or brownish-testaceous without metallic reflex ... 2
— Elytra brown with coppery reflex . 6
2. Head and thorax with metallic reflex; size larger 2.75 to 4.1 mm. ... 3
— Head and thorax without metallic reflex; size smaller 2 to 2.2 mm. 4
3. 6th to 9th joints of antennae slightly transverse, 10th not transverse;
size larger (4.1 mm.) . longicornis n. sp.
— 6th to 10th joints of antennae distinctly transverse. Size smaller
(2.75 to 3 mm.) . heterocera n. sp.
4. First two joints of antennae testaceous . micans Kr.
— First two joints of antennae pitchy . 5
5. Elytra pale testaceous; species smaller, less shining . opaca Kr.
— Elytra brownish-testaceous; species larger, more shining, similis n. sp.
6. Head and thorax very shining with strong metallic reflex . 7
— Head and thorax less shining, without metallic reflex . 8
7. 8th to 10th joints of antennae not transverse; size larger 2.8 to 3 mm.
. qxiadrituberculata n. sp.
— 8th to 10th joints of antennae strongly transverse; size smaller 2.4 mm.
. inermis n. sp.
8. Thorax distinctly coriaceous, finely and closely punctured, less shining;
elytra longer . dammermani n. sp.
— Thorax not coriaceous, finely less closely punctured, more shining;
elytra shorter . gei'mana n. sp.
198
Treubia Vol. YI, Livr. 2.
Leucocraspedum kamyi n. sp.
Leaden black, moderately shining, the sides and anterior margin of
the thorax narrowly and indeterminately testaceous. Antennae pale tes¬
taceous, the apex of the 11th joint infuscate. Legs testaceous. Length
2 mm.
Head deflexed, extremely finely, rather closely punctured and finely
pubescent. Antennae with 3rd joint a little shorter than 2nd, 4th to 7th a
little longer than broad, gradually decreasing in length, 8th to 10th about
as long as broad, 11th large, a little longer than the two preceding together.
Thorax widest just before the posterior angles, transverse, the sides rounded
and coarctate with the anterior border, semicircular, extremely finely,
closely punctured, finely grey pubescent. Elytra as long as but slightly
narrower than thorax, transverse, finely closely squamosely punctured,
finely grey pubescent. Abdomen strongly narrowed behind, finely and
closely punctured, a little more sparingly behind, finely grey pubescent,
the sides and apex with black setae.
Wai Lima, Sumatra, XI. and XII. 1921 (Karny). 3 examples.
NEUE PALPICORNIER AUS DEM AQUATORIALEN ORIENT
(Col. Hydrophilidae Op. 17)
von
Alfred Kniscii,
(Wien).
Dactylosternum superficial Knisch nov. spec.
D. superficiale Reg. i. 1.
Oval, in der Mitte parallclseitig, vorne und riickwarts regelmassig ge-
rundet, ziemlich gewolbt, etwas depress. Schwarz, die Oberlippe haufig
rotlichgelb, der Vorderrand des Kopfes, die Seiten des Halsschildes und
bisweilen auch der Seitenrand der Flugeldecken rotbraun. Die Unterseite
pechschwarz oder pechbraun, die Extremitaten gelbrot, die Schienen pech-
schwarz. Die Oberseite gliinzend.
Kopf, TFalsschild und Flugeldecken deutlich, selir dicht und regelmassig
punktiert, ersterer mit sehr feiner Antenno-Frontalnaht ; die Augen durch
die Wangen nur selir wenig eingeschnitten. Der Halsschild an der Basis
mindestens zweieinhalb mal so breit als in der Mitte lang, seitlich nacli
vorne regelmassig gerundet verengt, mit kraftiger, um die Vorderecken
bis innerhalb der Augen gezogener Randlinie; im Grunde glatt, nicht
sehagriniert. Die Flugeldecken auf der Scheibe etwas depress, ziemlich
gewolbt, bis hinter die Mitte ziemlich parallelseitig, an der Spitze gemeinsam
halbkreisformig gerundet, mit schmal abgesetztcn Seitenrandern. Mit zehn
miissig kraftigen, nirgends vertieften oder streifenartig ausgebildeten Punkt-
reihen, welche an der Basis und gegen die Spitze erlosehen sind. Die Punkte
derselben massig tief und ein wenig distant, so dass deren Zwischenraumo
zwei- bis dreifachen Durchmesser der Punkte aufweisen. Die Punktierung
der Decken ist gleich dem Halssehilde deutlich, dicht und regelmassig;
hinter der Mitte ist schon bei Lupenvergrosserung eine aussei*st feine und
dichte Punktulierung erkennbar, welche gegen die Spitze allmahlig auffal-
liger wird.
Das Kinn ein wenig quer, vorne in der Mitte tief ausgehohlt, am Vor-
derrande ausgebuchtet, auf schagriniertem Grunde ziemlich fein und massig
dicht punktiert. Die Kicfertaster kraftig, ihr zweites Glied keulenformig,
etwas verflaelit ; das Endglied stiftformig und deml vorletzten Gliede
199
200
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
ungcfahr gleichlang. Die Fiihler mit ziemlieh eng gegliederter Keule, deren
Endglied gerundet dreieckig zugespitzt. Prostcrnum hoch dachformig ge-
kielt. Der Mesostemal f ortsatz (von riickwarts unter 45° betrachtet)
pfeilspitzformig, an der aussersten Spitze abgerundet, von der Seite gesohen
ungefahr rechtwinklig angelegt, mit kraftiger, zahnfdrmig vorgebauter
Spitze; der zwischen den Mittelhuften gelegene Teil des Fortsatzes unten
gerundet, zienrlieh fein und diebt punktiert. Die Medianpartie des Meta-
stemums mit deutlicher, auf der Scheibe nicht sehr dichter Punktierung. Die
Seiten der Ilinterbrust und das Abdomen auf glattem Grunde massig fein
und ziemlieh dicht punktiert oder gerunzelt. Der erste Ventralbogcn
mit durchgehendem, riickwarts sehmaleren Mittelkiel. Die Mittelschenkel
ziemlieh kraftig und massig dicht, die Hinterschenkel wesentlich feiner
punktiert Die Schienen kurz, kraftig und dicht bedornt, die Tarsen
massig lang.
Long. 4.9 — 6 mm.
Patria: Karolinen, Ponape. (Dr. H. Hallier leg. 2. — 7. X. 1903.) Elf
Exemplare aus dem Hamburger Zool. Museum; eines derselben war von
Regimbarts Hand als „Dactylosternum superficiale R£g.” bezeichnet, welchen
Namen ich der Art erhalten habe.
Durch die deutliche, sehr regelma-ssigc und dichte Punktierung der
Oberseite, die feine Punktulierung der AnalhaJfte der Fliigeldecken, und
durch die einfachen Punktreihen derselben ist die Species sehr charakteris-
tisch und bedarf daher keines weiteren Vergleiches.
Cercyon (s. str.) aff latum Knisch nov. spec.
Oval, ma-ssig gestreckt, massig*. gewolbt, ein wenig depress. Die Ober¬
seite einfarbig schwarz, bei nicht ausgereiften Stiicken teilweise rotlich-
braun ; die Unterseite braunrot oder schwarzlich, die Heine braunrot, die
Fiihler und die Palpen rotlichgelb, erstere mit dunklerer Keule. Die ganze
Oberseite glanzend.
Der Kopf olme deutliche Stimnahte, ziemlieh fein, ungleichmassig und
ziemlieh dicht punktiert, im Grunde glanzend, nicht schagriniert. Die
Oberlippe vorne gerade abgestutzt, nicht ausgerandet. Der Halsschild an
der Basis fast dreimal so breit als in der Mitte lang, stark gewolbt, an
den Seiten nach vorne stark gerundet verengt, am Vorderrande breit und
tief ausgeschnitten, zur Aufnahme des riickziehbaren Kopfes. Nur die
Seiten kraftig gerandet, der Vorder- und Hinterrand ohne Randlinie. Die
Punktierung desselben ziemlieh fein, ungleichmassig und dicht; eine Scha-
grinierung ist nicht vorhanden, eben so keine grosseren Punkte oder
Griibchen. Das Schildchen ausserst subtil punktiert. Die Fliigeldecken
oval, massig gestreckt, etwas depress, ruckwarts gemeinsam, fast halbkreis-
formig gerundet. Ihr Seiten rand vor der Mitte schmal, hinter der Mitte
bis gegen die Spitze deutlich abgesetzt. Mit zehn, auf der Scheibe feinen
und ziemlieh scliarf eingeschnittenen, an den Seiten viel groberen Punkt-
201
A. Knisch: Neue Pcdpicomier.
streifen, welche riickwarts nicht starker als vorne vertieft sind. Samtliche
Strcifen sind an der Basis verkiirzt, die inneren in Schildchengegend nur
als Punktreihen ausgebildet, die Streifen 7, besonders aber 6, 8 und 9 an
der Schulterbeule starker verkiirzt, der zehnte Streifen hinter der Mitte
endigend. Die Punktc der Streifen sind eingekerbt und auf der Scheibe
ein wenig in die Lange gezogen, jene der Seitenstreifen viel grober und
etwas gedrangter angeordnet, mehr gerundet. Die Intervalle durchaus
breit und ganz flach, die inneren derselben auf der Scheibe mindestens
sechsmal so breit als die Kerbpunkte der Streifen. Die Punktierung der
Zwischenraume auf der Scheibe ziemlich fein aber etwas deutlicher als auf
dem Halsschilde, gegen die Seiten und Spitze allmahlig feiner. An den
Seiten und an der Spitze selbst u.z. in grosserer Ausdehnung ist die Punk¬
tierung sehr subtil, der Orund daselbst sehr fein und dicht schagriniert ohne
jedoch den Glanz vollig einzubiissen.
Das Kinn trapezformig, am Vorderrande gerundet dreieckig aus-
geschnitten, und daselbst in bedeutender Ausdehnung vertieft, etwas run-
zelig, im Basalteil einfach und ziemlich deutlich punktiert. Das Prostemum
in der Mitte sehr hoch gekielt, der Kiel vorne (bei seitlicher Ansicht)
spitzwinklig. Dio Mesosternallamelle sehr kraftig, ihre Flaehc sehr lang
und sehr schmal, fein, ziemlich dicht und nicht sehr deutlich punktiert.
Brust und Abdomen sehr fein und dicht pubescent. Die Medianpartie des
Metastemums massig gross, riickwarts hoch erhoben, vorne verflacht, deren
glattes Zentrum ziemlich fein aber deutlich und etwas weitlaufig punktiert.
Die Schenkellinien nicht naeh vorne verlangert. Der erste Ventralbogen
mit kriiftigem Longitudinalkiel. Die Mittel- und Hintersehenkel mit sehr
feinen und kurzen Bunzeln, erstere kraftiger und nicht dicht, letztere fein
und weitlaufig punktiert. Die Tarsen ziemlich kurz und kraftig, an der
Unterseite mit diohter goldgelber Pubescenz.
Long. 2.9 — 3.3 mm.
Patria: New Britain (Neu Pommern). (Dr. A. Willey leg.). Drei
uberemstimmende Exemplare, hiervon je eines im British Museumi, Cam¬
bridge University Museum und in meiner Sammlung aufbewahrf
Cercyon (s. str.) cogmatum Knisch nov. spec.
Mit C. afflatum m. sehr nahe verwandt, unterscheidet sich aber von die-
sem durch einfarbig rotlichgelbe Fiihlerkeule, nur sehr schmal abgesetzten
Seitenrand der Fliigeldeeken, kraftigere. aucli in Schildchengegend vertiefte
Punktstreifen, sowie fein aber deutlich pubescente Zwischenraume derselben;
ferner durch etwas breitere, nur etwa fiinfmal so lang als breite Fliiehc der
]\T esost email amelle hinlanglich verschieden. Ansonsten stimmt die Art in der
Skulptur der Oberseite, namentlich durch die an den Seiten und an der
Spitze in grosserer Ausdehnung sehr fein und sehr dicht scnagrinierten
Zwischenraume der Fliigeldeeken uberein, und aucli die Unterseite der Tarsen
ist mit goldgelben Haaren besetzt.
202
Treitbia Vol. VI, Livr. 2.
Long. 2.9 — 3.2 mm.
Patna: New Britian (Dr. A. Willey leg.). Zwei ubereinstimmende
SUicke aus dem Cambridge University Museum, von welchen eines nachtrag-
lich im British Museum aufbewahrt wurdc.
Ich ware geneigt C. cognatum fur cine Form der vorigen Art zu bctrach-
ten, wenn mir tibergange zwischen beiden vorliegen wiirden; nachdem dies
aber nicht der Fall ist, bin ich gczwungen das Tier als selbstiindige Art
anzusprechen.
Cercyon (s. str.) gebieni Knisch nov. spec.
C. rubiginosus Reg. i.l.
Oval, riickwarts kaum zugespitzt, regelmiissig gewolbt. Schwarz, der
Vorderkopf, der Halsschild und auf don Fliigeldecken die Naht und die Spitze
in gewisser Ausdehnung rotlich. Die Unterseite rotlich odor rotbraun, die
Extremitaten rotlichgelb oder golbrot. Die ganze Oberseite stark glanzend.
Der Ropf ziemlich fein und massig dicht punktiert. Der Ilalsschild
ziemlich kurz, nach vorne stark gerundet vercngt, nur an den Seiten selir
fein gerandet, wie der Kopf fein, massig tief und nicht sehr dicht punktiert.
Die Fliigeldecken oval, riickwarts gemeinsam abgerundet. Mit zehn ziemlich
fcinen, massig vcrtieften Punktstreifen, von welchen die inneren an der Basis
ein wenig, und die ausseren an der Schulterbeule starker verkiirzt sind; die
inneren sind ausserdem liinter der Mitte scharfer eingeschnitten als an der
Basis. Die Punkte der inneren Streifen! fein und Avenig deutlich, jene der
ausseren Avesentlich kraftiger und starker hervo^tretend. Die Zwisehenraumc
derselben flach und vor der Mitte mehrfach breitcr als die Punktstreifen, hin-
ter der Mitte wesentlich schmalcr, die inneren daselbst nur etwa zAvei- bis drei-
mal so breit als die Streifen und etwas konvex. Die Punktierung ist ahnlich
jener des Halsschildes, ziemlich fein und massig dicht.
Das Kinn sehr fein und massig dicht punktiert. Das Prosternum mit
einfachem, scharfen Kiel. Die Flache der Mesosteimallamolle schmal, etwa
viemal so lang als breit, vorne abgerundet, riickwarts zugespitzt, unschein-
bar punktiert. Die Medianpartie des Metasternums sehr stark glanzend, sehr
fein und nicht sehr dicht punktiert. Die Schonkcll inion nicht nach vorne
A’erlangert.
Long. 1.8 — 2.3 mm.
Patria: Java, Tjampea. (K. Kraepelin). Aus Tlbhlenguano gesiebt 11.
III. 1904. Acht ubereinstimmende Exemplare aus dem Hamburger Zool.
Museum durch Herrn Gebien erhalten und ihm zu Ehren benannt. Eines
derselben ist von R£gimbart als „Ce>rcyon rubiginosus Reg.” i.l. bezeiehnet.
Die Art ist durch ihre dunkelfarbige Oberseite, starken Glanz und
verhaltnismassig feine Skulptur derselben A7on den Avenigen bekannten ma-
Inyischen Cercyonen leicht zu trennen.
Cercyon (s. str.) morosus Knisch nov. spec.
Gestreckt oval, riickwarts ziemlich zugespitzt, massig stark gewolbt.
A. Knisch: Neue Palpicornier.
203
Der Kopf einfarbig schwarz, der Halsschild braungelb, stellenweise ge-
schwarzt. Die Fliigeldeckcn gelb, deren Naht, die vertieften Punktstreifen
und stellenweise auch die Intervalle schwarz, so dass eine deni C. fus-
costriatus Fairm. und pictus Reg. ahnliche Kolorierung entsteht. Die Un-
terseite schwarz, die Vorderbeine rotlichbraun, die Kiefertaster, sowie die
Mittel- und Hinterbeine blassgelb.
Der Kopf massig grob und massig dicht, gcniigend deutlich punktiert.
Der Halsschild mehr als doppelt so breit als in der Matte lang, dessen
Seiten ziemlich stark gerundet, mit deutlicher Randlinie, welche an der
Basis, wenn auch wesentlich feiner, ziemlich weit gegen die Mitte fortgesetzt
ist; auch der Vorderrand bis innerhalb der Augcn mit feiner Randlinie. Die
Punktierung wie auf dem Kopfe deutlich abcr nicht sehr dicht. Die
Fliigeldeckcn ziemlich gestreckt oval, nach ruckwiirts zugespitzt; mit neun
auf der Scheibe kraftigen und tiefen, an den Seiten etwas weniger scharf
eingeschnittenen Punktstreifen, von welchen 6 und 7 an der Scliulterbeule
erloschen oder als Punktreihen fortgesetzt, ferner 8 und 9 noch starker
verkurzt sind. Ein zehnter Streifen ist durch eine Reihe ziemlich kraftiger
Punkte nur in der Basal halfte angedeutet. Streifen 6 und 7 endigen weit
vor der Spitze und sind von den ruck warts zusammenlaufenden Streifen
5 und 8 eingesclilossen. Die Punkte der Streifen sind auf der Scheibe nur
an der Basis in gewisser Ausdehnung, in den Seitenstreifen hingegen in der
ganzen Lange erkenntlich. Die Zwischenraume sind drei- bis viermal so
breit als die Punktstreifen, vorne wenig, die inneren vier in der Mitte der
Scheibe und riickwarts starker konvex. Die Skulptur der Intervalle ist
eine nur mit, starker Lupenvergrosserung oder mikroskopisch erkennbare,
nicht sehr dichte, etwas runzelige Punktierung. Die einzelnen Punkte zeigen
unter dem Mikroskop aussert feme, weissliche Harchen.
Das Kinn stark glanzend, nur mikroskopisch erkennbar und weitlaufig
punktiert. Prosternum mit scharfem Mittelkiel. Das Mesosternum wie bei
C. laminatus Sharp mit einfaeher, nicht zu einer Platte abgeflachter Lamelle,
welche bei seitlicher Ansicht in der Mitte mit einer hoekerigen Konvexitii^
ausgestattet erscheint. Die medianc Erhabenheit des Mctasternums glanzend
glatt, ziemlich kriiftig und etwas wcitliiufig punktiert. Die Schenkcllinien
nicht nach vorne verlangert. Die Brust ist im ubrigen sowie das Abdomen
ausserst fein und dicht skulptiert ; der Mediankiel des ersten Ventralbogens
sehr fein. Die Mittelschenkel fein und weitlaufig, die ITintersehenkel kaurn
erkennbar punktiert.
Long. 2.1 mm.
Patina: Sumatra, Fort de Kdck, 920 m. (Edw. Jacorson leg. I. 1922).
Zwei Exemplare, welche in ihrer Farbung sehr an C. fuscostriatus Fairm.
aus Madagaskar erinnern, von dieser Art jcdoch durch viel geringere Grosse,
schmalere Gestalt, einfarbig schwarzen Kopf, weniger angedunkeltcn Hals¬
schild, weniger dichte Punktierung von Kopf und Halsschild, viel feinere
Skulptur der Flugeldecken, und durch die einfache Mesosternallamelle sofort
204
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
unterscheidbar sind. Hiervon jc ein Stuck im Leydener Museum und in
meiner Sammlung aufbewahrt.
Pelosoma eremita Knisch nov. spec.
Gerundet oval, ziemlich stark gewolbt. Einfarbig schwarz, die Unter-
seite braunrot oder schwarzlich, die Kiefertaster und die Fiihler rotlichgelb,
letztere mit graugelber Keule, die Beine braunrot. Die ganze Oberseite
glanzend.
Dor Kopf mit kaum erkennbaren Nahten, massig fein und massig dicht,
geniigend deutlich punktiert. Der Ilalsschild an der Basis mindestens drei-
mal so breit als in der Mitte lang, an den Seiten nach vorne selir stark
gerundet verengt; desssen Vorderrand mit breitem, massig tiefen Ausschnitt
zur Aufnahme des ruckziehbaren Kopfes, die Seiten deutlich gerandet, Basis
und Vorderrand ohne Randlinie. Die Punktierung desselben ist ziemlich fein
und massig dicht, nicht sehr gleichmassig. Eine Schagrinierung des Grundes
ist nicht wahrnehmbar. Die Fliigeldecken gerundet oval, ziemlich stark ge¬
wolbt, nicht depress, ruckwarts gemeinsam gerundet, kaum zugespitzt, mit
nur iiusserst schmal abgesetztem Seitenrande. Diesclben tragen zehn feme,
seitlieh grobere, riiclrwarks scharf eingeschnittene Punkstreifen, von welchen
die inneren in Schildchengegend zu Punktreihen ausgebildet sind. Samtliche
Streifen sind an der Basis edn wenig, Streifen 6, 8 und 9 an der Schulterbeule
starker verkiirzt ; der zehnte Streifen ist im letzten Drittel gegen die Spitze
erloschen. Die Punkte der Streifen ein wenig eingekerbt, an den Seiten
kraftiger als in den inneren Streifen, wo vsie in Schildchengegend als ziem¬
lich feine Punktreihen hervortreten. Die Zwischenraume sind besonders auf
der Scheibe sehr flaeh, daselbst mindestens siebenmal so breit als die Punkte
der Punktreihen daselbst. Die Punktierung der Intervalle ist ziemlich fein,
massig dicht und seicht; gegen die Seiten und gegen die Spitze vertiefen
sich die Punkte mehr, werden dadurch deutlicher und sind daselbst uberall
fein aber deutlich harehentragend. Eine Schagrinierung des Grundes ist
nicht wahrnehmbar.
Das Kinn trapezformig, am Vorderrandc massig breit aber tief gerundet
ausgeschnitten, so dass die Vorderecken als grosse, gerundete Lappen her¬
vortreten; in bedeutender Ausdelmung ist es daselbst tief eingedriickt,
querrunzelig skulptiert, in der erhabenen Basalpartie deutlich punktiert. Das
Prosternum hoch und scharf gekielt, bei seitlieher Betrachtung der Kiel
vorne spitzwinklig vorgebaut. Die Mesosternalplatte nach vorne scharf
zugespitzt, knapp vor der Mitte am breitesten, daselbst etwas gerundet,
nach ruckwarts sehr sclnvach konvergierend, vom Metastemum nur durch
eine sehr feine Quernaht gesondert ; sie ist deutlich, ziemlich dicht und tief
punktiert. Brust und Abdomen sehr fein pubescent. Die Medianpartie des
Metasternums ein wenig glanzend ; ziemlich fein aber deutlich und nicht
sehr dicht punktiert. Der erste Vcntralbogen mit scharfem Mittelkiel. Die
Beine kraftig, die Mittel- und Hinterschenkel im Grunde fein runzelig, *
A. Knisch: Neue Palpicornier.
205
erstere kraftig, letztere sehr fein und weitlaufig punktiert. Die Tarsen an
der Unterseite mit goldgelben Harchen besetzt.
Long. 2.5 — 2.6mm.
Patria: New Britain (Dr. A. Willey leg.). Fiinf iibereinstimmende
Exemplare durch Giite des Herrn Dr. Hugh Scott aus dem Cambridge
University Museum erhalten, weiclie nun zum Teil auch im British Museum
und in meiner Sammlung aufbewahrt sind.
Durch die einfarbig schwarzc Oberseite, gegen die Seiten und Spitze
deutlicher auftretende, ziemlich dichte, harchentragende Punktierung der
Fliigeldecken, am Vorderrande tief ausgeschnittenes und in bedeutender
Ausdehnung tief ausgehoh.lt es Kinn, hoch und scharf gekieltes Prosternum,
sowie durch den scharf en Kiel des ersten Vcntralbogens ist die Art sehr
charakteristisch.
Laccobius (s. str.) jacobsoni Knisch nov. spec.
Gerundet oval, ziemlich gewolbt. Blassgelb, der Kopf dunkel metallisch
mit purpurncni Schimmer, vor jedem Auge mit grossem, blassgelbcn Flecken,
welcher jederseits ein voiles Drittel der Kopfbreite einnimmt. Der Halsschild
mit kleiner, verschwommener, schwa rzlicher, ein wenig metallisch glanzen-
der Makel, die Punktierung desselben ebenfalls schwarzlich. Die Fliigeldek-
ken mit unregelmassigen schwarzen Punktrcihen. Die Unterseite schwarz-
braun, samtliche Extremitiiten blassgelb.
Der Kopf an den Seiten ziemlich fein und massig dicht, auf der Scheibe
braftiger, aber nicht gleichmassig und nicht dicht punktiert, jederseits
innerhalb der Augen eine regelmassige Reihe grbsserer Punkte. Die grosse
Oberlippe etwas regelmassiger, feiner und dichter punktiert. Der Scheitel
geglattet, oder nur vereinzelt subtil punktiert. Eine Schagrinierung des
Grundes ist nicht wahrnehmbar. Der Halsschild sehr stark quer, dcssen
Vorderrand breit und tief ausgeschnitten, der Hinterrand konvex, die Vor-
derecken nach vorne vorgezogen, die Seiten ausserst subtil, kaum erkennbar
gerandet. Die Punktierung der Scheibe besteht aus sehr seichten und
distanten Punkten, die Seiten und die Basis sind nur sehr fein, kaum erkenn¬
bar und weitlaufig punktiert. Die kraftigen Punkte der Scheibe schwarz
gefiirbt. Eine Schagrinierung des Grundes besteht nicht. Die Flugel¬
decken mit etwa zwanzig, nicht sehr regelmassigen, aus schwarzen Punkten
bestehenden Punktreihen, von welchen die ausseren mehr oder weniger
erloschen, oder nur stellenweise angedeutet sind; an den Reihen 4, 9 und
13 sind der Lange nach noch je einige grossere, kraftigere Punkte weit¬
laufig eingeordnet und auch sonst kommen einzelne iiberzalilige, grossere
Punkte vor. Die den Punktreihen gleichbreiten Intervalle sind im Grunde
nicht schagriniert.
Das Kinn mit vereinzelten, wenig deutlichen Punkten. Das Prosternum
dachformig, in der Mitte sehr fein longitudinal gekielt. Die Mesosternal-
lamelle mit kleinem scharfen, nach unten gerichteten Zahn, unten meist
206
Treubia Yol. VI, Livr. 2.
deutlich beborstet. Das Metasternum vor den Hinterhiiften mit massig
ausgedehnter, tomentfreier, glanzender Mittelpartie. Die Beine massig
lang und schlank.
Long. 2.7 mm.
Patria: Sumatra, Fort de Kock, 920 m. (Edw. Jacobson leg. I. 1922).
Ein einzelnes, anscheinend weibliches Exemplar (mit normalen Vorder-
tarsen) vom Entdeeker eingesandt und ihm zu Ehren benannt. Typus im
Leidener Museum.
Die ausgedehnte Aufhellung des Kopfes vor den Augen, die seiehte,
an den Seiten von Kopf und Halsschild sehr subtile oder erloschene Punk-
tierung und das Fehlen einer Mikroskulptur kennzeichnen die Art zur
Geniige.
SOME OBSERVATIONS ON PROTECTIVE MIMICRY.
By
Dr. Th. Mortensen
(Copenhagen).
In 1918 I published (in „Vid. Medd. Dansk Naturh. Foren. K0benhavn
Vol. 69) a paper ’ ’Observations on protective adaptations and habits mainly
in marine animals” in which 1 gave a record of the more noteworthy cases
of protective mimicry and similar phenomena that I had observed during
my Pacific Expedition in 1914 — 15. In continuation thereof I shall here
set forth a few observations relating to the same subject which I had the
opportunity of making on the Danish Expedition to the Kei Islands in 1922.
On publishing these observations in the ’’Treubia” it is with special
pleasure that I take the opportunity to express my great indebtedness to
the authorities and colleagues of the famous Buitenzorg Institution for the
facilities offered me for research work there and in Tjibodas, as, upon the
whole, for all the friendly support offered the said Expedition.
I. Suana concolor Wlk.
During a stay at the Tjibodas Laboratory in August 1922 a native
collector brought me a large pupa of a moth which did not seem in any
way peculiar or characteristic. I took it back with me to Buitenzorg where
the moth was hatched after a few days and proved to be Snana con -
color Wlk.
While this moth, as mounted in the usual way in the collections, does
not offer any striking peculiarities, the living moth in its natural resting
position affords a very remarkable instance of mimicry of quite a novel kind.
On seeing the newly hatched, perfect specimen (Fig. 1), I was at once
so struck with its resemblance to a small shrew that I could not help ex¬
claiming in admiration. My friend, Dr. II. Boschma, to whom I showed it,
without telling him what my impression of it was, also was struck with its
resemblance to a shrew-like creature, and all the colleagues at the Buiten¬
zorg Laboratory and Museum, to whom I showed it, agreed that this was
undoubtedly a case of a moth mimicking a shrew.
207
208
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
As, according to kind information from Professor Poulton, Oxford,
no other similar case of protective mimicry has been recorded, I think it
my duty to publish this note about it.
Fig. 1. Suana concolor Wlk. Natural size.
The figure (reproduced from a photograph of the living specimen, for
which I am indebted to Dr. v. Faber, Director of the Treub Laboratory)
represents the animal in natural size and in its natural attitude. The re¬
semblance to a shrew is confined to the anterior part of the moth, and is
produced by the peculiarly elongated head, looking like a snout, while the
thorax copies the head of the shrew. The ”eye” of the shrew is produced
in a very curious way by means of a small naked, black shining spot on
one of the larger veins of the wing, and is made more conspicuous by the
white spot adjoining it. The vivid resemblance of this small shining spot
to the eye of a small shrew-like creature is truly extraordinary. Also the
way in which it carries its antennae, closely appressed to the body, serves to
emphasize the resemblance of the whole anterior part to a shrew’s head.
The large ’’fat” body, resting on the substratum and only partly covered
by the wings, together with the peculiar shape and posture of the wings
produce a very good copy of the somewhat raised back of a resting shrew.
Finally the colour of the moth, velvety brownish, very well recalls the aspect
of the skin of a small mammal.
As already said, it is only the anterior part of the moth which re¬
sembles a shrew. The posterior part is simply coloured like a dead leaf,
and, upon the whole, we have here a combination of a general resemblance
to a dead leaf and of a very special mimicry of a shrew. In this way, I
think, the small white spot on the middle of the wing and, partly, also that
on the ’’head” are to be accounted for.
In the Buitenzorg Museum I had an opportunity of comparing the moth
with the only kind of shrew (presumably undescribed) which has been
found at Tjibodas. It was evident that there was no special resemblance
to this particular species of shrew. The moth can only be said to mimic
a small shrew-like mammal in general.
To the question of what use such mimicry could be to the moth, it
may be answered that small insect-eating birds or reptiles do not, as a rule,
eat shrews or, on the whole, small mammals. We may therefore easily
Th. Mortensen: On Protective Mimicry .
209
imagine that this moth gains a very real profit by being taken for such an
animal. The fact that the posterior part of the moth has a general resem¬
blance to a dead leaf might indicate that the moth chooses its resting posit¬
ion among the dead leaves on the ground. This is, however, merely a
suggestion which needs being tested in nature. Upon the whole it must be
left to future observations on living specimens in their natural surroundings
to test the whole matter. In this way alone definite proof can be given
whether this — as well as many another case of mimicry — be a reality
or only an anthropomorphic application of our own fancy. For my own part
I feel perfectly convinced that it is a reality.
Unfortunately, the specimen which was killed and mounted in its na¬
tural posture had not been securely fastened in the box; during the passage
to Europe it had loosened and rolled about among other pinned insects in
the box, with the lamentable result that its wings were destroyed. I
therefore had nothing but the photo left by which to demonstrate the case,
and, although it is as excellent a photo as can be, it does not, of course,
convey the same vivid impression of the resemblance with a shrew as did
the living specimen itself. Herein I must see the reason for the fact that
most of my colleagues at home, in Copenhagen, did not by themselves hit
upon the resemblance with a shrew, some of them, on my pointing out the
case, even finding it very indistinct and expressing their doubt as to this
instance of mimicry being after all anything but a product of my own too
vivid imagination. Some of my readers will perhaps also be of that opinion.
Nevertheless I think it my duty to publish the case, as 1 am perfectly
convinced of the correctness of my first vivid impression on seeing the living
animal. And I venture to express it as my conviction that any unpreju¬
diced person having the opportunity of observing the/ living animal in its
natural surroundings would accept the correctness of my observations. This
may hold good also of many another disputed case of protective mimicry.
Whilst no other case of moth or butterfly mimicking mammals was till
now recorded, a very curious instance of a lepidopterous larva showing a
somewhat similar kind of mimicry may be recalled here, viz. that described
by S. E. Peal ('’Difficult coses of Mimicry” Nature Vol. XXVI, 1882, p.
368). It is, indeed, not easy to see from the figures given by Peal how
anybody could mistake this caterpillar for a shrew, as did Peal on observing
the living animal. But here again is, evidently, a case which has to be seen
in nature, in order to be rightly appreciated. In any case there is no doubt
that the larva counterfeits some fearful creature with the object of terrifying
any animal that would devour it, — certainly a no less striking instance
of deceptive coloration than that of the well known caterpillar ( Cluero -
campa dpenor) which mimics a snake; it might with equal right deserve
mentioning in the textbooks on mimicry.
14
210
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
1 had the pleasure of observing several other fine examples of protect¬
ive mimicry in various insects during this voyage but shall not enter on
a detailed record, as I am not sufficiently familiar with the subject for
deciding what is new and what is not. The only case which seems to me
especially worth mentioning is that of a spider, found under rotten tree-
bark on the ground in the Kei Islands, which mimics a species of termite
found in the same locality. It so exactly resembles the termite that it was
only on close examination that 1 recognized it as a spider. Its anterior
pair of legs are held like a pair of antennae. It was only the faster move*
ments of the spider which called my attention to it. So far as I am aware
this is the first instance recorded of a spider mimicking a termite.
II. On ‘double-headed” (pseudocephalous) butterflies.
After having made the observations on pseudocephalous Lycaenids in
Panama, recorded ill the paper quoted, 1 was, of course, looking forward
with the keenest interest to extending my observations also to the butterflies
of Java and the Moluccan region. The result did, however, by no means
come up to my expectations; it was, indeed, a great disappointment.
Pseudocephalous Lycaenids were observed, it is true, both in Java,
Ambon, the Kei Islands and Banda. But they were all of the simpler type
and rather inconspicuous. As a matter of fact, I think that, had 1 not
known the phenomenon beforehand from other observations, I should hardly,
on seeing these butterflies, have hit upon the idea that they were to be
regarded as ‘ * double-headed”. Probably more elaborate types may occur
in these regions also, but I did not come across any.
Now this result is not without some special interest. I think we have
here the clue to Piepers’ peremptory denial of the phenomenon of the
“double-hoadedness” in these butterflies. It appeal's that Piepers has made
his observations in these regions only, and then I perfectly well understand
that he may have failed to make observations that would convince him of
the phenomenon. If ever he had observed the living Thecla battus or marsyas,
or linns (see G. B. Longstaff, Butterfly-Hunting in many lands, 1912, p.
326) he would hardly have ventured to deny that these butterflies do convey
the most vivid impression of having the head in the posterior end.
III. Protective mimicry in marine animals.
In the paper quoted I have recorded several instances of protective
mimicry in marine animals. During the expedition to the Kei Islands I
had the opportunity of making some more observations of this kind. As
I have a strong feeling that an adequate representation of such protective
resemblances requires coloured figures — for making which I had no op¬
portunity — I^hall confine myself to mentioning here only two of the more
striking cases.
Tii. Mortensen: On Protective Mimicry .
211
When once a biological laboratory has been established in these regions,
so that opportunity for making such observations at leisure is afforded, a
rich harvest of interesting results may safely be expected. Not only of
direct cases of mimicry, but also of various sorts of camouflage.
To the most striking examples of mimicry among marine animals which
I have seen belongs that of the Muracnoid fish Ophichthys colubrinus which
resembles the sea-snake Platurus colubrinus so completely both in colour and
shape that it is hardly possible, on seeing the living specimens, to tell the fish
from the snake. The natives invariably asserted both to be snakes, and it was
very hard to make them believe that one of them was a fish. Both species
were fairly commonly met with on the reef flats of Amboina. The preserved
specimens are not nearly so strikingly alike as the living ones, the fish partly
losing its natural colour on preservation.
Among the other cases observed I shall mention only one from the
vicinity of Toeal, Kei Island. On a large Fungia with thick, white-
tipped tentacles was found a small shrimp. On its back were two large,
white spots resembling most perfectly the white tips of the tentacles, the
animal being otherwise quite transparent, only with a slight reddish tint.
This coloration makes the shrimp almost perfectly indistinguishable among
the tentacles of the Fungia where it lives, and it is impossible to doubt that
it is very effectively protected in this way.
NEW SPECIES OF CURCULIONIDAE FROM THE SUNDA ISLANDS
(COLEOPTERA).
By
Guy A. K Marshall, D. Sc.
(Imp. Bureau of Entomology, London).
In a small but very interesting collection of Curculionidae kindly sub¬
mitted to me by Dr. K. W. Dammkrman 1 have found several new species
which arc here described, together with one or two from other sources.
Subfamily Otiorrhynchinae.
Trigonops kombuisana, sp. n.
O* $. Integument black to piceous, fairly densely clothed with brown
scales, occasionally variegated with grey, and some of the scales having a green
or coppery reflection ; the elytra with short curved spatulate setae.
Head coarsely striolate, but the sculpture more or less hidden by
the scaling; the eyes strongly convex, not very coarsely facetted, deepest
behind the middle. Rostru m as long as broad ; the basal part flat, coarsely
punctate and without any median carina, but with a shallow median sulcus;
the sloping portion longer than the basal part with large shallow punctures,
which are closely set except near the apex, and with short erect pale setae.
Antennae with the scape densely squamose and with oblique spatulate
setae; the funicle with the two basal joints subequal. Prothorax as
long as broad, rounded at the sides, widest at or a little behind the middle,
shallowly constricted near the apex, which is narrower than the base; the
dorsum convex longitudinally, highest in the middle, coarsely and confluent-
ly punctate throughout, without any carina; the scales of irregular and
varying shapes, confined to the spaces between the punctures; the setae minute,
sparse and subrecumbent. Elytra broadly ovate, strongly rounded at
the sides, widest before the middle, somewhat flattened on the disk (more
particularly in the ? ), and with the apex produced downwards like a
beak in the $ only; the dorsal outline almost flat from the base to the
middle and sloping steeply behind; the broad shallow striae containing
large deep punctures that are partly filled with scaling (quadrate when
212
G. A. K. Marshall: New Curcxdionidae .
213
bare) ; the intervals slightly convex, uneven or finely rugulose but not
granulate, and each bearing a widely spaced row of short, obliquely raised,
broadly spatulate setae, interval 1 being lower and flatter than the others
in the basal half. Legs fairly densely clothed with irregularly shaped,
dark grey scales which are not quite contiguous.
Length, 2.5 — 3.6 mm.; breadth, 1.3 — 2.0 mm.
Java Sea: Klein Kombuis I., 6 cfcf* ^ H. XT. 1920 and 27. I.
1922 (l>r. K. \V. Dammerman).
Very similar in facies to the genotype, T. rugosa, Guer., but much
smaller, and differing in the lack of a prominence on the rostrum, the non-
acuminate eyes, the absence of granules and the presence of suberect setae
on the elytra.
Heteroglymma setosa, sp. n.
$. Integument piceous, rather densely clothed with brown or dark
grey scaling, the scales having a frosted appearance, sometimes with a
sligth iridescence.
Head coarsely striolate, but the striae normally hidden by the scaling,
the eyes strongly convex, deepest much behind the middle, coarsely facet¬
ted. Rostrum somewhat longer than broad, parallel-sided; the basal
part as long as the anterior sloping portion, teetiform, rugose, with a smooth
median stria which is bounded on each side by a fine earina; the sloping
portion not sharply separated from the basal part, smooth, shiny and with
discrete punctures and fine erect setae. Antennae with the scape
densely setose and bearing fine erect setae; the two basal joints of the
funiele subequal. Pro thorax slightly longer than broad, moderately
rounded at the sides, widest at the middle, shallowly constricted near the
apex, which is not much narrower than the base; the dorsum very coarsely
and rugosely punctate, but not granulate, and with a fine undulating median
earina which is usually more distinct in the anterior half; the scales not
very dense, irregular and variable in shape; the setae short, fine and erect.
Elytra broadly ovate, widest well before the middle, strongly rounded
at the sides, bluntly acuminate at the apex, and jointly truncate or very
shallowly sinuate at the base; in the cf interval 1 is slightly raised through¬
out, and between it and stria 5 the disk is distinctly flattened, especially
at the summit of the declivity, where there is a short low elevation on in¬
terval 6; in the $the disk is normally convex, interval 1 is not raised except
dowse to the base, there is no callus on int. 6, and the posterior declivity
is steeper; the shallow striae containing large round punctures, the inner
five and the outer three striae being regular and complete, the five or six
intermediate ones irregular or abbreviated; the intervals each with a single
row of distant erect spatulate setae, mostly dark; the scales fairly dense,
unequal in size and irregular and variable in shape. Legs red-brown,
with rather large rounded scales and short erect white setae; the front
214
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
tibiae without any internal tooth. Underside with large coarse punc¬
tures throughout except on the 3rd and 4th visible ventrites which are quite
smooth.
Length, 3.4 — 3.7 mm.; breadth, 1.7 — 1.9 mm.
Java: Soekawana, Preanger, 5000 ft., 2 rfd*, 8 $ $, XII. 1920 (Dr.
K. W. Dammerman).
Differs from all the other species of Heteroglymma known to me in its
undilated elytra and erect setae, having quite the facies of a Trigonops
but it is excluded from that genus, inter alia, by having more than
ten striae, by the contiguous front coxae and the narrow mesosternal process.
(This species was found at the Cinchona-plantation Soekawana and
was recorded as injurious to the seeds on the seedbeds. — Dammerman.).
Myllocerus doliaris, sp. n.
cf §. Integument piceous, with dense grey or light brown scaling;
the elytra with very indefinite and variable paler and darker markings;
the underside with somewhat sparser grey scaling.
Head densely squamose and with erect truncate setae ; the forehead
broader than the space between the scrobes, its width greater than the
length of an eye, flat transversely and with a very small median fovea;
the vertex very convex; the eyes lateral, rather coarsely facetted, mode¬
rately convex and deepest about the middle. Rostrum (excluding the
mandibles) a little shorter than the basal width, slightly narrowed from the
base to the middle, than strongly dilated; the dorsal area shallowly de¬
pressed and with a fine median carina, interrupted anteriorly by a transverse
carina, the space between this and the epistome being devoid of scaling;
the lateral areas with a broad costa running from the eye to the scrobe;
the posterior carinate margin of the epistome very obtusely angulated; the
mentum bearing four setae. Antennae piceous ; the scape gradually
widened at the apex, with recumbent setiform scales and rather stout erect
setae; the funicle with the two basal joints equal, and joints 3 — 7 subequal.
Prothorax transverse, gently rounded at the sides, widest at about the
middle; the base bisinuate and not wider than the apex, which is vertically
truncate at the sides; the dorsum shallowly and confluently punctate, with
a shallow transverse impression near the apex and on each side behind the
middle a round impression, which is bounded externally by a feeble ridge;
the scales small and rounded, the setae very variable in length, erect and
truncate at the apex. Scutellum subquadrate, shallowly punctate, bare.
Elytra much wider at the shoulders than the prothorax and gradually
dilated from there to behind the middle (especially in 9)> separately
rounded at the base; the striae for the most part free from scaling, with
rather distant shallow punctures, each containing a microscopic recumbent
seta; the intervals broad and slightly convex, with closely juxtaposed round
scales and each with a single row of long erect spatulate setae, which are
G. A. K. Marshall: New Curculionidae.
215
truncate or feebly bifid at the apex. Legs piceous brown, with fairly
dense, pale brown and grey scales and short stout white setae; the femora
with a small simple tooth, the tibiae not sinuate internally at the base.
Length, 2.75 — 3.75 mm.; breadth, 1.25 — 1.6 mm.
Sumatra: Deli (S. Wiene) .
Described from a pair kindly sent to me by Mr. Frank R. Mason, of
Philadelphia, U. S. A.
Corigetus dammermani, sp. n.
cf §. Integument black to piceous brown, thinly clothed above with
pale green scales; the pronotum with two extremely indefinite stripes
of larger scales; the vseales on the elytra varying in size and shape, those
on the disk being very small and narrow, but here and there are patches
of larger round scales, these scales being much more numerous on the
inflexed margins and always forming a denser stripe along the suture;
the underside rather densely clothed with scales, these being round and
green at the sides, and narrow and whitish in the middle.
Head finely coriaceous, with dense scaling and short subrecumbent
spatulate setae; the forehead not or but very little broader than an eye,
transversely depressed, and with the middle carina of the rostrum
ascending it as far as the very small median puncture; the eyes not very
convex, deepest at or a little behind the middle. Rostrum distinctly
longer than broad, slightly narrowing from the base of the middle, thence
strongly dilated; the dorso-lateral carinae strongly developed, the median
area lying between them comparatively narrow (especially in a* ), deeply
depressed in front and containing a well marked median carina; just outside
each dorso-lateral carina another shorter carina, and immediately below
this a longitudinal furrow which is deep near the scrobe and becomes rapidly
shallow behind; the epistome forming a sharp acute angle behind; the lower
surface elevated in the middle, so that when the rostrum is viewed from the
side there is a distinct sinuation at the base; mentum bearing two setae.
Antennae with the scape moderately curved, very gradually widened
towards the apex, rather strongly carinulate, and set with rather stout
short curved subrecumbent brownish setae and very rarely a few narrow
green scales; the funicle with joint 2 half as long again as 1, and 3 — 7
subequal. Prothorax transverse, parallel-sided from the base to beyond
the middle, then distinctly narrowed to the apex, without any apical con¬
striction; the basal margin deeply bisinuate, the median lobe being broadly
rounded; the apex truncate dorsally, the postocular lobes obsolescent but
with distinct vibrissae; the dorsum rather coarsely punctate, with a shallow
rounded depression on each side near the base, but the sculpture partly
hidden by the clothing which consists of small narrow green scales and
short subrecumbent pale setae, with two very indefinite and irregular stripes
216
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
of larger rounded green scales. Scutellum trapeziform, with only
a few sctiform green scales. Elytra narrower and subparallel-sided in cf,
slightly dilated behind the middle in $ ; the striae with rather large deep punc¬
tures, the intervals slightly convex and each bearing a single row of widely
set long erect brownish setae. Legs thinly clothed! with recumbent white
set-ae and a few greenish scales on the femora, which bear a distinct small
tooth; the anterior pairs of tibiae with a basal sinuation internally.
Length, 4.3 — 6.75 mm.; breadth, 1.3 — 3.0 mm.
Sumatra: Mcrang, Res. Benkoelen (Dohertype — type); Wai Lima,
Lampongs, XI — XII, 1921 (Karny & Siebers) ; Pageralam, G. Dampo, Palem-
bang, 2000 — 3000 ft. (I. Z. Kannegieter) ; Bendagei, Palembang, 600 ft.
(Kannegieter) ; Kratatau I., XII. 1919, IV. 1920 (Dr. K. W. Dammerman) ;
Sebesi I., IV. 1921 ^Dammerman).
Described from 28 specimens.
Very closely allied to C. ( „Mylloccrus ”) saturatevirens, Boh.,
which differs in having a rather shorter rostrum, it being scarcely as long
as its basal width in the 9 and a little longer in the cf , the dorso-lateral
carinae are less elevated, and the median area wider and more shallowly
impressed; the forehead is much broader than the width of an eye (1 y2 to
1% times); the scaling of the upper side is denser and evenly distributed,
all the scales being of the rounded form ; and the setae on the elytra are
more numerous, much shorter and of a whitish colour.
C. saturatevirens was recorded by Boiieman from “ India orientalis”,
but the type, which is in poor condition, does not agree with any species
known to me from continental India, but it is certainly conspecific with
an insect that occurs in Java.
Corigetus enganensis, sp. n.
c f 9* Integument black to piceous, densely clothed above with pale
green scales; the pronotum with dense scaling in the middle and with an
indefinite darker stripe (due to more sparse scaling) on each side; the
elytra with darker patches on intervals 3 — 5 due to smaller or sparser scales,
these intervals being usually abraded.
Very closely allied to C. dammermani, sp. n., but apart from the dif¬
ferent scaling, distinguished by the following characters: — Head with
the frontal depression shallower. Rostrum with the dorso-lateral ca¬
rinae much less elevated, and the median area only shallowly impressed;
the underside without a median elevation. Pro thorax with the sides
gently rounded, widest at the middle, and shallowly constricted near the
base, which is only slightly narrower than the apex. Venter of with
rather long fine erect setae, whereas in C. dammermani and C . saturate¬
virens the setae are short and subrecumbent.
From the latter species it may also be distinguished by the forehead being
G. A. K. Marshall: New Curculionidae.
217
not or but little broader than an eye, and by the basal constriction of the
prothorax.
Length, 8.25 — 6.0 mm. ; breadth, 1.9 — 2.5 mm.
Sumatra: Engano I. (Doherty).
Described from 20 specimens.
Subfamily Crypt orrhynchinae.
Trigonopterus amphoralis, sp. n.
Colour dark piceous (probably varying to black), rather shiny,
entirely devoid of scaling; the elytra with a single row of short raised
clavate setae in each stria.
Head with a few large punctures on the forehead, the vertex impunc-
tate; a deep curved sulcus above each eye. Rostrum with the sides
strongly angulated in front of each eye and there a little wider than at the
ape*, thence rapidly narrowing to the middle, and then very slightly wi¬
dening to the apex; the dorsal area slightly elevated, parallel-sided, coarsely
punctate, tricarinate throughout, and with its base ascending the middle
of the forehead for a short distance; the apical margin somewhat reflexed
and obtusely angulate in the middle. Prothorax nearly as long as
broad, widest at the base, very gradually narrowing and with its sides
straight for three-fourths of the length, then rapidly narrowed to the apex,
where it is shallowly constricted; the basal and apical margins both gently
arcuate, and no transverse impression at the base; the dorsum flat longi¬
tudinally, but strongly convex transversely, especially in the anterior half,
subtectiform, closely and evenly set with large shallow punctures, leaving
a narrow smooth median line which extends from the base nearly to the
apex ; in each puncture there is a microscopic seta. Elytra elongate
pyriform, with the sides very strongly rounded in the basal half, widest at
one-fourth from the base, rapidly narrowing behind, but the apical fourth
becoming almost parallel-sided and being little more than half as wide as
the broadest portion; the striae broad and deep, with rows of shallow se¬
parated punctures each containing a short pale clavate raised seta; the in¬
tervals distinctly convex, subcostate, interval 1 with a row of very shallow
punctures, the others more smooth on the disk, and feebly subgranulate
towards the sides and base; the compressed posterior portion flattened and
smooth laterally for the reception of the hind femora; the base shallowly
sinuate, the apex subtruncate; the dorsal outline convex, deepest at one-
fourth from the base and gradually sloping behind. Legs with setae
similar to those on the elytra ; the femora not toothed, with coarse reticu¬
late punctures.
Length, 3 mm.; breadth, 1.25 mm.
Sumatra: Pedada Bay, Lampongs, 2 cfcf, 22. I. 1922 (Dr. K. W.
Dammerman) .
The unusual breadth of the produced apical portion of the elytra and
218 Treubia Vol. VI, Live. 2.
its marked lateral ridge, combined with the coarse sculpturing and sub¬
compressed pronotum, readily distinguish this insect from the previously
known species.
Subfamily Baridinae.
Acythopeus dentirostris sp. n.
9 Colour entirely black, only slightly shiny, and devoid of scaling.
Head with fairly Hose shallow punctation on the anterior half.
'Rostrum somewhat longer than the pronotum, strongly curved, rather
deeper than wide at the base and rapidly narrowing dorso-ventrally from
there to the apex; the sides very coarsely and confluently punctate in Ihe
basal half, the dorsal punctures much smaller and forming irregular rows;
the narrower apical part shiny and with very minute sparse punctures; the
lower surface (viewed from the side) with a small sharp tooth near the
base. Antennae with the scape comparatively short, its apex (when
folded back) separated from the eye by a distance equal to the width of
the antennal club; the funicle with joint 1 nearly as long as 2 + 3 4,
joint 2 a little longer than broad, the remainder transverse. P rothorax
somewhat broader than long, almost parallel-sided in the basal third, round¬
ly narrowed in front, and with a tubular constriction at the apex, which
is about one-third the width of the base; the basal margin deeply bisinuate,
the median lobe shallowly sinuate at its apex; the dorsum closely and
reticulately punctate throughout, without any trace of a median carina
and entirely without setae; the pleurae with the punctures larger and more
or less confluent longitudinally, and each containing a short recumbent
white seta. Scutellum subtrapezoidal, widest behind, shallowly
punctate. Elytra somewhat broader at the shoulders than the prothorax
and gradually narrowing from there to the apex; the striae deep, with
perpendicular sides, and containing large deep punctures near the base
which rapidly diminish behind and become evanescent on the apical half;
the intervals flat, each with a single row of large shallow' punctures (du¬
plicated only at the extreme base on intervals 2, 3 and 9), which gradually
become much smaller behind, the punctures being somewhat opaque and the
narrow transverse ridges dividing them being shiny; no trace of setae. Legs
with coarse subconfluent punctures, each containing a short recumbent pale
seta; the posterior femora not furrowed beneath, the tibiae deeply sulcate.
Sternum strongly punctate like the pronotum, except in the middle of
the metasternum where the punctures are small and distant; the prosternum
with a transverse row of deep punctures in the subapical constriction, the
two middle punctures being the largest.
Length. 3.7 — 4.3 mm.; breadth. 1.5 — 1.8 mm.
8 u m atra: 2* $ 9i Krakatau I., IX. 1920 (Dr. K. W. Dammerman) ;
1 9, without locality.
G. A. K. Marshall: New Curculionidae.
2i 9
The tooth on the lower surface of the rostrum near the base dis¬
tinguishes this insect from all the other entirely black species known to me.
Subfamily Cossoninae.
Dryotribus breviceps, sp. n.
cT Piceous black, dull, entirely devoid of scaling and with sparse minute
subrecumbent pale setae.
Head normal, not produced in front, nor constricted behind the eves,
the space between the front margin of the eye and the antenna three times
as great as that between the hind margin of the eye and the prothorax;
the forehead with shallow reticulate punctures which gradually vanish
posteriorly, the extreme vertex being impunctate but opaque; the eyes
small, round, coarsely facetted and with the hind margin distinctly raised
above the curvature of the head. Rostrum about as long as the front
femur, gently curved, parallel-sided from the base to the antennae, thence
gradually widening to the apex, the lower margin of the scrobes not pro¬
jecting; the dorsum with very shallow, longitudinally confluent punctures,
and with a few small recumbent scale-like setae towards the base.
Antennae inserted at a little in front of the middle; the scape gradually
dilated to the apex, just reaching the front margin of the eye; the club
broadly ovate, distinctly wider than the 5-jointed funicle. Prothorax
slightly longer than broad, moderately rounded at the sides, broadest a
little behind the middle, rather sharply constricted at the base and near
the apex, the latter only slightly narrower than the base; the dorsum
evenly covered with shallow reticulate punctures, each containing a minute
recumbent squamiform seta. Elytra oblong-ovate, elongate, without any
trace of humeral prominences, very gradually widening posteriorly, widest
far behind the middle, the base truncate and slightly wider than the base
of the prothorax, the apex broadly subtruncate; the broad shallow striae
containing large close punctures; the intervals narrow, costate and somewhat
uneven, bearing rows of minute depressed shiny granules with small sub¬
recumbent setae between them; interval 9 dilated into a large callus at the
apex. Legs piceous, opaque, with the tarsi red-brown; the femora finely
rugose, with sparse short pale setae. Underside coarsely punctate
throughout ; the front coxae veiy narrowly separated.
Length, 2 mm. ; breadth, 0.75 mm.
Java Sea: Klein Kombuis I., 21. VII. 1922 (Dr. K. W. Dammerman).
In spite of the more closely approximated front coxae and very dif¬
ferent head, it seems preferable to retain this species in the genus
Dryotribus, Horn, for the present. The only other species D. mimeticus
Horn (= Thalassodora insignis, Perk.) is extremely similar to the present
insect in the shape and sculpture of the thorax, elytra and legs, but differs
220
Treubia Vol. VI, Livr. 2.
notably in the following characters: — The headl is much prolonged, the
distance between the prothorax and the eyes being greater than that between
the eyes and the antennae, the basal globular portion being smooth, shiny,
sparsely punctate and separated from the anterior part by a shallow con¬
striction; the apical half of the rostrum is abruptly widened and quadrate,
the lower edges of the scrobes being plainly visible from above ; the scape
of the antenna exceeds the eye; and all the coxae are more widely separated.
UEBER DIE RAUPE VON SUANA CONCOLOR
(Lep. Lasiocampidae)
von
H. H. Karny
(Buitenzorg — Museum).
Im Mai 1923 erhielt ich von Herrn Schuurmax-Steckhoven eine lebende
Raupe von Suana concolor f die er am Stamm eines Kapokbaumes (Wollbaum,
Ceiba pentandra s. Eriodendron anfractuosum) erbeutet hatte. Das Tier
erschien ihm deshalb bemerkenswert, weil es in seiner natiirlichen Umgebung
durch seine weitgehende Schutzfarbung beinahe vollstandig unbemcrkbar wird.
Er brachte es mir auf einem Zweig desselben Baumes mit und ich liess es
auf demselben nach dem Leben photographieren (Taf. 1, Fig. 1 und 2).
Wie mir Kollege Menzel mitteilt, lebt die Raupe ausserdem auch auf Tee,
und zwar auch hier nur an den Stammen oder den ganz dicken Aesten. Ferner
wird sie von Advocaat (Per sea gratissima) und von Djamboe (Eugenia malac-
censis s. Jambosa domestica) angegeben (Dammerman, Landbouwdierkunde,
1919, p. 115).
Auf flechtenbewachsenen Stammen, wo sich das Tier zumeist aufhalt, ist
es durch seine graue oder braunliche Farbung sehr gut geschiitzt und ausser-
ordentlich schwer wahrzunehmen. Aber auch, wenn es sich (was ja gelegent-
lich vorkommt) an dickeren Aesten aufhalt, ist es nicht zu bemerken, weil es
da nn vollstandig einer Astverdickung gleicht, wie dieselben hier infolge des
vorhergegangenen Befalls durch Loranihus ungemein hiiufig vorkommen (nach
mundlicher Mitteilung von Kollegen Cammerloher) . Allerdings besitzt die
Raupe am zweiten und dritten Segment breite samtschwarze Einschnitte
(Prachtflecke), die aber in der Ruhelage vollstandig eingezogen und daher
unsichtbar sind. Erst wenn das Tier sich verfolgt sieht oder sonst beunruhigt
wird, werden diese Flecken sichtbar, weil es dann seinen Vorderkorper starker
ausstreckt und ventralwarts einkriimmt. Es handelt sich dabei also (nach
der Schutzfarbungstheorie) um eine Abwehrstellung mit dabei plotzlich auf-
tretenden Schreckfarben. Ich konnte die Raupe in diesem Zustande nicht
221
222
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
nach dem Leben photographieren, weil sie dann eben beunruhigt ist und nicht
still halt. Ich habe daher, um die „Prachtflecke” zu zeigen, eine Photographie
von einem ausgeblasenen, in der Sammlung des Buitenzorger Museums befind-
lichen Exemplare anfertigen lassen (Tafel 1, Fig. 3).
Die Raupe ist bei den Eingeborenen wegen ihrer zahlreichen Brennhaare
gefiirchtet, die bei Beriihrung ausgedehnte, ausserordentlich stark juckende
Hautausschlage hervorrufen. Ich habe darum die Korperbedeckung der Raupe
bei schwacher Mikroskopvergrosserung naher untersucht. Es ist ja schon von
europaischen Lasiocampiden her bekannt, dass sie schuppenformig verbreitertc
flaare besitzen (vgl. z.B. die Abbildung von Lampert, die auch Goldi, Sani-
tarisch-pathologische Bedeutung der Insekten, 1913, p. 20, reproduziert hat).
Ferner hat Doflein (Hesse & Doflein, Tierbau und Tierleben, II, 1914, p.
363) Brennhaare abgebildet, die vor dem Ende noch viel starker schuppen¬
formig verbreitert sind. Die Abbildung bezieht sich nach seiner Angabe auf
die javanische Metanastria deruna (l.c. als Dendrolimus bezeichnet). Nach der
Toto-Figur (Abb. 323) ist diese Raupe der von Suana zum Verwechseln ahnlich.
Die Detailfigur der Brennhaare (Abb. 324) zeigt aber einen wesentlich Unter-
schied. Man sieht namlich hier nur zweierlei Haare: borstenformige, die am
Ende fein haarformig spitz zulaufen, und andcre, die vor der feinen, nadel-
formigen Spitze breit schuppenartig erweitert sind. Diese beiden Typen
finden sich nun auch bei der Raupe von Suana wieder; aber es gibt hier am
ganzen Korper kein einziges Haarbiischel, das nur diese beiden Formen zeigte ;
vielmehr finden sich zwischen ihnen noch alle denkbaren Zwischen formen. Ich
habe in der ncbenstehenden Textfigur die wichtigsten Formen der Enden
Fig. 1. Raupe von Suana concolor . — Enden der Brennhaare. — Ganz rechts: Schuppen.
(Autor del.)
dieser Haare zusammengestellt (alle bei derselben Vergrosserung gezeichnet).
Wir finden da zunaehst ausser den gewohnlichen Haaren solche mit ganz
leichter Verbreiterung proximal von der Spitze, sodann solche mit etwas brei-
terer, lanzettformiger Erweiterung; ich betone ausdriicklich, dass es sich hier
H. Karny : S uana concolor.
223
niclit vielleicht um Ilaare handelt, deren schuppenformige Verbreiterung
schrag steht und die deshalb bei der Betrachtung verschmalert erscheinen ; ich
konnte vielmehr mit Sicherheit feststellen, dass die gezeichneten Haare durch-
wegs genau in der Horizontalflache liegen und somit in ihrer wirklichen
Breite wiedergegeben sind. Weiterhin kann dann die Verbreiterung leicht
blattformig werden und so gelangen wir durch alle denkbaren Zwischenstadien
bis zu den extrem breiten, mit schuppenformiger Erweiterung versehenen
Haaren. Am Distalende befindet sich stets ungefahr in der Mitte des End-
randes oder dock in ihrer Nahe eine Spitze, die manclimal kurzer und dicker,
manehmal lang und nadelformig, stets aber am Ende sehr scharf zugespitzt ist.
Die Form dieser Spitze ist unabhangig von der Form der Verbreiterung, viel¬
mehr finden sich bei alien moglichen Verbreiterungstypen auch jeweils die
verschiedenen Spitzenformen wieder. Ich habe in der Figur fur den lanzett-
formigen Tvpus zwei ungefahr gleiche Formen neben einander dargestellt, die
die beiden verschiedenen Spitzentypen aufweisen. Gelegentlich kann man
auch zwei Spitzen an eincm Haar vorfinden (in der Figur drittes Haar von
rechts) und auch zu diesem Typus finden sich Uebergange (viertes von rechts) ;
doch sind diese zweispitzigen Ilaare recht selten. Ich betone auch hier wie-
derum, dass es sich dabei keineswegs um einen Beobachtungsfehler handelt ; es
kommt wohl oft vor, dass im Praparat zwei verbreiterte Haare iiber einander
liegen, die dann ein ahnliches Bild vortauschen; aber bei genauer Betrachtung
kann man dann stets leicht feststellen, dass jede der beiden Spitzen in eine
andere Flache iibergeht. Bei dem in der Figur dargestellten zweispitzigen
Haar gehoren beide Spitzen bestimmt derselben Erweiterung an. Die Lange
der Haare ist im Vergleich zur Grosse der Erweiterung ungefahr dieselbe wie
in den Figuren bei Hesse — Doflein ; doch finden sich in jedem Buschel sehr
verschieden lange Haare ; nirgends aber sitzt die Erweiterung mit so kurzem,
dickem Stiele direkt der Haut an wie bei der Kupferglucke. Die Erweite-
rungen sind schon bei Betrachtung mit freiem Auge erkennbar (Tafel 1,
Fig. 1 — 3) und blass gelblichgrau gefarbt, die Haare selbst etwas dunkler,
mehr braunlichgrau. Durch diese graulichen Ilaarbuschcl wird bewirkt, dass
man bei dem in Ruhclage auf seinem Ast sitzenden Tiere keine scharfe Kontur
walirnimmt, so dass die Raupe auf ihrer Unterlage formlieh verschwimmt.
Neben den Haarbuscheln sitzen kleine Schuppen, die dunkel blaulichgrau
gefarbt sind (Textfigur, ganz rechts; bei derselben Vergrosserung gezeichnet
wie die Haar-Enden). Ich kann davon zwei verschiedene Grossentypen unter-
scheiden, wie in der Figur dargestellt. Die Schuppen sind entweder am Ende
einfach stumpfspitzig, oder zwei- bis funfzackig. Die zweispitzigen Schuppen
sind sehr schmal und stets leicht bogenformig gekrummt. Die mit mehr Spitzen
sind distalwarts allmahlich, aber deutlich verbreitert, am Ende mit quer ab-
gestutztem, ausgezacktem Rand.
Die samtschwarzen Prachtflecke kommen durch dicke, starre Borsten zu-
stande, die bei ^Mikroskopbetrachtung ganz an die Stacheln des Stachelschweins
erinnern. Sie sind vollkommen einfarbig samtschwarz. Ganz ahnliche
224
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
(gleichfalls schwarze) finden sich iibrigens auch auf dem iibrigen Korper
verstreut, jedoeh so vereinzelt, dass sie bei makroskopischer Betrachtung dcr
Beobaehtung entgehen nnd erst miter dem Mikroskop bemerkt werden. Hinter
dem Praeht fleck steht cine Querreihe von erwcitcrten Haaren, die mit denen
der seitlichen Buschel in Form und Farbung vollkommen ubercinstimmen, .
jedoeh auf kiirzeren Borstenstielen sitzen.
Die Bedeutung der Haare als Waffen ist wohl klar. Die scharfen Spitzen
bewirken sehon bei leichter Beriihrung ein Einhaken in die Haut des An-
greifers, und da die Haare sebr steif und sprode sind und ihre diinnste Stelle
knapp proximal von der Erweiterung haben, bricht das Haar dort durch und
bleibt dann wie eine Lanzenspitze in der Haut hangen. Bei der Wirkung
spielen wohl zweifellos Driisensekrete noch eine wiehtige Rolle, wie dies ja
aueh von andern mit Brennhaaren bewehrten Raupen bekannt ist.
Wenn man die Raupe sehr stark reizt, sondert sie einen dunkel rostbrau-
nen Speichel ab, der ganz wie Heuschreckenspeichel aussieht.
Der zugehorige Schmetterling ist dureh auffallenden Sexualdimorphismus'
und weitgehende Schutzfarbung ausgezeichnet. Die (Tafel 1, Fig. 4)
sind reeht klein, mit verhaltnismassig kleinen und besonders schmalen Fliigeln
(besonders die vorderen). Das $ ist eine der grossten Lasiocampiden des
ganzen Gebietes und kommt in zwei Formen vor; die eine besitzt ungefahr
in der Mitte der Vorderfliigel einen schneeweissen Fleck (/. bimaculata ;
Tafel 1, Fig. 5), wahrend die andere (/. ampla ; Tafel 1, Fig. 6) diesen Fleck
entbelirt und einfarbig rotbraune, nur leicht dunkler gewolkte Vorderfliigel
hat. In der Ruhestellung (Tafel 1, Fig. 5) gleicht das Tier — wie ja auch
viele andere Lasiocampiden — vollstiindig einem trockenen Blatt (*). Die
Blatter der Pflanzcn, auf denen die Raupe lebt, haben eine ganz ahnlichc Form
wie die Vorderfliigel der Imago; und da hier in den Tropen die Blatter beim
„Vergilben” meist rotbraun werden und lange Zeit hindurch auf den Zweigen
hangen bleiben, entgeht das Tier durch diese Form und Farbung sehr leicht
der Beobaehtung.
Schliesslich moehte ich nur noch hinzufiigen. dass die von Moore (Lep.
Ceylon, II, pi. 139, 140) gegebenen Ilabitusbilder reeht gut sind und alles
wesentliche erkennen lassen. Nur der Aufenthalt der Raupen an so diinnen
Zweiglein, wie sie hier dargestellt sind, entspricht durehaus nicht ihren
Lebensgewohnheiten.
(1) Neuerdings wollte Mortexsens lebhafte Phantasie gar eine Aehnlichkeit mit
einer Spitzmaus herausfinden (Treubia VI, 2, p. 207 ff.). Dagegen findet R. Senior-
White (Spolia Zeylanica, XI, 1920, p. 299), der den Schmetterling nicht nur lebend
beobachtet, sondern auch gezuchtet hat, gleich mir nur „the usual Lasiocampid attitude
of a fallen leaf, tfie stalk of which is made by the palpi”. Der letztgenannte Autor
hat auch eine ausfuhrliche Beschreibung der einzelnen Larvenstadien gegeben.
Treubia Vol. VI.
Pl. I.
Suat:a concolor. — 1 — 3 Raupe: 1 lebend, von oben; 2 lebcnd, von der Gcite;
3 Priiparat. 4 cf. 5 (j) f. birnaculata. 6 (J) f. ampla .
BEITRAGE zur collembolenfauna der sundainseln
von
Dr. Eduard Handschin
(Zoologisches Institut der Universitat, Basel).
Das der vorliegenden Schrift zu Grunde liegende Material entstammt den
Sammlungen des Museums in Buitenzorg. Es wurde von Dr. H. Karny in
den Jahren 1921 und ’22 auf verschiedenen Sammelreisen eingetragen und
rair durch die freundliche Vermit tlung meines Freundes Dr. R. Menzel in
Buitenzorg von der Direktion des Institutes zur Bearbeitung iiberlassen.
Tropenausbeuten sind fiir diejenigen, denen es nicht vergonnt ist in
jenen Gegenden zu arbeiten und selbst zu sammeln, stets etwas aussergewohn-
liches. Wohl zeigen sie meistens nur einen kleinen Abselmitt aus den reichen
uppigen Lebensformen heisser Liinderstriche. Doch schliessen sie auch in
ihrem beschrankten Umfange gewohnlieh einen solchen Formenreichtum ein,
dass aueh mit dem klcinsten gelieferten Beitrag es moglich gemacht wird, den
Scldeier etwas zu hebcn, der iiber der Formenwelt und ihren system atischen
Zusammenhangen liegt. Was die Collembolen anbetrifft, so hat die asiatische
Fauna derselben schon eine ziemliche Bearbeitung erfahren, wenn auch die
einzelnen Schriften stets nur kleine Bruchstiicke zu einer monographischen
Zusammenfassung darstellen. Besonders begiinstigt von Sammlern waren
immer diejenigen Stationen, wo grosse Museen, botanische Garten und
Tropeninstitute die Arbeit erleiehterten. Die Sunda-Inscln stehen hier weit
im Vordergrund. Borner, Handsciiin, Imms, Oudemans, Ritter, Schuffer
und Schott haben sich bis jetzt mit den verschiedenen Ausbeuten beschaftigt.
Ihren Arbeiten soli sich die folgende anschliessen.
Bevor ich zur eigentlichen Auseinandersetzung mit dem Materiale
ubergehe, mochte ich an dieser Stelle den Ilerren Dr. Dammerman und Karny
fur die Ueberlassung des Materiales und Dr. Mjsnzel fiir die Vermittlung
desselben meinen besten Dank aussprechen.
Die Collembolensammlung Karny enthalt 120 Exemplare, die auf Java
und Siid-Sumatra gesammclt wurdcn. Als Fundorte kommen in Betracht:
1. Tjibodas, (West-Java, slidlich von Buitenzorg, im Gebirge) 1425 m.
2. Weg von Kandang-Badak nach Tjibodas, 2000 m und 2405 m.
3. Wai Lima (Lampong-Distrikt in Siid-Sumatra.) 350 — 400 m.
Nach den Fundortnotizen entstammen die Proben fast ausnahmslos dem
Urwalde. Sie wurden unter durrem oder faulendem Laube und unter Rinden
gesammelt. Vielfach fand auch der Kotscher zum Abstreifen des griinen
Laubes Verwendung. Besonders hervorzuheben sind Proben, die des Nachts
beim Lichtfang eingebracht wurden. Es ist dies das erste Mai, dass die
225
15
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
226
Lichtfangmethode, die sonst nur fiir grossere Insekten Verwendung fund,
aucli fiir die kleinsten Formen angewendet wurde. Naeli den Resultaten,
die hier zu melden sind, diirfte sie in der Folgezeit als vielversprechcndes
Mittel ofters zur Anwendung kommen.
Neben der reinen svstematischen Bearbeitung der einzelnen Formen
zeigte es sich als notwcndig, sich mit einzelnen Genera nnd ganzen Gruppen
kritiscli iiuseinander zu setzen. Es war das uin so elier moglich als die Bear¬
beitung europaischen Materials die notige Grundlage liiezu liefern konnte.
Da nun diese angedeuteten Neucrungen bereits im Texte Verwendung gefun-
dcn haben, eraclite ich es als notwendig, den entsprcchenden kritischen Teil
jeweilen der einzelnen Gruppe gleichsam als Einleitung voran zu stellcn und
nicht gesondcrt in einem bcsondern Absclinitte zusammon zu fassen.
1. Achorutes zehntneri E.H. 1920.
Syn.: Achorutes zehntneri Handschin 1920.
Fundort: Wai Lima (Slid Sumatra) ca. 350 m. Hevea-Plantage, unter Hinde
eines liegenden, morsclien Heveastammes. 1. XII. 21. 11 Exempl.
Die Exemplare dieser Form zeigen den Typen von Java gegeniiber inso-
fern eine Abweichung, dass ihre Borsten keine Ilaarfiederchcn aufweisen, also
nicht serrat sind.
Bei der erneuten Untersuchung der Form wurde wiederum an eine even-
tuelle Gleichstellung mit der seinerzeit von Oudemans (16) beschriebenen
Neanura fortis gedaeht. Da aber von der genannten Form weder eine ge-
niigende Diagnose noch Abbildungen vorhanden sind, die ein Identifizieren
ermoglichen wiirden, stelle ich sie zu der 1920 in der Revue Suisse de Zoologie
(vol. 28, p. 44, fig. 1 — 3) beschriebenen Art.
2. Folsomia octoculata n. sp.
Pig. 1 — 5. Folsomm octoculata n. sp. 1. Habitus. 2. Ant. Ill und IV. 3. Kopf mit
Ommen und Postantennalorgan. 4. Klaue. 5. Furka.
E. Handschin: Collembolen der Sundainseln .
227
Fund or t: Tjibodas, Java. Unter abgefallenem Laube am Boden im Urwald.
15. VIII. 21. 1 Exemplar.
Diagnose: Grosse 0,9 mm. Farbe weiss, mit feinen graugriinen, gleicli-
massig verteilten, sparliehen Pigmentkornern, die sich auf dem ganzen Korper
zn netzartigen Zeichnungen formieren. Antennen kiirzer als der Kopf
(10 : 18). Ant. 1:11: III : IV = 8 : 12 : 12 : 20. Ant. IV. oline besondere Riech-
haare. Antennalorgan III typisch aus 2 gebogenen Sinnesstabchen am
distalen Elide. Kopf mit 4 Ommen jederseits, je 3 stehen beisammen, das vierte
Omrita von iiinen entfernt, isoliert. Alle Ommen fur sich pigmentiert, schwarz.
Vor dem vordern Omraencomplex das Postantennalorgan. Dieses langge-
starken Borstenreihe. Mucro lang, mit Apical- und Ventralzahn, fast y:i der
segmente: Th. II: III: Abd. I: II: III: IV— VI = 10 : 8 : 5 : 5 : 6 : 12 — Abd.
IV — VI verwachsen. Anus terminal. — Klaue einfach, Empodialanhang
lanzettlieh, ca. *4 der Klauenvcntralkante erreiehend, beide zahnlos. Keulen-
borsten am Tibiotarsus fehlen. Furka kurz. Ma. : De. : Mu. = 30:25:7.
Dentes mit Andeutung einer schwachen ventralen ltingelung, dorsal mit einer
starken Borstenreihe. Mucro lang, mit Apical- und Ventralzahn, fast y3 der
Denteslange erreiehend.
Von den ubrigen bis jetzt bekannten Folsomiaarten unterscheidet sich
diese Form durch die Achtzahl der Ommen. Aeusserlich gleicht sie in Gestalt
und Farbung beim oberfliich lichen Betrachten stark blassen Exemplaren von
F. sexoculata Tullb., wie ich sie von der Bareninsel besitze.
3. Entomobrya straminea C.B. 1913.
Syn.: Entomobrya straminea Borner 1913. Handschin 1920.
Fundort: Buitenzorg. Unter Rinde. 20. III. 21. 1 Exemplar.
Das einzige Exemplar der Sammlung zeigt im Habitus den Bau der Art.
Nach der Kopfform zu schliessen, — stark vorgewolbte Stirn und vortretende
Schnauze, schwaches, diffuses Pigment, — schcint es sich um ein junges Indi-
viduum zu handeln.
Die Farbe ist ein lichtes Gelb. Blau sind die Antennen, distal starker
eindunkelnd. Ebenso die Femora distal und die Tibiotarsen, der Bauch und
die ectolateralen Grenzen der Tergitc, distale schinale Binden an Abd. II und
111 sowie Abd. VI und die Schnauze. Ommenfleck schwarz. An Kopf und
Korper ist die Pigmentbildung ausserst schwach und diffus. Die Beborstung
scheint gelittcn zu haben. Sie ist noch in anliegenden allseitig bewimperten
Borsten erluilten, zu denen am Kopfe zwischen den Antennen und am Anfang
des Th. II als Collerette sowie an Abd. V und VI lange, am Ende gespatelte
W i mperborst en t re ten .
Subgenus Homidia C. B. 1906.
4. Entomobrya (Homidia) cingula C. B. 1906.
Syn.: Entomobrya (Homidia) Cingula Borne r 1906, 1913.
? Entomobrya Kali Imms. 1912.
Fundort: Depok (Java) auf Laub. 13. II. 21. 2 Exemplare.
228
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Die beiden Tiere von Java stimmen in ihren Ausmassen sowie dem
Habitus vollstandig mit der Diagnose von Horner (7) als den Angaben von
Imms (11) liber kali aus Indien iiberein. Dass die letztere zu Homidia zu
rechnen ist, geht aus der Angabe : „dentes . with a double row of small
peg-like spines along the proximal half of the inner aspect” hervor. Eine
Vergleichung, resp. Gleichstellung der beiden Formen ist indexscn nie erfolgt.
Eine solche sei hier nachgeholt.
Mtrkmal.
cingu a C.B. If 06.
kali imms 1912.
Form von Depok.
Antenne.
17 : 80 : 26 : 47.
£0 : 28 : 26 : 47.
18 : 25 : 24 : 39.
(4,6 : 7 : 6,1 : 11)
5 : 6 : 6 : 11.
12 : 20 : 20 : 32.
(ca. 5 : 8 : 8 : 13).
Ant. IV.
geringelt.
nacli Zeichnung ge¬
ringelt.
schwach geringelt.
Ant.: Kopf.
8V. : 1.
—
84 : 34. (ca. 21/, : 1).
Abd. Ill : IV.
1 : 6*/,.
6 : 45 (1 : 71/,).
5 : 40 (1 : 8).
Klauen.
Entomobrya- artig.
2 Ziihne in */4 und
Vi Klauendistanz
Emp. A. zalinlos, V*
so lang als Klaue.
3 Ziihne. Abstand V2,
*l<, v*.
Emp. A. wie bei kali
IMMS.
Furka.
Entomobrya- artig.
Dens wenig liinger
als Manubrium.
Mucro 3zahnig (2
Ziihne + Basaldorn.
Dentes geringelt).
Dens solang als das
Manubrium. Mucro
mit 2 Zahnen und
Basaldorn. Dentes
geringelt.
Dentaldomen.
+ (27—33).
4-
+ (ca. 25) einige schei¬
nen abgebrochen.
Reihen luckenhaft.
Lange.
1—2 mm.
1,75—2 mm.
1,65 mm.
Ommen.
8 + 8
8 4-8.
8 + 8.
Farbe.
G e 1 b 1 i c h.
Ommen schwarz.
Ant. I + II schwach,
III+IV stark violett.
desgl. Th. II 4- III
lateral, Th. 1 1 median -
basal mit Fleck.
Abd. II mit Aus-
nahme des Vorder-
randes, III vol 1st.
dunkelviolett. IV.
distal zart viol.
Tibiotars. I + II,
Trochanter I und
Subcoxen II viol.
desgl eichen.
desgleichen.
Wie aus den Vergleichen der beiden Diagnosen von cingula C. B. und
kali Imms, sowie aus den Befunden des Materials hervorgeht, diirfen die
erstern mit Recht vereinigt werden. Wohl scheinen einige Punkte kleine
E. ITaxdschin: Collembolcri dcr Sundainseln .
229
Differcnzen aufzuweisen, dock sind diese so untergeordneter Natur, dass
ihnen keinc weitere Bedeutung zukonimt. Es sind Differenzen dcr Mass-
zahlcn, die aber immer beim Vergleichen eines ungeniigend grossen Matc-
riales sich zeigen. Dies gilt auch fiir die Unterschiede dcr Form von Depok
den bcien alten Arten gegeniiber.
Fig. 6—10. Entomobrya (Homidia) cingula C. B. 6. Habitus. 7. Ant. Org. III.
8. Klaue. 9. Dentaldornen. 10. Mucro.
Diagnose: Lange dcr Ticre 1,5 — 1,8 mm. — Farbe hell gclblichweiss.
VioJettes Pigment in charakteristischer Vcrtcilung. Ant. I gelblich, von
II an distal zuncYnncnd liber den Rest der Antcnne ausgedehnt violette Farbe.
Om men fleck schwarz, desgleiehen Stirnfleek zwischen den Antennenbasen.
Tli. II urul III mit schwaehem Seitensaum, III mit medianem, dorsalem drei-
eckigen Fleeken. Ganz dunkel sind die Tergite von Abd. II und III. An II
bleibt nur der Vordcrrand farblos. Abd. IV tergal und sternal schwach
gefarbt in dcr dFtalen Partie. Schwachc Pigmentierung weisen auch die
Tibiotarsen I und II, Coxen I und Subcoxen II auf. — Behaarung dicht
struppig, anliegend, allseitig bewimpert. Am Endc dcs Abdomens besonders
hinge Borsten. Abstchende Spatclborstcn als Collerette am Kopfhinterrande,
den Thoracalsegmenten und dem vordern Abdomen. (Am Ende des Abd.
offenbar abgef alien.)
Antennc ca. *% der Korperliinge erreichend (84:110). Ant. I: II:
III : IV = 12 : 20 : 20 : 32. Ant. : Kopfdiagonalc = 84:34. Ant. IV mit
Andeutung ciner schwachen Ringelung und retraktilem Endkolben. Anten-
230
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
nalorgan III aus 2 gcbogenen Sinnesstabchen und 2 Schutzborsten. Ommen
8 + 8 auf schwarzem Ommen fleck. Lange der Korpersegmente Th. II : III:
Abd. I : II : III : IV : V : VI = 12 : 6 : 4 : 5 : 5 : 40 : 5 : 1. — Tibiotarsen
mit Spatelborste und opponicrtcr langer Spitzborstc. Klaue mil Innenzahnen
in V2i % und % basal-apieal Distanz. Empodialanhang lang, schmal, lan-
zettlich, y2 der Klaucnventralkante erreichend. Furka lang. Ma. : Mu-De. =
30 : 35. — Dentes proximal mit einer Rcihe von 25 — 30 starken, cinspitzigcn,
oft zweireihig stehcndcn Dornen. Mucro gut von den. geringelten Dentes
abgesetzt, mit Apical- und Ventralzahn und Basaldorn. Er wird von einer
langen gefiederten Borste iiberragt.
In den neuesten Arbeiten liber tropische Collembolen kommt Schott (24)
unter anderm auch auf die Schwierigkeit der Systematisierung der Entomo-
bryiden, insbesondere der Lepidocyrten zu sprechen und betont die fast un-
mogliche genaue Differcnzicrung der einzelnen Genera und Arten. — • Bei
der Trennung von Sira und Lepidocyrius spricht er die Ansieht aus, dass die
seinerzeit von Borner und Waiilgren (4, 29) aufgestellten Unterscheidungs-
mcrkmalc nur fiir curopaische Formcn Gcltung besassen. Jc nachdem sich
aber unsere Kenntnis von exotischen Formcn erweitert, wird auch die
Schwierigkeit vergrossert sic richtig auseinander zu haltcn. Borners (6) dia-
gnostischc Merkmale, — das Fehlcn oder die Anwesenheit dentaler Schuppen
und des retraktilen Endkolbens an Ant. IV — weist Schott fiir exotische Arten
von dcr Hand, stellt aber dafiir die Schuppcnstruktur — diinn hyalin, un-
deutlich punktiert fur Lepidocyrius , und dicker, langlich gestreift fur Sira —
an deren Stellc. Den retraktilen Endkolben an Ant. IV und das Antennalorgan
III will er an alien Formcn gefunden haben.
Die Klippen der systematischen Aufspaltung werden nun von Schott
scheinbar umgangen. In seinem grossen australischen Materiale hat er ohne
das Genus zu trennen, alte ,,europaisehe * 9 Formen, d.h. Ticre mit kurzen
Antennen, ohne retraktilen Sinneskolben an Ant. IV and fast hyalincn
Rundschuppen als Lepidocyrtus s.str. bezeichnct, wahrend rein tropische For¬
men mit langen Antennen, retraktilem Sinneskolben und langsgestreiften
Schuppen als Lepidocyrtoides aufgefuhrt werden. Diese Subgenera bieten nun
aber keinc reehte Hilfe zum unterscheiden der vielen Arten, denn auch aus
Schotts Untersuchungen geht in der Handhabung der Nomenklatur eine eigene
Unsicherheit in der Anwendung hervor. Mit der Bczeichnung „r e i n
t r o p i s c h 9 9 kann c b c n eine Form morphologisch n i c h t
umschrieben werden.
Dass die Diagnosticierung der tropischen, ja auch dcr palaarktisehen For¬
men, die in den Bereich der genannten Genera fallen, nicht leicht ist, muss
jeder zugeben, der sich mit denselben beschaftigte. Aber gerade deshalb erfor-
dert die Betraehtung derselben eine peinliche Genauigkeit und ein Erfassen und
Zusammenstellen aller mogliehen vorhandenen Merkmale. In dicser ITinsicht
muss Schotts Versuch als ein Riickschritt bczeichnet werden. Wenn nach
E. Handschin: Collembolen der Sundainseln.
231
meiner Ansicht ein Genus Sira oder Lepidocyrtus cxistiert, so muss fiir das-
sclbc in den Tropen die gleiche Gattungsdiagnose Giltigkeit liaben wie in ge-
massigten Klimaten. Alit der Zunahmc der Artenzahl und der zu differcntcn
Ausbildung einzelrier diagnostischer Merkmale wird eben in unserm Palle
cine Aufarbeitung in Untergattungen not wen dig, denn der Masstab fiir
die systematischc Einteilung darf niclit mit dor gcographischen Breite will-
kiirlieli wechseln.
Bevor ich zur Aufzahlung der liieher gehorenden Arten aus Java und
Sumatra schreitc, mochte ich cine Diskussion der verschiedenen Genera, die im
Laufe dcr Zeit von Lepidocyrtus abgetrennt worden sind, vorausschicken.
Sira wurde 1868 von Lubbock aufgestellt. In der Diagnose lieisst es:
„Like the proceeding genus (Bcclcia = Cyphoderns) Seira forms a very inter¬
esting link between several genera . Indeed some of the species approach
very closely to Lepidocyrtus, and as regards S. buskii, I was long in doubt,
whether to regard it as Seira or a Lepidocyrtus Ob Lubbocks Seira mit
Ptenura Templeton als synonym zu erklaren ist, wie das Borner 1906 ver-
suclite, muss dahin gestellt bleibcn. Templetons Diagnose ist zu ungeniigend,
um eine genaue Diffcrenzierung seiner Arten zu gestatten. Sira unterschei-
dct sich von Lepidocyrtus durch seine starkrippigen Spitzschuppen, durch
ein niclit vorstehcndes Mesonotum und durch das Pehlen dentaler Schuppen
(Borner, 6).
1893 folgt Schott mit seiner afrikanischen Pseudosira . Die Dia¬
gnose lautet folgendermassen : ,, Mesonotum prominens. Segmentum abdo-
minalis quarto fere triplo longius quam tertio. Antennae dimidia
parte corporis breviores, quadriarticulatae, articulis tribus ultimis inter se
longitudine subaequalibus. Ocelli?. Unguiculi mutici. Mucrones falcifor-
mes. Cutis squamosa. ’ ’ — Die relative Gleichheit der Ietzten
3 Antennenglieder sowie die f alcif ormen Mucronen
sind bier besonders in den Vordergrund gestellt. Alle andern Merkmale fin-
den sich auch bei den andern „alten” Lepidocvrtusartcn. Die diagnostischen
Merkmale fiir Pseudosira sind leider immer recht stiefmiitterlich behandelt
worden. Im Laufe der Zeit ist demnach auch die Bezeichnung bald fiir ein
Genus bald fiir ein Subgenus angewendet worden, ohne dass eine durchge-
hende Pracisierung erfolgt ware (Borner 1903, 1906).
Brepanura (1891) und Galistella (1893) Schott sind als unbeschuppte
Formen zu Entonwbrya gczogeii worden, wo sic wie Homidia C. B. als Un¬
tergattungen mitgezahlt wcrden. Sie brauehen dcshalb hier nicht besonders
aufgelost zu werden.
Aehnlicli wie Pseudosira wurde das Genus Mesira Sciitscherbakow 1898
behandelt. Sie untcrscheidet sich von Pseudosira durch i h r e g c r i n-
gelten Antennenglieder III u n d IV (oder bios IV) . Auch sie
wurde in der Folgezeit ihres Ranges als Genus enthoben imd als Untergattung
zu Pseudosira gestellt.
Oligoocellate Lepidocyrtusarten, deren Ivlaue einen stark fliigelartig aus-
232
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
gebildeten Basalzahn tragt, formieren das Subgenus Pseudosinella SchUffer
1897. Die Artbezeichnung deutet auf eine vermeintlicbe Verwandtschaft
niit Sinella hin, wo eben falls ahnliche Klauen abcr aueli Flligelzahnc am
Empodialanhang auftrcten. Sincllen sind aber unbcschuppt, wahrend
Pseudosinclla schuppentragend ist. Linnantemi zicht die Formen in seiner
letzten Arbeit zu Lepidocyrtus. Als Endglied dicser Reihe fasse ich Lepido-
sinella IIandschin 1919 auf, die nebcn der eigentiimlichen Antennenbcschaf-
fenheit typische Sincllaklauen, also auch am Empodialanhang Flugelzahnc
besitzt. Sirodes SchSffer 1900 reiht sieh ebcnfalls in diese Gruppe. Wie
Pseudosinclla besitzt sic keine tibiotarsalc Spiirborste, weicht aber im Ban
der Klaue von dieser ab, — die innern Fliigclzahnc fchlen. Schaffer bat
beide Pseudosinclla und Sirodes zu Sira als Untergattungen gestellt, wahrend
Borner (6) sie bci Lepidocyrtus untcrbringt. Endlich bleibt noch das
eigentliche Genus Lepidocyrtus Bourlet zu crwahnen, von dem Borner 1903
Lcpidocyrtinus und 1906 Acanthurella abtrcnnte. Hit erstcrm bezeiehnet
cr Formen, welche gcringelte Antennen, Rund- oder Spitzschuppen und
siehelformigc Mucroncn bCvsitzen (1906 zu Mesira Schtsch. gestellt).
Acanthurella bezieht sieh auf Formen mit dornbewehrten Dentes.
Endlieh ist noeh als jiingstc Formenreihc die von Schott aufgestelltc Lcpi-
docyrtoides 1917 anzufiihren, ihre systematisehen Charaktere wurden weiter
obcn schon gewiirdigt.
Es muss oline weiteres zugcgcben werden, dass ein richtiges Erkcnnen
der Art oft sehr schwer ist, namentlieh da auch der Mangel eincr riehtigen
Diagnosticierung schwer ins Gewicht fallt und hindernd entgcgcn tritt.
Gerade deshalb hat das Suehen naeh Klarheit sehr oft zu akademischen
Wortgefechten gefuhrt. Schaffer (19, 20), der die ersten grossem Tropen-
ausbeuten bearbeitete, \\oirdc zuerst vor die Notwendigkeit einer Aufspaltung
der Entomobryklen gestellt. Er hat sic in Pilosae und Squamosac
eingeteilt. Naeh dem heutigen Stande der Collcmbolcnsystcmatik fallen aus
scinen Squamosae aber die Formen mit 5-gliedrigen Antennen weg und stellen
sieh naeh Borner (1913; 4, 7) zum Tribus Orchescllini C. B. {IlcteromuruS’
Tcmplctonia , Strongylonotusf, Dicranocentrus) . Ebenso bilden Campylo-
thorax, Paronella und THcranoccntr aides die Subfamilie der Paronellinae
C. B. 1906 und Cyplioderus tritt in das Tribus Cyphoderini C. B. der Sub-
familic Cyphoderinae C. B. ein. Calistella als schuppenlose Form kommt
endlieh unter Entomobrya zu stehen, sodass nur Lepidocyrtus Bourl., Pseu¬
dosinclla ScnaFF., und Sira Lubb. als Lepidocyrtus- Gruppe der Entomobryinen
iibrig bleiben. Die Einteilung dieser „hohern Entomobryidcn,, nimmt nun
Borner das erste Mai vor. 1903 sind es fiir ihn Anwesenheit oder Fehlen
dentaler Sehuppen und runde oder spitze Sehuppcnform, die cine Trennung
reehtfertigen. Der retraktile Sinneskolben an Ant. TV scheint erst eine un-
tergeordnetc Rolle zu spielen. Seine Tabelle mag bier etwas vereinfacht,
im Sinne aber unverandert folgen.
1. Furca oline Schuppen. Schuppen spitz . Sira Lubb.
E. Handsciiin: Collembolen der Sundainseln.
233
1*. Furca mit Schuppen. Schuppen rund, selten spitz . Lepidocyrtus Bourl.
2. Th. II nicht vorragend. Mucro sichelformig. Ant III und IV ungeringelt.
Rundscliuppen Subgen. Pseudosira Sciitt. wahrscheinlich aucli Mesira Schtsch.
2*. Th. II vorragend, Ant. ungeringelt. Rund-, selten Spitzschuppen .
Subgen. Lepidocyrtus s. str. hieher als
Sectio Pseudosinella Scuff, (mit Sirodes Scuff.).
2**. Th. II wenig vorragend. Ant. IV geringelt. Rundscliuppen. Mucronen sichel-
forniig . Subgen. Lepidocyrtinus C. B.
Die Neuordnung von 1906 stellt den retraktilen Endkolben an Ant. IV
in den Vordergrund, das Schuppenkleid spielt bier einc untergeodnetc Rolle.
1. Ant. IV mit retraktilem Endkolben . Z.
1*. Ant. IV oline retraktilen Endkolben. Dentes ventral beschuppt .
Lepidocyrtus Bourl.
3. Dentes ohne Dornen . Subgen. Lepidocyrtus s. str.
3*. Dentes mit Dornen . .' Subgen. Acanthurella C. B.
2. Dentes nur mit Haaren, schuppenlos . Ptenura Tkmfl. (= Sira Lubb.).
2*. Dentes ventral beschuppt . Pseudosira Sciitt.
4. Antenne ungeringelt . i . Subgen. Pseudosira s. str.
4*. Ant. IV Oder III und IV geringelt . Subgen. Mesira Schtsch.
Wahlgren (1907, 29) folgt im Principe dicser Eintcilung. Er 1st aber
nicht einverstanden mit dem Heranziehen des mehr odcr weniger weit vor-
ragenden Mesonotums und der furcalen Beschuppung zu diagnostischen
Zwecken. Er glaubt mit SchUfeer (19, 20), dass ein Auseinanderhalten von
Sira und Lepidocyrtus auf die Dauer nicht mehr moglich scin wiirde. Zu Hilfs-
zweeken scheidet er nun im Genus Lepidocyrtus Falciformes und Bidenticulati
aus nach der Form der Mucronen. Lepidocyrtinus C. B. und Pseudosinella
gelten auch fur ihn als Subgenera. Auf seine anschliessende Kritik den
mono- oder polyphyletischen Ursprung der Schuppen betreffend, kann ich
liier nicht naher eintreten. Es sei bios auf die Arbciten Borners und Lin-
naniemis iiber Oncopodura und die Aptcrvgoten Finlands verwiesen, —
sowie auf die folgenden Abschnitte liber die Paronellini.
Was meiner Ansicbt nach die systematische Auffassung der Gruppcn am
meisten erschwert, ist wie oben schon einmal bet out wurdc die unklare TTm-
schreibung der Gat t ungen, besonders Pseudosira und Mesira. Es muss
deshalb versueht vverden alle in Betracht fallendcn system at ischcn Merkmalc
festzuhaltcn und fur die einzelnen Gattungen und Untergattungen zusammen
zu stcllen. Als solche betrachtc ich:
1. die Form der Schuppen:
2. die Form der Antennen:
3. die Form der Mucronen:
4. die Klauenbeschaffenheit:
a. Spitzschuppen.
J). Rundscliuppen.
a. ungeringelte Glieder III und IV.
ft. geringeltes III. und IV. oder nur IV. Glied.
a. normale entomobryinen Mukronen mit 2 Zahnen
und Basaldorn.
b. falciforme Mucronen.
a. Klaue ohne FlUgelzahne.
b. Klaue mit Fliigelzahn.
c. Klaue und Empodialanliang mit Fliigelzahnen.
234
Tkeubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
5. die Dentesbedornung:
G. die Dentesringelung:
7. Sinneskolben an Ant. IV:
8. Beschuppung:
a. Dentes mit Dentaldornen.
b. Dentes ohne Dentaldornen.
a. plotzlich abbrecliend.
b. langsani in den ungeringelten Teil iibergehend.
a. anwesend.
b. felilend.
a. an den Dentes felilend.
b. Dentes ventral beschuppt.
c. Antennen unbeschuppt.
d. Antennen mehr oder weniger weit ausgedehnt
beschuppt.
Fassen wir diese Merkmale fur die einzelnen Arten tabellarisch zusam-
men, so ergibt sich folgcndcs Bild:
Merkmal.
Artname.
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Hinsichtlich des ersten Merkmals, dcr Schuppen wird in der Literatur
vielfach auf ein gemeinsames Vorkommen von Rund- und Spitzschuppen bei
ein und dersclben Art hingewiesen ( Pseudo sir a, Lepidocyrtoides) . Diese Angabe
stimmt, dock ist sie was die Auffassung dcr „Spitzschuppe von Sira ” betrifft
nicht riehtig. Die Spitzschuppen von Sira, Pseudosira (?)
und M e s ir a s i n d gross, n a h e i h r e r Basis am b r e i t e s t e n
und zeichnen sich durcli ilire lange und starke Bcrip-
(1) Pseudosira nyassica C. B. mit Spitz- und Rundschuppen.
(2) nach Boixer nicht abbrechend, wohl aber nach den Diagnosen Sciitsciier-
bakows.
E. Handschin: Collembolen der Sundmnseln.
235
pung a u s. Die Spitzschuppen der iibrigen Pormen hingegen sind immcr
lang, schmal, nur am distalen Elide zugespitzt und dcshalb fast parallelseitig.
Ihre Flache 1st wie die der Rundschuppen ausserst fein pubescent. Es ist mil-
unter alien untersuchten For-
men dieser Artcnreihe nic-
mals an tropischcm weder an
europa ischem Materiale, cine
Form vorgclegen, welche diese
beiden Schuppentypen gc-
meinsam auf sich vereinigt
hattc (l)* TMe Schuppenform
ist liier sicher ein sehr gutes
systematisches Merkmal. Wenn wir z.B. die obcn crwahntcn Differenzen fest-
halten, so grenzcn wir damit eine bestimmte Gruppe von Formen, Sira, Pseu -
dosira und Mcsira umfassend, von den iibrigcn Lepidocyrtinen scharf ab. Wohl
ergeben sich dabci Differenzen mit der altcn systematischen Auffassung, die
aber nicht zu umgehen sind, wenn wir in das Wirrwar cndlich einige Ivlarhcit
bringen wollen. Bci Pseudosira (Mesira) calolepis C.B. finden wir so die
echten Siraschuppen. Es werden damit aber die tropischcn Mesiraartcn zu
den europaischcn Typcn in Gegensatz geslellt, mit denen sic nicht identisch
sind. Sollen wir nun den Nomenklaturregeln folgcn, und die Bezeichnung
Mcsira auf un genii gen d diagnosticiertc Tiere der palaarktischen Region an-
wenden oder sie fiir Formen aus den Trojien gcbrauclien, die in jeder Ilinsicht
gut umschrieben sind? Fiir die letztern ist der Name bekannt und einge-
biirgert, fiir die erstern ist er ein nomen confusum, da er eine Aehnliehkeit
betont, die der ungeniigend bescliricbenen Form Mesira squamoornata Schtsch.
gar nicht zukommt.
Ganz ausser Betracht habe ich bier die TJnterschiedc im Habitus der ein-
zelnen Formen gelassen. Tch erachte Differenzen in der Lange der Antennen
und einzclner Segmente, sowie das mehr oder weniger weite Vorspringen des
Mesothorax als Art-, nicht aber als Gattungsunterschiede. Wohl werden durch
starke, extreme Ausbildung z.B. der Antennen oder des Mesothorax einzelne
kleine Gruppcn lokalisicrt (Lcpidocyrtus striatus und cucullaris). Da aber die
iibrigcn Merkmale in kleiner Weise aus dem allgemeincn Artbilde herausfal-
len, mogen sie als Untcrarten bei denselben verbleiben, wahrend ich fiir die
andern vorschlage, sie als Genera writer zu fiihren.
Diese Auffassung mag in der nachfolgenden analytischen Tabclle ihren
Ausdruck finden:
1. Nur Spitzschuppen mit lansen, groben Rippen Fig. 11 a.
2. Dentes unbeschuppt . Sira. Lubb.
2*. Dentes bescliuppt.
(1) Welche Stellung in dieser Hinsicht Pseudosira njjassica C. B. einnimmt
werden spatere Untersuchungen zu zeigen haben.
Fig. 11. Schema der Schuppenformen.
a. Typus der Sira-Mesira-Schuppen (Pseudosira?).
b. Rundschuppen.
236
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
3. Ant. IV ungeringelt. Mucro falciform . Pseudosira Sciitt.
3*. Ant. IV Oder III und IV geringelt. Mucro 2 ziihnig mit Basaldorn
Mcsira. Schtsch., E. H.
1*. Nur Rundscliuppen mit kurzen, feinen Streifen (oft sclimale „Scliuppenborsten”
mit Spitzen) Fig. 11 b.
4. Dentes unbedornt.
5. Klaue normal, ohne basale FlUgelzahne.
6. Antenne ungeringelt.
7. Mucro mit 2 Zahnen und Basaldorn . Lcpidocyrtus Bovrl.
7*. Mucro falciform . Drcpanocyrtus n. g.
6*. Ant. IV geringelt, Mucro falciform . Lcpidocyrtinus C. B.
5*. Klaue mit basalem Flligelzahn . Pseudosinclla SciraFF.
5**. Klaue und Empodialanhang mit basalen Flugelzahnen. Lepidosinella E. H.
4*. Dentes bedornt.
8. Dornen einreihig, Antennen ungeringelt . Acanthurclla C. B.
8*. Dornen mehrreihig, Ant. IV geringelt . Acantliocyrtus n. g.
(Typus Acantliocyrtus spinosus Sciitt. 1017.)
Keine Aufnahmc haben in dieser Tabelle Formcn wie Lcpidocyrtus
sagmarius Sciitt. und die Vertreter dcr cigentumlichen Cucullaris-Gruppe
gefunden. Lange abdominale Bothriotriehc kcnnzcichncn die erstere, Lcp.
cucullaris und striatus sind wie schon oben bemerkt durcli ihre Form her-
vorgehoben. Sirodcs Scuff, wurde als’Untergattung zu Pseudosinclla gcstellt,
also dahin wo SciiUffkr sie in der Originaldiagnosc selbst stellte, und Lcpi-
docyrloides Sciitt. endlieh ist als Sammelbegriff fallen gclasscn worden, da
an eine Verwertung dcsselben in systematischer Hinsicht nicht zu denken ist.
Zwei neue Bezeichnungcn finden sich in der Aufzahlung: Acantliocyrtus
und Drcpanocyrtus . Die erstere bezicht sich auf Schotts Lcpidocyrtus
spinosus, den ich Gelegenheit hatte zu untersuchen. Der Bau der Dental-
dornen dieser Art ist so aberrant, dass cs mir ausser Zweifel sclieint bier
vor einer neuen Gattung zu stehen. Der ganze Habitus der Form weist
eher auf einen Platz in der Nahe von Lepidopkorclla oder Dicranocentrus,
also gegen Heteromurus als gegen Acanthurclla bin.
Drcpanocyrtus soil als Bczeichnung fur die Lepidocyrtusformen mit
sichelformigen Mukronen eingefuhrt werden. Zugleich sollen damit die
Arten mit ungeringelten Antennengliedem umschrieben sein. Das Merkmal
der falciformen Mucroncn stcht demnaeh dreimal in der Tabelle. Fur Lcpi¬
docyrtinus findet es sich im Vcrbande mit geringeltem Ant. TV, fur Pseudosira
und Drcpanocyrtus mit einfachen, ungeringelten Fuhlerglicdcrn. Ilicr un-
terscheidet nur die Form der Schuppen, die aber leider fur viclc dcr altcn
Arten zu ungeniigend untersucht worden ist.
Pseudosira und Drepanocyrtus kommen somit in eine verdachtig nahe
Stellung, wodurch auch eine Unsicherheit in der richtigen Abgrenzung und
Auffassung dcr Art bedingt wird. In den meisten Diagnosen der Pseudosi¬
ra- Arten wird in lctzter Zeit die Anwesenheit von Rund- und Spitzschuppen
hervorgehoben. Es ist nun von den Besitzern der jeweiligen Typen zu unter¬
suchen, inwiefern die eigentlichen bidenticulaten Lepidocyrtusformen getrennt
E. Handschin: Collembolen der Sundainseln.
237
oder vereinigt werden diirfen. Da mir personlich eine Pseudosira noch nicht
zur Untersuchung vorgelegen ist, fiihre ich hier die Aufteilung der Lepido-
cyrtinen unter Umgehung dieses Genus durch, d.h. im ganzen Materiale aus
Java ist kcine Form, die ich mit gutem Gevvissen naeh den alten Diagnosen
dieser Gattung unterstellen konnte.
5. Sira jacobsoni C. B. 1913.
Syn.: Sira jacobsoni Burner 1913.
Fundort: Buitenzorg, unter Rinde. 20. III. 21. 1 Exempt.
Das einzige Tier stimmt mit Corners Diagnose vollkommen liberein.
Seine Ltinge betragt 1,5 mm. Farbe strohgelb mit dunkelblauen Flecken und
Binden in folgender Verteilung. Am Kopfe: Ommenflcck und Stirnocellus,
schwarz. — Th. II und III sind bis auf die Muskelansatzstelleri dunkel.
Ebenso eine Binde am Ilinterrande von Abd. II und das ganze Abd. III.
Abd. IV nur terminal mit nach vorne zackig auslaufendem Giirtel. Antenncn
vom Elide Ant. II bis zur Spitze Ant. IV immer dunkler werdend. Subcoxen
und Coxen von Bein II und 111 blau. Das Ende des Femur III schwach
diffus pigmentiert.
Fig. 12 — 16. Sira jacobsoni C. B. 12. ITabItus. 13. Klaue. 14. Mucro.
15. Genitalfeld. 16. Schuppen.
238
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Ant. I : II : III : IV = 7 : 15 : 15 : 17. Antenne zu Kopfdiagonale =
54 : 25. Ommen 8 + 8. — Th. II : III : Abd. I : II : III : IV : V : VI =
15 : 12 : 8 : 12 : 12 : 35 : 9 : 5. Tibiotarsus mit langem Keulenhaar und
gewimperten Spitzborsten. Klauc mit 3 Innenzahnen (%, %, %), der letzte
sehr fein ausgebildet. Empodialanhang y> der Klauenventralkante erreichend,
spitz, dolchartig. Manubrium: Dentes = 20:25. Dentes geringelt, dorsal dicht
behaart. Mucro mit 2 Zahnen und Basaldorn, von gewimperter Dentalborste
iiberragt, weit vom geringeltcn Dentesteii abgesetzt. Dens unbeschuppt. Schup-
pen apical zugespitzt, grob gestriclielt, nur auf -Kopf und Korper vorhanden,
braun gefiirbt. Ilaare fein, an den Extremitaten besonders dicht stehend.
Starke spatelartige Borsten als Collerette am Vorderrande von Th. II und
am Ende des Abd.
Besonders hervorzuheben ist die Beschaffenheit des Genitalfeldes an der
Untcrseite von Abd. V. Es ist bci den mcisten Formen sonst vom Abd. VI
und Manubrium verdeckt und nur bei geeigneter Preparation sichtbar. Hier
besteht dassclbe aus einem centralen, kegelformigen Gebilde, das an der Spitze
den Genitalporus tragt. Diescr Genitalkegel wird umgeben von einem in
Papillen aufgelosten Ringwulst. Dorsal sind die Papillcn am grossten, ventral
am kleinsten. Zwischen jedem Ilocker des Papillenringwulstes steht ein
langer Dorn, wodurch das ganze Organ etwas kronehenartiges Ausschen
erhalt. Ueber die Funktion der einzelnen Teile bei der Copulation lasst sich
natiirlich einstweilen nichts aussagen. Nach dem Bau das Gebildes zu
urteilen; kommt ilirn cine weitgehende Expulsions- und Retractionsfahig-
keit zu.
6. Mesira calolepis C. B. 1913.
Syn. Pscudosira (Mesira) calolepis Borner 1913.
Fundorte: Tjibodas. Unter abgefallenem Laube am Boden im Urwald.
15. VIII. 21. 1 Exemplar.
id. Auf Gestrilucli im Urwald gekotschert. 19. VIII. 21.
Wai Lima (Sumatra) In der Umgebung des Zeltlagers im Urwald.
14. XI. 21. 1 Exemplar.
Grosse der Ticre: 1,5 — 2,5 mm.
Farbung hell strohgelb, die kleinen Exemplare fast pigmentlos. . Charak-
teristisch ist nur das grosste Exemplar gezeichnet. Antennen nur an der
Spitze mit violettem Fleck, Basis des Ant. I mit Ring. Kleine Flccke apical
an Ant. I, II und III. Ommenfleck gross, dunkelblau. Von ihm aus geht
ein femes Connectiv zum Frontalocellus. Seitenrander von Th. II, III und
Abd. I mit schmalem, blauem Langsband. Grosser Fleck an den Seiten von
Abd. Ill und dem Furcal-Genitalsegment. An den Beinen finden sich Pig-
mentspangen an den Tibiotarsen (je c.ine an Bein I und II and 2 an III)
und distal an den Femora II und III. — Das kleinste Tier ist fast pigmentlos.
Alle besitzen ein starkes braunes Schuppenkleid.
E. IIandschin: Collembolen far Sundainseln.
239
Masse.
Ant. I. II. III.
IV.
Total.
Kopf.
Th. II.
III. Abd. I.
II.
in.
IV.
V.
VI
Exp. I
8 12
11
16
47
22
17
10
5
10
! 8
38
8
4
II
20 30
27
37
114
40
25
17 1
8
14
14
57
10
5
III
35 43
38
45
161
45
28
15
1 1
8
15
15
70
; 15
5
Fig. 17 — 22. Mcsira calolepis C. B. 17. Habitus. 18. Antennalorgan III. 19. Ende
von Ant. IV. 20. Klaue. 21. Mucro. 22. Schuppen.
Wie aus den vergleichenden Masszalilen hervorgeht, sind die Antennen
ca. 3 Mai langer als der Kopf. Bei den kleinern Formen ist dieses Verhalt-
nis noch nicht ausgepriigt. Stabiler ist die Verhaltniszahl von Abd. Ill : IV.
Es zeigt sieh also auch hier deutlich, dass die Masszahlen Ant.: Kopf nicht
systematise!! verwendet wcrden konnen. (Vergl. Fig. 74) Ant. IV schwacli
geringelt mit retraktilem Endkolben. Antennalorgan III vorhanden, aus 2
gebogenen Sinncsstabchen, 2 kleinen und 2 grossen Schutzborsten. Ommen
8 + — Klauen gross mit 3 Innenzahnen und grossen, „ungleichen Pro-
ximalzahnen,, (Bohner) im untern Drittel der Klauenkante. Empodialanhang
lang und schmal mit innen abgescliragter Kante. Die Ecke derselben steht
240
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
uber dem proximalen Innenzahn der Klaue, bei jungen Tieren auf der Hohe
desselben. Keulenhaar am Tibiotarsus so lang als die Klauenventralkante. —
Mucro vom Entomobryatypus, 2zahnig mit Basaldorn, weit vom geringelten
Dentesteil abgesetzt. Dentes lang fein behaart. Korper und Extremitaten
mit kurzen, anliegenden, Beine dazu noch mit sehr langen abstehenden Bor-
sten. Spatelborsten am T h. II und Abdomenende als Collerette. Beschuppung
an den Antennen bis zum IV. Oliede reichend, Kopf und Leib dicht, Beine
und Antennen sparlicher beschuppt. Schuppen spitz, stark nach Siraart ge-
rippt, braun gefiirbt.
7. Lepidocyrtinus taeniatus n. sp.
Fundorte: Wai Lima (Sumatra) in der Umgebung des Zeltlagers im Urwald
28. XI. 21. 3 Exemplare.
Diagnose: Lange der Tiere 1,6 — 2,4 mm. Fiirbung hell strohgelb mit
dunkclblauen Zeichnungen. Diese umfassen auf dem Kopfe neben den Om-
menflecken eine breite Binde vor denselben und ein Connektiv zum Frontal-
ocellus. Th. II ist ganz hell, Th. Ill am Hinterrand und ventral dunkelblau.
Auf dem Abdomen erstreckt sich die Pigmentierung von Abd. I iiber die
Fig. 23 — 27. Lepidocyrtinus taeniatus n. sp. 23. dunkle Form, Habitus. 24. Helle
Form, Habitus. 25. Klaue. 26. Mucro. 27. Schuppen.
E. Handschin: CoTlembolcn der Sundainseln.
241
Mittc von Abd. IV, dorsal-ventral stets an Starke zunehmend. Der Rucken
ist stets heller bis farbstofflos. Die Antennenglieder (I — III) sind mit einer
ventralen Linie und apicalem Farbringe geschmuckt. Leider fehlt das IV
Glied bei den Exemplaren, dock ist beim grossten Tiere einerscits ein Rcge-
nerat vorhanden, das einheitlich blau tingiert ist. Dunkelblau ist ferncr der
Ventraltubus, das III. Beinpaar bis zum Tibiotarsus und die Dentes.
Antennen 4gliedrig, Ant. IV geringelt. Apicalpapille vorhanden. Das
Antennalorgan Ill konnte nicht nachgewiesen werden. Ant. I:II:III:IV =
20:25:20:56 (fur IV Masse des Regenerates). Kopfdiagonale 35. Ommen
8+8. — Th. II :1 II : Abd. I :II :III :1V :V :VI = 18 :10 :10 :15 :15 :57 :10 :5. Bei
einem kleinern Tiere verhalt sich Abd. III:IV = 10:35. — Tibiotarsus mit
breitern Keulenhaar, daneben Fiederborsten und grosse Rundschuppen. Auf-
fallend sind sehr lange und feinc Borsten auf der Innenseite der Bcinc. —
Klaue mit 3 Innenzahnen in %, % und % basal-apical Distanz. Pseudonv-
chien anliegend. Empodialanhang lanzettlich, mit abgeflachter Innenkante.
Manubrium: Dentes = 35:55. — Dentes geringelt, dorsal dicht beschuppt,
ventral behaart. Mucronen sichelformig, scharf vom geringelten Dentesteile
abgesetzt und von gefiederten Borsten iiberragt. Korper dicht mit braunen
Rundschuppen bedeckt. Solche finden sich auck an Ant. I und II sowie an
den Beinen. Ilaare an den Extremitaten besonders lang. Spatelborsten am
Ende des Abdomens und nach den vorhandenen Resten zu urteilen auch an
Th. II als Collerette.
Beim grossten Exemplare zeigt im iibrigen die Farbung auf Abd. IV. ein^
Modification. Die vordere dorsale Partie des Segmentcs ist unpigmentiert,
sod ass einc mediane, blaue Querbinde liber den Leibesring entsteht.
Lepidocyrtus Bourl.
Echte Lepidocyrtus-Arten fanden sich nur 2 verschiedenc Exemplare in
dem Materiale. Da ihrc Identification sehr schwer ist, stelle ich sie in der
Beschreibung zuriick, bis ein grosseres Material die Bestimmung gestattet.
8. Acanthurella javana C.B. 1906.
Syn.: Lepidocyrtus (Acanthurella) javana Borxer 1906.
Lepidocyrtus javanus Imms. 1912.
Fund or te: Tjibodas. Zwischen abgefallenem Laub-Detritus in dem von epiphy-
tischen Farnen (Asplenium nidus) gebildeten Bechern im Urwald.
14. VIII. 21. 1 Exemplar.
Lange des Rumpfes 2,6 mm. Farbung des eonservierten Exemplares gelb-
lich, die Ommenflecke sind schwarz, — die Fiihler voin 2. Gliede an distal
violett, ebenso die Beine, nach der Spitze hin dunkler werdend. Ant. I :II :III :
IV = 11:20:13: 22. — Das 3. Glied ist also kiirzer als das zweite. Antenne zu
Kopfdiagonale = 66 : 40. Kopf stark geneigt, unter das Mesot bora cal segment ein-
gezogen. Th. II : III : Abd. I : II : III : IV : V : VI = 30: 13 : 12 : 12 : 12:60:8:4.—
16
242
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Die tibiotarsale Spiirborste scheint abgefallen zu sein, wenigstens fehlt sie
meinem Tiere. Klaue mit 2 Innenzahnen in y3 und % basal -apical Distanz.
Pseudonychien gross, ca. y3 der Klauenventralkante. Empodialanhang um
Y3 kiirzer als die Klaue, schmal, lanzettlich, oline Bewehrung. Manubrium
langer als die Dentes (40:45) am Ende mit ventralem starkem Dornenkranz.
Dentes mit langer ventraler Dornenreihe aus einspitzigen Dornen. Sie reiclit
bis in die Nahe der Mucronen. Mucro mit zwei grossen Zahnen und starkem
Basaldorn, von gefiederten Borsten iiberragt. Dorsal sind die Dentes stark
beschuppt. Extremitaten sind dieht behaart mit kurzen anliegenden und lan-
gen abstehenden Borsten. Die letztern finden sich namentlich an Antenne,
den Beinen und ventral an der Furka. Am Mesothorax und Ende des Abdo¬
mens sind sie nicht mehr deutlich vorhanden. Der gauze Kbrper ist dieht be¬
schuppt, ebenso die Beine und Furka. An den Antennen reichen die Sell up-
pen bis zum Ende von Ant. II. Sinnesorgane an Ant. Ill und IV wurden
nicht aufgef unden.
Pig. 28 — 31. Acanthurella javana C. B. 28. Habitus. 29. Klaue.
30. Bedornung der Dentes und des Manubriums. 31. Mucro.
Die Form.stimmt mit der seinerzeit von Borner gegebenen Beschreibung
der Art iiberein. Seine Typen stammten vom Salak (Java).
E. Handschin: Collembolcn der Sundainseln.
243
9. Acanthurella amethystina n. sp.
Fundorte: Tjibodas. Unter abgefallenem Laube am Boden. Urwald. 15. VIII. 21.
1 Exemplar.
Unter durren Blattern am Fusse eines grossen Baumea im
Urwald gesiebt. 19. VIII. 21. 1 Exemplar.
Am Wege von Kandang Badak nacli Tjibodas, 2000 m im Urwald auf
Gestriiucli gekotschert. 28. VIII. 21. 1 Exemplar.
Diagnose: Grosse der Tiere (Rumpflange) 0,95 — 1,53 mm. Farbe
blass strohgelb mit leiehter, blauer Pigmentierung. Diese umfasst die An-
tennen, apical an jedein Gliede stark eindunkelnd, sie ist sclivvach auf Wan gen
und Schnauze und farbt die Seiten von Th. II — Abd. IV. Auf dem letzten
Segmente erstreckt sie sich bios auf die vordere Halfte, dehnt sich hingegen
auf Abd. I und II zu feinen Hinterrandbinden aus. An den Beinen zeigen
Femora und Tibiotarsen eine proximal-distal starker ausgepriigte Farbung
(besonders stark an Femur III). Ommen 8 -f- 8 auf dunkelblauen Flecke.
Exempl.
Masse :
Ant. I.
II.
III.
IV.
KD.
Abd. III.
IV.
Ma.
De.
1
7
11
8
15
25
6
36
27
20
2
7
12
10
20
30
7 !
42
30
30
3
8
14
14
22
32
7
45
30
30
Die Klaue ist lang und schlank, sie ist mit 2 Innenzahnen bewehrt. Die
Pseudonychien sind klein und scharf. Empodialanliang lang, lanzettlich mit
abgeschragter Spitze. Das tibiotarsale Spiirhaar ist so lang als die Klauen-
Fig. 32—35. Acanthurella amethystina n. sp. 32. Habitus. 33. Klaue. 34. Dentes-
bedornung. 35. Mucro.
244 Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
ventralkante. Ihm gcgeniibcr stcht eine unbewimperte Spitzborste. Manu¬
brium distal mit langcn dornartigen Borsten, die sich auf den Dentesteil
fortsetzen und dort eine lleihe bilden. Mucro schlanker als bei javana , im
Bau aber typiseh. Dentes und Manubrium ventral lang behaart.
Die Form ahnelt im allgemeincn der javana C. B., ist jedoch graciler
und namentlich durch Klauen und Mucronenbeschaffenheit sowie dureh die
Fiirbung von ihr verschieden. Es besteht nun allerdings die Moglichkeit,
dass sie spater einmal zu ciner der vielen ScHaFFERschen Arten zu ziehen
ware, falls die Revision dieses Materiales Arten mit Dentaldornen ergeben
sollte. Bis jetzt wird jedoeh diesem Merkmal in alien Diagnosen kein Augen-
merk geschenkt. Das kleinste Exemplar der Sammlung weieht insofern von
den ubrigen ab, als es bis auf laterale Flecken auf Abd. IV am Korper fast
unpigmentiert erscheint. Ganz schwache Spuren von Farbstoff zeigen sich
an den Korperseiten und am Ende des letzten Abdominalscgmentes. Es
scheint also mit dem Alter der Tiere die Pigmentierung zuzunehmen, ahnlich
wie bei den europaischen Orchesella - und Entomobry a- Arten.
10. Heteromurus (Alloscopus) tenuicornis C. B. 1906.
Syn.: Heteromurus (Alloscopus) tenuicornis Borner 1906.
Heteromurus tenuicornis Imms 1912.
Fundorte: Tjibodas. Unter abgefallenem Laube am Boden, Urwald. 15. VIII. 21.
1 Exemplar.
Unter den dlirren Blattern am Fusse eines grossen Baumes
im Urwald, gesiebt. 19. VIII. 21. 2 Exemplare.
Grosse der Tiere IV2 — 2 mm. Fiirbung gclblich bis auf den einzelnen
rotlich pigmentierten Ocellus jederseits. Ant. I : II : III : I V: V = 3 : 6 : 9 : 12 : 17,
etwa 21/2 Mai solang als die Kopfdiagonale. Das letzte Antennenglied ist
stark geringelt, jeder Ringel mit wirtelig gestelltem Haarkranz. Ant. Ill
mit typischem Antennalorgan, distal eben falls noch geringelt. Kopf mit
1 -f- 1 Ommen. Die Korpersegmente sind unter sich fast von gleieher Lange
(12:11:8:11:11:16:6:4). Klauen schlank mit 2 Innenzahnen in % und %
basal-apical Distanz. Der Basalzahn ist besonders stark entwickelt. Aussen-
zahn und Empodialborste ebenfalls vorhanden. Empodialanhang lanzettlich
mit lamellenartigem Aussenzahn. Keulenhaare am Tibiotarsus konnten keine
gefunden werden. Die Dentes zerfallen in ein kleines basales und ein liingeres
eigentliches Zinkenstuck. Sie sind basal mit einer Reilie von ca. 20 starken
Dornen bewehrt, — solche finden sich auch auf dem Basalstuck in einer
Querreihe. Dentes stark geringelt, Ringelung langsam in den Mucroteil
libergehend. Mucronen 2zahnig, ohne Basaldorn.
Die Korperbcdeckung besteht aus Fiederborsten, die an Th. II und Ab-
domenende spatelartig entwickelt sind und eine Collerette bilden. Die
Schuppcn sind fast rund, hyalin und fein pubescent.
E. Handschin : Collcmbolcn der Sundainseln.
245
Fig. 36 — 40. Alloscopus tenuicornis C. B. 36. Ant. Ill mit Antennalorgan.
37. Schuppen und Borsten beim Ocellhs. 38. Klaue.
39. Dentalbedornung. 40. Densende mit Mucro.
Cremastocephalus Schott. 1896.
Das Genus Cremastocephalus wurde 1896 von Schott aufgestcllt. Als
Typus gilt seine Art trilobatus aus Californien. In der Folgezeit wurden
mehrere Arten aus den verschiedenen Kontinenten beschrieben, jedoch des
oftern wieder vereinigt. Schott bringt 1901 af finis Fols. (1899) mit celeben -
sis ScHaFF. (1898) zusammen und Borner schreitet 1909 sogar zur Einbezie-
hung von affinis Fols., bicinctus C. B. (1909) und trilobatus Schtt. 1896 in
den gleichen Formenkreis. Das letztere scheint mir nun zu weit gegangen.
Wir mussen hier, wie bei andern Genera, wo sicli die einzelnen Arten eben-
falls n;cht morphologisch differenzieren lasscn, typische Farbungsunterschiede
zur Artentrennung heranziehen, namentlich wenn es sich uni raumlich weit
getrennte Funde handelt. Ob die Tiere als Arten oder specielle Formen auf-
gefasst werden diirfen, mussen spatere Untersuehungen zeigen. Der Syste-
matiker hat nur die Pflicht, das ihm vorliegende Material so zu ordnen, dass
es spatern Untersuehungen als Unterlage dienen kann. Erst ein genugend
grosses Material wird definitiven Aufschluss in die direkten Zusammenhange
der einzelnen Formen liefern. Bis ein solehes aber zur Verwertung gelangt,
246
\
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
mussen die einzelnen geographisch geschiedenen Formen bei noch so kleinen
Ungleichheiten aueh system a tisch geschieden werden.
Ritter (18), der seinerzeit die Ausbeute Uzels von Ceylon bearbeitetc,
beschrieb eine Pericrypta sulcata , die nicht s andres als eine Cremastocephalus-
Art darstellt. Leider zeugt seine Arbeit von grosser Unkenntnis der Literatur.
Die wichtigsten Arbeiten Tiber Tropeneollembolen scheinen ihm nnbekannt zu
sein (Schott 21, 22, 23, 25, 26, Sch&ffer 20, Folsom 8, 9) und Borners
Arbeit (3), scheint er nicht verstanden zu liaben. Sonst ware er nie dazu
gekommen dieses Genus aufzustellen und die vielen synonymen Arten zu
schaffen.
Ob die von Olfers beschrieben Bernsteinformen zu trilobatus Schott zu
stellen sind und ob sie uberhaupt in das Genus Crc'mxistocephulus hineinge-
lioren, muss aucli erst durch erneute Untersuchung erwiesen werden.
Durch die Priifung des vorliegenden Materials ist es mir gelungen, fiir
Cremastocephalus auch ein bestimmt geforintes Genitalfeld naehzuweisen, das
vielleicht systematische Bedeutung erlangen mag. Es besteht wie bei Sira
aus einem Ringwulst, der aber bier nicht in einzelne Papillen aufgelost ist.
Dicser Wulst tragt einen Kranz langer spitzer Dornen. In der Mitte des
Organs findet sich dann eben falls wie bei Sira ein kleiner Genitalkegel, auf
dessen Spitze der Genital porus mundet.
In meiner Sammlung unterseheide ich 3 Formen. Eine helle, durchaus
unpigmentierte Art zeigt Uebergange zu einer lateral blau gebanderten. Ich
spreehe sie als celehensis ScuaFF. an. Eine weitcre zeigt Beziehungen zu
bicinctus aus Japan — cingulatus n. sp. und die drittc endlich — obscunis
n. sp. scheint von beiden etwas abseits zu stehen.
11. Cremastocephalus celehensis SchSff. 1898.
Syn.: Cremastocephalus celehensis Schaffer 1898, Schott 1901, 1917.
Imms 1912. Borner 1913.
Cremastocephalus af finis Folsom 1899. Borxer 1909.
Fundorte: Tjibodas, am Wege von Kandang Badak nach Tjibodas, 2000 m. Im
Urwald auf Gestrauch gekotschert. 25. VIII. 21. 3 Exemplare.
Wai Lima. Sumatra. In der Umgebung des Zeltlagers im Urwald.
24. und 27. XI. 21. 2 Exemplare.
Depok. 1 Exemplar.
Grossc der Tier© lx/2 — 2 mm. Farbe strohgelb. Spitze von Ant. IV und
III, Wangen und eine laterale Binde von Th. II — Abd. V blau. Pigment sich
oft tergolateral ausbreitend. Ommenfleck dunkelblau. Antenne viol langer
als der Kopf. Bei einem grossen aber defekten Exemplare zeigen Ant. I und
II ein Verhaltniss von 36:77, bezw. 53:105, der Kopf dagegen misst nur 27,
der Rumpf 93 Einheitcn. Sie diirften demnach 2 y2 — 3 mal die Korperlange
crreichen. (Bei einem kleinern Exempare sind die Langenverhaltnisse der
Antennenglieder Ant. I:II:III:IV = 28:28:25:42. — Kopf = 22, Korper
E. IIandschin: Collembolen der Sundainseln.
247
70). — Th. II : III : Abd. I : II : III : IV : V : VI = 17:10:7:10:3:40:6:4. Em
Antennalorgan konnte nicht wahrgenommen werden, dagegen tragt Ant. IV
einen Endkolben und zeigt eine feine Ringelung angedeutet. — Tibiotarsus
mit langem Keulenhaar. Klaue mit feinem Basal- und apicalen Innenzahn.
Empodialanhang auf dcr Innnenkante schrag abgestutzt. Innere Ecke fein
zahnformig ausgezogcn. Mucro breit dreilappig. Dentes mit der grossen,
charakteristischen Blasenschuppe. Manubrium kiirzer als Dentes (28:36).
Korper sparlich behaai’t. Haare anliegend, auf den Extremitaten aber mit
langen abstehenden Spitzborsten und am Abd. IV — VI mit langen, feinen,
allseitig gewimperten Bothriotrichen durchsetzt.
Fig. 41 — 43. Crcmastoccphahis cclcbcnsis SeHaFF. 41. Habitus. 42. Mucro.
43. Abdominale Behaarung mit Bothriotrichen.
Besonders interessant sind auch einige junge Tiere, die nach iliren mor-
phologisehcn Eigenschaften zu celebensis zu rechnen sind. Bei den kleinsten
Stadiqjn ist Ant. Ill noch deutlich langer als Ant. II. (5:10:12:21) und ihre
Gesamtlangc erreicht kaum die Korperliinge (48:48 oder 45). Bei den gros-
sern Tieren beginnt dann das zweite Antennenglied an Lange zu dominieren
und die Gesamtlange iiberschreitet die Korpermasse bei weitem (40:30, oder
28:25, — 123:70 bezw. 149:80). Auch die Masse von Abd. III:IV zeigen
ahnliehe Wachstumsschwankungen. Sie sind fur die kleinsten Formen 2:19,
i'iir die grossten aber 2:35. Die Antennen sind in der Jugend viel starker ge-
ringelt, Muero und Klauen jedoch von gleielier Beschaffenlieit.
248
Treubia Vol. VI, Live. 3 — 4.
12. Cremastocephalus cingulatus n. sp.
F u n d o r t. Wai Lima, Sumatra. In der Umgebung des Zeltlagers im Urwald.
28. IX. 21. 1 Exemplar.
tf anubr <’*"*•
Fig. 44—49. Cremastocephalus cingulatus n. sp. 44. Habitus. 45. Klaue. 46. Mucro,
seitlich. 47. Mucro von vorne. 48. Genitalfeld von unten. 49. Genitalfeld seitlich.
E. Handschin: Collembolen der Sundainseln.
249
Diesc Form steht habituell der vorigen nahe. Sie unterscheidet sich aber
vou derselben durch ihre Grosse und Farbung, ahnlich wie unsere typischen
Orchesella und Eniomobrya- Arten sieh von einander differenzieren.
Diagnose: Lange 2,5 mm. Farbe hellgelblich mit blauem Pigment.
Solches findet sich als breite apicale und basale Hinge an Ant. I und II. Am
Kopf sind die Ommen und Stirn, die Wangen und die Schnauze blau. Th.
Ill und Abd. I ganz blau. Auf Abd. IV cine breite Querbinde und ein Saum
am Hinterrand dunkel gefarbt. Abd. V mit Hinterrandbinde. Dunkelblau sind
ferner die distalen Enden der Femora II und III. Das erste Bein ist nur
sehr leicht tingiert. Die Ventralseite des Korpers weist diffuse, scliwach
blauliche Tonung auf.
Masse: Ant. I : II: III: IV = 60:125:?:?. Kopf = 35. — Th. II: III:
Abd. I :II :III :I V :V :VI = 20:9:6:15:3:60:10:6. — Manubrium: Dentes =
40:50. — Klaue mit starkem Basal- und feinem Apicalzahn. Empodialanhang
innen ebenfalls gestutzt und mit Eekzahnehen. Keulenhaar am Tibiotarsus
lang und stark. Mucro breit 3zahnig, Dentes mit Blasenschuppe. Behaarung
aus eng anliegenden, kurzen, und langen abstehenden Borsten. Abdominale
Bothriotriche ebenfalls vorhanden.
Besondere Erwahnung verdient hier das Genitalfeld. Um einen centra*
len Porus zieht sich ein Ringwulst. Dieser triigt cine Reihe kraftiger Dornen,
die aber im Gegensatz zu Sira nicht durch besondere Papillen des Wulstes von
einander geternnt werden.
13. Cremastocephalus obscurus n. sp.
Fundort: Wai Lima, Sumatra. In der Umgebung des Zeltlagers im Urwald.
27. XI. 21. — 2 Exemplare, 28. XI. 21. — 3 Exemplare.
Mit obscurus bezeichne ich cine Crcmastocephalusform, die sieh namentlich
durch ihre schone Farbung auszeichnet und von den iibrigen unterscheidet.
Die Griinde, die mich zu diesem sonst verponten Schritte verleiten, Arten
nach ihrem Farbkleide zu benennen, habe ich wciter oben schon dargelegt und
gerechtfertigt. Fur die genaue Systematik erachte ich auch hier eine Ab-
trennung notwendig.
Diagnose: Grosse der Tiere IV2 — 2 mm. Ant. I : II : III : IV = 43:75:
?:?. — Kopf 30. — Abd. Ill: IV = 2:50. — Ma.s De. = 30:42. — Farbe
gelblich, seltener rotlich. Ommenfleck dunkelblau, cbenso Stirnocellus, AVangen
und Flecken an der Kehle. Laterale Tergitgrenzen fein blau gesaumt. Rumpf
ventral stark blau. Abd. Ill und IV lateral mit grossen Flecken, die sich
seitenbindenartig ausdehnen konnen. Abd. V mit Flecken an den Seiten und
am Hinterrand. Subcoxcn, Coxen und Trochanteren mit blauen Spangen.
Solche finden sich auch in der Zweizahl an den Femora und Tibien. Der
Innenzahn an den Klauen ist sehr scliwach ausgebildet, sonst stinunt diesel-
be im Bau wie der Mucro mit den Iibrigen Formen uberein.
250
Treubia Voi». VI, Livr. 3 — 4.
Eng an Crenvastocephalus schliessen sich Paronella nnd ihre verwandten
Formen an, die sieh alle durch ihre plumpen, dieken Dentes nnd Mucronen,
insbesondere aber durch ihr Schuppenkleid auszeichnen. Auch bier sehe icli
mieh genotigt. nach vergleichen des Material es mit den schon bestehenden
Arten eine Revision und Aufteilung vorzunehmen, die zu einer Sonderung
der Formen in naturliche und zugleich auch geographisch gesonderte Gruppcn
fxihrt.
Das Genus Paronella wurde 1893 von Schott aufgestellt. Er bezeiclinet
damit Formen mit dieken Dentes und breiten 2zahnigen Mucronen vom
Typus seiner Art fusca. In die gleichc Gruppe hinein gehoren die gleich-
zeitig bes.chriebenen Trichorhypha und Campylothorax. Wahrend Campy -
lothorax durch aberrante Mucronen und den eigentumlich vorgczogcneu
Metathorax als cigene Art gut umschrieben ist, wurde 1898 Trichorhypha von
SciiaFFER mit Paronella vereinigt. 1903 fasste dann Schott in einer Mono¬
graphic die bereits bekannten Arten zusammen, u.a. auch einige von Parona
als Entomobrya identifieierte Arten. Hier treten uns nuif zum ersten Male
Arten mit ausserordentlich langen Antennen und 6zahnigen, klotzartigen
Mucronen entgegen, die wenn auch in der Gestalt von der ursprunglichen
fusca sehr verschieden, doch in der Folgezeit stets im Genus Paronella be-
lassen warden. Auch das bereits erwahnte RiTTERsche Genus Pericrypta
diirfte in fasciaia nach dem Mucro zu beurteilen eine echte Paronella ein-
schliesscn. — Inwiefern die Beibehaltung dieses Genus durch Schott fiir seine
mjobergi berechtigt ist, miissen weitere Untersuchungen zeigen. Besser
fundiert ist die Stcllung von Dicranocentroides und Idiomenis Imms (1912),
von denen die erstere zu Paronella , die andere aber zu Campylothorax hin-
neigt.
Ohne auf die Diagnosen der einzelnen Genera niiher einzutreten, muss
ich darauf hinweisen, dass einige Missverstandnisse in der Auffassung spe-
cieller Organe und Merkmale auch hier einige Unklarheit geschaffen haben.
Bei ScHaFFER (1898) finden wir als Unterschied von Paronella und
Campylothorax „das Fehlen des schuppenformigen Anhanges”
am Ende der Dentes bei den erstern angegeben. Vergleichen wir die beiden
Originaldiagnosen, so geht aus den bcigefugten Zeichnungen mit aller Deut-
lichkeit hervor, (lass die Autoren darunter eine Dental-, bezw. Mucronal-
schuppe verstanden haben, die sich am dorsalen, also ventralstandigen Teile
des Mucro anheftet, und die in ahnlicher Ausbildung ja auch bei den
Cyphoderusarten sich wiederfindet. Hier wird sic durch eine grosse, den
Mucro iiberragende Borste oder Schuppenl)orste reprasentiert. Da nun aber
bei Paronellen wie bei den spater entdeckten Cremastocephalusarten neben
dieser Sehuppe ein weiterer ventraler blasenartiger Anhang sich befindet,
wurde bei Unklarheit in der Terminologie, — ventral-dorsal — von Imms dieses
neue Schuppengebilde fur das SCHaFFERsche angesprochen, mit dem os aber
nichts gemein hat. — Wir miissen uns eben bei der Beurteilung der Lage der
F. Handsciiin : CoUembolen der Sundainseln.
251
Furca dieselbe in natiirlicher Ruhelage unter deni Korper und niclit in ge-
streckter Position denken. Die folgende Schcmaskizze mag zur Illustration
des gesagten dienen.
Auch die Auffas-
sung der Mukronen-
anlage muss kriti-
siert werden. Meist
sind die Abbildun-
gen derselben nur
sehr wenig genau
und nieht plastisch
umschrieben. Einzig Borner versucht 1913 eine plastische Deutung derselben
zu geben. (7. p. 57.) Er bildct in der genannten Arbeit den Mucro von
Paronella dubid ab und zwar soli derselbe von der Innenseite geseben ein
zahnartiges Gebilde darstellen, das von einem gezahnten, pseudonyehicnartigen
Mantel umhiillt wird. Diese Auffassung ist unriclitig. Der Mucro der Pa-
ronellen stellt einen starken centralen Klotz dar, dessen ventralc Seite eine
Kante tragt, die sich in 2 — 4 Zahne auflosen kann. Der apieale und laterale
Zahn steht seitlich am Hauptzahn des Mucro, in der Hegel aber niclit auf
gleicher llohe. Beide sind meist lamellenartig entwickelt. Wenn sich nun
die mittlern Partien des Mucro in die Lange strecken und gar noch Torsions-
crscheinungen mitmachen, so kominen Gebilde zustande wie sie bei Campxjlo-
Ihorax anzutreffen sind, Gebilde die nacli den heute bestehenden Abbildungen
aber absolut unverstandlich sind.
Wenn wir nun die
verschiedenen Typen
der Mukronenformen
beim heutigen Genus
Paronella zusammen-
stcllen, so lassen sich
deutlich 3 verschie-
dene Gruppen aus-
seheiden, die sich aber
nicht bios durch diese
differente Mucronen-
beschaffenheit unter-
schei^len, sondern auch durch den ganzen Habitus der einzelnen Formen.
Zur I msclirei bung derselben mochte ich hicr von den compliciertern For¬
men ausgehen. Hire Beschreibungen sind fast ausnalimslos neuern Datums
und deshalb auch in den meisten Fallen, Ritters Pericrypla ausgenommen,
besser und genauer als die der primitivern, zuerst entdeckten.
Diese erste Gruppe zeichnet sich durch die grossen, 6 — 7 zahnigen Mucro-
nen aus. 4 der Zahne stehen auf einer ventralen, medianen Rippe und kon-
nen zum Teil miteinander verschmelzen ( travancorica Imms). Je einer steht
Typus der Mucronenanlage
( Paronella lineata.)
( P. dubia )
Fig. 51.
252
Treubia Yol. VI, Livr. 3 — 4.
auf der Innen- und Aussenseite. Die Dentes sind unbedomt und bei einer Form
sogar unbeschuppt (Subgen. Callyntrura C.B. 1906). Die Antennen dieser
grossten aller Paronellaformen sind sehr lang und in den Basalgliedem be-
sonders stark. Bei dieser Gruppe 1st das Auftreten der dentalen Blasenschup-
pe, ahnlich wie bei Cremastocephalus, fiir einige Formen vielleicht als Merk-
mal einer Untergruppe besonders hervorzuheben. Ohnc diescn Anhang notiere
ich die Arten:
dubia C. B., insignis Imms, longicornis (Oud.) Schtt., anopla C. B.,
Feae (Par.) Schtt., travancorica Imms, florensis (Oud.) Schtt.,
sumatrana (Oud.) Schtt.
Die Blasenschuppe wurdc bis jetzt fiir
boerneri Imms, gracilis Imms, phanolepis Imms und lineata Par. Schtt. (= tar-
sata C. B.)
gemeldet. In der Gruppe der Tiere von einfacherm Baue finden sich 3 Merk-
male. die seheidend fiir die Formen sind:
1. die Beschaffenlieit der Mukronen,
2. die Beschaffenlieit der Dentes und
3. die Ausbildung der Antennen.
Bei Paronella appendiciilata Schtt. finden wir die einfachste Anlage der
Mucronen vor. Zwei niedere stummelartige Zahnc ragen kaum iiber das
Dentesende hervor. Das Gebilde erinnert stark an eine verkiirzte Anlage bei
normalen Entomobryen. Spatcr strecken sich dann die lamellenartigen Zahne
und bilden den typisch klotzigen Mucro bei dem erst ein Basaldorn, nachher
auch noch ein Aussenzahn die Gestalt vervollstandigt.
nach ; Schott,
Schoffer. Borner. Imms.
Borner.
Pseuctoparonella.- Paronella- Aphysa.- Microphysa-
Mucronentypen der alien Gattung Paronella.
Fig. 52.
Diese aufsteigen-
de Linie von 2-
zum 4-zahnigen
Mucro ist nun
aber nicht als ein-
heitliche Linie
der Entwicklungs-
riehting fiir die
hieher gehorenden
Arten aufzufas-
sen. Die beiden andern erwahnten Merkmale, Ausbildung der Antennen und
Beschaffenheit der Dentes, decken sich in ihren Entwicklungstendenzen nicht
mit der oben angefiilirten Reihe. Wenn auch der relativen Lange der erstern
kcinc tiefeinschneidende Bedeutung fiir die Beurteilung systematischer Fragen
zukommt, so ist hier die Anlage der Dentaldornen dafiir aber ein um so wich-
tigerer Faktor. Fiir die Arten mit zweizahnigem Mucro diirfte ihre Anwe-
senheit erwiesen sein. Einzig appendiciilata Schtt. ist nicht auf diesen Punkr
untersucht worden. Das gleiche gilt fiir Pericrypta rnjobergi Schtt. die auch
zu dieser Gruppe gehoren diirfte. Bei den Paronellen mit 3 — 4 zahnigen Mu¬
cronen finden wir nun aber bald Dentaldornen auftreten, bald schwinden und
E. Handschin: Collcmbolen der Sundainseln.
253
das zwar ohne dass das Merkmal mit einer specicllen Verkiirzung der Anten-
nen gepaart ware, welclie rein ausserlich den Tieren sonst einen speciellen
Habitus verleiht. Bevor in dieser Gruppe eine genaue Untersuchung den
feinern Ban des Mucro festgelegt hat, ist eine richtige und natiirliche Auftei-
lung derselben unmoglich. Ganz provisorisch stelle ieh deshalb die Tiere hicr
nach der aufsteigenden Complikation des Mucro, wie er airs der Literatur
ersichtlich ist, in Formenkreise mit 2, 3 und 4 Mucronalzahnen zusammen.
Formen mit 2 Mucronalzahnen:
appendiculata Schtt., sctigera C. B., qucenslandica Schtt., ev. Pericrypta
mjobergi Schtt.
Formen mit 3 Mucronalzahnen :
fusca Schtt.?, nigromaculata Sciitt., dahlii Schuff., picta Sch&ff.
(Nach Sciiotts Abbildungen scheint nigromaculata 4 Zaline zu besitzen.).
Formen mit 4 Mucronalzahnen:
annulicornis (Oud.) Schtt., atrofasciata Schtt.,? fiillebomi C. B.
Um diese Gruppen nun systematiseh auseinander zu halten, mochte ich
eine Neueinteilung des Genus Paronella vorschlagen. Als Typus desselben
besteht Paronella fusca Schott mit den Szahnigen Mucronen. Fiir die Arten
mit stark reduciertem und 2zahnigem Mucro sclilage ich die Bezeichnung
P s e u do pa r on ell a vor, wahrend fur die grossen Arten mit vielzahnigem
Mucro eine Scheidung naeli dem eigen tumlichen Blasenanhang vorgenommen
wurde in M i cr o phy s a und A p h y s a. Synoptisch zusammengestellt
ergibt sich dann folgendes Bild :
1. Mucro klein, 2 — 4 zahnig.
2. Mucro nur 2 zahnig, oft auf einen kleinen Stummel reduciert Dentes
immer (?) mit Dornen bewaffnet . Pseudoparonella n. g.
2*. Mucro 3 — 4 zahnig, mit Oder ohne Dentaldornen. (0 . Paronella Schott.
1*. Mucro gross, 5 — 7 ziihnig.
3. Dentes ohne Blasenschuppe . ApJiysa n. g.
3*. Dentes mit Blasenschuppe . Micropkysa n. g.
Anhangsweisc sei noeh erwahnt, dass die Mucronen bei ein und derselben
Art starken Schwankungen in der Ausbildung unterworfen sein konnen. Diese
betreffen nicht bios das Verschmelzen einzelner Ziihne auf der Ventralkante,
sodass eine einheitliche Leiste entstehen kann, sondern auch Torsionserschei-
nungen des ganzen Kegels und Compressionen desselben, die wahrscheinlich
durch mechanische Einflii^se direckt nach Iliiutungen hervorgerufen werden,
wenn die Chitinisierung noch weich und dehnbar ist.
_
(1) Es wurden unter Paronella hier also Tiere mit Oder ohne Dentaldornen
vereinigt. Diese Unklarlieit in der Umschreibung diirfte sich aber in dem Sinne
beheben, dass aus dem sich haufenden Tropenmaterial spater geniigend Formen dieser
Gruppe sich finden werden, die eine nochmalige Aufspaltung rechtfertigen.
Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen den beiden Hauptgruppen —
PseudoparonellarParonella Aphysa-Microphysa — ist im iibrigen noch die Anwesen-
heit von grossen Rundschuppen bei den erstern; die letztern weisen bios schmale
Haarschuppen auf. (Vergl. die entsprechenden Figuren.).
254
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Genus Pseudoparonella n. g.
Tiere von Pseudosi ra-ahnl i cher Gestalt. Antenne moist kurz, nur Ivor-
perlange erreichend. Ant. IV geringelt. Ant. I — III Schuppen tragend.
Korpcr mit grossen Rundschuppcn. Mucro kurz, 2zahnig
von 2 Kegelborsten liberragt, die an Starke alle andern Dentalborsten iiber-
treffen. Dentes bis zur Spitze bedornt. Dornen an der Spitzc langsam in
die allseitig bewimperten Kegelborsten ubergehend.
Als Typus fasse ich Schotts Paronella appendiculata auf. Allerdings
treten bei dieser Art „bewimperte, lanzettliehe an beiden Enden zugespitzte
Schuppen” auf. Mit der Langenzunahme der Mucronen zeigt sich auch cine
Verlangerung der Antennen ( queenslandica Schtt.) dock bleibt der allgerneine
Bauplan vollstandig gewahrt.
14. Pseudoparonella setigera C. P>. 1906.
Syn.: Paronella setigera Borner 1906. Imms 1912.
Fundorte: Wai Lima. Sumatra. In der Umgebung des Zeltlagers im Urwald.
28. XI. 21. — 2 Exemplare. 29. XI. 21. — 2 Exemplare.
Der von Borner aufgestellten Diagnose sind leider keine Figuren bei-
gegeben. Dieselben sollen hier mit der Rekapitulation der Beschreibung
naehgeholt werden.
Fig. 53 — 58. Pseudoparonella setigera C. B. 53. Habitus. 54. Klaue. 55. Dental-
bedornung. 56. Mucro. 57. Mucro. 58. Schuppen.
JG. Handschin: Cottembolen der Sundainseln.
255
Grosse dcr Tiere 1^2 — 2 mm. Sie sind einheitlicli gelblich gefarbt bis
auf die Spitze von Ant. Ill und das ganze Ant. IV. Pleurale Bander von
Tli. II und III blau gesaumt. Ommenfleck dunkelblau.
Ant. IV geringelt, ohne Endkolben. Ant. Org. Ill aus 2 feinen lateral
liegenden Sinncsstabchen. Ommen 8 8. Klaue basal mit 2 feinen Zahnchen.
Ein solches befindet sich etwa in der Mitte und ein letztes im obern Viertel
der Klaucninnenkante. Lateralzahne klein, an der Basis der Klaue. Empo-
dialanhang innen bogig ausgeschnitten. Klauenhaare am Tibiotarsus von
Klauenlange. Hinterschenkel mit abstehenden, dornartigen, kurzen und langen
Borsten. Dentes mit 2 Reihen langer, spitzer Dornen, die bis zum Mucro
reichen. Dieser kurz, stum melar tig, 2-zahnig von einer loffelartig entwiekelten
Dentalschuppe uberragt. Dentes dorsal besehuppt, ventral stark behaart.
Schuppen breit, rund, an der Ansatzstelle etwas eingebuchtet. Sie sind an
den hintern Segmentgrenzen besonders stark entwiekelt. Ant. I — III be-
schuppt, ebenfalls die proximalen Teile der Beine. — Behaarung nur an den
Extremitaten stark ausgepragt. An den Seiten von Abd. I — V befinden sich
sehr lange, allseitig bewimperte Bothriothriche.
15. Pseudoparonella incerta n. sp.
F u n d o r t: Wai Lima, Sumatra. In der Umgebung des Zeltlagers im Urwald.
28. XI. 21 — 1 Exemplar.
Die Form steht der vorigen sehr nahe, sie untersclieidet sich aber von
dcrselben durch die uberaus dichte Behaarung, die verschiedene Anlage der
Mucronen und die Farbung.
Liinge V/% — 2 mm. Farbe hell gelblich. Ventral-
^ seite mit breitem blauem Streifen, der auf die late-
9 o o o9o o ralen Partien der Tergite ubergreift. Blau ist aucli
der Vorderkopf mit den Ommen, und dem Stirnfleck,
Fig. 59. Pseudoparonella dann die proximale Halfte der Tibiotarsen und die
incerta n. sp. Mucro. distalen Enden der Antennenglieder. An den Fe¬
mora befindet sich nur ein distaier Fleck, der an Bein III am starksten aus-
gebildet ist. Ebenso sind dort Trochanter und Coxen dunkel gefiirbt. Ex¬
tremitaten ausserordentlich dicht, braun behaart. Die Klauen sind wie bei
der vorigen Art ausgebildet. Dentes mit 4(?) Dornenreihen. Mucro plump,
mit 2 Zahnen. Zwischen denselben sitzt apical ein kleiner Dorn und ein
ebensolcher befindet sich an der Basis auf der Aussenseite.
Genus Paronella Schott.
Der Originaldiagnose Schotts ist bios beizufiigen, dass auch die Klaue
im apicalen Teile zahntragend ist. Als Charakteristicum mag die Mucronen-
beschaffenheit gelten. Es sind bei den Paronellen immer 3 — 4 Mucronalzahne
vorhanden. Mit der Complication der Mucronenanlage sehen wir cine Verlan-
256
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
' gening der Antennen und das Schwinden der Dentaldornen Hand in Hand
gehen. Die betreffenden Formen, fiir die das zutrifft (chili Hi und picta
ScHaFF.), bediirfen aber noch einer eingehenden Revision zur Bestatigung
dieser These.
16. Paronella annulicornis (Oud.) Schtt. (1891) 1903.
Syn.: Sira annulicornis Ocdemans 1891. Imms 1912.
Paronella annulicornis Schott 1903.
F u n d o r t: Am Wege von Kandang Badak nach Tjibodas. 2000 m. Im Urwald
auf Gestrauch gekotschert. 25. VIII. 22. 5 Exemplare.
Lange: 1,2 — 1,5 nun. Farbung hellgelb. Ommenflccke blausehwarz. Von
ilrnen gehen dunkle Zeichnungselemente zum Stirnfleck. Alle Antcnnenglie-
der distal mit blauem Ring, der gegen die Basis hin diffus auslauft. Charak-
teristisch sind ein blauer Fleck auf Abd. IV, lateral vor der Mitte des Seg-
mentes gelegen. Er ist in der Regel schwach pigmentiert und kann auch
feblen. (Vergl. Habitusbild von Schott, 25). Masse: Ant. I: II: III : IV = 11 :
16:15:23. Kopfdiagonale = 30. Abd. Ill :1V = 8:40. Ma.: I)e = 35:38.
Rumpflange = 105. Auffallend ist die kurze Antenne im Verhaltnis ziun
Fig. 60 — 63. Paronella annulicornis Schtt. 60. Klaue. 61. Dentaldornen.
62. Mucro. 63. Schuppen.
Korper. Die ganze Form erinnert in ihrem Habitus stark an Mesira odei
Lepidocyrtus. — Tibiotarsales Spiirhaar solang als die Klaue. Diese mit gros-
serm Basal- und 2 feinen Distalzahnen. Empodialanhang innen schrag abge-
stutzt. Dentes dick, plump, bis zum Mucro hin mit 2 Reihen langer, starker
Dornen. Dorsal sind die Dentes beschuppt, ventral behaart. Mucro breit 4-
zahnig. Zwei der Zahne sind auf der Ventralkante und besonders stark aasge*
bildet , einer gleicht einem Basaldorn und der vierte ist lamellenartig auf der
Aussenseite angelegt. Fine lange Dentalborste liberragt das Gebilde. Kor¬
per dicht mit grossen runden Schuppen bedeckt. Extremitaten mit Ausnahme
der Furca schuppenfrei.
E. Handschin: Collembolen der Sundainseln ,
257
Genus Microphysa n. g.
Grosso Formen von uber 3 mm Korperlange. Mesonotum nicht vorragend.
Antennen immer sehr lang, die Korperlange urn mehr als das Doppelte iiber-
ragend. Dentes plump, oft bedornt, mit klotzartigen Gzahnigen Mucronen.
Distales Dentesende ventral mit einer blasenartigen Auftreibung (Blasen-
schuppe). Als Typus erwahne ich Paronella lineata (Par.) Schtt. Allc
Arten sind dieht mit langen, schmalen, beidscitig zugespitzten Schuppen be-
deckt, die in ihrer Anlage sich langsam aus den verbreiterten Korperborsten
entwickeln.
17. Microphysa vestita n. sp.
Fundort: Am Wege von Kandang Badak nach Tjibodas, 2000 m. Im Urwald
auf Gestrauch gekotschert. 25. VIII. 22. — 3 Exemplare.
Diagnose: Grosse der Tiere 3 — 3 y2 mm. Die eigentiimliche Fiirbung
ist sehr bezeichnend. Kopf, Th. I — Abd. Ill, Ventraltubus, Subcoxen, Coxen
und Troehanteren aller Beine vollstiindig dunkelblau. Sonst findet sich blaues
Pigment nur sehr sparlich und diffus als Ringe an Ant. Ill und II. Ant. IV :
Fig. 64 — 66. Microphysa vestita n. sp. 64. Habitus. 65. Klaue. 66. Mucro.
an der Spitzc angedunkelt. Femora distal, Ti bio tarsus in der Mitte mit blaucr
Spange. Der iibrige Korper ist vollstandig pigmentlos, weiss. Masse: Ant.
I :II :III :IV = GO :G0 :40 :115. Kopf =- 50. Th. II :III : Abd. I :TI :III :IV :V :
17
258
Tbeubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
VI = 30: 17 : 8 : 12: 8 : 73 : 10 : 5. — Klaue mit 2 lateralen und einem Innenzahn
( y2 und % apical-basal Distanz). Pseudonychien vorhanden. Empodialanhang
lang mit spitzer lnnenccke. Mucro mit starken fliigelartigen Aussen- und
Innenzahnen. Ventralrippe mit 4 Zahnen, deren einzelne die Tendenz zur
Auflosung in mehrere Spitzen zeigen. Schuppen lanzettlich. Neben denselben
lange Ilaare und bewimperte Bothriotriche. Thoracalc Schuppen besonders
gross und lang. Audi Ant. I und II sind bcschuppt.
18. Microphysa lineata (Par.) Schott (1892) 1903.
Syn.: Entomobrya lineata Paroxa 1892.
Paronella lineata Schott 1903.
? Paronella tarsata Borner 1906. Imms 1912.
Pundorte: Tjibodas. Auf Gestrauch im Urwald gekotschert. 19. VIII. 21.
lebend gelbgriin. — 15 Exempl.
26. VIII. 21. — 4 Exempl. 22. VIII. 21. — 1 Exempl.
Unter abgefallenem Laub, im Urwald. 15. VIII. 21 — 2 Exempl.
in zusammengeschlagenen Blattern auf Gestrauch.
13. VIII. 21. — 1 Exemplar.
Weg von Kandang Badak nach Tjibodas. 2000 m. Im Urwald auf
Gestrauch gekotschert. 25. VIII. 21. — 2 Exempl.
Depok, Java. — 3 Exemplare.
Wai Lima. Sumatra. In der Umgebung des Zeltlagers im Urwald.
14., 24., 27. und 28. XI. 21 — zusammen 8 Exemplare.
ibid. Lichtfang beim Zelt. 12. und 18. XI. 21. — 3 Exempl.
Unter dieser Form ist auch Borners tarsata zu verstehen. Bei ihrer
Aufstellung scheint der genannte Autor Schotts Arbeit nicht bcriicksichtigt
zu haben. Indessen wird 1913 in der verbesserten Diagnose die verwandt-
schaftliche Beziehung zu Cremastocephalus crvvahnt und auf den blasenartigen
Anhang am Dentesende hingewiesen. Ein grosses Material ermoglicht nun
die genaue Idontificierung beider Formen, die, wie ein Vergleichen der Fi-
guren von Schott und Borner, sowie der begleitende Text erweisen, sicher
zusammengehoren, — beide stellen extreme Fiirbungstypen ein und derselben
Art dar.
Die hellsten Tiere entsprechcn der Diagnose Borners. Bei ihnen ist die
Grundfarbe gelblicli. Blau sind die Ommen, ein Zugelband zur Schnauze
und der Antennenbasis. Die Wangen sind nur leicht pigmentiert. Pleurale
Riinder von Th. II und III bis Abd. II fein dunkel gesaumt. Leicht purpurn
gefiirbt sind Seitenstreifen auf Abd. IV, die Hinterecken auf Abd. V und ein
medianer Fleck auf VI. An den Extremitaten findet sich die Farbe als Ringe
distal am Femur aller Beine und als Mittelspange an den Tibiotarsen.
Mit zunehmendcr Dunkelfarbung treten dann Pigmenteinlagerungen in
den Trochanteren und proximalen Beingliedern auf. Auf dem Korper dehnt
sich die Farbe auf den Seiten zu einem breiten diffus begrenzten Farbbande
aus, das auf Al>d. IV mit Ruckenquerbinden in Verbindung tritt. Besonders
auffallend sind bei diesen dunklen Formen die Langsstreifen, welche das Abd.
E. Handschtn: CoUembolen der Sundainseln.
259
IV von der Basis bis etwa zur Segmenthalfte zieren. Die Beine und Antennen
zeigen die gleiche Farbung der blassen Formen, nur dass sich bei ihnen die
Fig. 67 — 73. Microphysa lineata Schtt. 67. Habitus, helle Form. 68. Habitus,
dunkle Form. 69. Klaue. 70. Dentaldornen. 71. Mucro, seitlich.
72. Mucro von vorn. 73. Schuppen, Bothriotriche.
260
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Zeielinungselemente starker ausdehnen, und in der Regel dunkler sind als bei
jenen. — Nach der Fundortsnotiz sind die Tiere im Leben gelbgriin. — An
den blassen Tieren kommt die dichte Beschuppung namentlich gut zur Geltung.
Sie besteht aus braunen, langlichcn, fein behaarten, spitzen Schuppen, die
langsam aus den Korperhaaren differenziert werden. Bothriotriehe finden
sich von Abd. II — V.
Die Masszahlen stimmen rnit denjenigen Schotts und Borners iiberein.
Fur Antenne und Antennenglieder liisst sich kein bestimmtes Verhaltnis an-
geben, da haufige Defekte derselben, oft schon beiin gleichen Individuum
links und rechts zu starke
Differenzen hervorrufen.
Beim grossten Exemplare
erreichen sie 214 mal die
Rumpflange. Das Verlialtnis
von Abd. Ill : IV habe ieh
graphisch in der nebenste-
henden Tabelle zusanimen-
gestellt. Es ist bei weitem
const an ter, schwankt aber
immerhin noeh zwischen
1 : 9 bis 1 : 11 (nach Schott
soil es nur 1 : 4,5, nach
Borner 13 : 122 sein).
Der Mucro ist vom norma-
len Microphysatypus, gross
und stark entwickelt. Auf
der Ventralkante triigt er
3 grosse und einen kleincn,
basalen Zahn. Der Aussen-
zahn ist lamellenartig ent¬
wickelt, derjenige auf der
Innenseite steht in der Mitte
der Mucronenseite und ist
mehr dornartig. Der Mucro
wird von einer langen und
dicken Borste uberragt.
Klauen mit grossen Pseu-
donychien und 2 Innen-
zahnen in % und % basal-
apical Distanz.
Fig. 74.
Genus Aphysa n. g.
Grosse Formen von iiber 3 mm Korperlange. Antennen sehr lang und
E. ILandsciun : Collembolen der Sundmnseln.
261
stark. Mesonotum nicht vorragend. Mucro Gzahnig, klotzartig ausgebildet.
Dentes ohne Blasenschuppe (*).
19. Aphysa longicomis (Oud.) Schtt. (1891) 1903.
Syny.: Entomobrya longicomis Oidkmans 1891, Imms 1912.
Paronclla longicomis Schott 1903.
f Campylothorax ceylonicus Ritter 1910.
Fundorte: Tjibodas. Lichtfang im Urwald. 14. VIII. 21. 2 Exeniplare + 1 juv.
Unter den dtirren BliLttern am Fusse eines grossen
Baumes im Urwald, gesiebt. 19. VIII. 21. 2 Exempl. -f- 3 juv.
Grosse der Tierc 2t/2 — 3 mm. Ihre Farbe ist braunlichrot mit violettem
Pigment. Dieses besonders stark in den Ommenflecken und dem Connectiv
zum Frontalocellus ausgepragt. An den Antennen ist ein basaler Ring und
die Unterseite von Ant. I und II dunkel. Nach j ungen Tieren zu schliessen,
diirften Ant. Ill und IV in ihrer ganzen Ausdehnung dunkel gefarbt sein.
Th. II — Abd. I lateral blau gesaumt. Abd. Ill median-dorsal mit dunklem
Fleck, ebenso Abd. IV in der Mitte des Segmentes. Hinterrand von Abd. IV
und V blau gesaumt. Diffuse Pigmentflecken finden sich lateral auf Abd. Ill
und IV, sie sind oft bindcnartig ausgebildet. Coxen und Subcoxen allcr
Bcine mit distalcm Farbringe. Die Tibiotarsen sind ganz blau.
Fig. 75 — 78. Aphysa longicomis Schtt. 75. Junges Tier, Habitus.
76. Habitus. 77. Klaue. 78. Mucro.
(1) Die wesentlichen Differenzen der hier einzeln aufgefuhrten Genera finden
sich bereits in der Einleitung weiter oben aufgezahlt. Es wird deshalb an dieser
Stelle von einer durchgehenden Differenzierung umstand genommen und nur die
wichtigsten Merkmale nochmals besonders hervorgehoben.
262
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Junge Tiere sind namentlich an den Extremitaten ausserordentlich dicht
und stark behaart. Die Beschuppung tritt bei ihnen noch vollig in den Ilin-
tergrund. Ant. Ill und IV sind bei ihnen geringelt und der Kopf im Verhaltnis
zuin Korper ausserordentlich gross und plump.
Schotts Figuren und Diagnose (1903) geben ini iibrigen die Form
treffend wieder, einzig die Mucronen zeigen verschiedencn Bau. Sic sind
hier langgestreckt und viel schlanker als die ihrer Gattungsgenossen. Typisch
ist die Anlage eines kleinen Aussenzahnes, sodass das Gebilde 7zahnig wird.
Dadurch nahert sicli longicornis Oud. den indischcn Arten borneri Imms,
gracilis Imms und phanolepis Imms.
20. Aphysa villosa n. sp.
Fundorte: Tjibodas. Lichtfang im Urwald. 14. VIII. 21. 3 Exemplare.
Unter abgefallenem Laube am Boden im Urwald.
15. VIII. 21. 2 Exemplare.
Unter diirren Blattern am Fusse eines grosscn Baumes
im Urwald gesiebt. 19. VIII. 21. 3 Exemplare.
Diagnose: Lange der Tiere 4 — 5,7 mm (ohne Antennen und Furka).
Grundfarbe braunlich. Die Tiere erscheinen aber infolge der dichten Behaa-
rung und Beschuppung braun. — Stirnfleck, Ommcnflecken, die Spitze der
Antennen und die Ecke von Abd. VI dunkelblau. Ebenso die distalen Tar-
senteile. Ganz schwach blaulich tingiert sind Furcalrinne auf der Unterseite
des Korpers, die tergalen Tcile des Thorax und die Coxen 1.
Fig. 79 — 83. Aphysa villosa n. sp. 79. Klaue. 80. Mucro. 81. Retinaculum.
82. Umwandlung der Haare in Schuppen. 83 Spatelfbrmige Borste vom Thorax,
E. Handschin: Collembolen der Sundainseln .
263
Ilaare auffallcnd lang und in Biischeln stehend. Vorne sind die grossen
Borsten weit ausladend gegabelt, ein Gabelast iiberragt dabei den andern.
An den Extremitaten nehmen die Ilaare an Lange proximaldistal zu, nnr
an den Antennen trifft das Gegenteilige ein. Ant. I und II sind am langsten
behaart. Grosse Spatelborsten finden sich zwischen den Antennen und auf
dein Korper von Th. II — Abd. VI. Die von der Mittellinic nach den Seiten
hin divergierenden Haarbiisehel lassen eine mediane frei. Borsten so lang
als die halbe Segmentbreite. Die Beschuppung erstreckt sich auf den ganzen
Rumpf und den Kopf. Antenne und Furca werden jedoeh davon ausgenom-
men. Alle Uebergange von den normalen Korperhaaren zu den langlichovalen,
behaarten Schuppen vorhandcn.
Klaue mit 2 grossen Innenzahnen und langen Pseudonychien. Empodial-
anhang lanzettlioh mit 3 zahnartigen Aussenlamellen. Tibiotarsale, Si>lir-
borstc besonders stark verbreitert, etwa % der Klauenlange erreichend. Mucro
normal 6zahnig. Vor dem Retinaculum, das von einem besondem Schild
geschiitzt wird, befindet sich eine starke, lange Borste. (Vergl. Zeichnungen
bei Imms. 11.)
Bei einem Exemplare, das sich vor der Ilautung befindet, liegt das von
der Hvpodermis zusammcngehaltcne Haarkleid dicht dem Korper an. Auch
Ant. I und II zeigen hier sehr lange Borstenanlagen, sodass die Vermutung
erst nahe lag, es mit einer Dicrcnwcentroides- Art zu tun zu haben. Die
Morphologic der Form weist aber entschieden auf Ajjhysa hin.
21. Dicranocentroides longiceps n. sp.
Fundort: Wai Lima. Sumatra, ca. 400 m. Zeltlager im Urwald, auf frischen
Blattern, sitzt auf der Blattoberseite. 23. XI. 21.
Farbe im Leben metallisch gliinzend, rotviolett und
gelbgriin. 1 Exemplar.
Diagnose: Lange 5 mm. Die Farbe des conservierten Tieres ist hell-
braunlich, stark braun beschuppt. Beschuppung namentlich an den Tergit-
grenzen auffallend stark, sodass z.B. an Th. IT und Abd. I — III kragenartige
Schuppenrander entstehen. Der Kopf ist grossenteils dunkelblau (Aus-
nahme Schlafen und Occiput). Ommenflecke schwarzblau. Proximale Bein-
teile bis zum Tibiotarsus sowie der Ventral tubus dunkelblau. Dunkle Flecken
am Vorderrand und den Seiten des Th. II und das Ende des Abd. dunkel.
Ant. I und II mit dunkelblauem basalen Ring. Tibia und Furca hell. — Die
Schuppen sind parallelseitig, basal und apical abgerundet, dicht pubescent,
bis zu 5 ti lang. Sic finden sich auch an Ant. I und II sowie auf den
Beinen und der Furca ventral.
Die Behaarung ist nicht durchwegs erhalten. Sie ist besonders lang an
der Furca, den Beinen und den Antennen. Auf den letztern bildet sie lang
abstehende Buschel am I. und IT. Gliede. An Th. II und Abd. V schcinen
Collerettes vorhanden zu sein (aus den Resten zu schliossen). Die Ilaare sind
nicht gespatelt, wohl aber fein plumbs.
264
Treubia Vol. VI, Live. 3 — 4.
Fig. 84 — 86. Dicranocentroides longiceps. n. sp. 84. Klaue. 85. Mucro.
86. Schuppen.
Gegeniiber Imms Exemplaren ist der Kopf von longiceps , wic der Name
iibrigens schon sagen soil, ausserordentlieh lang. Er ist hier mindestens zwei
mal so lang als der Mesothorax. Die Klauen zeigen einen grossen basalen
und einen kleinen distalen Innenzahn. Pseudonychien von Klauenlange.
Der Empodialanhang ist lang und schmal, lanzettlieh mit kleinein ausseren
Basalzahn (vergl. Heteromurusl). Die tibiotarsale Spatelborste zeigt ahnliche
Ausbildung wie Apliysa. Die Mucronen sind breit und plump. Die Ventral-
rippe triigt 2 Ziihne, eine breite Lamclle und einen spitzen Basaldorn. Aussen-
und Innenzahn stark lamellbs. Dentes mit sehr dichter und langer Beborstung.
Als Masszahlen gel^e ich endlich an: Ant. 1:11:11 1 :IV = 65:70:42:77.
Kopf = 65. — Th. II :III :Abd. I :II :III :IV :V :VI = 26 :15 :12 :12 :10 :100 :13 :12.
Ma.:De:Mu ==.- 82:90:4. — Hintertibien langer als die der Vorderbeine. 85:65.
Tibiotarsen zweiteilig aufgespalten.
22. Ptenothrix fiscellata n. sp.
Fundort: Wai Lima. Sumatra. Lichtfang beim Zelt im Urwald. 12. XI. 21.
1 Exempl.
Grosse: 2 mm. Farbe hellgelb. Schnauze, die Antennen mit Ausnahme
der Basis, ein Band iiber die Ommenflecke violett. Dunkelblau sind die Tibio¬
tarsen und die Aussenseiten der Femora. Die ganze Thoraealregion ist diffus
violett gefarbt. Ant. I:II:III:IV = 8:48:58:10. Ant. Ill distal geringelt
und mit 4 Hockern versehen. Zwischen den Augen jederseits 4, vor denselben
E. Handsciiin : Collevibolen der Sundainseln.
265
Fig. 87 — 90. Ptenothrix fisccllata n. sp. 87. Habitus. 88. Ommenfeld mit
Frontalborsten. 89. Klaue. 90. Mucro.
auf der Stirn 2 grosse Kegelborsten. Ueber den Riicken laufen 4 Langsreihen
derselben. Sie sind auf der vordern Abdomenhalfte und den Seiten des
Furcaltergites besonders stark und lang ausgebildet. Dorsal finden sich 2
hockerartige Gehilde mit Sinnesborsten. Anal- und Genitalsegment breit mit
don iibrigen Abdominalsegmenten verwachsen, doeh abgesetzt und mit einem
Kranze langer Stacheln bewehrt. Eine Genitalborste konnte nicht wahrge-
nommen werden. Klaue lang, schlank, mit Ausscnzalm und Pseudonychien.
Sie tragen 2 Innenzahne. Empodialanhang etvva l/2 mal solang als die Klaue,
mit dornartigem, zur Achse des Anhangs fast senkrecht abstehendem Innen-
zahn. Eine lange geknopfte Endborste iiberragt sogar die Klaue urn einiges.
Tibiotarsus ohne eigentliehe Sinnesborste. Ma. :l)e :Mu = 35:40:14. — Dentes
mit 6 langen abstehenden Haaren und 2 Reihen einseitig gefiederter Dental-
dornen. — Mucro mit fein gesagten Randern und einem basalen Schuppen-
anhang.
Im Ganzen umfasst die Sammlung des Museums in Buitenzorg also 22
Arten (in 120 Exemplaren), von denen 10 fiir die Wissenschaft neue Species
und zum Teil neue Genera darstellen. Es sind:
266
Treubia Vol. VI, Live. 3 — 4.
Ptenothrix fiscellata.
Lepidocyrtinus taenia tus
Acanthurella ametliystina
Cremastocephalus cingulatus
Cremastocephalus obscu run
Pseudoparonella incerta
Microphysa vcstita
Aphysa villosa
Dicranocentroidcs longiccps und
Ptenothrix fiscellata.
Alle andern Formen sind in den Tropen, z.T. auf Java sclbst schon meh-
rere Male aufgefunden worden. — ITm einen Ueberblick iiber das Gebiet zu
gewinnen, stelle ich im folgenden als kleinen Katalog die bis jetzt aus dem
Malayischen Archipel gemeldeten Arten zusammen. Es mag derselbe fur eine
spatere geographisehe Bearbeitung von Nutzen sein.
Fiir Java sind bis jetzt folgende Formen gemeldet worden:
Ceratimeria maxima Schott. Die Art findet sich auch auf Neu Guinea und in
Australien (Queensland).
* Protanura kraepelini C. B.
* Achorutes (Onatholonche) lipaspis C. B.
* Achorutes hirtellus C. B.
* Achorutes zchntneri E. H.
Achorutes fortis Oud. Sumatra, Neu Guinea.
* Pseudachorutes javanus E. H. •
* Folsomia octoculata n. sp.
* Isotomurus palustris-tricuspis C. B.
* Entomobrya straminea C. B.
* Entomobrya arborea Tullb. 1st auch liber die gauze Palaearktische Region verbreitet.
Entomobrya (Homidia) cingula C. B. (= kali Imms). Findet sich auch in den
Himalayalandern.
Lcpidocyrtus medius SchsLff. bis jetzt auch aus Neu Guinea.
Lepidocyrtus cinctus Sch&ff. bis jetzt auch aus Neu Guinea.
* Lepidocyrtus marginatus E. H.
* Acanthurella javana C. B.
* Acanthurella amethystina n. sp.
* Sira jacobsoni C. B.
* Mesira javana C. B.
Mesira calolepis C. B.
* Lepidosinella armata E. H.
* Hetcromurus (Alloscopus) tetracantha C. B.
* Hcteromurus (Alloscopus) tenuicornis C. B.
Cremastocephalus celebensis Schaff. Eine Form von weiter Verbreitung. Sie wurde
auch auf Sumatra, Celebes, Neu Guinea und in Japan
gefunden.
Pscudoparonclla setigera C. B.
* Paronclla anniilicomis Oud.
Microphysa linedta Oud. — Auch aus Sumatra und Hinterindien.
* Microphysa vestita n. sp.
E. Handschin: Collembolen der Sundainseln.
267
* Aphysa villosa n. sp.
* Aphysa dubia C. B.
» Aphysa (Callyntrura) anopla C. B.
Aphysa longicornis Oud. (Sumatra).
* Cyphodcrus javanus C. B.
* Corynephoria jacobsoni Abs.
* Katianna coeruleocephala E. H.
* Ptcnothrix gracilicornis-gibbosa C. B.
Die Formen aus Sumatra sind weniger zahlreich. Sic sollen, was Tiere
anbetrifft, die bis jetzt aussschliesslicli dort gefunden worden sind, wie bei
den Java-,,Endemismen”, mit einem * bezeichnet werden.
Hypogastrura armata Nic. Cosmopolit.
?* Hypogastrura crassa Oud. unsichere Form.
Achorutes zehntneri E. H.
Achorutes fortis Oud. auch auf Java und Neu Guinea.
.? Onychiurus fimetarius Burm. unsichere Form.
* Isotoma crassicoi'iiis Schtt.
* Tomocerus montanns Oud.
* Lepidocyrtinus tacniatus n. sp.
Mesira calolepis C. B.
Cremastocephalus celebensis Schaff.
Cremastocephalus obscurus n. sp.
* Cremastocephalus cingulatus n. sp.
* Pseudoparonella incerta n. sp.
* Pseudoparonella setigera C. B.
* Aphysa sumatrana Oud.
Aphysa longicornis Oud.
Microphysa lineata Par.
* Dicranocentroidcs longiccps n. sp.
* Ptcnothrix fiscellata n. sp.
Aus dem iibrigen Archipel ist so gut wie nichts bekannt. Die vereinzelten
Funde verteilen sieli auf Lombok, Billiton, Tausendinseln, Flores und Celebes.
Es liandelt sich um die Arten:
Pseudanunda billitonensis Schtt. Billiton.
Oudemansia coerulea Schtt. Tausendinseln.
Isotoma lombokensis Schtt. Lombok.
Lepidocyrtns pictus Schaff. Lombok, Neu Guinea.
Cremastocephalus celebensis Schaff. Celebes, aber weit durch die asiatisch-australische
Inselwelt zerstreut.
Aphysa florensis Oud. Flores.
Aus einem Vergleich der beiden ersten Tabellen geht mit aller Deutlich-
keit hervor, dass die verschiedenen Inseln jeweilen cine
eigen e, von den Naehb a r inseln weit verschiedene
Tierwelt, resi). Population an Collembolen besitzen.
Wohl sind einige Formen beiden eigen und treffen sich sowohl auf Sumatra
268
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
als auf Java. Sie stehen aber bedeutend in Minderzahl den endemischen
Arten gegeniiber. EigentumKch gestaltet sich das Verhaltnis der Pormen mit
weiterer Verbreitung. Sie geben uns einige Fingerzeige iiber den Weg der
Besiedelung des malayischen Archipels. Unter diesen Tieren finden wir vorab
einige Allerweltsbiirger, denen klimatisehe nnd physikalische Bedingungen
keinerlei Ilindernisse entgegenstellen, die ihren Verbreitungskreis iiber den
ganz eii Erdball ausgedehnt haben. Sie geben uns in geographiseher Hinsicht
natiirlich keinerlei Anhaltspunkte zur Bewertung einer Fauna. Unter den
verbleibenden Arten, die sich iiber Asien und Australien ausgebreitet haben,
wir finden im Verzeichnis 7 derselben vertreten, weisen 5 nach Westen und
nur 2 nach Norden. Flores, Celebes, Neu Guinea, Australien scheint eine,
Celebes-Japan (wahrscheinlich iiber die Philippinen und Formosa) die andere
Besiedelungsrichtung anzudeuten .
Specielle Untersuchungen dieser flugunfahigen Insektengruppe auf den
verschiedenen Inseln Ostasiens diirfte fiir die Zoogcographie dieser Gebiete
iiiisserst wertvolles Material zu Tage fordern. Leider sind wir heute auf ein
relativ kleines Material angewiesen, das in jeder Ilinsicht nooh zu ungeniigend
ist, um fiir die Faunengeschichte irgend welche bindende Schliisse zuzulassen.
In okologischer Hinsicht gruppieren sich die von Karny aufgefundenen
Collembolen in echte pflanzenbewohnende und Mulm und Moder bewohnendc
Formen. Eine durchgehende, vollstandige Analyse lasst sich an dcm Materikle
nicht geben, da die einzelnen Oertlichkeiten auf Collembolen zu wenig sys-
tematiscli untersucht wurden. Immerhin teilen sich die letztcrn in Bewohner
der Baumfarne, der Rinde und des vernuKlernden Laubes auf, Biotopen, die
in ihren Lcbensbed ingun gen alle in einander iibergchen.
Unter Rinde f and sich bios :
Achorutes zehntneri.
Unter d ii r r e m L a u b am Boden oder noch an den Pflanzen :
Folsomia octoculata.
Entonwbrya straminea , (Homidia) cingula.
Sira jacobsoni.
Mesira calolepis.
Acanthurella javana , amethystina.
Hcteromurus (Alloscopus) tenuicornis.
Microphysa lineata.
Aphyfta villosa, longiconiis.
Crem a s toccpha lu-s celeb e ns is.
I in Baumfarnen (Asplcnium nidus) :
Acanthurella javana.
Die als p h y t o p h i 1 bezeichneten Arten fanden sich nach Fundorts-
notiz auf den g r ii n e n B 1 a 1 1 e r n der Pflanzen selbst. Sie wurden
mit dem Kotscher erbcutet.
E. Handschin: Collembolen der Sundainseln.
269
Mesira calolepis .
Acanlhurella javana, amethystina.
Cremastocephalus celeb en sis.
Paronella annulicornis.
Microphysa vestita , lineata.
Dicranoccntroides longiceps.
Endlich mochte ich noeh diejenigen Formen besonders erwahnen, die init
dem Lichte des Nachts an der Zeltwand erbeutet wurden. Wenn
sie auch keinen speciellen okologisehen Zusammenhang bcsitzen, so ist dock
die Tatsache an und fur sich interessant, dass ein Teil der Collembolen ein
nachtliches Leben fiihren und sieh von Lichtquellen anlocken lassen. Es sind:
Microphysa lineata *
Aphysa longicornis, villosa.
Ptenothrix fiscellata.
L1TERATURVERZEICHNIS.
0. Absolon K. Zwei neue Collembolen-Gattungen. Wien. Ent. Ztg. 1907. vol. XXVI.
1. Bonier C. Collembolen aus Ostafrica, Madagascar und Siidamerika; in: Voeltzkow,
Reise in Ostafrica. 1903 — 1905. — Vol. 2 — 1906.
2. id. Collembolen aus Slidafrica, nebst einer Studie liber die 1. Maxille der
Collembolen. Denkschr. med. natw. Ges. Jena. vol. XIII 1908. p. 53.
3. id. Das System der Collembolen nebst Beschreibungen neuer Collembolen
des Hamburger Naturhistorischen Museums. Mitt. Nat. Hist. Mus.
Hamburg, vol. XXIII. 1906. p. 147.
4. id. Die Familien der Collembolen. Zool. Anz. vol. XLI. 1913. p. 315.
5. id. Japans Collembolenfauna. — Sitzgsber. Ges. natf. Freunde. Berlin.
1909. p. 99.
6. id. Neue altweltliche Collembolen nebst Bemerkungen zur Systematik der
Isotominen und Entomobryinen. Sitzgsber. Ges. natf. Freunde
Berlin. 1903. p. 129.
7. id. Zur Collembolenfauna Javas. Das Trochanteralorgan der Entomo-
bryiden. — Tijdschr. v. Entomol. vol. LVI. 1913. p. 44.
8. Folsom J. W. Japanese Collembola. Built. Essex Inst. — vol. 29. 1897. p. 57.
9. id. Japanese Collembola. Proc. Americ. Acad. Arts & Sc. vol. 34. 1899. p. 261.
10. Handschin E. Collembolen aus Java. Rev. Suisse zool. vol. 28. 1920. p. 135.
11. Imms A. D. On some Collembola from India, Burma and Ceylon, with a catalogue
of the Oriental species of the order. Proc. zool. soc. London 1912.
vol. p. 80.
12. Lubbock J. On some Australasian Collembola. Journ. Linn. Soc. London 1899,
vol. XXVII.
13. Maddox R. L. On the apparent stucture of the scales of Seira buskii in relation
to the scales of Lepidocyrtus curvicollis. Trans. Americ. Microscop.
Soc. 1897. vol. XVIII. p. 194.
14. Nelson E. M. On the Podura scale. Journ. R. microscop. Soc. 1907. p. 392.
15. Olfers E. W. M. Die Urinsekten (Thysanura und Collembola im Bernstein). Schrft.
Phys. okonom. Ges. Konigsberg. 1907. vol. 48. p. 1.
270
Treubia Vol. VI, Live. 3 — 4.
16. Oudemans J. T. Apterygoten des indischen Archipels. Zool. Erg. einer Reise in
Niederl. Indien (Weber) 1890—91. vol. 1. p. 73.
17. Parana C. Di alcune Tisanuri e Collembole della Birmania. Atti Soc. Ital. di sc.
nat. 1893. vol. 34. p. 123.
18. Ritter W. Neue Thysanuren und Collembolen aus Ceylon und Bombay. Gesammelt
von Dr. Uzel. Ann. Wiener nat. hist. Hofmus. 1910/11. vol. 24.
19. Schaffer C. Apterygoten. Hamburger Magelhaensische Sammelreise. 1897.
20. id.
Die Collembolen des Bismark-Archipels. Arch. f. Nat. Ges. 1898. vol. 1.
p. 393.
21. Schott H. Apterygota von Neu Guinea und den Sundainseln. Termeszetrajzi
22. id.
Fuzetek. 1901. vol. XXIV.
Beitrage zur Kenntnis der Insektenfauna von Kamerun. Bill, till k.
Svensk. Vet. Akad. Handlingar. 1893. vol. 19. p.
23. id.
Beitrage zur Kenntnis kalifornisclier Collembolen. Bill, till k. Svensk.
Vet. Akad. Handl. 1891. vol. 17. p. 1.
24. id.
Collembola; in: Results of Dr. Mjobergs Swedish Sc. Exped. to
Australia. 1910—1913. Ark. f. Zool. 1917. vol. 11. p. 1.
25. id.
26. id.
Ueber zwei Gattungen der Apterygoten Insekten. Linkoping 1903.
Zwei neue Collembolen aus dem Indischen Archipel. Ent. Tidskr.
1893. p. 171.
27. id.
Collembola aus den Juan Fernandez Inseln und der Osterinsel; in:
The Natural Hist, of Juan Fernandez and Easter Island. By Dr.
C. Skottberg. 1921 (?) vol. III. p. 33.
28. Wahlgren E. Apterygogenea. 1. Collembola. Wiss. Erg. schwed. zool. Exped.
29. id.
Kilimandjaro-Meru. 1908.
Apterygoten aus Aegypten und dem Sudan, nebst Anmerkungen zur
Verbreitung und Systematik der Collembolen. Res. of the Swed.
zool. Exped. to Egypt and the White Nile 1901 1906. p. 1.
Abgeschlossen inn August 1923.
SOME LOPHOPIDAE (FULGOROIDEA) OF THE INDO MALAYAN
AND PAPUAN REGIONS.
By
Charles Fuller Baker
(Los Bafios, Philippines).
This very conspicuous and important, but little known family of the
Fulgoroidea is very largely confined to S. E. Asia, Malaya, Papua, and
Queensland, so far as known. It was not until 1915 that Melichar brought
together in one comprehensive work (Ann. Mus. Nat. Hung. 13, 337 — 385)
all the scattered records of the family as he then conceived it.
In 1863, Strl (Trans. Ent. Soc. Lond. 1, 583) described the genus Acarna
which he considered as related to Dictyophara. In 1906, Distant (Ann. Mag.
Nat. Hist. 18, 350) separated from Acarna the short-headed forms under the
name Kasserota, and in 1913, Melichar (Acta Soc. Ent. Bohem. 158) added
the very distinct genus Oenopia . In the latter paper Melichar also presents
an arrangement of the species of Kasserota, and describes many new ones,
basing them almost entirely on color characters, and presenting neither ana¬
tomical data or drawings. These genera I believe to be Lophopidae, although
Melichar does not mention them in his monographs either of the Lophopidae
or Dictyopharidae. The Lophopidae arc rather closely related to the Eury-
brachidae, the structure of the face being similar and both families possess
the same type of membranous wax plates in connection with the male genitalia.
A thickened or inflated, or shortened and flattened basal joint of metatarsus
is not at all diagnostic for the family, since every gradation may be found
between the short very robust basal joint in Pitarribara to the long terete
basal joint of Virgilia. Acarninae may exhibit more enlargement of this joint
than Virgilia. Likewise the comparative lamination of the fore femora and
tibiae cannot possibly be used as a primary character on which to separate
the genera, since all conditions may be found from the very broad lamination
in Elasmoscelis through Pitarribara and Serida to Virgilia and Acarna, the
two last having these members flattened but not at all laminately expanded.
Melichar ’s separation of the tribe Lophopini is based on one interpret¬
ation of a good anatomical character, though a comparative one, since in
271
272
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
genera of other groups the front is somewhat visible from above. But his
separation of the Elasmoscelini, Menoscaini, and Elicaini on the relative lam¬
ination of the lateral keels of vertex is an entirely impracticable one, since
there is every gradation in this character. The impracticability of it is
apparent when he places Jivatma in the Elasmoscelini and Menosca, with
which Jivatma is synonymous, in the Menoscaini. Lapitliasa, which Melichar
places in the Lophopini, is closely allied to Menosca , as later shown in this
paper.
The study of Indian genera must begin with Corethrura of Hope (1849)
since most of the genera are of this general type. But no author has yet shown
how Serida may be separated from it or has presented detailed data or
drawings of its anatomical features. Distant puts them in different groups
on the lamination of the fore legs when there is actually very little difference
in this respect. Melichar places them close together, very properly, but
separates them on the number of lateral teeth on hind tibiae (Serida 2,
Corethrura 3), but in a large series of Serida T find 3 teeth as often as 2,
and in some cases 2 on one side and 3 on the other. He also mentions the
abdominal wax secretions as distinctive for Corethrura, probably following
the ancient IIoPEian illustration of the species. But these wax secretions are
produced at times in all lophopids known to me.
The study of Malayan Lophopidae must begin with St&l’s Menosca and
Virgilia, both common in the Philippines, and both unknown to Melichar,
and also to Distant, who rcdescribed Menosca as Jivatma. Banks also des¬
cribed a Philippine Menosca as Jivatma. Melichar has apparently taken
characters from Stri/s diagrammatic drawings which are often incorrect in
detail. In Melichar \s synopsis, Virgilia is associated with Menosca and Apia,
whereas its nearest relationships are with Makota. Apia is separated on a
purely artificial character — „keels and marginal keels of front black, between
the keels black longitudinal lines, ” whereas it is very distinct from Menosca
in having a double median mesonotal carina (earinae) as in Virgilia and some
Kasserota. Had Melichar known Virgilia, I believe there would have been
no doubt in his mind as to the place of Acarna and Kasserota in the family
Lophopidae.
I am especially indebted to Dr. H. Karny for the privilege of examining
a series of Javan, Moluccan and Papuan forms from the Buitenzorg Museum,
to Dr. Illingworth for a fine Kasserota from Queensland, and to the Director
of the Zoological Survey of India for several Indian lophopids.
SYNOPSIS OP SUBFAMILIES.
A. Subcostal vein present, distant from costal, the costal cell usually wide
and writh more or less numerous cross veins; without a separated pteros-
tigma
Lophopinae.
Ch. F. Baker: Some Lophopidae.
273
A1. Subcostal vein absent, or anteriorly with only a rudiment united with
costal, usually a distinct pterostigma (*), its cross-veins being the only
cross-veins of a long costal border
Acarninae.
Lophopinae.
Synopsis of genera treated herein (2).
A. Base of median area of front (in facial view) strongly extended above
remainder of front; fore and median femora and tibiae moderately
expanded; basal joint of hind tarsi swollen and usually more or less
flattened (except in Virgilia and Makota).
B. Eyes wider apart (in facial view) than the width of an eye (accross
middle); upper part of face not very narrow; lateral surfaces of
clypeus distinctly visible in direct facial view; tibiae and femora
equally expanded.
C. Extended portion of front (in dorsal view) very long; lateral
carinae of vertex little prominent
Pyrilla Stsl.
C1. Extended portion of front (in dorsal view) very short; lateral
carinae of vertex moderately elevated
Serida Walker.
B1. Eyes as near or nearer each other (in facial view) than the width
of an eye (across middle) ; upper part of face very narrow; lateral
surfaces of clypeus not visible in direct facial view ; lateral carinae of
vertex very slightly raised ; tibiae less expanded than femora
Lophops Spinola.
A1. Base of median area of front (in facial view) not extended beyond upper
margin of front, and usually not reaching this margin.
B1. Head (in profile) more or less evenly, broadly rounded from vertex
to face; width of expanded apical portion of front (in facial view)
usually as great or greater than width of face across eyes; lateral
(1) The pterostigma being the closed vestigial apical portion of what is the
costal cell in the Lophopinae; the remnant of subcostal vein bounding it internally,
coalesces with costal at its basal extremity.
(2) No attempt is made herein to treat all of the oriental genera, nor can this
be done until venation of tegmina and details of head structure have been figured
in all.
18
274
Treubia Vol. VI, Live. 3 — 4.
carinae of vertex strongly laminately raised (except in Katoma) in
varying degrees, especially basally.
C. Fore and middle femora and tibiae very conspicuously foliately
expanded, the tibiae considerably wider than the femora; basal
metatarsal joint swollen and flattened ; vertex laterally angulate
and with lateral margins very strongly laminately elevated;
median area of front (in facial view) emarginate basally, the
sides of emargination acute; tegmina apically with few (about 9)
longitudinal series of cells
Elasmoscelis Spinola.
C1. Fore and middle femora and tibiae equally and moderately ex¬
panded or tibiae a little wider; vertex laterally usually broadly
arcuate; median area of front (in facial view) narrowly obtusely
rounded at base; tegmina apically with very numerous (about
20) longitudinal rows of cells.
D. Costal area of the short tegmina broad, with usually strongly
out-curved margin and with cross- veins to base; basal meta¬
tarsal joint greatly swollen and expanded; hind tibiae with
two weak lateral teeth; fore and middle femora and tibiae
broadly laminately expanded; lateral margins of vertex
quite strongly laminately elevated
Pitambara Distant.
Dl. Costal area of the long tegmina narrow, with nearly straight
or even slightly incurved outer margin; hind tibiae with
three stout teeth (normal).
E. Vertex longer than broad, the lateral carinae moderately
or strongly laminately elevated; median area of front
entirely visible in facial view’ and strongly narrowed to
base; basal portion of costal area without cross-veins;
expanded apical portion of front slightly wider than
face across eyes; basal metatarsal joint normally slender.
F. Fore and middle femora and tibiae broadly lami¬
nately expanded ; base of median area of front and
apex of median area of pronotum acute ; mesonotum
with a single median carina
Makota Distant.
F1. Fore and middle femora very little expanded; base
of median area of front and apex of median area
Ch. F. Baker: Some Lophopidae.
275
of pronotum obtuse; mesonotal median carina re¬
placed by two approximate parallel carinae
Virgilia StAl.
E1. Vertex broader than long, the lateral carinae not raised;
extreme base of median area of front curved on to
upper surface of crown and not visible in facial view,
the visible portion long rectangular with parallel sides;
costal area with cross-veins to base; expanded apical
portion of front not as wide as face across eyes; basal
metatarsal joint teretely somewhat enlarged
Katoma gen. nov.
B1. Head (in profile) more or less angulately extended between vertex
and face due to extension of front ; width of expanded apical portion
of front usually distinctly less than width of face across eyes; fore
and middle femora and tibiae moderately and subequally expanded;
basal metatarsal joint slightly flattened; hind tibiae with 2 — 3 lat¬
eral teeth ; lateral carinae of vertex but little laminately raised at
base.
C. Mesonotum with a single median carina.
1).
Base of front (in profile) not produced; upper part of face
convex; vertex short and broad
Menosca Stiil.
D1. Base of front (in profile) distinctly long produced; upper
part of face concave; vertex elongate
Lapithasa Melichar.
C1.
Mesonotum with median carina replaced by two narrowly sub¬
median carinae joining at apex
Apia Distant.
Genus Pyrilla STaL.
There is great difficulty in understanding the characters and limits of
species in this genus, on account of lack of full descriptions and illustrations
of anatomical details. Nor can full understanding be gained without the col¬
lection of large series of specimens in all regions. The species are common
on sugar cane and other large grasses throughout the Orient. Present material
includes representatives of all of the described species, except the very ques¬
tionable P. pusana, described by Distant in 1914 (Ann. Mag. Nat. Hist. 14,
326). Large series of this are a desideratum. All of the species — as in most
lophopids — are very variable in coloring.
276
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Synopsis of species of Pyrilla.
A. Cells in apical area of tegmina more numerous, apical cells (counting
from end of subcostal vein around to end of clavus) twenty-five or more,
with about fifteen longitudinal rows of subapical cells.
B. Frontal projection (dorsal view) shorter than vertex, apex broad;
upper margin (side view) nearly in line with plane of vertex
sumatrensis sp. nov.
B1. Frontal projection longer than vertex, apex narrowly pointed,
strongly up-curved.
C. Frontal projection (side view) with upper and lower margins
parallel for most of length, then rapidly narrowed to apex ; color
pale castaneous, head paler
protub erans St4l.
C1. Frontal projection with upper and lower margins converging
from vertex to apex, not parallel.
D. Pale brownish; tegmina dotted on apical third and with a
broken subapical cross-band
aberrans Kirby.
D1. Dark castaneous brown; tegmina dotted on apical half and
without subapical cross-band
lycoides Walker.
A1. Cells in apical area of tegmina less numerous, apical about twenty, with
about twelve longitudinal rows of subapical cells; frontal projection little
longer than vertex, apically pointed, apex scarcely upcurved, the upper
margin (side view) nearly in line of plane of vertex; length 9 mm.
perpusilia Walker.
Pyrilla sumatrensis sp. nov. (PI. II, figs. 1, 2).
Male. Length 13 mm.; of head 3.5 mm. The coloring is of shades of
pale brown, the head paler, the tegmina apically slightly darker, the wings
becoming dark fuliginous apically. Tegmina scattered with small widely
separated dots, over its entire surface and with indications of several oblique
dark stripes in costal area, these more distinct apically. Head and pronotum
without dark markings. Fore and middle tibiae with three narrow dark
annulations.
Length of’vertcx (fig. la) two and a half times its width apically, little
narrowed apically. In dorsal view, the frontal projection is a little shorter
Ch. F. Baker: Some Lophopidae.
277
than vertex, its lateral margins basally strongly sinuate, its apex with the
thin edges strongly glaring, giving it the appearance of being broadly sub-
truncate; the sensory (?) papillae on basal portion are rather conspicuous;
in lateral view the lower margin is sinuate and rather straightly obliquely
continued to apex. Male genitalia (fig. 2 a — c) : Last ventral segment very
large and elongate; pygfer with a short, stout lateral spine at base above;
anal segment long, stalked, apically forked below ; genital plates long, acute ;
genital styles short, obtuse.
Sumatra, Medan (J. B. Corporaal). I first considered this to be
lycoides but found that it had a totally different head structure.
Pyrilla protuberans St&l (PI. II, fig. 3).
A specimen from Dr. Karny labelled „Pelaboean Ratoe” appears to be
this species of St&l described in 1859 (Berl. Ent. Zeitschr. 3, 327). Melichar
in 1913 (Notes Leyd. Mus. 36, 104) had misdetermined specimens as P. lycoides .
The head is figured herein (figure 3, a — c).
Pyrilla aberrans Kirby.
Typical specimens of this species have been received from the Indian
Museum (Zoological Survey of India) labelled P. pusana, and coming from
Perideniya, Ceylon.
Pyrilla lycoides Walker.
This, the darkest colored of the species, is represented by a specimen
from the Indian Museum, labelled „Trichur.,,
Pyrilla perpusUla Walker.
The smallest species of the genus known, and differing markedly from
other species by the fewer cells in apical area of tegmina. It was described
from North Bengal by Walker in 1851 (List Ilomop. 2 , 269). Present spec¬
imens from the Indian Museum were collected in Madras and Cawnpore and
noted as a sugar-cane pest. The record for Palawan made in 1910 by Banks
(Philipp. Journ. Sci. 5 D, 41) must be considered doubtful.
Genus Serida Walker.
This genus, which appears to be synonymous with Corethrura , so far as
any descriptions go, is distributed throughout the Indo-Malayan region and
reaches the Papuan region. As in most other genera, it is futile to attempt
to arrange the species on the basis of color characters, since large series col¬
lected at any point, show these to be widely variable, and local races exist
in many separated regions.
278
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Serida latens Walker (PI. II, fig. 4).
A series of specimens from Sandakan, North Borneo, undoubtedly repre¬
sent this species, described in 1857 by Walker (Journ. Linn. Soc. Lond. Zool.
1, 158, t. 7, f. 8) from Sarawak. In 1906 (Fauna Brit. Ind. Rhynch. 3, 325,
f. 160) it was recorded from Tenasserim by Distant, and in 1910 from Pa¬
lawan by Banks (Philipp. Journ. Sci. 5 D, 40). The Burmese form figured
by Melichar in 1915 (Ann. Mus. Nat. Hung. 13, 344) is not the typical form
of the species, as may be seen at once by comparison with the figure of
Walker.
In 1912, Distant (Ann. Mag. Nat. Hist. 9, 189) described S. Sherwilli
from Silhet, as a distinct species. This is characterized by having the entire
disc of tegmina dark fuliginous, the frontal carinae more divergent below,
and the usual angulate apical band on tegmina is here straightly transverse.
With typical S. latens in North Borneo, a form quite of this type commonly
occurs. The divergence of the frontal carinae varies in typical S. latens, as
it does also in this form ; and in the dark Bornean form the apical cross band
varies from angulate to straightly transverse. There seems to be, therefore,
nothing given to justify the separation of Sherwilli as more than a local var¬
iety. The relationship to S. latens of the dark colored form described from
Java and Sumatra by Melichar in 1915 (Ann. Mus. Nat. Hung. 13, 345, f. 3)
under the name S. excisa, needs to be re-examined.
Dr. Karny has sent to me a Serida from the Papuan region, which is
identical with S. latens structurally, but the dark portions of tegmina are of
solid color, without vermiculations, the pale areas clearly pale without dots
or shadings, with fewer costal oblique stripes basally, and with the cross-band
at middle much broader and darker. This may be called var. papuensis
until series can be taken and genitalia throughly studied. Detail drawings
of S. latens are here presented (figure 4, a — e), made from typical North
Borneo specimens.
Genus Lophops Spinola.
Members of this genus are common everywhere in the Orient on sugar
cane and large grasses, and probably represent a number of species. They
are closely related and of similar aspect. No proper understanding of them
can be had without figuring of anatomical details, and especially without
dissection of male genitalia in all forms. Out of considerable material we
can select only two species determinable with any degree of certainty. The
remainder must await further collections.
Lophops zebra Walker (PI. II, fig. 5).
First described in 1868 by Walker (Journ. Linn. Soc. Lond. Zool. 10,
116) from Tidor, this species was recorded in 1909 from the Malay Peninsula
by Distant (Rec. Ind. Mus. 3, 174) and in 1915 recorded also from Palawan
Ch. F. Baker: Some Lophopidae.
279
by Melichar (Ann. Mus. Nat. Hung. 13, 341). Present specimens are from
Mt. Maquiling, Prof. Laguna, Luzon (Baker).
The species is well characterized by the long and very narrow front
(figure 5 b) the sides of basal half being hidden in direct facial view, the
median area being strongly raised and extended basally and the margins
greatly expanded vertically.
Lophops carinatus Kirby (PI. Ill, fig. 6).
This species has been recorded many times (doubtfully always the same
species) at many places in the Orient and as a sugar cane insect, usually
under the name of „Brixioides carinatus”. It is not certain, however, just
what the original Ceylon insect is, since it has never been carefully studied
from the anatomical point of view. Figures are here presented (figure 6,
a — e) of the form common on sugar cane at Los Banos, as some aid to fixing
the identity of the local form. It agrees well with current descriptions of
color characters. We have, however, taken other forms in various parts of
the Philippines and Malaya which cannot at present be associated with this.
Genus Elasmoscelis Spinola.
This genus, with headquarters in Africa, is apparently represented in
Indo-Malaya by only one species, described from Ceylon, and afterwards re¬
ported from Siam and Java. It was long known under the name E. platypoda,
this being lately synonymized with E. perforata Walker. The E. tagalica
described by Stul in 1854 (Ofv. Vet. Ak. Fork. 11, 248) from the Philippines,
has not been noted since, either by StIil in the „Hemiptera Philippinarum,,
(1870), nor by Melichar in his monograph of the family. It is probably not
a true Elasmoscelis, and may be a Pitambara.
Elasmoscelis perforata Walker (PI. Ill, fig. 7).
It will be impossible to properly understand this species until the types
of E. perforata Walker, and E. platypoda Kirby, now synonymized, have
been carefully figured as to exact anatomical details. It seems highly improb¬
able that the figure presented by Melichar in the „Homopteren-Fauna von
Ceylon”, t. 2. f. 3, and that given by Distant (Fauna Brit. Ind. Ithynch. 3,
f. 155) can pertain to the same species — or even genus by the structure of
head as shown. In his monograph of the family, Melichar evidently copies
the Distant figure, correcting the very incorrect view of the face to show
the angulate sides of apical portion of front but making the latter entirely
different on one side than on the other.
However, a Javan (Batavia) specimen sent to me by Dr. Karny, cannot
be referred otherwise than questionably to this species. The single large
white costal patch is not crossed by dark stripes. The apical margin of tegmina
has only a pale spot at inner apical angle. Drawings of some of the ana¬
tomical details of this specimen are here presented (figure 7, a — /).
280
Treubia Vol. VI, Livb. 3 — 4.
In no genus is there greater need for the collecting of large series of
specimens in all regions.
Genus Pitambara Distant.
As reviewed by Meliciiar in 1915 (Ann. Mus. Nat. Hung. 13, 361), the
species of this genus have been found only in Ceylon, Burma and Tenasserim.
P. radians Kirby is said to breed on bamboo in Ceylon. We can now extend
the distribution of the genus to North Borneo.
It is to be noted that the figures of P. radians presented by Distant
(Fauna Brit. Ind. Rhynch. 3, f. 156) and by Melichar (Homop. Ceylon,
t. 2, f. 2) are utterly dissimilar, as much so as if they belonged to unrelated
genera. Both drawings are diagrammatic habit sketches but it is hard to
account for the extreme dissimilarity in form and markings of tegmina unless
two entirely distinct species were concerned. So far as our acquaintance with
the genus goes, the form of tegmina as indicated by Melichar appears to be
the much more nearly correct.
In his revision of the family, Melichar (Ann. Mus. Nat. Hung. 13, 362,
f. 14) presents what is evidently a very poor copy of the Distant figure,
still further complicating the matter, since in Distant’s original figure the
vertex far exceeds the eyes, and in Melichar ’s copy exceeds them hardly at all,
and neither is correct.
Pitambara borneensis sp. nov. (PI. Ill, fig. 8).
Length 9 6, 6.5 mm. Head pale oehraceous, the clypeus darkened
apically in female, in male broadly fuscous basally and with a dark, narrow,
angulate cross-band on middle of front. Abdomen black with pale segmental
margins. Pronotum black, apex and extreme sides oehraceous; mesonotum
black. Tegmina black, the narrow costal and apical margins (the latter a
little more broadly) whitish subhyaline; at basal third the black of disc invades
more than half of costal area; basal two thirds with eight slender, oblique,
dark stripes, these followed by two broader oblique stripes, nearer apex with
two straightly transverse stripes, the last of which reaches middle of tegmen
and thence proceeds obliquely to near inner apical angle. Femora with three
narrow annulations, tibiae with two very broad annulations, the basal broader.
Length of vertex (figure 8, a) at sides about equalling width, anterior
margin broadly incurved, the front not visible from above; sides of vertex
broadly arcuate and basally strongly laminately raised. Length of front
(figure 8, b) two and two-thirds the width between middle of eyes, and
greater than width of expanded apical part, the latter rather acutely angled
laterally and nearly as wide as width of face across eyes; median area
strongly narrowed to an obtuse or subacute point basally, the median carina
weak. Clypeus’much shorter than width of expanded apical part of front,
and two-thirds the length of front; median and lateral carinae strong, the
Ch. F. Baker: Some Lophopidae.
281
lateral vertical faces not visible in facial view. Pronotum and mesonotum
normally tricarinate; in the former the lateral carinae do not reach hind
margin, in the latter case the lateral carinae are strongly sinuate apically
and basally, weak posteriorly, but reaching the hind margin. At rest the
tegmina are held in a broadly tectiform position, so that the general outline
is subtriangular, the total length once and a half the total width.
North Borneo, Sandakan (Baker). This species does not coincide with
the color descriptions of any of Distant’s Tenasserim species, though it is
perhaps nearest P. sinuata. Distant’s descriptions, based entirely on color
characters, without mention of the sex, only doubtfully fix the five species
which he described from Burma, and Tenasserim.
Genus Makota Distant.
This genus was founded on two doubtfully distinct Sarawak species in
1909 (Rec. Ind. Mus. 3, 167). The characters given to distinguish the species
are quite unconvincing and the sex of the specimens described is not stated.
Makota nolabilis Distant (PI. Ill, fig. 9).
We have taken at Sandakan, North Borneo what appears to be this
species, since the dark portions of tegmina are of solid color, the clypeus is
piceous and the tibiae are blackened apically. Drawings of some of the
structural features are here presented (figure 9, a — e).
Genus Virgilia St&l.
Apparently unknown to either Melichar or Distant, this genus appears
to be peculiarly Philippine. The type species was collected by Semper, un¬
doubtedly in Eastern Mindanao where he did extensive collecting, and where
we have re-collected it. Another and different species is abundant in Luzon
in its proper forest habitat. In certain important characters this genus forms
a connecting link between Acarna and more characteristic lophopids.
Synopsis of species of Virgilia.
A. Tegmina with inner apical margin strongly oblique; vertex narrower,
more than twice as long as broad ; clypeus and lower part of front black,
upper part of front without median black line; pronotum broadly dark
colored at sides; costal stripes all nearly transverse; length 9.5 mm.
nigropicta St&l.
A1. Tegmina with apical margin subtruncate; vertex broader, less than twice
as long as broad; face yellow except for an elongate black spot across
each side of apical part of front, and a median black line on basal portion
282
Tbeubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
(the spot crossing temple is similar in position to that of nigropicta) ;
pronotum with an oblique black stripe back of eye, the sides yellowish;
costal stripes very oblique; length 10 — 11 mm.
luzonensis sp. nov.
VirgMa nigropicta St&l (PI. IV, fig. 10).
Apparently not until now re-collected — since the days of Semper. It was
described in 1870 from Semper ’s collection by St&l (Ofv. Vet. Ak. Forh. 27,
753). STaL figured it (t. 9, f. 29) very correctly, showing clearly the more
crowded longitudinal veins on median portion of apical area of tegmina
(figure 10 d) a character which does not appear in V. luzonensis . His figure
also clearly shows the long median apical cells which average longer than in
V. luzonensis. Also clearly shown is the double mesonotal carina, which is
mentioned by neither STaL or Melichar. Our specimens arc from Surigao,
Prov. Surigao, Eastern Mindanao, probably near the type locality. Other
anatomical features are shown in figure 10, a — c.
Virgilia luzonensis sp. nov. (PI. IV, fig. 11).
Length £ 10, cT 11 mm. Ochraceous; head paler. Vertex and upper
two-thirds of front with a median black line. A narrow longitudinal band
immediately below the temporal black spot, crossing the expanded sides of
front. Pronotum with an oblique black stripe crossing it longitudinally behind
eye and continuing downward on the pronotal border to level of apex of
front. Mesonotum piceous between the carinae and around outer angles.
Pleural area with a black spot and all coxae black spotted. Fore and middle
femora and tibiae each with two transverse black spots. Abdomen black, the
segmental margins pale. Entire inner area of tegmina from line of cubitus
piceous basally to fuliginous apically, reaching costa basallv and inner apical
angle apically, and broadened on apical area; the remaining whitish trans¬
lucent area crossed by three oblique dark stripes on basal half, followed by two
approximate oblique stripes, then by three approximate stripes; beyond this
two separated more transverse stripes and then a broader, inwardly strongly
angulate apical stripe.
Length of vertex (figure 11 a) once and two-thirds the width, anterior
margin obtusely subangulate, the bulging portion of front broadly arcuate
and exceeding vertex by about a third the anteocular length of latter. Front
(figure 11 b) about as long as wide across the expanded apical portion, the
latter a little wider than face across eyes. Carinae of median area weak,
obsolete apically. Clypeus a little longer than front, the fronto-clvpcal carina
nearly continuous throughout. The double median carina of mesonotum is
much sharper than in V. nigropicta. In both species the carinate ridge cros¬
sing genac is almost squarely transverse.
Luzon, Laguna Province, Mt. Banahao (Baker).
Ch. F. Baker: Some Lophopidae.
283
Genus Katoma gen. nov.
A single specimen of a very large and beautiful lophopid comes
from the Indian Museum, which cannot be placed in any described genus, and
yet it seems hardly possible that it could have remained unknown to this
time. In general form it is perhaps nearest to Acothrura Melichar of Central
Tonkin. But that genus has a median frontal keel, the median frontal area
is narrower and narrowed basally in facial view, and the length of front in
facial view is more than two and a half times the width between eyes — much
longer than in Katoma. The type of venation is very similar to that of
Makota, but with cross-veins in costal area to the base, und with the apical
margin evenly arcuate. The front and head are broad, the former bulging
above and broadly rounded to apex of vertex; the latter does not equal the
eyes anteriorly and is broader than long with the lateral carinae not raised;
due to the strongly rounded frontal base, the extreme base of front is not
visible in direct facial view, the visible portion being long rectangular and
broad, with parallel sides and the median carina obsolete; the expanded apical
portion of front is not as wide as the face across the eyes. Clypeus with stout
median and lateral carinae. Fore femora and tibiae moderately and equally
expanded. Hind tibiae with three short lateral denticules. Basal joint of
metatarsus moderately thickened, above twice as long as wide and longer
than remaining joints together.
Katoma trichurensis sp. nov. (PI. IV, fig. 12).
Length 16 mm.; width of head 2.5 mm.; length of tegmen three times
the width at claval apex. Wine-red, the head paler. Entire apical area of
tegmina ochraccous, with a dark straight cross-band half way from claval
point to apex, an indistinct smaller second band just proximad of this, and
another shorter cross-band on apical border. Wings fuliginous, darker apic-
ally, the apical border pale.
Vertex (figure 12 b) nearly twice as broad as long, anterior margin
sinuately subtruncate, the bulging portion of front (dorsal view) also sinu-
ately subtruncate anteriorly and exceeding vertex by more than half length of
latter; sides of vertex slightly diverging caudad, and medially sinuate, sharp
but not raised. Front (figure 12 a) about twice as long as width between
middle of eyes, the expanded apical portion broadly arcuate on either side
and not nearly as wide as face across eyes; median area elongate rectangular,
about three times as long as wide, the sides subparallel, the lateral carinae
of this area very weak. Clypeus as long as width of apical portion of front,
and two-thirds visible length of front, with a stout median carina and sharply
raised und curved lateral carinae (figure 12 d) which extend only to apical
depression; below the lateral carina in the deeply concave lateral face is a
curved depressed line extending inward from outer margin. Below the
antennal socket the carinate outer genal margin curves obliquely across the
284
Treubia Vol. VI, Livk. 3 — 4.
gena and joins the lateral carina of front just above clypeal suture. Pronotum
and mesonotum normally tricarinate, on the latter reaching hind margin.
Hind tibiae a little expanded and very gradually broadened to apex.
Trichur, Kavala (Indian Museum) .
Genus Menosca STaL.
Dascribcd in 1870 (Ofv. Vet. Ak. Forh. 27, 752), not recognized since,
and unknown to both Meliciiar and Distant, this genus represents one of
the most widely distributed and abundant lophopid types in the Philippines.
It is also distributed through Borneo to Tenasserim.
In 1906, Distant (Fauna Brit. Ind. Rhynch. 3, 328) redescribed this
genus under the name Jivatma, for J. metallica, of Tenasserim, following this
in 1909 (Rec. Ind. Mus. 3, 173) with a species (J. insignis) from Sarawak,
and another ( J . ivhiteheadi) from the Philippines. In 1910, Banks (Philipp.
Journ. Sci. 5 D, 41) described J. triangularis from Palawan. I have not been
able to recognize J . whiteheadi in any Philippine material at hand. From
the color description it might possibly be a form either of Menosca punctigera
St&l or Menosca (Jivatma) triangularis Banks. Nor have I seen Menosca
(Jivatma) insignis Dist., though a good figure (t. 11, f. 9) is given. A form
of one of the common Philippine species has been taken at Sandakan, North
Borneo.
Coloration is quite variable in this genus, and therefore large series of
specimens are necessary for proper understanding of the species; also, figur¬
ing of the genitalia in all species will be necessary for the permanent
definition of specific limits. The male genitalia are of a type very different
from that of Pyrilla (figure 5). In Pyrilla the last ventral segment is
greatly elongated and swollen, whereas in Menosca this is of ordinary outlines.
In Menosca the wax plates are greatly inflated, strongly concave below, the
concavity usually filled with wax secretion; above and within, roundly in¬
flated. Only a comprehensive study of the genitalia throughout the family
will point the way to permanent establishment of tribes.
Synopsis of Species of Menosca.
A. Tegmina with large distinct discal pale areas or none.
B. Tegmina with a large continuous median whitish or pale ochraceous
translucent area on basal two-thirds; smaller species, length
7.5 — 9 mm.
C. Median cells in apical half of tegmina large, broad, irregular;
median translucent area broad and pale ochraceous.
discophora St^l.
Ch. F. Baker: Sortie Lophopidae.
285
C1. Median cells on apical half of tegmina small, narrow, regular;
median translucent area narrow and white.
moro n. sp.
B1. Tegmina with the median translucent area divided into two by a
transversal colored band at middle, or the basal area may be fully
colored, or both areas may be fully colored; larger species, length
10 — 12.5 mm.
C. Tegmina with two distinct median translucent areas, the basal
with brownish transverse, vermiculate markings, the apical en¬
tirely clear, or with few such markings; vertex usually pale
ochraceous
punctigera St&l.
C1. Tegmina without discal translucent areas, disc concolorous;
obscure transverse vermiculate markings distributed quite uni¬
formly over whole disc of corium; vertex usually piceous
vermiculata sp. nov.
A1. Tegmina with large pale areas on outer border.
B. Tegmina with a large triangular hyaline area extending from costa
to disc of corium
triangularis (Banks).
B1. Tegmina with border of outer apical angle very broadly obliquely
whitish, whitish subhyaline
insignis (Distant).
Menosca discophora St&l (PI. V, fig. 13).
We have taken this species only in northern and northeastern portions
of Mindanao, from Iligan to Butuan. The larger, broader, more irregular
cells on median portion of apical area of tegmina in this — the type species
of the genus — are clearly shown in St&l’s original figure (Ofv. Vet. Ak.
Forh. 27, (1870), t. 9, f. 28). In that figure the basal lateral outlines are
omitted in the drawing of the male genitalia, producing a remarkable appear¬
ance. Drawings of the general anatomical features are here presented
(figure 13, a — e).
Menosca moro sp. nov. (PI. V, fig. 14; 15 e, /).
At the southern point of the Zamboanga peninsula and in the Island
of Basilan we have found a common Menosca, very similar to discophora, but
distinctly smaller (length 7.5, 8 mm), and with the oblong discal macula
286
Treubia Yol. VI, Livr. 3 — 4.
of tegmina narrower and whitish translucent. The costal oblique pale stripes
are subobsolete basally, only the apical two or three being distinct and whit¬
ish ; the last is not extended across apex of tegmen to behind the usual black
dot within inner apical angle; in discophora there is always at least a rudi¬
ment of this stripe apicad of the black dot, although in M. discophora the
apical oblique stripes are much less strongly marked otherwise than in M.
moro; in both species the entire claval area, and costal area basally, are very
dark colored. One of the most marked structural differences is in the median
cells on apical half of tegmina, which, in this species (figure 14 d) are small
and more regularly narrow.
The penultimate male ventral segment (figure 15 /) is much longer and
more. produced medially than in M. punctigera, and the posterior margin of
last segment is more strongly sinuate; in dorsal view (figure 15 e) the ter¬
minal plates are much less inflated.
Menosca punctigera St&l (PI. V, fig. 15 d).
This is a common species in the Zamboanga Peninsula and Island of
Basilan. The clavus and basal portion of costal area are usually conspicuously
darker (sometimes almost black) than other brownish areas. The transverse
vermiculate markings on basal half become more condensed and stronger at
middle, usually giving the apperance of a narrow, transverse, brownish band,
thus dividing the decolored disc into two areas, and producing a remarkable
similarity to Serida latens, in general aspect. The vertex is ochraceous or
somewhat embrowned. The species is also generally distributed throughout
Mindanao. We have taken it in Surigao (probably the type locality), Butuan,
Iligan, Kolambugan, Zamboanga, Island of Basilan, and Davao. It is the
largest Philippine species of the genus (length $ 10.5 — 11, 11.5 — 12 mm.).
There is wide variation in the depth of coloring, and the median cross-band
occasionally may not be clearly indicated.
The genitalia (figure 15 d) resemble those of M. moro . Some of the
parts are thin and collapsible, so that different specimens of the same
species may present quite different appearances; but the general outlines are
more similar to those of M. moro than to the following species.
Menosca vermiculata sp. nov. (PI. IV, fig. 16; PI. V, fig. 15 a — c).
In Southern Mindanao, from Zamboanga to Davao, occurs a common
species a little smaller than M. punctigera, the length $ 9 — 10, 10.5 — 11
mm., with the entire disc of tegmina evenly clear brownish and the indistinct
transverse vermiculations uniformly distributed to somewhat within the
apical area. Costal oblique stripes nearly obsolete basally, but strong apically,
the last not continued across to behind the black dot, as commonly the case in
M. punctigera. Vertex blackish and the face basally embrowned.
Details of the head structures are shown in figure 16, a — c, and the
equally broadened fore femur and tibia in figure 16, d. The male genitalia
Ch. F. Baker : Some Lophopidae.
287
(figure 15 a — c) arc distinctive, there being extreme development of the
wax-producing plates; ventrally these are concave, but dorsally roundly in¬
flated; laterally there is a deep wax-producing cavity indicated by the dotted
line in figure 16 c. Especially marked are the strong median productions
of the two last ventral segments, this being strongly chitinized on the last
segment.
Mindana o, Province Zamboanga, Zamboanga, and Island of Basilan ;
Prov. Davao, Davao (Baker). Specimens come from Sandakan, North Borneo,
which cannot be distinguished from this species except iu that the last trans¬
verse white stripe has a broken continuation to behind the black dot. It is
hardly worthy of even a varietal name.
Genus Lapithasa Melichar.
This conspicuous genus was actually first described in 1914 (Philipp.
Journ. Sci. 9 D, 280) for the species L. bokeri from the Philippines. It is,
however, again presented in 1915 as a new genus and species without the
above citation, in Melichar ’s monograph of the family (Ann. Mus. Nat. Hung.
B, 349). Meliciiar places this genus between Pyrilla and Asantorga, both
long-headed types, in which the prolongation of the head is entirely ascribable
to the front. But in Lapithasa there is a totally different anatomical relation,
for here both front and vertex are equally prolonged. We now bring to notice
a new species with head far shorter than in the type, and one which makes
the relationship to Menosca very evident. In fact, in all other characters
Lapithasa is very close to Menosca, and has undoubtedly arisen from the same
stem. In connection with the prolongation of the head, the genae are very
narrow and lack the transverse ridge so characteristic of lophopids generally.
Melichar describes the hind tibiae as having two subapical denticules,
and this is commonly true in L. bakeri; but in L. surigaoensis sp. nov. and
L. simplicia sp. nov. there are more commonly three, and one specimen of L.
obtusa sp. nov., has two on one side and three on the opposite tibia. The
genitalia are very similar to those of Menosca, and the color patterns in the
two genera are very similar.
Synopsis of Species of Lapithasa.
A. Lateral margins of vertex beyond eyes strongly sinuate at middle, ex¬
posing at this point, part of front (in dorsal view)
bakeri Melichar.
A1. Lateral margins of vertex beyond eyes straight, no part of disc of front
exposed in dorsal view, though narrow strips of lateral faces may be
visible in front of eyes.
288
Treubia Yol. YI, Live. 3 — 4.
B. Anteocular portion of vertex far longer than interocular; basal half
of face narrower than clypeus at base.
C. Length of anteocular portion of vertex two and a half times
interocular length and more than three times basal width ; apical
portion of head (in side view) distinctly down-curved
suriyaoensis sp. nov.
C1. Length of anteocular portion of vertex little more than once
and a half the interocular length, and about two and a half
times basal width; apical portion of head not down-curved
simplicia sp. nov.
B1. Anteocular portion of vertex but little longer than interocular; basal
half of face broader than clypeus at base
obtusa sp. nov.
Lapithasa bakeri Melichar (PI. VI, fig. 17).
The detail figures of head structure presented by Melichar in figure 6
in his monograph are very diagrammatic. I therefore present camera draw¬
ings (figure 17, a — d). We have never encountered this species elsewhere
than about Mt. Maquiling.
Lapithasa suriguoensis sp. nov. (PI. V, fig. 18).
Length $ 12, <3* 13 man. Tegmina inwardly from radial vein dark ferrug¬
inous ( $ ) to blackish ( ) , apical area very dark ferruginous with an in¬
distinct pale blotch near apex of clavus. Costal area basally with several
narrow, indistinct, irregular, oblique stripes, this area paler medially, beyond
it several of the transverse irregular stripes are obscurely indicated entirely
across the tegmen at base of apical area (in ^ only) ; in apical portion of
costal border are three short, whitish, transverse stripes, the third opposed by
a short rudiment on inner margin of tegmen (lacking in $ ) ; narrow apical
border of tegmen white. Head and all below pale sordid ferruginous, the
vertex and front darker; female genitalia blackish.
Length of vertex (figure 18 a) a little more than three times the width
between eyes, the anteocular portion two and a half times the interocular,
the sides very little converging apicad, the lateral margins slightly raised
basally; apex broadly evenly arcuate. Front (figure 18 b) more than three
times as long as wide between eyes, the expanded apical portion laterally
obtusely angled and not as wide as face across eyes; median area elongate
subelliptical, nearly four times as long as wide, the lateral and median carina
equally distinct. Clypeus much longer than width of apical portion of front
and about two-thirds the length of front. Pronotal and mesonotal carinae
sharp and in both cases reaching hind margins. In lateral view the head is
Ch. P. Baker: Some Lophopidae .
289
strongly down-curved, the upper margin in line with curve of mesonotum,
giving the insect a very distinctive appearance.
Mindana o, Surigao Province, Surigao (Baker). This is the largest and
•most conspicuous species of the genus. Differs markedly from L. bakeri by
having the costal area more elongately pale and usually with no indication
of the large lateral triangular pale area.
Lapithasa simplicia sp. nov. (PI. VI, fig. 19).
Length $ 10.5, 11 — 11.5 mm. Smaller than L. surigaoensis and dif¬
fering in coloration as follows : In the all of tegmina to apical area brown¬
ish subhyaline, with sparse darker vermiculations. In the male the clavus
and adjoining region is piceous to very dark ferruginous and the narrow
costal area is paler; marginal markings same as in L. surigaoensis. Vertex
only slightly embrowned, front scarcely at all so.
Length of vertex (figure 19 a) less than three times the width between
eyes, the anteocular portion little more than once and a half the interocular,
the sides very little converging apicad, the lateral margins slightly raised
basally, apex strongly and sometimes subangulately rounded. Front (figure
19 b) more than three times as long as wide between eyes, median area
elongate subelliptical, nearly four times as long as wide, the median and lateral
carinae equally distinct. Clypeus much longer than width of apical portion
of front and about two-thirds length of front. Pronotum and mesonotum
as in L. surigaoensis. In lateral view the head is not at all down-curved, the
upper margin being straight with the long axis of body.
M indanao, Zamboanga Province, Zamboanga ; Davao Province, Davao ;
Agusan Province, Butuan (Baker).
Lapithasa obtusa sp. nov. (PI. VI, fig. 20).
Length $ 9.5, $ 10.5 mm. The coloration of this species is almost iden¬
tical with that of L. simplicia, but it is a smaller species and may be instantly
distinguished by the very different structure of the head.
Length of vertex (figure 20 a) about twice the width between eyes,
the anteocular portion but very little longer than interocular, the sides sub¬
parallel, the lateral carinae very slightly raised basally, apex subangulate.
Front (figure 20 b) less than three times as long as wide between eyes, median
area elongate subelliptical, not three and a half times as long as wide, the
median and lateral carinae equally distinct. Clypeus much longer than width
of apical portion of front and three-fourths the length of front. Pronotum
and mesonotum as in L. surigaoensis. In lateral view the head is slightly
down-curved. The gena is broader than in other species and there is a distinct
indication of the transverse ridge, as in Menosca.
Mindanao, Surigao Province, Surigao (Baker). This species clearly
indicates the relationship of this genus with Menosca.
19
290 Treubia Vol. Vi, Livr. 3 — 4.
Genus Apia Distant.
This genus is closely related to Menosca. Besides its distinctive coloration
in Ihe one known species, it differs from Menosca in having a double median
mesonotal carina as in Virgilia and some Acarninae . This character was men¬
tioned neither by Distant or Melichar.
Apia lineolata Distant (PL VII, fig. 21).
Specimens are before us from Singapore where it is apparently not un¬
common. Some of the structural details are indicated in the accompanying
figure 21 a — d.
Acarninae.
This is a Moluccan and Papuan group of great diversity and interest,
but very little known. The species are rich in diverse anatomical detail, but
have been made known largely by color descriptions only and usually referred
indiscriminately to Kasserota. Some have well-marked claval cross-veins (1 to
4 or more) while others are entirely without, but the value of this for group
distinction should not be considered, except in connection with other characters
and following study of most of the known species. All of the species which
have been described should now be carefully figured as to the anatomical
details. Particularly important will be new and more extensive collections.
Since Dr. Illingworth has sent a species of Kasserota from North Queensland
it seems an indication that the group will be found more generally represented
in North Australia than is now known. Indeed, forms really belonging here
may already have been described among Australian Eurybrachidae, which are
in dire confusion, through color descriptions and lack of attention to anatomy.
Australian entomologists cannot do a more important work than to collect
large series of all Acarninae and Eurybrachidae throughout Australian and
Papuan regions, as a basis for a thorough systematic revision.
In this subfamily the legs are long and slender, the fore femora being
flattened but not at all expanded (except in Oenopia 0)), the basal joint of
metatarsus long and slenderly terete. The tegmina are long and narrow,
usually with reduced venation as in Acama and Kasserota , occasionally nor¬
mally lophopid as in Meg acama. Structure of head similar to that in Lopho-
pinae, but usually from lateral apices of expanded portion of front extend
sharp carinae across the genae, one obliquely upward toward the eyes and
one obliquely downward toward lateral margin; either one of these, separ¬
ately, may occur in Lophopinae. Prolongation of the head in Acama is due
to extension of front and vertex together as in Lapithasa. The median mes¬
onotal carina is usually double and the lateral carinae are abruptly bent
^ t
(1) Taking Melichar’s word for it that this is one of the Acarninae and not
a eurybrachid.
291
Ch. P. Baker: Some Lophopidae.
and curved at anterior ends. The lateral carinae of vertex may be somewhat
laminately raised basally, similar, for instance, to Menosca. Excepting
Oenopia, said to have two lateral denticules on hind tibiae, all of the genera
are supposed to have normally three strong lateral denticules.
Synopsis of Genera of Acarninae.
A. Legs long, slender, anterior femora and tibiae but very slightly dilated
if any; hind tibiae with three strong lateral denticules.
B. Cubital vein lying very close to daval suture; vertex usually much
longer than broad; mesonotum without median carina
Acarna St&l.
Bl. Cubital vein distinctly separated from claval suture, vertex usually
short and broad; mesonotum usually with a double median carina.
C. Vertex usually a little longer than broad; number of cells and
veins in apical area comparatively few and with very few cross
veins proximad of the third series of cells; cross veins in clavus
few or none
Kasserota Distant.
C1. Vertex far broader than long; number of cells in transverse
series in apical area very numerous, and with numerous cross¬
veins proximad of the third series; cross-veins in clavus more
numerous
Megacarna gen. nov.
A1. Legs short, anterior femora and tibia broadly dilated, the latter more
strongly so; front with strong apical and basal transverse carinae; hind
tibiae with two lateral spines
Oenopea (l) Melichar.
Genus Acarna St&l.
This genus, as restricted by Distant, apparently contains only the type
species, A. rostrifera, described by St&l in 1863 (Trans. Ent. Soc. Lond. 1,
584) from the Island of Mysol. In 1888, Distant (Trans. Ent. Soc. Lond.
4S8, t. 13, f. 7) added a species, A . tessellata, from New Guinea, which clearly
is not Acarna, and does not appear to be Kasserota. Melichar does not note
this latter species in his review of Kasserota in 1913 (Act. Soc. Ent. Bohem.
10, pt. 4). Dr. Karny has sent a species from the Papuan region (locality
not given) which is clearly related to A. rostrifera but an entirely distinct
species.
(1) Placed here on the authority of Mklichar.
292
Treubia Vol. VI, Live. 3 — 4.
Acarna kamyi sp. nov. (PI. VII, fig. 22).
Male. Length 16 mm. Dull ochraceous; inflated basal portion of face
and apex of vertex shining black. Pale brownish markings as follows: lateral
longitudinal stripes on face, basal area of clypeus, spot near apex of temple,
the two large pits at base of vertex, nearly all of pro- and mesonotum except
median stripe, two spots on propleura, spot on mesopleura, two broad an-
nulations on fore and middle tibiae, and margins of dorsal segments. A mar¬
ginal spot on propleura behind eye, and genitalia, blackish. Tegmina hyaline;
a broad dark fuscous band extends from a point on inner half of corium near
apex of clavus to apical margin, spreading over entire apical border, and
sending a straight transverse subapical branch to costal margin. The basal
half of pterostigma is yellowish, the apical half fuscous.
Length of vertex (figure 22 a) two and a half times width between
eyes, the sides strongly sinuate, strongly diverging apically, the apex roundly
inflated, the width here half of the length, the apex broadly arcuate, the
lateral carinae sharp and a little raised basally, the lateral faces of front
broadly visible (dorsal view) below the sinuate sides which adjoin only half
the inner margin of eye. Front (figure 22 b) about three and a half times
as long as wide between eyes ; median area elongate subcose, obtusely arcuate
basally, three and a half times as long as wide, median and lateral carinae
equally strong. Clypeus far longer than width of apical portion of front,
and three-fourths the length of front; lateral faces broadly visible for entire
length; the subrectangular median portion with a large subcircular rimmed
depression near apex. Expanded apical portion of front with rather acute
angles, nearly as wide as face across eyes, and with portions of genal surface
visible above the angles — in direct facial view. Pronotum with median
area narrowly arcuate anteriorly and its lateral carinae not reaching hind
margin. Mesonotum with median carina obsolete, the lateral carinae weak,
evenly arcuate, and complete. In lateral view (figure 22 c) the head is
somewhat obliquely directed upward and the lower margin is strongly sinuate.
This species has a distinctly shorter head than A. rostrifera and the markings
differ in detail. Doubtless other difference will be apparent when rostrifera
is better known.
Genus Kasserota Distant.
This „genus” appears to be a melange of quite distinct types. The key
to the species given by Melichar is based largely on color characters, and
gives no clue to actual relationships. Nor have we any means of judging
of the possible variability of some of the few structural characters that have
been used, such as number of cross-veins in clavus and in pterostigma. The
probability also is that color characters will be found as variable in large
series in this sitbfamily as in the Lophopinae. There is, therefore, great need
for the collecting of ample study series.
Ch. F. Baker: Some Lophopidae .
293
The three species before me cannot be worked out to any known species
by the use of Melichar ’s key, nor do they fit any of the known descriptions,
but this docs not prove that they are not forms of some of the previously
partially described species.
Synopsis of Species of Kasserota.
A. A third regular series of subapical cells not present before the larger
discal cells; outer discoidal cell shorter than third; mesonotal median
carina obsolete; pterostigma of medium length, with one cross-vein; no
cross-veins in clavus; expanded apical part of front scarcely as broad as
face across eyes; tegmina with a very small black dot near inner apical
angle; with conspicuous black markings on head, pronotum and meso-
notum
septemmaculata sp. nov.
A1. A third regular series of subapical cells distinctly present before the
larger discal cells; mesonotal median carina present and double; two to
five cross-veins in the clavus ; ptcrostigma with more than one cross-vein ;
without conspicuous black markings.
B. Expanded apical part of front scarcely as broad as face across eyes;
tegmina without a black dot near inner apical angle; outer discoidal
cell as long as third ; clavus with two inconspicuous cross-veins near
apex; ptcrostigma very long, with three cross-veins.
senilis sp. nov.
B1. Expanded apical portion of front distinctly wTider than face across
eyes; tegmina with a large round black spot near inner apical angle;
outer discoidal cell much longer than third; clavus with 4 — 5 pro¬
minent cross veins between base and apex; pterostigma very short,
with two cross-veins.
illingworthi sp. nov.
Kasserota septemmaculata sp. nov. (PI. VI, fig. 23).
Male. Length 14 mm. Pale ochraceous, including face and all below, the
face not granulate. Extreme base of front (for a short distance in front of
vertex subvertical) with two black spots, one each side. Vertex with a median
black stripe which does not reach anterior margin. Pronotum with a bigem¬
inate spot medially, and spots near lateral angles, black. Mesonotum with
a black median stripe twice the width of that on vertex, and which does not
reach anterior margin. Carinae of pro- and mesonotum, and postero-lateral
margins of latter, embrowned. Tegmina whitish subhyaline, the veins brown¬
ish, the claval suture darker, and with a pale fuscous cloud extending narrow-
294
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
ly around apical border and to apex of clavus; clavus slightly ochraceous
shaded; a small round dark fuscous dot occurs within the inner apical
angle.
Length of vertex (figure 23 a) little greater than greatest width between
eyes, the sides gently sinuate, little converging apically, the apex broadly
evenly arcuate, lateral carinae slightly raised basally. Front (figure 23 b)
very little longer than width of face between middle of eyes; median area
ovato-elliptical, somewhat narrowly rounded basally, little more than two times
longer than wide, the lateral carinae weaker than the median, and obsolete
apically. Clypeus shorter than width of apical portion of front and about
three fourths length of front; median carina obsolete basally, but raised in
a strong angulate ridge before apex (figure 23 c,) ; sides of clypeus (in facial
view) visible only at base. Expanded apical portion of front with lateral
angles short, rather obtuse, and with genal surfaces not visible above. Pro-
notum with median area narrowly subangulately arcuate anteriorly, the
lateral carinae here nor on mesonotum reaching hind margins. Mesonotal
median carina indistinct. The lateral view of the head (figure 23 c) is very
similar to that of the genus Menosca.
One specimen in poor condition from the Buitenzorg Museum, through
Dr. Karny and labelled New Guinea. This species is evidently near to
K. orba STaL in markings, but differs in having twro apical spots on crown
instead of one central spot, and the ochraceous shaded pterostigma with one
cross vein is very distinctive (in orba, „pterostigmatc nullo” — Melichar).
Kasserota senilis sp. nov. (PI. VIII, fig. 24).
Female. Length 14 mm. Dull ochraceous; hind tibiae darker apically.
The face not granulate. Lateral and basal areas of face with carinate margins
and immediately adjoining borders of vertex somewhat callose and bright red,
the extreme edges of carinae embrowned. Pronotum at middle with two
large black pits between median and lateral carinae. Lateral carinae of pro¬
notum and mesonotum reddened. Tegmina subhyaline with brown veins and
a broad subapical cloud narrowly reaching the pterostigma and apex of clavus
and broad within inner apical angle where there is no black dot.
Structure similar to that of K. septemmaculata > differing as stated in
the synopsis.
A single specimen said to come from Obi, is sent from the Buitenzorg
Museum by Dr. Karxy. Apparently near to K. notaticollis STaL, from
Batehian, but is without an apical black dot in tegmina, and possesses two
distinct claval cross-veins. Also the pterostigma has only three cross-veins
(figure 24) instead of six or eight, and the front lacks the basal spots or fascia
of K. notaticollis. The specimen is named from the exceedingly decrepit state
of the specimen’ that comes to us, although the distinguishing characters arc
clear. It is hoped that fresh material may come in soon.
Ch. F. Baker: Some Lopkopidae. 295
Kasserota illingworthi sp. nov. (PL VIII, fig. 25).
Male. Length 14 mm. Oehraceous; middle and hind tibiae and tarsi
darkened at apex. Face not granulate, with two black spots at extreme base
next vertex, and one on each temple adjoining eye. Carinae of median frontal
area red. Pronotum with the two submedian impressed dots, and a slender
stripe behind the eye, brownish; the discal carinae of pronotum and mesono-
tum embrowned. Last ventral segment apically, and genitalia piceous. Teg-
mina vitreous hyaline, pterostigma oehraceous; the apical border obscurely
fuscous from pterostigma to clavus. The circular dot within inner apical
angle is very large and nonoccllated.
Vertex subrectangular, the length (figure 25 a) somewhat greater than
width between eyes, sides scarcely sinuate, anterior margin very broadly ar¬
cuate, lateral carinae very slightly raised basallv. Front (figure 25 b) about
twice as long as width between middle of eyes, median area subelliptical,
somewhat more than twice longer than wide, the median carina a little weaker
than lateral carinae. Clypeus about as long as width of apical portion of
front and about equal to length of front or a little longer; the median carina
is a little raised on basal area and also before apex; sides of clypcus (in
facial view) visible only at base. Median area of pronotum apically broadly
rounded, the lateral carinae not reaching hind margin. Mesonotal median
carina double. The base of front, while a little bent inward toward margin
of vertex, is still not visible in dorsal view of latter, excepting slightly at sides.
The pterostigma is of peculiar form and with two transverse veins. Clavus
with four strong cross-veins, in one case with five on one side, four on the
other, indicating that this is not a stable character.
Babinda, North Queensland (Dr. J. F. Illingworth). One specimen is
retained in my collection, one returned to Dr. Illingworth, and one sent to
Mr. F. Muir for detailed examination of the genitalia. I cannot find that
a species like this has been described. In Melichar’s key it runs to K . vitrea
Melichar, which it is entirely unlike, but which also has several cross-veins
in clavus. On the pin labels it is noted that this species was taken on a tree.
A large part of the Lophopidae are arboreal in habit. Persistent sweeping
of the foliage of trees and shrubs, and close inspection of their branches and
trunks yields some of the finest Homoptera of the Indo-Malayan and Papuan
regions.
Genus Megacarna nov.
Type: Kasserota albosparsa Meliciiar.
A good specimen of what is apparently merely a slight form of this
species, comes from the Buitenzorg Museum, through Dr. Karny, and probably
is from New Guinea. It fits especially well the redescription of Kasserota
albosparsa Melichar, given by Distant in 1914 (Trans. Zool. Soc. Lond. 20,
348) based upon specimens from the Utakwa River region of Dutch New
296
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Guinea. Distant’s description makes it clear that the paler cross-bands to
tegmina arc variable. It is likely that „\vhite cretaceous” refers to waxy
covering and not to actual coloring of substratum. In the present specimen
the tegmina are deeply evenly blackish fuliginous with only a transverse
apical spot whitish.
The species is large, of broad, heavy build, quite unlike the Kasserota
described above, and with characters which generically separate it from these.
It is remarkably similar in form as well as size to the genus Katoma described
above, and one might at first suppose them to be congeneric. But Katoma
has a complete sub-costal vein far from margin, and the costal cell with
numerous cross veins to base of tegmina, and the legs are not long and slender
like those of typical Acarninae. In Megacama there is a rudiment of a
subcostal vein anteriorly as part of the basally somewhat elongated pteros-
tigma which has about five cross-veins. The head structure is widely distinct
from Kasserota. The venation is like that of the Lophopinae in having a far
greater number of veins and cells apically than in any true Kasserota , there
being some thirty-six apical cells or more between clavus and pterostigma
and with anteapicals to correspond. It is possible that other described species
of Kasserota must be referred here.
Megacarna albosparsa (Melichar) (PI. VIII, fig. 26).
Male. Length 19 mm.; length of vertex 1 mm.; width of head 2.5 mm.,
of body across insertion of tegmina 5 mm. Vertex (figure 26 a) strongly
transverse, the width between eyes twice the length, the base and apex nearly
equally very broadly arcuate; upper part of front broadly \fisible in dorsal
view, this moiety alfco broadly arcuate anteriorly; lateral margins of vertex
broadly arcuate, the carinae distinctly, moderately, laminately raised basally.
Front (figure 26 b) once and two-thirds as long as width between middle of
eyes, median area very broadly subelliptical, little less than twice as long as
wide, its carinae weak but reaching apical margin, a condition not noted in
Kasserota . Clypeus about as long as two-thirds width of apical portion of
front and about two-thirds length of front; the median ;carina forked at
base and strongly angularly raised before apex; lateral surfaces not visible
in direct facial view. Expanded apical portion of front distinctly wider
than face across eyes and wlidth about equalling length of front. Median
area of pronotum narrowed cephalad to a subtruncate apex, and with the
usual vsubmedian pits of Kasserota. Mesonotal median carina double. Clavus
with seven cross veins.
Median area of front finely, obliquely striate from median line, stronger
apically; the vertex evenly coarsely longitudinally wrinkled; the pronotum
and mesonotum very finely, obscurely irregularly transversely wrinkled.
Treubia Vol. VI.
Pl. II.
Fitf. 1. Pyrilia sumatrensis sp. nov. ; a. head and pronotum; b. lateral view of
head; c. fore femora and tibia; d. tegmen.
2. Pyrilia sumatrensis sp. nov. Genitalia: ( i . lateral view; b. posterior view;
c. dorsal view.
3. Pyrilia protuberant St&l; a. head and pronotum; b. face; c. lateral view
of head.
4. Serida latens Walker; a. head and pronotum; b. face; c. lateral view
of head; d. fore femora and tibia; e. tegmen.
5. Lophops zebra Walker; a. lateral view of head; b. frontal view of head.
Treubia Vol. VI.
Pl. III.
Fig. 6. Lophops carinatus Kirby; a. head and pronotum; b. lateral view of head;
c. frontal view of head; d. anterior femur and tibia; e. tegmen.
7. Elasmoscelis perforata Walk. (?); a. vertex and pronotum; b. face;
c. lateral view of head; d. femur and tibia; e. tegmen; /. wing.
8. Pitambara borneensis sp. nov.; a. head, pronotum, and mesonotum;
b. face; c. side view of head; d . fore femur and tibia; e. tegmen.
9. Makota notabilis Distant; a. vertex and pronotum; b. face; c. lateral
view of head; d. fore femur and tibia; e. tegmen.
Treubia Vol. VI.
Pl. IV.
Fig. 10. Virgilia nigropicta STan; a. vertex, pronotum, and mesonotum; b. face;
c. lateral view of head; d. tegnien.
11. Virgilia luzonaisis sp. nov. ; cl, vertex and pronotum; b. face; c. lateral
view of head; d. fore femora and tibia; e. tegmen.
12. Katoma trichurensis sp. nov.; a. face; 1). vertex; c. lateral view of upper
part of face; d. quartering view of lower part of face.
16. Mcnosca vermiculata sp. nov.; a. vertex and pronotum; b. face; c. lateral
view of head; d. femur and tibia,
Treubia VOL. VI.
Pl. V.
Fig. 13. Mettosca discophora St&l; a. vertex, pronotum, and mesonotum; b. face;
c. side view of head; d. tegmen; e. wing.
14. MenoHca moro sp. nov.; a. vertex and pronotum; b. face; c. lateral view
of head; d. tegmen; e. wing.
15. Male genitalia of Mcnosca. M. vermiculata sp. nov.; a. ventral view;
b. dorsal view; c. lateral view; M. punctigcra St&l; d. dorsal view;
M. moro sp. nov.; e. dorsal view; /. lateral view.
18. Lapithasa surigaoensis sp. nov.; a. vertex and pronotum; b. face;
c. lateral view of head; d. femur and tibia.
Treubia Vol. VI.
Pl. VI.
Fig. 17.
Lapithasu \ bakeri Melichab; a.
vertex and
pronotum ;
b. face;
c. side
19.
view of head; d. tegmen.
Lapithasa simplicia sp. nov. ; a.
view of head.
vertex and
pronotum;
b. face;
c. lateral
20.
Lapithaxa obtusa sp. nov.; a.
view of head.
head and
pronotum;
b. face;
c. lateral
23.
Kasserota scptemmaculata sp. nov.; a. vertex and pronotum;
b. face;
c. lateral view of head; d. tegmen.
Treubia Vol. VI.
Pl. VII.
Fig. 21. Apia lineolata Distant; a. vertex, pronotum and mesonotum; b. face;
c. lateral view of head; d. fore femur and tibia.
Acarna karnyi sp. nov.; a. vertex and pronotum; b. face; c. lateral view
of head; d. tegmen.
22.
Treubia Vol. VI.
Pl. VIII.
Fig. 24. Kasserota senilis sp. nov.
25. Kasserota illingworthi sp. nov.; a. vertex, pronotum, and mesonotum;
6. face; c. lateral view of head; d. tegmen.
26. Megacarna albosparsa Mbl.; a. head, pronotum, and part of mesonotum;
b. face; c. lateral view of head.
FISH EGGS AND LARVAE FROM THE JAVA SEA.
By
Dr. H. C. Delsman,
(Laboratorium voor het Onderzoek dcr Zee, Batavia).
4. Dussumieria Hasseltii, Blkr. 0 )
with 14 figures and a plate.
In the text-books of Day and of Weber and De Beaufort, two species
are mentioned of the genus Dussumieria which, however, seem to be very diffi¬
cult to distinguish from each other. Dussumieria acuta has been described first
by Cuvier and Valenciennes (1848). Bleeker (1852) at first thought it
necessary to distinguish three more species, viz. Dussumieria elopsoides Blkr.,
Hasseltii Blkr. and micropus T. Schl., the latter being the Clupea micropus
described by Sciilegel in the Fauna japonica but united by Valenciennes
with his D. acuta . According to Bleeker />. hasseltii is the most common
species at the fish-market of Batavia. It has been figured first by Kuiil and
Van Hasselt but this figure has remained unedited. Afterwards, however,
Bleeker comes to other conclusions. In his Atlas ichthyologique, Part VI
(1866 — ’72), he unites his D. elopsoides with D. acuta Val. and, having rebapt¬
ized the japanese Dussumieria micropus into Etrumeus micropus, he now
writes: „on ne connait du genre Dussumieria quo deux especes”, these two
species being D . acuta C. V. and 7>. hasseltii Blkr. He now, however, writes
that Dussumieria hasseltii “est beaucoup moins commun, a Batavia, que V acu¬
ta9 9 which is just the reverse of his first statement!
Day (1889) and Weber and De Beaufort' (1913) have followed Bleeker
in distinguishing two species of Dussumieria , the must conspicuous difference
between the two being afforded by the fact that in 7). hasseltii the number of
scales along the lateral line amounts to 52 — 56, whereas in D. acuta it does not
surpass 40 — 42. The scales, however, arc extremely deciduous in Dussumieria
and it is rare to find at the fish-market a sample with any scale at all on the
lateral line. The other differences being slight and of relative value only, I
must confess that I have as yet been unable to distinguish the two species among
the material of the fish-market. On a few occasions I could count the scales
along the lateral line with fishes newly caught at sea. I always found the
(D cf. Treubia II p. 97, III p. 38, and V p. 408.
297
298
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4
number characteristic for 1 ). hasseltii: 52 — 56. This number seems to be in
fair accordance with that of the myotonies. At least I found for the number
of vertebrae 55 — 56. This number being of much significance for the deter¬
mination of the larvae, I was anxious to know the same for Dussumieria acuta
too. In general there is a certain correspondence between the number of
scales along the lateral line and the number of myotomes with fishes, and
so it might be expected that in I), acuta the number of myotomes and of
vertebrae would also be considerably smaller than in D. Hasseltii.
I therefore determined to write to Dr. de Beaufort and to ask once more
for his help by making x-rays fotos of the samples of Z>. acuta and hasseltii
in the Zoological Museum of Amsterdam. I reproduce here the fotos Dr. de
Beaufort kindly sent me (sec Plate). In D. hasseltii 54 vertebrae may be
counted, in D. acuta 55 ! From this it appears that there is no difference
at all in the number of vertebrae in the two species. It seems a somewhat
strange fact that in the one species the number of lateral scales should corres¬
pond to that of the myotomes, whereas in the other, closely related, species
there is no correspondence at all.
At my request Dr. de Beaufort tried to determine the number of scales
along the lateral line in the sampled of both species in the Amsterdam Museum.
Of D. hasseltii , however, only one was found with the scales complete — the
number being 56 — whereas no such sample was found of 7). acuta. Dr. de
Beaufort tried to count the scale-pouches in the latter and finds numbers
under 50 but more than 40 — 42, as given in the text-books, but these countings
should not be relied upon too much,, as Dr. de Beaufort himself also emphasizes.
Dr. de Beaufort thinks he finds another characteristic by which the two
species may be distinguished, viz. that in hasseltii the ventrals are situated
nearer to the tail than in acuta. This has also been observed by Bleeker, he
writes in his “Atlas”:
acuta: ventrales opposees au milieu de la dorsale
hasseltii: ventrales opposees a la moitie postcrieure de la dorsale.
However, this difference is a very slight one and, as Dr. de Beaufort
writes, the material in the Amsterdam Museum is not sufficiently large to war¬
rant the conclusion that this distinction will always hold good.
I hope to have an opportunity during my travels with the investigation-
steamer to study further the question of the tAvo species of Dussumieria and
to decide, if there are indeed two species.
However this may be, I have found only one kind of egg which could be
be stated to belong to Dussumieria.
This egg (fig. 1), fairly regularly met with in the surface plankton of the
Java-Sea, has a diameter ranging as a rule from 1,45 to 1,55 mm.
The egg-membrane is smooth and has nothing particular. The yolk, how¬
ever, shows that segmented, frothy, structure which is so characteristic of
the eggs of clupebid and eel-like fishes. The latter (whose eggs may always
be easily recognized by their large diameter and the wide egg membrane)
H. C. Dels max : Dussumieria Hasseltii.
299
being excluded in the present case, we evidently had to look among the former
for the origin of the egg under description. There is a small, colourless, oil-
globule at the vegetative pole.
The development of the egg takes about one day and a half, as may be
concluded e.g. from the following observation. An egg taken on January 12th
1922 early in the morning showed a germinal
disc. Evidently spawning had taken place dur¬
ing the preceding night. In the morning of
January 13th there was a well developed em¬
bryo with a length of slightly more than the
circumference of the egg, the tip of the tail
lying at the right side of the head. In the
course of the afternoon the larva hatched. At
another time 1 fished eggs which at 9 o'clock
in the morning showed a less far advanced
embryo, encircling about % of the circumferen-
Fig. l. Egg Of Dussumieria , ce of the egg (fig. 1) and which hatched only
X 27,7*. at 9 o'clock in the evening.
Tho newly hatched larva (fig. 2) may be recognized at once as belonging
to the clupeoid type, in the first place by the backward situation of the anus, the
latter being
found only
under the
50th myoto¬
me. In the
second place
by the seg-
Fig. 2. Newly hatched larva, X 27, 75. mented yolk,
a anus, ot otocyst, 1, 2 the anterior myotomes. and in the
third place by the peculiar arrangement of the muscle fibres in the myotomes.
The latter has already been described in my article on the development of
Chirocentrus domb (Treubia III, p. 40). The description given there wholly
applies to the present case, wtc notice here the same crossed arrangement of the
muscle fibres.
As in other newly hatched larvae the head is closely applied to the yolk,
no lower jaw having developed as yet. The eyes arc without pigment and
some distance behind them the ear vesicles (ot) may be seen. Fine black
pigment spots are scattered along the myotomes and on the upper surface of
the head. The oil-globule lies in the posterior part of the yolk. The heart
is beating within the egg already.
The development of the larva shows many points of agreement with that
of Chirocentrus dorab . Here also there occurs a considerable lengthening of
300
Treubia Vol. VI. Livr. 3 — 4.
Fig. 3. Larva 9 hours after hatching, X 27,7^ h heart.
the embryo during the first hours, as may be seen from a comparison of fig. 2
and fig. 3, the latter representing an embryo of 9 hours. The number of the
myotomes can now be determined accurately. In one specimen (the one figu¬
red) I found 50, in two others each 49 myotomes in front of the anus, whereas
behind the latter there follow only some 5 or 6. In fig. 4 some of the black
pigment cells are shown at a stronger enlargement.
With clupeoid eggs I
generally succeeded in
rearing up the larvae
until the moment when
the yolk is used up and
the eyes have become
black, two phenomena
which almost invariably
coincide. This stage having
been reached it was not
as a rule more than
half a day before the
larvae died.
This was the case also with the larvae of Dussumieria. In about two days
and a half the yolk is used up and the eyes have become black, andi I could not
keep the larvae alive more than three days. In Chirocentrus dordb it takes
about three days before this "critical” stage, as we might call it, is reached.
When writing my article on the development of Chirocentrus I had not yet
succeeded in rearing the larvae up to this stage which I knew only from plank¬
ton-catches and showed there in fig. 7. Since, however, I have been able to
obtain this stage by rearing up the larvae from the eggs and I could state
in this way that the larva of Chirocentrus shown in fig. 7 of the article
mentioned is 3 X 24 hours old.
In Dussumieria , now, it is especially the development of the head during
this period which ’draws our attention and which allows us to distinguish the
H. C. Delsman: Dussumieria Hasseltii.
301
Head of a larva of 18 14 hours,
lc 1 first gill-slit, (fc 2) rudiment
of second gill-slit, m mouth, p rudiment
of pectoral fin, sp ? rudimentary spiracle?
Pig. 5
X 37
pelagic larvae at first sight from those of other elupeoid fishes, e.g. from
those of Chirocentrus.
In fig. 5 we see the head of a larva 1814 hours after hatching. Below the
auditory vesicle the first gill open¬
ing (kl) has broken through,
whereas this is not yet the case
with those following behind ( k2 ,
etc.), of which, however, the rudi¬
ment may be seen. In fig. 6, the
head of a larva 29 hours af¬
ter hatching, these are breaking
through and the first is widening,
assuming more the form of a hole
than of a slit. This becomes more
evident still in fig. 7 and 8, showing
a larva of 48 hours. Here all the gill-
slits have broken
through but the
openings are so
wide that one may
look through them
straight across the
head of the larva,
in the same way
as is the case in
young larvae of
Ampliioxus. This
is partly caused
also by the retard¬
ed development
of the gill-cover of
which in fig. 7 the
first rudiment on¬
ly may be discov¬
ered (gx.).
Just as in Chirocentrus dorab the first rudiment of the pectoral fins
appears under the limit of the third and the fourth myotome (cf. figs. 5,
6 and 8).
The most striking feature of the head of the larva of Dussumieria, how¬
k 7, k
Fig. 6. Head of a larva, X 45.
k 3, gill-slits, l. e. left eye, r. c. right eye, u. j. lower jaw.
ever, is the wide, gaping mouth with the pointed jaws and the strongly devel¬
oped dentition. In all this it shows an undeniable resemblance to the head of
eel larvae, whereas that of the larva of Chirocentrus corresponds more
to the elupeoid type where the mouth does not gape in this manner and where
the dentition is insignificant.
302
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
In the stage of fig. G the lower jaw
begins to grow out and in figs. 7 and 8
it is well developed. In this stage the ru¬
diments of the teeth begin to appear. In
fig. c of the plate and in 9 finally, we see
clearly the muraenoid type which the par¬
ticular development of the mouth gives to
the head of the larva. It seems that in
this stage the mouth cannot yet be closed.
The yolk which in the stage of fig. 3
reaches to under the myotome nr. 26, and
in that of fig. G to under the myotome
nr. 20, has been nearly resorbed in the
stage of fig. 7, and the small oil-globule
has disappeared altogether.
In the stage of fig. 5 the small black
pigment spots have spread also over the
surface of the yolk and along the gut, but
have disappeared from the unpaired dorsal
fin fold where in later stages, figs. 7 and
c of the plate, we find only a few scattered
pigment spots in the anterior half. In
fig. c of the plate we see a number of re¬
gularly arranged black spots along the
underside of the gut, and a similar series
along the upper half of the myotonies.
A typical pigment-spot is that imme¬
diately in front of the pectoral fin (cf.
figs. 9, 10, 11), whereas two small pig¬
ment-spots are found invariably on the
upper side of the head between the eyes,
at the limit of the telencephalon and the
mesencephalon (which may be easily recog¬
nized through the transparent roof of the
skull). The latter pair of small pigment
spots may be recognized even in much
older stages (cf. figs. 7, 9, 13#).
As to the number of myotonies in
front of the anus this remains fairly con¬
stant. In fig. 3 we count 50 myotonies in
front of the anus and some 5 more behind
it, besides the unsegmented terminal part.
In the larva of fig. 6 the same number was
found. In fig. 7 48 prae-anal myotomes
303
H. C. Delsman : Dussumieria Ilasseltii.
may be counted, in fig. c of the plate 49 and in fig. 10 50. In fig. e of the
plate the native artist has not drawn the correct number of myotomes, no
such mistakes occur in the other figures, drawn by myself.
Besides by the particular shape of the head with its large mouth with well
developed dentition, the larva of Dussumieria may be easily distinguished
from elupeoid larvae by its elongated, slender appearance and its transparency.
There is, however, no question of a bandshaped larva as in eels and in
Albula, Elops and Megalops, which will be dealt with in a following article.
Fig. 9. Heart of the larva shown in fig. c. of the
plate. X 27,7s.
• — ■ — ■ — ■ - - - . 5 m ft.
Fig. 10. Larva of 22 mm.
In fig. 10 a larva is shown in which the dorsal, the anal, and the caudal
fins are developing, but where the unpaired fin-fold is still present. The
304
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
ot
Fig. 11. Head of a larva of 23 mm., X 24,7. p.t. palatine teeth.
head of a similar larva is shown in fig. 11. The mouth can now be closed.
The upper jaws arc broader and reach further outwards than the lower jaws
and in accordance with this the teeth in the upper jaws are directed inwards,
those in the lower jaw outwards. On each of the palatines also a pair of
teeth are present. The left pair may be seen in fig. 11 (pt). The gill-cover
(gx.) is developing but does not yet cover the gills. The mouth opening
still reaches to far under the eyes.
Along the underside of the gut a number of smaller pigment spots have
appeared between the larger ones already present in the stage of fig. c of the
plate. Laterally on the myotonies we still find the same regularly arranged
pigment spots as in former stages. In the larva of fig. 9 I found them on the
myotomes nr. 5, 8, 11, 17, 22, 29, 36, 41 and 45r in a larva of liman, and with
51 prae-anal myotonies, on myotomes nr. 1 — 2, 3, 9, 13, 18, 24, 33, 39 and 45,
in the larva of fig. 10 on nr. 6 — 7, 11, 16, 21, 27, 31, 36, 42 and 47 and
in that of fig. 11 on nr. 7, 11, 15, 21, 26, 35, 41 and 47. Thus the number
and the situation show a certain variation, as might be expected.
Behind the anus some 10 or 11 myotonies may be counted now. In this
stage the larva swims in the same manner as an eel or a snake.
After the stage of fig. 10 the larva gradually assumes a more clupeoid
appearance, becoming less elongated and transparent. These further advanced
stages are found among the so-called “tri nassi” which is the Malayan name
for a mixture of several kinds of small, scaleless, fish larvae, caught near the
coast with fine nets and among which larvae of Stolephorus (“tri”) play the
main role. On the Malayan Peninsula this “tri nassi” is known by the name
“bunga ayer” (cf. Maxwell, Malayan Fishes, 1921). From this “tri nassi”
the stages shown in figs. 12 and 13 have been gathered. The larvae of Dus-
sumieria may now be distinguished at first sight from those of other clupeoid
fishes by the pointed shape of the head.
In fig. 12 the series of black pigment spots on the myotomes is still
present, in fig. 13 they have disappeared; neither are they found any longer in
subsequent stages. Intermediate stages show that they disappear in forward
II. C. Delsman : Dussumieria Ilasseltii .
305
order of succession. Those along tlie gut have been covered by the myotomes
which have grown down to the left and the right of the gut. New pigment
spots have appeared on the underside of the tail, especially behind the anal
fin. A first indication of pigmentation in this region is seen in fig. 10.
Also at the base of the tail and on the tail fin a few pigment spots have
appeared.
15
44
Pig. 12. Larva of 36 mm. (the ventral side being damaged).
7
42
13. Larva of 42 mm.
v. ventral fins.
14. Larva of Cliirocentrus dorab of 28 mm.
v. rudiment of the ventral fins.
In fig. 13 the ventral fins have formed, and probably in fig. 12 their
first rudiment might have been seen, were it not that the larva shown there
was damaged ventrally. ]n the dorsal fin 21 rays may be counted in fig. 13,
of which, however, the anterior one is very small. In the anal fin 15 fin
rays are present.
In fig. 12 the posterior extremity of the maxillary still reaches to below
the eye, in fig. 13 this is no longer the case. In the adult form we find in
Dussumieria acuta the maxillary “not reaching below frontmargin of eye”
and in D. hasseltii “nearly reaching below frontmargin of eye” (Weber
20
306
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
and De Beaufort, II, p. 22,23). In the larva, as shown by figs. 9 and 11,
however, it reaches to far below the eye.
Even in fig. 13 we still find the two minute pigment spots on the upper
side of the head between the eyes, which were so characteristic for the
younger larvae.
The scales seem to appear fairly late. At least in larvae of 7 cm. length
I have not found them yet. These larvae showed a lateral silvery band as
found in Stolephorus during the whole lifetime.
A last point w7hich deserves our attention is the number of myotonies in
front of the anus. Just as in Chirocentrus dorab we see this number decrease
gradually. Evidently the anus moves forwards during development. Where¬
as in the younger stages wre found 49 or 50 myotomes in front of the anus
and not more than 10 or 11 behind it, wre now count 44 pre-anal myotomes in
fig. 12 and 42 in fig. 13. At the same time the number of past-anal myotomes
increases to 14 in fig. 12 and 1G in fig. 13. In the adult fish, as we have vseen
above, there are only 40 pre-anal vertebrae.
The same forward movement of the anus was noticed in Chirocentrus
dorab (cf. Treubia, Vol. Ill, p. 38). Here we find some 53 or 54 preanal
myotomes in the newly hatched larva, which number increases in slightly
older larvae to 57. Then, however, a gradual decrease begins. I showed a
larva of 20,5 mm. with 54 pre-anal myotomes, and I mentioned one of 22 mm.
in which only 52 were present. I have since caught a still somewhat older
larva, of 28 mm., and I seize the opportunity offered here to give a figure
of it (fig. 14). It confirms the supposition made in my article on Chirocen-
trust that during further development the number of pre-anal myotomes must
decrease further, as in the adult form we find only 43 or 44 pre-anal vertebrae.
In the larva of fig. 14 we find indeed 49 or 50 pre-anal myotomes.
The dorsal and anal fins have developed further. In the dorsal fin 16 fin
rays could be counted, in the anal fin 32.
As shown by fig. 8 of my article on Chirocentrus the anus lies originally
behind the rudiment of the dorsal fin. In fig. 9 we see the anus' and the be¬
ginning of the anal fin under the posterior half of the dorsal fin, in fig. 16 of
the present article under the anterior half, whereas in the adult form the anus
and the beginning of the anal fin lie right under or even slightly in front
of the beginning of the dorsal fin. The latter however, is neither constant
in its situation during development. In fig. 8 of the article on Chirocentrus
we see it above the myotome nr. 52, in fig. 9 above nr. 49 and in fig. 14 of
the present article above nr. 48. This is due, no doubt, partly also to the fact
that new fin rays are formed in front.
We have found then, that in Chirocentrus dorab during the development
of the larva into the adult form the anus moves forwards from myotome
nr. 53 — 54 to myotome nr. 43 — 44, and in Dussumieria acuta from myotome
nr. 49 — 50 to myotome nr. 39 — 40. This result has proved of great value also
for further investigations on eggs and larvae of clupeoid fishes, to which my
Treubia Vol. VI.
Pl. IX.
Fig. a. b. Rontgen-foto of a Dussumieria hasseltii and b Dussumieria acuta
from the Amsterdam Museum.
Fig. c. Planctonic larva of 9i^ mm. length. The number of myotomes in this
figure is not correctly represented.
H. C. Delsman: Dussumieria Ilasseltii.
307
uncertainty as regards this question at first offered obstacle. Later on
I hope to report on these investigations but it may be mentioned here already
that they show in the species of the genus Clupea of the Java-Sea that the
number of pre-anal myotomes as a rule decreases from 38 — 40 in the newly
hatched larva to 28 — 30 in the adult from, and in the species of the genera
Engraulis and Stolephorus from 25 — 29 in the larvae, to 19 — 22 in the adult.
This allows us to identify at least the genus of pelagic larvae, those in which
the number of pre-anal myotomes lies between 30 and 40 belonging to Clupea,
and those with 20 to 30 pre-anal myotomes to Engraulis and Stolephorus.
In short I hope to revert to these genera.
Batavia 1923.
ON THE “RADJUNGANS” OF THE BAY OF BATAVIA.
By
Dr. H. C. Delsman (Batavia)
and
Dr. J. G. de Man (Ierseke, Holland),
with 6 plates and 8 figures.
The best-known edible crab of Java is the “kepiting”, Scylla serrata
(Forskal), which is caught quite near the coast in very shallow water and
in the salt-water fish-ponds along the coast, where it lives in holes. It is
the “mangrove-crab ’ ’ of Australia where it occurs especially along the
northern coasts (Plate X, a).
Another swimming crab is landed almost daily in considerable quantity
at the fish-market of Batavia and meets with a ready demand by the native
consumers. It is known by the Malayan name “radjungan”, and is identical
with the “blue swimming crab” of the Australians: Neptunus pelagicus
(Linne). Especially the males are beautifully coloured and form a true
ornament in our newly opened seawater aquarium. The females are of much
duller colour and would not themselves deserve the name “blue” swimming
crabs. Moreover they arc smaller than the males and have relatively smaller
chelipeds.
That this species plays an important role also in Australia is evident
from what Stead (a) writes on it:
“N. pelagicus is the most common of our pelagic Brachyura, being the
principal edible crab of the Sidney Fish Markets. Incidentally I might
mention that great numbers of these are sold every morning in these markets,
with an occasional sprinkling of four other species, viz. Nept. sanguinolentus ,
Scylla serrata, Charybdis cruciatus and Platyonychus bipuslulatus”.
Along the Atlantic coasts of America a simtilar role is played by the
kindred “blue crab”, Callinectes sapidus, whose life history has been studied
(1) D. G. Stead. 1898, Contribution to a knowledge of the Australian Crustacean
Fauna, I, Observations on the Genus Neptunus , in: Proc. Linnean Society of N. S.
Wales, Vol. XXIII.
308
H. C. Dklsman and J. G. de Man: Radjungans.
309
in detail by Hay ( 1 ) and Churchill, (1 2 3). In some places it has even given
rise to an important industry (s). The crabs are cooked, the meat is picked
out with a sharp-pointed knife and packed in tin cans which are packed
again in barrels with ice. The waste remnants of shell are sold to fertilizer-
factories.
Although the common radjungan strongly prevails among the catches
landed at the fish-market of Batavia, yet we sometimes find a number of
other species among them too, though never in any considerable quantity.
Gradually I have gathered some nine of these species, known among the na¬
tives as radjungan, radjungan bintang (bintang = star), r. karang (karang =
coral), r. batu (batu = stone), r. hidjau (hidjau = green), r. batik (batik =
the native way of applying coloured ornaments on cotton, as a rule brown
and blue) and r. angin (angin = air, wind). They were all sent to Holland
for examination and identification, the results of which are found below.
1. Neptunus pelagicus (Linne), radjungan (Plate Xb and XI).
Pa gurus Reidjungm, G. E. Rhumpiiius, D’Amboinsche Rariteitkamer, Amster¬
dam, 1705, 1st book, p. 11 and plate VII, R. (Rhumphius Gedenkboek,
edited by the Koloniaal Museum, at Haarlem, 1902, p. 103).
Cancer pelagicus , Linne, Museum Ludovicae Ulricae Reginae, Ilolmiac, 1764,
p. 434.
Tjupea pelagica, II. Milne Edwards, Hist. Nat. des Crust. 1, 1834, p. 450.
Portunus (Neptunus) pelagicus, W. de IIaan, Fauna Japonica, Crustacea,
1835, p. 37, Tab. IX $ , Tab. X •
Neptunus pelagicus , A. Milne Edwards, Archives du Museum, X. 1861, p. 320.
Neptunus pelagicus, A. Alcock, Materials for a Careinological Fauna of
India, Nr. 4. The Brachyura Cyclometopa, Part II. The Families Portuni-
dae, Cancnidae and Corystidae. Calcutta, 1899, p. 34 (in: Journal Asia¬
tic Soc. of Bengal, vol. LXVIII, part. II, nr. 1, 1899).
Distribution: Red Sea (Suez), Mediterranean (Port Said), Indian Ocean
(Natal, Zanzibar, Mozambique, Madagascar, Coasts of India), Persian
Gulf, Mcrgui Archipelago, Singapore, Indian Archipelago, Philippines,
coasts of Australia (Port Jackson, Swan River, .Shark Bay, Western
Australia), New Zealand, New Caledonia, Tahiti, China Sea, Japan.
(1) Hay, W. p., 1905, The Life History of the Blue Crab, in: Report U. S. Bureau
of Fisheries, 1904.
(2) Churchill, E. p., 1919, Life History of the Blue Crab, in: Bulletin Bureau
of Fisheries, Vol. 36, p. 95.
(3) Roberts, W. A., 1905, The Crab Industry of Maryland, in: Report Bureau
of Fisheries, 1904, p. 423.
Churchill, E. P., 1919, crab Industry of Chesapeake Bay, ibid. 1918,
appendix IV.
310
Treubia Vol. VI, Live. 3 — 4.
Rumpiiius (l.c.) already says that this is the most common of edible crabs,
but he reckons among this species also the Neptunus sanguinolentus (Herbst)
which in the Bay of Batavia is much less common. He says further that the
Malayans call it Reidjungan, Reidjucan and Hindu Hindu, also Cattam
(ketam) bulan (which means “moon-crab”). The Amboinese call it “Lcytim
Yatallan” after the resemblance to the out-spread wings of the bird Tallan,
i.e. the “shear-bird” (Fregata).
Among the species of swimming crabs mentioned in this article this is
the one in which the sexual dimorphism is most strongly pronounced, the
males being larger and having more elongated limbs than the females, and
showing a fine blue colour which is missing in the latter. II. Munro Fox
(cf. Nature, 1924, p. 714) has traced the migration of this species through
the Suez Canal into the Mediterranean since 1889. It is found now along
the Mediterranean coast from Alexandria to Haifa.
2. Neptunus sanguinolentus (Herbst), radjungan bintang (Plate XII a).
Cancer sanguinolentus, el. F. W. Herbst, Vcrsuch einer Naturgeschichte der
Krabben und Krebse, Berlin, 1790, Bd. I, p. 161, Tab. VIII, figs. 56, 57.
Lupea sanguinolenta, II. Milne Edwards, Hist. Nat. dcs Crustaces, Paris,
1834, I, p. 451.
Neptunus sanguinolentus, A. Milne Edwards, fitudes zoologiques sur les
Crustaces reccnts de la famille des Portunicns, in: Archives du Museum,
X, 1858—1861, p. 319.
Neptunus sanguinolentus, A. Alcock, Materials for a Carcinological Fauna
of India, Nr. 4. The Brachvura Cyclometopa, Part II, The Families
Portunidae, Cancridae and Corystidae, Calcutta, 1S99, p. 32 (in: Journal
Asiatic Society of Bengal, Vol. LXV1II, Part II, nr. I, 1899).
Distribution: Red Sea (Coast of Erythraea), Natal, Cape of Good Hope,
Indian Ocean, Indian Archipelago, China Sea, Japan, Hawaiian Islands,
East- and South-Australia.
No such marked sexual dimorphism as in Neptunus pelagicus occurs in
the present species, males as well as females having the general appearance
and colour of the female of the foregoing species, without, however, quite
attaining the size of the latter.
As to their occurrence round the Hawaiian Islands Henshaw 0) re¬
marks: “The common bay crab, numbers of which arc brought in every time
the fishermen draw their nets” (Neptunus pelagicus is not mentioned for
the Hawaiian Islands).
(1) cf. Mahy J. Rathbun, The Brachyura and Macrura of the Hawaiian Is¬
lands, in: Bulletin of the U. S. Fish Commission, Vol. XXIII, part III, 1906.
H. C. Delsman and J. G. de Man : Radjungans.
311
3. Charybdis (Goniosoma) erythrodactyla (Lamarck) (Plate XV a).
Thalamita erythro-dactyla, H. Milne Edwards, Hist. nat. Crust. I, 1834, p. 464.
Goniosoma erythrodactylum, A. Milne Edwards, in: Archives du Museum,
T X, 1861, p. 369.
Goniosoma erythrodactylum, J. G. de Man, Ueber einigc ncue oder selteno
indopacifische Brachyuren, in: Zool. Jahrb. Abt. Systematik, Bd. IV,
1889, p. 424.
Charybdis erythrodactyla, G. Nobili, Bull, scicntifiquc France et Belgique,
XL, 1906, p. 118, fig. 3.
Charybdis (Goniosoma) erythrodactyla, G. Nobili, Faunc Carcinologique de
la Mer Rouge. Decapodes et Stoinatopodcs, in: Annales Sc. Nat. 9e serie,
Zool. T. IV, 1906, p. 194.
Distribution: Red Sea (Djeddah), Amirantc Islands, Ceylon, Mauritius,
Moluccas, Flores, Tahiti, Marquesas and Hawaiian Islands.
The only sample ever brought to us from the Bay of Batavia, a male,
is figured here. The upper surface of the carapace is covered with short felt,
with the exception of the teeth, of the border and of the granular transverse
ridges shown in the figure. Colour dark olive-green with a large, round,
red blot on the branchial regions. Fore-legs pale flesh-coloured, fingers at
the proximal half purple-red, the distal half and the teeth black; spines red
at the base. Walking and swimming legs reddish, covered with red dots.
4. Charybdis (Goniosoma) cruciata (llerbst), radjungan karang (Plate
XII b).
G. E. Rumphius, D’Amboinschc Rariteitkamer, 1705, 1st book, p. 11, and plate
VI, letter R.
(Rumphius Gedenkboek, 1902, p. 102, under the name: Goniosoma cruciferum
(Fabr.) A. M. Edw.).
Cancer cmciatus, J. F. W. IIerbst, l.c. Bd. II, Heft 5, 1794, p. 155, Tab. 38,
fig. 1.
Portunus crucifer, Fabricius, Supplementum Entom. Syst. 1798, p. 364.
Thalamita crucifera, II. Milne Edwards, l.e. 1834, p. 462.
Goniosoma cruciferum, A. Milne Edwards, l.c. 1861, p. 371.
Charybdis (Goniosoma) crucifera, A. Alcock, l.c. 1899, p. 51.
Charybdis crxiciuta, M. J. Ratiibun, The Danish Expedition to Siam 1899 —
1900, V, Brachyura. Coponhague, 1910, p. 363 (in : Kgl. Danske Vidensk.
Selsk. Skrifter, 7. Raekke, Naturvidensk. og. Mathem., section V. 4).
Distribution: Indian Ocean, South Africa (Port Alfred), Indian Archipelago,
China Sea, Japan, Australia.
312
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
This species is fairly often met with at the Pasar ikan. Although the
malayan name seems to imply that it is found especially on the karang (coral-
reefs), yet there seems to be no question of a preference of the animal to the
latter. It is found on muddy ground and in the sero’s as well.
Rev. Stebbing (A history of Crustacea, London, 1893) writes: “It is per¬
haps this species that suggested the story found in the old writers that on
one occasion, to calm the sea, Xavier threw a crucifix into it, and that this
was afterwards restored to him by a crab.”
The fine brown and creme colours make this species one of the most
beautiful swimming crabs.
5. Charybdis (Goniosoma) natator (lierbst) H. M. Edw., radjungan
batik (Plate XIII a).
Cancer natator , J. F. W. ITerbst, Naturgesehichte der Krabben und Krcbsc
II, 1796, p. 156, PI. XL, fig. 1.
Thalamita natator , H. M. Edwards, Histoirc naturelle des Crustaces, I, 1834,
p. 463, PI. 17, figs 13 and 14.
Portunus (Charybdis) granulatus, \V. de Haan, Fauna Japonica, Crustacea,
1835, p. 42, PI. I, fig. 1 .
Goniosoma natator, A. Milne Edwards, Archives du Museum X, 1861, p. 370,
385.
Charybdis (Goniosoma) natator, A. Alcock, Materials for a carcinological
Fauna of India, Nr. 4, Part II. Calcutta 1899, p. 61.
Distribution: Red Sea, Mozambique, Natal, Mayotte, Amirantc Islands, Ceylon,
Madras, Pondicherry, Singapore, Phillippdnes, Penang, Celebes, Amboina,
Shanghai, Japan.
This species shows a very wide distribution but I suppose it is nowhere
very common: Professor Alcock (l.c.) says that only 10 samples are present
in the Indian Museum at Calcutta, from Ceylon, Madras and Pondicherry,
and one from Singapore, and in all my (De Man’s) publications it is men¬
tioned only twice. Neither does it occur often in the remaining literature.
The best figure is that given by De Haan (l.c.), where, however, the
anterior one of the six lateral teeth of the carapace appeal's not sufficiently
truncate. De Haan himself, however, already remarks in his description
“Dentes laterales supremi truncati (obtusiores quam in figura laudata)”.
•One may recognize CJucr ybdis natator (Hcrbst) easily by the reddish colour
of the lateral and frontal teeth, by a number of transverse and finely gra-
nulous ridges on the carapace and by the numerous spines and knobs on the
fore-legs which, .moreover, sHbw a blue tint on the inner side of the base of
the fingers of the chela.
H. C. Delsman and J. G. de Man : Radjungans.
313
6. Charybdis (Goniosoma) lucifera (Fabr.), radjungan batn (Plate
XIII b).
Portunus lucifer, Fabricius, Supplcm. Entom. Syst., 1798, p. 364.
Goniosoma quadrimacuUitum , A. Milne Edwards, l.c. 1861, p. 375, plate
XXXIV, fig. 3.
Goniosoma luciferum, J. G. de Man, Report on the Podophthalmous Crustacea
of the Mergui Archipelago, London 1888, p. 83 (foot-note), in: Journ.
Linn. Society, Zoology, Vol. XXII.
Charybdis (Goniosoma) quadrimaculata , A. Alcock,1. c. 1899, p. 54.
Charybdis lucifera , M. J. Rathbun, l.c. 1910, p. 364, plate II, fig. 10.
Distribution: Coasts -of the British-Indian Peninsula, Malabar, Siam, Java
(Batavia, miss Rathbun).
7. Thalamita crenata Ltr., radjungan hidjau 1 (Plate XIV a).
Portunus crenutus, Latreille, Collection du Museum.
Thalamita crenata, E. Ruppell, Beschreibung und Abbildung von 24 Arten
kurzschwanziger Krabben. Frankfurt a.M. 1830, p. 6, plate 1, fig. 2.
Thalamita crenata, H. Milne Edwards, Hist. Nat. des Crustaces, I, 1834,
p. 461.
Thalamita crenata, F. Krauss. Die Sudafrikanischen Crustaceen. Stuttgart,
1843, p. 25.
Thalamita crenata, A. Milne Edwards, Archives du Museum, X, 1861, p.
365, 367.
Thalamita prymna, R. Kossmann, Zool. Ergebnisse einer Reise in die Kiistcn-
gebiete des Rothen Meeres, Leipzig, 1877, III, Malacostraca, p. 47.
Thalamita creyiata, J. G. de Man, in Journ. Linn. Soc. London, Zoology, vol.
XXII, 1888, p. 79, and in: Abhandl. Senckenb. Naturf. Gescllschaft,
Frankfurt a.M. Bd. XXV, 1902, p. 644.
Thalamita crenata, A. Alcock, l.c. p. 76.
Distribution: Red Sea (Suez), Indian Ocean (coast of Natal, Mozambique,
Madagascar, Bombay, Persian Gulf, Mergui Archipelago, Andamans,
Penang, Singapore), Indian Archipelago, Cape York, New Caledonia,
Samoa, Fiji, Marquesas and Society Islands, Carolines, Liu-kiu-lslands,
coasts of China.
Kossmann (l.c.) and Alcock (l.c.) are inclined to consider as belonging
to one all the species of the genus Thalamita in which, as in Thalamita prymna
(ITerbst), eight frontal teeth are present and the basal joint of the outer
antennae is much broadened, this one species then being Thai, prymna (Herbst).
The species mentioned are: Thalamita crenata Latr., coeruleipes Jacquinot
and Lucas, crassimana Dana, spinimana Dana, picta Stdmpson, Danae Stimp-
son, and Stimpsonii A. M. — Edw. Alcock (l.c. p. 76), however, says: “But
314
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
as it is only occasionally that one encounters specimens that show a combi¬
nation or confusion of characters I prefer, for convenience, to consider the
usually accepted species as distinct”. With which opinion I agree (De Man).
M. Weber (Zool. Ergebnisse einer Reise in Niedcrl. Ost-Indien, II, p.
285) collected a few more species of this genus near the isle of Enkhuizen in
the Bay of Batavia. These are: Thalamita prymna and Admete Ilerbst,
besides Th. Danae Stimpson.
8. Thalamita Danae Stimpson, radjungan hidjau 11 (Plate XIV b).
Thalamita crenata , J. D. Dana, U. S. Explor. Exped. Crustacea, Pt. I. p. 282,
plate XVII, figs. 7 a — b.
Thalamita Danae, W. Stimpson, in : Proc. Acad. Nat. Sciences of Philadelphia,
March 1858, p. 37.
Thalamita Danae, A. Milne Edwards, Archives du Museum, X, 1861, p. 366,
plate XXXVI, figs. 1—1 c.
Thalamita Danae, J. G. de Man, in: Journal Linn. Soc. London, vol. XXII,
1888, p. 78, plate IV, figs 8 and 9, and in: Notes from the Leyden
Museum, vol. XV, 1893, p. 285, and in: Abhandl. Scnckenb. Naturf. Ge-
sellsch., Frankfurt a.M., Bd. XXV, 1902, p. 644, plate XXI, fig. 28.
Thalamita Danae, A. Alcock, l.c. p. 77.
Distribution: Red Sea (Obock), Mozambique, Mergui Archipelago, Andaman-
Islands, Indian Archipelago (Padang, Java, Amboina, Ternate, Timor,
Ceram), Hongkong, Auckland.
In his article (l.c. 188) on the Crustacea Podophthalma of the Mergui-
Archipelago De Man has suggested that Thalamita Stimpsoni A. M. Enw.
(l.c. 1861, p. 362, PI. XXXV, fig. 4) must be considered as a variety of Thai.
Danae. If, however, one compares the full-grown samples of Thai. Dana-e and
Thai, crenata with each other, the differences are so great that it seems
almost impossible that these two species should be identical.
9. Podophthalmus vigil (Fabr.), radjungan angin (Plate XV b and c).
Portunus vigil, J. C. Fabricius, Supplementum Entomol. Svst. 1798, p. 363,
nr. 1.
Podophthalmus spinosus, J. B. P. A. de Lamarck, Hist. Nat. des Animaux
sans Vertebres, V. p. 157.
Podophthalmus spinosus, A. G. Desmarest, Considerations Gcneralcs sur la
Classe des Crustaces etc., Paris, 1825, p. 100, plate 6, fig. 1.
Podophthalmus vigil, H. Milne Edwards, Histoire naturelle des Crustaces,
I, 1834, p. 467, and in : Regne Animal de Cuvier, Atlas, plate IX, fig. 1.
Portunus (Podophthalmus) vigil, W. de IIaan, Fauna Japonica, Crustacea,
1835, p. 44.
II. C. Delsman and J. G. de Man: Radjungans.
315
Podophthalmus vigil, A. Milne Edwards, in: Archives du Museum, X, 1861,
p. 420.
Podophthalmus vigil, E. J. Miers, Report on the Challenger Bracliyura,
London, 1886, p. 207.
Podophthalmus vigil, J. G. de Man, in : Sammlungen des Geologisehcn Reichs-
Museums in Leiden, Ser. I, Bd. VII, Leiden, 1904, p. 274.
Distribution: Red Sea, Indian Ocean, coasts of Siam, Japan, Hawaiian Islands.
This species, distinguished from all other indopacific swimming crabs by
its enormously elongated eye-stalks which occupy together the whole breadth
of the carapace, was thus far missing in all the Decapoda-collections identified
by me (De Man). All these collections, however, belonged to the litoral fauna,
not to the deeper water. The Batavian fishermen bring it up from a depth
of about 15 fathoms, while fishing there for “peperrek” (small fishes belonging
to the genera Equula and Gazza).
In this species also the sexual dimorphism is very evident, the males being
here, as in Neptunus pelagicus 9 larger and having more elongated limbs than
the females.
Good figures of this species are to be found in the above mentioned
work of Desmarest and in Cuvier’s Regne animal. Professor Alcock, curi¬
ously enough, does not mention it in his “Materials” of which the part on
Portunidae appeared in 1899. He, however, describes a second species of this
genus under the name of Podophthalmus nacreus A. Alcock; this species,
living in the Gulf of Martaban and on the coasts of the Andaman Islands,
.Glows a quite different carapace which is less strongly broadened, whereas
the eye-stalks reach to beyond the large lateral tooth of the cephalothorax.
The Pod. nacreus, the second species known of this genus, approaches in its
characters and external appearance the genus Euphylax described in 1862
by Stimdson and comprising the swimming crabs of the West-Indies.
In 1904 I wrote (l.c.) on some ten samples of Podophthalmus vigil from
post-tertiary layers of the Minahassa, Celebes.
For the sake of easy determination Dr. de Man has made the following
dichotomous table.
Table for the determination of the Batavian radjungans.
I. Eye-stalks of moderate length, the latter being always considerably less
than the breadth of the front, i.e. the part situated between the two eye¬
holes. Front directed horizontally forwards, not bending downwards.
Outer border of the eye-holes reaching laterally less far than the next
following part of the carapace which bears a series of teeth of which the
hindmost reaches furthest outwards.
A. Lateral border of the carapace with nine teeth 0), including the
(1) To this group belongs also the common “kepiting” (Scylla serrata ).
316
Treubia Vol,. VI, Live. 3 — 4.
tooth on the outside of the eye-hole. The hindmost of these teeth
terminating into a fairly long spine.
1. A sharp spine at the end of the hind border of the arm of the
forelegs. Posterior half of the carapace without three large red
round spots.
Neptunus pelagicus Linne.
2. Hind border of the arm of the fore-legs without spine at the
extremity. Three large red roundish spots on the
posterior half of the carapace.
Neptunus sanguinolentus (Herbst).
B. Lateral border of the carapace with six or seven teeth, including
the tooth on the outside of the eye-hole.
1. Lateral border of the carapace with seven teeth, the second and
the fourth one being rudimentary.
Charybdis (Goniosoma) erythrodactyla (Lamarck).
2. Lateral border with six teeth of equal size.
a. The first or anterior one of these six teeth, which forms the
outer border of the eye-hole, is truncate or even slightly concave.
aa. The whole animal looks smooth, hairless. N o trans¬
verse finely granulous ridges occur on the posterior half
of the carapace, behind the finely granulous and slightly
curved line which unites the hindmost lateral teeth. First
or anterior lateral tooth generally slightly concave. Fore¬
legs smooth, with spines but not granulous. On the
middle of the carapace a pale figure in the shape of a
cross, and on both sides two pale bands uniting anteriorly
and ending on the outside of the eye-holes.
Charybdis (Goniosoma) cruciaba (Herbst).
bb. The whole animal covered with a very short, grey, felt-like
hair-coat which, however, leaves free the finely granulous
ridges on the carapace, the margin of the lateral and front¬
al teeth, the spines and knobs of the fore-legs, these free
parts all showing a bright red colour. On the posterior half
of the carapace, behind the finely granulous transverse ridge
joining the posterior lateral teeth, a few more finely
granulous transverse ridges are found, viz. one, interrup¬
ted for a short distance in the middle, on the regio car -
diaca, and on either side two shorter ones, one behind the
other, on the regio branchialis, the anterior one of these
being slightly broader than the posterior one. The first
317
H. C. Delsman and J. G. de Man: Radjungans.
or anterior one of the six lateral teeth truncate, but not
concave. Fore-legs coarsely granulous.
Charybdis ( Gonwsovm ) natator (Herbst). H. M. Edw.
b. The first or anterior one of these six teeth, which forms the
outer border of the eye-hole, terminates in a pointed tip, in
the same way as the outer ones. On the posterior half of the
carapace four large pale spots, two on either side, the median
ones being larger than the outer ones.
Charybdis (Goniosoma) lucifera (Fabricius).
C. Lateral border of the carapace with five teeth, including the first
or anterior tooth at the outer border of the eye-holes and sometimes
with little denticles in the interdental spaces. The fourth lateral
tooth has the same size as the fifth or posterior one, not much
smaller.
a. Upper surface of the carapace smooth, the transverse lines on the
anterior half very finely granulous, not very conspicuous. Chelae
on the outer and the inner side, as well as the under surface,
completely smooth.
Thalamita crenata Latr.
b. The granulous transverse lines on the upper surface of the cara¬
pace very conspicuous, the anterior four strongly developed. Chelae
Fig. 1. Underside of the fore leg of a Thalamita crenata Latr.
j) „ Danae Stimpson.
318
Treubia Vol. VT, Livr. 3 — 4.
on the outer and the inner side, as well as on the under surface,
distinctly granulous; the ridge running — as in C a — on the
outer side and reaching to the end of the unmovable finger, begins
already at the articulation of the proceeding joint (the carpus)
which is not the case in C a . Besides there is here a second,
coarsely granular, ridge, missing in C a, and running on the
outside of the chela between the first-mentioned ridge and the
upper surface (cf. Pig. lb). On the posterior half of the upper
surface of the carapace a large reddish spot may be observed on
either side.
Thalamita Danae Stimpson.
II. Eye-stalks extremely long, occupying together the whole breadth
of the carapace and separated by a very narrow strip, directed obliquely
downwards and terminating in a transverse narrow plate, the front
proper. Outer corner of the eye-holes terminating into a very sharp
and slightly forward-directed spine, behind which only one more small
sharp tooth is found, the lateral border of the carapace running further
obliquely inwards and backwards. Chelae elongate, with three spines of
which one is situated on the inner side. On the middle of the outer
side of the chela a longitudinal granulous and very conspicuous ridge.
Podophlhalmus vigil (Fabricius) .
With the exception of the radjungan angin ( Podophthalmus vigil) and
the radjungan hidjau I have kept alive in the aquarium all the species men¬
tioned, often for a considerable time. They all behaved somewhat in the
same manner.
Although the name “swimming crab” and the paddle-shaped hind-legs
might suggest that their normal way of moving is swimming, yet this appears
not to be the case. Only occasionally did they “take paddle”, e.g. when a
female was being pressed hard by a courting male. The swimming gives the
impression of being a fairly strenuous occupation and soon they sink again
to the bottom. According to the fishermen the radjungans are found a
little distance above the bottom when the weather is rough. Evidently they
are swimming then, perhaps the water is troubled near the bottom which is
quite possible as the radjungans live in depths varying from two or three to
ten fathoms only. Never did I observe radjungans swimming near the surface
of the sea as is often the case with Matuta where all the legs are more or less
swimming legs. For the rest one gets the impression that the hind-legs are
used by the radjungans more when the crab buries itself backwards into the
sand than for swimming. Never did the radjungans in the aquarium any
harm to the living fishes but as soon as there were dead ones they were at
them. As a rule we gave them “tri” ( Stolephorus spp.) as food. They would
take one with their chelae and bring it with one end to the mouth in the
same way as we would do with a cigar. The maxillipeds then nibbled busily
319
H. C. Delsman and J. G. de Man: Radjungans.
at this end of the fish and in this way the fish gradually disappeared. From
time to time, however, the crab would pause a moment and withdraw the rest
of the fish from its mouth, in the same way as a smoker does with his
cigar.
Especially with animals newly brought into the aquarium I often ob¬
served the males paying their court to the females. He would approach high
on his legs and with the chelae widely spread out, whereas she was trying
to evade. If he succeeded in cornering her, then she would often have re¬
course to the swimming legs and thus succeed in escaping. The copulation
was more than once observed. The female then lies on her back, quite passi¬
vely, the chelae and most of the other legs drawn in. The male is standing
over it, its pleon inserted under that of the female which is turned back.
The eggs are attached in the usual way to the pleopods of the female.
When newly laid they are yellow, in the course of the next days they gradually
get darker until at last the egg-mass is nearly black. I cannot say, how many
days the hatching takes, for although we got eggs more than once in the
aquarium, we never saw them hatch. They always disappeared again after
a few days, for which I know no other explanation than that they are eaten
up by the mother, perhaps after she had noticed that the development did
not proceed in the normal way.
According to Stead (l.c. p. 748) the spawning season in Australia is
about August, September, October and November. In Batavia no such definite
spawning time could be observed, egg-bearing females occurring all the year
round.
If wTe take a female radjungan from the fish-market bearing eggs of a
very dark, nearly black colour, we find that these eggs contain young zoea-
Fig. 2. Embryo freed from the egg-membrane, X 45-
„ 3. Newly hatched larva, X 45* SP dorsal spine.
larvae, as shown in figs. 2 and 3. The latter of these figures represents the
larva after the moult which accompanies the hatching. In fig. 2 the dorsal
320
Treubia Yol. VI, Liyr. 3 — 4.
spine on the cephalothorax, so characteristic in zoea-larvae of Rrachyura, is
still folded up in forward direction inside the cuticle which will burst soon.
The same is the case with the lateral spines which we see in fig. 3 pointing
backwards from the hindborder of the pleonsegments 2 — 4. In fig. 2 these
spines are still folded up inside the cuticle and directed to the dorsal side,
whereas in fig. 3 they have just become free. Besides the rudiments of the
first and the second antennae and of the mandibles, those of the two pairs
of maxillipedes may be discovered. Very constantly a black pigment spot is
present on the mandible and one on the protopodite of the first maxilliped.
Other pigment spots may be seen on the segments 2 — 4 of the pleon, where a
group of them is found at the base of each of the spines. Finally we sec
groups of black pigment spots also in the more anterior segments.
In the surface plankton of the Bay of Batavia I have sometimes found
large numbers of zoca- and megalopa-larvae, evidently all belonging to one
species. The megalopa-larvae could be recognized as those of swimming-crabs,
the posterior pair of pereiopods
showing already an evident flat¬
tening of the outer joints. The
youngest zoea-larvae agreed very
well with those freed from the
eggs of the radjungan, although
being larger and further advan¬
ced. Now taking into considera¬
tion that radjungans occur in
great numbers at the bottom of
the bay of Batavia and that
other crabs are not nearly so
common there, the conclusion lies
at hand that we are dealing with
the larvae of radjungans. And
as we have seen, that all the
species enumerated in this article
may be called fairly rare as compared with the common radjungan, Neptunus
pelagicus, we may safely conclude that by far the majority of the larvae,
if not all, belong to the latter species.
Figs. 4, 5 and 6 represent three stages in the development of the pelagic
zoea, evidently corresponding to three successive moults. Black pigment
spots are to be found in the same places as with the larvae freed from the
eggs, viz. at the base of the spines of the pleon-segments 2 — 4, a few also more
anteriorly and one on the rudiment of the mandible. Only the pigment spot
on the protopodite of the first maxillipede could not be found again in the
pelagic larvae.
The two spines of the carapace, one directed forward and one backward,
Fig. 4. Zoea-larva from the plankton, X 45.
H. C. Delsman and J. G. de Man : Radjungans.
321
are well developed now ; there is also a smaller lateral spine on each side.
The pleon consists
of six joints, of which
nrs 2 — 4 bear lateral
spines, whereas in nrs
1 and 5 there may be
discovered only a faint
rudiment of such a
spine in the correspond¬
ing place. All the
segments develop a pair
of pleopods, with the
exception of the last
one, while the rudi¬
ments of those of the
5th segment are smal¬
ler than those in the
proximal ones.
Besides the pleo¬
pods we see, in compar¬
ing the three succes-
sives stages, also the
Fig. 6. Zoea-larva from the plankton, X 24,7.
pereiopods developing steadily, and in fig. 6 the rudiment of the gills may be
observed through the transparent carapace.
21
322
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
The transition into the megalopa-stage seems to be a fairly sudden one;
at least in a number of plankton samples in which zoea- and megalopa-larvae
abounded, I did not meet with any intermediate stage between those of fig. G
and of fig. 7.
All the pereiopods are well developed now and by the flattened terminal
joint of the 5th pair (figs. 7 and 8) we recognize the swimming crab. The
basal segment of this last pair of pereiopods bears a strong, backward directed
spine which in both figures may be seen at the left and the right of the
basal part of the pleon. Hairs have appeared on the surface of all the pe¬
reiopods. The lateral spines of the pi eon-segments 2 — 4 have disappeared,
with the exception of those of the 4th segment. In the stage of fig. 7 the
segments 5 arid 6 are already flexed forward (in the figure they have been
pulled back) and in fig. 8 the segments 3 and 4 are bending round also.
It seems that at this stage the larvae disappear from the surface plank¬
ton; I did not find any further advanced stages.
Fig. 7. Megalopa-larva from the plankton X 24,7.
The moulting of the adult radjungans was often observed in the aquarium,
it wholly agrees with what we know of the moulting of crabs in general. The
Treubia Vol. V' J
Plate X
«• ticylla serrata fForsksil) XV,
Ncptunus pelagicus_ (Linn<5), (j) X V,
Neptunus pelagicus (LinnS), 3* X %
Treubia Vol. VI. Plate XI.
Treubia Vol. VI
Plate XII
a. Neptunus sanguinolcntus (Herbst), ^ X %•
b. Churybdis (Ooniosoino) cruciatu (Herbst), X %•
Treubia Vol. VI
Plate XIII
a. Charybdis ( Goniosoma ) natator (Ilerbst),^ X %
b. „ „ lucifera (Fabr.), X %•
Tkkubia Vol. VI
Plate XIV
a. Thalamita crenata I^atr. X 1.
0. Thalamita Danae Stimpson X 1-
Treubia Vol. VI.
Plate XV
a. CharyMis (Ooniosoma) erythrodactyla (Lamarck), ^ X %•
b. Pod ophth almus vigil (Fabr.), ^ X %•
(. „ $x%.
H. C. Delsman and J. G. de Man: Radjungans.
323
perfect condition in which the exuvium is left behind causes surprise again
and again. The crab leaves its old coat by a fissure dorsally at the limit of
the cephalothorax and the first pleon-segment.
Fig. 8. Older megalopa-larva from the plankton X 24,7.
ON TWO MINIATURE RADJUNGANS FROM SUMATRA’S
EAST-COAST.
By
Dr. J. G. de Man
(Icrseke, Holland).
During his investigation-cruises in 1923 Dr. H. C. Delman collected a
number of small “radjungans” near the estuary-like mounths of the Rokan and
especially of the Indragiri where they occur in great numbers in shallow
water. A few of them were sent to me for identification. They proved to
belong to two species of the genus Charybdis which are evidently fairly rare,
as it was the first time I had an opportunity to examine them.
The result is as follows:
Oharybdis (Goniosoma) callianassa (IIerbst) A. M. Edw. Fig. la — c.
Fig. 1. Charybdis (Goniosoma) callianassa (Herbst) A. M. Edw., male. a. anterior
part of the cephalothorax, seen from above, X 3. b. right orbita,
seen from the underside, X 3. c. abdomen, X 3.
Cancer callianassa , J. F. W. IIerbst, Versuch einer Naturgeschichte dcr
Krabben und Krebse etc. etc., Band III, 2. Heft, Berlin 1801, p. 45.
Table LIV, fig. 7.
324
J. G. de Man: Two miniature radjungans.
325
Goniosoma caHlianassa, A. Milne Edwards, Archives du Museum, X,
1861, p. 382.
Charybdis (Goniosoma) callianassa, A. Aloock, Materials for a Carcino-
logical Fauna of India, nr. 4. The Brachyura Cyclometopa, Part II.
The Families Portunidae, Cancridae and Corystidae. Calcutta 1899,
p. 57 (Journal Asiatic Society of Bengal, Vol. XLV1II, Part II, nr. 1,
1899).
A male and an eg'g-bearing female from the Amphitrite-bay (mouth of
the Indragiri).
The cephalothorax of the male had a breadth of 30 mm., measured between
the extremities of the hindmost lateral teeth, and a length of 22,4 mm.,
measured in the median line, including the median pair of frontal teeth, but
without the abdomen; including the abdomen the length is 23,5 mm. For
the female these figures are consecutively 28 mm., 18,8 mm., and 22,5 mm.
In the male the length, without the abdomen, thus amounts to slightly more
than, in the female to exactly, % of the greatest breadth, this difference being
due to the fact that in the female the outermost lateral tooth is longer than in
the male. Both samples answer exactly to the detailed description of Alcock,
with the exception of a few minor differences. According to this author
there is a finely granulous line running across the regio cardiaca, similar to
those occurring on the gastric region ; in both samples the regio cardiaca truly
appears convex but no trace can be discovered of a transverse granulous line.
The frontal teeth (fig. 1) in the two samples are formed in the same way, in
the male, however, the median pair reaches slightly further forwards than in
the female. As indicated by Alcock, the outer border of the first or anterior
tooth is cut out, thus forming a small prominence at the hind end of this
border; in both samples this prominence is larger in the right than in the
left lateral tooth and appears on the right side as a sharp little tooth (figs
la and lb). The sixth lateral tooth reaches in the male much further out¬
wards than the fifth, but is not much larger; in the female the last tooth is
nearly twice as long as the last but one, and consequently reaches relatively
further outwards than in the male. Although the third, fourth and fifth
segment of the abdomen have coalesced in the male (fig. lc), yet faint traces
of the sutures bordering the fourth segment are visible; the fourth segment
now bears, not only in the female but also in the male, a transverse, fairly
sharp, keel, the breadth of which amounts to Vi of the keel on the third seg¬
ment; this keel (fig. lc) is distant about twice as far from the anterior
(properly speaking the posterior) border of the fifth segment as from the keel
of the third; in the female the keel on the fourth segment is slightly broader
but less sharp than in the male.
The bigger fore-leg of the male is the one of the left side, in the female
both the fore-legs are missing. On the anterior half of the anterior border
326
Treubia Vol. VI, Live. 3 — 4.
of the arm are two sharp curved spines, the hindmost being slightly larger
than the anterior one; behind the posterior one there may still be observed a
fairly pointed knob, somewhat closer to the posterior spine than the distance
between the two spines. On the carpus of both legs there arc only two small
spines exteriorly, the granulous ridge on the upper side not terminating in a
spine; A. Milne Edwards as well as Alcock say that the carpus here always
bears three spinelets, apart from the large spine at the inner corner. Chela
with three spines, the two anterior ones side by side at a short distance from
the finger joint, the third behind, near the carpal joint. According to A.
Milne Edwards a fourth spine is sometimes found in this species, placed in
front of the spine at the inner border of the upper side of the chela. IIerbst
(l.c.p. 46) also says: “auf dem Oberrandc stehen nach oben zu zwei domige
Ziihne liinter einander, und neben ihnen ausserhalb zwei kleinere”.
Distribution: Coasts of British India (Karachi, Bombay, Madras, coast
of Orissa), Gulf of Siam.
Charybdis (Goniosoma) rostrata (A. M. Edw.) Fig. 2a, b.
Fig. 2. Charybdis (Goniosoma) rostrata (A. M. Edw.), adult egg-bearing
female, a. anterior part of the cephalothorax seen from above, X 4^.
b. right orbita, seen from below, X 4%.
Goniosoma rostratum, A. Milne Edwards, Archives du Museum, X, 1861, p.
379, PI. XXXV, fig. 2—26.
Goniosoma rostratum, J. R. Henderson, in: Trans. Linnean Soc. of London,
Zool. Ser. 2, Vol. V, 1893, p. 377.
Charybdis (Goniosoma) rostrata, A. Alcock, l.c.p. 59.
An egg-bearing female from Bagan Si Api Api or Amphitrite Bay.
The breadth of the carapace, i.e. the distance between the extremities of
the hindmost lateral teeth, is 22,5 mm., the length, measured in the median
J. G. de Man: Two miniature radjungans.
327
line and including the median pair of frontal teeth, but without the abdomen,
is 15 mm.; thus the cephalothorax is exactly U/j X 85 broad as long. The
sample then is nearly full-grown, Alcock giving 25 mm. for the breadth. The
distance between the sharp outer comers of the eye-holes (fig. 2a) is 11,8 mm.
between the equally sharp inner corners 6.25 mm. Finely granulous trans¬
verse lines on the gastric region and a curve across the regio cardiaca , uniting
the extremities of the hindmost lateral teeth but interrupted on either side
of the regio mesogastriea. Moreover a finely granulous curved transverse
line across the regio cardiaca. This line slightly bulges out forwards on either
side of the median line, thus consisting of three curved parts of equal breadth.
The posterior part of the regio mesogastriea, situated behind the transverse
line uniting the posterior lateral teeth, is bordered on either side by a finely
granulous oblique line which reaches neither up to the latter transverse line
nor to the regio cardiaca; the hinder extremity of this line passes into a flat
granulous knob bordering the regio cardiaca at its anterior outer comer, and
somewhat more laterally from the oblique line a faint prominence may be
observed. However the finely granulous lines occurring in Char . variegata
De IIaan on the branchial region proper are not found here. The 2nd, 3rd,
4th and 5th lateral tooth of the cephalothorax are of the same size, the first
or anterior one, on the outside of the eye-hole, is slighlty larger, the outer
border of this tooth, however, does not exhibit the incision found in Char,
callianassa ; the last tooth is twice as long as the 5th, spine-like, the sharp
extremity slightly curved forward. Whereas the distance between the outer
corners of the eye-holes is only half the greatest breadth of the carapace, the
distance between the inner comers is only one third. If we call the frontal
tooth adjoining the median line the first, then the anterior or interior edge of
the second runs much less obliquely (fig. 2) than in fig. 2a in A. Milne
Edwards (l.c.) ; it runs nearly transversely, thus causing the outer border of
this tooth to appear much shorter than in the figure mentioned, the extremity
also being much blunter. Both the median frontal teeth reach to far in front
of those of the second pair and are slightly more rounded than in the figure
in the “ Archives”. The small teeth of the third pair which reach just as far
forwards as those of the second, from which they are separated by a very small,
triangular, incision, are rounded off as well, whereas in fig. 2a they appear
pointed, the inner corners of the eye-holes being sharp. The breadth of the
eye-holes amounts to slightly more than half the distance between the inner
borders. The whole upper surface of the carapace is covered by a short hair-
coat, the granulous lines and knobs being left free.
Besides by the different shape of the frontal teeth, this species differs
from Char, callianassa, its nearest ally, by the shape and the course of the
lower border of the eye-hole; this border appears more concave in Charybdis
rostrata (fig. 2b) and the triangular incision near the outer corner is deeper
than in the species of Herbst (fig. la). In both species the flagellum of the
outer antenna is separated from the eye-hole, as is the case in all species of
328
Tkeubia Voi,. VI, Livk. 3 — 4.
Charybdis 'with the exception of the subgen us Gonioneptunus, but in Char,
rostrata the distance separating the flagellum from the eye-hole is much
shorter than in Char . callianassa, the protuberance of the basal joint of the
antenna which joins the inner comer of the eye-hole being narrower.
The left fore-leg is slightly larger than the right one. The granulous
anterior border of the arm bears on the distal half two sharp spines of nearly
equal size. As is the rule in this* species, according to Alcock, the carpus bears
only two spines on the outside, the granulous edge ending bluntly on the upper
side. According to A. Milne Edwards as well as according to Aloock the
chela is said to bear only two spines, one at the carpal articulation, the second
at a short distance from the finger point on the outer border of the upper
side ; these two spines, the latter slightly smaller than the one near the carpus,
also occur in our sample, but in addition to these the left chela, the larger
one, bears a third, still smaller, spine on the inner border of the upper side,
at the same distance from the finger joint as the other one and quite like in
Char, callianassa ; on the right chela, the smaller one, this third spine is absent.
Distribution : Mouths of the Ganges, northerly part of the Gulf of Ben¬
gal, Mergui- Archipelago, Gulf of Martaban, coast of Ceylon and of the
Andaman Islands.
NEUE HETEROMEREN AUS DEM MALAYISCHEN GEBIETE
von
F. Borchmann,
(Hamburg).
Eine kleine Sammlung von Heteromeren aus hollandisch Indien, die Herr
Dr. W. Horn mir zur Bestimmung zusandte, machte mich von neuem auf die
geringc Kenntnis des ungeheuren Formen- und Artenreichtums jener Land-
striche aufmcrksam. Trotz meiner Abneigung gegen Einzelbcschreibungen
hielt ieh die Beschreibung der neuen Arten aus gewissen Griinden als Vor-
arbeit fiir eine umfassendc Darstellung fiir notig. Einige nur in meiner
Sammlung enthaltene Arten wurden hinzugefugt.
ALLECULIDAE.
Allecula F.
Dicse Gattung ist im Gebiete in ungehcurer Artenzahl vertreten. Sie ist
sehr schwierig, und die meisten alten Beschrcibungen sind schwierig zu deuten.
Allecula (Dietopsis) sericata n. sp. — 13 — 14 mm. — Schlank, nach
hinten verengt, grosste Breite nahe den Schultern, massig gewolbt, wenig
glanzend; pechbraun bis pechschwarz, Vorderrand der Obcrlippe, des Clypeus
und die Lamellen der Fussglieder gelbbraun, Fliigeldecken unter gewissem
Winkcl grunlich oder blaulich seidenschimmernd ; Oberseite undicht, ziemlich
kurz anliegend braun, Unterseite, besonders die Beine viel dichter gelbbraun
behaart. Kopf gewolinlich, fein und dieht punktiert; Oberlippe quer lierz-
formig, ausgerandet, mit langeren Borsten; Clypeus von der Stirn durch eine
ziemlich scharfe, fast halbkreisformige Furche abgesetzt. Stirn gewolb+.
Schlafen sehr kurz, Hals oben sehwach abgeschniirt; Mundteile gewolinlich.
Fiihler schlank, die Korpermitte etwas iiberragend, fadenformig, 3. Glied
deutlich kiirzer als das 4., 11. gegen die Spitze verdickt, kiirzer als 10.;
Augenabstand in beiden Geschlechtern einen Durchmesscr. Halsschild ziem¬
lich stark quer, bedeutend breiter als der Kopf, gewolbt, ausserst fein, wenig
dicht punktiert, allseitig gerandet, an der Basis mit 3 Eindruckcn, Basis
zweibuehtig, Seiten fast parallel, nahe der Basis leicht geschwungen, Vorder-
ecken vom letzten Drittel ab breit gerandet, Hinterecken fast rechteckig.
329
330
Treubia Vol.. VI, Livr. 3 — 4.
Schildchen gerundet, mit glatter Mittellinic. Fliigcldecken etwas broiler als
der Halsschild, mit kraftigen Punktstreifen, Punkte schwinden in der Spitze,
Zwischenraume besonders vorn gewolbt, fein und ziemlich dicht, etwas ras-
pelartig punktiert, Schultern und Spitzen kurz gerundet; Epipleuren von der
Mitte gegen die Spitze deutlich crweitert. Unterseite glanzender, Brust
wenigstens an dcr Seite mit feiner Grundskulptur und ziemlich grob, Abdomen
sehr dicht, sehr fein punktiert. Beine gewohnlich, sehr fein und sehr dicht
punktiert und bchaart, Schienen schwach gebogen, Enddorne klcin, Vordcr-
sclienkel und Schienen des innen mit schwachcm, goldgelbem Toment;
Vorderfusse d* mit 4, Mittelfiisse mit 2 erweiterten Gliedern, Hinterfiisse nur
mit 1 Lappen; bcim 9 Vorderfusse mit 2 Lamellen.
5 Ex., 2 9 $, 3d* d* von Wai Lima, Lampongs (Sd. Sumatra) 11. XI. —
19. XII. 1921 nr. 17, 1(50 und 261. Im Urwald und bei dcr Hevea-Plantage
(Karny & Siebers).
Die Art ist verwandt mit annamensis Fleut. ; aber diese ist viel kleiner,
und der Halsschild ist gegen die Basis eingezogen. A. sericans Fairm. von den
Philippinen ist nach hinten wcuiger verschmalert und der Halsschild ist vor
der Alitte am breitesten.
Allecula decipiens n. sp. — 12 — 13 mm. — Form, Farbung und Behaarung
wie bei sericata an. ; aber das 3. Fiihlerglicd ist kaum kiirzer als das 4., der
Halsschild ist viel starker quer, etwas starker gewolbt, die Seiten sind nahe
der Basis nicht leicht ausbuchtet, sondern gerundet, sodass der Basiswinkel
fast abgerundet ist. die Vorderwinkel sind stark und breit abgerundet, die
Eindriicke an der Basis sind deutlicher, moistens mit einer klcinen glatten
Linie. Zwischenraume der Punktstreifen weniger dicht punktiert; am Endc
des 1. Drittcls dcr Vorderschienen cf innen eine stumpfe Erweiterung. Das
librige wie bei seric&ta m.
2 dV , 1 9 vom selben Fundorte 11. — 30. XT. 1921 Nr. 17 u. 160. Beim
Zeltlager im Urwald, 2 Wegstunden oberhalb der Plantage (Karny & Siebers).
Allecula discicollis n. sp. — 13,5 mm. — Schlank, gewolbt, glanzend,
ziemlich lang, fast anliegend gclbbraun behaart; pechschwarz, Vorderrand der
Oberlippe, Clvpeus und die Spitzen der Fuhlerglieder heller. Kopf gewohn¬
lich, dicht punktiert ; Oberlippe quer herzformig, ausgerandet, Clypeus durch
gebogene Furche abgesetzt, Stirn gewolbt, Schlafen sehr kurz, Hals oben
schwach abgeschniirt. Endglied der Lippcntaster dreicckig, bciderseits gleich
ei*weitert; Fiililer luaftig, die Korpermitte erreichend, 3. und 4. Glied gleich,
Endglied wie bei suturalis m., Augenabstand cin Durchmesser. Halsschild
fast doppelt so breit wie der Kopf, ziemlich finch, stark quer, sehr fein punk¬
tiert, Grundskulptur ausserst fein, allseitig gerandet, Basis mit 3 breitep
Eindriicken, kraftig zweibuchtig, Seiten gerundet, Scitenrand von oben sicht-
bar, Vorderecken breit, Basisecken weniger breit verrundet. Schildchen
schmal verrundet. Fliigeldeckcn etwas breiter als der Halsschild, stark ge-
F. Bokciimann: Neuc Ifeieromeren.
331
wolbt, grosste Brcitc nahe der Basis, mit kraftigen Punk tstrei fen, Punkte
gegen die Spitze schwindcnd, Zwisehenrauine nur an den Seiten und an der
Spitze gewolbt, dicht mit feinen, raspelartigen Borstenpunkten bcvsetzt, Decken
untor gewissem Winkel mit schwachem, blaucn Seidenglanze, Spitzen cinzeln
kurz gerundet. Unterseite gewohnlich. Beine mittel, dicht punktiert und
goldgelb behaart, Schienen vvenig gebogen. Vorder- und Mittelfusse mit 2
Lamellen, ITinterfiisse mit einer. Seiten der Vorderbrust ausserst fein punk¬
tiert.
1 c? von Sibolangit, N. Sumatra, VIT. 1921 (Docters v. Leeuwen).
Die Art ist leicht kenntlich an der Halsschildbildung. Sie ist verwandt
mit sericata m. und s ericaiis Fairm.
Allecula suturalis n. sp. — 9 — 11 mm. — Schlank, gewolbt, Fliigel-
deckcn gegen die Spitze verengt, beim <3* grosste Breite nahe der Basis, beim
$ fast parallel und dann im letzte Viertel gerundet verengt; gliinzend; oben
halb abstohend, ziemlich la.ng, unton kiirzer, anliegend, Sehenkel dicht, Schienen
dicht, halb abstehend fuchsrot behaart; heller oder dunkler braunschwarz,
Fliigeldecken braunrot mit sehmaler schwarzer Naht, Fiihler, Schienen und
Fosse oft heller als der Ivorper. Kopf verhaltnismassig klein, dicht punktiert,
Oberlippe quer, wenig ausgerandet, Basis wenig eingezogen, lang beboi’stet;
Clypeus breit abgesetzt, Stirn gewolbt, Hals oben wenig abgeschniirt, Schlafen
kurz; Mundteile gewohnlich, Endglied der Lippentaster nach innen stark
erweitert; Fiihler die Kbrpennitte etwas iiberragend, schlank, jedes Glied an
der Spitze etwas knotig verdickt, 3. und 4. Glied gleich, Endglied etwas kiirzer
als das 10., gebogen zugespitzt ; Augenabstand weniger als y2 ( ) oder mehr
als 1/2 Durchmesser ( $). Halssehild fast quadratisch, gewolbt, viel breiter als
der Kopf mit den Augen, mit groben Nabelpunkten dicht besetzt, Basis mit
3 seichten Eindriicken, alle Seiten gerandet, Seiten fast parallel, mit sehr
leichter Scbwingung nahe der Basis, Vorderecken breit gerundet, Basisecken
rechteckig abgerundet, Basis leicht zweibuehtig. Schildchen an der Spitze
gerundet, sehr punktiert. Fliigeldecken etwas breiter als der Halssehild, mit
tiefen Punktstreifen, Punkte gegen die Spitze schwindcnd, Zwischenraume
gewolbt, aussen und an der Spitze starker, jeder an jeder Seite nahe den
Punkten in den Strcifen mit einer sehr feinen Borstenpunktreihe ; Spitzen
einzeln kurz gerundet. Brust grob, Abdomen dicht und fein punktiert. Beine
kriiftig, Sehenkel stark keulig, fein und dicht punktiert ; Schienen der Vordcr-
und Mittelbeine beim cf stark gebogen; Vorder- und Mittelfusse mit Lamellen,
Ilinterfusse mit 1 Erweiterung.
Viele Ex., und $$ von N.O.Sumatra, Tebing-tinggi; Sud-Sumatra,
Wai Lima, Lampongs, im Urwald und bei der Plantage (Karny & Siebers)
11. XL — 19. XII. 1921, Nr. 17, 100, 261; Java, Ardjuno, und Borneo.
Die Art ist leicht kenntlich an ihrer Farbung. Sie ist nahe verwandt
mit crassipes Fairm., aber die Fiihler sind kiirzer und kraftiger, die
332
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Zwischenraume sind nicht ganz glatt. Auch arcuatipes Fairm. ist ihr ahn-
lich, aber anders gefjirbt, Zwischenraume sind glatt usw.
Allecula rutilipes n. sp. — 11 — 14 mm. — Form wie suturaUs m.,
aber grosser, massig gliinzend, weich, anliegend, nicht sehr diclit gelbbraun
behaart; braun, Vorderkopf und Fliigeldecken heller. Beine und meist die
Fiihler (Spitze der Glieder dunkel) liellrotlich. Kopf dicht punktiert, Ober-
lippe stark quer herzformig, stark ausgerandet, Clypeus durch einc tiefe ge-
bogene Furche abgesetzt; Augenabstand hochstens Durchmesser ),
Schlafen ausserst kurz; Hals oben kraftig abgeschniirt; Mundteile gewohn-
lich ; Fiihler diinn, Korpermitte iiberragcnd, 3. und 4. Glied gleich, Endglied
diinn, gebogen, spitz, fast so lang wie das 10.; Ilalsschild gewolbt, so lang
wie breit, etwas breiter als der Kopf, dicht mit flachen Nabelpunkten besetzt,
ringsum gerandet, Basis doppelbuchtig, an derselben mit 3 Gruben, Seiten
nach vorn wenig convergierend, leicht ausgeschweift, vom letztcn Drittel nach
vorn abgcrundet, Basisecken fast rechtwinkelig. Schildchen zungenformig,
dicht, fein punktiert. Fliigeldecken stark gewolbt, % breiter als der Hals-
schild, mit starken Punktstreifen, Punkte gegen die Spitze feiner, Zwisehen-
raume gewolbt, ziemlich dicht mit raspelartigen Borstenpiinktchen besetzt,
Schultern schrag gerundct, Spitzen kurz einzeln gerundet; Epipleuren ge-
wohnlich. Unterseite glanzender, Seiten der Vorderbrust dicht und fein, Mit-
telbrust weniger dicht, grob, Abdomen fein punktiert, Behaarung kiirzer.
Beine mittel, dicht sehr fein punktiert. Schienen wenig gebogen ( $ ), Vorder-
und Mittelfiissc mit je 2 deutlichen Lamellen, Hinterfusse mit einer Lamelle,
beim cf haben das 1. und 2. Glied der Vorderfiisse und das 2. Glied der
Mittelfiisse eine kurze Erweiterung.
2 cfcf , 2 $$ , von Wai Lima, Lampongs (S. Sumatra) 1. — 19. XII.
1921 Nr. 261, bei der Hevea-Plantage (Karny & Siebers) und Sibolangit
(N. Sumatra) VII. 1921 (I)octers v. Leexjwen) im zool. Mus. Buitenzorg.
Sibolangit 1918 (Corporaal) in meiner Sammlung.
Die Art ahnelt der punctatetta Fairm.; aber das letzte Segment des Ab¬
domens ist anders und das 3. und 4. Fuhlerglied sind gleich.
Allecula puerilis n. sp. — 11,5 mm. — Schlank, gewolbt, massig glanzend ;
braungelb; etwas abstehend, undicht behaart; schwarzbraun, Fliigeldecken
etwas heller, dann die Naht dunkel, Taster und Spitze der Fiihler heller.
Kopf dicht punktiert, Oberlippe stark quer herzformig, stark ausgerandet,
Clypeus durch einen geraden Eindruck abgesetzt, Stim gewolbt, Halsfurohe
oben kraftig, Schlafen sehr kurz; Mundteile gewohnlich; Fiihler fadenformig,
% der Korperlange, 3. Glied fast so lang wie das 4., 11. sehr diinn, spitz, etwas
gebogen, fast so lang wie das 10.; Augen stark, Abstand Durchmesser §,
beim cf etwas weniger. Halsschild breiter als der Kopf, fast so lang wie breit,
wenig gewolbt, ziemlich dicht mit flachen Nabelpunkten besetzt, Mitte mit
flachem Langseindruck, an der Basis starker, Scheibe beiderseits in der Mitte
F. Borciimann: Neue Heteromeren.
333
mit sehr flachcm Eindruck, Basis mit 3 Gruben, doppelbuchtig, Halsschild
ringsum gerandet, grosste Brcite an der Basis, nach vorn wenig verschmalert,
vom lctzten Drittel an stark gerundet vcrengt, Seiten schwach ausgeschwcift,
Vordcrecken brcit gerundet. Basisecken fast rechtwinklig. Schildchen zun-
genformig. Fliigeldecken % breiter als der Halsschild, mit kraftigen Punkt-
streifen, Punkte gegen die Spitze feiner, Zwischenraume gewolbt, jeder mit
3 feinen Borstenpunktreihen, Schultern kurz gerundet, Spitzen breit gerundet
abgestutzt, Decken beim c? fast gerade vcrengt. Brust grab, Hinterleib viel
feiner und sparlicher punktiert. Beine schlank, dieht punktiert und lang be-
borstet, Schienen schwach gebagen, Vorder- und Mittelfusse mit je 2 Lamellen,
Ilintcrfusse mit einer. d* Schienen starker gebagen, Vordcrschienen innen in
der Mitte mit leiser Verdickung.
1 9 von S. Sumatra, Wai Lima, Lampongs, im Urwald 2 Gchstunden
oberhalb der Plantage, 11. — 22. XI. 1921 (Karny & Siebers) Nr. 17 im zool.
Mils. Buitenzorg und 1 d* von Java in meiner Sammlung.
Die Art scheint verwandt mit promiscua Mkl. ; aber die Fiihler sind
gegen die Spitze nicht dunkler, 3. Glied ist fast so lang wie das 4., Gruben an
der Halsschildbasis sind klein, Farbung sehr abweichend. Von villosipes Frm.
unterscheidet sie sieh gut durch andere Halsschildbildung.
Allecula macella n.sp. — 12 mm. — Sehr schlank, gewolbt, miissig gliin-
zend; ziemlich dieht, massig lang, fast anliegcnd gelbbraun behaart, auf Kopf
und Halsschild einzelne aufrecht stehende Ilaare; dunkelbraun, Abdomen,
Beine und Flugeldecken rotbraun, letztere am Grande etwas dunkler, Fiililcr
gelbbraun, Wurzelglieder dunkler. Kopf ziemlich dieht punktiert, Eindruck
vor den Augen tief, Oberlippe und Clypcus wie bei puerilis m., Stirn der
Lange nach concav, Schliifen kurz, Halsfurche scharf und tief; Mundteile
gewohnlich. Fiihler diinn, Korpennitte weit iiberragend, 3. Glied wenig kiirzer
als das 4., Endglied aussen gebogen, spitz, kiirzer als das 10. Glied. Halsschild
so lang wie breit, nach vorn stark vcrengt, vorn schmaler als der Kopf, wenig
gewolbt, mit starken, ziemlich dichten Borstenpunktcn, Basis mit 3 Ein-
driicken, doppelbuchtig, Vorderrand in der Mitte undeutlich gerandet, Vor-
derecken abgerundet, Seiten im 1. Drittel schwach ausgerandet, Ilintereckcn
sehr wenig gerundet. Basis breiter als der Kopf. Schildchen gerundet ; Fliigel¬
decken breiter als der Halsschild, schinal, mit kraftigen Punktstreifen, Punkte
rund, in der Spitze sehr fein, Zwischenraume gewolbt, jeder vorn mit 4
feinen Borstenpunktreihen ; Schultern kurz, Spitzen sehr kurz gerundet, Seiten
fast gerade verengt, Epipleuren dieht punktiert. Unterseite gliinzender, Ab¬
domen ziemlich weitlaufig punktiert und behaart ; Beine schlank, dieht punk¬
tiert, besonders die Schienen ziemlich lang, halb abstehend behaart, Hinter-
schienen gerade,. Vordei*schienen nahe der Spitze ziemlich gebogen, in der Mitte
sehr schwach vcrdickt. Vorder- und Mittelfusse mit 2 Lamellen, Ilinterfussc
mit einer.
334
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
1 Ex. (a* ?) von Tjibodas (Java) 1400 m. 22. VIII. 1921 Nr. 306. Auf
Gebiisch im Urwald gekotschert (Karny).
Die Art fallt auf durch ihre schlanke Gestalt und den nach vorn stark
vcrschmalerten Halssehild. Die Schcnkel und Schienen sind viel weniger
lang bchaart als bei pucrilis m.
Allecula filiola n. sp. — 8 — 9 mm. — Schlank, gewolbt, massig
glanzend, massig dicht, halb abstehend, mittellang, gelblich bchaart; braun-
schwarz, Mundteile, Vorderkopf, Fiihler, Beine mit Ausnahme der dunklen
Schenkelspitzen gelbbraun. Kopf und Mundteile gewohnlich, ziemlich grob
punktiert, Trennungsfurehe zvvischen Clypeus und Stirn tief, gerade, glatt,
Sehniirfurche des Halses tief; Fiihler diinn, Korpermitte iiberragend, Glied
3 gleich 4, Endglied etwas gebogen, spitz, sehr wcnig kiirzer als Glied 10.,
Augenabstand gleicli % Durchmesser, Schlafen etwas kiirzer als ein Auge.
Halssehild so lang wie breit, schwach gewolbt, dicht mit ziemlich groben
Borstenpunkten besetzt, y3 breiter als der Kopf, erst allmahlich, dann von
der Mitte ab breit gerundet verengt, sehr fein gerandet, Basis am starksten,
schwach doppelbuchtig, E indr lick e undeutlich, Hinterecken fast rechtwinklig.
Schildchen breit, abgerundet. Fliigeldecken erheblich breiter als der ITals-
schild, sehr allmahlich, erst vom letzten Viertel an starker verengt, mit starken
Punktstreifen, Punkte rund, in der Spitze schwindend, Zwischenraume auf
der Scheibe schwach, an der Seite und in der Spitze starker gewolbt, mit
3 Reihen sehr feiner, etwas raspelartiger Borstenpunkte, Schultern kurz,
Spitzen einzeln sehr kurz gerundet, Epipleuren dicht raspelartig punktiert.
Brust grob, Abdomen feiner weitliiufig punktiert. Beine schlank, Schienen
fast gerade, Lamellen der Fiisse 2, 2, 1.
3 <j>§ ; 1 von Java in meiner Sammlung, 1 von Tjibodas 1400 m., 29.
VIII. 1921 Nr. 457 (Soerijat) und ein unreifes von Sibolangit, IX. 1920
(Docters v. Leeuwen) im zool. Mus. Buitenzorg. — Hochstwahrscheinlich ge-
horen hierher 2 etwas unreife rfd* von Bandar Baru, Sumatra, 14. I. 1920
(J. B. Corporaal) in meiner Sammlung. Das cine hat Fliigeldecken, die
gegen die Spitze heller werden, und ein rotbraunes Abdomen, das andcre ist
gelbbraun mit schwarzen Fliigeldecken, Beine ganz hell. Das AnaLscgmem
in der Spitze flach.
Die Art ist leicht kenntlich an dem grob punktierten Halssehild, der
Bildung der Epipleuren. Sie ist verwandt mit puerilis m., unterschcidet sich
leicht durch andere Farbung, dichterc Punktierung der Zwischenraume der
Punktstreifen, die kiirzere Behaarung der Schienen usw.
Die neuen Arten lassen sich nach folgender Tabelle scheiden.
V Fliigeldecken mit seidenartigem Glanze.
2' Halssehild mit gewohnlicher Wolbung.
3' Halssehild nicht stark quer, Seiten nahe der Basis leicht ausgeschweift,
3. Fiihlerglied dcutlich kiirzer als das 4. — 13 — 14 mm; pechbraun bis
F. Borciimann: Neue Heteromeren.
335
pechschwarz, Fliigeldecken griinlich oder blaulich seidenschimmernd. Siid-
Sumatra: sericata n. sp.
3, Halsschild starker quer, Seitenrand gerundet, 3. Fiihlerglied kaum kiirzer
als das 4., d* am Elide des 1. Drittels der Vorderschienen innen eine
stumpfe Erweiterung. Siid-Sumatra: decipiens n. sp.
2, Halsschild mehr scheibenformig, Seitenrand von oben sichtbar. — 13,5
mm. — Pechschwarz, Spitzen der Fiihlerglieder heller. 3. und 4. Fiihler-
glied gleich, Halsschild flach, stark quer. Sibolangit: discicollis n. sp.
1, Fliigeldecken ohne Seidcnglanz.
4' Fliigeldecken hell, mit dunkler Naht. 9 — 11 mm. — Heller oder dunkler
braunschwarz, Fliigeldecken braunrot mit dunkler Naht. Sumatra, Java,
Borneo: suturalis n. sp.
4, Fliigeldecken cinfarbig.
5' Beine einfarbig.
G' Beine liellrot. 11 — 14 mm. — Braun, Vorderkopf und Fliigeldecken heller,
Beine und meist die Fiihler (Spitze der Glieder dunkel) hellrotlich.
Sumatra: rutilipes n. sp.
G, Beine dunkel.
7' Beine sehr lang behaart. — 11,5 mm. — Sohwarzbraun, Fliigeldecken oft
etwas heller, dann die Naht dunkel, Taster und Spitze der Fiihler heller.
Siid-Sumatra, Java: puerilis n. sp.
7, Beine weniger lang behaart. — 12 mm. — Sehr schlank; dunkelbraun, Ab¬
domen, Beine und Fliigeldecken rotbraun (am Grunde etwas dunkler),
Fiihler gelbbraun, Wurzelglieder dunkler. Java: macella n. sp.
5, Beine hell mit dunkler Schenkelspitze. — 8 — 9 mm. — Braunschwarz, Mund-
teile, Vorderkopf, Fiihler, Beine mit Ausnahme der Schcnkelspitzen gelb¬
braun. Halsschild grob punktiert. Java: filiola n. sp.
Alleculodes n. g.
Die neue Gattung ist mit Allecxda F. verwandt. Das Endglied der Lippen-
taster ist nach innen viel starker erweitert als nach aussen, die Vorderkante
mehr oder weniger ausgerandet. Das Endglied der Kiefertaster ist aussen
meis*t concav, die Mandibelspitze breit, nicht ausgerandet. Der Halsschild
ist wenig gewolbt und der Lange nach ±: deutlich breit gefurcht. Die
Beine sind kurz und die des d* habcn Geschlechtsmerkmale. Die Vorder-
fiisse tragen 4 an Grosse vom 1. — 4. Gliede zunehmende Lamellen. Die
Arten haben auf dcm Dreieck zwischen den Kehlnahten ein quergerieftes
Stridulationsorgan. Das Uebrige ist wie bei Allecxda F.
Es sind bisher nur Arten aus Asien bekannt. Der Typus ist discre -
pans m.
Bestimmungstabelle.
V Oberseite glanzend, nicht durch Grundskulptur ganz matt.
2' Zwischenraumc der Punktstreifen auf der Scheibe jederseits mit eincr
336
Treubia Vol. VI, Live. 3 — 4.
sehr feinen Borstenpunktreihe neben den Punkten in den Streifen, Mitte
nur mit sehr weitlaufigen einzelnen Punkten.
3' Seitliche Zwischenraumc dicht punktiert. Rotbraun, Fliigeldecken heller,
Heine einfarbig, Fiihler kraftig, 3. Glied deutlich kiirzer als das 4., llals-
schild fein und dicht punktiert, Vordersehiencn gerade, Mittelschienen
gekriimmt. Birma. Lange: 12 mm. neptis n. sp.
3, Zwischenraumc auch an der Seite nicht dicht und sehr fein punktiert.
4' Vorderschienen des <f in der 2. Halftc stark ausgehohlt. — Lange 15 mm.
Braun, Abdomen und Basishalfte der Schenkel holler, Schienen, Fiisse
und Fliigeldecken rotbraun, Spitze der Fiihlerglieder dunkel. Fiihler diinn,
3. Glied kiirzer als das 4., Analsegment beiderseits bogenformig ausgeschnit-
ten, die vorstehende Mitte dreieckig eingekerbt. Sumatra. varus n. sp.
4, Vorderschienen des* cT nicht ausgehohlt, Analsegment nicht ausgesclmitten.
a' Heine einfarbig dunkel.
(/ Lamellen der Vorderfiisse nicht auffallend breit. Lange 13,5 — 16,5 mm.
— Dunkel rotbraun, Fliigeldecken und oft die Fiihlerglieder am Grundc
heller, 3. Glied etwas kiirzer als das 4., Analsegment mit flachem Langwul-
ste. Java. discrepans n. sp.
h9 Lamellen der Vorderfiisse auffallend breit. Lange: 13,5 — 16,5 mm. —
Pechschwarz, Tarsen gelbbraun, Fliigeldecken gegen die Spitze dunkel
rotbraun, Fiihler rotbraun, Spitze der einzelnen Glieder schwarz. Voixl er¬
rand des Halsschildes in der Mitte nicht untcrbrochen ; Fliigeldecken gliin-
zend. Singapore. latipes n. sp.
a, Beine mehrfarbig.
c' Schenkel hell mit dunkler Spitze. Lange: 14 mm. Pechbraun, Vorder-
korper, Schildchen und Fliigeldecken rotlich, Tarsen gebraunt. Obcrseite
wenig gliinzend; fein, kurz, anliegend, gelb behaart. Augen schmal, Ab-
stand oben weniger als ein Durchmesser. Halsschild leicht quer, mit
schwacher Mittelfurche. Fliigeldecken mit ziemlich feinen Punktstreifcn,
Spitzen einzeln gerundet; Vorder- und Mittelschienen gebogen, Lamellen
4, 4, 2. Sukli (Dawna Hills). sukliensis P>m.
c, Schenkel mit hellom Ringe etwas hinter der Alitt/e. Lange : 15,5 mm. —
Pechbraun, Fliigeldecken gegen die Spitze heller; Oberseite wenig gliin-
zend, nut ausserst feiner Grundskulptur, stellenweise blaulich scidenschim-
mema. Vorderrand des Halsschildes in der Mitte untcrbrochen. Borneo.
genualis n. sp.
2, Zwischcnraume ziemlich grob und meist dreireihig punktiert.
5' Fliigeldecken an der Spitze einzeln kurz gerundet.
6' Abgekiirzte Punktreihe neben der Naht starker eingedriickt als der 1.
Streifen. Lange: 15—19 mm. Stark gliinzend; dunkelbraun, Abdomen und
Fliigeldecken heller, Beine und Fiihler gelbbraun, Sohenkel spitzen und
Schienenbasis dunkel; Halsschild dicht und grob punktiert. 1. Halfte der
Hinterschienen beim d* innen breit ausgehohlt und etwas erweitert.
Formosa. sauteri n. sp.
P. Bohchmann : Neue II eteromeren.
337
6, Skutellarstreif nicht starker eingedriickt. — Lange: 11,5 mm. Dunkel-
braun, Abdomen, Pliigeldecken und Fiihler rotbraun, Beine mit Ausnahme
der Schenkelspitzen und der Schienenbasis hell gelbbraun. 3. Fiihlerglied
bedeutend klirzer als das 4., Schlafen y2 Augenbreite, Halsschild sehr
dicht grob punktiert. Borsten der mittleren Punktreihe auf den Zwischen-
raumen langer. Borneo: glos n. sp.
5, Fliigcldeckenspitze mit sehr kurzer Ecke. — Lange: 19 mm. Dunkelbraun,
Abdomen etwas heller, Flugeldecken dunkel rotbraun, Fiihler und Beine
mit Ausnahme der Schenkelspitze gelbbraun. 3. Fiihlerglied % kurzer als
das 4., Innenrand der Vorderschienen ( rf ) mit 2 stumpfen, flachen Er-
hohungen, Ilinterschienen in der Mitte erweitert und *hier stark gebogen.
Hongkong. proavia n. sp.
1, Oberseite matt. — Lange: 1G — 17 mm. Dunkelbraun; Flugeldecken und
Beine rotbraun; Schenkelspitze kurz schwarz. 3. Fiihlerglied Ys kurzer als
das 4., Halsschild flach punktiert; Zwischenraume der Flugeldecken mit
ausserst feinen. zerstreuten Punkten, Vorder- und Hinterschienen am Hin-
terrande mit kraftigem, Mittelschienen mit schwachem Zahne ((f)- Hong¬
kong. opaca n. sp.
In diese Gattung gehort zweifellos Allecula maxima Pic., die wegen der
ungeniigenden Beschreibung nicht gedeutet werden kann.
Beschreibung der neuen Arten.
Alleculodes neptis n. sp. — 12 mm. — Schlank, glanzend, massig ge-
wolbt, fast anliegend, halblang, gelbbraun behaart ; braun, Flugeldecken heller.
Kopf fein und dicht punktiert; Mundteile normal, Furche vor den Augen
sehr flach, Fiihler kraftig, Korpermitte iiberragend, 3. Glied etwas kurzer
als das 4., Augenabstand y2 Durchmesser, Schlafen ausserst kurz, Halsfurche
sehr flach; Halsschild leicht quer, etwas flach, Basis viel breiter als der
Kopf, ziemlich fein und dicht punktiert, etwas glockenformig, der Langs-
eindruck flach, Eindriicke vor der Basis tief, Basis doppelbuchtig, Vorderrand
sehr schwach vorgezogen, Randung in der Mitte breit unterbrochen. Schildchen
fein punktiert ; Flugeldecken breiter als der Halsschild, mit starken Punkt-
streifen, Punkte gegen die Spitze feiner, Zwischenraume gewolbt, auf der
Scheibe fein dreireihig, an den Sciten und in der Spitze dicht mit feinen
Borstenpunkten besetzt, Spitzen kiH'z einzeln gerundet, Schultern sehr kurz
gerundet, Epipleuren dicht, sehr fein punktiert. Unterseite fein und dicht
punktiert ; Beine normal, Mittelschienen gebogen, etwas flach. Lamellen der
Fusse 4, 3, 1.
1 § von Arakan, Birina in meiner Sammlung. Die Art ist leicht kennt-
lich durch die Punktierung der Zwischenraume der Punktstreifen und die
feine Punktierung dcs Ilalsschildes und der Unterseite.
Alleculodes varus n. sp. — 15 mm. — Form wie opaca m., massig
glanzend, massig dicht, halb abstehend, braungelb behaart; braun, Abdomen
22
338
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
und erste Ilalfte der Schenkel etwas heller, Sehienen, Fiisse und Fliigeldecken
rotbraun, Spitze der Fiihlcrglieder dunkel; Kopf, Mundteile und Augen wie
bei opaca m., Fiihler diinn, Korpermitte iiberragend, 3. Glied y$ kiirzer als
das 4., (Endglieder fehlen), Hals starker abgeschniirt. Ilalssehild wenig quer,
fast doppelt so breit wie der Kopf, wenig gewolbt, mit ziemlich diehten, mitt-
leren Borstenpunkten, mit breiter, flacher, vollstiindiger Langsfurche, seitlich
je ein Griibclien an der Basis, ringsum gerandet, Basis doppelbuchtig, Seiten
bis zum letzten Drittel parallel,
dann breit gerundet verengt,
Vorderecken verrundet, Basis-
eeken rechtwinklig, kurz gerun¬
det. Schildchen eben, fein punk-
tiert ; Fliigeldecken breiter als
der Halsschild, nach hinten
ziemlich gerade verengt, mit
starken Punktstreifen, Punkte
rund, in der Spitze fein, Zwi-
schenraume gewolbt, je mit einer
feinen Borstenpunktreihe an jeder
Seite neben dem Punktstreifen,
Schultern kurz verrundet, Spitzen
einzeln sehr kurz gerundet, Epipleuren gewohnlich. Abdomen und Vorder-
brust sehr fein und dicht punktiert, anliegend behaart, ebenso die Schenkel,
Sehienen halb abstehend; letztes Hinterleibssegment an der Spitze jederseits
bogenformig, der dazwischen stehen bleibende Teil dreieckig ausgeschnitten.
Beine kraftig, Schenkel keulig, Vorderschenkcl innen breit eingedriickt, Vor-
derschienen gebo gen, hinten im Beginn des 1. und 3. Drittels stumpf drei¬
eckig erweitert, innen im 2. Drittel der Lange nach breit ausgchohlt, Alittel-
schienen einfach, gebogen, Ilinterschienen doppelt gebogen, in der Mitte
schwach erweitert. Vorderfiisse mit 4, Mittelfiisse mit 2 kleinen und 2 grossen,
Hinterfiisse mit 2 kleinen Lamellen und einer grossen.
1 <j* von N. O. Sumatra, Tebing-tinggi, 20. III. 18S4 (Dr. Schultheiss)
in meiner Sammlung.
Die Art unterschiedet sicli leicht durch die Bildung der Heine und des
letzten Hinterleibsringes.
Alleculodes discrepans n. sp. — 13,5 — 16,5 mm. — Sehlank, gewolbt,
miissig glanzend, oben massig dicht, ziemlich, halb abstehend gelbbraun be¬
haart; dunkel rotbraun, Fliigeldecken und oft die Fiihlcrglieder am Grunde
heller. Kopf fein und dicht punktiert, Oberlippe quer herzformig, ausgerandet,
lang beborstet; Clypeus durch eine breite, gebogene Furche abgesetzt, Stirn
gewolbt, Halsfurche flach; Lippentaster-Endglied nach innen stark erwreitert,
vorn schw^ach’ ausgerandet ; Kiefer einspitzig; Fuhler diinn, die Korpermitte
iiberragend, jedes Glied gegen die Spitze schwach verdiekt, 3. Glied etwas
Fig. 1. Alleculodes varus n. sp. g
a . Letztes Segment, b. Vorderbein.
F. Borchmann: Neue Heteromeren.
339
kiirzer als das 4., Endglied dunn, sehwach gebogen, fast so lang wie das 10.;
Augenabstand y2 Durchmesser (d*) oder etwas mehr (§); Schlafen sehr
kurz. Halsschild sehwach quer, uneben, dicht und fein punktiert, doppelt so
Fig. 2. Alleculodes discrcpans n. sp. a. Mentum und Submentum.
b. Maxille c. Mandibel.
breit wie der Kopf, allseitig gerandet, mit breiter, flaeher, nahe der Basis
undeutlicher Langsfurche, vor der Basis 3 flache Eindriicke, Basis doppel-
buchtig, Seiten fast parallel, in der Mitte etwas eingebuehtet, dann nach vorn
gerundet verengt, Vordereeken breit abgerundet, Hinterecken rechteckig abge-
rundet, grosste Breite des Ilalsschildes an der Basis. Schildchen fein punktiert,
zungenfonnig. Flugeldecken breiter als der Halsschild,. gewolbt, Seiten sehwach
gebogen, Punktstreifen kraftig, Punkte gegen die Spitze feiner, Zwischenraume
neben dem Streifen beiderseits mit einer sehr feinen Borstenpunktreihe,
Spitzen einzeln sehr kurz abgerundet. Unterseite und Beine anliegend behaait ;
Mittel- und Hinterbrust ziemlich grob, Vorderbrust und Hinterleib sehr fein
und dicht punktiert, letztes Segment (cf) in der 2. Half to mit flachem
Langswulste, daneben jederseits flach eingedriickt; Beine kraftig, dicht und
Fig. 3. Alleculodes discrcpans n. sp. Vorderbein.
a. von unten, b. von vorn, c. von oben.
fein punktiert, Schienen etwas gebogen, besonders beim d* , Vorder- und Mit-
telfiissc mit 4, Hinterfussc mit 3 Lamellen, die vom 1. bis 3. Gliede an Grosso
zunehmen. <f Vorderschenbel an der Vorderseite undentlich fjezalmt, an der
340
Treubia Vol. VI, Liyr. 3 — 4.
Wurzel mit einem gros'seren Zahne, Vorderschienen im 1. Drittel mit einem
stumpfen, breiten Zahne; Ilinterschcnkel innen in der Nilhe der Basis mit
einem kleinen Zahne.
1 cT von Java in meiner Sammlung, 3 $ $ von Wai Lima, Urwald, 2
Wegstunden oberhalb der Plantage, Lampongs (S. Sumatra) 11. — 22. XI. 1921
(Karny & Siebers) Nr. 17 und Idjen-Plateau 1921 im D. Ent. Inst., 2 £ $
von Java in meiner Sammlung.
Die Art ahnelt nach der Besehreibung der punciatissima MaKL., weieht
aber dureh die Punkticrung, die Bildung der Lippentaster und der Fiisse
erheblich ab.
Alleculodes latipes n. sp. — 13,5 — 16,5 mm. — Langlich ; pechschwarz,
Tarsen gelbbraun, Flligeldecken gegen die Spitze dunkelrotbraun, Flihler rot-
braun, Spitze der einzelnen Glieder sehwarz, Beine einfarbig. Die Art ist
der genualis m. sehr ahnlieh; das Endglied der Fiihler ist diinner, gegen die
Spitze nicht verdickt, weniger gebogen ; der Vorderrand des Ilalsschildes ist
nicht unterbrochen ; die Flligeldecken sind gliinzend, ohne Grundskulptur ;
die Glieder der Vorderfiisse sind sehr breit, Lamellen sehr stark. Lamellen
der Fiisse 4, 4 (1 und 2 schmal), 2.
2 $ $ von Singapore (Baker) in meiner Sammlung.
Alleculodes genualis n. sp. — 15,5 mm. — Gestreckt, gewolbt, wenig
gliinzend ; fein, lialb anliegend, massig lang, nicht dicht behaart ; pechschwarz,
Schenkel etwas hinter der Mitte mit rotgelbem Ringe. Ivopf fein und dicht
punktiert, Clypeus von der Stirn breit abgesetzt, Ilalsfurche seicht; Taster
normal; Augen ziemlich schmal, Abstand i/2 Durchmesser, Schlafen sehr kurz;
Fiihler schlank, Korpermitte iiberragend, diinn, Grundglied braun, 3. Glied
% kiirzer als das 4., Glieder gegen die Spitze langer, Endglied gegen die
Spitze schwaeh verdickt, etwas gebogen, kiirzer als das 10. Glied. Halsschild
schwach quer, doppelt so breit wie der Kopf, ziemlich dicht, mit massig
groben, seichten Borstcnpunkten besetzt, mit breiter, seichter Mittelfurche, 3
flachen Gruben an der Basis; Basis doppelbuchtig, Mitte wenig vorgezogen;
alle Seiten gerandet, Vorderrand in der Mitte unterbrochen; grosste Breite
an der Basis, Basisecken fast rechtwinklig, Vorderecken breit gerundet, Seiten
vor der Mitte leicht ausgerandet. Schildchen gewohnlich. Fliigeldecken mit
starken, tiefen Punktstreifen, dcren Punkte gegen die Spitze feiner werden,
Zwischenraume ziemlich gewolbt, mit sehr feiner, sehr dichter Grundskulptur
und daher etwas seidenartig, stellenweise blau schimmernd, mit 2 sehr feincn
Borstenpunktreihen, die den Punktstreifen stark genahert sind, in der Spitze
auch die Mitte punktiert, Spitzen kurz einzeln gerundet; Epipleuren vorn
mit einzelnen groben Punkten. Mittel- und Hinterbrust an den Seiten grob,
Abdomen sehr fein und sehr dicht punktiert. Beine sehr fein und dicht
punktiert und behaart; Lamellen der Fiisse 4, 4, 2.
1 $ von Sandakan, Borneo (Baker) in meiner Sammlung.
F. Borchmann: Neue ffeteromcren .
341
Die Art unterscheidet sich durch die Farbung der Beine leicht von iliren
Verwandten.
Alleculodes sauteri n. sp. — 15 — 19 mm. — Form wie opaca m., der
Lange nach etwas starker gewolbt, ziemlieh stark glanzend, ziemlich dicht, halb
anliegend, ziemlich lang, gelbbraun behaart, dunkelbraun, Abdomen und Flii-
geldecken heller, Beine nnd Fiihler gelbbraun, Schenkelspitzen und Schienen-
basis dunkel. Kopf sehr dicht mit Borstenpunkten besetzt, Oberlippe und
Clypeus wie bei opaca , Furche vor den Augen breit, Stirn mit schwachem
Langseindruek, Halsfurohe seicht, Mundtcile und Fiihler wie bei opaca m.
Endglied an der Spitze etwas verdickt, leicht gebogen, nicht sehr spitz, y5
klirzer als das 10. Glied. Augenabstand % ( ? ) oder V2 Durchmesser ( d*),
Schlafen ausserst kurz. Halsschild wie bei genannter Art, Langsfurche etwas
schwacher, dafiir beiderseits in der Mitte je eine seichte Grube, vor der Basis*
leicht quer oingedriickt, Scheibe mit sehr dichten, groben Borstenpunkten,
Vorderrand in der Mitte etwas vorgezogen, hier ungerandet; Basis leicht dop-
pelbuchtig, vor jeder Ausbuchtung cine sehr flache Grube. Schildchcn zungen-
formig, sehr fein punktiert. Fliigeldecken wie bei opaca m., glanzend, mit
kraftigen Punkstreifen, Punktc rund, in der Spitze fein, Zwischenraume ge-
wolbt, mit 3 regelmassigen dichten Reihen von Borstenpunkten, die halb so gross
sind wie die Punkte in den Streifen, Spitzen ausserst wenig gerundet, Epipleu-
ren gewolinlich. Unterseite wie bei opacat aber glanzendcr. Beine kurz, kraf-
tig, sehr dicht punktiert, S-chicnen schwach gekrummt $, Vorderschicncn
hinten etwas vor der Mitte mit schwacher, breiter Erhohung, Hinterschienen
doppclt gebogen, 1. Halfte innen breit ausgehohlt und etwas erweitert. Lamellen
4, 4, 1, beim $ 4, 2, 1. Analsegment des an der Spitze flachgcdriickt.
9 c? d* und $ $ von Formosa, Fuhosho VI. 1909, Kosempo VII. 1909,
Taihorinsho VIII. 1909 und Iloozan IX. 1910 im D. Ent. Inst, und in meiner
Sammlung. Alle Ex. sind von H. Sauter gesammelt. 1
Ich hielt die Art fur maxima Pic; aber die Farbung und die Bildung
der Beine schcinen ganz anders zu sein. Von discrepans m. weicht sie durch
Farbung und die Bildung der Hinterschienen des cf ab.
Alleculodes glos n. sp. — 11.5 mm. — Schlank, Seiten fast parallel,
dann gerundet verengt, gewolbt, glanzend, oben ziemlich lang, halbanliegend,
doppelt gelbbraun behaart; dunkelbraun, Abdomen, Fliigeldecken und Fiihler
rotbraun, Beine mit Ausnahme der Schenkelspitzen und der Schienenbasis
hell gelbbraun. Kopf gewohnlich, dicht und ziemlich grob punktiert; Mund-
teilc normal; Fiihler kraftig, gegen die Spitze diinner, Korpermitte etwas
iiberragend, 3. Glied mehr als % kiirzer als das 4., Endglied diinn, leicht
gebogen, etwas kiirzer als das 10. Glied, Augenabstand % Durchmesser,
Schlafen i/2 Augenbreite, Halsfurche breit, flach; Halsschild so lang wie
breit; sehr dicht, mit groben Nabelpunkten besetzt, Langsfurche vorn undeut-
342
Trkubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
lich, Basis mit 3 flachen Grubcn, Mitte jedcrscits mit breitem sehr flachem
Eindruck, Seiten schwach glockenformig verengt, alle Seitcn gerandct, Ban¬
dung vorn unterbrochen, Basis doppelbuchtig, Vorderrand sehr wenig vor-
gezogen, Basisecken nicht ganz rechtwinklig, Vorderecken abgerundet, Basis
fast doppclt so breit wie der Kopf. Sehildchcn kurz, breit, abgerundet.
Fliigeldecken y3 breiter als der Halsschild, mit starken, dichtpunktierten
Streifen, deren Punkte in der Spitze fein werden, Zwischenraume zicmlich
flach, jeder mit 3 Reihen ziemlich grober dichter Borstenpunkte, Borstcn der
mittleren Reihe langer; Schultern kurz, Spitzen fast zusammen gerundet.
Epipleuren ausser den gewohnlichen groben Punkten sehr fein punktiert.
Brust dicht und grob, Abdomen fein und dicht punktiert. Beine normal,
Sehienen mit Ausnahme der vordercn fast gerade, Lamellen der Fiisse 4, 3, 1.
1 $ von Borneo in meiner Sammlung. Die Art unterscheidet sich dureh
geringere Grosse von alien andern. Am nachsten verwandt ist sie dcr grossen
proavia m., von der sie ausser durch die geringe Grosse auch durch die Hals-
schildbildung abweicht. A. varus m. ist viel schlankcr und die Zwischenraume
ihrer Punktstreifen sind fein und 2-rcihig punktiert.
Alleculodes opaca n. sp. — 16 — 17 mm. — Schlank, gewolbt, sehr
wenig glanzcnd, oben diinn anliegend gelbbraun behaart; dunkelbraun, Fliigel-
decken und Beine rotbraun, Schcnkelspitze kurz sehwarz. Kopf sehr dicht
und fein punktiert, Oberlippe stark quer herzforinig, ausgcrandet, lang be-
borstet, Clypeus durch einen breiten Eindruck abgesetzt. Augenabstand y3
Durchmesser, unten sehr weit getrennt, Schlafen etwas kiirzer als ein Auge,
allmahlich in den wenig abgeschniirten Hals ubergehcnd. Endglied dcr Kie-
fertaster sehr breit, aussere Seite am langsten, Endglied der Lippentaster vorn
schwach ausgerandet, Kiefer breit einspitzig. Fiililer diinn, Korpermitte weit
iiberragend, 3. Glied y3 kiirzer als das 4., Endglied gegen die Spitze etwas
verdickt, schwach gebogen, etwas kiirzer als das 10.; Halsschild so lang wie
breit, breiter als der Kopf, flach, nicht dicht, flach punktiert, mit breiter,
flachcr Langsfurchc, vor der Basis mit flacher Querfurche iiber die ganze
Breite, allseitig fein gerandet, Basis schwach doppelbuchtig, Seitcn fast ge¬
rade nach vorn verengt, grosste Breite an dcr Basis, Seiten nahe der Basis
schwach gebuchtet, im letzten Viertel etwas gerundet verengt, Vorderecken
gerundet, Basisecken fast rechteckig, kurz abgerundet, Vorderrand in dcr
Mitte schwach, breit vorgezogen, Randlinie hier unterbrochen. Schildchen mit
tiefer Langsfurche. Fliigeldecken schmal, fast doppelt so breit wie der Hals¬
schild, mit starken Punktstreifen, an den Seiten und gegen die Spitze starker
vertieft, Punkte dicht, rund, in dcr Spitze schwindend, Zwischenraume
schwach gewolbt, mit ausserst feinen Borstenpunkten, Spitzen cinzeln sehr
kurz abgerundet, Schultern wenig gerundet, Epipleuren schmal, mit sehr
feinen, dichten Borstenpunkten. Vorderbrust und Abdomen fein und dicht,
Mittel- und Hjnterbrust zicmlich grob punktiert, letztes Segment (c?) am
Hinterrande flach eingedriickt. Beine kurz und dick, fein und sehr dicht
F. Borchmann: Neue Ileteromeren .
343
punktiert und anliegend gelbbraun hehaart, Schenkel dick, Schienen, beson-
ders die mittlercn, gebogen, Vorder- und Hinterschienen am Hinterrande mit
kraftigen Zahne, Hinterschienen vom Zahn bis zur Spitze gezahnelt, Mittel-
schienen mit schwachem Zahn, von da bis zur Spitze stark ausgerandet, Vor-
derfiisse mit 4, Mittclfiisse mit 2 Lamellen, Hinterfiisse mit einer Lamclle.
2 c/V von Hongkong in meiner Sammlung.
Die Art hat Aelmlichkeit mit maxima Pic, die aber pechschwarz ist, cincn
kurzen Thorax hat und etwas glanzend sein soil.
Alleculodes proavia n. sp. — 19 mm. A. opaca m. nahe verwandt, etwas
breiter, gcwolbter, glanzender, Behaarung dichter, langer, abstehcnder; dun-
kelbraun, Abdomen etwas heller, Fliigeldecken dunkelrotbraun, Flibler und
Beine gelbbraun, Spitze der Schenkel schwarz. Kopf wie bei opaca m., Endglied
der Lippentaster starker ausgerandet, Augenabstand
nicht ganz einen Augendurchmesser ( £ ) oder stark
genahert (d*) ; Fiihler wie vorher, 3. Glied % kiirzer
als das 4., Endglied gegen die Spitze nicht erweitert,
schwach gebogen, etwas kiirzer als das 10. Glied.
Halsschild wie bei opaca, Borstenpunkte grober und
sehr viel dichter, Qucreindruck der Basis kurz oder
fehlend, 2 schwache seitliche Eindriicke. Schildchen
wie vorher. Fliigeldecken breiter, Punktstreifen gro¬
ber, Zwischenraume viel gcwolbter, jeder mit 3
Langsreihen sehr deutlicher Borstenpunkte, mittlere
Reihe etwas weitlaufig, Spitze nicht abgerundet, Epi-
Fig. 4. Alleculodes proavia pleuren dicht punktiert. Unterseite und Beine wie
n. sp. g Hinterbein. vorher. Innenrand der Vorderschienen (d*) mit 2
stumpfen, flachen Erhohungen (am Elide des 1. und 2. Viertels), letztes Drittel
stark gebogen, Tarscnbildung wie bei opaca, 1. Glied der Mitteltarsen mit sehr
schwacher Lamelle. Hinterschienen des d* doppelt gebogen, flach, in der Mitte
erweitert und hier stark gebogen. $ an den Mittelfiissen nur 2 Lamellen.
d und $ von Hongkong.
Die Art steht auch der maxima Pic. nahe; aber die Fiirbung ist ganz
anders. Die vollig ungeniigende Beschreibung nennt den Thorax kurz und
sagt niclits iiber die Bildung der Beine.
Cistelopsis Fairm.
Cistelopsis maculata n. sp. — 4 y2 — 5 mm. — Nach hinten mehr ver-
engt als nach vorn, gewolbt, miissig glanzend; halb anliegend, massig lang,
reihig, gelblich behaart; hell rotbraun, Beine, Mundteile und Fiihler am
Grunde etwas heller, diese schwarzbraun, Fliigeldecken etwas hinter der Mitte
mit breiter schwarzer Quermakel iiber die Naht, die Seiten nicht erreichend.
Kopf fein und dicht punktiert, Mundteile nicht stark vorragend, Oberlippe
344
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
quer, Vorderecken gerundet, Vorderrand kaum ausgerandet; Clypeus quer,
vorn gerade, Trcnnungsfurche flach, gerade, Stirn gewolbt, Schlafen ausserst
kurz; Endglied dor Kiefertaster breit dreieckig, dor Lippentaster schmal,
schragc abgestutzt; Fiihler die Schultern uberragend, ziemlich dick, vom 4.
Gliede an dicker, 3. und 4. Glicd gleich, 11. wenig liinger als das 10.; Augen
stark, etwas eckig gewolbt, fast den Vorderrand des Halsschildcs erreichend,
Stimabstand y3 Querdurchmesser. Halsschild stark und dicht punktiert, fast
halbkreisformig, etwas flach, vorn etwas buckelig, Handling vorn in der Mitte
unterbrochen, Basisecken fast rechtwinklig, Basis doppelbuchtig, Mitte vor-
gezogen, vor der Basis jederseits ein Griibchen. Schildchen klein, breit
lierzfbrmig. Flugeldecken so breit wie der Halsschild, mit starken Punkt-
streifen, die an den Seiten und der Spitze tiefcr werden, Punkte gegen die
Spitze flacher, Zwischenraume gcwolbt, jeder mit 2 feinen Borstenpunkt-
reihen, Spitzen zusammen gerundet, Epipleuren breit. Unterseite gewohnlich,
Vorderkorper grob, Abdomen feiner punktiert. Schenkel breit, etwas flach.
2 Ex. von Java, Depok 26. VII. und 8. VIII. 1920 (Karny) im zool. Mus.
Buitenzorg.
Die Art scheidct sich von ihren Verwandten leicht durch die Farbung
und die Fliigeldeckcnskulptur.
Cistelopsis pusio n. sp. — 4,5 mm. — Schlank, nach hintcn starker
verengt als nach vorn; gewolbt, glanzend; anliegcnd, ziemlich lang, gereiht
gelblich behaart; rcrt.braun, Fiihler und Beine gelbbraun, die 5 ausseren
Zwischenraume der Flugeldecken bis gegen die Spitze pechschwarz. Kopf
gewolbt, ziemlich dicht punktiert; Mundteilc, Oberlippe, Clypeus gewohnlich,
Furche vor den Augen breit, Augenabstand % Querdurchmesser, Ilalsfurche
fehlt, Fiihler schlank, Korpermitte nicht erreichend, 3. Glied schlank, so lang
wie das 4., Endglied spitz, so lang wie das 10.; Halsschild halbkreisformig,
fiber doppelt so breit wie der Kopf, vorn etwas buckelig, dicht punktiert,
sonst flach, vor der Basis jederseits mit sehr flachcm Eindruck, allseitig gc-
randet, Basis in der Mitte vorgezogen. Schildchen quer herzformig. Fliigel-
decken mit starken Punktstreifen, Zwischenraume fast flach, an den Seiten
und in der Spitze starker gewolbt, jeder mit 2 feinen Borstenpunktreihen ;
Spitzen zusammen abgerundet; Epipleuren normal. Unterseite und Beine
gewohnlich; Vorderkorper grob, Abdomen fein punktiert. Lamellen der Fiisse
2, 2, 1.
1 Ex. von Sumatra, Si Rambe XII. 90 — III. 91. (E. Modigliani) in
meiner Sammlung.
Durch geringe Grosse und charakteristische Farbung ausgczeichnet.
Cistelopsis ingens n. sp. — 7 — 7 y2 mm. — * Gewolbt, massig glanzend ;
fein, anliegcnd, reihig, gelblich behaart; rotbraun, Beine, Fiihler und Epi¬
pleuren heller. Kopf kurz, fein, zerstreut punktiert, fast bis an die Augen in
den Halsschild eingezogen; Oberlippe sehr kurz, vorn leicht gerundet, Cly-
F. Borchmann: Neue Heteromeren.
345
peus quer gewolbt, kurz; Furche vor den Augen breit, gerade; Stirn gewolbt;
Schlafen ausserst kurz; Taster gewohnlich; Fiihler dick, Kbrpermitte nicht
erreichend, etwas flach, vom 4. Gliede an etwas gesagt, 3. Glied kurzer und
diinner als das 4., 11. kauin so lang wie das 10.; Augen stark gewolbt, Stirn-
abstand weniger als y2 Querdurchmesser. llalsschild an der Basis fast 3-mal
so breit wie der Kopf, fast halbkreisformig, gleichmassig gewolbt, fein, flach,
nicht sehr dicht punktiert, Basis gerade, in der Mitte vorgezogen, der feine
Vorderrand in der Mitte unterbrochen, Basisecken etwas stumpfwinklig,
Eindriicke vor der Basis sehr schwach. Schildchen (iuer hcrzformig. Fliigel-
decken mit feinen Punktstreifen, die nur an den Seiten und in der Spitze
schwach vertieft sind, so breit wie der Halsschild ; Zwischenraume flach, jeder
mit 3 Rcihen feiner Borstenpunkte, die ebenso stark sind wie die Punkte in
den Streifen und in der Spitze raspelartig werden, Spitzen zusammen ge-
rundet; Epipleuren normal. Unterseite und Beine normal, fein anliegend,
zerstreut behaart, Schenkel breit und etwas flach; Lamellen der Fiisse 2, 2, 1.
2 Ex. von Ceylon in meiner Sammlung, zahlreiehe im D. Ent. Inslitut.
Die Art unterscheidet sich leicht dureh ihre Grosse und die Bildung der
Fliigeldecken von ihren Verwandten.
Cistelopsis denselineata n. sp. — 5 mm. — Langlich oval, gewolbt,
glanzend, behaart wie maculata m., oben dunkcl rotbraun, Beine, Unterseite
und Flugeldeckenepipleuren heller, Fuhlerwurzel hell, die ubrigen Glieder
pechschwarz, Hinterleibsspitze dunkcl. Kopf ziemlich dicht und ,grob punktiert,
Oberlippe und Clypeus wie bei mamlata, ebenso die Flihlerbildung, 4. Glied
etwas 1 anger als das 3., Fiihler etwas gesagt; Augen stark, aber nicht eckig
gewolbt, Abstand y> Querdurchmesser; Schlafen ausserst kurz, Hals oben
ohne Schniirfurche wie bei maculata m. Halsschild etwas kurzer, Punkte etwas
zerstreuter, Basis wenig gebuchtet, in der Mitte stark vorgezogen, Basis-
grubehen sehr flach, Flache weniger buckclig, alles iibrige wie bei maculata.
Schildchen quer hcrzformig. Fliigeldecken so breit wie der Halsschild, Punkt¬
streifen auf der Scheibe nicht, an den Seiten und gegen die Spitze deutlich
vertieft, Zwischenraume nur an den Seiten und in der Spitze gewolbt, jeder mit
2 Reihen Borstenpunktcn, die ebenso stark sind wie die Punkte in den Streifen,
Spitzen zusammen gerundet ; Epipleuren breit. Unterseite und Beine wie bei der
vergliehenen Aid, starker behaart; Lamellen an den Fiissen 2, 2, 1.
4 Ex. von Hoorn, Batavia-Baai II. 1919 im zool. Mus. Buitcnzorg und D.
Ent. Inst. Ein sehr hellcs Ex. von N. 0. Sumatra, Tebing-tinggi in meiner
Sammlung.
Die Art unterscheidet sich leicht durch die Punktierung der Fliigeldecken.
Die 4 Arten scheiden sich leicht nach folgendcr Tabelle.
1' Die Punkte auf den Zwischenraumen sind viel feiner als die Punkte in den
deutlich vertieften Streifen.
346
Treubia Vol. VI, Live. 3 — 4.
2' Fiigeldecken mit eincr dunklen Quermakel iiber die Mitte. Gro.vse: 4,5 — 5
mm. Java. maculata n. sp.
2, Seitcnrand der Flugeldecken breit geschwarzt. Grosse: 4,5 mm. Sumatra.
pusio n. sp.
1, Punkte auf den Zwischenraumen kaum oder niclit feiner als die Punkte
in den auf der Schcibc nicht vorticftcn Streifen.
3' Zwischenraume mit 3 Borstenpunktrcihen, Flihler hell. Grosser 7 — 7,5
mm. Ceylon. ingots n. sp.
3, Zwischenraume mit 2 Punktreihen, Fiihler mit Ausnahme der Grund-
glieder schwarz. Grosse: 5 mm. Java. denselineata n. sp.
Cistelomorpha Redtb.
Cistelomorpha haematoptera n. sp. — 13 — 14,5 mm. — Langoval, ge-
wolbt, wenig gliinzcnd ; sehr fcin, kurz, anliegend, ziemlich dicht, gelblich be-
haart; schwefelgelb, die beiden letzten Hinterleibsringe wenig dunkler, Beine
(die Schienen am starksten) und der Halsschild rotlich, Flugeldecken rot.
Oberkieferspitze und Fiihler mit Ausnahme des 1. Glicdes schwarz, 2. Glied
braunlich. Kopf gestreckt, dicht punktiert; Mundteile gewohnlich; Oberlippe
quer, leicht ausgerandet, Clypeus leicht quer, Trennungsfurche normal,
Schlafen sehr kurz, Halsfurche sehr flach ; Fiihler kraftig, Korpermitte kaum
erreichend, 2. Glied etwas langer als breit, 3. etwas langer als das 4., 4. an der
Spitze etwas breiter als die folgendcn, 11. etwas langer als das 10.; Augen
stark ausgerandet, Abstand oben iy2 Durehmesser, unten nicht ganz einen.
Halsschild wenig gewolbt, etwa halbkreisformig, doppelt so breit wie der
Kopf, sehr dicht mit feincn Nabelpunkten besetzt, grosstc Breite etwa in der
Mitte, allseitig gerandet, in den Basiseckcn jederseits mit sehr flachem Ein-
drucke, Basis doppelbuchtig, Vorderrand gerade, Vorderecken sehr breit ge-
rundet, Basisecken fast rechtwinklig, leicht aufgebogen. Schildchen lang drei-
eckig, Spitze wenig gerundet ; Flugeldecken breiter als der Halsschild, sehr
fein, dicht punktiert, mit starken Punktstreifen, Punkte in den Streifen dicht,
gegen die Spitze feiner; Schultern kraftig, Spitzen einzeln kurz gerundet,
Seiten bis % der Lange sehr schwach erweitert, dann gerundet verengt. Un-
terseite sehr dicht und fein punktiert. Beine gewohnlich, sehr fein, sehr dicht
punktiert; kurz, anliegend behaart; Schienen fast gerade; Dome der Hinter-
schienen diinn und spitz, der innere etwas langer.
2 Ex. von Celebes, 1 Ex. von S. W. Celebes Bonthain 2000 m (Bunne-
meyer) im zool. Mus. Buitcnzorg und 1 Ex. von Bonthain in meiner
Sammlung.
Die Art ist durch ihre roten Flugeldecken leicht kenntlich. Von hae-
matica Redtb^ unterscheidet sie sich durch den gelben Kopf und die nicht
gestorte Fliigeldeckenskulptur.
F. Borchmann: Neue Heterameren .
347
Cistelomorpha focaleata n. sp. — 9 mm. — Form gewohnlich ; gewolbt,
massig gliinzend; sehr fein, schr kurz, anlicgcnd hell behaart, Flugeldeckcn-
spitze dunkler behaart; schwefelgelb, Fliigeldecken bleicher, Abdomen und
Beine rotlichgelb, Fuhlcr vom 4. Gliede an, die Basis des Halses, die Vorder-
und Mittelhiiften und das 4. und 5. Hinterleibssegment schwarz, Spitze des
3. Fiihlergliedes dunkelbraun. Kopf fein und dicht punktiert; Mundteile
normal, Clypeus von dcr Stirn durch cine breite gebogene Furche getrennt;
Fuhlcr kraftig, Korpcrmitte nicht erreichend, 3. Glied langer als das 4.,
11. so lang wie das 10., etwas ausgerandet; Augcnabstand gleich 1 Duroh-
messcr; Stirn gewolbt; Halsfurcbe seicht. Halsschild vorn abgestutzt, sehr
dicht fein punktiert, Basis doppelbuchtig, allseitig gerandet, quer, Hinter-
ecken fast rechtwinklig ; Schildchen schr fein punktiert, fast spitz. Fliigel-
decken doppelt so breit wie der Halsschild, gewolbt, mit Punktstreifen, Zwi¬
schenraume gewolbt und fein und ziemlich dicht punktiert, 3., 5. und 7.
breiter, Fliigeldcckenspitzen einzeln kurz gerundet. Unterseite sehr fein,
sehr dicht punktiert; 6. Abdominalsegment gelb, in der Mitte etwas spitz
schwach vorgezogen. Beine gcwohnlich.
1 Ex. von Sumatra 1905 in meiner Sammlung.
Die Art ist leieht kcnntlich durch die Fiirbung des Halses und der Hiiften.
Cistelomorpha rutilipes n. sp. — 12 — 13 mm. — Gewolbt, massig gliinzend ;
fein, kurz, anliegend, ziemlich dicht behaart; gelb, Vorderkorper braungelb
oder schwach rotlich, Fliigeldecken blassgelb, Obersohenkcl rotlich, 4. und 5.
Hinterleibssegment und die Fuhlcr mit Ausnahme der 3 Grundglieder
schwarz. Kopf fein und dicht punktiert, Stirn gewolbt, Halsfurche flach,
Schliifen schr kurz. Mundteile gcwohnlich ; Fiihler vom 4. Gliede an schwach
gesagt, 3. Glied langer als das 4., Endglied so lang wie das 10., ausgerandet.
Augenabstand 2 Durchmesscr. Halsschild dicht und fein mit Nabclpunkten be-
setzt, allseitig gerandet, vor der Basis mit schwacher Langsfurche, Basis dop-
pelbuehtig, Vorderrand abgestutzt, Basiswinkel kurz gerundet, Vorderwinkel
breit gerundet. Schildchen spitz. Fliigeldecken breiter als der Halsschild, mit
starken Punktstreifen, Zwischenraume schwach gewolbt, fein und nicht sehr
dicht punktiert, 3., 5. und 7. breiter und etwas gewolbter, Deekenspitzen kurz
einzeln gerundet. Unterseite fein und dicht punktiert ; 5. Segment an der
Spitze flach gedriickt ; Beine normal.
2 d*c? und 2 $$ von Sumatra (Volz) in meiner Sammlung.
1 cf* von Java, das sonst gut ubercinstimmt, hat stark roten Vorderkorper;
die Zwischenraume sind etwas starker gewolbt, der 3. Zwischenraum ist vorn
viel schmaler als der 2., hinten viel breiter, 4. und 5. sind gleich breit, 5. wenig
breiter als der 4.
Die Art ist gut durch ihre Farbung geschicden.
348
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
LAGRIIDAE.
Diese artenreichc Pamilie ist bei weitem besser durchgearbeitct und bietet
daher weniger ncue Arten. Die Gattung Nemostira Fairm. bedarf dringend
einer Bearbeitung.
LagTia F.
LagTia blairi n. sp. — Lange 7 mm. — Massig glanzend, ziemlich lang,
abstehend weisslich bebaart; hell rotbraun, Beine mit Ausnahme der Schenkel-
basis etwas dunkler, Flihler dunkel rotbraun, Flligeldeeken schwarzlich braun ;
Kopf gewohnlich, Stirn und Scheitel dicht mit groben Nabelpunkten besetzt,
Stirn zwischen den Augen etwas eingedriickt. Mundteile gewohnlich; Fiihler
die Korpermittc nicht erreichcnd, schlank, nach aussen kaum verdickt, 3. und
4. Glied gleich, Endglied etwas liinger als die 3 vorhergehenden Gliedcr zu-
sammen; Augenabstand etwas weniger als ein Durchmesser. Halsschild so
lang wie breit, so breit wie der Kopf mit den Augen, gewolbt, Seiten etwas
vor der Mitte ziemlich stark eingcschniirt, vorn und hinten ungerandet,
Scheibe uneben, mit groben Nabelpunkten dicht besetzt, etwas querrunzclig;
Schildchen rot. Flugeldecken schwach erweitert, massig querrunzlig punk-
tiert, gemeinschaftlich zugespitzt, Epipleuren lang behaart. Unterseite ge¬
wohnlich; Beine mittel, lang behaart, Vordersehienen fast gerade, Mittcl-
schienen etwas starker gebogen, Innenscitc nahe der Spitze mit ziemlich
grossem Zahne, davor fein gezahnelt, ITinterschiencn noch starker gebogen,
Bezahnung wie vorher; Metatarsus der Ilinterfiisse kurzer als die folgenden
Glieder zusammen.
1 von Depok, Java (G. E. Bryant.) 18. 4. 09. im Brit. Mus., 1
und 1 $ vom selben Orte 8. VIII. 20 im zool. Mus. Buitenzorg und im Dcut-
schen Ent. Inst, in Berlin, 1 $ von Buitenzorg (C. B. Ferrari 1875) im
Stettiner Mus. and 4 Ex. von Buitenzorg 16. III. 09, Penang X. 1913 und
Sumatra Merang (Doherty) in meiner Sammlung.
Teh benenne die neue Art nach dem verdienten englischen Entomologen
K. G. Blair.
Die Bezahnung der Schienen schcidct die Art leiclit von ihren Vcr-
wandten.
LagTia inflata n. sp. — Lange 9*4 mm. — Hinterkorper breit, Vorder-
korper schwach ; gewolbt, massig glanzend, ziemlich dicht, lang, abstehend oder
halb anliegend grau behaart ; schwarz, Ilinterkopf rotlich ; Kopf dicht mit
Augenpunkten besetzt, Clvpeus mit langen, weissen Borston, Augenabstand
1 Durchmesser; Fiililer diinn, nicht ganz die Korpermitte errcichend, von
Glied 3 an dicht und grob punktiert, weiss beborstet, Glied 3 und 4 fast
gleich, Endglied fast so lang wie die 3 vorhergehenden Glieder zusammen,
Spitze etwas rotlich; Halsschild etwas quer, etwas brcitcr als der Kopf mit
den Augen, fein und dicht, dazwischen sehr fein punktiert, lang abstehend,
etwas dunkler behaart, Basis mit drei breiten, flachen Eindriicken, nur die
Basis schwach gerandet, Seiten wenig eingezogen, Hinterecken nicht vorste-
F. Borchmann: Neue Heteromeren.
549
hend; Schildchen gewohnlich; Fliigeldecken stark erweitert, grosste Breite
etwa in der Mitte, ziemlich fein, dicht, leicht querrunzlig punktiert, Schultern
wenig gefaltet; Epipleuren breit. Beine schwach, Innenrand der Schienen
gezahnelt.
1 $ von Papandajan, Java, 10. IV. 1909 und 1 ohne nahere Bezeichnung
im zool. Mils. Buitenzorg; 1 $ im Brit. Museum (G. F. Bryant.). 3 Ex. v.
Papandajan in meiner Sammlung.
Die Art scheint vcrwandt mit gracilicomis Bm. Diese ist aber blau und
hat belle Fuhler ; ihr Vorderkorper ist viel sparlieher punktiert, und die
Fliigeldecken sind schwacher erweitert.
CerogTia Bm.
CerogTia bryajiti n. sp. — Lange $y2 — 12 mm. — Form gewohnlich,
ziemlich dicht, ziemlich kurz, anlicgend, weisslich behaart; dunkelbraun bis
pechbraun, Fliigeldecken, moistens besonders gegen die Spitze heller, Beine
und Fuhler fast schwarz. Kopf gewohnlich, Oberlippe und Clypeus ziemlich
fein und dicht, Stirn und Hinterkopf grober und dicht mit Augenpunkten
besetzt; Fuhler schlank, erreichen nicht die Korpermitte, nach aussen kaum
verdickt, Glied 3 etwas lunger als 4, Endglied etwas langer als die 2 vorher-
gehenden Glieder zusammen; Stirnabstand der Augen gleich einem Augen-
durchmesser; Halsschild so lang wie breit, wenig breiter als der Kopf mit den
Augen, fein und miissig dicht punktiert, mit feiner Mittelrinne, etwas uneben,
Vorderecken gerundet, Seiten etwas vor der Mitte schwach eingezogen, ungeran-
det, Ilaare auf der Scheibe quer nach innen gelagert, auf der Mittelrinne
nach hinten; Schildchen dicht und fein punktiert; Fliigeldecken nach hinten
etwas erweitert, grosste Breite am Beginn des letzten Viertels, zusammen zuge-
spitzt, massig dicht querrunzlig punktiert, Schultern etwas gefaltet, Epipleu¬
ren gewohnlich, etwas querrunzlig punktiert; Beine mittel, dicht punktiert,
ziemlich lang und weieh behaart, Metatarsus der Hinterfiisse fast so lang wie
die folgenden Glieder zusammen. — Fuhler wenig langer, Glied 7 knotig
verdickt, 8 mit kleiner Schwiele, 9 mit starkem, spitzem Zahne, Endglied etwas
langer als die 4 vorhergehenden Glieder zusammen; Augenabstand gleich einem
lialben Durchmesser.
Die Art scheint nalie verwandt mit rubripennis Bm. und cinerea Fairm.
C. rubripennis ist viel heller, die Fliigeldecken sind viel grober und weit-
laufiger punktiert, Fuhler des sind dicker, Glied 3 und 4 gleich, Vorder-
schienen nur ausserst fein gezahnelt; C. cinerea Fairm. ist dichter und an-
liegender grau behaart, ihre Schultern wenig gefaltet, Endglied $ viel
kiirzer, Halsschildseiten fast gerade, seine Punktierung viel dichter und
deutlich querrunzlig.
Viele cf cf $ § von Papandajan, Java; Tjibodas, 1400 m, VIII.
1921; Borneo, Kinabalu 1500 m und Sumatra, Si-Rambe XII. 1890 — III.
1891 (E. Modigliani).
Ich benenne die Art zu Ehren ihres Entdeckers G. F. Bryant.
350
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Nemostira Pairm.
Nemostira irregularis n. sp. — 15,5 mm. — Schlank, wenig gewolbt,
massig glanzend ; sparlich, lang beborstet ; gelbbraun, Fiihler und Beine heller,
Kopf mit stark vortretenden Mundteilen, Stirn cingedruckt und grob runzelig
punktiert, Oberlippe quer, oval, vorn nicht ausgerandet, lang beborstet;
Clypeus quer, durch cine breite, gebogenc Furche von der Stirn getrennt;
Schlafen sehr kurz; Halsfurche tief und scharf, Endglied der Kiefertaster
messerformig, der Lippentaster schmal, vorn etwas schriige abgestutzt; Fiihler
die lvorpermitte etwas uberragend, 1. Glied etwas langer als das 3., 2. etwas
langer als breit, 3. und 4. Glied gleich, Endglied etwa so lang wie die 5 vor-
hergehenden Glieder zusammen; Augen stark gewolbt, stark genahert (oben
und unten) ; Halsschild langer als breit, etwas breiter als der Kopf, glocken-
formig, mit feiner Grundskulptur, grob, nicht dicht punktiert; Basis breit
aufgebogen gerandet, Basiseeken vorstehend, Vorderecken abgerundet, Seiten
vor der Basis eingczogen; Schildchen zungenformig, glatt. Fliigeldecken mit
kraftigen Schultern, doppelt so breit wie der Halsschild, nach hinten sehr
wenig erweitert, Spitzen zusammen gerundet, Punktstreifen nur an der Basis
und nahe der Spitze anniihernd regelmassig, auf der Scheibe durch Ver-
doppelung dcr Punkte unregelmassig, Punkte gegen die Spitze feiner, Zwi-
schenraume massig gewolbt, die ungeraden mit sehr weitlaufigen, in der
Spitze etwas dichtcren Borstenpunkten ; Epipleuren schmal, glatt. Brust an
den Seiten grob, Seiten des Abdomens fcin punktiert, Analsegmcnt an den
Seiten schwach ausgerandct, Spitze mit einer Borstenpunktreihe; Proster-
nalfortsatz gerandet, schmal, hinten schrag. Beine lang, diinn, Ilinterschenkel
fast den Hinterrand des 4. Segments erreichcnd, FUsse fast so lang wie die
Schienen, Metatarsus der Hinterfiisse so lang wie Glied 2 und 3 zusammen.
1 (f von Java, Tjibeureum bei Tjibodas, 1400 m, 28. VIII. 1921. Nr. 446
(Soerijat).
Die Art ist mit goliath und elongatior Pic verwandt : goliath Pic ist erheb-
lich grosser, rot mit metallischen Beflexen, hat fast quadratischen Halsschild,
Flugeldecken sind zugespitzt usw. N. elongatior Pic ist rotlich, Fiihler, Ab¬
domen, Schienen und Fiisse sind schwarz; der Kopf ist breit, Augenabst&nd
ist gross.
Nemostira bogorensis Pic (?) — 14,5 mm. — Schlank, gewolbt; dieht,
fein, kurz, anliegend gelblich behaart, dazwischen lange aufrechte Borsten;
braun, Fiihler, Hiiften, Basis dcr Schenkel und Fiisse hell. Kopf gestreckt,
fein und dicht punktiert ; Oberlippe quer, kaum ausgerandct, Furche vor den
Augen scharf und gebogen, Stirn mit seichter Liingsfurche; Schlafen ^4
Augenliinge, Halsfurche tief. Endglied der Kiefertaster messerformig, dcr
Lippentaster ziemlich schmal, vorn schwach ausgerandct, Fiihler schlank, fa-
denformig, Korpermitte uberragend, 3. und 4. Glied gleich, Endglied wenig
kiirzer als die 4 vorhergehenden Glieder zusammen; Augen gross, Abstand
F. Borchmann: Neue Ileteromeren.
351
oben i/i Durchmesser, untcn etwas weiter. Halsschild breiter als der Kopf, viel
langer als breit, sehr dicht fein punktiert, ziemlich lang anliegend behaart,
mit Grundskulptur, vorn mit Langsfurche, hinten mit Langslinie, Seiten in der
Mitte sclnvach ausgerandet, Basis breit, aufgebogcn, Spitze fein und schmal
gerandet,. Vorderecken breit gerundet, Basisecken breit vorstehcnd. Schildclien
zungenformig. Fliigeldecken lang, mit Grundskulptur und iiusserst feinen,
dichten Punkten, Punktstreifen kraftig, Punkte dicht, Zwischenraume ge¬
wolbt, die ungeraden mit einer massig dichten Borstenpunktreihe, die geraden
mit viel weniger Borstenpunkten hauptsachlich im Basis- und Spitzenteil, Punk-
te etwas erhoht; jede Decke mit winziger Spitze; Epipleuren schmal, unpunk-
tiert. Unterseite matt, mit Grundskulptur, besonders die Seiten ziemlich dicht
punktiert. Beine schlank. Analsegment abgcstutzt, Seiten nur am vorletzten
Segment vorgezogen.
1 c f von Tjibodas 1400 m, VIII. 1921.
Die Art is durch ihre Bchaarung und die Skulptur der Fliigeldecken leicht
kenntlich. W enn das beschriebene Tier nicht die Art von Prc scin sollte, so
stimmt sic doch wahrscheinlich in Grosse und Behaarung mit ihr uberein.
Nemostira cyanipennis n. sp. — Lange: 11 mm. — Gestreckt, zylin-
drisch, stark glanzend; rotbraun, Kopf dunkcl, Fiihler schwarzlich, die ersten
4 — 5 Glieder am Grunde heller, Beine dunkler, besonders die Spitzen der
Schenkel, der Schienen und die letztcn Tarsenglieder, Schenkelbasis hell,
Spitze des Abdomens dunkel, Schildchen rot, Fliigeldecken dunkelblau. Kopf
gestreckt, fast glatt, Oberlippe vorn ausgerandet, herzformig, etwas langer
als der Clypeus; Endglied der Kiefertaster ziemlich schmal, innere Kante
sehr kurz; Augcn gross, gewolbt, genahert, kaum ausgerandet; Fiihler kraftig,
wenig verdickt, die Schulter uberragend, Glieder wie bei N. galatheae m.,
Endglied schmal, etwas gebogen, so lang wie die 3 vorletzten Glieder zusam-
mcn; Halsschild quadratisch, so breit wie der Kopf mit den Augen, gewolbt,
vorn gerundet, vor der Basis Seiten etwas eingezogen, Hinterecken vortretend,
Scheibe sehr sparlich und fein punktiert, Seiten etwas dichter, Apex schmal,
Basis breit gerandet. Schildchen klein, glatt. Fliigeldecken doppclt so breit
wie der Halsschild, stark punktiert-gestreift, Streifen dicht, gegen die Spitze
schwacher punktiert, Zwischenraume ziemlich stark gewolbt, nach hinten nicht
niedriger, an der Spitze mit einzclnen Borstenpunkten, Scutellarstreif nor¬
mal, Spitzen einzeln abgerundet; Epipleuren wie bei N. galatheae m. Unter-
seitc stark glanzend, Seiten der Brust ziemlich grob punktiert, Abdomen fast
glatt, Seiten mit einzclnen grosseren Punkten. Beine normal ; Metatarsus
der Hinterfiisse etwas kiirzer als die folgenden Glieder zusammen.
1 Exemplar im Kon. Museum in Kopenhagen. Celebes.
Die Art ahnelt der Casnonidea atricapilla Fairm., ist aber grosser, die
Spitze der Schenkel ist nicht geschwarzt, das Endglied der Fiihler ist kiirzer,
die Vorderecken des Halsschildes sind gerundet, die Fliigeldecken blau.
352
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Nemostira postica n. sp. — 10 mm. — Der melanura Bm. nahe ver-
wandt; braunlich gclb, Kopf mit Ausnahme der Oberlippe, Spitze der Fliigel-
decken schwarz, Schenkelspitzen oben leicht, die beiden letzten Hinterleibs-
segmente stark gebraunt. Die Art unterscheidet sicli wie folgt. Der walzen-
formige Halsschild ist langer als breit, vor der Basis leicht eingezogen, grob
und zerstreut punktiert, glanzend, ohne deutlichen Langseindruck, kauni
breiter als der Kopf; Flugeldecken schmaler, glanzender, Zwischenraume ge-
wolbter, 1. mit 2 Borstenpuiikten an der Spitze, 3. mit 8 Punkten iiber die
ganze Lange, 5. mit 2 Schul ter punkten, 9. mit 5 oder G Punkten hinter der
Mitte; Prosternalfortsatz hinten schriig und gerundet; Unterseite an den
Seiten grober und dichter punktiert.
1 $ von Celebes (Gestro) im Stettiner Mus.
Nemostira vagecostata n. sp. — Lange: 13*4 mm. — Gestreckt, massig
glanzend; rotbraun, Beine und Fiihler gelbbraun, Hinterkopf und Augen
schwarz; Oberlippe und Clypus quer, nicht ausgerandet, mit einigen groben
Borstenpunkten, Clypeus von der Stirn durch einen tiefen, stark gebogenen
Eindruck getrennt, Stirn eingedriickt, mit einigen groben Punkten, Scheitel
mit tiefer Langsrinne; Augen gross, fast zusammenstossend, sehwach ausgeran¬
det; Schlafen sehr kurz; Fiihler halb so lang wie der Korper, fadenformig,
3. und 4. Glied gleichy Endglied diinn, sehwach gebogen, so lang wie die 4
vorhergehenden Glieder zusammen ; Halsschild wenig langer als breit, wenig
breiter als der Kopf mit den Augen, Form gewohnlich, grob und massig
dicht punktiert, etwas uncben, an der Basis mit kurzem Liingskiele, an der
Spitze mit schwachem Langseindruck, Spitze sehr fein, Basis breit gerandet;
Schildchen rundlich, glatt ; Flugeldecken wenig gewolbt, nicht erweitert,
Punktstreifen unregelmassig,. stcllenweise doppelt, einige Zwischenraume, 3. 5.
und 7. etwas starker gewolbt, die ungeraden mit sparlichen Borstenpunkten,
Spitzen etwas abgestutzt; Epipleuren schmal, ganz, fast glatt; Seiten der Hin-
terbrust grob punktiert, Abdomen unpunktiert, sehwach langsrissig. Beine
schlank; Metatarsus der Ilinterfusse so lang wie die folgendcn Glieder zusam¬
men; Prosternalfortsatz nicht hinter die Hviften verlangert.
1 cf in der Sammlung Kraatz im Deutschen Ent. Institut. Java.
Nemostira homi n. sp. — Lange : 13i/2— 16 mm. — Gestreckt, glanzend;
braunlichgelb, Beine oft etwas heller, Halsschild und Kopf braunrot, Flugel¬
decken pechschwarz, Epipleuren vorn hell; Kopf gestreckt; Oberlippe wenig,
Clypeus starker quer, mit zerstreuten Borstenpunkten, Oberlippe herzformig,
sehwach ausgerandet; Clypeus durch eine schlecht begrenzte, gebogene Furche
von der Stirn getrennt; Stirn wenig dicht, massig grob punktiert, Scheitel
mit Eindruck in der Mitte, Augen gewolbt, wenig ausgerandet, Stirnabstand
gleich 1 Auge, Schlafen kurz; Fiihler fadenformig, halb so lang wie der
Korper, 3. urtd 4. Glied gleich, Endglied etwas langer als Glied 9 und 10
zusammen ; Halsschild quadratisch, wenig breiter als der Kopf mit den Augen,
F. Borchmann: Neue Heteromeren,
353
Vordcreckcn abgerundet, Seiten yor der Basis, etwas hinter der Mittc breit
eingezogen, Scheibe stark, nieht dicht punktiert, beidcrseits in der Mittc je
cine tiefe Grubc, die nach aussen und sehrag nach hinten von einer Falte
begleitet ist, Basis gerandet, vor der Basis ein schmaler Quereindruck ; Schild-
chen glatt; Fliigeldecken fast doppelt so breit wic der Halsschild, niebt erwei-
tert, punktiert-gestreift, Punkte in den Strcifen dicht, nach hinten
schwacher, Zwischenraume breit, flach, mit sehr sparliehen Borstenpunkten,
Spitzcn schwach vorgezogon, Epipleuren schmal, fast glatt, ganz; Seiten der
Hinterbrust und des Abdomens grob punktiert, Mittc des letzten glatt; Pro-
sternalfortsatz niedriger als die Hiiften ; Beinc dtinn ; ]\fctatarsus der Ilinter-
fiissc so lang wie die folgcnden Glieder zusammen.
2 $ $ in der Sammlung Kraatz. Khasis 1898.
Exostira n. subg.
Die Gattung Nemostira Fairm. besteht aus einer grossen Iieihe von
Gruppen, die grossenteils neue Gattungen oder doch wenigstens Untergat-
tungen bilden miissten. Die Gattung Casnonidea Fairm. ist durch kein sticli-
haltiges Merkmal von der ersten zu trennen. Bei der grossen bis jetzt be-
kannten Artenzahl ist cine Abtrennung sehr erwunscht, und scheinbar unbe-
deutende Merkmale gewinnen generische Bedeutung.
Die neue Untergattung griindet sich auf einc neue und eine Reihe be-
kannter Arten.
Grossere Arten, massig schmal, gewolbt. Kopf mit stark vortretenden
Mundteilen; Mandibeln dtinn, schwach zweispitzig, Maxillen wie bei Ne¬
mostira Fairm.; Endgied der Kiefertaster lang, messerformig, Endglied der
Lippentaster ziemlicli dreieekig, vorn kraftig ausgerandet. Augen gross,
wenig ausgerandet, oben stark genahert; Halsfurche stark. Halsschild langer
als breit. Das Ubrige wie bei Nemvstira F.virm. — Die Untergattung unter-
scheidet sich leicht durch das ausgerandete Endglied der Lippentaster. —
Ausser der neuen Art gehoren liierher luteonotata Pic, multimaculata Pic.
und stictica Fairm.
Exostira sellata n. sp. — 14,5 mm. — Etwas zarter als N. luteonotata
Pic, gewolbt, massig glanzend; rotbraun, Beine und Fiihler gelb, Fliigeldecken
mit zahlreichen kleinen gelben Flecken, die sich etwas vor der Mitte zu einer
Querbinde vcrdichten, die von der Mitte beiderscits etwras schrage nach vorn
geht und den Seitcnrand nicht errcicht. Kopf stark gestreckt; Fiihler lang,
Endglied nicht ganz so lang wie die 4 vorhergehenden Glieder zusammen, 3.
und 4. Glied gleich. Augen gross, Stirnabstand *4 Augendurchmesser,
Halsfurche stark; Stirn uneben, mit einzelnen starken Punkten. Halsschild
etwas breiter als der Kopf, langer als breit, grob und nicht dicht punktiert,
grosste Breite vor der Mitte, nach vorn etwas starker als nach hinten verengt,
vor der Basis breit und flach eingcschniirt, Vorderecken abgerundet, Ilinter-
23
354
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
ecken breit vorstehend, Vorderrand fein und schmal, Hinterrand breit und
aufgebogen, Seiten an der Basis deutlieh gerandet, Prosternalfortsatz hinten
stumpf nnd gerade. Schildchen gewohnlich. Fliigeldecken wenig erweitert;
S'chnlterfiirche kr&ftig, Decken gestreift-punktiert, Punkte gekerbt, hinten
schwacher, Zwischenraume stark gewolbt, Spitzen einzeln gerundet ; Epipleu-
ren gewohnlich. Unterseite stark glanzend, Seiten der Brust grob punktiert,
Seiten des Abdomens mit rundlichen Eindrlicken, Eindriicke grob punktiert,
sonst fein langsrunzlig. Beine diinn. 1. Glied der Hinterfiisse fast so lang
wie die iibrigen Glieder zusammen.
1 $ von Sumatra, Padang im Naturh. Mus. in Dresden.
Die Art unterscheidet sich leicht durch die diinnen Beine und die Fiir-
bung von luteonotata Pic.
DESCRIPTION D UN NOUVEAU GENRE D’ORTHOPTfiRE
(fam. acridiodea, sous-famille cyrtacanthacrinae)
par
C. W ILLEMSE
(Eygelshoven, Z. L.).
Paratraulia nov. gen.
Genotype: Traulia oblique-annulata Br. v. \V. 1898 ( 1 ).
Corps robuste, ponctue-rugueux.
Tete grosse, faiblement ponctuee avec des parties luisantes, plus courte
que le pronotum. Les yeux ovalcs, saillants.
Fastigium verticis un peu allonge, horizontal, avec une petite carene
mediane, separe du vertex par un sillon transversal ; le bord anterieur arrondi.
Front ponctue-rugueux, incline, non saillant entre les antennes; la
carene frontale avec les bords bien developpes et paralleles, la carene laterale
sub-courbee.
Antennes filiformes, depassant ou a peine atteignant le bord posterieur
du pronotum.
Pronotum avec le bord anterieur arrondi et une petite incision au milieu,
le bord posterieur arrondi.
La carene mediane faiblement marquee, les carenes laterales absentes.
Les sillons transversaux faiblement indiques, le sillon principal situe dans
le tiervs apical.
I jc lx>rd inferieur du lobe reflechi faiblement courbe, les angles anterieur
et posterieur arrondis.
Les organes du vol bien developpes.
L ’ely tre sensiblement attenue vers Tapex et arrondi.
L’aile posterieure sub-cyclo’ide.
Tubercule prosternal droit comprime d’avant en arriere, Tapex elargi
et trilobe.
(1) Orthopteren des Malayischen Archipels, von Bkuxner von Wattenwyl.
Abhandl. d. Senckenb. naturforsch. Gesellschaft Bd. XXIV. 1898, p. 249. Ayant eu
Toccasion d'examiner le type de Brunner, je me suis apergu que l'espSce n’appartient
point au genre Traulia k cause de son front et de son tubercule prosternal.
Je forme ici pour cette espece un nouveau genre en donnant la description de deux
nouvelles esp^ces.
355
356
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Lc lobe mesosternal plus large que long, le bord interieur arrondi.
Femur posterieur avec la carene supcrieurc lisse. Lobe gcniculaire in¬
terne et externe se terminant en une pointe aigue. Tibia posterieur fai-
blement couribe, le bord interne avec 11 epines, l’epine apicale y comprise; le
bord externe avec 6 — 8 epines, sans epine apicale.
Le 3e article du tarse posterieur presque aussi long que les deux autres
ensemble.
(fa Plaque suranale triangulaire, Tapex arrondi avec une impression
mediane a la base.
Cerque droit, aussi long que la plaque suranale, attcnue ct. acumine vers
1 ’apex.
Plaque sousgenitale courte, peu courbee, obtuse.
9. Plaque suranale triangulaire, 1 ’apex arrondi.
Cerque droit, depassant un peu la ])laque suranale, attcnue et acumine
a l’apex.
Les valvules de l’oviscaptc peu courbees, les bords obtusement serrules.
Plaque sousgenitale plus longue que large, le bord posterieur arrondi.
Ce genre vient se placer dans la groupe des Bmchyxeniae (*) et est voisin
dc Brachyxenia, dont il differe entre autre par lc bord posterieur du pronotum
qui, chez Brachyxenia est fortement allonge triangulaircment en arriere et
cliez Paratraulia arrondi et par le femur posterieur qui, chez Brachyxenia
est grossi et chez Paratraulia normal.
Tableau des especes.
1. Tibia posterieur avec un anneau jaune pres du genou
o b lique-annulata Br. v. W.
Tibia posterieur sans anneau jaune . 2
2. Area externomedia du femur poster, jaune avec deux bandes noires
bifasciata nov. sp.
Area externomedia du femur poster, vert, sans bandes noires
karnyi nov. sp.
P. oblique-annulata Br. v. W.
La description de Brunner v. W. est assez exacte et suffisante. Monsieur
lc Dr. H. Karny m’a envoye un cT et une 9 de File de Sumatra qui probable-
ment appartiennent a cette espece. En voici la description:
(1) Voyez: C. Willemse, Bijdrage tot de kennis der Orthoptera s. s. van den
Nederlandsch Indischen Archipel en omliggende gebieden. Zoolog. Meded. Deel. VI.
1921. p. 18. Les groupes formas dans le tableau dichotomique sont pour la plupart
artificiels. Pour la formation des groupes naturels, il faudrait plus de matdriel et
surtout une delimitation plus naturelle du territoire.
C. Willemse : Parairaulia.
357
(fm La coloration Concorde avec la description de Bk. v. W.
I/antenne atteint presque le milieu de Tabdomen; la couleur est d’un
bleu-noiratre avec l’apex un peu plus clair. Le front, le clypeus et le labrum
avec des taclies jaunes. L ’episternum du meso- et metathorax jaune.
L’elytre atteint rcxtremite de 1 ’abdomen, la couleur en est presque noire,
le long de la v. anale avec une ligne jaune, area anale vert-noiratre. Les
epines du tibia posterieur noires.
Les antennes plus courtes, atteignant le milieu du pronotum, d’unc
couleur vert-noiratre avec l’apcx jaune.
L’elytre atteint le milieu de 1 ’abdomen; il est noir, area analis vert, avec
une ligne jaune le long de la v. anale.
Tibia posterieur rouge, avec un anneau basal jaune, les epines jaunes a
apex noir.
<f
Longueur du corps . 20.5 mm
„ de 1 ’antenne . 11 „
„ du pronotum . 4.5 „
„ de l’elytre . 13.5 „
„ du femur poster . 12 „
Local ite: Bandar Baroe (Wald) 22 I ’22 (L. Fulmek).
$
23 mm.
6.5 „
5 „
9.5 „
13 „
P. bifasciata, nov. sp.
Couleur du corps noire avec des bandes jaunes et vertes. Le vertex vert,
avec la linea oculo-pronotica sup. jaune (*).
(1) En etudiant les Acridiens de la faune Indo-Mal., on remarque chez plusieurs
especes une coloration identique de bandes ou de lignes.
On peut distinguer ces bandes comme suit:
le. linea fastigio-pronotica. Cette ligne commence au bout du fastig.
vertic., parcourt le vertex dans son milieu et se prolonge sur la car&ne mddiane
du pronotum en se terminant au bord posterieur.
2e. linea oculo-pronotica superior. Cette ligne commence au bord
posterieur de l’oeil, parcourt le vertex, se prolonge sur la car£ne latSrale du
pronotum et se termine au bord posterieur. Pour la plupart cette ligne se pro¬
longe le long de la nervure anale de l’elytre.
3e. linea oculo-pronotica inferior. Cette ligne, ou plutot cette bande,
commence h Particle basal des antennes et se continue le long du bord inf^rieur
de l’oeil, parcourt la joue et se prolonge sur repimerum du prothorax et sur la
partie infdrieure du lobe rdfldchi du pronotum. Cette bande est presque toujours
plus large que les deux autres.
L’epimerum du meso- et metathorax est presque toujours de la m§me couleur
que cette bande.
Ces bandes ou lignes sont toujours bien marquees.
Ce phSnomene est probablement un signe de convergence qui prend sa juste
signification dans la biologie h cause de ses qualites mimetiques.
358
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Front (Tune couleur noirc-olive, lc
clypeus et le labrum avec des tachcs
jaunes. La linea oc. pronot. infer,
jaune.
Antennes d’une couleur noire-
olive, l’apex jaune.
Pron-otum vert-olive en dessus, lc
lobe reflechi noir dans sa moitie
superieure.
L’epimerum du meso- et meta¬
thorax jaune.
L’elytre brun fonce, 1 ’area anal is
verte, avec une lignc jaune le long de
la nervure anale.
Ailes bleuatres, a apex cnfume.
L ’abdomen jaune, avec une bande noire
en dessus.
Les pattes antericures et interme-
diaires d’un jaune-verdatre.
Le femur posterieur avec 1 ’area in-
tcrnomedia rouge, l’area extcrnomedia
jaune avec deux taches obliques noires,
plus on moins complet.
Paratraulia bifasciata n. sp.
Phot. P. E. Wasmann S. J.
dont la derniere forme un anneau
L’area infero-externa et interna rouge. Le genou noir.
Tibia posterieur d’un bleu acier, presque noir. Les epines jaunes a apex
noir. Le tarsc posterieur d’un brun-olive.
<f $
Longueur du corps .
„ ,, pronotum .
. 22 mm.
. 5
24 mm.
6 „
„ de l’elytre .
„ du femur post .
. 14.5 „
. 13 „
14 „
14 „
Localitc: S. Perak Kinta Valley Sept. — Oct. (H. N. Ridley) 3 dS 2 $ $.
Type dans la collection du Mus. Nat. Hist, de Londres. Penang
(H. N. Ridley) 1 $ .
var. rufotibialis. Chez un exemplaire de Singapore le tibia
post, est rouge avec les epines rouges a apex noir. 1 $ . Sin¬
gapore (H. N. Ridley). Coll. Mus. Nat. Hist, de Londres. II est
possible que ce soit une nouvelle cspecc, d’autant plus que la
difference entre oblique-annulata et bifasciata est indiquce par
la couleur du tibia post, qui, chez oblique-annulata , est d’une
couleur vert-noiratre avec un anneau jaune pres de la base. .
Pour decider, il est preferable d’attendre de nouveau materiel.
C. Willemse: Paratraulia.
359
P. kamyi nov. sp, p).
Couleur du corps brun fonce ou noir avec des bandes vertes et jaunes.
La tete noire, le vertex vert avec la lin. oculo-pronot. super, et infer, jaune.
Front de couleur noire-olive. Clypeus et labrum avec des taches jaunes.
Antenne noiratre, a apex jaune. Le pronotum vert-olive en dessus, le lobe
reflechi noir dans sa moitie superieure.
L’episternum du meso- et metathorax jaune. Les organes du vol attei-
gnant l’extremite de l’abdomen.
L’elytre brun fonce ou noir, 1 ’area analis verte, avec une ligne jaune
le long de la nervure anale.
Ailes un peu plus courtes que Telytre, bleuatres, a apex enfume.
Abdomen jaunatre avec des bandes noires sur les deux cotes.
Les pattes anterieures et intermediaires jaunes- verdatres. Le femur pos¬
ter ieur rouge, 1 ’area externo-media verte ou vert- jaunatre, avec un anneau
prae-geniculaire jaune. Le genou noir.
Tibia posterieur noir, les epines jaunes a apex noir.
Longueur du corps .
„ du pronotum .
„ de l’elytre ....
„ du femur post.
c f
?
21
mm.
26
mm,
4.5
>y
6
yy
13
M
13
yy
12.5
>y
14
yy
Localite: Malacca, Distr. Pahang, Gunong Tahon, Dee. 21. 1 2 $ $.
Type dans la coll, du Mus. Hist. Nat. de Londres.
Johore. Mt. Ophir, 13 VIII 05, 1 (j) , coll, du Mus. Hist. Nat.
de Londres.
(1) Dedi<§ k mon ami, le Dr. H. Karny, le savant Orthopterologiste du Zoolog.
Museum de Buitenzorg.
TERMITEN VON CEYLON, DER MALAYISCHEN HALBINSEL,
SUMATRA, JAVA UND DEN ARU-INSELN
von
Oscar Joiin
(Riga).
Das Material, das nachstehender Arbeit zu Grunde liegt, wurde von mir
auf einer in den Jahren 1912 — 1913 nnternommenen Reise auf Ceylon, der
Malayischen Halbinscl und Sumatra gesammelt. Gleichzeitig wurde auch eine
kleine Termitensammlung, die Herr Professor W. Karawajev aus Kiew
1912 auf Java und den Aru-Inseln erbeutet hatte, bearbeitet. Vor Ausbrucli
des AVeltkrieges konnten nur Vorarbeiten zu einer Bearbeitung des umfang-
reichen Materials gemacht werden, die allerdings schon zur Veroffentlichung
einiger Arbeiten fiihrten (1). Die darauf folgenden Kriegs- und Revolutions-
jakre zwangen mich, die endgiiltige Bearbeitung immer weitcr hinauszuschieben,
und erst im verflossenen und im Anfang dieses Jahres fand ich Gelegenheit
und entspreehende Arbeitsbedingungen, um die Bearbeitung zu einem ge-
wissen Abschluss zu bringen. Das mitgcbrachte Material hatte noch man-
cher Untersuchung dienen konnen, da ich aber Russland verlassen und meine
Sammlungen zuriicklassen musste, bin ich genotigt, mich mit der Veroffent¬
lichung der bisher gewonnenen Resultate zu begnugen.
Meine ganze Termitenausbeute und Sammlung von Nestern habe ich dem
Zoologischen Museum der Russischen Akademie der Wissenschaften iiber-
geben. Von den vielen, von mir an Ort und Stelle gemachten phot ogra phi -
schen Aufnahmen konnte nur ein Teil in diese Arbeit aufgenommen werden,
da auch schon ohnehin die Zahl der Tafeln eine recht ansehnliche geworden ist.
Die inikropliotographischcn Aufnahmen der hier als ncu beschriebenen Arten
sind leider bei der mehrfachen Durchsuchung der von mir mitgefuhrten Manus-
(1) O. John. Notes on some Termites from Ceylon. Spolia Zeylanica, XXXIV,
1913, p. 102—116.
„ Observations sur les Termites. Revue Russe (TEntomologie, XIII,
1913, p. 491 — 500 (russ.).
„ Ueber den Ursprung der Nasuti bei den Termiten. Revue Russe
d’Entomologie, XVI, 1913, p. XCV — CII (russ.).
„ Anleitung zum Sammeln von Termiten. Herausgeg. v. Zoolog.
Museum der Russ. Akad. d. Wissensch. 1917, 23 Seiten,
2 Tafeln (russ.).
360
O. Joiin: Termiten.
3G1
kripte und Aufzeiehnungen durch die politische Kontrolle bei mciner Abreise
abhanden gekommen, so dass icb auf Abbildung dieser Arten bedauerlicher-
weise verzichten muss.
Allen denen, die mir bei meiner Arbeit in einer oder der anderen Weise
geholfen liaben, sei bier mein warmster Dank ausgesproehen. Selir ver-
pflichtet bin ieh Herm Prof. W. Karawajev fiir die freundliche Ueberlas-
sung seines Termiten-Materials und schliesslich mochte ich der ltedaktion der
„Treubia”, die die Drucklegung des Manuskripts iibernommen hat, mcinen
verbindlichstcn Dank ausspreclien.
Riga, den 23. April 1924.
FUNDORTE.
I. Ceylon.
Kandy. Die alte Ilauptstadt Ceylons, in der Zentral-Provinz 1680' fiber
dem Meeresspiegel, uin einen kfinstliehcn Sec gelegen. 12. und 13. Novem¬
ber 1912.
II an tan a. Ein Berg, 3000' hoch, unwcit Peradenyia, bis etwa zur Halfte
seiner Ilbhe von Tee-Plantagen bedcckt. Der Gipfel ist felsig, von
Urwald bedeckt. 23. November und 2. Dezember 1912.
Ivelanyia. Vorort von Colombo. Reisfelder von Hainen unterbrochen. 9.
Dezember 1912.
Kurunegala. Ort an der Eisenbahnlinie Colombo — Anuradhapura in
der Westprovinz, an den westlichen Auslaufern dcs Zentral-Gebirges, am
lifer eines Sees. Felsiger Boden und einzelne grosse Fclsmassive. 12. und
13. Dezember 1912.
Peraden v i a. Der berfihmte botanisehe Garten in der Zentral-Provinz am
Mahaweli-Fluss. Besonders gfinstige Sammelpliitze fand ieh auf dem ge-
genfiberliegender Ufer in dem Rcscrvat und der Experimental Station,,.
Meine Aufenthaltsbasis auf Ceylon. Mit Unterbrechungen vom 14.
November bis zum 27. Dezember 1912.
R a m b o d a - P a s s. Unwcit Nuwara Elyia in der Zentral-Provinz. Auf der
Hohe des Passes (6600'), cbenso wie in dem 6300' hoch gelegcnen Nuwara
Elyia wurdcn keine Termiten gefunden. Erst unterhalb dcs Passes, auf
niclit fcstgestellter Hohe, wurden solehe crbcutet. 8. Dezember 1912.
II. Malayische Halbinsel.
Batu-Cavcs. Ortschaft an einer Seitenlinie der Eisenbahn, unweit Kuala
Lumpur, nach den dort befindlichen Ivalksteinhohlen bcnannt, Ein langes
liohes Kalksteinmassiv, auf dessen einer Scite Gummiplantagen angelegt
362
Theubia Vol,. VI, Livk. 3 — 4.
sind. Die gegcniiberliegende Seite ist morastig, mit iippiger Vegetation.
17., 25. und 26. Januar 1913.
Bukit Timah. Eine Iliigelgruppe im Zentnim der Insel Singapore, von
Wald bedeekt, der stellenweise ausgerodet ist. 16., 18. und 19. Mai 1913.
K a j a n g. Im Staate Selangor, an der Eisenbabnlinie. Vorzugsweisc flaehes
Kulturland, Gummiplantagcn und Reisfelder. 18. und 19. Januar 1913.
Kuala Lumpur. Hauptstadt der Foederiertcn Malayischen Staaten, im
Staate Selangor gelegen. Grouse Parkanlagen, waldige Umgebung. 13.
bis 30. Januar 1913, mit kurzen Unterbrechungen.
Sega mat. Dorf im Sultanate Johore an der Eisenbabnlinie, einige
Stunden Falirt von Johore, meist von Urwald umgeben, Flachland. 10.
und 11. Januar und 8. bis 11. Mai 1913.
Singapore. Termitcn wurden im Botanischen Garten und in dcm mit¬
ten in der Stadt gelcgenen Hotel erbcutet.
III. Sumatra.
Doekoe 0). Eine klcine Ortsehaft in West-Sumatra, unwcit Padang, Kul¬
turland, Plantagen. 5. April 1913.
E m m a h a v e n. Der Ilafen Padangs, einige Kilometer ostlich von letzterem.
7. Marz 1913.
Fort d e K o c k. Stadt in West-Sumatra, im wcstlichen Toil des Barisan-
Gebirges, am Fusse des tatigen Vulkans Merapi. 9. bis 14. Miirz 1913.
Harau. Eine Schlueht einige Meilen von Pajacombo, die abschiissigen Ab-
hange bewaldet. Zwischen Harau und Pajacombo fast ausschliesslich Reis¬
felder. 15. bis 17. Marz 1913.
Kota baroc. Dorf am ostlichcn Fusse dcs Barisan-Gcbirges, etwas siid-
lich vom Aequator, am Oberlauf des Flusses Mahe, eincs Nebenflusses des
Kampar kiri. Bergig, Waldstriche und Kulturland. 1. Marz und 1. bis 7.
April 1913.
Loeboe Bangkung. Dorf einige Meilen von Pajacombo, West-Sumatra.
Kulturland mit Hainen. 18. Marz 1913.
Mangkinang (= B a n g k i n a n g). Ost-Sumatra, grosserer Ort am
Kampar kanan. Meist Kulturland. 24. und 25. Fcbruar 1913.
Padang. Hauptstadt der Provinz „Westkust”, an der Westkiiste von
Sumatra. 5. bis 7. April 1913.
P a d a n g - T a r a p. Kleiner Ort unwcit Fort de Kock, bewaldete Berge
und Kulturland. 13. Marz 1913.
Pajacombo. Grossere Ortsehaft am westlichen Abhange des Barisan-
Gebirges. Umgeben von Kulturland, aber giinstiger Ort fur weitere
Ausfliige. 15. bis 31. Marz 1913.
(1) Die Ortsn&men sind in hollandisclier Transkription gebracht, oe wird also
wie das deutsche u ausgesprochen.
0. John: Tcrmitcn.
363
Pantai Kermen. Dorf am Tapung kiri (rcchten Zufluss dcs Siak),
fiinf Tagcreisen von Pekan baroe. Wilde Gogend, Wald stellcnweise aus-
gerodet. 19. und 20. Februar 1913.
Pekan baroe. Ort in Ost-Sumatra am Siak-Flusse, Endpunkt dcr
Dampferlinie, nmgcben von Wald und zum Teil Kulturland. 13. und 14.
Februar und 12. April 1913.
Petapahan. Malayendorf im Urwald am Tapung kiri in Ost-Sumatra,
zwei Tagereisen stromaufwarts von Pantai Kermen. 23. Februar 1913.
Poeloe Gadang. Dorf am Kampar kanan. 27. Februar 1913.
Siak (Siak Sri Indrapoera). Residenz des Sultans von Siak, in Ost-Su¬
matra. Landungsplatz der Dampferlinie, etwa 60 Meilen landeinwarts
von der Mundung, auf etwa gleichem Meridian mit Singapore. Fast
durchweg von Urwald umgeben, der unterhalb Siak wahrend der Flut
zum Teil uberscliwemmt wird. Etwa 1 y2 Stunden Bootfahrt stromauf¬
warts von Siak befinden sich die Plantagen von Herrn H. Bliintschli,
die am 9. Februar und 19. April besucht wurden. Andcre Ausfliige
wurden sowohl stromaufwarts, wie stromabwarts untemommen. 6. bis 12.
Februar und 14. bis 25. April 1913.
Soeliki. Kleine Ortschaft unweit Pajacombo. Bergig, zum Teil Kultur¬
land. 19. Miirz 1913.
Sri Lamak. Kleiner Ort in der Nahe von Pajacombo. Kulturland mit
Waldstrichen. 26. Marz 1913.
Sungci Pinang. Ein unbedeutender rechtcr Nebcnfluss des Siak, einige
Meilen oberhalb des Ortes Siak. Urwald, mit einem kleinen Dorf am
Flusse. 16. und 18. April 1913.
Tandjong P a o h. Dorf om Make (Mahat ) , einem Nebenflusse des
Kampar kanan in Ost-Sumatra. Waldgegend. 27. Februar und 8. April
1913.
Tapung kiri. Der rechte Quellfluss des Siak. Fliesst durch Urwald-
gegend. 16. bis 23. Februar 1913.
Udjung Ayer. Pass liber das Barisan-Gcbirge zwischen Kota Baroe
und Pajacombo. Auf der Hohe selbst wurden Termitcn nicht gefunden.
BEMERKUNGEN ZU DER POSTEMBRY ONALEN ENTWICKLUNG
UND KASTENBILDUNG BEI DEN TERMITEN.
Im Anschluss an friihere Forscher, besonders aber Grassi, hat in der Ter-
mitenforschung eine Anschauung uber die postembryonale Entwicklung dieser
Insekten festen Fuss gefasst, die sich in Kurze wie folgt zusammenfassen
lasst. Die junge, aus dem Ei geschliipfte Larve ist indifferent, d.h. ihr liegen
potentiell die Eigenschaftcn aller Kasten inne. Infolge vcrschiedener Er-
nahrungsweise kommt eine Diffcrcnzicrung der folgenden Entwicklungsrcihen
zustande und schon nach der ersten Hautung lassen sich zwei solehe erkennen,
eine mit kleinerem, die andere mit grosserem Kopf. In der Folge entwickeln
364
Tkeubia Vol. VI, Live. 3 — 4.
sich erstere zu Geschlech.stieren, letztere zu geschlechtslosen, d.h. Soldatcn und
Arbeitern. Die Zahl der Hautungen bis zuin Erreichen der Endphase ist
fur die verschicdenen Gruppen ungleich und wird fur die Gattung Temves
von Escherich mit fiinf fiir die Geschlechtstiere und vier fiir die Geschlechts-
losen angenommen. Holmgren gibt fiir Rhinotennes fiinf fiir die ersteren
an, vier fiir Arbeiter und grosse Soldatcn und drei fur die kleinen Soldaten.
Bei Eutennes fand dersclbe Autor vier Hautungen bei den Geschlechtstieren
und drei bei den Geschlechtsloscn, u.s.w. Jeder Hautung folgt ein kurzes
Ruhestadium, das mit dem Puppenstadium der holometabolen Insckten ver-
glichen wird. Bei der zu den Geschlechtstieren fiihrenden Entwicklungs-
linie der Gruppc mit 5 Hautungen zeigen sich naeh der zweiten Hautung
Fliigelanlagen, die nach der dritten Hautung in kurze, nach der vierten in
lange Flugelscheiden iibcrgelien, worauf endlich, nach der fiinften Hautung,
das geflugelte Geschlechstier seine voile Reife erreicht. Bei den Larven der
gcschlechtslosen Kastcn kommt nach dcr zweiten Hautung cine weitere Spal-
tung zustande, indem zwei parallele Formcn auftreten, die sich in der Kopf-
bildung von einander unterscheiden. Nach der dritten Hautung werden diese
Unterschiede grosser, urn nach der vierten Hautung die definitiven Soldaten,
resp. Arbeiter zu ergeben.
In dieses Entwicklungsschcma hat Lespes’ ungliicklich gewahltc Bc-
zeichnung der zu Ersatz-Geschlechtstieren, den sogenannten neotenen Koni-
ginnen und Konigen, sich entwickelnden Nymphen, die er „nymphes de la
seconde forme’ ’ nannte, Misverstandsnisse gebracht. Es werden namlich die
Nymphen mit langen Flugelscheiden schlechtwcg als Nymphen der „ersten”,
die mit kurzen Flugelscheiden als solche der „zweiten Form” bezeichnet.
Wie es schon Bates, Lespes, Hagen und Fr. Muller bekannt war, sind die
Nymphen mit kurzen Flugelscheiden cine jungcrc, der der Nymphen mit
langen Flugelscheiden voraufgehende Jugendphase. Der Uebergang jener in
diese ist wahrend der Hautung schon von jenen Autoren beobachtet worden
und auch in meinem Material befindet sich cine Reihe von Individuen, die
im Moment des Abstreifcns der Nymphenhaut mit kurzen Flugelscheiden
fixiert sind und als Nymphen mit langen Flugelscheiden hervorgehen. Was
Lespes unter „nymphes de la seconde forme” verstanden hat, ist eine Er-
scheinung ganz andcrer Art, die durchaus nicht in die normale Entwicklungs-
reihe hineingezogen werden darf.
Aus Besagtem ware es daher ratsarn, die Benennungen „Nymphen erster”
und „zwcitcr Form” wie auch Hagen’s und Fr. Muller’s umstandlichc
„Nymphen mit kurzen” und „langen Flugelscheiden” durch bezeichnendere
zu ersetzen, die Misverstandnisscn vorbeUgen und zugleich die Bezieh ungen
der Nymphenformen zu einander zum Ausdruck bringen. Als solche wiirde
ich folgende vorschlagen: Fiir die Nymphen mit Fliigelanlagen (nach der
zweiten Hautung) — Praenymphen, fur solche mit kurzen Flugel¬
scheiden — N yin phen der ersten Phase und fiir solche mit langen
Flugelscheiden — Nymphen der zweiten Phase. Durch diese Be-
0. John: Termiten ,
365
zeichnungen wird betont, dass es sieh um drei auf einander folgendc Entwick-
lungsphasen liandelt. Um Lespes’ „nymphes de la seeonde forme” aus der
normalen Entwicklungsrcihe auszuschalten und ihnen eine discriminierende
Bezeichnung zu geben, ware vielleieht zutreffend, sie neotenischc
N y m p li e n zu nennen, wobci auch die verschicdenen neotenischcn Nymphal-
phasen unterschieden werden kbnnen.
In seinen Untersuch ungen iiber die postcmbryonalc Entwicklung der ge-
schlechtvsloscn Stiinde einiger sudamerikanischen Termiten (J) teilt Holmgren
die Larven der einzelnen Phasen in zwei (in einigen Fallen drei) Formen, die
er mit I, II (und III) bezeiclmet, und die sieh nach diesem Autor dadureh
unterscheiden, dass die Form I durehsichtig, II undurchsichtig ist und lctzterc
duroli etwas grosscrc Korperlange und grossere Breite des Abdomens ausge-
zeiehnet ist; ein weiterer Unterschied besteht darin, dass bei Form II, wcnig-
stens in vielen Fallen, eine mehr ausgesproehene Teilung de« 3. Fiihlerglicdes
zu erkennen ist. Mir scheint, dass erwahnte Untersehiede nieht das Vorkommen
verschiedener Larvcnformcn innerhalb eincs Stadiums beweisen, sondcrn sieh
so erklaren lassen, dass die Larven nach Verlasscn dcr Eihiille, resp. nach jeder
Hautung, infolge der stattgehabtcn Histolyse iln*en Vorrat an Fettkorpor
verloren haben. Da die Larvencuticula unpigmentiert ist, erscheinen solehe
Individuen durchscheinend, infolge der darauf statl findcnden Ernahrung
wird jedoeh wieder Fettkorper angesetzt, was die Undurchsichtigkeit des
Korpers zur Folge hat. Aus denselben Griinden erfolgt aueli eine Ausdehnung
des Hinterleibes so wohl in Liinge, als auch in Breite, was die G rossendiff eron-
zen zwischen Holmgren’s Formen I und II erklart. Ebcnso wird die Teilung
des 3. Fiihlerglicdes erst durch die wahrend dieses Stadiums erfolgende Aus-
reifung des Individuums vollendet und deutlich wahrnchmbar. Das Ver-
schwinden des Fettkorpers wahrend der Ilautung ist durehaus nieht nur auf
die Termiten bcschrankt, sondern ist auch bei anderen Insekten bekannt und
wird wohl wahrscheinlich uberhaupt die Hegel sein. Uebrigens sagt Holmgren
selbst (l.c.p. G23) vom Larvenstadium C von Rhinotermes marginalis:
„Milchweiss, zu Beginn durehsichtig, danach undurchsichtig”.
Wie bei den iibrigen ametabolen Insekten ist bei den Termiten die Ilautung
oft mit Zunahme der Zahl der Fuhlerglieder verbunden. Es ist von Holmgren
0) und Bugnion (1 2) darauf hingewiesen worden, dass diese Zunahme durch
Teilung des dritten Fiihlergliedes zustande kommt. Holmgren spricht (l.c.p.
G19) sogar von einer Drcitcilung dieses Gliedes im Larvenstadium A. bei
(1) Holmgren, N. Studien iiber sudamerikanische Termiten. Zoologische
Jahrbiicher, Abt. Syst., XXIII, 1906, p. 521 — 676.
(2) Bugnion, E., Kev. Suisse Zoolog. XX, 1912.
366
Treubia Vol. VrI, L ivr. 3 — 4.
Rhinotermes taurus. Meinerseits glaube ich arniehinen zu diirfen, dass auch
das 4. Fxihlerglied einer Tcilung unterworfen sein kann.
Es soli liier auf dieses Faktum hiiigewiesen werden in Zusam menhang
mit einer gewissen Tendenz bei den erwachsenen Termiten zu einer Verschmel-
zung des dritten Fiihlergliedes mit den darauf folgenden. Hierbei sehen wir,
dass solch cine Verschmelzung eine verhaltnismassig liingst erworbene Eigen-
schaft ist, oder aber, dass sie neueren Ursprungs ist. In ersterem Falle ist sie
zu einem konstanten Merkmal geworden und sozusagen atavistische Falle, wo
dio betreffenden Fiihlerglieder getrennt sind, kommen nur ausnahmsweise vor,
wie z.B. bei Eutermes singaporensis Hav. Im zwciten Falle dagegen ist Veran-
lagung zu dcr Verschmelzung noch ungeniigend fixiert, weshalb beide
Formen nebeneinander vorkommen, wie z.B. bei Capritermes speciosus 1 1 a v.
Schliesslich gibt es Artcn, bei denen die Neigung zur Verschmelzung erst im
Entstehon ist und eine solclie nur vereinzelt vorkommt, wie sich dieses bei
Euteimes sarawakensis IIav. bcobaehten lasst. Von diesem Standpunkt sind die
Beziehungen zwischen den ausserst nahe verwandten sarawakensis und singa -
porensis besonders interessant, worauf bei Bcsprechung diescr Arten naher
eingegangen wird.
Es bestehen hier somit recht labile Verhaltnisse, indem erstens wahrend
der postembryonalen Entwicklung eine Vermehrung der Gliederzahl der An-
tennen durch Teilung des dritten Gliedes erreicht wird und zweitcns in der
phylogenetischen Entwicklung der Formen cine Verschmelzung der Glieder
der Mittelgruppe eintreten kann. Konstant sind die Glieder der Basalgruppe,
d.h. die Glieder 1. und 2., und, wie es scheint, die Glieder der Distalgruppe,
zu der wohl eine grossere Anzahl von Gliedern gehort. Eine Ilomologisierung
der einzelnen Fiihlerglieder ist daher, mit Ausnahme der zwei ersten, wohl
kaum moglich.
Im Anfang dieses Abschnittes ist eine schematischc Uebersicht der nor-
malen Entwicklungsrelhe der Geschlechtstiere gcgeben, wobei erwahnt wird,
dass die ungeschlechtlichen Kasten, namlicli die Soldaten und Arbeiter, eine
Hautung weniger durchmachen als die Geschlechtstiere. Dieser Umstand hat
zu der Ueberzeugung gefiihrt, dass die Soldaten und Arbeiter „niclit aus-
gereifte, in ihrer Entwicklung gehemmte und definitiv fixiertc Jugendstadien^
(Esciiericii) darstellen. Es wird angenommen, dass mit der zweiten Hautung
die Larven in das Stadium der sogenannten „weissenM Soldaten oder Arbeiter
ubergehen, uni nach einer weiteren Hautung ihre endgiiltige Form an-
zunelimen.
Die von mir gemachtcn Beobachtungen in dieser Frage widersprechen
dem soeben geschilderten Hergang der Entwicklung der geschlcchtslosen
Kasten; da sie sich jedoch nur auf zwei Eutermes- Arten beziehen, soil hier
nur dicse Gattung Beriicksichtigung finden.
Ueber die postembryonale Entwicklung diescr Gruppe haben sich meines
367
0. John : Termiten.
Wisscns nur drei Autoren ausgesprochen, namlich Holmgren, Bugnion und
McKnower.
Holmgren (l.e.) unterscheidet bei Eutermes rotundiceps IIolmgr. und
E . minimus Holmgr. je vicr Entwicklungsstadien, sowohl bci der Arbeitcr-, als
auch bei der Soldatenkaste. Das erste Stadium ist indifferent im weiteren
Sinne, da es zu Geschlechtstieren, wie auch zu Geschlechtslosen heranreifen
kann. Das zweite ist noch indifferent, aber in engerem Sinne, indem es ent-
weder zum Soldaten oder zuni Arbeiter werden kann. Aus diesem Stadium
gehen nach einer Hautung die Larven entweder in Arbeiterlarven oder Sol-
datenlarven iiber, die dann nochmals hauten um ilire definitive Gestalt zu
erhalten.
Bugnion (*) beschreibt ein Exemplar einer neugeborenen Larve von
Eutermes lacusti'is Bugn., bei der er die Kennzeichen eines Soldaten (Nasutus)
ersieht, namlich den Stirntubus und die Drusenampulle. Hieraus zdeht dieser
Autor den Schluss, dass bei Eutermes die Differenzierung der Kasten noch
wahrend der Embryonalentwicklung stattfindet. Ausserdem aussert sick
Bugnion dahin, dass bei diesen Termiten nur cine Hautung bei den Sol¬
daten und Arbeitern vorkommt und zwei bei den Geschlechtstieren; die Ver-
mehrung der Zahl der Fiihlerglieder kommt durch successive Teilung des
dritten Gliedes zustande, olnie dass die Haut dabei abgestreift wird.
Wenden wir uns nun zu McKnowers Arbeit (1 2), so sehen wir, dass er bei
einer sudamerikanischen Eutermes- Art eine arbeiterahnliche Larve fand,
d.h. eine solchc, die sich ausserlich in niehts von einem Arbeiter unterschied,
(lie aber in den Schnittserien die Anwesenheit einer Driisenampulle zeigte,
die mit jenen bei den Soldaten identisch war. Ein zweites Exemplar wies ein
weiteres Stadium der Entwicklung auf: es war ein echter Nasutus, im
Hiiutungsprocess fixiert, dessen abgestreifte Haut alle Kennzeichen eines
Arbeiters trug.
War stehen somit vor drei einander widersprechenden Schemata der Ent-
wicklung der Nasuti. Nach einer Losung der Frage suchend, durchsah ich
das grosse von mir gesammelte Material, unter anderem auch von E. lacustris,
konnte aber unter vielen hunderten von jungen Larven, die zum Teil aus
der Eiliulle herausprapariert wurden, keine mit den von Bugnion erwahnten
Kennzeichen des Nasutus finden. Wohl hatten viele, wenn auf der Seite
liegend, grosse Ahnlichkeit mit jener, da die oft stark vorgestrecktc Oberlippe
im Profil einem Stirntubus nicht unahnlich sieht. Ebenso erwies sich
mein Suchen nach Larven im Hiiutungsprocess zwischen Larven- und Nasutus-
Stadium (Soldaten-Larve nach Holmgren) als fruchtlos.
Wie schon von Hagen erwahnt wird, lasst sich bei Larven, die vor der
Hautung stehen, durch die durchsichtige Cutieula die Form der bevorstehen-
den niichsten Phase dcutlich erkennen, was besonders von den Oberkiefem
gilt. Wenn nun ein Uebergang aus dem zwei ten Larvenstadium in das des
(1) Bugnion, E. Rev. Suisse Zool. XX, 1912.
(2) Me. Knoweb, E. H. Johns Hopkins University Circ. XIII, 1894.
368
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
„weissen” Nasutus stattfindet, so miisste bei jenen die fur das letztere cha-
raktcristische Bildung der Oberkiefcr zu erkenncn sein. Auch solche Indi-
viduen fanden sieh untcr meinem Material nicht. Es blieb also nocli iibrig,
mit McKnower anzunehmen, dass zvvischen dem zweiten Larven-Stadium und
deni des „weissen,> Nasutus noch ein Stadium cingeschaltet ist, das ein ar-
beiterahnliches Aussehen hat. Es gelang auch in der Tat, solche Exemplare
aufzufinden. Unter dem lacustris- Material fand ich drei in der Hautung
befindliche Tiere, bei denen die alte Ilaut nur aufgeplatzt, aber noch nicht
abgestreift war, so dass nur der Riicken und die Oberseite des Kopfes frei-
gelegt waren. Bei eincm dieser Individuen hatte sich der Frontaltubus be-
freit und hatte seine normale Stellung eingenommen (Taf. XVI, Abb. 1), bei
den zwei anderen wurde er noch durch die alte Cuticula an die Stirn ange-
presst, wurde aber bei der leichtesten Nachhiife mit der Nadel frei und
richtetc sich auf, wic cr stets bei den „weissen,, Nasuti vorkommt (Taf. XVI,
Abb. 2). Die Kopfe waren normale ;,weisse” Nasutus-Kopfe mit reduzierten
Oberkiefern, die alte Ilaut aber eine richtige Arbciterhaut mit dunkel pig-
mentiertem Kopf und grossen schwarzen Oberkiefern (Taf. XVI, Abb. 1).
Einen gleichen Nasutus in statu nascendi fand ich noch bei E.
inaniformis IIolmgr.
Es gait noch eine entsprcchcnde Zwischenphase bei den Arbeitern zu
finden, was ebenfalls gelang. Ich fand nicht weniger als 11 Individuen von
E. lacustris , die ini Moment der Hautung fixiert waren und sich im Ueber-
gang aus der jjarbeiterahnlichen” Phase in die eines „weissen” Arbeiters
befanden (Taf. XVI, Abb. 3). Ausser diesen sieh hautenden „arbeiter-
ahnlichen” Larven fand ich noch eine gauze Reilie soldier, die vor der
Hautung standen, was durch die oben gezeigte Untersuchungsmethode sich
feststellen Hess. Diese Tiere liatten in der Regel 13-gliedrige Antenncn,
wahrend der erwachsenc Arbeiter 14-gliedrige besitzt. Sie haben einen
dunkel pigmentierten Kopf (ctwas heller als bei den eigentlichen Arbeitern),
einen milchweissen Hinterleib (bei den ervvachsenen Arbeitern scheint der
Darminhalt durch) und stelien in der Grosse dem cndgiiltigen Arbeiter etwas
nach. Fiir diese Form wiirde ich die Bezeichnung ergatomorphe
L a r v e in Vorschlag bringen.
Aus dem Gesagten gelit hervor, dass bei den Eutermes- Arten ein Stadium
mehr vorkommt, als bisher angenommen wurde, so dass ihre Entwicklung
nicht vier, sondern fiinf Stadien unifasst. Es lassen sich also folgende
Phasen konstatieren : 1) die erste Larvenphase (bei E. lacustris mit 11 — 12-
gliedrigen Antenncn), 2) die zweite Larvenphase (mit 12-gliedrigen Anten-
nen), 3) die dritte, oder arbciterahnliche, ergatomorphe Phase, 4) die Sol-
daten- oder Arbeiter-NjTnphal phase (jjWeisser^ Soldat oder Arbeiter) und
5) der definitive Soldat oder Arbeiter. Hiermit ware dieselbe Zahl Hiiutun-
gen, resp. Stadien, durchlaufen, wie bei den Geschlechtstieren, woraus dann
folgt, dass die Arbeiter und Soldaten keine modifizierten und fixierten Jugend-
formen, sondern definitive Imaginalformen sind.
0. John: Termiten .
369
Da die Larven der geschlechtslosen Kasten bis zu ihreni vorletzten Stadium,
dem der Soldaten- odcr Arbeiter-Nymphen, rait glcichen Mundteilen ausge-
stattet sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch die Ernahrung in gleicher
Weise erfolgt, wodurch die trophogenetische Entstehung dieser Kasten in Frage
gestellt und die Annahme nalie gelegt wird, dass ihre Differenzierung schon
in der Keimanlage festgelcgt ist.
Es sei hier noch ein abnormer Fall bei der letzten Hautung einer
Microcerolermes disians- Imago erwahnt. Das betreffende Individuum stain mt
aus einem Nest dieser Termiten- Art vom Tapung kiri. Es ist vollstandig aus-
gefiirbt und das integument vollkommen erhartet, die Flugel aber sleeken in
den Flugelscheiden der zweiten Nymphalphase. Die Stellung des Tieres ist
gekrummt, mit nach vorn herabgesenktem Kopf, wie gewohnlich im Ruhesta-
dium, das auf die Hautung folgt. Die Untersuchung dieses Tieres ergab, dass
es die Nymphalhaut vom ganzen Ivorper abgeworfen hatte bis auf die Flugel¬
scheiden und den sie verbindenden Teil der Unterseite. Diese hatten sicli aus
irgend einem Grunde von der iibrigen Nymphenhaut abgetrennt und konnten
dann nieht abgeslreift werden. Das Merkwiirdige dabei ist, dass das Tier im
Uebrigen vollkommen ausgereift ist, so dass es ein ganz merkwiirdiges Aussehen
hat, was durch die Ruhestellung noch mehr zum Ausdruck gebracht wird.
Letztere ist wohl eine Folge davon, dass die herabgebogenen Flugel das Tier
bewegungsunfahig gemacht hatten.
BIOLOGISCIIES.
Wie aus den Angaben verschiedener Autoren ersichtlich, sind die Jahres-
sowohl wie die Tageszeit, zu denen das Schwarmen der Termiten stattfindet,
sehr verschieden (1). Die meisten Beobachter neigen zu der Meinung, dass
heide in Abhangigkeit von den Lebensgewohnheiten der verschiedenen Arten
stehen, d.h. dass jede ihre bestimmte Jahres- und Tageszeit hat, zu der sie
schwarmt. Es soil hier durchaus nieht in Abrcde gestellt werden, dass dem
so ist, doch scheinen die diesbezliglichen Beobachtungen noch zu f ragmen tarisch
zu sein, um eine Gesetzmassigkeit erkennen zu lassen.
Wie ich in einem friiheren Aufsatze (2) erwahnt habe, fallt die Schwarm-
zeit durchaus nieht immer mit dem An fang der Regenzeit zusammen, wie
dieses vielfach angenommen wird, — eine Ansicht, die durch neuere Boobach-
1 ungen Bestatigung gefunden hat. So habe ich auf Ceylon im November und
Dezember nieht selten schwarmende Termiten gesehen, obgleich die Regenzeit
.schon voruber war. Auf der Malayischen Halbinsel erschienon gefliigelte Ter¬
miten am Licht im Januar und im Mai, auf Sumatra im Februar bis* April.
(1) Eine Zusammenfassung dieser Angaben sowie eine Reihe neuer Daten bringt
E. Hkgh in seinem Werke „Les Termites*' (1922).
(2) John, O. Observations sur les Termites. Rev. Russe d’Entom., XIII, 1913.
24
370
Treubia Vol. VI, Li\tr. 3 — 4.
In diesen Landern sind die Jahreszeiten allerdings nicht schroff entgogenge-
setzt, *worin vielleieht ein Grand dafiir gefunden werden kann, dass hier das
Schwarmen durch die Jahreszeit weniger beeinflusst wird.
Schwarmende Termiten wurden meistens abends unmittelbar nacli
Sonnenuntergang beobaehtet, besonders naeh oder wahrend eines Regens.
Nicht selten liesscn sich geflugelte Termiten auch untertags bei Regen erblicken.
Zweimal habe ich ein Ausschwarmen morgens vor Sonnenaufgang beobach-
tet und zwar im Zimmer. Es war noch ganz dunkel, durch das angeziindete
Licht war aber wohl den Tieren, die sich an den Nestausgangen in der Zimmer-
wand angesammelt hatten, das Tageslicht vorgetauscht worden, was sie zum
Verlassen ihrer Schlupfwinkel veranlasste.
Wahrend der ganzen Zeit meines Aufenthaltes in den von mir bereisten
Landern fand ich in diesen oder jenen Nestem geflugelte Tiere, wobci in
derselben Gegend bei der gleiehen Termitenart die einen Nester geflugelte
Imagines enthielten, die anderen nicht; in solchen, wo sie vorhanden waren,
wurden fast stets auch Nymphen des zweiten Stadiums angetroffen, ebenso
auch weisse, noch unpigmentierte Imagines und nicht selten auch Nymphen
der ersten Phase. Hieraus lasst sich schliessen, dass nicht alle Geschlechtstiero
gleiclizeitig das Nest verlassen, sondern das Ausschwarmen wiederholt wird.
Solches ist von Perez, Grassi, Silvestri, Feytaud u.a. fiir die siideuropaischen
Termiten festgestellt. Erstgenannter Autor bemerkt vollstandig zutreffend,
dass Wiederholungen des Ausschwarmcns durch das ungleichzeitige Ausreifen
der Nachkommenschaft eines Weibchens erklart werden miissen. Da in tropi-
schen Landern die Eiablage, Avie mit Sicherheit angenommen werden kann,
das ganze Jahr ununterbrochen fortdauert, miisste man annehmen, dass auch
das Ausschwarmen in gewissen Zeitraumen ebenfalls das ganze Jahr hindurch
stattfindet. Das Vorkommen von Nymphen und Geflugelten verschiedenen
Alters in demsclben Neste spricht scheinbar auch fiir dicse Annahme. Anderer-
seits aber werden, und zwar nicht weniger selten, Nester angetroffen, die weder
Imagines noch Nymphen enthalten. Desgleichen habe ich in einigen Fallen
cine Masson produkt ion von Soldaten beobaehtet: einige Nester enthielten eine
Unmenge von Soldaten-Nymphen. Diese Befunde schienen darauf hinzudeu-
ten, dass in der Produktion der cinzelnen Kasten eine gewisse Periodizitat
herrscht, wobei moglicherweise ein Alternieren der Kasten zustande kommt.
Solches wiirde sich durch cntsprechonde Behandlung der Eier erklaren lassen.
In seinen Beobachtungen an ITodotenms turkestanicus Jac. sagt G. Ja¬
cobson: „die gefliigelten Termiten schwarmen nicht gleich naeh der Ver-
wandlung aus, sondern halten sich einige Zeit in der Erde bei der Oberflache
auf ”. Ich habe oft in Nestern geflugelte Termiten gefunden, die sich dann
fast stets an der Peripherie des Nestes aufhielten und dort. in unglaublicher
Anzalil die Kammcrn und Giinge anfullten. Alle diese Tiere machten durch-
aus keine Anstalten, sich durch Auffliegen zu retten, sondern verkrochen sich
nur tiefer aUt»h in die kleinsten BruchstUcke des Nestes. Eine Ausnalime
davon habe ich nur an Hamitermes sulphureus beobaehtet, dessen Imagines
0. John: Termiten .
371
beim Aufbrechen dcs Nestes davonflogen. Ich werde wohl in diesem Falle
auf eine Kolonie gestossen sein, deren Geschlechtstiere gerade zum Schwarmen
rcif waren, in den iibrigen aber war der Entwicklungsprocess eben noch nicht
beendet. Dies ist auch daraus ersichtlich, dass bei aus deni Nest genomme-
nen Geflligelten die Flligel lange nicht so leiclit abbrechen, wie bei wahrend
des Sehwarmens gefangenen Individuen. Es vollziehen sich also boi dem
ausserlich vollstandig entwickelten Insekt noch innere, physiologische Vor-
gange, nach deren Vollendung erst die Flugfahigkeit und Abbrechbarkcit der
Fliigel erlangt wird. Gleichzeitig wird dann auch der Schwiirmtrieb ausge-
lost. Moglich ist auch, dass der Instinkt sich durch Auffliegen zu rotten,
bei den Termiten verloren gegangen ist, da sic sich ihrer Flugorgano nur
einige Minuten lang wiihrend ihres ganzen Lebens bedienen. Schliesslich habe
ich bemerkt, dass diese Insekten, solbald sie sich einmal wahrend des
Sehwarmens zur Erde gelassen haben, nie wieder auffliegen, sondern sich im
Gegenteil ihrer Fliigel zu entledigen suchen, um dcsto ungehinderter laufen
und sich verkriechen zu konnen. Das Abbrechen der Fliigel geschah nach
mcinen Beobachtungen stets durch Aufheben des Hinterleibes, wobei die Be-
wegungen schr an die Bewegungcn der Staphyliniden erinnerten. In seiner
interessanten Arbeit liber die siidafrikanischen Termiten zeigt Fuller (l),
dass in diescr Hinsicht sich vielc Arten ganz verschieden vcrhalten, und dass
das Fliigelabwerfen oft im innigsten Zusammenhang mlt der Paaruhg steht.
Bevor ich zu meinen Beobachtungen uber letztere Erscheinung iiber-
gehe, mochte ich noch die Frage der Inzucht bei den Termiten beriihren.
Wie bekannt, sind iiber diesen Punkt die Meinungen verschieden. Wah¬
rend einige Forscher (Grassi, Silvestri) der Meinung sind, dass, um Inzucht
zu vermeiden, die mannlichen und weibliehen Gcschlechtstiere das Nest zu
verschiedener Zeit verlassen milssen, halten andere (Fr. Muller, Holmgren)
die Geschwisterehe bei den Termiten fiir eine normale Erscheinung. Ich habe
in einigen Fallen, wo die Herkunft der schwarmenden Tiere aus einem Neste
ganz einwandfrei war, diese untersucht und habe in alien Fallen sowohl
Mannehen wie auch Weibchen gelunden, wodurch ich fiir erwiesen halte, dass
eine Trennung der Geschlechter nicht erfolgt. Erfolgt nun aber in der Regel
eine Paarung zwischen Geschwistern ? Ich meine, dass diese Frage bejahend
beantwortet werden ka nil. Zunachst begeben sich Geschwistertiere, die sich
nach dem Schwarmen auf die Erde herabgelassen haben, ohne weiteres Her-
umsuchcn auf den „Liebesspaziergang”, nach welchem sie sich eingraben. Dieses
Paaren und das nachfolgende Eingraben geschieht haufig so rasch, dass von
ciner Wahl eines Gatten gar keine Rede sein kann. Ferner kommen Ter-
mitenschwarme nicht allzuhaufig vor, so dass die aus einem Nest schwarmen¬
den Termiten, mit solchcn aus einem anderen zusammenzutreffen, nur wenig
Aussicht haben, besonders da das Flugvermogen dleser Insekten ein sehr be-
schranktes ist. In seiner Arbeit uber die Termiten Russlands erwahnt G.
(1) Fuller, C. Annals Natal Mus., Ill, 1915.
372
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Jacobson (*) nicht, ob die von ihm beobachteten, sich eingrabenden Termiten-
parchen einem Neste entstammten, mundlich jedooh teilte er mir mit, dass
dieses unzweifelhaft der Fall gewesen ist. Seine Beobachtungen wurden in
offener Steppe angestellt und die Termiten sehwarmten nur aus einem Nest,
so dass ihre gemeinsame Ilerkunft keinem Zweifel unterliegt.
Es soli hier durehaus nicht in Abrede gestellt werden, dass Paarungen
unter nicht blutsverwandten Tieren vorkommen, doch sind solche bei den Ter-
miten nicht durehaus notwendig. So bemerken Holmgren und Feytaud, dass
gegen eine solche Annahmc der Umstand spricht, dass gewisse Arten Ersatz-
Konigstiere erziehen, die das elterliche Nest niemals verlassen, woduroh not-
wendigerweise Paarungen zwischen blutsverwandten Tieren herbeigefuhrt wer-
den. Hicrzu bemerkt Feytatjd, dass durch fortgesetzte Produktion von Ersatztie-
ren Generationen entstehen, bei denen schon nicht mehr die urspriinglichen
nahen Verwandtschaftsbeziehungen bestehen. Ich wiirde noch hinzufugen,
dass ahnliche Verhaltnisse auch in denjenigen Kolonien herrschen, die zwei
und mehr Konigspaare besitzen, was durehaus nicht zu den seltenen Fallen
gehort.
In Folgendem will ich zu meinen Beobachtungen liber die Paarung bei
den Termiten iibergehen, die, obglcich an in Gefangenschaft gehaltenen
Tieren ausgefiihrt, vielleicht doch einiges Interesse liaben diirften.
Mein Tagebuch enthalt dariiber folgende Aufzeichnungen.
Am Abend des 15. November kamen im Rasthause von Pcradenyia ans
Licht zunachst einige Exemplare von Odontotermes obscuriceps Wasm. ange-
flogen and etwas spater eine grossere Anzahl von Eutermes oculatus Holmgr.
und E. biformis Wasm. Eine Anzahl dieser Termiten wurde in Belialtern
untergebracht und bald darauf zeigte es sich, dass die Mehrzahl sioh zu Paaren
zusammengefunden und sich ihrer Fliigel entledigt hatte. Die alleinstehenden
Individuen wanderten unstet umher und schlossen sich bald diesem, bald jenem
Paare an. Nicht alle Tiere hatten ihre Fliigel abgcworfen: bei den einen
waren noch alle ganz, bei anderen waren einer oder zwei iibrig geblieben.
Der „Liebesspaziergang” hatte begonnen.
Voran ging stets das Weibchen (1 2), dem unmittelbar das Mannchen
folgte, seine Gefahrtin mit den Fuhlern betastend. Vier solcher Paare wur¬
den isoliert und jedes in einen Behalter mit Erde gebracht. Einige Zeit
dauerte der „Liebesspaziergang” fort, bei den einen nur kurze Zeit, bei den
anderen mehrere Stunden. Infolge der Unebenheiten der Oberflache der Erde
(1) Jacobson G. Trudy Bur. po Entom., X, N — 2, 1913.
(2) Dasselbe beobachtete schon Smkatiiman. Von den neueren Autoren er-
wahnen das Voranschreiten des Weibchens Silvestri aus Siidamerika, Escherich von
Ceylon, Holmori?n (nach E. Jacobson’s Angaben) von Java. Auch bei Hegh finden
wir diesen Umstand betont.
O. John: Termiten.
373
in den Behaltern geschah es zuweilcn, dass das Mannchen die Fiihlung mit
dem vorauseilendcn Weibchen verlor. Es geriet dadurch in heftige Unrnhe,
warf sich suchend nacli vcrschiedenen Seiten, wobei es nieht selten vorkain,
dass das Mannchen ganz nahe am gesuchten Weibchen voriiberging, uin es
in entgegengesetzter Richtung weiter zu suchen. Moglicherweise wurde es infolge
der vielen sich kreuzcndcn Spuren durch seinen Geruchssinn irregefiihrt,
doch hatte es den Anschein, dass die Verfolgung dcs Weibchens nur durch den
sogenanntcn Kontaktgeruch erfolgt. Merkwiirdig ist noch, dass das Mannchen
auch auf die kiirzeste Entfernung, zuweilen nur etvva 1 cm, das Weibchen
nicht zu bemcrken schien. Hieraus diirfte man folgcrn, dass in freier Natur,
wo den spazierendcn Paarcn geniigcnd Hindernisse in den Weg kommen, sie
sich nicht selten verlieren.
Nach einer gewissen Zeit begann das Weibchen hin und wicder stehen zu
bleiben, augenscheinlich um einen passenden Ort zum Vergraben zu wahlen.
War dieses geschehen, so begann es zu graben, indem es mit den Kiefem
Erdpartikelchen herausholte, die um die Grabstelle deponiert wurden. Mit-
unter kam es vor, dass die Arbeit abgebroehen wurde, um an einer neuen
Stellc wieder zu beginncn. War der Platz endgiiltig gewahlt, so wurde mit
besonderem Eifer gegraben. Mit tieferem Eindringen in die Erde iinderte
sich die Arbeitsmethodc. So beforderte das Weibchen, wenn es schon ganz
in die Erde eingedrungen war, die ausgegrabenen Teilchen auf die Wcisc
an die Oberfljiche, dass es sich auf den Riicken legte, sich mit den Beinen
absticss und, auf dem Riicken gleitend, die gelockcrte Erde hinausdriickte.
An den Grabarbeiten nahm das Mannchen nieiiials toil. Es machte sich nur
um das Weibchen zu schaffen, suchte die Beriihrung mit ihm nicht zu ver¬
lieren und streichelte mit seinen Fiihlern ununterbrochen den Hinterlcib der
Grabenden; dem Eindringen des Weibchens in die Erde folgte das auf dem
Fussc nach.
Nach dem Eingraben brauchen die Tiere nicht notwendigerweisc auch
endgiiltig unter der Erde zu bleiben: zwei Tage darauf zeigte sich ein
Mannchen auf der Oberflache, verscliwand aber spiiter wieder. Auch kon-
nen junge Paare sich nach ereiltem Missgescliick von neuem eingraben. In das
Zimmer, in dem ich meine Termitenpaare hielt, war eines Tages ein Huhn
eingedrungen und hatte einen Bchalter umgeworfen und den Inhalt verstreut.
Die Termiten waren mit heiler Haut davongekommen und wurden gefunden ;
in einen frischen Behalter gebracht, gruben sie sich sofort wieder ein. Etwa
6 Wochen nach dem Eingraben untersuchte ich vor meiner Abreise von Ceylon
meinc Zuchtbehalter und fand einen Teil der Paare lebend und ohne dass
in ihnen irgend welche Veranderungen vorgekommen waren, auch die An-
tennen waren nicht verstiimmelt, wie es bei Konigen und Koniginnen stets
der Fall ist.
Ich will hier noch ciniger besonderer Fallc Erwalinung tun.
Ein andcrmal wurden zwei Termitenpaare in einen gemeinschaftlichen
Behalter gebracht. Nach Verlauf ctwa einer Stunde, die sie ohne Beobachtung
374
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
bliebcn, batten sic sieh eingegraben und als ieh etvva eine Woche spater nacli-
suchte, fand ich, dass die Paare ihre unterirdichen Kammern so dieht bei
einander angelegt batten, dass diese niebt einmal durcb cine Wand getrennt
waren. Moglichenveise gibt uns dieser Befund cine Erklarung fur das Vor-
kommen von zwei und mebr Konigspaaren in einem Nest.
Erwahnung verdient noch folgendef absonderlicher Fall. Sechs bcim
Schwarmcn gefangene Termiten wurden in einen gemeinsamen Bebalter
gebracht und bald darauf batten zwei ein Paar gebildet. Die iibrigen irrten
einige Zeit umher, bis sie sicli scbliesslich dein Paar anscblossen und so bin-
tereinander ^pazierten”. Die voranmarsebierende Termite sebien ein
Weibchen, die librigen Mannchen zu sein. Es muss bier daran erinnert wer-
den, dass das Geschlecht dieser Ticre sicb mit Sicberbeit nur nach der Unter-
seite des Hinterleibes bestimmen liisst. Nach einem zicmlich andauernden
Spaziergang blieb die Prozcssion stehen und begann sieh einzugraben. Tin
Gegensatz zu meinen iibrigen Beobachtungen beteiligten sicb allc Termiten
an der Grabarbeit. In einem zweiten Bebalter wurdc ein weiteres Paar der-
sclben Termitenart untergebraebt, das nach dem ublichen Spaziergang sicb
ebenfalls eingrub. Einen Monat spater fand ich im ersten Bebalter allc sechs
Termiten lebend in einer Kammer und ebenso auch das abgesonderte Paar.
Alle acht wurden nun, da ich mich zur Abreise anscbickte, konserviert, docli
wie gross war mein Erstaunen, als sieh alle aebt als — Mannchen erwiesen !
Aus dem Benehmen von Tieren in der Gcfangcnseliaft Scbliissc zu ziehen, ist
immer eine heikle Sacbe, besonders wenn Kontrollbeobacht ungen im Freien
feblen, doch legt dieses merkwiirdige Verhaltcn dcr aebt zusammengebrachten
Mannchen die Vermutung nabe, dass das Eingraben nicht nur mit dem
Gescblechtstrieb in Zusammenbang steht, sondern auch aus reinem Selbster-
baltungstrieb geubt wird.
Allgemein sind die Termiten als Allesfresser bekannt, von denen nur
solcbe Stoffe verschont bleiben, die ibren starken Kiefem Widerstand leisten.
In erster Linie ist es IIolz, das von ilmen angefallen wird, aber auch Leder,
Papier, Zeuge und vieles andere wird von ibnen zerstort und vcrschlungen.
Es sind allerdings nicht alle Arten so unwahleriseh in ibrer Nahrung, doch
sind sie niemals nur an eine Holzart gebunden.
Merkwiirdigerweise ist dem Umstand, dass alle hier aufgezahlten Stoffe
so gut wie keinen Nahrwert besitzen, bisher koine Beach tung gesclienkt wor-
den, obgleich er auffallend genug ist. In Nachfolgendem giaube ich erbringen
zu konnen, dass nach einer Losung dieser Frage nicht allzuweit zu suchen
ist und dass der Schliissel dazu in der Pilzzucht gegeben ist, die von gewissen
Vertretern dieser Insektenordnung ausgeiibt wird.
* Ueber die mutmaasslichc Entstehung der Pilzzucht der Termiten lesen
wir bei Escherich folgendes: „Die Pilzzucht der Termiten ist schr verbreitet,
jedenfalls viel verbreiteter als die der Ameisen. Es kann dies durchaus nicht
iibcrraschen, da ja die Termiten ausgesprochene Holzinsekten sind, welcbe ihre
Nahrung mit Vorliebe in totem Holz suchen. Da nun letzteres gewohnlich
O. John: Termiten.
375
eine reiche Pilzvegetation besitzt, so liabcn die Termiten Gelegenheit genug,
mit Pilzen in Beruhrung zu kommen. Nelimen wir dazu nocli die weitere
Gewohnbeit der Termiten, Nahrungsvorrate in ihren Nestern anzusammeln,
so ist es durehaus nicht mehr schwer, den Anfang der Pilzzucht sich vorzu-
stellen : Aus dem eingetragenen llolz werden eben die verschiedenen Pilz-
mycelien mit ihren Conidien usw. herausgewachsen sein, welchc den Termiten
naturlich zuniichst unterschiedslos eine willkommene Nahrung waren und dalier
haufig von ihnen abgegrast warden.”
Nun ist das Ansammeln von Nahrungsvorraten bei den Termiten keine
erwiesene Tatsachc, man ncigt eher zu der Meinung, dass die aufgespeicherten
vegctabilischen Stoffc, die man zuweilen in den Nestern findet, als Material
fur den Bau von Pilzgarten aufzufassen sind. Waren sie Nahrungsvorrate,
so waren sie am ehesten bei denjenigen Termiten zu erwarten, die keine Pilz¬
zucht besitzen, was aber den Tatsachen nicht entspricht, da sie geradc bei den
pilzziichtenden gefunden werden. Auch bei diesen letzteren werden sie nur
seltcn angetroffen, so habe ich unter den vielen von mir untersuchten Nestern
von Macrotermes gilvus nur eins mit Anhaufungen von zerkleinertem Holz
gefunden. Auch ware ein Aufspeichern von Vorraten im Nest bei den wald-
bewohnenden Pilzziichtem ( Macrotermes , Tenues , Odontotennes , Microtennes)
ein ganz unnotiges Vorhaben, da in der von ihnen bewohnten Zone das ganze
Jahr hindurch reichliche Nahrung im Freien zu erlangen ist. Wir miissen
also naoh einer anderen Erklarung fiir die Entstehung des Gartnereiinstink-
tes suchen.
Es ist festgestellt, dass selbst bei pilzbauenden Termiten nur ein gewisser
Teil der Bevolkerung mit den auf den Pilzgarten wachsenden Mycelknotchen
(Spharcn, Mycelkopfe) ernahrt wird, namlich das Konigspaar und die Ju-
gendstande. Alle ausgewachsenen geschlechtslosen Tiere dagegen ernahren sich
nicht von den gezogenen Pilzen und werden wohl nur nebenbei von den letz¬
teren kosten (Bugnion). Es obliegt den Arbeitern, Nahrung fiir sich selbst
und fiir die von ihnen gefiitterten Soldaten ausserhalb des Nestes zu suchen.
Diese sind es denn auch, die iiber die am Anfang erwahnten Stoffe herfallen,
besonders also llolz. Mit wenigen Ausnahmen, von denen spaterhin die Rede
sein wird, ist es morsches, also von Pilzmycel durchwachsenes Holz, das von
diesen Tieren gefressen wird und gerade eben dieses Mycels wegen, das meiner
Ansicht nach der den Termiten notwendiger stickstoffhaltige Nahrungsstoff
ist. Die unvermeidlieherweise mitverzehrten Holzteile werden als Fiikalien
unverdaut wieder ausgestossen. Dass diese Fakalien nochmals verzehrt wer¬
den konnen, ist leicht verstandlich, da eben nur ein Teil des Pilzmyzels verdaut
wird, ein anderer aber in der Fakalienmasse zuriickbleibt. Ob dabei, wie
Esciikrich meint, in dieser spezielle Veranderungen stattfinden, die durch
die Driisensekrete verursacht werden, ist fiir die uns interessierende Seite der
Frage bclanglos.
Haben wir uns davon iiberzeugt, dass die Hauptnahrung der Termiten
im Grundc genommen in Pilzen, d.h. deren Mycel in unveriinderter oder
376
Treubia Vol. VI, Liati. 3 — 4.
veranderter Form (Spharen) bestcht, so gelangen Avir zu der Annahme, dass
die Kultur von Pilzen nieht dadurch entstanden ist, dass jene mit Nahrungs-
vorraten eingeschleppt wurden und die Termitcn dadurch zu Pilzfressern
wurden, sondern dass diese von hause aus sieh von Pilzmycel ernahrten. Diese
Verhaltnisse herrschen auch bis jetzt bei der iiberwiegenden Mehrzahl der
Termitenarten, die ja keinc Pilze ziichten. Die Pilzgartnerci wird sich wohl
auf die Weise entwickelt haben, dass gewisse Nestkammern urspriinglieh als
Abtritte dienten, in denen die Fakalien abgesetzt wurden. Hier begannen
unverdautes Mycel oder Sporen zu wuchern, den Termiten gcwohnte und will-
kommene Nahrung bietend. Im Laufe der Zeit wird sich dann die Pilzpflege
und Anlage der Garten ausgebildet haben, wie sie uns heute bckannt sind.
In diescr Vorliebe der Termiten flir Pilze finden wir auch cine Erkla-
rung dafiir, warum sie Leder, Papier u.s.w. vertilgen. Jeder, der die Tropen
besucht, weiss, dass dort alle Gegenstande einen eigentumlichen Geruch, don
„Tropengeruch”, annchmen, der nichts andcres als Pilzgcruch ist, der von
Schimmel- und anderen niedercn Pilzen hcrruhrt, die sich ubcrall ansiedeln
und die Gegenstande in kurzer Zeit mit einer Pilzdecke iiberziehen, falls sie
niclit bestandig einer Reinigung und Luftung unterzogen werdcn. Sehr
giinstiges Substrat fur die Pilzbildung sind Papier (Bucher etc.), besonders
aber Leder. Da es sich bei Termitenschadcn, die in menschlichen Wohnungen
verursacht werden, fast stcts urn sogenannte ^austermiten” handelt, denen
der Zugang zu verwitterten Baumen und dergl. mehr oder weniger erschwert
ist, so darf es nieht Wunder nehmen, dass sie liber alles herfallen, was den
Pilzgcruch an sich tragt.
Fur gewisse Termiten ist bckannt, dass sie auch lebende Baume anfallcn.
Dies geschieht in dcr Weise, dass die Rinde des Baumes an gewissen Stellen
mit einer Kruste von Termitencxkrementcn tiberzogen Avird, untcr der das
Ausfrcssen des Baumes beginnt. Durch diese Kruste Avird die Verdunstung
der Feuchtigkeit verhindert, wodurch besonders gunstige Bedingungen fur
das Gedeihen von Pilzen entstehen, die viellcicht als Sporen eindringen oder
als unverdautes Myzel aus den Exkrementen der Termiten sclbst. Sie durch-
Avuchcrn die Gewebe des Holzes und bringen so den Baum zum Absterben.
Fin tieferes Eindringen in den Stamm des Baumes Avird durch die Bohrloclier
der Termiten begunstigt. Fine Bestatigung hierfiir finden Avir bei Grasst,
der konstatiert hat, dass die Bohrgange von Caloterrnes die Verwitterung des
ITolzes zweifellos beschleunigen. Fs besteht hier eine geAvisse Analogic mit
der Tatigkeit der Borkenkafer aus der Unterfamilie der Xyloterini. Als
solchc, lebende Baume anfallende Sehadlinge, sind in den malayischen Lan-
dern die Coptotcrvies- Arten beriichtigt und von den Pflanzern anf’s Hochstc
gefiirchtet. Aehnliches babe ich aber auch bei Laeessititermes laborator beob-
achtet.
Schliesslich haben Avir unter den indo-malayischcn Eutcrmes-Ar\en noch
eine Gruppe, namlich die Vertretcr dcr Untergattung Hospitalitermes , die
Flechtensammler sind. Solches steht aber durchaus nieht in Widerspruch
0. John: Termiten.
377
mit der Mycetophilie der Termiten, da Flechten*bckanntlich durch eine Svm-
biosc von Pilzen und Algen entstehen. Allcrdings fand Fetch (*), dass
Eutermes monoceros Konig Algen bevorzugt, da aber diese selten sind, sich
vorzugsweise von Flechten ernahrt, wobci cs das Algenelement sein soil, was
die Termiten anlockt. In einem Falle wurde aber von demselben Autor beob-
achtet, dass monoceros reine Pilze, eine Cladosporium- Art, sammelte.
Axis oben gesagtem geht hervor, dass in der Nahrung der Termiten eine
gewisse Einhcitlichkeit hcrrscht, indem sie sich, im Grunde genommen, auf Pilz-
nahrung zuriickfuhren lasst. Es lasscn sich vcrschiedene Stufen aufstellen,
die allmahlich zu dcr hoehentwickclten Pilzkultur fiihren, die wir bei gewissen
hoheren Termiten kennen. Die urspriinglichste ware das Fressen von mit
Pilzmycel durchwachsenem Holz (die meisten Termiten), als nachste waren
wohl diejenigen Falle aufziifassen, wo durch Bekleidung mit Exkrementen
und durch Bolirlocher in das Holz die Pilzwucherungen bcgunstigt werden
( Calotermes , Coptoterrncs, Lacessititermes). Als eine weitcrc Stufc diirften
moglicherweise eingetragene vegetabilische Stoffe angesehen werden, die
vielleicht primitive Pilzgarten darstcllen ( Hodotermes ). An letzter und
hochster Stelle stehen dann endlich die pilzziichtenden Termiten ( Macroter -
mesy Termes, Odontotei'mcs, Mivrotennes) .
Gewissen Termiten haftet ein oft recht starker Geruch an, der selbst
nach jahrelangem Licgen in Alkohol noch deutlich wahrnehmbar ist. Bei
vielen, besonders den Eutermes (s.str.)-Arten, ist dieser ein ausgesprochener
„Urwaldgeruch,>, d.h. ein Gemisch von Pilz- und Modergeruch. Auch bei
Tiercn, die nicht unmittclbar aus moderndem Holz gesammelt, sondern dem
Nest entnommen sind, tritt dieser Geruch sehr intensiv auf. Es lasst sich
dieses durch die standige Beriihrung mit morschem TTolz und Pilzmycel
leicht crklarcn, auch ist der Darminhalt von demselben Geruch durch-
drungen. Mir will jedoch scheinen, dass, selbst fiir unsercn groben Geruchs-
sinn, einige Untersehiede im Geruch einiger Gruppen wahrnehmbar sind;
so scliien er mil* besonders intensiv bei der Eutcrnws-matangensis-Gvuppc zu
sein.
Einen von den Eutermes sehr verschiedenen Geruch besitzen die Parrhi-
notermeS’ Arten. Dieser ist so stark und dabci so charakteristisch, dass ich
beim Aufschlagen von morschem Holz nach ihm die Anwesenheit dieser
Termiten feststellen konnte. Dieser Geruch ist wiirzig und dabei siisslich,
xvas ihn besonders kennzeichnet. Ich glaube nicht, dass er von dem von
diesen Tieren bewohnten Holz herriihrt, da ich ihn stets nur dann beobachtet
habe, wen n dieses von Parrhinotermes bewohnt war, ob er aber von Ausschei-
dungen der Ticre selbst herriihrt, muss dahingestellt bleiben.
(1) Petcii, T. „Tlie Black Termite of Ceylon”, Ann. Royal Botan. Card, of
Peradenyia, v, 1913.
378
Treubia Yol. VI, Livr. 3 — 4.
In eincm Nest von Eutcrmes inanifonnis Holmgr. (Kota Baroe, Sumatra),
das von dieser Art allein bcwohnt war, fund ieh in den einzelncn Kammern
eine grosse Anzahl von lose umherliegenden Korpern, die alle von fast
gleieher Form und Grossc waren. Ihre Lange betragt etwa 7, ihre Breitc
4 und ihre Ilblie 1,5 bis 1,75 mm. In Form sind sie oval, etwas abgeplattet,
haben eine Langsrinne auf der Oberseite und schokoladenbraune Farbung
und sind Kaffeebohnen liberaus ahnlich. Bemerkenswert ist der ihnen
eigcntiimliclic, sogar noch jetzt, naeh 10 Jahren, dcutlich wahrnehmbare
wiirzige Gerueh, der gewissermaassen an des Cardamomen-Aroma erinncrt.
Bei Koeben in Salzsaurelosung odor Aetzkalilaugc werden gewisse Stoffe,
die in den ^affcebohnen” enthalten sind, gelost, wobei im erstcren Falle die
Losung eine hell-, im letzteren eine tiefbraune Farbung annimmt; in reinem
Wasser sind diese Farbstoffe jedoch unloslieli. Das Koehen in Wasser rief
iibcrhaupt keine ausserlichen Veranderungen der Korper hcrvor, auch blie-
ben sie ebcnso hart wie in trockcnem Zustande. Bei Koehen in Salzsaure oder
Aetzkali zerfielen sie zwar nicht. waren jedoch nachher mit Nadcln leicht zu
zerstiickeln.
In der ersten untersuchten „Kaffeebohne,, fand ich eine Mandibcl ciner
Capritcrmes-Avt , so dass ieh anfanglieh auf die Vermutung kam, dass es sieh
urn eine Art Sarkophage handelt, in die feindliche Eindringlinge, vielleicht
auch die eigencn Totcn, cingemaucrt warden. Die Untersuehung einigcr
Dutzend dieser Korper bestatigte jedoeh eine solchc Annalime nicht, da ieh
weiter keine Ueberreste von Ticren vorfand, mit Ausnahme cines Stiiekehens
Chitin von unbestimmbarer Ilerkunft. Die mikroskopisehc Untersuehung der
„Kaffeebohnen ’ 9 ergab, dass sie aus strukturlosem Material bestehen, dem
klcine Mincralpartikel (Quarz) bcigemiseht sind. In dem durch Salzsfiurebe-
handlung gcbildeten Niederschlag fanden sieh zahlreiehe farblose Ilautehen,
der Niederschlag in der Aetzkalilauge enthielt Kliimpehen und Faden eincs
biegsamen und dehnbaren Stoffes. Aller Wahrseheinlichkeit naeh handelt cs
sieh in beiden Fallen um denselben Stoff, der je naeh der Behandlung bald
Hautchen, bald Kliimpehen oder Faden bildet. Es durfte anzunehmen scin,
dass wir es mit einem Drusensekret zu tun haben, das zur Zementierung dient.
Die okologische Bedeutung der „Kaffeebohnen” ausfindig zu maehen, ist
mir leider nicht gclungcn; dass es sieh um Nahrungsvorrate handelt, mochte
ieh jedoeh in Abrede stellen.
Von Pilzkrankheiten babe ieh bei Termiten anscheinend zwei Arten ge-
funden. Die einen parasitischcn Pilze sind schwarze Gebilde, die eine Grosse
von 0,.5 mm und dariiber erreichen konnen. Sie sind aJbgestutzt koniseh oder
mehr oder weniger zylindrisch, zuweilen aueh von unregelmassiger Form, und
sind an den versehiedensten Korperteilen der Termiten zu finden. So sitzen sie
an den Beinen (Taf* XVI, Abb. 4, links), dem Hinterleib, dem Kopf (Taf. XVI,
Abb. 4 rechts), sowolil auf der Oberseite, wie auf der Unterseite und an den
0. John: Termiten.
379
Fiihlern. Besondcrs vide Tiere mit Pilzparasiten fand ieh in einer Kolonie
von Eutermes lacustris Bugn. Audi bci Macrotermes malnccensis IIav. fand
ich, wie es scheint, denselbcn parasitischen Pilz.
Bei einer Anzahl von Larven und Soldatennymphen von Eutermes sara -
wakensis IIav. fand ieh in Kota Baroe iiusserliche Gebilde, die ich ebenfalls
fur parasitische Pilze halte. Sie zeigcn sich als Streifen, runde, langlich
ovale oder mondsichelformige Fleeken von gelber oder rostgelber Farbe mit
verdunkeltcm Rand. Alle diese Gebilde sind erhabcn, erreichen abcr bei weitein
nicht die Hblie der zucrst beschriebenen. Grosstcntcils findcn sie sich in der
Pleuralregion des Abdomens, doch sitzen sie zuweilen auch den Sterniten auf.
Seltener findet man sie an anderen Korperteilen, wie z.B. an der Untcrseite
des Kopfcs. Die grossten erreichen eine Lange, die derjenigen von 4 Abdomi-
nalscgmenten gleichkommt, die Breite ist derjenigen cines Tcrgites der Ter-
mitcnlarve etwa gleich.
DIE GEOGRAPHISCHE VERBREITUNG DER TERMITEN AUF DER
MALAYISCHEN HALBINSEL UND DEN GROSSEN SUNDA-INSELN.
Ausser einigem vercinzeltcn Material, das auf dcr Malayischen Halbinsel
(und Singapore) und den grossen Sunda-Jnscln zu versehicdenen Zeiten ge-
sammelt worden ist, sind es die grossen Ausbeuten von Haviland und
Buttel-Reepen, die unsere Kcnntnis der Zusammensetzung der Termitenfauna
dieser Lander gefordert haben. Die Bedeutung dicscr bcidcn Sammlungen
gelit schon aus der Zahl der erbeuteten Arten hervor. Havilands Material,
das zum grossten Teil von ihm selbst, zuin Teil nachtraglich von Holmgren
bearbeitet wurde, enthalt 74 Termiten-Arten, von denen er selbst 52 und
Holmgren wcitere 19 als neu beschrieben hat, zusammen also 71 neue Arten.
Die von Holmgren bearbeitete BuTTEL-REEPENsche Sammlung enthalt 72 Ar¬
ten, von denen sich 26 als noch unbekannt erwicsen haben. Dass durch diese
beiden Forscher und Holmgrens Bearbcitung des Materials aus verschicde-
nen Museen die Zusammensetzung der Termitenfauna der Malayischen Region
ziemlich festgclegt ist, geht u.a. daraus hervor, dass meine Sammlung, die
mit Einschluss der von Herrn W. Karawajev auf Java gesammcltcn, 70 Arten
enthalt, nur noch 9 neue aufweist, die zu dieser Region gehoren. Allerdings
ergeben sich aus meinem Material neue Fundorte. So habe ich fiir Sumatra
27 Arten konstaticren konnen, die bis dahin von dort nicht bekannt waren,
von der Malayischen Halbinsel 17 solcher und von Java 4.
Zusammengenommcn sind von der Malayischen Halbinsel, Sumatra, Bor¬
neo und Java 138 Termitenarten bekannt geworden, von denen auf ersterer
81, auf Sumatra 76, auf Borneo 70 und auf Java 27 vorkommen. Gemeinsam
haben diese vier Lander nur 5 Arten, dagegen sind es schon 24, die auf der
Malayischen Halbinsel, Sumatra und Borneo vorkommen. Die mcisten Arten
haben Sumatra und die Malayische Halbinsel gemein, namlich 43, 37 Arten
kommen auf letzterer und Borneo vor, 34 auf Borneo und Sumatra, 18 auf
380
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Sumatra und Java, 15 auf der Malayischen Halbinsel und Java und endlich
8 auf Java und Borneo.
Von Borneo sind 22, von der Malayischen Halbinsel 20, von Sumatra
15 und von Java 5 Arten bekannt, die nur in deni betreffenden Lande ge-
funden worden sind. Es lasst sich noch nicht feststellen, wie viele von ihnen
endemisch sind, da voraussichtlich die eine oder andere Art auch noch in den
Nachbarlandern entdeckt werden wird. Nur fiir einige, schwer zu iibersehende
Arten, diirfte man mit einigcr Sicherheit annehmen, dass ihr Vorkommen nur
auf einen gewissen Teil des Gebietes beschrankt ist. So ist wohl kaum zu
erwarten, dass Macroterm es carbonarius Hag. jemals auf Sumatra oder Java
gefunden werden wird, oder Ilamitermes sulphurous Hav. auf Sumatra, Bor¬
neo und Java. Bemerkenswert dabei ist, dass erstere Art iin Westen den
siidlichsten Punkt seiner Vcrbreitung auf der Insel Singapore erreicht, nach
Norden aber bis nach Siam vordringt. II. sulphurous scheint aber in der Tat
eine der Malayischen Halbinsel endemische Art zu sein.
Die Verwandtschaftsverhaltnisse der Faunen der liier behandelten Lander
werden deutlich durch oben angefiihrte Zahlen zum Ausdruck gebracht. Wenn
wir auch beriicksichtigen, dass Java in termitologischcr Hinsicht bedeutend
weniger erforscht ist als die Malayische Halbinsel, Sumatra und Borneo, ge-
langen wir zu dem Ergebnis, dass der innigste Zusammenhang zwischen den
Tcrmitenfaunen von Sumatra und der Malayischen Halbinsel besteht. Etwas
entfemter ist das Verhaltnis zwischen der Malayischen Halbinsel und Borneo
und noch etwas weniger eng jenes zwischen Borneo und Sumatra. Bedeutend
grosser ist die Entfremdung der Faunen der Malayischen Halbinsel und Java
und am grossten diejenige zwischen Borneo und Java, wo wir nur noch ganz
wenige gemeinsame Formen antreffen. Wir ersehen somit, dass das Bild der
geographischen Verbreitung der Termiten in der Malayischen Region das
gleiche ist wie bei den anderen Tiergruppen.
VERZEICIINIS DER ARTEN.
Fam. CALOTERMITIDAE
Gen. Calotermes Hag.
1. Calotermes (Neotermes) greeni Desn.
Imagines, Soldaten und Nymphen.
Fundort. Ceylon: Pcradenyia, 18. xi. und 18. xii. 1912.
Aus morschen Baumstlimpfen.
2. Calotermes (Glyptotermes) ceylonicus Holmgr.
Soldaten und Nymphen.
Fundort. Ceylon, Peradenyia, 28. xi. 1912.
3. Calotermes (Glyptotermes) dilatatus Bugn.
Soldaten.
Fundort. Ceylon, von Herrn E. E. Green erhalten.
0. John: Termiten.
381
Pam. RHINOTERMITIDAE.
Gen. Leucotermes Silv.
Leucptermes ceylonicus Holmgr.
Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Ceylon: Peradenyia 20. xii., Hantana, 23. xi. 1912.
Aus morschem Holz.
Gen. Arrhinotermes Wasm.
Arrliinotermes flavus Bugn.
Imagines, Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Ceylon: Senigoda. Von Prof. E. Bugnion erhalten.
Gen. Coptotermes Wasm.
1. Coptotermes travians IIav.
Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Malayische Halbinsel: Singapore 28. iv., Kajang, 19. i. ;
Ost-Suinatra: Kota Baroe, 1. und 4. iv. 1913. Friihere Fundorte: Malayi¬
sche Halbinsel (Haviland, Buttel-Reepen), Borneo (Haviland), Sumatra und
Java (Buttel-Reepen).
In trockenem oder inorschen Holz. Auf dean Hantana wurde diese Art
in einem Nest von Procapritermes setiger IIav. In Kajang fand ich diese
Art in einem gefallenen Baumstamm, der mit korallenartigen Lehmzweigcn
ausgebaut war. Eine Kiste mit einer Sammlung von Pilzgarten, die in Singa¬
pore im Speieher des Hotels eingestellt war und dort etwa drei Monate
aufbewahrt wurde, wurde von diesen Haustermiten angefallen und der gauze
Inhalt erwies sich zu einem Coptotermes-Bau umgearbeitet.
2. Coptotermes ceylonicus Holmgr.
Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Ceylon: Peradenyia, 1G. und 20. xii., Hantana, 23. xi. 1912.
In trockenem oder inorschen IIolz. Auf dem Hantana wurde diese Art
in einem faulenden Holzklotz am Rande des den Berg kronenden Waldes
gefunden.
3. Coptotermes curvignathus Holmgr.
Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Malayische Halbinsel : Batu Caves, 25. und 26. i., Singapore,
Bukit Timah, 18. v. ; Ost-Sumatra: Siak, 9. und 11. ii. 1913. Friihere Fund¬
orte: Malayische Halbinsel (Haviland, Buttel-Reepen), Borneo und Burma
(Haviland) und Sumatra (Buttel-Reepen).
In morschen Baumstiimpfen und dergl. Auf dem Bukit Timah fand ich
C. curvignathus auf einem lebenden Baum, der von den Termiten stellenweise
mit einer Lehmkruste uberzogen war. Unter dieser Kruste wimmelte es von
382
Treubia Vol. VI, Live. 3 — 4.
Arbeitern und Soldaten. Die Giinge waren recht tief in den Stamm hinein-
gefressen. In Siak, auf Herrn H. Bliintschli’s Plantage, erhielten wir diese
Art beim Aufgraben der Erde urn einen erkrankten jungen Hevea brasiliensis-
Baum.
Gen. Parrhinotermes Holmgr.
1. Parrhinotermes inaequalis Hav.
Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Malayische Halbinsel: Kuala Lumpur, 5. ii. ; Ost-Sumatra:
Mangkinang, 25. ii., Kota Baroe, 5. iv. 1913. Fruhere Fundorte: Borneo
(Haviland).
Aus morschem Holz, in einem Falle aus einem lockeren Erdnest.
2. Parrhinotermes aequalis Hav.
Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. West-Sumatra : Pajacombo, 15. iii. 1913. Fruhere Fundorte:
Borneo (Haviland); Malayische Halbinsel und Sumatra (Buttel-Reepen).
Aus- einem Zaunpfahl.
3. Parrhinotermes pygroaeus n. sp.
S o 1 d a t. Korperfarbe gelb. Behaarung des Kopfes wie des ubrigen
Korpers ziemlich lang, grob und dicht.
Kopf breit und flach, nach vorn starker, nach hinten schwacher ver-
sehmalert, Hinterrand doppelt ausgebuchtet. Fontanelle klein, rund; eine
Rinne, die an der Mitte des Kopfes beginnt, lauft liber die Fontanelle nach
vorn und setzt sich liber den Clypeus hinaius auf der Oberlippc fort; an
der Linie der Antennenbasen beginnend, ziehen sich beiderseits nach vorne
divergierende Furchen, die an den Mandibelcondylen enden. Clypeobasale
flach. Oberlippe langer als breit, in der Mitte etwas erweitert, nach vorn
verschmalert, Vorderrand gerade abgeschnitten, schmal hyalin, die ge-
schlossenen Mandibcln etwas iiberragend. Obcrkiefer kraftig, mit breiter
Basis, linker stark, fast knieformig, rechter wcniger stark gebogen; linker
Oberkiefer mit zwei Zahnen, von denen der aussere grosser und blattformig
ist, rechter mit einem spitzwinkligen Zahn am ausseren Drittel, Kauflache
von der Spitze dieses Zahnes bis zur Basis der Mandibel schwach ausgebuchtet;
Spitzenteil klirzer als die halbe Mandibel. Antennen 13-gliedrig, 3. Glied
kiirzer als 2.
Pronotum so lang wie seine halbe Breite, Vorderrand nach beiden Seiten
abgesohragt, Hinterrand abgerundet.
Korperliinge etwa 2.5, Kopflange mit Mandibeln 1.06, Kopf Hinge ohne
Mandibeln 0.83, Kopfbreite 0.77 mm.
Arbeiter. Kopf gelb, Korper gelblich weiss. Kopf und Korper ziem¬
lich dicht und grob behaart.
Kopf rekt angular, um 0.23 klirzer als breit (die Lange vom Nacken'zum
Clypeus gemessen^. Fontanelle undeutlich, Sagittalnaht erkennbar. Clypeo¬
basale kurz, mittelmassig aufgetrieben. Oberlippe stumpf zungenformig ohne
0. John: Termiten .
383
hyaline Spitze. Antennen 13-gliedrig, 3. Glied kiirzer als 4., das kiirzestc
und diinnste im ganzen Fiihler, 4. so lang wie 2.
Pronotum halb so breit wie der Kopf, sattelformig, ganzrandig, Vorder-
rand nach hinten abgeschragt, Hinterrand abgerundet. Meso- und Metanotuin
breiter als das Pronotum.
Kopfbreite 0.73, Breite des Pronotums 0.37 mm.
Neotenische Konigin. Kopf braunlieh gelb mit hellen Kopf-
nahten, Thoracalnota gelb, naeh hinten etwas gebriiunt, Flugelscheiden gelb,
Abdominaltergite hell braunlieh. Ein weisser Mittelstrich zieht sich voin
Clypeus liber den ganzen Korper bis zum Abdomenende ; Meso- und Metathora-
kalnota und die Abdominaltergite tragen jederseits einen weissen Lateral-
fleck. Antennen und Beine hellgelb.
Behaarung des Kopfes und der Thorakalnota reclit dicht, die der
Abdominaltergite nur kurz.
Kopf nach vorn verschmiilert, Kopfnahte deutlich. Facettenaugen mit-
telgross, Ocellen fehlen. Fontanelle mehr oder weniger deutlich. Antennen
17-gliedrig; 3. Glied kiirzer als 4., Oberkiefer vom Leucotermes-Typus : linker
mit 6 Zahnen, von denen die zwei vorderen glcichgross, spitz sind, der nachst-
folgende viel kleiner als jene, die nachsten zwei breit, nach hinten geriohtet,
der innerste eine kleine, stumpfe Ecke bildend; rechter Oberkiefer mit zwei
Apikalzahnen von gleicher Grosse, die Kauflache in sehr stumpfem Winkel
ausgeschnitten.
Prothorax etwas schmaler als der Kopf, kiirzer als seine halbe Breite,
breiter als Meso- und Metathorax. Fliigelscheiden der I. Nymphalphase.
Abdomen mit sehr starker sekundiirer Chitinisierung.
Korperlange 8 mm. Kopfbreite 1.03, Breite des Pronotums 0.87 mm.
Zum Vergleich seien hier die entsprechenden Masse der Nymphe der ersten
Phase angef iihrt : Kopfbreite 0.77, Breite des Pronotums 0.5 mm.
Neotenischer K 6 n i g. Unterscheidet sich von der neotenischen
Konigin nur durch den kleincren Hinterleib und die Bildung des 8. Hinter-
lcibsegments. Korperlange 3.75 mm.
Ergatoide Konigin. Ivorperfarbe gelb, sekundare Chitinisierung
heller.
Bau des Kopfes und des Thorax wie bei dem Arbeiter, nur grosser und
starker chitinisiert. Augen und Ocellen fehlen vollstandig. Hinterleib sehr
breit schon vom ersten Segment an, gegen die Mitte zu an Breite etwas
zunehmend, dann wieder schmaler werdend. Antennen verstiimmelt.
Kopfbreite 0.8, Breite des Pronotums 0.53, Breite des ersten Abdominal-
segmentes 1.53, des viertcn 1*5 mm.
Dieses ergatoide Weibchen unterscheidet sich wesentlich von dem von
Holmgren von P. buttel-rcepeni beschriebenen dadurch, dass es jeder Spur von
Augen entbehrt.
Soldaten, Arbeiter, 15 neotenische und 1 ergatoides Weibchen, 1 neote-
nisches Mannchen und Nymphen der I. Phase liegen vor.
384
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Fundorte. Malayische Halbinsel: Kuala Lumpur, 21. und 24. i., Kajang,
19. i. ; Ost-Sumatra : Siak, G. ii. 1913.
In Baumstumpfen und deren Wurzeln an Waldrandern und in Gummi-
plantagen.
Am nachsten diirfte diese Art zu P . buttel-reepeni stehen, von der ich
jedoch leider kein Vergleichsmateriai besitze. Als llauptunterschiede waren
bei der Soldatenkaste folgende zu nennen: Die Behaarung ist sehr diclit,
viel dicliter, langer und grober als wenigstens bei atqualis; die Sagittalrinne
des Kopfes geht nacli hinten iiber die Fontanelle hinaus bis zur Alitte des
Kopfes; die zwei Mittelzahne des linken Oberkiefers sind nicht gleichgross,
sondern der innere bedeutend kleiner als der aussere; das 3. Glied der Anten-
nen ist kiirzer als das 2.
Gen. Rhinotermes IIao.
1. Rhinotermes (Schedorhinotermes) longirostris Brauer (= translucens
Hav. = brevialatus Hav.).
Imagines, Konigin, grosse und kleine Soldaten, Arbeiter und Nymphen.
Fundorte. Malayische Halbinsel : Singapore, 5. i., Kuala Lumpur 1G. und
23. i., Batu Caves, 17. und 25. i., Kajang, 19. i., Segamat, 10. v. Ost-Sumatra:
Siak, 10. ii., 19. und 24. iv., Kota Baroe, 4. iv. ; West-Sumatra: Padang-Tarab,
13. iii., Pajacombo, 15., 18., und 25. iii., Ilarau, 17. iii., Loeboe Bangkung
IS. iii. 1913. Friihere Fundorte: Borneo (IIaviland), Malayische Halbinsel
und Sumatra (Buttel-Reepen) ; ferner: Nikobaren (Novara-Expedition),
Java, Macassar, Celebes, Neuguinea (Holmgren, 1913).
Diese sehr gewohnliche Art wurde grosstenteils in modernden Baumstump¬
fen, in oder unter auf der Erde liegenden Baumstammen, Aesten oder
Holzstiicken, in Wurzeln und dergl. gefunden. In Pajacombo (18. iii.) fand
ich sic in einem Nest von Mirotermes propinquus Holmgr. In Siak wurde
(24. iv.) in den abgefallenen Teilen eines abgestorbenen Baumes ein Nest aus
roter Lehmerde gefunden, das an Coptolennes- Bauten erinnerte. In dieseni
Nest wurde die Konigin erbeutet.
2. Rhinotermes ('Schedorhinotermes) sarawakensis Holmgr.
Grosse und kleine Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Malayische Halbinsel: Kajang, 19. i., Singapore, Bukit
Timah, 19. v. ; West-Sumatra: Doekoe bei Padang, 5. iii. 1913. Friiherer
Fundort: Borneo (Haviland).
Unter abgefallenen Palmblattern, auf Ficus elastica und in Galerien auf
Baumen.
Gen. Termitogeton Desn.
Termitogeton umbilicatus Hag.
Soldaten un^ Arbeiter.
Fundort. Ceylon. Von Herrn E. E. Green erhalten.
O. John: Termiten.
385
Fain. TERMITIDAE.
Gen. Macrotermes Holmgr.
1. Macrotermes carbonarius Hag. (Taf. XVII, Abb. 7, 8; Taf. XVIII,
Abb. 9; Taf. XXIII, Abb. 27, 28).
Konigspaare, grosse und kleine Soldaten, Arbeiter, Jugendstande.
Fundort. Malayische Halbinsel : Johore, Segamat, 10. i. und 10. v. 1913.
Friihere Fundorte: Borneo, Siam (Haviland), Malayische Halbinsel (Havi-
LAND, BUTTEL-REEPEN).
Zwei Nester dieser Art wurden gcoffnet und einmal ein grosser Heereszug
im Urwalde gegen Sonnenuntergang beobachtet. Im Bauplan sind die
Nester von M. carbonarius denen von M. giivus sehr ahnlich. Leider hatte
ich nicht Gelegenheit, grossere Nester zu untersuchen, ich glaube jedoch
annehmen zu miissen, dass es solche gibt, die die von mir gefundenen urn
sehr Betrachtliches an Dimensionen iibertreffen, was ieh daraus schliesse,
dass mir Mr. Holman Hunt aus den Sammlungen des Department of
Agriculture von Selangor, in Kuala Lumpur, Koniginnen zeigte, die mehr
als doppelt so gross waren, wie die von mir erbeuteten. Wie bei
M. giivus bildet die Konigskammer einen grossen, dickwandigen, festen Ivlotz
mit gegliitteten Aussenwanden. Er ruht auf vertikalen Wiinden oder
Saulen und ist von den Seiten und obcn durch angebaute horizontale diinne
Wiinde gestutzt. Die Kammern mit den Pilzgiirten sind, wie bei alien
pilzziichtenden Arten, vorzugsweise an der Peripherie des Nestes angelegt.
Die Pilzgiirten selbst sind in ihrer Struktur sehr variabel, wie aus den
Abbildungen (Taf. XVIII Fig. 9) zu erschen ist, untcrscheiden sich aber
wcsentlich von denen von M. giivus.
2. Macrotermes convulsionarius Konig (= estherae Desn.).
Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Ceylon. Von Ilerrn E. E. Green erhalten.
3. Macrotermes malaccensis Hav.
Kleine Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Singapore, Bukit Timah, 19. v. 1913. Friihere Fundorte:
Malayische Halbinsel (Haviland, Buttel-Reepen), Sumatra (Buttel-Reepen),
Banka (Hagen).
In der Erde unter einem Baumstumpf. Einzelne Individuen sind mit
pilzlichen Parasiten behaftet.
4. Macrotermes giivus Hag. (Taf. XVI, Abb. 5; Taf. XVIII, Abb. 10;
Taf. XIX, Abb. 11).
Konigspaare, Soldaten, Arbeiter und Jugendstande.
Fundorte. Malayische Halbinsel: Singapore, 5. i., Johore, Segamat, 11.
i., und 9. v., Kuala Lumpur, 21. und 24. i., Batu Caves, 15. i., Kajang,
18. i.; Ost-Sumatra: Siak, 8. und 9. ii., 21. iv., Pantai Kermen, 19. ii.;
West-Sumatra : Padang, 7. iii., Pajacombo, 17. iii. 1913. Java: Buitenzorg,
25
386
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4
17. und 22. xii., Depok, 22. xii. 1912 (W. Karawajev!). Fruhere Fundorte:
Malayische Halbinsel, Borneo, Sumatra, Celebes, Timor, Philippines
Havilands Abbildung stellt ein verhaltnismassig junges Nest dicser Art
dar, wie die schriig abfallenden, an der Basis selir dicken Seitenwande
bezeugen. Solche Nester habe ich wiederholt sowohl auf Sumatra wie auf
der Malayisehen Halbinsel gefunden. Ein grosses Nest aus Siak (8. ii.
1913) ist auf Taf. XIX Abb. 11 abgebildet. Bemerkenswert ist hier die Kup-
pelform mit fast senkrecht abfallenden Seitenwanden. Die Architektur des
Nestes und die Struktur der Pilzgarten ist auf dieser Abbildung sehr gut
zu erkennen.
Gen. Odontotermes IIolmgr.
1. Odontotermes (Cyclotermes) redemanni Wasm.
Imagines, Konigspaare, Soldaten, Arbeiter, Jugendstandc.
Fundorte. Ceylon: Peradenyia, Kandy, Kurunegala, November — Dezem-
ber 1912. '
Aus Neste rn, Galerien und aus wie durch Maulwiirfe aufgeworfener Erde.
2. Odontotermes (Cyclotermes) escherichi IIolmgr.
Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Ceylon: Peradenyia, 26. xi. und 2. xii, Ilantana, 18., 23. xi.
und 2. xii. 1912.
Auf dem Hantana in verschiedenen Ilohen liiiufig in Bauinstiimpfen, in
Peradenyia nur selten.
3. Odontotermes (Cyclotermes) sarawakensis Holmgr. (Taf. XXIII, Abb. 30).
Imago. Kopf schwarzbraun, Clypeobasale etwas heller, der iibrige Teil
des Kopfes nach vorn heller werdend. Pro- und Mesonotum dunkelbraun,
Metanotum und Abdominaltergite heller braun. Antennen gelb, Fliigel ge-
braunt, Beine gelb.
Behaarung des Kopfes, Pronotums, der Fliigelschuppen und der Abdo¬
minaltergite recht dicht.
Kopf breit oval, nach vorn verschmalert ; Augen mittelgross, nicht stark
hervorquellend ; Ocellen um das Doppelte ihres Durehmessers von den Augen
entfernt. Fontanelle undeutlich, etwas erhaben. Clypeobasale kiirzer als
seine halbe Breite, sehr flach gewolbt. Antennen 19-gliedrig, Glieder 3. und
5. gleichgross, 4. unbedeutend langer.
Pronotum so lang wie seine halbe Breite, so breit wie der Kopf ohne
Augen, ganzrandig, Vorderlappen sehr kurz, etwas aufgerichtet. Mesonotum
wenig, Metanotum seitlich starker ausgeschnitten. Mediana in der Fliigel-
mitte gegabelt, im Spitzenteil verastelt ; Cubitalzweige ebenfalls verastelt, mit
11 — 14 Aesten/die Aeste der Basalgruppe nur wenig verdickt; innerhalb der
Austrittsstelle der Mediana 2 bis 3 Zweige.
O. John: Termiten.
387
Lange mit Fliigeln . 23 mm
Korperlange . 11.5 „
Kopflange . 2.27 „
Kopfbreite . 2.1 „
Imagines, Soldaten, Arbeiter und Jugendstiinde.
Fundorte. Malayische Halbinsel: Johore, Scgamat, 11. i., 9. und 11. v.,
Selangor, Kuala Lumpur, 16. — 28. i. ; Batu Caves 25. i., Kajang, 19. i. ; West-
Sumatra; Pajacombo, 25. iii. 1913. Friihere Fundorte: Borneo (Haviland),
Malayische Halbinsel (Buttel-Reepen).
Meist aus morschen Baumstumpfen, vermodernden Aesten und dergl.
auf dem Erdboden. Auch in einem Nest von M. carbonarius und einem ver-
lassenen Nest von M. gilvus.
4. Odontotermes (Odontotemnes) ceylonicus Wasm.
' Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Ceylon, Peradenyia, 21., 26. xi., 25. xii., Hantana, 21. xi., Ku-
runegala, 12. xii. 1912.
Aus morscliem IIolz und Galerieen auf der Erde. Auf dem Hantana
wurde diese Art in dem Walde auf dem Gipfel des Berges in faulendem
Ilolze gcfunden.
5. Odontotermes (Odontotermes) horni Wasm.
Imagines, Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Ceylon: Peradenyia, Hantana, Kurunegela, Kelanyia, Ram-
boda-Pass, Nnvember-Dezember 1912.
In Baumstumpfen, faulem IIolz und dergl. In das Laboratorium des
botanischen Gartens in Peradenyia drang diese Art durch cine Spalte in dem
Zementboden ein und fiel liber die dort aufbewahrten Holzkisten her. Unter-
halb des Ramboda-Passes war dieses die einzige dort gefundene Termiten-Art.
In Ivurunegala wurde das Schwarmen diescr Art beobachtet (siehe John,
Spolia Zeylanica, Vol. ix, 1913).
6. Odontotermes ( Odontotermes ) robustus n. sp.
S o 1 d a t. Kopf braungelb, Mandibeln schwarz, Thorakalnota gelb, der
iibrige Korper weisslich gelb.
Kopf mit ganz wenigen Borsten, der iibrige Korper recht dicht behaart.
Kopf flach, sehr breit (um 0.29 langer als breit) von den Antennengruben
bis zum Nacken quadra tisch, nach vorn ganz unbedcutend verschm alert.
Fontanclle undeutlich, mit Fontancllenplatte. Clypeobasale sclimal und sehr
kurz. Obcrlippe recht lang, den Mittelzahn des linkcn Oberkiefers gerado be-
deckend, ein kleines Spitzendreieck bildend. Oberkiefer sehr kraftig, den Ba-
salteil ungcrechnet, nur 2.28 mal vso lang wie unten breit, schwach gebogen;
linker Oberkiefer mit einem sehr kurzen, aber kraftigen stumpfen Zahn vor
388
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
der Mitte des Kiefers, Mittelzahn des rechten Oberkiefers kaum angedeutet,
auf gleicher Hohe mit deni des linken. Antennen 17-gliedrig; 3. Glied viel
kiirzer als das 2. und etwas kiirzer als das 4., das 5. so lang wie 3.
Pronotum im Vergleich zur Kopfbreite schmal, Vorder- und Ilintcrlap-
pen gleichlang, Vorderrand deutlich ausgcschnitten, Hintcrrand schwach aus-
gerandet.
Korperlange 9.5, Kopf mit Mandibeln 4.33, ohne Mandibeln 3.0, Kopf¬
breite 2.33, Brcite des Pronotums 1.67 mm.
Arbeiter. Farbung wie beim Soldaten, Behaarung des Kopfes und
Korpers recht dicht.
Kopf oval, Fontanelle etwa in der Mitte des Kopfes, eingesenkt. Augen-
flecke fehlen. Clypeobasale etwas kiirzer als seine halbe Breite, recht stark
gewolbt. Antennen 19-gliedrig; 3. Glied etwa % so lang wie 2., 4. urn 0.5
liinger als 3.
Pronotum vorn eingeschnitten, Hinterrand etwas ausgerandet.
Korperlange 7.5, Kopfbreite 2.6, Breite dcs Pronotums 1.13 mm.
Soldaten, Arbeiter und Larven.
Fundort. Malayische Halbinsel: Johorc, Segamat, 11. i. und 9. v. 1913.
Auf der Erde unter einem Stuck IIolz und aus einem grosscn, zusammenge-
setzten Termitenhiigel, der ausserdcm von M. giluus, Odontotermes saraivakensis,
Microtermes pallidus und Capritermes brachycephalus n. sp . bewohnt war.
Diese Art ubertrifft an Grosse alle ubrigen indomalayischen Arten der
Gattung Odontotermes. Sie ist sehr gut durch den ausserordentlich breiten
Kopf und die ungewohnlich starken Oberkiefer gekennzeichnct, in letztercr
Ilinsicht erinnert sie an 0. javanicus , ist jedoch von letzterer Art ausser den
sehr bedeutenden Grossenunterschieden durch die starker gebogenen, aber viel
weniger aufwarts gerichteten Oberkiefer, die liingerc Oberlippe, die viel spar-
lichere Behaarung des Kopfes u.s.w. unterscheiden. Die 0. robustus an Grosse
nachtskommenden Arten 0. horni und 0. feae haben eine von erstgenannter
sehr verschiedene Kopf- und Mandibelbildung. Der Kopf ist bei diesen bedeu-
tcnd schmaler, bei feae nach vorn stark verengt, die Oberkiefer viel schwacher
und mehr gebogen. Der Grosse nach zu urteilen gehoren die hier beschriebenen
Soldaten und Arbeiter zu dem von Holmgren als Imago beschriebenen O.
proximus.
7. Odontotermes (Odontotermes)? dives Hag. (Taf. XXIII, Abb. 29).
Soldaten, Arbeiter, Jugendstande.
Fundort. Malayische Halbinsel: Batu Caves, 17. i. 1913.
Imagines bisher bekannt aus: Manilla, Malakka, Borneo, Sumatra, Java
und den Molukken (Holmgren 1913).
Meine Exemplare stimmen mit Holmgrens Beschrcibung 0. dives f.
celebensis im allgemeinen uberein, sind aber etwas grosser und die Oberlippe
liinger, indem sie liber die Halfte der Mandibeln hinausragt.
O. John: Termiten.
389
Kopflangc init Oberkiefern 3.23, ohne Oberkicfcr 2.15, Kopfbreite 1,66
mm.
Diese Maasse stimmcn fast ganz mit denen von 0. malaccensis Holmgr.
uberein, doch sind die Stellung des Zahnes des linken Oberkiefers im crsten
Drittel sowie die lange Oberlippe so gute Merkmale, dass meine Exemplare
nicht zu jener Art gerechnet werden konnen. Ob sie wirklich zu deni nur als
Imago bekannten 0. d}ivcs IIag. gchoren, wage ich nicht endgiiltig zu behaup-
ien, mochte sie jcdoch nicht als neue Art beschreiben, da die Unterschiede zu
f. celebensis zu gering sind.
8. Qdontotermcs (Odontotermes) java?iicus IIolmgr.
Soldaten und Arbeitcr.
Fundort. Malayische Ilalbinsel: Selangor, Batu Caves, 25. i. 1913.
Aus morschem IIolz. Bisherige Fundorte: Java (Holmgren 1913), Java
uml Ost-Sumatra (Buttel-Reepen).
9. Odontotermes (Odontotermes) biUitoni Holmgr.
Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Malayische Halbinsel : Selangor, Kuala Lumpur, 17. i. 1913.
Java, Depok, 22. xii. 1912 (W. Karawajev!).
Aus morschem Holz. Bisherige Fundorte: Billiton (Holmgren 1913) und
Java (Buttel-Reepen).
10. Odontotermes (Odontotermes) oblongatus IIolmgr.
Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Malayische Ilalbinsel: Selangor, Kuala Lumpur, 16. und 21. i.
1913. Bisherige Fundortangabe ? Hinterindien (IIaviland) ” (Holmgren
1913).
Aus einem Hiigel zusammen mit 0. sarawakensis und aus morschem Holz,
ebenfalls in Gesellschaft dieser Art. Pilzgarten von dunkler Farbc.
11. Odontotermes (Odontotermes)? assmuthi IIolmgr.
Wenige Soldaten.
Fundort. Singapore? Bukit Timah, 19. v. 1913.
Aus morschem Baumstamm.
Ich bin im Zweifel, ob meine Exemplare wirklich zu dieser Art gehoren,
da das Vorkommen einer vorderindischen Termite auf Singapore sclnver zu
erwarten ist, der Originalbeschreibung aber entsprcchcn sie sehr gut.
12. Odontotermes (Odontotcnnes) karawajevi n. sp.
S o 1 d a t. Kopf braunlich gelb, Mandibeln schwarz, iibrige Korperteile
gelb.
Behaarung des Kopfes sparlich, die des Korpers ziemlich dicht,
Kopf subrektangular, nach vorn ganz unbedeutend verschmalert, um
0.28 liinger als breit, stark gewolbt. Fontanelle undeutlich, mit Fontanell-
390
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
platte. Clvpeobasale kurz und schmal. Obcrlippe verhaltnismassig lang, ge-
rade den Mittelzahn des Oberkiefcrs iiberdeckend, zum Ende in eine stumpfe
Spitze auslaufend. Obcrkiefer schlank, sehr wenig gcbogen ; linker mit einem
kleinen rechtwinkligcn Zahn ini ersten Drittel, rechter mit einem Zahnrudi-
mcnt in derselben Ilohe. Antennen 16-gliedrig; 3. GTlied etwas kiirzer als davS
2., 4. fast so lang wie 3., 5. etwas kiirzer als 4. (Gliedcr 2:3:4:5 = 11:8:7:6).
Vorderrand des P r on o turns nicht eingeschnitten.
Korperlange 5.0, Kopf liinge mit Mandibeln 2.67, ohnc Mandibeln 1.83,
Ivopfbrcite 1.43, Breite des Pronotums 0.9 mm.
Arbciter. Farbung wie bei dem Soldaten, Bohaarung des Kopfes
dichter.
Kopf oval. Fontanelle sehr deutlich, tief versenkt, hinter der Mitte des
Kopfes. Augenflecke vorhanden. Clypcobasalc etwas kiirzer als seine halbe
Breite, etwas aufgetrieben. Antennen 17-gliedrig; 3. Glied bedeutend kiirzer
als 2. und kiirzer als 4., 5. ein wenig langer als 3., kiirzer als 4.
Pronotum vorn eingeschnitten, Hint errand schwach ausgcbuchtet.
Korperlange 3.5, Kopfbreite 1.23, Pronotum 0.63 mm.
Fundort. Java, Depok, 22. xii. 1912 (W. Karawajev!).
In faulem IIolz.
Am niichsten diirfte diese Art zu O. dives Hag. stehen, unterscheidet sich
jedoch von den von mir als dives aufgefassten Soldaten durch geringere Grosse,
einen mehr rechteckigen Kopf, schlankere Mandibeln, kiirzere Obcrlippe und
16-gliedrige Fiihler.
13. Odontotermes (Hypotermes) obscuriccps Wasm.
Imagines, Ivonigspaare, Soldaten, Arbciter und Jugendstande.
Fundorte. Ceylon: Peradenyia, Kandy, Kurunegala, November — Dczcm-
ber 1912.
Gen. Microtermes Wasm.
1. Microtermes globicola Wasm.
Soldaten und Arbciter.
Fundort. Ceylon. Von Herrn E. E. Green erhalten.
2. Microtermes pallidus Hav.
Imagines, Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Malayischc Halbinsel: Johore, SeRamat, 10. und 11. i.; Selangor,
Kuala Lumpur, 15., 21. und 25. i., Batu Caves, 26. i. 1913. Fruhere Fundorte:
Malayischc Halbinsel (IIaviland, Buttel-Reepen), Java (Desneux, Buttee-
Reepen), Sumatra (Buttel-Reepen).
In Nestcrn von M. carbonarius, M. gilvus, in einem Hiigel, der von M.
gilvus, O. roftustus, sarawakensis und oblongatus bewohnt war, und in
morschem IIolz.
0. John : Termiten.
391
Genus Eutermes Fr. Mull.
Sub genus Subulitermes Homgr.
Ueber diese Untergattung ist nur sehr wenig bekannt, so ist die Iinagi-
nalphase keiner der hierhor gchorenden Arten beschrieben. Ebcnsowenig
wissen wir iiber die Lebensweise der SiibuUtermes- Arten.
1. Eutermes (Subulitermes) inaniformis Holmgr.
Imago. Kopf dunkelbraun (badius). Clypeobasale etwas heller,
Mundteile hellbraun, Thorakalnota, Fliigel und Abdominaltergite dunkel¬
braun, Ocellen, Fuhler, Beine und Unterseite hellbraun.
Kopf, Korper und Fliigel dicht behaart. Kopf fast rund, nach vorn
etwas verlangert, der Seheitel abgeplattet. Augen gross, stark hervortretend.
Ocellen mittelgross, um weniger als ihren Durchmesser von den Augen
entfernt. Fontanelle als hellbraunc ovale Vertiefung deutlieh erkennbar,
Transversalband nicht erkennbar. Clypeobasale wenig aufgetrieben, fast flach,
kiirzer als seine halbe Breite. Antennen 14-gliedrig, kurz, Lange der Fiihler-
glieder 2 — 4 wie 5:7:4; drittes Glied basal etwas verjiingt, viertes kugelig.
Pronotum flach, viel langer als seine halbe Breite, so breit wie der Kopf
ohne die Augen und so lang wie der Kopf von den Ocellen bis zum
Seheitel; Vorderrand nur wenig aufgerichtet, eine wulstartige Erhebung
bildend, ganzrandig; Hinterrand recht stark ausgerandet. Meso- und Meta-
nota mil breitem, nach hinten schmaler werdenden Hinterteil, dieser grosser
als der Vorderteil, die seitlichen Einschnitte tief, auf dem Mesonotuin breiter,
aber nicht tiefer als auf dem Metanotum; Hinterrand beider Nota schmal
abor tief ausgeschnitten. Fliigel lang, den Hinterleib weit iiberragend;
Mediana dem Cubitus genahert, im letzten Viertel in 3 Aeste auslaufend,
die Rippen gegen den Radius bin kaum angedeutet; Cubitus mit 6 unver-
zweigten Aesten der Basal- und 2 gegabelten Aesten der Distalgruppe.
Gesammtlange mit Flugeln d* — 11,6 mm,§ — 11,5; ohne Fliigel d* — 6,0
$ 6,5 mm ; Kiinigin — 13 mm.
Zwei Koniginnen aus verschiedenen Nestern, ein Konig, Imagines, Sol-
daten, Arbeiter, Nymphen verschiedener Phasen und Larven.
Fundorte. Sumatra : Siak, 6. ii., Kota Baroe, 2., 5. u. 6. iv. ; Singa-
pur: Bukit Timah, 18. v. 1913. Bisher bekannte Fundorte: Hinterindien,
ohne nahere Bezeichnung (Holmgren 1913).
In einem Falle (Kota Baroe) fand ich diese Art in einem Nest von
Capritenr.es medius, das an einen jungen Baum angelehnt war. Die Subuli-
feracs-Kolonie wurde erst im eingetragenen Nestmaterial aufgefunden, wobei
das Konigspaar erbeutet wurde. Ein anderes, schwarzes Erdkarton-Nest,
das vielleicht ebenfalls von einer Capritermes- oder einer Mirotermes-Art
erbaut, aber von dieser verlassen worden war, enthielt nur die inaniformis -
Kolonie.
892
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4
2. Eutermes (Subulitermes) aciculatus Hav.
I m a g o. Kopf, Pronotum und Abdominaltcrgite hellbrann, Meso- und
Metanotum braunlich gelb, Antennen hellbrann, heller als dcr Kopf, Clypeoba-
salc, Mundteile, Unterseite des Kopfes und Thorax, Beine braunlich gelb,
Flligel hellbraun, Fontanelle gelb.
Behaarung des Kopfes und Korpers kurz, ziemlich dieht, Flligel unbe-
haart. Kopf fast quadratisch (ohne Augen), obcn abgeflaeht. Augen gross,
stark vorgequollen, Ocellen gross, den Augen ganz nahe gcriickt. Fontanelle
sehr deutlich, lang, spaltformig; Transversalband nicht erkennbar. Clypeoba-
salc etwa so lang wie seine halbe Breite, flach. Fiihler 14-gliedrig, drittes
Glicd ausserordentlich kurz, etwa dreimal kiirzcr als das zweite und halb so
lang wie das vierte.
Pronotum flach, langer als seine halbe Breite, so lang wie der Kopf ohne
die Augen; sein Vorderrand gcradc, nur wenig aufgebogen, mit kaum merk-
lichem Ausschnitt; die Seiten nach hinten abgeschragt ; Hintcrrand olrne Ein-
schnitt. Flligel lang, den Hinterleib weit liberragend. Mediana deni Cubitus
stark genahert, unverzweigt; Cubitus mit 4, meist unverzweigten Aesten der
Basalgruppe und 5 — 7 Endzweigen der Distalgruppe.
Gesammtlange mit Flugeln : d* — 8,0, 9 — 8.5 ; ohne Flligel, <f — 4,0,
9 — 4,5 mm.
Imagines, Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Sumatra : Kota Baroe, in den Bergen, 2. iv. ; Singapur :
Bukit Timah, 18. v. 1913. Bisher nur von Borneo bekannt (IIavilaxd).
Schwarzbraunes Erdkartonnest von unregelmassiger Form unter einer
Baumwurzel, oder an faule Wurzeln angebaute, unauffallige kleine Nester
aus demselben Material (Bukit Timah). Im unteren Teil eines Mirotermes
brevicornis- Nestes, der aus lockererem Material als das iibrige Nest bestand.
Es will den Anschein haben, dass die Subulitermes- Arten sich in fremden,
sowohl in noch, bewohnten, als auch von den Erbauern vcrlassenen Nestern
ansiedeln. Als Diebstermiten dlirften sie wohl kaum angesehen werden, da
sie auch als alleinige Insassen angetroffen werden.
Subgenus Eutermes Mull. s. str.
3. j Eutermes longinasus Holmgr.
Grosse und kleine Soldaten und Arbeiter.
Fundorte: Malayische Halbinsel: Selangor, Kuala Lumpur, 23. u.
24. i., Kajang, 19. i.; Singapur, Bukit Timah, 18. v. 1913. Bisher bekannt
aus: Borneo, Sarawak (Haviland) und Selangor (v. Buttel-Rkepen).
In morschem, von Giingen durchzogcnen IIolz, aber nicht in den ganz
faulen Teilen dcsselben, zuweilen auch in noch festem IIolz, ferncr in von
ilmen angelegten* Galerien auf Baumstiimpfen. Einmal fand ich dicse Art
in cinem Nest von Odontotcrmcs sarawakensis.
0. John: Termiten.
393
4. Eutermes duplex Holmgr.
Grossc Soldatcn und Arbeiter.
Fun dor t : Sumatra, Siak, Sungei Pinang, 21. iv. 1913 in morschem
Holz. Beschrieben aus Zentral-Suinatra (v. Buttel-Reepen).
5. Eutermes oculatus Holmgr. (= lonyicornis Holmgr.).
Imagines. Soldaten und Arbeiter.
Pundort. Ceylon, Peradenyia, 29. xi. aus einem Nest von Odonlo-
termes obscuriceps und 16. xi. 1913 am Licht.
6. Eutermes johoricus n. sp.
Sold at. Kopf rotbraun mit dunkler Nase, Antennen, Thorakalnota
und Abdominaltergite ebenfalls rotbraun, Vorderlappen des Pronotums
dunkler, Beine und Unterseite des Korpers leicht braunlich gelb. Kopf
mikroskopisch behaart, mit einigen Borsten an der Nascmvurzel und auf
dem Scheitel.
Kopf fast kreisrund, Nase kurz, kegelformig, Stirnprofil an der Nasen-
wurzel leicht konkav. Antennen 13-gliedrig; drittes Glied langcr als das
zweite, das vierte etwas kiirzer als das zweite (4:6:3).
Pronotum mit stark aufgerichtetem Vorderlappen, dieser mehr als halb
so lang wie der Iiinterlappen ; Vorderrand deutlich, Ilinterrand nicht aus-
geschnitten.
Korperlange etwa . 3,0 mm.
Kopflange mit Nase . 1,375 „
„ ohne „ . 0,9
Kopfbreite . 0,8 „
Soldaten und Arbeiter.
Pundort. Malayische Halbinsel; Johore, Segamat, 11. v. 1913 aus
einer Galerie an einem Baumstamm.
7. Eutermes pusillus Holmgr.
Soldaten und Arbeiter.
Fund or te. Sumatra: Siak, 6., 9., u. 10. ii. ; Pajacombo, Harau, 15. iii.
1913. Aus morschem Baumstamm und auf der Erde liegenden Brettern.
Friiherer Fundort: Java, Buitenzorg (v. Buttel-Reepen).
f. perpusillus nov.
Kleiner als pusillus, Kopflange nur 1,23 mm. Ilintertcil des Kopfes
relativ schmaler als bei diesem, die Beborstung der Abdominaltergite schwacher
und kiirzer und nur auf den zvvei letzten Tergiten vorhanden. Antennen
13-gliedrig. Pronotum vorn nicht eingeschnitten.
Fundor t. Bukit Timah, 18. v. 1913 aus morsohem Baumstumpf.
8. Eutermes constrict oides IIolmgr.
Soldaten und Arbeiter.
394
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Fundort. West-Sumatra : Pajacombo, 15. iii. 1913. Friihere Fund-
orte: Ost-Sumatra, Java (Buttel-Reepen).
Aus morschem IIolz.
9. Eutermes flavicans IIolmgr.
Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Sumatra: Pajacombo, Harau, 17. iii. 1913. Bisher bekannt
aus Borneo (Haviland), Malayische Ilalbinsel (Buttel-Reepen).
Aus morschem Baumstumpf, zusammen mit Capritcrmes medius und
Schedorliinotermes longirostris.
10. Eutermes subulatus IIolmgr.
Soldaten, Arbeiter, Nymphen und Larven.
Fundort. West-Sumatra: Fort de Kock, 9. iii. 1913. Beschrieben aus
Zentral-Sumatra (Buttel-Reepen) .
Das Nest befand sich in einer Hohlung im Wurzelteil cines Baumes
und war z. T. in das IIolz, wo dieses morsch war, cingebaut. Das Bauma-
terial bestand hauptsachlich aus loekerer Holzmasse, stellenweise aber aus
festem Karton. Von dem Nest fuhrten verzweigte, stellenweise stark vcr-
breiterte Galerien den Stamm des Baumes hinauf. Eine Anzahl Termiten,
wahrscheinlich aus demselben Nest stammend, wurde in der Nahe in einem
gefallenen morschen Baumstamm gefunden.
11. Eutermes kraepelini Holmgr.
Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Ost-Sumatra: Kota Baroe, 4. iv. 1913. Bisher bekannt aus
Singapore (Holmgren 1913) und Ost-Sumatra (Buttel-Reepen).
12. Eutennes javanicus IIolmgr.
Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Ost-Sumatra: Poeloe Gadang, 27. ii. ; Siak, Sungci Pinang,
18. iv. 1913. Java: Bantam-Kuste, 7. i. 1913 und Depok, 21. xii. 1912 (W.
Karawajev!). Bisherige Fundorte: Java (Holmgren, 1913) und Ost-Suma¬
tra ( Buttel-R eepen ) .
Herr Karawajev fand ein Nest auf einem Baumzweige nicht hoch iiber
dem Erdboden. Das Nest war rund und etwa 35 cm gross. Ich selbst
babe diese Art nur aus Baumgalerien.
13. Eutermes ceylonicus IIolmgr.
Imagines, Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Ceylon : Kandy, Peradenyia, Kurunegala und Hantana,
November — Dezember 1912.
Ein Nest fand ich am 23. xi. in einem vcrwitterten Baumstumpf im
abgeholzten Walde zwischcn den Thee-Plantagen auf dem Hantana, wobei
alle Kasten erbeujct wurden. Sonst war diese Art haufig in Baumgalerien
zu finden.
O. John: Termite'll.
396
14. Eutermes buitenzorgi Holmgr.
Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Java: Depok, 22. xii. 1912 (W. Karawajev!). Friihere
Fundorte: Java, Buitenzorg und Ost-Sumatra (Buttel-Reepen)-
Aus einem Nest in einem verwitterten Baumstumpf und unter morschen
Holz, z. T. im Erdboden.
15. Eutermes sarawakensis Hav. (Taf. XX, Abb. 14, 16).
Imagines, Koniginnen, Konige, Soldaten, Arbeiter und Jugendstande.
Fundorte. Ost-Sumatra: Siak und Umgebung, Petapahan; Kota Baroe;
West-Sum at ra : Pajacombo, Sari Lamak, Februar — April 1913. Bisherige
Fundorte: Borneo, Sarawak (Haviland) ; Malayisehe Halbinsel: Taiping
(Buttel-Reepen) .
In Ost-Sumatra ist E. sarawakensis die haufigste Eutermes- Art und
ihre Nestor sind in den Waldern uberall anzutreffen. Diese Nester babe
ieh stets um den Stamm eines jungen Baumes herumgebaut gefunden, in
einer Ilohc von y2 bis 2 m iiber der Erde. Je nach dem Alter der Kolonie
und selbstverstandlich der Anzahl der Einwohnersehaft ist ihre Grosse
schwankend. Die von mir beobachteten Extreme batten einen Durchmesser
von 6, resp. 50 cm . Mit der Grosse andert sieh aueh die Form der Nester,
indem die kleineren spharisch, die grosseren aber elliptiscb sind, wobei bei
Nestern der letzteren Form stets der vertikale Durchmesser der grossere ist
(Taf. XX, Abb. 14, 1G). Im Durchschnitt lassen sich drei strukturell ver-
scliiedene Scbicbten deutlich erkennen, die konzentrisch angelegt sind. Es
sind dieses die aus braunliehem, bald hellerem oder dunklerem, aus papier-
diinnem, sehr briicbigem Holzkarton bestehende Deckscbicbt, der zuweilen
stellenweise troekene, wobl zufiillig aufliegende, oder aufgefallene Blatter
aufgeklebt sind. Diese Schicht liegt dem eigentliehen Nest nur sehr lose
auf und fiillt sehr leicht ab. Die unter dieser gelegene Oberflache des
eigentliehen Nestes ist schwarz- oder dunkelbraun und ganz von Gangen
durchsetzt, an deren Miindungen sich Erhabenheiten in Stachel- oder Leisten-
form befinden, so dass das von der Deckschicht entblosste Nest ein stache-
liges Aussehen bat. Dank dieser Erhabenheiten, denen die Deckschicht
aufliegt, bildet sich zwischen dieser und dem eigentliehen Nest ein Spiel-
raum, der vielleicht cine Isolationsschicht zur Regulierung der Temperatur
und des Feuchtigkeitsgehaltcs der Nestes bildet und auch als Versammlungs-
ort der zum Schwarmen bereiten gefliigelten Imagines dient. Die zweite,
oder eigentliche Aussenschicht des Nestes ist schwarz- oder dunkelbraun und
besteht aus festem, von unzahligen Gangen durchzogcnem Material. Die
Zentralschicht ist gebildet von einer mehr oder weniger grossen Zahl (in
Abhangigkeit von der Grosse des Nestes) horizontaler Wiinde aus hell-
braunem, ziemlich briiehigen Material. Diese in gleichom Abstand iiber cinandcr
gelegenen Stockwerke sind durch Schlupflocher und eine Anzahl vertikaler
ICorridore mit einander verbunden (auf Taf. XX, Abb. 14 sind diese Korridore
396
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
deutlich crkcnnbar). Ausser dicsen drei konzentrischen Schichtcn cnthalt
das Nest noch die Konigskammer in dem sie umgcbcnden Nestkern. Letzterer
besteht aus einer dicken Lage von festem und zahein Material, das sich
mit dem Messer etwa wie weichere Holzarten sclinciden lasst. Dieser
Nestkern befindet sicli nicht im Zentrum des Nestes, sondern an der am
wenigstens gefiihrdeten Stelle, namlich an dem Baumstamme, an den es fest
angebaut ist. Ueberhaupt sind die Nester nicht symmetrisch um den sie tra-
genden Baumstamm lierumgebaut, so dass letzterer nicht durch die Achsc
des Nestes geht, sondern ausserhalb derselben. Besonders ist dieses bei
grosseren Nestern der Fall (siehe Abbildung), wo der Baumstamm stark zur
Peripherie geruckt ist. Der Ein- und Ausgang der Termiten geschieht durch
einc den Baumstamm hinabfiihrende Galerie.
1G. Eutermes singaporensis Hav. (Taf. XXI, Abb. 18).
lvoniginnen, Konige, Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Singapore, Bukit Timah 18. und 19. v. 1913. Bisherige Fund-
orte: Singapore (IIaviland), Borneo, Billiton (Holmgren 1913) und Ost-Su-
matra (Buttel-Reepen).
Eine Reihe von Nestern dieser Art wurde eingcsammclt. In ihrem Bau-
plan und Struktur warcn sie mit den Nestern von E. sarawakensis vollkommen
identisch.
17. Eutermes germanus Hav. (Taf. XXII, Abb. 26).
Konigspaar, Soldaten, Arbeiter, Jugendstande.
Fundort. Singapore, Bukit Timah, 19. v. 1913. Bisher nur einmal von
IIaviland in derselben Lokalitat gefunden.
Aus einem grossen Nest von unregel massig spharisclier Form, das zwischen
zwei horizontale Baumwurzeln nicht hoch liber dem Boden eingebaut war.
Die iiberaus nalie Verwandtschaft der drei letztgenannten Arten hat
IIaviland und spater auch Holmgren zu der Vcrmutung veranlasst, dass sie
nur Formen einer und derselben Art seicn. Was sarawakensis und germanus
anbetrifft, so schcint mir der Kopf des Nasutus des letzteren relativ breiter
und sein Iiinterrand weniger gewolbt zu sein als bei sarawakensis , auch ist
der Uebergang zur Nase sanfter. Fcrner schcint die Bauart der Nester ver-
schieden zu sein. Ueber das von ihm gefundene Nest sagt IIaviland, es sei
grosser als die Nester von singaporensis gewesen, hattc eine spharische Form
gehabt und ware auf einer Hohe von 10 Fuss iiber dem Erdboden gebaut gc-
wesen. Das einzige von mir geschene Nest war von unregelmassig spharischer
Form und zwischen zwei horizonlalen Wurzeln eingebaut. Sowohl in Form,
wie in Lage und Befestigungsart war dieses Nest von alien beobachteten
sarawakensis- und sigaporensis- Nestern stark abweichend. Es schcint somit
eine biologische Differenzierung zwischen den beiden letztgenannten Arten und
germanus statt gefunden zu haben. Ziehen wir noch in Betracht, dass germa¬
nus nur von dein Bukit Timah auf der Insel Singapore konstatiert ist, wo
0. John: Termiten.
397
singaporensis schr haufig, sarawakensis aber nie gefunden worden ist, dass
ferner die 13-gliedrigen Antennen ersterc Art von singaporensis , die Kopfbil-
dung aber von sarawakensis unterscheiden, so miissen wir annehmen, dass gcr-
manus von jenen beiden spezifisch verschieden ist.
Was die Verwandtschaftsvcrhiiltnisse zwichen singaporensis und sarawa¬
kensis anlangt, so lasst sich folgendes sagen. Ein Vergleich der Nasuti aus
8 Nestern von singaporensis mit denen aus 14 Nestern von sarawakensis zeigte,
dass der von Haviland erwiilmte Unterschied in der Antennenbildung ein
sehr konstantes Merkmal ist. Wir sehen namlich, dass die Antennen des
Nasutus von sarawakensis 13-gliedrig sind, wobei das 3. Glied bedeutend lan-
ger ist als 2. und 4. Bei singaporensis dagegen sind sie 12-gliedrig und das 3.
Glied liinger als 2., aber kiirzer als 4. Nun erwahnt IIaviland, dass bei der
lotzteren Art auch 13-gliedrige Fiihler, allerdings selten, vorkommen sollen.
Andererscits habc ich unter deni von mir untersuchten Material von sarawa¬
kensis 4 Falle konstatieren konnen, wo Nasuti 12-gliedrige Fiihler batten,
und zwar waren in zwei Fallen beide Antennen 12-gliedrig, in den zwei
iibrigen wics nur eine der Antennen 12, die andere aber 13 Gieder auf. In
alien diesen Fallen liess sich deutlich erkennen, dass die Verminderung der
Gliederzahl dureh eine Versehmelzung des 4. und 5. Gliedes zustande kommt,
da das auf diese Weise entstandene „4.” Glied eine Einschniirung aufwies.
Selbstverstandlich war dieses Doppelglied dann auch betrachtlich liinger als
das 3., d.h. es waren dieselben Verhaltnisse eingetreten wie bei singaporensis.
Wir sehen also, dass liier cine Tcndenz zur Versehmelzung des 4. und 5.
Gliedes zuin Ausdruck gebracht ist, die bei singaporensis bereits zur Regel und
zum konstanten Merkmal geworden ist. Sie tritt also bei sarawakensis nur aus-
nahmsweise, sozusagen als eine Praecession auf, wogegen andererseits bei
singaporensis Ruckschliige vorkommen, wo die Versehmelzung nicht vollstiin-
dig zustande gekommen ist, so dass man in solchen Fallen gewissermassen von
einem Atavismus spreehen konnte. Hieraus folgt, dass singaporensis als eine
jiingere, progressive Form angesprochen werden muss, die, wenn auch nur we-
nig, aber doch konstant von der altcren — sarawakensis — unterschieden ist.
Wiiren nun diese beiden Formen territorial getrennt, so diirfte man keinen
Anstand nehmen, sie als gcographische Ilassen zu betrachten; da aber, nach
den Literaturangaben, eine geographische Absonderung nicht vorliegt ( sarawa¬
kensis auf Borneo, Sumatra und der Malayischen Halbinscl, singaporensis auf
Singapore, Borneo und Sumatra) konnen wir nicht umhin, sie fur selbststan-
dige Arten zu halten.
18. Eutermes lacustris Bugn.
Imagines, Konigspaar, Soldaten, Arbeiter und Jugendstande.
Fundort. Ceylon: Hantana, 2. xii. 1912, im Walde auf dem Gipfel des
Berges, 3000' hoeh.
Ueber diesen Fund habe ich in einer friiheren Arbeit (l.c.) mitgeteilt.
Die bis dahin unbekannte Imago wurdc von Prof. E. Bugnion (Spolia Zeyla-
398
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
nica, 1914) beschrieben und das Nest abgebildet. Reproduktionen meiner
Aufnahme des Nestes finden sich auch bei E. Hegh, Les Termites, I, 1922 und
E. Bugnion, La guerre des fourmis et des termites, 1923.
19. Eutermes matangensis Hav. (Taf. XIX, Abb. 12; Taf. XX, Abb. 13).
Konigin, Soldaten, Arbeiter, Jugendstande.
Fundorte. West-Sumatra : Barisan Gebirge, Udjung Ayer-Pass 1. iii., Pa-
jacombo, 19. iii., Harau, 16. und 17. iii. 1913.
Bisher bekanntc Fundorte: Borneo (IIaviland), Krakatau (Jacobson),
Zentral-Sumatra, Java, Malayisehe Halbinsel (Buttel-Reepen), Saigon
(Bathellier, nach Bugnion 1923).
Die Nester dieser Art erreichen eine betnichtliche Grosso. Die von mir
gemessenen hatten bis 63 cm Lange und 49 cm Breite. Sie sind von ovaler
Form und an Stamme grosserer Biiume angebaut. Die Deckschicht ist braun,
obenso wie die inneren Schichten. Im Zentrum befindet sicli ein faustgrosser
schwarzer Kernteil, in dem sich die Zellen fiir die Eier und jungen Larven
befinden. Die Konigszelle befindet zicli zwischen diesen und dem Baumstam-
me. Die Nester liabcn mituntcr eine breite rohrentormige Vertiefung, die reeht
tief in das Nest eindringt. In einem Nest fand ich eine Kolonie einer kleinen
Ameisenart und im zentralen Teil ein Nest einer Melipona- Art eingebaut. Von
einem der beobaehteten Nester fvihrten die Galerien nicht nur bis zur Erde,
sondern auch auf dieser weiter, wobei sie hier rohrenformig, d.h. rundum
zementiert waren, was ich bei andcren Eutermes- Arten nie beobachtet babe.
In Suliki, bei Pajacombo, fand ich in einem Eingeborencn-Hause ein grasses
Nest von matangensis, das in den Dachstuhl eingebaut war. Ein Nebennest
befand sich an der Aussenseite der Giebelwand (Taf. XX, Abb. 13), Galerien
fuhrten zur Erde liinab. Einige Pfeiler des Hauses waren ganz ausgefressen.
20. Eutermes matangensiformis Holmgr.
Imaginas, Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Malayisehe Halbinsel: Johore, Segamat, 11. i. und 11. v. 1913.
Java, 1912, (W. Karawajev!). Friihere Fundorte: Borneo (IIaviland,
Holmgren 1913) und Nicobaren (Holmgren 1913).
Aus Baumgalerien.
21. Eutermes timorensis Holmgr.
Soldaten, Arbeiter, Jugendstande.
Fundort. West-Sumatra: Padang, 7. iii. 1913. Beschrieben aus Timor
(Holmgren 1913).
Aus einem Nebennest (?) in einem abgestorbenen Aste eines Baumes im
Hotelgarten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es sich urn eine eingeschleppte
Kolonie handelt, da diese Art sonst auf Sumatra wohl nicht zu erwarten ware.
Darauf deutet auch das Antreffen in der Stadt selbst hin, wo eine Einschlep-
pung durcli Schiffe sehr leicht zugegeben werden kann.
O. John: Termiten.
399
22. Eutermes havilandi Desn.
Soldaten, Arbeiter und Jugendstiinde.
Fundorte. Malayische Halbinsel: Selangor, Batu Caves, 26. i., Singa¬
pore, Botanischer Garten, 5. i. ; Ost-Sumatra : Siak, Sungei Pinang, 10. ii. und
18. iv., Mangkinang, 24. ii. ; West-Suinatra : Doekoe, bei Padang, 5. iii. 1913.
Fruhere Fundorte: Borneo (Haviland), Mai. Halbinsel (Buttel-Reepen).
Grosstenteils aus Baumgalerien. Nur zwei Nester wurden gefunden, von
dencn sicli eines auf dem Erdboden an einem Baums tamme befand, das
andere in einem Baumstumpfe an der Erdoberflache. Viele Gange flihrten in
das Holz hinein und vvaren stellenweise mit schwarzem Karton ausgekleidet.
Obwohl junge Larven und sogar Eier gefunden wurden, gelang es nicht, da.s
Konigspaar ausfindig zu machen. v. Buttel-Reepens Angaben iiber die Nester
dieser Art fallen mit den meinigen so zicmlich zusammen.
23. Eutermes aruensis n. sp.
S o 1 d a t. Kopf dunkelbraun, Korper, Antennen und Beine gelbbraun,
Vorderrand des Pronotums dunkelbraun.
Kopf sehr sparlich mikroskopiscb behaart mit einigen Borsten an der
Nasenwurzel und am Ilinterkopf. Korper mikroskopisch behaart, mit einer
Borstenreihe auf den Abdominaltergiten.
Kopf breit oval, breiter als lang. Nase sehmal, kegelformig, etwa halb
so lang wie dcr librige Kopf. Antennen verhaltnismassig lang und schlank,
13-gliedrig; die Glieder 2, 3 und 4 verhalten sich in ihrer Lange zu cinander
wie 5:7:4. Oberkiefer mit Spitzcnteil.
Pronotum sehmal, Vorderrand senkrecht aufgerichtet, leicht eingeschnitten.
Kopflange mit Nase 1.66, ohne Nase 0.9, Kopfbreite 1,0 mm.
Soldat und Arbeiter.
Fundort. Aru Inseln, Wammar, ohne nahcre Angaben (W. Karawajev!).
Aus faulem Baumstumpf.
Diese Art steht havilandi sehr nahe, unterscheidet sioh jedoch durch den
breiteren Hinterkopf, schmalere Nase, liingere und schlankere Fiihler, kurzere
Borsten auf den Abdominaltergiten und den mehr ausgesprochenen Querwulst
an dcr Nasenwurzel.
24. Eutermes princeps Desn.
Einige Soldaten.
Fundort. Aru Inseln, Wammar, 1913 (W. Karawajev!). Friiherer Fund¬
ort: Neu Guinea (Desneux, Holmgren).
„Riesiges Nest an einem Baumstamm,\
Subgenus Ceylonitermes Holmgk.
25. Eutennes escherichi IIolmgr.
Imagines, Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Ceylon: Peradenyia, 18. xii. 1912.
400
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Subgenus Trinervitermes IIolmgr.
2G. Eutermes rubidus Hag.
Imagines, Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Ceylon : Peradenyia, 4. xii. 1912.
A us kleinen Erdhaufchen auf dem Wege. Biologische Notizen siebe
mcinen Aufsatz in „Spolia Zeylanica”.
27. Eutermes biformis Wasm.
Imagines.
Fundort. Ceylon: Peradenyia, 15. xi. 1912. Am Licht.
Subgenus Lacessititcrmcs Holmgr.
28. Eutermes laborator IIav. (Taf. XVI, Abb. 6, Taf. XXI, Abb. 19, 21).
Imagines, Konigspaare, Soldaten, Arbeiter und Jugendstandc.
Fundorte. Ost-Sumatra: Tandjong Paoh, 27. ii. und 8. iv., Kota Baroe,
2. iv., Siak, Sungci Pinang, 18. und 24. iv. ; West-Sumatra : Ilarau bei Paja-
eombo, 17. iii. 1913. Friihere Fundorte: Malayische llalbinsel (IIaviland),
Ost-Sumatra ( Buttel-Reepen ) .
Die Nester dieser Art werden an Zweigen von Busch en angclegt, ich
babe sie aber auch an von Baumen hcrabhangenden Schlingpflanzen und
Wurzeln von Epiphyten gefunden. Kleinerc Nester sind von spharischer,
grossere von ovaler Form. Wie alle Euternies-Nester sind sie konzcntrisch
angelegt, was aber die Lacessititermes-Nester auszeichnet, ist erstens das
uberaus brucbige Baumaterial und zweitens die eigenartige Skulptur der
Deckschicht. Das Material ist so locker, dass es bei etwas unvorsiohtiger Be-
riibrung zerbrockelt und sich zwischen den Fingern leicht zerreiben lasst.
Die Deckschicht ist kaffeebraun und tragt auf der ganzen Oberflache Hocker
von mehr oder weniger unregelmassiger koniscber Form (siebe Taf. XXI,
Abb. 21). Hohe und Durchmesser dieser Hocker sind variabel, ersterc bis etwa
1 Zoll erreicbcnd. Auf oder an der Spitze ist jeder Hocker mit einer Oeff-
nung versehen, die von unregelmassiger Form ist, so dass es den Anschein
hat, alsob sic eingestossen ware. Was diese Oeffnungen fiir eincn Zweck
haben, weiss ich nicht zu sagen, jedenfails aber dienen sie nicht zum Ein-
und Ausgang der Nestinsiissen, zu welch letzterem Zweck eine bcsondere Oeff-
nung im oberen Teil des Nest es, am Zweige oder dergl., woran das Nest be-
festigt ist, sich befindet. Die unter der Deckschicht befindliche periphere
Lage ist von Gangen durchzogen, die Mittellage in von diinnen Wiinden urn-
schlossene Kammern geteilt. Der Kern des Nestes ist wieder von Gangen
durchsetzt und enthalt, ausser der Konigszelle, Eierraume und Larvenstuben.
Einige der Nester waren von eincm Gewirr von Epiphytenwurzeln durch-
wachsen.
Diese Art ist’sehr lebhaft und kriegerisch. Die sogenannten Zitterstosse
sind besonders heftig. Wenn die Deckschicht abgebrochcn wird, strbmt die
0. John: Tcrmiten.
401
Einwohnerschaft an die Oberflache und da alle Tiere aufgeregte Zitterstosse
vollfiihren, scheint das ganze Nest zu flimmern. Bei Beriihrung des Nestes
mit den Handen werden diese sofort von Soldaten und Arbeitern bedeckt,
die durch ihr Hin- und Herlaufen cine kitzelnde Empfindung hervorrufen.
Die Arbeiter konnen iibrigens recht empfindlich beissen. Das abgesonderte
Drusensekret der Soldaten hinterlasst auf der Ilaut einen klebrigen Ueberzug.
Nicht selten hatte ieh Gelegenheit E. laborator auf dem Marsch zu beob-
achten (Taf. XVI, Abb. 6). Der Weg ging iiber Zweige, Blatter und Kletter-
pflanzen voin Nest zu einein abgestorbenen Baum, der von ihnen bearbeitet
wurde. Die Kolonne war sehr schmal, oft gingen die Arbeiter im Gansemarsck
hintcreinander. An den Seiten waren Soldaten postiert, die die Kopfe nach
aussen gerichtet und aufgeworfen hatten, aber nicht so lioch, wie es die
Hospitalitermes- Soldaten tun, die sie fast senkrecht haltcn. Der „bearbei-
tete” Baum war durch und durch zerfressen, iiberall waren in ihm Gauge
und Aushohlungen zu sehen, in denen sich die Termiten ansammelten. Stellen-
weise waren Haufchen von „Sagespahnen ’ ’ angehauft, die von den Arbeitern
in das Nest transportiert wurden. Im Gegensatz zu den Hospitalitermes
sammeln die Lacessititermes nicht Flechten, die auf der Baumrinde wachsen,
sondern morsches Holz, das von Pilzmycel durchwachsen ist. In Kota Baroe
fand ick diese Art auf einem lebenden Baum, wo sie auf Stellen, die von der
Rinde entblosst waren, eine Kruste gebaut hatten. Unter dieser Kruste fand
ieh Bohrloeher, die in das Holz fiihrten und denen nach Entfernung der
Kruste eine grosse Anzahl Soldaten entstromte. In einzelnen, in den Ritzen
des Baumes angelegten Giingen wurden auch Arbeiter und sogar Larven
vorgefunden.
29. Eutermes sordidus IIav. (Taf. XXI, Abb. 17).
Imagines, Konigspaare, Soldaten, Arbeiter und Jugendstande. /
Fundorte. Ost-Sumatra: Kota Baroe, 6. iv.; West-Sumatra: Harau bei
Pajacombo, 17. iii. und Luboe Bangkong, ebenfalls bei Pajacombo, 18. iii.
1913. — Java: Depok, 21. xii. 1912 (\V. Karawajev!). Von Borneo von
Haviland beschrieben.
Die Lebensweise dieser Art und die Bauart ihrer Nester sind im allge-
meinen wie bei der vorhergehenden. Ein Nest fand ich auf einem Busch
(Taf. XXI, Abb. 17), ein anderes an den von einem Felsen herabhangenden
diinnen Wurzeln eines jungen Baumes. Die Bauart der Nester ist in soweit
von laborator verschieden, dass die Hocker der Oberflachenschicht nicht so
erhaben, eher wulstartig sind und ihnen die Locher fehlen. An Lebhaftigkeit
und Agressivitat steht sordidus seinem Verwandten nicht nach, was auch
durch Herrn Karawajevs Beobachtungen bestiitigt wird.
N.B. Ich finde keine wesentlichen Unterschiede zwischen sordidus IIav.
und atrior Holmgr. weshalb ich mein Material nur unter ersterem Namen
anfuhre, obgleich es eigentlich eine Mittelstellung zwischen beiden einnimmt.
Als Fundorte wurden dann noch hinzukommen : (?) Borneo, Bukit Timah
26
402
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
(Hose), Java (Nyman), Malayische Halbinsel (Buttel-Reepen). Borneo
fuhre ich mit einem Fragezeiehen an, da, wie mir scheint, hier ein Misver-
standnis vorliegt. Ein Ort Namens Bukit Timah ist mir auf Borneo nieht
bekannt. Sollte es sich nicht um Bukit Timah auf der Insel Singapore
handeln?
Subgen. Hospitalitermes Holmgr.
30. Eutermes rufus Hav.
Bei dieser Art lassen sieh zwei Soldaten-Formen unterscheiden, die zwar
nicht sehr grosse, aber doch konstante Grossenunterschiede aufweisen, wie aus
folgender Zusammenstellung ersichtlich ist.
Grosser Soldat. Kleiner Soldat.
Kopflange . 1.73 1.6 mm.
Ropfbreite . 1.06 0.95 „
In der Breite des Kopfes entsprechen somit die grossen Soldaten
IIavilands, die kleinen Holmgrens Massangabe. Die Lange ist von ersterem
Autor nicht gemessen worden, Holmgren giebt nur 1.44 mm an. Es ist an-
zunehmen, dass IIaviland nur grosse, Holmgren dagegen nur’ kleine Soldaten
untersucht haben.
Grosse und kleine Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Malayische Halbinsel: Johore, Segamat, 8. v. 1913. Friiherer
Fundort: Borneo (Haviland).
31. Eutermes bicolor Hav.
Imago (bisher unbekannt). Kopf braunschwarz, Mundteile braunrot,
Antennen, Fontanelle, Thorakalnota, Fliigel und Beine orangegelb, Pronotum
mit einem kurzen dunkelbraunen Schulterstrich jederseits; Meso- und Meta-
notum mit dunkelbraunem Vorderrande und Fliigel mit ebensolcher Farbung
am Costalrande im basalen Teil. Abdominaltergite dunkelbraun, Pleuralregion
weiss; Unterseite gelb, die Abdominalsternite in der Mitte breit gelb, lateral
braun.
Behaarung ausserst sparlieh.
Kopf breit oval, nach vorn verschmalert. Augen mittelgross, stark
vorgequollen. Ocellen mittelgross, von den Augen um weniger als ihren
Durchmcsser entfernt, ihr Innenrand stark aufgebogen. Fontanelle sehr
gross, oval, viel grosser als die Ocellen. Transversalband tief cingedriickt.
Clypeobasale verhaltnismassig lang, aber schmal, gewblbt. Antennen 15-
gliedrig; 3. Glied etwa iy2 mal liinger als 2., 4. ebenfalls liingcr als 2.
Pronotum trapezformig, mit gerundetem Vorder- und Hinterrand;
Vorderlappen kurz, nur wenig aufgerichtet, weder Vorder-, noch Hinter¬
rand ausgerandet, ersterer mit einem dunklen Fleck in der Mitte. Mesono-
tum mit ausgenmdetem Vorderrand und sowohl wie das Metanotum breit
eingeschnitten, beide nach hinten verschmalert, ihr Hinterrand ausgeschnit-
0. John: Termiten .
403
ten. Radius sector kriiftig, Mediana und Cubitus deutlich ini basalen Teil,
distal sehr schvvach werdend; Mediana unverzweigt, Cubitus mit 11 bis 14
Aesten, die verdickten Aeste der Basalgruppe, G bis 9 an der Zahl, bisweilen
gegabelt.
? Lange mit Fliigeln 16.5, ohne Flugel 10.5, Lange mit Fliigeln
15.5, ohne Flugel 9.5 mm.
Von den bisher bekannten Hospitalitermes- Imagines durch die charak-
teristische Farbung, die derjenigen der iibrigen Ivasten entspricht, leicht
zu unterscheiden.
Imagines, Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Ost-Sumatra: Tapung kiri, Pantai Kermen, 19. ii. und Peta-
pahan, 23. ii., Siak, Sungei Pinang, 16. iv. 1913. Friihere Fundorte: Singapore
(Haviland) und Java (Jacobson).
Das Nest in Pantai Kermen befand sieh in einer Gabelung eines Baumes
auf einer Holie von etwa 3 m. Auf der einen Seite hingen Kotstalaktiten
iiber, die an solche von E. monoceros erinnerten, auf der gegeniiberliegenden
jedoch nur wenig liberhingen. Der Baum war bis zur Erde ausgehohlt und
innen mit schwarzer Masse bekleidet. Die uberhangenden Teile des Nestes
waren von einem Gewirr von Wurzeln durchwachsen, das mit einer schwar-
zen Erdmasse ausgefullt war. Nur stellenweise war fester Karton einge-
baut. Bei Petapahan traf ich diese Art in Marschkolonne, in Siak fand ich
eine Kolonie derselben in einem Nest von Mirotermes rostratus .
32. Eutermes umbrinus ITav. form, sharpi IIolmgr.
Imagines, Soldaten, Arbeiter und Jugendstande.
Fundorte. Malayische Halbinsel: Johore, Segamat, 10. i. und 8. v. ; Ost-
Sumatra: Petapahan am Tapung kiri, 23. ii., Kota Baroe, 7. iv. und Siak,
24. iv. 1913. Java: Depok, 21. xii. 1912 (W. Karawajev!). Friihere Fundorte:
Singapore (Haviland) , Malayische Halbinsel ( Wasmann, Buttel-Reepen) ,
Ost-Sumatra (Buttel-Reepen) .
In Segamat wurde ein Nest in einem hohlen Baumstamm gefunden,
ausserdem auf der Rinde eines Baumes „weidende,, Termiten. Auf Su¬
matra fand ich Kolonien dieser Art nur in Nestern von Mirotermes
rostratus , auch wurden Marschkolonnen getroffen. Von Java meldet Herr
Karawajev: „Nest zwischen den Wurzeln eines grossen Baumes”.
33. Eutermes hospitalis Hav.
Imagines, Konigspaare, Soldaten, Arbeiter, Jugendstande.
Fundorte. Singapore, Bukit Timah, 18. v. ; Ost-Sumatra: Siak, 18. und
19. iv., Pantai Kermen, 19. ii., Kota Baroe, 7. und 21. iv. ; West-Sumatra :
Pajacombo, 25. iii. und Sari Lamak bei Pajacombo, 26. iii. 1913. Friihere
Fundorte: Borneo (Haviland), Malayische Halbinsel (Haviland, Buttel-
Reepen), Zentral-Sumatra ( Buttel-Reepen) .
Diese Art sammelt Flechten und wird in Marschkolonnen und auf Baum-
stammen weidend angetroffen. Wie wohl alle IIospitalitermes-Arten, legt
404
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
sic ihre Ncster in hohlen Baumen und dergl., wie auch in oder an Nestern
anderer Termiten an, insbesondere Mirotermes. Ich babe E. hospitalis meis-
tens in solcher Symbiose mit M. rostra tus, comis und laticomis gef unden. Bei
Pajacombo fund ich eincn zum Teil ausgefaulten Baumstumpf, der von Termi-
tcnbauten ausgefullt war und cine Kappe trug, die obenfalls von Termi¬
ten erbaut war. Letztere war von einer schwarzen Deckschiclit iiberzogen und
beherbergte E. hospitalis. Von diesem oberen Teil fiihrten mehrere sehr weite,
mit braunem Material ausgekleidete vertikale Schaehte durch das Innere des
Baumstumpfes, das von eineni M. laticornis-Ne&t eingenommen war, in das
Hauptnest von hospitalis , das im untersten Teil des Baumstumpfes und unter
diesem in der Erde angelegt war. Als dritte, in diesem zusammengesetzten
Neste wohnende Art fand ich Rhinotermes lonyirostris, dessen Kolonie in
vertikalen Giingen und Kammern seinen Wohnsitz aufgeschlagen hatte. Das
eigentliche hospitalis- Nest war aus schwarzem, briieliigen Material erbaut und
fiihrte grosse, schichtenweise angelegte Zellcn.
Ein besonders intercssantes Nest von E. hospitalis fand ieh bei Pantai Ker-
men. Auch hier hatte diese Termite M. laticomis zum Ilausgenossen. Das Nest
hing an eincm sehr starken Zweige iiber einem Bache, so dass es beim Abnehmen
ins Wasser fiel. Es hatte eine unregelmassig spharische Form, war 88 cm lang,
hatte eine Breite von 65, eine Tiefc von 57 und eincm Umfang von 257 cm.
Die obere Halfte gehorte in der Hauptsache E. hospitalis an, die untere M.
laticomis . Der von der lezteren Art eingenommene Teil war aus festem
schwarzen, der von hospitalis bowohnte aus ebenfalls schwarzem, aber briichi-
gem Material erbaut. Die Gauge der beiden Kolonien waren so untereinander
verschlungen und drangen so tief in das fremde Nest ein, dass beide Arten
fast uberall nebeneinander zu finden waren. Der innere, zentrale Teil des
ganzen Nestes war ausgehohlt und in dieser Hohlung hatte eine grosse Melipo-
?m-Kolonie ihr Nest angelegt, das Waben enthielt. Wegcn der Notwendigkeit
der Weiterreise hatte ieh leider nicht die Moglichkeit, dieses interessante Nest
eingehender zu untersuehen. In einem mitgenommenen Bruchstiick fand ieh
spiiter das Konigspaar von Mirotermes .
f. medio fluvus Holmgr.
Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Ost -Sumatra: Kota Baroe, 2. iv. 1913. Friihere Fundorte:
Singapore (Haviland), Ost- und Zentral-Sumatra, Malayische Hal'binsel
( Buttel-Reepen) .
34. Eutermes ferrugineus n. sp.
S o 1 d a t. Kopf dunkel rotbraun, Nasenspitze etwas heller, Antennen und
Palpen einfarbig’rostbraun, oft von derselben Farbe wie der Kopf. Thorax und
Beine rostbraun, Hinterleib scherbenfarbig.
0. John: Termiten.
405
Kopf und Oberseite des Korpers ohne Behaarung.
Kopf von gewolinlicher II ospitalitermes- Form, Hinterkopf aber ohne Er-
habenheit, glatt abgerundet, Stimprofil stark eingesenkt. Nase lang, diinn,
fast cylindrisch, um 0.3 kiirzer als der librige Kopf. Antennen 14-gliodrig, 3.
Glied dreimal so lang als das 2., 4. etwas kiirzer als 3. (Verhaltnis der Glieder
2:3:4 = 3:9:8).
Pronotum an den Schulterecken stark ausgesehnitten, Vorderlappen viel
schmaler als der Hintcrlappen.
Kopfliinge mit Nase 1.77, ohne Nase 1.0, Kopfbreite 1,13, Breite des Prono-
tums 0.63 mm.
A r b e i t e r. Dem Arbeiter von E. hospitalis ausserst ahnlich, aber
kleiner. Kopf dunkelbraun, Thorax, Antennen, Schenkel und Abdominalter-
gite ebenfalls dunkelbraun, Schienen etwas heller. Behaarung sparlich.
Kopf oval, nach vorn schmaler. Kopfnahte deutlich. Fontanelle spalt-
formig, eingesenkt, deutlieh. Clypeobasale stark aufgetrieben. Antennen
15-gliedrig, Glied 3 um etwa 0.5 langer als 2., 4 unbedeutend langer als 3.,
5. etwas langer als 4.
Pronotum vorn nicht eingeschnittcn, Vorderlappen schmaler als der Hin-
terlappen.
Kopfbreite 0.63, Breite des Pronotums 0.5 mm.
Soldatcn und Arbeiter.
Fundort. Ost-Sumatra: Siak, Sungei Pinang, 20. iv. 1913.
Eine Marschkolonne beobachtet. Es gelang nicht, das Nest aufzufinden.
35. Eutermes butteli Holmgr.
Auch bci dieser II ospitalitermes- Art lassen sich zwei morphologisch ver-
schiedenc Soldatenformen konstatieren. Ausser der von Holmgren beschriebe-
nen grossen Form kommt nocli eine kleinere vor, die, wenigstens in meinem
Material, an Zahl bedeutend iiberwiegend ist. Ausser dem Unterschied in der
Grosso zcichnet sicli der kleinere Soldat noch dureh eine verhaltnismassig lan-
gere Nase und eine mehr gerundete Einsenkung des Stirnprofils aus.
Kleiner Soldat: Kopflange mit Nase 2.01, ohne Nase 1.14, Kopf¬
breite 1.14 mm.
Grosse und kleine Soldat en und Arbeiter.
Fundort. West -Sumatra: Loeboe Bangkung bei Pajaeombo, 18. iii. 1913.
Friihcrer Fundort: Zentral-Sumatra (Buttel-Reepen).
Aus ciner Ilohlung in einem frisch gefallten Baumstamm, der am Wege
lag. Ein richtiges Nest war nicht vorhanden.
36. Eutermes monoceros Konig.
Imagines, Soldaten, Arbeiter und Jugendstande.
Fundort. Ceylon, Peradenyia, 13. und 19. xi. und 20. xii. 1912.
Nester in hohlen Baumstammen. Hiiufig Marschkolonnen beobachtet.
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Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Subgen. Longipcditermes Holmgr.
37. Eutermes longipes Hav.
Grosse und kleine Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Ost-Sumatra : Siak, Sungei Pinang, 16. und 18. iv. und Siak,
H. Bliintschlis Plantage, 19. iv. 1913. Friihere Fundorte: Malayische Ilalbin-
sel, Perak und Borneo (Haviland).
Einmal traf ich diesc Art in einem morschen Baumstamm und zweimal
im Walde auf dem Boden. Auf einer mehrere Quadratmeter messenden Flache
standen auf den abgefallenen Blattcrn die Termiten in Gruppen beieinander.
Jcde diescr Gruppen best and aus einer Anzahl kleiner Soldaten, zwisohen denen
sich einzelne grosse befanden. Zwischen diesen Soldatengruppen schlangelte
sich eine Marschkolonnc von Arbeitern. Der Arbeiterzug ging bald iiber die
abgefallenen Blatter, bald unter ihnen hindurcli, bald verschwand or in wie
Rohren ausgefressenen Zweigen, die auf dem Boden lagen. Einzelne Arbeiter
trugen in ihren Kiefern Fleehtenkllimpchen. Es gelang nicht, die Kolonnen
bis zum Nesteingang zu verfolgen, da bei Beunruhigung die behenden Tiere
sofort auseinanderstoben und versehwanden. Es ist anzunehmen, dass E. Jon -
gipes im Boden nistet, da, wie mir schien, die Kolonnen sich in diesem verloren.
Gen. Anoplotermes Mull.
Anoplotermes (Speculitermes) cyclops Wasm.
Koniginnen, Konig, Arbeiter und Nymphen.
Fundort. Ceylon: Peradenyia, 18. xii. 1912.
Aus einem Nest von Odontotennes obscuriceps .
Gen. Labritermes IIolmgr.
Labritcrmes buttel-rcepeni IIolmgr. (Taf. XX, Abb. 15).
Beschrieben aus Ost-Sumatra (Buttel-Reepen) .
2 Koniginnen, 1 Konig, Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Ost-Sumatra: Kota Baroe, 5. und 6. iv. 1913.
Zwei Nester wurden gefunden. Bcide warcn etwa handgross (Taf. XX,
Abb. 15), aus schwarzem Ivarton. Sie lagen auf dem Erdboden, an Baum-
stamme angelehnt. Das Innere enthiclt kleine Kammcrn, die durch ausserst
cnge Gange miteinander verbunden waren. Eine verhaltnismassig grosse
Kammer enthielt Eier. Die Konigskammer des einen Nestes enthiclt zwei
Koniginnen und einen Konig.
Gen. Prohamitermes IIolmgr.
Prohamitermes mirabilis Hav. (Taf. XXII, Abb. 22, 23).
Soldaten, Arbeiter und Jugendstande.
O. John: Termiten.
407
Fundort. Ost-Sumatra: Kota Baroe, 6. und 7. iv. 1913. Bishcr bekannt
aus Singapore und Borneo (IIaviland).
Beim Oeffnen eines grossen Mirotermes rostratus- Nestes stiess ieh auf
rohrenformige Gebilde, die aus schwarzem, festem Material verfertigt, iin
erdigen Nest als Fremdgebilde zu erkennen waren. Bei vorsichtigem Entfernen
der dieses Gebilde umgebenden Teile des Mirotermes- Nestes wurde allmahlich
ausser den Rohren nocli ein grosses, tiefschwarzes Bauwerk sichtbar, das ctwa
einer Ledcrtasche vergleiehbar war. Es hatte die Grosse einer mittleren Kokos-
nuss (mit Aussensehale), war aber seitlich abgeflacht. Von vier verschiedenen
Stellcn gingen rohrenformige Giingc ab, die unter die Erde fUhrten.
Dieses Bauwerk, das sich als ein Nest von Prohamitermes mirabilis envies
(Taf. XNIT, Abb. 22), war aus ausserordentlich festem Material erbaut und war
so widerstandsfahig, dass es nur mit einem Beil geoffnet werden konntc. Die
Oberflache war sehr feinkomig, fast ganz glatt. Das Innere war von verhaltnis-
massig sehr grossen Kammern ausgefiillt, die zum grossten Teil in vertikalen
Reihen angeordnet waren. Sic waren massenweise von Arbeitern angefullt, wo-
gegen Soldaten nur in geringer Anzahl vorhanden waren. In viclen Kammern
waren am Boden kleine schwarze Kiigelchen angebracht, die Schrotkugeln No.
10 oder 12 an Grosse gleichkamen. Das zweite Nest war bedeutend kleincr,
etwa nur faust gross, im Ucbrigen aber dem ersten glcich, auch die Sehrotku-
gclehen waren vorhanden. Konigstiere konnten merkwurdigerweise in keinem
der beiden gefunden werden. In Spiritus gebraclit, schieden sowohl Arbeiter
wie auch Soldaten reichliche Mengen proctodealer Flussigkeit aus, die den
Spiritus ganz dunkel farbte.
Gen. Eurytermes Wash.
Eurytermes ceylonicus Holmgr.
Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Ceylon. Von Herrn E. E. Green erhalten.
Gen. Hamitermes Silv.
1. Hamitermes ( SynhamUermes) ceylonicus Holmgr.
I m a go (bisher unbekannt). Kopf und Pronotum zimmtbraun, Clypeoba-
sale, Wangen, Mundteile, Beine und Unterseite des Thorax hell rostgelb.
Antennen rostbraun. Ocellen und Fontanelle weisslich. Thorakalnota und Ab-
dominaltergite braun, etwas heller als der Kopf. Stcrnite in der Mitte breit
gclblich, an den Seiten gebraunt. Fliigel hellbraun, der Radius sector intensiv
gebraunt.
Kopf und Korper zicmlich lang und diclit behaart.
Kopf breit oval, durch die scharf abgegrenzte Farbung des liellen Cly-
peobasale und der Wangen sieht er nach vorn stark abgeschragt aus, und wird
von dem Clypeobasale vorn in einem stumpfen Winkel ausgeschnitten. Augen
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Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
klein, wenig vortretcnd, von cineni seharf begrcnzten schmalen rostroten Ring
umgeben. Ocellcn oval, von den Augen um ihren kleineren Durchmesser ent-
fernt. Fontanelle oval, klein, viel klciner als die Ocellen, nach hinten gelegcn,
in der Mittellinie der Augen. Kopfnahtc nicht sichtbar. Basaltcil dcs linken
Oberkiefers nicht vortretend. Antennen 15-glicdrig, die zwei ersten cylin-
drisch, kraftig, das 3. Glied klirzer und viel diinner als die ubrigen, dieso
alle kugelig, distal allmalig grosser werdend.
Pronotum etwa so breit wie der Kopf ohne die Augen, langer als seine
lialbe Breite, Schulterecken abgerundet, Hinterecken abgcschragt, Vorder-
lappen sehr kurz, etwas aufgerichtet, Vorderrand dcutlich eingeschnitten,
Hinterrand etwas ausgerandet; ein schwaehes T-Zeichen und ein kurzer
dunkler Schulterstrich jedcrseits. Meso- und Mctanotuni seitlich stark aus-
geschnitten, der hintere Toil kurz und sehmal. Flilgelschui>pen der Vorder-
und Hinterflligel etwa gleichlang, die vorderen viel breiter als die hinteren.
Fliigel lang, an den Randern kurz bcwimpert, Fliigelmembran bestachelt.
Radius und Radius sector, bcsonders letztcrcr kraftiger, die ubrigen Adern
schwach; Mediana vom Radius sector weiter entfernt als vom Cubitus, in
ihrem ausseren Viertel gegabelt; Cubitus mit 10 bis 14 unverzweigten Aesten,
die der Basalgruppe verdickt.
Korperlange mit Fliigeln ( $ ) 9.5, ohne Fliigel 5.0, Kopfbreite 0.9, Breite
des Pronotums 0.67 mm.
K o n i g i n. Korper gestreckt, walzenformig, sekundare Ohitinisicrung
schwach. Korperlange der grossten Konigin 20, ihre grosste Breite 3.5 mm.
Imagines, Koniginnen, Soldaten. Arbeiter und Jugendstande.
Fundorte. Ceylon: Peradenyia, 15. xi. und 18. xii. ; Hantana 23. xi. 1912.
Aus Nestem von Odontotermes obscuriceps und rcdcmanni, zuweilen in
Gemeinschaft mit Anoplotermcs cyclops, Odontotermes ceylonicus, Eutermes
escherichi und Capritermes incola.
2. Ilamitermes (Hamitermes) dentatus IIav. (Taf. XXIII, Abb. 33).
Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Singapore, Bukit Timah, 18. v. ; Ost-Sumatra : Siak, Sungei
Pinang, 18. iv. 1913. Friihere Fundorte: Borneo (Haviland), Ost-Sumatra
und Malay ische Halbinscl (Buttel-Reepen).
Ein schwarzes Erdnest, das ich abgebrochen im Walde am Sungei Pinang
fand, war aus schwarzem Erdkartoy und entliielt kleine Kammera, die von
dicken Wanden eingeschlosscn waren. Augenscheinlich war es freistehend,
da der untere, stehen gebliebene Teil nicht an cinen Baumstamm angelchnt
war. Auf Bukit Timah wurde ein Nest im untcrirdischen Teil eines Haus-
pfeilers gefunden. Dieses bestand ebenfalls aus schwarzbraunem Erdkarton.
3. Hamit ermes (Globitermes) sulphureus Hav. (Taf. XXII, Abb. 25).
Imagines, Soldaten, Arbeiter, 2 neotcnische Weibchen, Jugcnstande.
Fundort. Malavische Ilalbinsel : Johore, Segamat, 10. i., 8. und 9. v. 1913.
Friihere Fundorte : *Malayischc Ilalbinsel (Haviland und Buttel-Reepen).
v. Buttel-Reepen nennt (in Holmgren, 1914) diese Art hiigelbauend,
0. John: Termiten.
409
(loch ist diesc Bezeiohnung nicht zutrcffcnd, da die Ncster der hiigelbauenden
Termiten allmahlich und unmerklich in den Erdbodcn iibergehen, wogegen die
Nestcr von II. sulphureus ein cinheitlichcs Ganzes bilden, das sich aber zum
grossten Teil in der Erdc befindet. Ich habe die Erde um diese Nester auf-
gegraben und hattc sie heil herausheben konnen, waren sie nicht so iibermassig
schwer gewesen. Das so freigelegte Nest besitzt Birnen- oder Glockenform,
wovon der oberc schmale Teil uber die Erdoberflaehc hinausragt, zwei Drittcl
bis drei Viertel des Nestcs aber und zwar der bedeutcnd massivere untere
Teil wird in der Erde erbaut. Der oberirdischc Teil ist kuppelformig und
etwa 1 bis zwei Fuss hoch, von rotlichbrauner Farbe (auf Lateritboden) mit
hockeriger Oberflache. Der unterirdische Teil hat einen sehr bedeutend gros-
seren Durchmesser als der oberirdischc, seine Basis abgerundet. Das ganze
Nest ist von eincr ctwas bruchigen Aussenschicht von mittlerer Iliirte uin-
geben. Das Innere besteht aus sehr hartem und festem Material, das nicht
leicht auseinanderzubrechen ist. Im untcren Teil besteht das Nest aus runden,
liohlkugelformigen Kammern mit diinnen Wanden; nach oben zu werden die
Wande dicker, bis sie im oberirdischen Teil mehr Raum cinnehmen, als die
Ilohlraumc. Die Gange sind schwarz ausgekleidet.
Imagines fand ich sowolil im Januar, als auch im Mai. Sie waren
nicht leicht zu sammeln, da sie leicht aufflogen, was ich bci den Imagines
anderer Tcrmitenarten nicht beobaehtet habe, die im Gegcntcil sich stets
nur zu verkriechen suchten. Die citronengclben Soldaten scheidcn bcim
Biss ein ebenso gefarbtes Sekret ab, das sehr klebrig ist. Die Koniginnen
wurden im untersten Teil des Nestes gefunden.
Gen. Mirotermes Wasm.
1. Mirotermes comis Hav.
Imagines, Soldaten, Arbeiter und Jugendstande.
Fundort. Singapore, Bukit Timah, 18. v. 1913. Frlihere Fundortc:
Borneo, Malayische Halbinsel (Haviland).
Aus einem sich kaum uber die Erde erhebenden Nest aus scliwarzer
Erdmasse, das an einen Baumstamm angelehnt war.
2. Mirotermes rostratus Hav.
Imagines, Koniginnen, Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Malayische Halbinsel: Singapore, Bukit Timah, 18. v. : Ost-
Sumatra: Siak, 24. iv., H. Bluntschlis Plantage, bei Siak, 19. iv., Sungei
Pinang, 16. iv., Pckan Baroe, 14. ii., Tapung kiri, 16. ii., Kota Baroe, 6.
und 7. iv. 1913. Friihore Fundorte: Borneo, Malayische Halbinsel (Haviland).
Die Nester sind von unregclmassiger Form und werden stets an Baum-
stamme angelehnt oder um sie herum angcbaut. Die zum Bau verwendete
Erdmasse ist ziemlich locker, woraus zu erklaren ist, dass eine Reihe an¬
derer Termiten, wie z.B. Hospitalitcrvics-Arten , Prohamitermes mirabUis u.a.
sich gern in ihnen ansiedeln. Am Tapung kiri fand ich im Urwalde zwischen
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Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
den Brettwurzeln eines grossen Baumes ein etwa 2 m holies Nest dieser Art.
In mittlerer Hohe hatte das Nest eine reeht grossc Oeffnung, aus der, als
ieh das Nest zu offncn begann, eine Anzahl Arbeiter und *>pater auch
Soldaten eines grossen Camponotus hervorbrachen und sieh uber das gauze
Nest verstreuten. Die ricsenhaftcn Ameisen hattcn sicli also im Mirotermes-
Nest angesiedelt.
3. Mirotermes propinquus Holmgr.
Imago (nocli nicht besehrieben). Kopf, Pronotum und Abdomi-
naltergite umbrabraun, Clypeus etwas heller, Feld um die Antcnnenwurzeln
licht, Augcn orangegelb umrandet, Antennen hell gclbbraun. Meso- und
Metanotum etwas heller als das Pronotum; Fliigel zimmtfarben, der Radius
sector dunkelbraun; Beine gelblieh. Abdominalsternite isabellfarben, die
vorderen Sternite ofters in der Mitte breit weisslich.
Korper kurz, recht dicht behaart.
Kopf oval, naoh vorn verschmalert. Fontanclle spaltformig, in der Mitte
des Kopfes gelegen. Faeettenaugen mittelgross, nicht schr stark vorgequollen.
Ocellen verhaltnismassig gross, von ungcfahr dem Durchmesser des Basal-
gliedes der Antennen, den Augenrand fast beriihrend. Clypeobasalc stark
aufgetrieben, etwas kiirzer als seine halbe Brcitc. Antennen 15-gliedrig, 3.
died ausserordentlich kurz, nicht ganz halb so lang wie das 4. und bedcutcnd
kiirzer als das 2., das 5. etwas kiirzer als das 4.
Pronotum lfinger als seine lialbc Breite, etwas breiter als der Kopf ohne
die Augcn, Vorderlappen sehr kurz, etwas aufgeriehtet, Schulterecken abge-
rundet, Sciten nach hinten konvergierend, Ilinterrand zuweilen etwas aus-
gerandet. Medians unvcrzweigt, Cubitus mit 9 bis 10 Aesten, die Adern
der Basalgruppe verdickt.
Lange des Weibchens mit Fliigeln 7.0, ohne Fliigel 4.0, Kopfbreite 0.73,
Breite des Pronotums 0.6 mm. Mannehen unbedeutend kleiner.
Imagines, Konigin, Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Malayische Halbinsel: Kajang, 18. und 19. i.; Ost-Sumatra:
Tapung kiri, 16. ii., Mangkinang, 25. ii., Kota Baroe, 4. iv. ; Wcst-Sumatra :
Pajacombo, 18. iii. 1913. Friiherer Fundort: Ost-Sumatra (Buttel-Reepen).
Die Nester werden in derselben Weise gebaut, wie die der vorigen. In
dem bei Mangkinang gefundenen Nest war die Konigszelle aus hartcrem Ma¬
terial als die iibrigen Teile. Der Konig wurdc weit von der Konigszelle in
einer der Kammcm gef unden.
v. Buttel-Reepen aussert sieh (l.c.) uber seinen Befund folgendermassen :
„Nur in Erdkartonnest anderer Artcn gefunden, wenigstens erhiclt man den
Eindruck, dass sie nur Eindringlingc”. Meine Beobachtungcn an einer Ileihe
von verschiedenen 3/irofermes-Nestern haben mich zu einer entgegengesetzten
Ansicht gebraeht, wie ich schon bei M. rostratns erwahnt habe. Auch die
untersuchten propiitquus- Nester waren zweifellos von ihnen selbst erbaut,
da sie von derselben Bauart wie die iibrigen waren. Es sind also gerade die
0. John: Termiten.
411
anderen Termiten, die in die Mirotermes-Nester eindringen. So fand icli in
einem propinquus- Nest zwei Parchen von Rhinotermes longirostris , die sicli
in das betrcffende Nest eingegraben hatten, — so wenigstens deute ich ihre
Anwesenheit, — urn dort ihre Kolonien zu griinden. Arbeiter und Soldaten
von Rhinotermes waren im Neste nicht vorlianden.
4. Mirotermes laticornis Hav.
Imago (bishcr unbekannt). Kopf dunkelbraun, Clypeus, Wangen und
Antennen rostbraun, Pronotum etwas heller als der Kopf, Meso- und Mcta-
notum isabellfarben, im hinteren Teil braun, Fliigel hellbraun, Radius sector
dunkelbraun, Beinc gelblichbraun, Abdominaltergite umbrafarben, -sternite
gelb, die vorderen in der Mitte brcit weisslich.
Behaarung des Kopfes und Korpers kurz, ziemlich dieht.
Kopf oval, nach vorn verschmalert, Fontanelle spaltformig, in der Mitte
des Kopfes. Faccttenaugen mittelgross, massig vortretend. Ocellen gross,
fast so gross wie der die Antennenwurzel umgebende lichte Ring, den Augcn-
rand fast beriihrend. Clypeobasale stark aufgctrieben, etwas kiirzer als seine
halbe Breite. Antennen 15-gliedrig, 3. Glied etwas kiirzer als das 2., dieses
bedeutend kiirzer als das 4., 2. und 3. schmaler als das 4., 5. kiirzer als 4.
Pronotum etwa so lang wie seine halbe Breite, etwas schmaler als der
Kopf, umgekchrt trapezoidal, mit sehr kurzcm, etwas aufgerichtetem Vor-
derlappen, breit abgerundeten Schultereeken, Ilinterand leicht ausgerandet.
Mediana gegabelt, Cubitus mit 10 bis 12 Aesten, die Adern der Basalgruppe
verdickt.
Lange des Weibchens mit Fliigeln 9.0, ohne Fliigel 6.25, Kopfbreite
1.0, Breite des Pronotums 0.93 mm. Mannchen mit Fliigeln 8.5 mm.
Imagines, Soldaten, Arbeiter und Jugendstande.
Fundorte. Ost-Sumatra : Pantai Kermen, 19. ii. ; West-Sumatra : Paja-
eombo, 25. iii. 1913. Friihcrer Fundort: Borneo (Haviland).
Ncster denen der iibrigcn Arten sehr ahnlich.
5. Mirotermes brcvicornis Hav.
Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Singapore, Bukit Timali, 18. v. 1913. Friiherer Fundort: Bor¬
neo (Haviland).
Untcr faulendem Holz.
Da nunmehr die Imaginalphasen aller malayischen Mirotermes- Arten
bekannt geworden sind, bringe ich bier cine synoptische Uebersicht derselben.
1 (2). Antennenglieder 2. bis 4. gleichlang. M. brevicornis IIav.
2 (1). Antennenglied 3. kiirzer als die anliegenden.
3 (6). Ocellen sehr klein, bedeutend kleiner als die Antennenbasis.
4 (5). Scitenrandcr des Pronotums nach hintcn konvergierend. Meso- und
Metanotum liinten deutlich ausgeschnitten. M. comis Hav.
412
Treubia Vol. VI, Li\r. 3 — 4.
5 (4). Meso- und Metanotum hinten kaum ausgeschnitten, Seitenrander
des Pronotums nach hinten nicht konvergierend, Hinterecken breit
abgerundct. M. rostratus Hav.
6 (3). Ocellcn gross, etwa so gross wie die Antennenbasis.
7 (8). Lange mit Fliigeln 7 mm, drittes Antennenglied ausserst kurz,
weniger als halb so lang wie 2., 2. langer als 4. M. propinquus Holmgr.
8 (7). Lange mit Fliigeln 9 mm, drittes Antennenglied mehr als halb so
lang wie 2., 2. kiirzer als 4. M. laticornis Hav.
Gen. Procapritermes Holmgr.
1. Procapritermes setiger Hav.
Imagines, Soldaten, Arbeiter und Jugendstande.
Fundortc. Malayische Halbinsel: Kajang, 19. i. ; Ost-Sumatra: Siak,
Sungei Pinang, 18. iv., Kota Baroc, 4. iv. 1913. Friihere Fundorte: Borneo
(Haviland), Malayische Halbinsel ( Buttel-B eepen ) .
Aus morschcm IIolz und aus Capritermes-Nestem. Am Sungei Pinang
fand ich ein Nest dieser Termiten-Art, das an einen Baumstamm angelehnt
war und die Form eines Stumpfkegels besass. Der oberc Tcil war auss-
schliesslich von P. setiger bewohnt, der unterc hauptsachlioh von Capntcrmes
speciosus Hav. eingenommen. Der von jedcr Kolonie eingenommene Baum
war jedoch nicht abgegrenzt, sondern die Kammern der beiden Arten, sowie
deren Verbindungsgange gingen durcheinander, so dass sie oft durch nur ganz
diinne Wande getrennt waren. In Kota Baroc fand ich P. setiger in Gemein-
schaft mit Capritermes speciosus. v. Bijttel-Beepen crbeutetc diese Art in den
Zwischenwanden eines Nestes dcr gleichen Art. Hieraus diirftc sich schliessen
lassen, das P. setiger gesetzmassig in Symbiose mit Capritermes- Arten steht.
2. Procapritermes minutus Hav.
Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Malayische Halbinsel: Selangor, Kajang, 19. i. 1913. Friiherer
Fundort: Borneo (Haviland).
In einem Nest mit Capritermes speciosus.
3. Procapritermes atypus Holmgr.
Soldaten und Arbeiter.
Fundort. West-Sumatra : Loeboe Bangkung bei Pajacombo, 18. iii. 1913.
Friiherer Fundort : Borneo (Haviland).
In einem Nest von Mirotermes propinquus.
Gen. Homallotermes nov.
( of i6; = glcicli, = verschieden).
Haviland bringt )}Termes 99 foraminifer in cine besondere „Section,,, die
0. John: Termiten.
413
er neben die ,, Section with Termes comis for Type” stellt. Wie die meisten
Ha vi land ’schen Termes-Sektionen, besitzt aueh diese meines Erachtens generel-
len Wert und foraminifer sollto nieht zu Capritermes gestellt werden, sondern
in cine besonders Gattung gebracht werden, fur die ich den Namen Ilomalloter-
mes vorschlage. Naeh Holmgren nimmt foraminifer eine vermittelnde Stellung
zwisehen Mirotermes und Capritermes ein — eine Meinung, der ich beipflichte.
Aus diesem Grunde sollte aber diese Art nieht wie bei Holmgren am Elide der
Gattung Capritermes zu stehen kommen, sondern wenigstens als ihre crste
Art, d.h. am naehsten zu Mirotermes. Es stehen aber zwisehen Mirotermes
und Capritermes noch zwei andere Gattungen, namlich Mirocapritermes
Holmgr. und Procapritermes Holmgr. Bei dem Soldaten von Mirocapritermes
ist bei einer fast charakteristischen Afiro/erwies-Kopfbildung die Form der
Mandibeln Capriterm e$-ahnlich. Umgekchrt ist bei Procapritermes die Kopf-
bildung Capritermes genahert, die der Mandibeln aber Mirotermes. Die hier
fiir foraminifer Hav. aufgestellte Gattung nimmt aber eine besondere Stellung
ein, da sowohl die Ivopf-, als auch die Mandibel-Bildung bei dem Soldaten
von derjenigen bei beiden letztgenannten Gattungen abweichend ist. Der Kopf
des Horn alio termes-Soldnten ist gegeniiber denen von Miro- besonders Capri¬
termes stark abgekurzt und im allgemeinen abgeflacht, obgleich er hinter der
Fontanellgegend etwas aufgetrieben ist. Nacli vorn ist er sell rag abfallend und
der fur Mirotennes und Mirocapritermes charakteristische Stirnhocker fehlt
vollkommen. Dagegen sind die Mandibeln in einem Anfangsstadium der sich
ausbildenden Asymmetric, das den Uebergang zu dcr charakteristischen Ca¬
pritermes- Form erst andeutet. Ein weiteres Merkmal, das auf biologischer
Grundlage beruht, namlich der Eraahrungsweise, und entschieden von Bedeu-
tung und nieht zu iibersehen ist, besteht darin, dass bei den Soldaten von
Jfomallolermcs dcr Darminlialt durchscheint, was wir stets bei Mirotermes,
niemals aber bei Capritermes und auch nieht bei Procapritermes finden. Die
Soldaten der beiden letztgenanten Gattungen besitzen stets einen milchweissen
Hinterleib: wie diese Verhaltnisse bei Mirocapritermes liegen, weiss ich nieht
zu sagen, de sich Holmgren nieht dariiber ausspricht, die Abbildung aber keinen
Aufschluss gibt. Schliesslich steht in der Bauart der Nestcr Jlomallotermes
niiher zu Capri- als zu Mirotermes, indem II. foraminifer grossere und ge-
wblbtere Kammern baut als letztere. Zu dieser neuen Gattung wird wohl auch
Capritermes penangi Holmgr. zu stellen vsein.
Jlomallotermes foraminifer IIav.
Soldaten, Arbeiter und Jugendstande.
Fundorte. Malayische Halbinsel : Kuala Lumpur, 23. i. ; Ost-Sumatra :
Siak, Sungei Pinang, 16. iv. 1913. Friihere Fundorte: Borneo (Haviland),
Malayische Halbinsel (Haviland, Buttel-Reepen).
Die Nester werden ahnlich den Mirotermes-^ estern aus ziemlich lockerer
Erdmasse gebaut, unterseheiden sich aber von ilmen durch die grosseren,
gewolbteren Kammern.
414
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Gen. Capritermes Wasm.
1. Capritermes speciosus Hav.
Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Ost-Sumatra: Siak, Sungei Pinang, 18. iv. 1913. Fruhere Fund-
orte: Bomeo (Haviland), Billiton (Holmgren 1913).
Aus einem zusaminengesetzten Nest init Procapritermes setiger (s.d.).
2. Capritermes greeni nov. sp.
Konigin. Kopf hellbraun, Antennen gelb, Thorakalsegmente hellbraun,
etwas heller als der Kopf. Abdominaltergite gelb.
Behaarung des Kopfes, des Thorax und Abdomens dicht.
Kopf von gewohnlicher Form. Fontanelle schmal oval, deutlich. Augen
sehr klein. Ocellen klein, kleiner als die Fontanelle, um etwa ihren dop-
pelten Durchmesser von den Augen entfernt. Antennen defekt ; ihr 3.
Glied kiirzer als das 2., 4. so lang wie 2.
Pronotum halbkreisformig, Vorderrand gerade, eingeschnitten. Kbr-
perlange 12 mm.
So Id at. Kopf hellbraun, Mandibeln schwarz, Antennen gelbbraun,
Thorakalnota gelb, Abdomen weisslich.
Kopf, besonders in der vorderen Ilalfte, ziemlich dicht behaart, Ab¬
dominaltergite nur mit einer starken hinteren Borstenreihe.
Kopf langgestreckt, um 0.62 liinger als breit, parallelseitig. Sagittal-
naht sehr deutlich, dunkelbraun. Fontanelle klein, punktformig, aber sehr
deutlich. Oberlippe sehr kurz und schmal, den zahnanlichen Vorsprung
der Mandibeln mit der Spitze gerade erreichend, vorn tief eingeschnitten,
zwei spitzwinklige, aber nicht in Nadeln ausgezogene Spitzen bildend. Ober-
kiefer von gewohnlicher Form (wie bei speciosus) , um 0.38 kiirzer als der
iibrige Kopf, der linke mit einem sehr deutlichen zahnahnlichen Vorsprung
auf der Innenseite des basalen Teils. Antennen 14-gliedrig, mit kurzen Glie-
dern (das 7. etwa doppelt so lang wie breit) ; Glieder 3. und 4. etwa gleich-
lang, betrachflich liinger als 2.
Pronotum mit grossem Vorderlappen, der stark aufgerichtet ist, Vor¬
derrand tief eingeschnitten.
Kopflange mit Oberkiefer 5.03, ohne Oberkiefer 2.03, Kopfbreite 1.87 mm.
Zwei Koniginnen, Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Malayische Halbinsel: Selangor, Kajang, 19. i. und Kuala
Lumpur, 24. i. 1913.
In Grosse und* Habitus steht diese Art C. speciosxis sehr nahe, von dem
sie sich durch folgende Gegenuberstellung der Merkmale unterscheiden lasst.
O. John: Termiten.
415
C. greeni. C. speciosus.
Imago.
Ocellen klein, urn ihren doppelten
Durchmesser von den Augen ent-
fernt, 3. Antennenglied kiirzer
als das 2.
S o 1 d a t.
Kopf parallelseitig, sehmaler, nach
vorn nicht verschmalert.
Oberlippe kurz und schmal, in Sa-
gittalrichtung gelegen, den Zahn-
vorsprung des linken Oberkiefers
nur mit der Spitze erreichend,
vorn tief eingeschnitten, die Vor-
derecken zwei spitze Winkel bil-
dend.
Antennen kurzgliedrig (das 7. Glied
etwa doppelt so lang wie breit),
Glieder 3. und 4. etwa gleiehlang,
bedeutend langer als das 2.
Abdominaltergite mit einer hinteren
Borstenreihe.
Diese Art widme ich dem verdienstvollen Erforseher der Entomo fauna
von Ceylon Herrn E. E. Grken in Anerkennung der vielseitigen Hilfe und
der freundlichen Aufnahme, die er mir wahrend meines Aufenthaltes in Pera-
denyia angedeihen liess.
3. Capritermes sumatrensis n. sp.
S o 1 d a t. Kopf gelb, leicht gebraunt, Mandibeln sehwarz, der iibrige
Korper gelblich weiss.
Kopf mit einzelnen Borsten, Thorakalnota mit lateralen Borsten, Abdomi¬
naltergite mit einer hinteren Borstenreihe und einzelnen verstreuten Harchen.
Kopf parallelseitig, langgestreckt,. um 0.8 langer als breit. Fontanelle
punktformig, aber deutlich. Sagittalnaht deutlich markiert. Oberlippe kurz
und breit, vorn nicht eingeschnitten, sondern nur scliwach ausgebuchtet, die
Vorderecken in nadelformige Spitzen ausgezogen. Oberkiefer mittellang, um
0.45 kiirzer als der Kopf; der linke sehr stark knieformig gebogen. Antennen
14-gliedrig; das 2. und 3. Glied gleiehlang, das 4. bedeutend kiirzer.
(1) Holmgren nennt die Antennen von speciosus 15-gliedrig, Havtland jedoch
14-gliedrig, wobei er liinzufUgt „the 3rd perfectly or imperfectly divided into two”.
Das Holmgren vorliegende Material wies somit die gewohnliche Erscheinung einer
Teilung des 3. Gliedes auf, in Folge dessen auch die Grossenverliiiltnisse, die dieser
Autor angibt, den 14-gliedrigen Individuen nicht entsprechen.
Ocellen gross, um weniger als ihren
halben Durchmesser von den
Augen entfernt, 3. Antennenglied
langer als das 2.
Kopf breiter, nach vorn etwas ver¬
schmalert.
Oberlippe langer, stark nach rechts
liegend, den undeutlichen Zahn-
vorsprung des linken Oberkiefers
weit iiberragend, vorn gerade oder
nur schwach ausgebuchtet.
Antennen langgliedrig (das 7. Glied
mehr als dreimal so lang wie
breit), 3. Glied langer als das 4.,
2. kiirzer als 4. (').
Abdominaltergite ausser der hinte¬
ren Borstenreihe auf der ganzen
Flache stark behaart.
416
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Pronotum mit schwach aufgeriohtetem Vorderlappen, Vorderrand leieht
ausgeschnitten .
Kopflange mit Oberkiefer 2.6, ohne Oberkiefer 1.67, Koptbreite 0.87 mm.
Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Ost-Sumatra: Kota Baroe, 4. iv. 1913.
Aus einem Nest in Gemeinschaft mit Procapritermes setiger.
Diese Art ist C. semarangi Holmgr. ahnlich, unterscheidet sich aber von
letzterem durch geringere Korpergrosse und den bedeutend schmaleren Kopf.
4. Capritermes dolichocephalus n. sp.
So Id at. Kopf gelb, Oberkiefer dunkelbraun, Antennen gelb, iibrige
Korperteile gelblich weiss.
Kopf mit einzelnen Borsten, Abdominaltergite mit deutliclier hinterer
Borstenreihe.
Kopf rechteckig, sehr langgestreckt, mehr als doppelt so lang wie breit.
Fontanelle deutlich, punktformig. Sagittalnaht in einer flachen Rinne ge-
legen. Oberlippe sehr kurz, distal ein wenig verbreitert, vorn nicht aus-
geschnitten, Vorderecken spitz, aber nicht nadelformig verliingert. Mandi-
beln sehr kurz, so lang wie der Kopf breit, d.h. uni 0.54 kiirzer als der
Kopf; die linke sehr stark gekriimmt. Antennen 14-gliedrig; das 2. und 3.
Glied etwa gleichlang, das 4. kiirzer.
Pronotum vorn sehr schwach ausgeschnitten.
Kopflange mit Oberkiefern 3.56, oline Mandibeln 2.67, Kopfbreite
1.23 mm.
Soldaten und Arbeiter.
Fundorte. Malayische Ilalbinsel: Selangor, Kajang, 19. i. ; Ost-Suma-
tra, Kota Baroe, 4. iv. 1913.
In der Bildung der Mandibeln ist diese Art C. buitenzorgi Holmgr. ahnlich,
unterscheidet sieh jedoch in der Grosse, den viel langeren Kopf und be¬
deutend kiirzere Mandibeln.
C. dolichocephalus. C. buitenzorgi.
Kopf lilnger als breit um . 1.17 0.67
Mandibeln kiirzer als der Kopf um ... 0.54 0.4
5. Capritermes brachygnathus n. sp.
S o 1 d a t. Kopf und Antennen gelb, Mandibeln schwa rzbraun, der iibrige
Korper weisslich gelb.
Kopf mit vereinzelten Borsten, Abdominaltergite langbeborstet.
Kopf rechteckig, langgestreckt, mehr als doppelt (um 1.14) liinger als
breit, nach vorn ganz unbedeutend verschmalert. Sagittalnaht sehr deutlich,
aber nicht in einer Furche gelegen. Fontanelle punktformig, sehr klein.
Oberlippe sehr kurz, die Vorderecken nicht in nadelformige Spitzen aus-
gezogen, vorn nicht ausgeschnitten. Mandibeln sehr kurz, um 0.59 kiirzer
0. John: Termiten .
417
als der Kopf, die linke stark gekriimmt. Antennen 14-gliedrig; die Glieder
2. und 3. gleichlang, 4. kiirzer.
Pronoturn ganzrandig.
Kopflange mit Mandibeln 4.23, ohne Mandibeln 3.0, Kopfbreite 1,4 mm.
Soldaten.
Fundorte. Malayische llalbinsel: Johore, Segamat, 9. v. ; Ost-Sumatra :
Siak, 21. iv. 1913.
Aus Nestern von Odontotermes sarawakensis und Mirotermes rostraius.
Die iiberaus kurzen Mandibeln erinnern an die sudamerikanische Art
C. talpa Holmgr., die zu der Untergattung Ncocapritermes Holmgr. gehort;
letztere ist jedoch dureh das Felilcn der Fontanelle gekennzeichnet, die bei
brachygnathus aber vorhanden ist. Eine dieser neuen ahnliche Art aus der
orientalischen Region ist bisher nicht bekannt gevvorden.
6. Capritermes nemorosus Hav. (Taf. XXI, Abb. 20).
Imagines, Konigspaare, Soldaten, Arbeiter und Jugendstiinde.
Fundorte. Malayische Halbinsel: Singapore, Bukit Timah, 18. und 19. v. ;
Wcst-Sumatra : Harau bei Pajacombo, 17. iii. 1913. Friiherc Fundorte:
Borneo (Haviland), Malayische llalbinsel und Ost-Sumatra (Buttel-Reepen).
Die Nester dieser Art (Taf. XXI, Abb. 20) werden freistehend auf der
Erde gebaut, haben eine unregel massig konisohe Form mit konvexen Seiten,
sind bei der Erdoberflaclie halsformig eingeschnurt und im kleineren unter-
irdischen Teil wieder etwas erweitert. Als Material dient eine braunlich graue
Erdmasse, die Oberflache ist rauh, jedoch ohne Skulptur, hier und da, be-
sonders auf dem Gipfel, mit Oeffnungen. Das Innere ist von verhaltnismassig
dunnwandigen Kammern ausgefullt, der untere Teil meist nur mit Gangen
und nur wenigen Kammern. Die Konigszelle, eine etwas erweiterte Kammer,
befindet sich stets im Ralston”, also in der Hohe der Erdoberflache. Vier
von mir gemessenc Nester batten folgende Dimensionen: 1) Hohe liber der
Erde 14, Umfang 33, Umfang des ,.IIalsteils,, 24 cm; 2) Ilolie 25, Umfang
44 y2f Umfang des ^Halsteils^ 30 cm; 3) Hohe 21, Umfang 4G, Umfang des
„Halsteils” 29 cm; 4) Hohe 31 cm.
7 Capritermes minor Holmgr.
Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Ost-Sumatra : Kota Baroe, 2. iv. 1913. Friihere Fundorte :
Borneo (Haviland), Malayische Halbinsel und Ost-Sumatra (Buttel-Reepen).
In eincm Nest von Eutermes laborator.
8. Capritermes medius Holmgr. (Taf. XXIII, Abb. 32).
Soldaten, Imagines, Konigspaare, Arbeiter und Jugendstande.
Fundorte. Ost-Sumatra: Siak, 21. iv., Sungei Pinang, 1G. iv., Mangkinang
25. ii., Pantai Kermen, 19. i., Kota Baroe, 6. iv. ; West-Sumatra : Pajacombo,
15. iii. und Harau bei Pajacombo, 17. iii. 1913.
27
418
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Die Nester dieser Art sind ausserst variabel in ihrcr Form. Ein solches
Nest ist Taf. XXIII, Abb. 32 abgebildet. Bei Kota Baroe fund ieh ein Nest,
das an einen jungen Baum angelehnt war und drei Tiirme trug. Sein unter-
irdischer Teil war von einer Kolonie von Eutermes inaniformis aus loekerem
Material erbaut. Das Nest von Mangkinang bestand aus 4 Kegeln, von etwa
20 cm Hohe, die um einen kleinen Baumstumpf gebaut waren. Das Material
ist cine feste Erdmasse, die Kammern recht gross.
9. Capritemnes incola Wasm.
Ein Konigspaar, Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Ceylon, Peradenyia, 26. xi., 16. und 21. xii. 1912.
Aus Nestcrn von Odontotennes obscuriceps und redemanni.
Gen. Microcerotermes Wasm.
1. Microcerotermes heimi Wasm.
Imagines, Soldaten und Arbeiter.
Fundort. Ceylon: Kelanyia, 9. xii. 1912.
In morschem Baumstumpf.
2. Microcerotermes serrula Desn.
Soldaten, Arbeiter und Jugcndstande.
Fundort. Malayische llalbinsel : Joliore, Segamat, 10. i. 1913. Fruhcrer
Fundort: Borneo (IIaviland).
In morschem Baumstumpf.
3. Microcerotermes distans IIav. (Taf. XXIII, Abb. 34).
Imagines, Soldaten, Arbeiter und Jugendstiinde.
Fundorte. Ost-Sumatra: Tapung Kiri, 20. und 21. ii., Kota Baroe, 6. iv.
1913. Java: Depok, xii. 1912 (W. Karawajev !). Friihere Fundorte: Borneo,
Celebes, Sulu Islands (Haviland).
Die beiden am Tapung kiri gefundenen Nester befanden sich im Urwalde
in der Niihe des Flussufers in den Gabelungen junger Baume auf einer Hohe
von etwa 4 m. Galericn fiihrten zum Erdboden herab. Bekle Nester waren
von ziemlich gleicher Grosse, etwa % m im Langsdurchmesser. Die Oberflache
war mit einer fest aufliegcnden Deckschicht uberzogen und trug konische
Hooker. Diese Hooker waren von verschiedener Grosse, bis zu 1 Zoll hoch.
Innen waren die Nester von eincm Wirrsal von Giingen durchzogen und ent-
hielten Kammern von verschiedener Grosse. Das Baumaterial war eine feste
Holzkartonmasse von chokoladebrauner Farbe. In den Kammern lagen, bald
einzeln, bald in Gruppen Gebilde von sehr verschiedener Grosse und Form, die
auf Taf. XXIII, Abb. 31 wiedergegeben sind. Sie bestehen aus festem Material
und sind filzgarten sehr ahnlich und haben eine koraige Oberflache. Das
eine Nest enthielt eine Ameisenkolonie, die sich im oberen Toil, in den oben
f
.
TAFEL XVI.
1. Eutermes lacustris Bugn. Kopf einer sicli hautenden ergatomorphen
Soldaten-Larve. Frontaltubus und cine abgcstreifte Arbeiter-Mandibel
(rechts) sind deutlich zu erkennen.
2. Eutermes lacustris Bugn. Eine zweite sich hautende ergatomorphe Sol¬
daten-Larve. Die dunkel pigmentierten Kopfsklerite und Mundteile
haften noeh dem Kopf an.
3. Eutermes lacustris Bugn. Kopf einer sicli hautenden ergatomorphen
Arbeiter-Larve. Die Kopfhaut ist aufgeplatzt, umgibt aber noeh lose
die neugebildete Cuticula der Arbeiter-Nymphe.
4. Eutermes lacustris Bugn. Arbeiter mit Pilzparasiten an der Vordertibia
(links) und an der rechten Kopfseite (rechts).
5. Macrotermes gilvus Hag. Konigin und Konig (Kajang).
6. Eutermes laborator Haw auf dem Marsch auf einem Ast, im Unvald (Siak).
Treubia Vol. VI
Pl. XVI.
0. John phot.
TAFEL XVII.
■8. Macrotermes carboruirius Hag. Konigskammer mit Insassen (Segamat).
Treubia Vol. VI.
Pl. XVII.
7.
0. John phot.
TAFEL XVIII.
9. Macrotermes carbonarius IIag. Nest im Durchschnitt mit Pilzgarten (Se
gam at).
10. Macrotermes gxlvus Hag. Nest im Durchschnitt mit Pilzgarten, im Ur
walde (Kota P>aroe).
Treubia Vol. VI.
Pe. XVI 1 1.
10.
0. John phot.
TAFEL XIX.
11. Macrotermes gilvus Hag. Grosses Nest auf offener Flaehe. Die Konigs-
kammer mit der Konigin (X) und Pilzgarten sind sichtbar (Siak).
12. Eutermes matangensis TTav. Nest an einem Baumstamm (Pajacombo).
O. John phot,
12.
Treubia Vol. VI. Pl. XIX.
TAFEL XX.
13. Eutermes matangensis Hav. Bauten an einer Hauswand (Padang Tarab).
14. Eutermes sarawakensis Hav. Grosses Nest im Durchsehnitt an einem
Baumstamm im Urwald (Siak).
15. Labritermes buttel-reepeni IIolmgr. Nest (Kota Baroe).
16. Eutermes sarawakensis Hav. Nester einer jungen (links) und einer alteren
Kolonie (rechts). Bei letzterem ist die Deckschicht zum grossten Teil
abgefallen. (Siak).
O. John phot.
biHu*
i§AAj\rJLA)
16.
15.
Treubia Vol. VI. Pl. XX.
TAFEL XXI.
17 Kuterme. s sordidus Hav. Nest an jungem Baumchen (Harau).
18. Eutermes singaporensis Hav. Nest an jungem Baumchen (Bukit Timah).
19. Eutermes laborator Hav. Nest einer alteren Kolonie an Kletterpflanzen
(Siak, Sungei Pinang).
VO. Capritermes nemorosus IIav. Nest im Walde (Bukit Timah).
21 Eutermes labomtor Hav Nest einer jiingeren Kolonie im Walde an
Kletterpflanzen (Siak).
Treubia Vo i,. VI.
Pl. XXI.
O. John phot.
TAFEL XXTI.
22. Prohamitermes mirabilis Hav. Nest, gef unden in einern Nest von Miro-
termes rostratus Rrauer (Kota Baroe).
23. Dasselbe im Durchschnitt.
24. Capritermes nemorosus Hav. Nest einer alteren Kolonie im Durclischnit
(Bnkit Timah).
25. H amitermes sulphureus Hav. Oberirdischer Toil eincs Nestes im Durch¬
schnitt am Waldrande (Segamat).
26. Eutermes germanus Hav. Nest im Unvalde (Bukit Timah).
Treubia Vol. VI.
Pl. XXII.
0. John phot.
TAFEL XXIII.
27 — 28. Macrotermes carbonarius Hag. Pilzgarten.
29. Odontotermes (?) dives Hag. Pilzgarten.
30. Odontotermes sarawakensis Holmgr. Pilzgarten.
31. Pilzsrartenahnliehe Gebilde aus einem Nest von Microcerotermes distant
H a v . (Tapung kiri).
32. Capriterrnes medius Holmgr. Nest ini Durchschnitt (Pajacombo).
33. Hamitermes dentatns Hav. Nest irn Durchschnitt (Siak, Sungei Pinang).
34. Microcerotermes havilandi Holmgr. Nest an einer Gabelung eines Baum-
stammes im Urwald (Siak).
Trkubia Vol. VI.
Pl. XXIII.
31.
O. John phot.
32.
33.
34.
O. John: Termiten.
419
beschriebenen Oberflachen-Hockern angesiedelt hattc. Soldaten waren nur
in geringer Anzahl vorhanden, sehr zahlrcieh waren dagegen Imagines. Das
Nest von Kota Baroe war an den Stamm eines ganz schriig gewachsenen Baumes
angebaut, war den oben geschilderten sehr ahnlich und enthielt ebenfalls pilz-
kuchenahnliche Gebilde.
4. Microcerotcrmes havilandi IIolmgr. (Taf. XXIII, Abb. 34).
Soldaten, Arbeiter und Jugendstande. Kbnigspaar.
Fundorte. Ost-Suniatra : Siak, 21. und 24. iv., und Sungei Pinang, 16. und
18. iv. 1913. Friihere Fundorte: Borneo (IIaviland), Ost-Sumatra (Buttel-
Reepen).
Die Nester dieser Art siinl von unregelmassiger Form und meist fiillen
sie mehr oder weniger die Gabelungcn von Zweigen aus, bisweilen bilden sie
eine grossere zusammenhangende ^lasse (Taf. XXIII, Abb. 34). In ersterein
Falle bcstehen sie aus mehreren Teilen, die dureli sehmale Galerien miteinander
verbunden sind und mitunter recht weit von einander in verschiedenen Ast-
gabelungen sich befinden. Die Deckschicht ist rauh und von unebener Ober-
flache, bildet aber koine Ilocker. Das Baumaterial ist fester Holzkarton, die
Deckschicht aber briichiger als bei den Nestern der vorhergehenden Ai*t. Die
innere Anlage des Nestes liess keinen regelmassigen Bauplan erkennen. Pilz-
gartenahnliche Gebilde waren nicht vorhanden.
UEBER EINIGE ORTHOPTEREN VON BALI
(NIEDERLAENDISCH-INDIEN)
von
R. Ebner
(Wien).
Von mcinem Kollegen Prof. Dr. J. Fahringer erhielt ich eine kleine Anzahl
Orthopteren, die sein Bruder, der akademische Maler Karl Fahringer, im
Jahre 1922 auf der Insel Bali bei Java gesammelt hatte. Obwohl die Aus-
beute goring ist und fast nur aus zufallig gefangenen Tieren besteht, verdient
sic wegen einiger Arten besondere Beachtung; anch sind iiber Bali nur sehr
wenige Angaben in der Literatur zu finden. Fiir die Ueberlassung aller
wertvollercn Stiicke bin ich den beiden genannten Ilerren sehr dankbar. Das
ganze Material stammt von Denpasar.
Aus dieser kleinen Ausbeute lassen sich naturgemass keine besonderen
tiergeographischen Folgerungen ziehen, zumal sie auch viele weitverbreitete
Arten enthalt. Fast alle sind auch von Java bekannt, sodass der siidostliche
Einschlag nur sehr gering ist.
BLATTIDAE.
Phyllodromia sp.
1 Larve. Braungelb mit zwei scharf markierten schwarzen Liingsstreifen
iiber den ganzen Korper. Abdomen auch in der Mitte mit einer Langsreihe
von kleinen schwarzen Flecken.
Cutilia kamyi n. sp.
1 c? . Oben einfarbig dunkel-kastanienbraun, glanzend, fein punktiert
(Pronotum aber namentlich in der Mitte ziemlich glatt), fast unbeliaart.
Rander nicht bewimpert. Mittlerer Teil des Kopfes, Clypeus und Antennen-
basis etwas heller; nach innen von der Fuhlergrube jederseits ein weisslich-
gelber Fleck („ocelliform spots”). Elytren vollstandig frei, bis zum Hinter-
rand des Mesonotums reichend, etwas diehter punktiert, aber ebenso gefarbt
wie das Mesonotum. Abdominaltergite seitlich nach hinten verlangert, na¬
mentlich die beiden letzten sind nach hinten zahnformig ausgezogen. Supra-
analplatte breit, trapezf ormig ; am H interrand leieht eingebuchtet und deutlich
behaart. Cerci flach, behaart, an der Spitze nur wenig heller, die Subgenital-
420
R. Ebner: Orthopteren von Bali.
421
platte betraehtlich iiberragend. Subgenitalplatte breit, quer, hinten jederseits
mit einem deutlichen Zahnchen am Grunde der Styli. S t y 1 i schlank, d i e
Cutilia karnyi ^ , Type. — Ende des Abdomens von oben (vergrossert) und von
unten (starker vergrossert, in etwas schrager Ansicht).
Supraanalplatte deutlich iiberragend, an der Spitze etwas
ungleich (wahrscheinlieh nur Missbildung) . Supraanalplatte etwas langer als
die Subgenitalplatte, sodass man in der Dorsalansicht von der letzteren nur
die seitlichen Teile mit der Ansatzstelle der Styli wabrnimmt. Coxen heller,
mit dunkleren Randern ; der iibrige Teil der Beine nahezu einfarbig
braun. Hinterer Metatarsus lang, die vier ersten Tarsenglieder gleichfarbig,
das fiinfte fehlt.
Korperlange . 14 mm
Lange des Pronotums . 4 ’8 „
Breite des Pronotums . . . 7 ’3 „
Lange der Elytren . 2 ’5 „
Ich benenne diese Art nach meinem lieben Freunde Dr. H. H. Karny in
Buitenzorg, der sich so erfolgreich mit der Erforschung der Orthopteren fauna
von Nicderlandisch-Indien beschaftigt.
Nachstverwandt mit C. mehinesiae Shelf, und mit C. nitidella Shaw. Die
Unterschiede gegen melanesiae sind : geringere Grosse, dunklere Beine, Fiirbung
des Kopfes, feine Punktierung des Abdomens und stark nach hinten ausge-
zogene Seitenrander der letzten Abdominaltergite. Noch grosser ist die
Aehnlichkeit mit nilidella, doeh ist meine Art an den Seitenrandem nicht
bewimpert, Elytren und Mesonotum sind gleichfarbig. Das letzte Abdominal-
tergit ist in der Mitte weniger gebogen, die Supraanalplatte ist etwas kiirzer
und breiter, die Styli sind viel liinger und ragen weit auch fiber die Supra¬
analplatte hinaus. Die Beine sind fast einfarbig.
Ein zweites c? fand ich in der Collection Brunner von Wattenwyl im
Naturhistorischen Museum in Wien. Das Tier stammt aus Queensland
und unterscheidet sich nur unwesentlich von dem Exemplar aus Bali. Es ist
grosser, weniger glanzend und etwas sparlicher punktiert. Zahnformige Ver-
langerung des vorletzten Abdominaltergites etwas schwacher, Cerci einf;irbig,
Supraanalplatte am Ende etwas sohmaler. Beine ganz einfarbig, nur das
letzte Tarsenglied dcr Hinterbeine ein wenig heller.
Korperlange . lb’2 mm
Lange des Pronotums . 5 „
Breite des Pronotums . 8 „
Lange der Elytren . 2’6 „
422
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Der Grossenunterschied beider Stiicke erklart sieh teilweise dadurch, das^
das erste stark kontrahiert, das zwcite stark gestreckt ist, was sich namentlich
am Abdomen deutlich zeigt.
Bei der Bestimmung dieser Art wandte ieh mieh an die Herren Dr. R.
Hanitscii (Oxford) und Dr. B. Uvarov (London), denen icb fur ihre Ililfe
schr zu Dank verpflichtet bin. Uvarov verglich mein Exemplar aus Bali auch
mit der Type von C. melanesiae, welehe Art ieh nachtraglich auch in der Col¬
lection Brunner von Wattenwyl (unter dem Namen Polyzosteria flavipes Br.)
von Rockhampton in 5 Stucken fand. Bei dieser Gelegenheit mochte ich noeh
auf die Kopfzeichnung hinweisen. Uvarov schreibt mir dariiber: „ .
front also pale with a broad black longitudinal fascia . ”, womit unsere
Tiere selir gut ubereinstimmen. Shaw, der die Art aus N. Queensland angibt,
berichtet aber : „Head with a broad transverse castaneous stripe occupying the
vertex between the eyes . Nach der La ge dieses Bandes muss man
also annehmen, dass Shaw nicht melanesiae vor sich hatte, sondera cine
andere, vielleicht neue Art.
Shklford zahlt 1909 (Trans. Ent. Soc. London, p. 289) und 1910 (Gen.
Ins., Fasc. 109, p. 8) 6 Arten der Gattung Cutilia St&l auf; L. Bruner
beschreibt 1916 (Proc. Iiaw. Ent. Soc., Ill, p. 151) ziemlich kurz C. feejeeana
von den Fiji Islands; Siiaw macht uns 1918 (Mem. Queensl. Mus., VI, p. 155)
mit 5 neuen Arten aus Australian bekannt, die er gut charakterisiert und
teilweise abbildet. IIebard stellt 1922 (Occas. Pap. Bernice Pauahi Bishop
Mus. of Polynes. Ethnol. and Nat. Hist., VII, p. 333) auch soror Br.-W. in
das Genus Cutilia. Diese Art wurde 1865 von Brunner v. Wattenwyl als
Polyzosteria (Subgenus Platyzosteria) beschrieben und 1910 von Shelford
ebenfalls zu Platyzosteria gerechnet. Eine Untersuehung der Type im Wiener
Museum ergab die Richtigkeit von ITebards Ansicht ; das gilt auch fur die
5 anderen Exemplare des Museums, die von Celebes, Sumatra und Honolulu
stammen.
Die Zahl der bis jetzt bekannten Cutilia- Arten betragt einschlicsslich der
hier von mir beschriebenen im ganzen 14 (*).
(1) Wahrend der Drucklegung dieser Zeilen erschien eine interessante Arbeit
von L. Citopard (Blattidae de la Nouvelle-Cal£donie et des lies Loyalty, in: Fritz
Sarasin & J. Roux, Nova Caledonia, Zoologie, Vol. Ill, L. II, Berlin 1924), in welcher
er 6 neue Arten von Cutilia beschreibt (p. 326 — 331), die aber von meiner Art ganz
verschieden sind.
Auch lernte ich jetzt erst eine neuere Arbeit von E. Shaw kennen (Descriptions
of new Australasian Blattidae with a note on the Blattid Coxa, Proc. Linn. Soc. of
N. S. W., Vol. XLVII, Sydney 1922), die 5 Neubeschreibungen von Cutilia- Arten enthalt
(p. 227 — 230). Von diesen steht C. brevitarsis aus N. Queensland meiner C. karnyi
sehr nahe; die Unterschiede beziehen sich namentlich auf die abweichende Skulptur
der Abdominaltergite, ferner auf die Hinterriinder der Thorakaltergite, auf die Elytren
und auf die Subgenitalplatte.
R. Ebner, 1. X. 1924.
423
R. Ebner : Orihopteren von Bali.
Periplaneta americana L.
1 3* . Kosmopalit.
Periplaneta australasiae Fabr.
1 cf . Verbreitung wie bei der vorigen Art.
MANTIDAE.
Tenodera aridifolia Stoll.
Giglio-Tos, Mantidi esotici V, 1912, p. 37.
1 cf. In Sudostasien weit verbreitet.
Tenodera fasciata Ol.
Giglio-Tos, Mant. es. V, 1912, p. 45.
1 d*. Auch diese Art ist im ganzen Gebiete verbreitet.
Parhierodula quinquepatellata Wern.
. Werner, Abhandl. Senckenberg. Nat. Ges., XXXIII, 1911, p. 389
(Ilierodula).
Giglio-Tos, Mant. es. V, 1912, p. 129 (sapitina).
1 d*. Die Bestiminung und die Angabe der Synonymie verdanke ich
llerrn Prof. Dr. F. Werner, in dessen Sammlung die drei hier genannten
Mantiden ubergegangen sind. War bisher nur von Lombok und Sumbawa
bckannt.
GRYLLIDAE.
Gryllotalpa africana Pal. Beauv.
1 d% 2 $ § , 1 Larve. Die entv/ickelten Tiere sind macropter. Schon
von Bali bekannt (Saussure 1877).
Gryllus burdigalensis Latr. var. cerisyi Serv.
1 $. Das von Saussure (1877) aus Java erwahnte Exemplar der
Collection Brunner v. Wattenwyl (No. 8610) ist auch ein macropteres $ .
Gryllus consobrinus Sauss.
1 relativ grosses, brachypteres cf. Tympanalorgane an der Innenseite
der Vordertibien fast nicht erkennbar.
Steht Gr. conspersus Schaum sehr nahe, welche Art von Saussure eben-
ialls aus Ostindien angegeben wind. Die Untersehiede beziehen sich auf die
Grosfie, die Lange des Ovipositors und das Geader (namentlich im vorderen,
vertikal stehenden Toil der Elytron).
TETTIGONIIDAE.
Mecopoda elongata L.
Karny, Treubia, V, 1924, p. 158.
1 5* Braun, Elytren mit schwarzcn Flecken (ab. ferruginea Stoll).
M + Rs der Hinterflugel mit 5 Aesten ( macassariensis De Haan).
424
Treubia Vol. VI, Liyr. 3 — 4.
Phaneroptera gracilis Burm.
Kirby, Syn. Cat. Orth., II, 1906, p. 436.
Karny, Zool. Mededeel., V, Leiden 1920, p. 195 & 210 {brevis).
Hebard, Proc. Acad. Nat. Sc. Philadelphia, LXXIV, 1922, p. 171
( Anerota ).
Diese in Siidost-Asien weit verbreitete Art hat ihren Namen mehrmals
wechseln miissen. Als subnotata St&l erscheint sie 1878 in Brunners Mono¬
graphic (p. 215). Bei Kirby (l.c.) heisst sie gracilis Burm. Karny nannte
sie 1920 brevis Serv. Hebard stellt 1922 zwar den friiheren Speziesnamen
wieder her, fiihrt sie aber nnter dem Gennsnamen Anerota Caudell 1921 an.
Ich schliesse mich Kirby an, weil man nach diesem Katalog wenigstens rasch
und sicher weiss, um welches Tier es sich handelt und den rein nomenklato-
rischen Streitigkeiten ausweicht.
Mir liegt von Denpasar nur 1 $ vor.
LOCUSTIDAE (Acridiidae).
Euparatettix personatus Bol.
1 9 . Pronotum und namentlich die Fliigel die Ilinterknie betrachtlich
iiber ragend.
Paratettix variabilis Bol.
1 . Pronotum und Fliigel wie bei der vorigen Art. Skulptur des Pro-
notums normal ausgebildet.
Scheint von Java noch nicht bekannt zu sein; Bolivar (1887) und Kirby
(1910) geben nur Madura, Borneo und Philippincn an, Hancock (1906) aus-
serdern noch Sumatra.
Acrida turrita L.
Nur 1 c? , einfarbig hellgriin.
Heteroptemis respondens Walk.
Saussure, Addit. Prodr. Oedip., 1888, p. 46 (pyrrhoscelis) .
IvmBY, Syn. Cat. Orth., Ill, 1910, p. 220.
1 9 • Prozona des Pronotums fast samtartig und einfarbig braun-
schwarz, welche Farbe sich oben in der Mitte auch etwas auf die Metazona
»
erstreckt. Diese ist sonst gelbbraun, nur am Ilinterrand oben teilweise
dunkler gefleckt.
Gastrimargus transversus Thunb.
Kirby, Orthoptera (Acridiidae), in: The Fauna of British India, in¬
cluding Ceylon and Burma, 1914, p. 145, /. 103.
2. 9? * Nach Kirby auch auf Java und Celebes.
R. Ebner: Orthopteren von Bali.
425
Gastrimargns sundaicus Sauss.
Kirby, Syn. Cat. Orth., Ill, 1910, p. 228.
Nur 1 d* •
Locusta danica L.
Saussure, Prodr. Oedip., 1884, p. 120 ( Pachytylus cinerascens) .
Uvarov, Bull. Ent. Research, XII, 1921, p. 161 ( migratoria ph. danica).
1 gelblichgriines d* .
Trilophidia cristella StIll.
Auch von dieser Art liegt nur 1 d* vor.
Gelastorrhinus bicolor De Haan.
Kirby, Syn. Cat. Orth., ITT, 1910, p. 409.
1 aus Denpasar.
Im Sommer 1923 hatte ich Gelegenheit, die Typen von De Haan zu
untersuchen, welche sieh damals bei meinem Freunde Dr. Willemse in
Eijgelshoven befanden. Haan gibt seine Art aus Java und Japan an; sein
Material besteht aus 1 von Crawang, Java (Muller) und einem Parehen
von Japan (Siebold). Wie ich vermutet hatte, weichen die Tiere beider
Fundorte von einander ab, sodass ich die Unterschiede und spiiter auch die
Grossenangaben anfiihren will.
cfaus Java: Schlank, Rostrum langer und schmaler. Elytren schmal.
Ilinterfliigel stark zugespitzt, schmal, ganz angeraucht.
d* $ aus Japan : Robust er und breitor, Rostrum kiirzer und breiter,
Elytren breiter, Hinterfliigcl weniger stark zugespitzt, breiter, beim d* nur
an der Spitze leicht angeraucht, beim $ ganz hyalin.
Kirby hat zu G. bicolor auch Indus Burr als Synonym gestellt. Ver-
gleicht man nun die 3 Exemplare von Haan mit Indus und esox Burr, von
weichen mir im Wiener Museum die Typen vorliegen, so kommt man zu fol-
gendem Ergebnis:
G. bicolor be Haan umfasst 2 Arten, von denen die eine,
aus Java, diesen Namen be halt; dam it kann man Indus
synonym erklarcn, obwohl besonders die d*d* aus Sukabumi (West-
java) durch ein wesentlich weitmaschigeres Geader der Elytren (namentlich
Queradern im Discoidal- und Interulnarfeld) da von abweichen, wahrend 1
d* aus Palabuan (Siidjava) von dem aus Bali kaum vei’schieden ist 0).
Die Ilinterfliigel sind bei alien Exemplaren deutlicli angeraucht und bisweilen
ahnlich gefiirbt wie bei gracilis Fritze. Die z w e it e Art, aus Japan,
hat dann G. esox Burr zu heissen. — Dabei ist allerdings zu be-
riicksichtigen, dass ich die Untersuchung der Arten von Haan und Burr
(1) Es ist sehr walirscheinlich, dass Burr das Parehen aus Palabuan bei der
Beschreibung von lucius nicht gesehen hat. Diese beiden Stiicke aus Siidjava
tragen eine andere Nummer und sind vermutlich erst spiiter dazugesteckt worden.
426
Treubta Vol. VI, Livr. 3 — 4.
nicht gleichzeitig vomchinen komite, sondem hier in Wien auf meine in
Holland gemachten Notizen und einige Erganzungen durch Willemse ange-
wiesen war.
Die Unterschiede der beiden Arten sind gering und meist schwer zu de-
finieren, denn die von Burk angefiihrten Merkmale im Geader der Elvtren
sind teilweise auch bei den Tvpen nicht so scharf markiert, wie man nach den
Angaben erwarten konnte. Es sind vor allem Verschicdenheiten im Habitus
und in der Besohaffenlieit der Flugorgane. — Auch Uvarov hat 1912 auf die
Schwierigkeiten bei der Artunterscheidung in dieser Gattung hingewiesen (*).
Endlich mochte ieh noch eine Uebersicht iiber die Grossenangaben aller
untersuchten Exemplar© geben.
G. bicolor de Haan 1842 (= Indus Burr 1902).
£ von
Haan aus"
Java (Type
von bicolor).
<? aus
Bali.
Exemplare der Coll. Brunner v. W.
in Wien (Typen von lucius und
1 Paar aus Palabuan).
6 cTc?
299
Kdrperlange . .
29
mm
29,5 mm
27’5 — 30 mm
4T5 — 42 mm
Pronotum .
4’5
n
5
4’2 - 5 „
6’8 — 7 „
Lange der Elytren. .
29
n
28
27 — 29’5 „
37—38
Breite der Elytren. . .
2
n
2’2
2 — 2’2 „
3*2 *
Lange der Flugel. . . .
22’5
n
22’5 „
20'5 — 24 „
30 — 30’5 „
Hinterschenkel .
13
it
12
11/2 — 12’2 „
15’6 — 16’2 „
G. esox Burr 1902.
Exemplare von Haan
aus Japan.
Exemplar© der Coll. Brunner v.
in Wien (teilweise defekt)
(Typen von esox).
W.
cT
9
3 dV
599
KOrperlange .
29 mm
38’5
mm
25’5 — 26’5
mm
39’5 — 43’5
mm
Pronotum .
4’o n
7
tt
4'2 — 4’8
n
7 — 7’5
77
Lange der Elytren . .
unvoll-
standig
37
n
24’5 — 27’5
77
35’5 — 41
77
Breite der Elytren...
2’5 mm
3’5
it
2’4 — * 2 6
7)
3’8 — 4 3
71
Lange der Flugel . . . j
24*5 „
30
it
20’5 — 22'5
17
30’5 — 33 5
H
Hinterschenkel _ .
13
—
11’5 — 12
17
16’5 — 18’5
77
(1) M. Hebard kommt neuestens bei Gelastorrhinus bicolor zu etwas anderen
Ansichten als ich (Trans. ’Am. Ent. Soc., L, 1924, p. 211).
R. Ebner, 14. VII. 1925.
R. Ebner: Orthopteren von Bali.
427
Eine kleine Richtigstellung im KiRBY-Katalog (III, p. 409, No. 5) : die
von Fritze aus Sumatra bescliriebene Art heisst gracilis und nioht glacialis .
Neubeschrieben sind seither G. rotundatus Shiraki aus Formosa (Acri-
diden Japans. Publ. by the Keiseisha, Tokyo, Japan, 1910, p. 62) und G. sagitta
Uvarov (Horae Soc. Entom. Ross., XL, No. 3, 1912, p. 10) aus Transkaspien
und Turkestan.
Catantops sp.
Willemse, Zoolog. Mededeel., VI, 1921, p. 18.
Eine fast einfarbig griinliche Larve von 26 mm Lange mit noch sehr
kleinen Fliigelansatzen.
Abgeschlossen in Wien am 28. Mai 1924.
NEW MALAYAN MICRO-LEPIDOPTERA.
By
E. Meyrick
(Marlborough, England.)
EUCOSMIDAE.
Spilonota beryllina, n. sp.
Jf< 20 mm. Head whitish. Palpi porrccted, green-whitish, second joint
with base and an oblique median band blackish, terminal joint % of second,
slender. Antennal notch very near base of stalk. Thorax whitish-green, a
black mark on shoulder. Forewings with strong costal fold from base to %,
termen nearly straight, little oblique; light green; markings black, edged
white; a series of dots along costa, and costal edge blackish anteriorly; a
transverse series of three dots at %, median followed and subdorsal preceded
by a fine dash ; a triangular spot beneath costal fold at %, whence an angul-
ated line of scales runs to a spot on dorsum at %, enclosing a small spot of
groundcolour; a curved line running from beneath costal fold before middle
of wing through disc and recurved towards costa at % but not reaching it;
a slender oblique streak from dorsum beyond middle reaching % across wing ;
a slender excurved oblique streak from dorsum at % reaching half across
wing; a slender transverse streak in disc towards termen, upper end short-
furcate; a short oblique apical mark; some short linear marks on termen: cilia
whitish (injured). Hindwings whitish-grev; cilia whitish.
Java, Tjibodas, 1500 m., in August; one specimen.
Eucosma leptancistra, n. sp.
$ . 14 mm. Head whitish, sides of crown suffused fuscous. Palpi white,
second joint suffused blackish except apex. Thorax fuscous, suffused blackish
towards shoulders, patagia whitish towards apex. Forewings with termen
nearly straight, little oblique; grey, points of scales whitish; costa marked
blackish, with seven pairs of whitish strigulae between % and apex: basal
patch suffused darker grey, edge hardly angulated below middle; central fascia
narrow, rather oblique, suffused darker grey, slender and black on costa, on
posterior edge below middle with an almost blackish prominence terminating
in an upeurved strigula; ocellus broad, ochreous- whitish, suffused silvery-
leaden except a. narrow central area including four small indistinct dark
428
429
E. Meykick : New Malayan Micro-Lepidoptera.
marks, lowest forming a curved dash ; an oblique blackish stria following this,
ending on termen below middle; four short oblique blue-leaden strigae from
costa posteriorly; a round dark fuscous apical spot: cilia light grey with rows
of blackish and white points, beneath apex a white bar. Hindwings with 3 and
4 stalked ; grey ; cilia light greyish.
Sumatra, Wai Lima, Lampong, in December (Karny); one specimen.
Similar in markings to Acroclita naevana, except that edge of basal patch
is hardly angulatcd.
GELECHLADAE.
Crocanthes ignea, n. sp.
20 mm. Head and thorax blackish. Palpi pale ochreous, second joint
suffusedly irrorated dark fuscous. Abdomen orange. Forewings rather
narrow; 8 and 9 stalked; blackish; a rather irregular orange transverse fascia
near base, whence a broad orange streak sprinkled dark fuscous extends
along costa to % ; a large very irregular orange blotch extending on
dorsum from before middle to near tornus, and reaching nearly to costal
streak, somewhat sprinkled dark fuscous. Hindwings orange; a blackish
apical blotch, extended as an irregular attenuated streak to middle of ter¬
men ; cilia blackish, dorsum and lower part of termen orange.
Dutch New Guinea; one specimen. In damaged condition, but
distinct.
Scythostola, n. g.
Head smooth; ocelli posterior; tongue developed. Antennae 1, basal joint
elongate, without pecten. Labial palpi very long, recurved, second joint
smooth-scaled, terminal joint as long as second, slender, acute. Maxillary
palpi very short, filiform, appressed to tongue. Posterior tibiae with rough
projecting scales above. Forewings with 16 furcate, 2 and 4 short-stalked from
angle, 3 absent, 5 absent, 7 and 8 stalked, 7 to apex, 11 from %. Hindwings
slightly over 1, trapezoidal-ovate, cilia % ; 3 and 5 stalked, 4 absent or out of 3,
6 and 7 long-stalked, 6 to apex.
Probably allied to Teucrodoxa , but the posterior tibiae are apparently
not tufted.
Scythostola heptagramma, n. sp.
? . 23 mm. Head light ochreous-yellow, a central suffused pale leaden
stripe on crown. Palpi and thorax light ochreous-yellow. Antennae dark
purplish-fuscous, apical % whitish except tip. Forewings elongate-oblong,
termen rounded, very oblique; ochreous-yellow; three dark grey streaks
from base overlaid blue-leaden-metallic (costal, median, plical), costal reaching
slightly beyond others to %, some scattered dark grey scales between these ;
all veins beyond cell marked with dark grey lines; cilia ochreous-yellow
(imperfect). Hindwings purplish-grey; cilia light grey.
Java, Tjibodas, 1500 in., in August; one specimen.
430
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Orphanoclera, n.g.
Head with appresscd scales ; ocelli posterior ; tongue developed. Antennae
over 1, basal joint elongate, without pecten. Labial palpi very long, recurved,
second joint smooth, terminal joint as long as second, slender, acute. Maxillary
palpi rudimentary. Posterior tibiae rough-scaled above. Forewings with 2
and 3 coincident, 4 and 5 coincident, 7 and 8 stalked, 7 to apex, 11 from
beyond middle. Hind wings over 1, trapezoidal, termen hardly sinuate, cilia
%; 4 absent, 3 and 5 short-stalked, 6 and 7 stalked.
Belongs to the Lecithocera group.
Orphanoclera tyriocoma, n. sp.
$ . 16 mm. Head purple-fuscous, face pale ochreous. Palpi pale oclircous,
anterior edge of terminal joint dark fuscous. Antennae ochreous-whitish,
rather infuscated towards base. Thorax light bronzy-fuscous. Forewings
elongate, apex obtuse, termen slightly rounded, rather strongly oblique; light
bronzy-fuscous; cilia coneolorous. Hindwings light grey; cilia pale grey.
Java, Tjibodas, 1500 m., in August; one specimen.
Lecithocera argomitra, n. sp.
d* . 12 mm. Head brownish-ochreous, a shining snow-white frontal bar.
Palpi pale ochreous, second joint above (except towards base) with long ex¬
pansible curled hairs somewhat infuscated towards apex. Antennae snow-
white. Thorax brownish-ochreous. Forewings elongate, termen somewhat sin¬
uate, rather oblique ; 2 and 3 stalked, 8 and 9 out of 7, 7 to termen ; brownish-
ochreous infuscated; discal stigmata rather dark fuscous, first small, second
forming apex of an erect suffused fuscous streak from dorsum about % ; 11
fuscous terminal line, and two or three dots on costa towards apex ; cilia grey-
whitish, two grey shades. Hindwings with 3 and 4 stalked, 5 nearly approx¬
imated; pale greyish; cilia coneolorous.
Sumatra, Wai Lima, Lampong, in December (Karny) ; one specimen.
Lecithocera asarota, n. sp.
cf $ . 21 — 23 mm. Head pale violet-fuscous, face and sides of crown pale
ochreous-yellowish. Palpi light ochreous-yellowish, second joint with scales
roughly expanded above towards middle, with suffused dark fuscous longitud¬
inal streaks not reaching apex, terminal joint dark fuscous anteriorly except
at base. Thorax violet-fuscous. Abdomen yellow-ochreous, base fuscous.
Forewings with termen hardly sinuate, somewhat oblique; 2 and 3 stalked,
8 and 9 out of 7, 7 to below apex; dark violet-fuscous; an ill-defined narrow
darker transverse fascia at %, edged with some light ochreous irroration;
costal edge light ochreous-yellowish from this to % ; a small discal spot beyond
middle outlined with pale ochreous irroration, in roundish, in § forming
two dark dots; a pale ochreous-yellowish transverse mark from costa at %;
some pale ochreous irroration before upper part of termen ; cilia violet-fuscous,
E. Meykick : New Malayan Micro-Lepidoptera.
431
darker on costa and beneath tornus, on termen with base pale yellowish, and
more or less suffused pale yellowish towards tips. Hindwings with 3 and 4
connate; dark grey; cilia grey.
Sumatra, Wai Lima, Lampong, November 26th, 1921 (Karny) ; two
specimens (No. 197).
GLYPH I PTERYG I D A E .
Simaethis tricyanitis, n. sp.
cT • 12 mm. Head dark violet-grey, face and some scales behind eyes
ochreous- whitish. Palpi whitish, second and terminal joints each with two
dark fuscous rings. Thorax dark fuscous, an ochreous-whitish blotch on
shoulders. Forewings broad-triangular, termen hardly rounded, little oblique ;
blackish; a nearly straight hardly oblique transverse violet-metallic line from
a white dot on costa at y3, nearly followed by a parallel line of pale yellowish
irroration, immediately following this a white discal dot; beyond middle an
oblique transverse blue-metallic bar in disc ; a blue-metallic line from a white
dot on costa at % obliquely outwards to middle, thence angulated inwards to
beneath discal bar and again angulated to dorsum at % ; a less oblique blue-
metallic line from a white dot on costa at % to middle, thence shortly con¬
tinued near termen but not reaching tornus; apical and terminal area beyond
this line fulvous, longitudinally streaked with black on anterior half; cilia
grey, a black basal line, a white dot in costal cilia near apex. Hindwings
dark fuscous; markings dull orange; a slender irregular median streak from
base to middle, somewhat enlarged at extremity; two short slender irregular
waved transverse lines between this and termen; cilia grey, a black basal line.
Kei Island (II. C. Siebers) ; one specimen. Damaged on basal and
dorsal area of forewings, but a very distinct species.
HYPONOMEUTIDAE.
Hyponomeuta enneacentra, n. sp.
cf $. 18 — 19 mm. Head and palpi white. Thorax white, black marks
on shoulders, a spot behind collar in middle, and one on each side of back.
Forewings elongate, rather dilated posteriorly, termen rounded, rather
oblique; white; nine large black dots on anterior half of wing, namely, 2
(costal and plical) near base, an angulated transverse series of 3 about *4,
and a similar angulated series of 4 towards middle, angle of each series
on fold; cilia white. Hindwings and cilia light-grey.
Kei Islands (II. C. Siebers); three specimens (No. 137: Gn. Daab,
13. IV. 1922, at light. — No. 144: Gn. Daab, 15. TV. 1922, at light).
Ethmia gonimodes, n. sp.
$ . 26 mm. Head whitish-grey, a black spot on crown. Palpi white,
second joint with two imperfect black rings, terminal joint with base and
432
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
a subapical band black. Thorax whitish-grey, three large black dots behind
collar, two in middle of back, and two posterior. Abdomen orange-yellow,
a dorsal series of seven small blackish spots. Forewings elongate, termen
nearly straight, rather oblique; pale grey; extreme costal edge black towards
base; 17 large black dots or small spots, namely, one at base, two (sub¬
costal and median) near beyond this, three (subcostal, submedian, subdorsal)
in an angulated series at *4, one in disc before middle, one near dorsum
beneath this, one on fold beyond middle, one towards costa at %, one
below middle rather beyond this, and about six in a circular group towards
apex; nine irregular approximated black dots on apical and terminal margin;
cilia whitish-grey. Ilindwings pale glossy grey; cilia whitish-grey.
Sumatra, Wai Lima, Lampong, in December (Karny) ; one specimen.
TIN ELD AE.
Monopis ochnodelta, n. sp.
c? . 17 mm. Head yellow-whitish. Palpi dark fuscous, apex whitish.
Antennae dark grey. Thorax dark fuscous. Abdomen grey. Forewings
with 9 and 10 connate; dark fuscous; two oehreous-whitish blotches suffused
light ochreous-yellow except on margins, first large, triangular, extending
on dorsum from near base to middle and reaching nearly to costa, anterior
edge convex, second pear-shaped, resting on costa beyond middle and
reaching to discal hyaline impression, on costa strigulated dark fuscous;
an undefined .cloud of oehreous-whitish irroration resting on dorsum near
tornus, and another on costa towards apex; cilia violet-fuscous mixed dark
fuscous, oehreous-whitish patches on costa before apex, on .termen beneath
apex, and on dorsum before tornus. Ilindwings rather dark bronzy-grey;
cilia oehreous-whitish with .grey subbasal line, on apex and costa rather
dark grey.
Kei Island (H. C. Siebers) ; one specimen. Nearest trimaculella, with
which it agrees in neuration, but quite distinct.
Tinea cymopelta, n. sp.
c f $ . 13 — 15 mm. Head whitish-yellowish. Palpi fusoous. Antennae 1,
whitish fuscous, darker towards base. Thorax brown. Abdomen oehreous.
Forewings moderate, costa moderately arched, apex pointed, termen very
obliquely rounded; bright clear yellow; a short wedgeshaped fuscous streak
on base of costa, and base of dorsum fuscous; a light purple terminal fascia
irregularly sprinkled dark fuscous, edged anteriorly by an irregular waved
subconvex line of dark fuscous irroration running from % or % of costa to
% of dorsum; cilia whity-brownish sprinkled dark fuscous. Ilindwings %,
bronzy-grey; cilia whitish-grey.
Kei Island (H: C. Siebers) ; two specimens (No. 144: Gn. Daab, 15.
IV. 1922, at light).
E. Meyrick: New Malayan Micro -Lepidopt era.
433
Tinea trita, n. sp.
16 nun. Head pale ochreous. Palpi dark fuscous, tip pale ochreous.
Antennae white mottled dark grey. Thorax pale greyish-ochreous, anteriorly
suffused dark purple-grey. Forewings moderate, termen very obliquely roun¬
ded; pale greyish-ochreous finely speckled dark purple-grey; cilia pale grey¬
ish-ochreous, two dark grey lines. Ilindwings rather dark bronzy-grey; cilia
light greyish-ochreous, basal third grey.
Sumatra, Wai Lima, Lampong, in December (Karny) ; one specimen.
Agorarcha, n.g.
Head with appressed scales; ocelli posterior; tongue absent. Antennae
%, basal joint moderate, without pecten. Labial palpi rather long, porrected,
second joint broadly clothed with dense scales roughly expanded above and
at apex, terminal joint short, subascending, slender, pointed, concealed in
scales of second. Maxillary palpi obsolete. Posterior tibiae densely rough-
scaled above and beneath. Forewings with cell reaching %, veins long, all
subparallel, 2 from towards angle, 7 to costa, 11 from near base. Hindwings
1, elongate-ovate, but with apex pointed, cilia %; 2—7 separate, 5 and 6
approximated at base; frenulum of $ short, apparently simple.
Allied to T rachy centra.
Agorarcha illapsa, n. sp.
$. 32 mm. Head ochreous-grey- whitish. Palpi whitish-fuscous sprinkled
fuscous. Thorax ochreous-grey-whitish, some scattered black specks. Fore¬
wings elongate, slightly dilated, costa moderately arched, apex pointed, prom¬
inent, termen sinuate, oblique; light brownish with scattered blackish specks,
towards dorsum and on posterior third with small strigulae or dots of blackish
irroration; a short scale-thickening on costa towards middle; a broad un¬
defined median streak of ochreous-white suffusion from base, beyond middle
becoming diffused and continued by an indistinct interrupted whitish line to
apex; second discal stigma small, dot-like, black; cilia formed of flat scales,
ochreous-whitish, on termen a median line of dark fuscous scale-tips, on costa
all scales tipped black. Hindwings grey ; cilia flat-scaled, light grey, on costa
pale ochreous with dark fuscous tips.
Sumatra, Wai Lima, Lampong, in December (Karny); one specimen.
Ctenocompa gongylopis, n. sp.
dV 20 mm. Head whitish-grey, eyes greatly enlarged, face narrow. Palpi
very short, whitish-grey. Antennal pectinations 5. Thorax whitish-grey,
greyer anteriorly. Forewings broad, termen rather obliquely rounded; 8
and 9 stalked; pale grey, with irregularly scattered strigulae of dark grey ir¬
roration; cilia whitish-grey. Hindwings and cilia whitish-grey.
Sumatra, Wai Lima, Lampong, in December (Karny); one specimen.
28
SOME CICADAS FROM SUMATRA.
By
Major J. C. Moulton, D. Sc., M. A.
(Sarawak).
The following Cicadas have been sent to me for identification by Mr.
E. Jacobson. Two species are new to the island of Sumatra, making a total
of 57 species now known from Sumatra, as against 69 from the Malay
Peninsula, 73 from Borneo and 54 from Java (1).
A small collection of Cicadas from Java and Sumatra (principally from
Java) was sent by Mr. Jacobson to be identified by the late Mr. Distant,
who published a paper on them in 1913 (2). The only species recorded
from Sumatra in that paper are Tosena fasciata, Rihana pontianaka, Cos -
mopsaltria duarum, Platylomia flavida, Platylomia spinosa and Pomponia
fusca. Of the two last-named Platylomia spinosa also occurs in the collection
sent to me by Mr. Jacobson.
Sect. Dundubiaria.
1. Dundubia rufivena Walker.
1 d* , 2 $$ Fort de Kock (Sumatra) 900 M. January and October,
1921, and April, 1922. leg. E. Jacobson.
Originally described by Walker (1850) from Java. Recorded by
Distant (1889) from Sumatra.
A common species throughout Malaysia extending from the Malay
Peninsula through the Malay Archipelago to .New Guinea.
2. Cosmopsaltria montivaga Distant.
1 cf Fort de Kock (Sumatra) v920 M. August, 1921. leg. E. Jacobson.
Described (1889) from Borneo. Recorded (1923) from Sumatra
and the Malay Peninsula.
The males do not seem to be rare, but the female is ^apparently
still unknown.
(1) Mottlton, J. C. „Cicadas of Malaysia” Journ . F. M. S . Mus. 1923. Vol. XI.
Pt. 2. pp. 69—182, Plates II — V.
(2) Distant, W. L. „On a Collection of Javanese and Sumatran Cicadidae”
Tijdschrift v. Entom. 1913, Deel LVI, pp. 38 — 43.
434
J. C. Moulton: Cicadas from Sumatra.
435
3. Platylomia spinosa (Fabricius).
1 d* Fort de Kock (Sumatra) 920 M. September, 1921. leg. E.
Jacobson.
Described in 1787 by Fabricius from Sumatra. The type is in
the Banksian collection in the British Museum.
Distribution: Malay Peninsula, Borneo, Sumatra, Philippines and
New Guinea.
A common species, variable in the length and shape of the opercula
and in the infuscations ,of the tegmina. The d* collected by Mr.
Jacobson is closer to the form distanti than to the typical form.
4. Pomponia picta (Walker).
3 cf (f Fort de Kock . (Sumatra) 920 M. May and December 1921,
October 1922. leg. E. Jacobson.
1 d* Tambang Sawah, Bencoolen, Sumatra. .November 1922. leg.
Walke.
Described by Walker from Sumatra in 1868. Fairly common in
Malaysia.
Distribution: Malay Peninsula, Borneo, Sumatra, Java .and New
Guinea.
5. Pomponia graecjina Distant.
3 cf d* Fort de Kock (Sumatra) 920 M. November, 1920, March
1922, January 1924. leg. E. Jacobson.
Originally described (1889) from Mt. Kinabalu, North Borneo, and
hitherto only known from the mountains of Borneo.
The above three specimens from .Sumatra are referred to this spe¬
cies with some doubt.
Sect. Rihanaria.
6. Cryptotympana viridipennis Distant.
5 d* d* Fort de Kock (Sumatra) 920 M. March, April, August 1921,
March 1922. leg. E. Jacobson.
1 c? Padang Pandjang (Sumatra) 770 M. March 1921 leg. E.
Jacobson.
Originally described from Sumatra, where it seems to be fairly
common. Possibly confined to Sumatra, although the Buitenzorg
Museum has a $ labelled i ‘ Java”, — a record which needs con¬
firmation.
7. Cryptotympana epithesia Distant.
1 $ Fort de Kock (Sumatra) 920 M. 1924. leg E. Jacobson.
Described (1888) from Borneo. I know of only five other specimens
besides the above : — two d* d" in the British Museum from Bor-
436
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
neo, two <f(f in the F. M. S. Museums from Nias Island, and a
9 without data in the Raffles Museum, Singapore.
The discovery of this species in Sumatra is of interest.
Mr. Jacobson’s specimen is aberrant in having an areolet at the
base of the third apical area in the tegmina formed by an extra
post-discal nervule at the base. Both nervules and those at the
base of the first and second apical areas are infuscated. The basal
half of the tegmina and wings is slightly clouded with a pale
green tinge.
8. Cryptotympana robinsoni Moulton.
1 cf* Fort de Kock (Sumatra) 920 M. April 1921. leg E. Jacobson.
Described (1923) from a data-less <3* in the Perak Museum thought
to be from the Malay Peninsula. One c* from Sumatra recorded
(1923). These two and the one collected by Mr. Jacobson are the
only three specimens known to me.
9. Cryptotympana aquila (Walker).
2 cTc? > 2 $9 Fort de Kock (Sumatra) 920 M. April 1921 ( c* and 9).
March 1922 ( and 9 )• leg* F. Jacobson.
Described (1850) from 1 1 Corea/ ’ a locality record which must be
viewed with considerable suspicion in the absence of any other
specimens from north of the Malay Peninsula. Recorded by
Distant (1891) from Sumatra.
A common species in Neomalaya (i.e. Malay Peninsula, Borneo and
Sumatra).
10. Tacua speciosa (Illiger).
1 d* Fort de Kock (Sumatra) 920 M. 1924. leg. E. Jacobson.
Described (1800) by Illiger and first recorded from Sumatra by
Fabricius (1803). A striking species, not uncommon in Malaysia.
Distribution: Malay Peninsula, Borneo, Sumatra and Java.
11. Platypleura nobilis (Germ.)
1 9 Fort de Kock (Sumatra) 920 M. 1924. leg. E. Jacobson.
Originally described from Java (1830). First recorded from Su¬
matra by Distant (1889). Also known from Borneo, Malay Pen¬
insula, Assam and Burma.
Rare in collections.
Sect. Huechysaria.
12. Huecliys, sanguinea (de Geer).
6 (/(/, 6 99 Fort de Kock (Sumatra) 920 M. January 1922. leg.
E. Jacobson.
J. C. Moulton: Cicadas from Sumatra.
437
1 Lubuk Sulasih (Sumatra) 1000 M. September 1920. leg. E. Ja¬
cobson.
First described in 1773 from China. Recorded by Walker in 1867
from Sumatra.
A common species in the Far East.
The red lateral patches on the mesonotum vary in size. The red
face in Sumatran specimens is usually relieved by black at the
base, but in some the face is completely red. This is so in the d*
from Lubuk Sulasih which is of rather stouter build than those
from Fort de Kock.
13. Huechys pingcnda Distant.
1 $ Fort de Kock (Sumatra) 920 M. May 1922. leg. E. Jacobson.
Originally described from Sumatra (1888). Another form, subspec-
ifically distinct from this, is recorded from Celebes.
A rare species probably confined to the highlands.
14. Scieroptera splendidula (Fabricius).
1 $ Fort de Kock (Sumatra) 920 M. 1924. leg. E. Jacobson.
Originally described (1775) from China. Recorded by Distant
(1892) from Sumatra. Widely distributed throughout the Far
East.
The above $ is distinguished by the hyaline coppery tegmina, char¬
acteristic of var. trabeata (Germar).
Sect. Moganniaria.
15. Mogannia moultoni Distant.
1 $ Tambang Sawah (Bencoolen) Sumatra. December 1922. leg.
Walke.
Originally described from Sarawak (1910). A $ in the Buitenzorg
Museum from Soekaboemi, Java, appears to be this species.
The above $ collected by Walke is the first record of the species
in Sumatra.
Sarawak, 20. August 1924.
BIOLOGISCHE BEOBACHTUNGEN AN GRYLLACRIS
von
E. Jacobson
(Fort de Kock).
Am 20. April erhielt ich cine ausgewachsene $ Larvc, welche sich spatcr
nach Dr. Karnys Bestimmung als Gryttacris appendiculata Hr. v. W. lieraus-
stellte. Sie war am ganzen Korpcr fast gleichmassig hellgelbbraun gefarbt.
Wie bereits von Heim Dr. Karny in Treubia Vol. Y, Liv. 1 — 3, 1924, pag.
29, PI. II, Fig. 5 fur andcre Gryllacris-Larven hervorgehoben, war aueli bei
dieser die Lcgerohre liber den Riicken zuriickgebogen.
In ein Zuchtglas mit einigen Zweigen und etwas Wasser gesetzt, riihrte
sie die Insektcn, welche ihr gereicht wurden, nicht an und verhielt sich auch
librigens sehr triige. Am Morgen des 22. April hatte sie sich zwischen einigen
Bliittern eingesponnen, ohne dieselben jedoch cinzusohneiden, vielleicht weil
sie daflir zu klcin waren. Ich ersetzte darum den Zweig durch einen andern
mit grossem Bliittern.
Als ich um 4 Uhr nachmittags nachschaute, war die Larve eben im Begriff
sich zu hiiuten. Kopf, Thorax und der vordere Teil des Abdomens waren
schon aus der Larvenhaut herausgezogen, wahrend alle Beine, die Fiihler,
die Fliigel und das Ilinterleibsende noch grosscnteils in der alten Haut
steckten. Die Larvenhaut war an den beiden Hinterbeinen und einem der
Mittelbeinc mit den Klauen an einen Zweig aufgehangt, den Kopf nach unten
gerichtet. Durch cine rythmischc Pumpbewegung und seitliche Beugungen,
abwechselnd nach links und rechts, arbeitete die Imago sich in der bekannten
Weise aus der Larvenhaut heraus, bis die noch unausgebildeten Fliigel,
alle Beine und ungefahr ein Drittel der Fiihler befreit waren. Die Imago
war mit der Larvenhaut also nur noch durch die Legerohre und einen Teil
der Fiihler verbunden. Die abgestreiftc inilere Haut der Tracheen war deut-
lich als feine Faden an der Exuvie zu erkennen.
Sehr interessant war es nun wahrzunehmen, in welchcr Weise die Imago
vorging, um ihre Fiihler, welche eine Gesamtlange von 91/2 cm hatten, ganzlich
aus ihren Scheiden herauszuziehen. Der schon sichtbare Teil derselben war
straff gespannt und verlief von der Stirne des ab warts gekchrten Kopfcs iiber
die Wangcn an der Bauchseite entlang nach der Larvenhaut. Der gauze
Korper wurde erst so viel wie moglich gestreckt und der Kopf nach hinten
438
E. Jacobson: Beobaclitungen an Gryllacris ,
439
zuriickgebogen, urn dadurch die Fiihler so weit wic moglich herauszuziehen.
Dann beugte das Tier den Kopf brusteinwarts und nmfasste mit den einge-
knickten Tastern der Unterlippe je einen Fiihler und streckte daranf den
Korper wieder so weit als moglich abwarts, wobei mit deni ganzen Korper eine
riittelnde Bewegung gemacht wnrde. Dureh dieses Benelimen glitten die
Fiihler wieder ein kleines Stiick aus ihren Ilullcn. Nun wurden die Fiihler
in der schon beschriebenen Weise etwas mehr distalwarts mit den Tastern
gefasst und weiter heruntergezogen. Dieses w'urdc so lange wiederholt bis
die ganzen Fiihler befreit waren und die Imago nunmehr allein an ihrer
Legerohre hiingen blicb. Sie kriimmte sich dann bauchwarts so weit, bis sie
mit den Beinen den Zweig erfassen konnte und indem sie sich an demselben
fortbewegte, zog sie die Legerohre allmalig heraus. Der gauze Vorgang der
Hautung hatte kaum % St unden gedauert.
Die friseh gehautete Imago war elfenbein weiss mit Ausnahme des Kopfcs,
der eine weinrote Farbe zeigte, wahrend ein schmalcr Randsaum am Pro-
notum, alle Nahte des Abdomens, die Unterseite aller Sehenkel und die Domen
an den Sehienen ebenfalls weinrot gefiirbt waren. Die Augen waren bereits
schwarz und die sclirage Kante am Ende der Legerohre rotbraun. Auf dem
Kopfschild befand sich ein weisslieher Fleck und auf der Stirne zwischen der
Einlenkungsstelle der Fiihler 3 weisse Fleckchen, welche letzteren sioh spater
verkleinerten, indem sie sich schwa rzlichbraun umrandeten. Die Imago hangte
sich nun mit den Vorderbeinen an einen Zweig, mit dem Kopf nach oben,
und unter regel massi gen Pumpbewegungen, welche alle 5 bis 6 Sekunden
einmal stattfanden, dehnten sich die Vorder- und Hinterfliigel allmahlig aus.
Zu gleicher Zeit nahm das ganze Hautskelett einen sehr leichten gelblich-
braunen Ton an. Nach einer halben Stunde hatten sich die Fliigel vollig
gestreckt und sehr kurze Zeit nachher fing auch schon die schwarzliche Zeich-
nung an den Hinterfliigeln an, sichtbar zu werden. Sobald die Fliigel ihre
endgiiltige Ausbildung erreieht hatten, machte die Gryllacris sich daran, ihre
eigene abgestreifte Haut zu verzehren. Dass sie dieselbe nur teilweise ver-
tilgte, mag wohl daran gelegen haben, dass sie bei der Mahlzeit gestort wurde.
Des abends um 10 Uhr war das Tier schon etwas briiunlich angedunkelt,
besonders das Pronotum, die Fiihler, die Legerohre und die Gelenke der Beine.
Die Gryllacris hatte sich noeh nicht auf dem beigegebenen Zweig eingesponnen,
sondern sass ganz still an der Glaswand des Belial ters.
Am nachsten Morgen fand ich sie in einem Gehause, das sie des nachts
angefertigt hatte. Ein Blatt war an beiden Seiten der Mittelrippe von der
Basis bis fast zur Mitte eingeschnitten. Anstatt jedoch die beiden Halften in
der iibliehen Weise zusammenzuklappen, hatte die Gryllacris das Blatt mit
der ganzen Oberflache gegen die Glaswand gelegt und die Bander mit Spinn-
fiiden daran verbunden. Auch den Schlitz, welchcr dureh die beiden Ein-
schnitte entstanden war, hatte sie zugesponnen. Auf diese Weise wurde
zwischen dem Blatt und der Glaswand ein Hohlraum gebildet, in welchem
das Insekt sich aufhielt. Es war der Gryllacris also offenbar nicht um einen
440
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
vor dem Licht geschutzten Schlupfwinkel zu tun, sondern vielmehr darum, sich
ein Versteck herzustellen, in welchem sie vor den Blicken und der Nachstellung
ihrer Feinde gesichert ware. Hieraus liesse sich schliessen, dass sie nicht im
stande war, unter diesen veranderten Umstanden den logischen Schluss zu
ziehen, dass sie durch die Glaswand hindurch von aussen her sichtbar war;
es geniigte offenbar ihrem Instinkt, dass ihr Tastsinn sie belehrte, dass der
Raum, in welchem sie sich eingesponnen hatte, allseitig abgeschlossen war.
Das Insekt war wahrend der Nacht fast vollig ausgefarbt. Die Partien,
welche anfangs weinrot waren, hatten nun eine dunkelrotbraune Farbe an-
gcnommen. ]\Ian ware also versucht anzunehmen, dass dieses Dunkelbraun
hervorgerufen wird durch ein weinrotes Pigment mehr im Innern der Haut,
ivelches xiberlagert wird durch das Gelbbraun des ausseren Hautskeletts.
Interessant ware es an Schnitten mikroskopisch nachzupriifen, ob bei der
ausgefarbten Imago das weinrote Pigment in der Haut erhalten bleibt, oder
ob es sich unter der Einwirkung des Lichtes oder durch andere Einfliisse in
ein dunkelrotbraunes Pigment umbildet.
Auf dem Pronotum war eine dunkelbraune Zeichnung sichtbar geworden,
welche jedoch vorher nicht durch weinrotes Pigment angedeutet gewesen war.
Als ich das Blatt teilweise von der Glaswand losloste, machte sich das
Insekt sogleich daran, den Schaden wieder auszubessern. Der Vorgang des
Spinnens war durch die Glaswand hindurch deutlich zu verfolgen. Unter fort-
wahrendem trillerndem Betasten der Anheftungsflachen mit den Tastern
wurde der Unterkiefer (vielleicht auch zu gleicher Zeit die Zungc) aus der
Mundoffnung hervorgeschoben und gegen das Glas angedriickt. Gleichzeitig*
trat dann das Sekret der Spinndriise hervor, das noch zahfliissig sein musste,
da es an der Beruhrungsstelle jedesmal einen kleinen Tropfen bildete, von
welchem aus der Faden nach dem gegen liberliegenden Blatt ran de gezogen
und dort in gleicher \Veise festgeheftet wurde. So ging es hin und
her bis ein undichtes Gewebe gebildet war, welches kcine Kreuzfjiden enthielt.
Da der Vorgang zicmlich schnell vor sich ging, war eine genaue Beob-
achtung aller Einzelheiten fast nicht moglich ; es kam mir jedoch vor, alsob
das Spinnsekret aus den Spitzen der ausseren Laden der Maxillen hervortrate.
Jedenfalls werden keine zwei Faden gebildet, welche sich nachtraglich zu
einem einzigen vereinigen. Da an der Anheftungsstelle nur ein einziger
Tropfen sichtbar wird, ware es moglich, dass die Spinndriise an der Zunge
ausmiindet.
So fern mir bekannt, hat noch immer keine Untersuchung stattgefunden
xiber die genaue Lage der Spinndriisen und deren Ausmiindung bei den Gryl-
lacrinae. Es ware zu wiinschen, dass ein tiichtiger Entomologe sich entschliessen
wollte, durch anatomische LTntersuchungen an frischen Objekten diese Frage
aufzudecken.
Nachdem die Gryllacris den ganzen Rand des Blattes ringsum angeheftet
hatte, schritt sie*dazu, ihre langen Fiihler, welche aus dem Versteck hervor-
ragten, einzuziehen. Dazu drehte sie sich einige Male im Kreis hcrum, wie
E. Jacobson: Bcobachtungen an Gryllacris.
441
ein Hund auf seinem Lager, wodurch die Fiihler sich um ihren Korper
wickelten.
Wahrend der folgenden Naoht verzehrte sie eine kleine Locustide und
eine Stubenfliege. Am nachsten Morgen sass sie wieder in ihrem alten
Versteck; sie war jetzt vollig ausgefarbt.
Fort de Kock, 24. April 1924.
ZUR NOMENKLATURFRAGE
von
H. H. Karny
(Buitenzorg — Museum).
Durch langer wahrende Malariafalle, eine nach den Mentawei-lnscln
unternommene Sammelreise und anderweitige Inanspruchnahme war ich bisher
verhindert, auf Heikertingers Erwiderungen (Verb. zool. bot. Ges. Wien,
LXXIII, p. (182)— (186). — Zool. Anz., LVIII, p. 115—131. — Entom.
Mitt. Berlin, XIII, p. 109 — 110) zuruekzukommen, die er gegen meine „An-
wendung der Nomenklaturregeln ” (Ent. Mitt. Berlin, XII, p. 168 — 198)
veroffentlicht hat. Wenn ich trotzdem auch jetzt noeh dazu Stellung nehme,
so gesehieht dies vor allem, um zu vermeiden, dass mein Schweigen als Zu-
stimmung gedcutet werde.
Ich habe dem damals Gesagten nicht viel hinzuzufugen und nichts davon
zuriickzunehmen. IIeikertinger hat mir vorgehalten, dass ich meine Ent-
gegnung nach Lekture einer einzigen seiner diesbeziiglichen Arbeiten ver¬
offentlicht hatte, und meint am Schluss, ich wiirde nun nicht mehr in Abredc
stellen konnen, dass die einfachste, alien Zank ausschliessende Einigung sein
Kontinuitatsprinzip sei. Von der Richtigkeit der letzteren Bcluiuptung bin
ich heute ebenso wenig iiberzeugt wie damals und kann nur versichern, dass
ich meine Entgegnung im wesentlichen ebenso abgefasst hatte, wenn ich auch
damals schon seine anderen Mitteilungen uber denselben Gegenstand — die
ich inzwischen vom Autor erhalten und gelesen habe — gekannt hatte.
Uebrigens wird mir wohl niemand einen Vorwurf daraus machen konnen,
wenn ich hier in den Tropen nicht die Moglichkeit habe, alle im fernen
Europa publizierten Veroffentlichungen sofort kennen zu lernen. Auch finde
ich, dass Heikertinger in alien seinen iiber diesen Gegenstand veroffentlichten
Mitteilungen im wesentlichen iiberall dasselbe sagte, so dass man sich auch
schon aus einer derselben ein ziemliches Bild seines Prinzips bilden konnte.
Jcdenfalls hat es mich gefreut, dass Heikertinger einige Punkte, die
meiner Ansicht nach nicht geniigend deutlich ausgesprochen waren und daher
vielleicht nicht nur von mir jjmissverstanden” werden konnten, nun klar
gclegt hat. Wenn er z.B. jetzt ausdriicklich Homonyme ablehnt, so war mir
dies wichtig, weil man bei so umsturzenden Neuerungen nie wissen kann,
wie weit der Autor das alte, bisher bestehende annimmt und wie weit nicht.
442
443
H. H. Karny : Zur Nomenklaturfrage.
Ich konntc einige Beispielc von bedeutenden Forschem anfiihren, die
Homonyme ohne weiters fur zulassig crklarten und Heikertinger hatte
dariiber in der Formulierung seines neuen Prinzips gar nichts gesagt, ja
die Forderung, immer den gebrauchliehen Nainen anzuwenden, schien direkt
aucb die Verwcndung von Homonymen zu verlangen. Dass dagegen eine
andere Stelle im Text (nicht in der Formulierung des Prinzips) sprach, machte
die Sache nicht viel klarer. Ausserdem machte es mich stutzig, dass Heiker-
tinger gerade dafiir eintrat, praokkupierte Homonyme zu verwenden, wie
z.B. Tettigonia fur ein Zikadengenus, Locusta fur langflihlerige Heuschrecken
etc. Nun weiss ich aber inzwischen aus brieflichen Mitteilungen IIeiker-
tingers, dass er es ablehnt, Homonyme neben einander zu gebrauchen, dass
aber auch hier wieder nicht die Prioritat, sondern die Gebrauclilichkeit ent-
scheiden sollte, d.h. dass ein alterer Name durch einen jiingercn, aber an-
geblich gebrauchlicheren gewissermaassen — um in der Sprache der iiblichen
Nomenklaturgesetze zu reden — „praokkuppiertM wiirde. Ich miisste also
dann beispielsweise, wenn ich die Namen Exora oder Tapeina auf ihre Zu-
lassigkeit priifen wollte, erst nachsehen, in welcher Bedeutung der Name in
der ganzen Literatur offers vorkommt, also z.B. ob Tapeina ofter als Phanero-
pterine oder als Cerambycide gebraucht worden ist. Welchen grossen Zeit-
aufwand solche — iibrigens ganz nutzlose — Untersuchungen erfordern,
darauf habe ich schon in einer friiheren Gegenschrift hingewiesen. Um diesen
Einwand zu entkraften, hat Heikertinger nun seither den Begriff der ,,theo-
retischen Gebrauchlichkeit” eingefuhrt — ein neuer Name fur Prioritat.
Solche Falle seien also jetzt nach wie vor auch nach Heikertinger nach dem
Prioritatsgesetz zu entscheiden. Ich muss nun freilich gestelien, dass es mir
nicht klar ist, wo eine scharfe Grenze zwischen der Anwendung der „theo-
retischen Gebrauchlichkeit,> (Prioritat) und der ,,praktisehen” (Kontinuitiit)
gezogen werden soil. Ich bin daher nach wie vor dafiir, mich immer und
uberall an die Prioritat zu halten, veil sich jederzeit leicht feststellen lasst,
welcher Name von zweien der altere ist — sicher viel leicliter als welcher
der gebrauchlichere ist. Ausserdem finde ich ebon, dass das Kontinuitatsprinzip
in seiner jetzigen Fassung in seinen Auswirkungen vollstandig auf dasselbe
hinauslauft wie die Nomina-conservanda-Listen und sich davon nur theore-
tisch in der Formulierung unterscheidet. Gegen diese letztcren habe ich schon
in meiner vorigcn Mitteilung ausreichend Stellung genominen. Teh mochto
hier nur darauf hinweisen, dass der Gebrauch der Namen dieser Listen — wie
ihn auch Heikertinger empfiehlt — eine Durchbrechung der internationalen
Nomenklatur darstellt, solange jene nicht von einein internationalen Kongress
offiziell angenommen worden sind. Es kann wohl nicht geleugnet werden,
dass auf diese Weise alle derartigen Bestrebungen die internationale Ein-
heitlichkeit in der Namengebung spalten und untergraben und in diesem
Sinne muss auch das Kontinuitatsgesetz wirken, wenn es gebraucht wiirde,
ohne international legitimiert zu sein. In diesem Sinne war meine Befiirch-
tung gemeint, dass sein Gebrauch zur Zerstorung der internationalen Nomen-
444
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
klatur ffihren werde. Wahrend IIeikertinger in diese meine Behauptung
anscheinend den Sinn hineingelegt hat, es sollte in seiner Anwendungsweise
und Pormuliernng theoretisch an Rationale Grenzen gebunden werden, was
ich natiirlich nie gemeint babe. Aber auch wenn es einmal eingefiihrt ware,
liige immer die Gefahr nalie, dass es zu solchen Spaltungen fiilirt, weil eben
jeder Autor unter Berufung auf die Kontinuitiit sich immer in erster Linie
an die in der Literatur seiner Sprache fiblichen Namen halten wiirde.
Ueberhaupt lasst sich das Kontinuitatsgesetz viel weniger seharf und ein-
deutig prazisieren und ist daher Missdeutungen und Missbrauchen offensicht-
licli viel mehr ausgesetzt als das Prioritatsprinzip. Besonders deutlich zeigt
uns dies das jfingst erschienene Werk von Escherich fiber die Forstinsekten
(II. Bd. 1923). Nach einer Reservatio mentalis in seinen Vorbemerkungen,
er mache die neuen Namensanderungen nicht mit, geht. es dann im Texte
darauf los, als ob die letzten 50 oder 75 Jahre systematischer Arbeit nicht
gewesen wiiren. Gewiss wird niemand Esciiericii einen Vorwurf daraus
machen, dass er noch nicht wusste, dass aegyptiacum aus system atischen
Grfinden in eine eigene Gattung Anacridium gestellt werden musste (Uvarov,
Jan. 1923), aber es ist ausserst rfickstandig, wenn er beispielsweise a lie
Blattoiden noch unter dem Genus Blatta (wie vor 100 Jahren!) anffihrt,
wahrend sie heute nicht nur verschiedene Genera, sondern sogar verschiedene
Subfamilien und Familien bilden ! Es sie hier darauf hingewiesen, dass
IIeikertinger solche Missbrauche selbst ablelint, dass er ausdrficklich erkliirt,
dass Namensanderungen aus systematise hen Grfinden natiirlich auch
in Ilinkunft angenommen werden mfissten. Aber ware sein Prinzip einmal
angenommen, so ware es wohl kaum moglich, derartigen Missbrauchen zu
steuern. Aehnlich finden sich bei Escherich auch alle kleinen Grashfipfer
noch unter dem gemeinsamen Namen Stendbothrus, obwohl sie schon seit Jahr-
zehnten aus systematischen Grfinden auf mehrerc Gattungen verteilt
worden sind. Dadurch kommen dann bei Escherich auch Namen zustande,
bei denen man fiberhaupt nicht mehr weiss, was darun ter gemeint ist, so z.B.
Stenobothrus bigut tains. Stfinde Stauroderus biguttatus, so wfisste man
sofort, dass es sich hier um einen Druckfehler ffir biguttulus handelt. Aber
der unrichtige Gattungsname Stenobothrus verwirrt die Sachlage giinzlich.
Stauroderus biguttulus hat namlich frfiher einmal Stenobothrus geheissen,
niemals aber biguttatus. Sondern Stenobothrus biguttatus (Fischer 1853,
Frivaldsky 1868, TIirk 1858, Singer 1869, Ruoow 1873) kommt in der ganzen
Literatur niemals in anderer Bedeutung vor als = Gomphocerus maculatus.
Man musste somit annehmen, dass Escherich (der sich ja mit Vorliebe an dio
Namen der ffinfziger und sechziger Jahre halt!) diesen meint, wird daran
aber wieder durch den Umstand irre gemacht, dass er daneben auch Gom¬
phocerus maculatus anffihrt. Ich weiss nicht, wer sich da noch zurecht finden
kann. Aber jedenfalls wfirde alle diese Verwirrung vermieden, wenn Esche¬
rich einfach den Weltkatalog der Orthopteren von Kirby zur Hand genommen
und seine Namen nach diesem gerichtet hatte. Dann wfisste jeder Mensch,
H. H. Karny : Zur Nomenklaturfrage.
445
was gemeint ist, und Irrungen waren ausgeschlossen. Man kann von einem
Nicht-Spezialisten nicht verlangen, dass er alle neuesten Namensanderungen
kennt, auch dann nicht, wenn sie aus rein systematischen Grxinden erfolgt
sind. Was man aber verlangen kann, ist, dass er sich die kleine Millie nimmt,
im letzten zusammenfassenden Katalogwerk die giltigen Namen nachzuschla-
gen. — Das ist eben aueh der Fehler der Nomina-conservaiida-Listen, dass sie
sich iiber derartige Werke einfach hinwegsetzen und oft gar nicht von Fachspe-
zialisten hergestellt sind. Dies zeigt beispielsweise deutlieh die (nur 4 Namen
umfassende) Thysanopterenliste bei Apstein. Ausgerechnet der praokkup-
pierte Genusname Physopus, der heute giinzlich aus der Literatur verscliwun-
den ist, soil da konserviert werden und als Species typica finden wir dabei
noch dazu eine zweifelhafte, von verscliiedenen Autoren in verschiedene Genera
gestellte Art! Und fur die LiNNEsche Gattung Thrips wird uns communis
angegeben, ein Name, der gar nicht giltig und aus der Literatur verschwunden
ist und ausserdein eine Art bezeichnet, die Linnaeus noch gar nicht kannte,
die daher unmoglich der Typus seiner Gattung sein kann.
Aehnlich steht es ja ubrigens auch mit Tettiyonia. Das fragliche Zika-
dengenus heisst seit 20 Jahren T ettigoniella Jacobi — ihr Autor ist ubrigens
nicht einer der professionsmassigen Nomenklaturiinderer, sondern ein bekann-
ter Zikadenspezialist. Trotzdem soil jetzt nach so langer Zeit die Zikade
plotzlich wieder Tettiyonia heissen, und das unter Berufung auf Namensschutz
und Kontinuitiit! Es ist somit fur inich gar keine Fragc, dass Tettiyonia
nach wie vor ein Heuschreckengenus bleiben muss. Ich stehe nach wie vor
auf dem Standpunkt, dass die von mir 1912 angfiihrten Griinde durchwegs
dafiir sprechen, dass viridissima als Typus von Tettiyonia betrachtct werden
sollte. Als den aussclilaggebenden Grand sehe ich aber gegenwartig die
Prioritat der Typendesignation an, wiirde mich also damit einverstanden cr-
klaren, mit Kirby verrucivorus als Typus zu betrachten, wenn seine Desig¬
nation die alteste ware. Tatsachlich hat sie die Prioritat vor der von Rehn
und der meinen; doch hat Uvarov die Frage endgiltig klargelegt, wenn er
sagt (Trans. Ent. Soc. Lond., 1924, p. 493) : „The type of this Linnean genus
has been fixed already in 1815 by Leach (Edinburgh Encyclopaedia, p. 120)
as viridissima L., which makes Phasgonura of Stephens (1835), founded on
the same species, a pure synonym. All other reasons, fully dealt with by
Karny (Zoolog. Annalen, ii, pp. 202 — 208, 1907), leave also no room for any
doubts as to the genotype of Tettiyonia , and one wonders why Caudell (l.c.)
still used Phasgonura in 1912.” Tettiyonia bleibt also der giltige Name fur
viridissima , migratoria muss Locust a heissen und verrucivorus bleibt naoh
wie vor Decticus. Die Typen sind designiert und damit gibt es in Zukunft
keine Aenderungen mehr. Denn ich stehe auf dem Standpunkt, dass alle
einmal vorgenommenen Typendesignierungen eben bleiben miissen (voraus-
gesetzt, dass sie systematisch richtig sind) und damit ist unsere Nomenklatur
dann sofort stabilisiert, sobald nur einmal fiir alle Gattungen Typen festge-
stellt sind. Und fiir diese Stabilisierung gewahren uns gerade die Kataloge
446
Treubia Yol. VI, Live. 3 — 4.
eine grosse Hilfe. Heikertinger teilt mir brieflieh mit, dass cr nur Mono-
grapliien fur Feststellung von Namcn gelten lassen kann, nicht aber Kataloge.
Dem muss ich aber durchaus widersprechen, da ja fur viele Gruppen iiber-
haupt noch gar kcine Monographien vorliegen und wir dalier froh scin inussen,
Kataloge dariiber zu haben, um nicht ins Uferlose zu kommen, sondern iiber-
haupt auf einer festen Grundlage aufbauen zu konnen. Darum halte ich auch
Nomina-conservanda-Listen fur ganz zwecklos: denn wenn sie mit unseren
grossen Katalogwerken ubereinstimmen, sind sie ganz uberflilssig, und wenn
sie damit nicht ubereinstimmen, wird sich jeder Verminftige eben trotzdein
an die Kataloge und nicht an derartige Listen halten, weil letztere eben
naturgemiiss in jeder Ilinsicht ganz unvollstiindig sind, wahrend die Kataloge
alle Arten saint vollstiindiger Synonymik anfiihren und darum so wie so stets
zu Rate gezogen werden miissen.
Ich stehe tatsachlich nach wie vor auf dem von Heikertinger abgelehnten
Standpunkt: „Bis alle iiltesten Namen in ihre Rechte eingcsetzt sein werden,
wird keine Aenderung mehr erfolgen. Und dies wird bald sein, denn die
alten Werke werden bald ausgeschopft sein.1’ IIeikertingers briefliche Mit-
teilungen konnten mich nicht vom Gegenteil uberzeugen. Denn in alien von
ihm angefxihrten Fallen war eben die altere Literatur noch nicht vollstiindig
ausgeschopft oder — in weitaus der Mehrzahl der Falle — hatte die Aen¬
derung gar nichts mit dem Prioritiitsgesetz zu tun, sondern lediglich mit der
Methode der Typusbcstimmung. Die letztere ist meiner Ueberzeugung nach
tatsachlich sehr reformbediirftig, das hat aber mit dem Prioritatsprinzip gar
nichts zu tun. Im allgeineinen bin ich fur das Eliminationsverfahren, da
dieses die wenigsten Aenderungen heraufbeschwort. Ich stehe aber nicht auf
dem Standpunkte (wie Heikertinger zu meinen scheint), dass die Elimination
als starres Gesetz aufgestellt werden soil und jede Typendesignation, die nicht
auf Grund der Elimination erfolgt ist, dadurch ungiltig wird. Mein Grund-
prinzip ist, dass die erste Typusdesignation — wenn sie nur iiberhaupt richtig
war, also z.B. nicht etwa eine Art als Typus angibt, die beim ersten Autor
in der Gattung gar nicht enthalten war — giltig bieiben muss. Damit ist
eventuell eine einmalige Namensanderung gegeben; dann ist aber der
Name fur alle Zeiten festgelegt und eine Aenderung kann nur noch aus
systematischen Griinden erfolgen.
Gerade auf die Methode der Typusbestiinmung sind die meisten der
— unrichtigerweise dem Prioritatsgesetz zur Last gelegten — unliebsamen
Namensanderungen zuriickzufiihren und hier miisste tatsachlich noch refor-
mierend eingegriffen werden, urn zu grosserer Stabilitat der Nomenklatur zu
kommen. Namentlich bin ich ein entschiedener Gcgner der „opinion 65”
des Internationalen Codex, „that when an author names a particular species
as type of a new genus, it is to be assumed that it has been correctly deter¬
mined”. Caudell & Banks (Ent. Code, § 96) erliiutern dies durch ein
Beispiel: „Alpha Smith, new genus with a single specific name included,
the Bela alba of Jones. Then Bela alba Jones is the genotype of Alpha Smith,
H. H. Karny : Zur Nomenklaturfrage
447
even if it later results that Smith did not know that species, what he thought
to be that, being in reality a very different species/ *
Diese Festlegung scheint auf den ersten Blick recht verniinftig und
zweckmiissig, namentlich bei den in neuerer Zeit eingerissenen Aufstellungen
neuer Gattungen ohne Beschreibungen nur mit Angabe einer species typica
— ein Unfug, deni entschieden gesteuert werden sollte. In solehen Fallen
ist es auch zweckmiissig, sich an dieses Prinzip zu halten. Wenn ein Autor
seine Gattung derart begriindet, so diirfen wir nicht zur richtigen Deutung
der Gattung erst genotigt sein, die Typusexemplare dieses Autors nachzu-
untersuchen, sondern miissen eben annehmen, dass er unter der betreffenden
Art eben das verstand, was auch jeder andere darunter versteht, besonders
dort, wo es sich uni sichere, eindeutige und gut definiertc Arten handelt.
Diese Sachlage andert sich aber mit einem Schlage, wenn es sich um
zweifelhafte oder durch Jahrzehnte missdeutete Arten alter Autoren handelt,
deren Deutung vielleicht oft noch heute strittig ist. Da stiftet dieses Prinzip
nur Unheil und beschwort nur ganz unnotige Namensanderungen herauf.
Setzen wir den Fall, ein Autor hatte auf eine LiNNEsche oder de GeerscIic
Art ein neues Genus errichtet, dieses beschrieben, scharf definiert und gut
umgrenzt. Er verstand unter jener Art genau dasselbe wie alle anderen
Autoren seiner Zeit. Wenn nun plotzlich einmal das Typusexemplar jener
alten Sammlung nachuntersucht wird und sich dabei herausstellt, dass es sich
um eine giinzlicli andere Art handelt, auf die die gegebene Genusdiagnose
uberhaupt nicht passt, so ist es doch vollstandig widersinnig, jetzt den Genus-
namen auf jene andere Art zu iibertragen, wo wir doch sielier wissen, dass
der Autor des Genus und alle seine Zeitgenossen ganz etwas andercs darunter
verstanden haben.
Auf Grund dieses Prinzips wurden tatsachlich in der letzten Zeit schon
mehrfach Genusanderungen vorgenommen, z.B. Iloplothrips (Hood, Ento¬
mologist, 1915, p. 102 ff.) oder Phaneroptera (Caudell, Journ. Wash. Ac. Sci.,
XI, 20, p.487 ff.). Ich habe dagegen schon in Treubia I, 4, p. 221 — 223
Stellung genommen.
Tatsachlich wird in solehen Fallen das in Rede stehende Prinzip meiner
Ueberzeugung nacli widersinnig, zweideutig und unpraktisch: widersinnig
deswegen, weil es ein vollstandiger Unsinn ist, von mil* zu verlangen, ich solle
annehmen, eine Art sei richtig determiniert gewesen, wenn ich doch positiv
weiss, dass sie es nicht war. Aber diese Forderung wird auch in vielen
Fallen hochst zweideutig : Nehmen wir an, eine Spezies sei von einem (alten)
Autor S kurz beschrieben worden und spiiter hat der Autor G darauf ein
Genus gegriindet, die Art ausfiihrlich neu beschrieben und eine ausreichende
Genusdiagnose gegeben. Das Typusexemplar des Autors S sei nicht mehr
vorhanden oder dem revidierenden gegenwartigen Autor unzuganglich. Die
Art des Autors G sei unzweifelhaft a, wahrend in der Diagnose von S manches
dafiir spricht, dass er damit die Art b gemeint habe, die heute in eine ganz
andere Gruppe gchort und auf die die Genusbeschreibung von G uberhaupt
448
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
nieht passt. Nun wird von uns gefordert, anzunehmen, die Art sei bei G
richtig determiniert gewesen. Soil das heissen, wir miissen jetzt — vielleicht
aut’ unsichere Indizien hin — annehmen, die Art sei b, odcr wir miissen eben
die Deutung des Autors G fur alle Fiille als die richtige nehmcn und die
Art a unter dein fraglichen Namen versteben. Darum drehte sich ja ini
wesentlichen der Streit bei Hoplothrips: ich entschied mich fur a (freilich
nur auf Grund der SERViLLEschen Beschreibung, nicht auf Grund von Typen-
untersuchung), Hood fur b. Wer hat aber jetzt dein Wortlaut naeh reeht?
Wir beide haben angenommen, die Art von G (Serville) miisste richtig
determiniert gewesen d.h. also mit der von S (de Geer) identisch sein; aber
soil sie jetzt a oder b sein?
Ausserdcm ist dicse bier kritisierte Forderung aber auch liochst unprak-
tisch, wto es sich um derartige Fiille von alien, zweifelhaften Arten handelt,
weil sie ganz unnotige und systematisch durch nichts gerechtfertigte Namens-
iinderungen heraufbeschwort. Bis vor kurzem hatten wir fur Phaneroptera
Serville die species typica lilifolia Serville, von der jederman wusste, dass
damit nicht lilifolia Fabricius, sondern falcata Poda gemeint war. In
diesem Sinne war durch mehr als ein halbes Jahrhundert Phaneroptera defi-
nicrt und jeder wusste, was damit gemeint sei. Wie wirkt sich nun opinion
65 aus? Sie fiihrte dazu, dass Caudell (l.c.) unter Berufung auf sie Phane¬
roptera auf Scudderia St&l (1873) iibertrug und fiir Phaneroptera den
neuen Namen Anerota in die Literatur einfiihrte. Ich frage nun, was hat
unsere systematische Einsicht dadurch gewon nen? Eine plbtzliehe Aende-
rung alt bekannter Genusnamen, weiter nichts; also ist opinion 65 zwcifellos
sehr unpraktisch ; aber auch widersinnig: oder ist es nicht vernunftwidrig,
zu verlangen, man miisse glauben, lilifolia Serville sei richtig determiniert
gewesen, d.h. mit lilifolia Fabricius identisch, wenn man docli positiv weiss,
dass dies zwei verschiedene Arten (und heute auch Genera) sind. Und ist
schliesslich diese Forderung nicht auch zweideutig? Konnte man nicht unter
Berufung auf sie ebenso gut auch sagen, man miisste jetzt eben — unter der
Annahme Servilles Deutung der lilifolia ware die richtige gewesen — auch
den FABRiciusschcn Namen auf dieselbe Spezies beziehen, d.h. auf falcata?
So ergeben sich nur immer neue Schwierigkeiten und ganz unnotige Aende-
rungen. Es ware daher dringend zu wiinschen, dass opinion 65 ausgeschaltet,
bzw. auf die vernunftgemassen, eingangs angefiihrten Falle beschrankt wiirde,
um grossere Stabilitat unserer Nomenklatur zu erzielen.
Ueberhaupt ware es sehr anzuempfehlen, einmal eine vernunftgemasse
und moglichst wenige Aenderungen herbeifiihrende Typenbestimmung festzu-
legen. Dann wiirde auch der feindliche Ansturm gegen das Prioritatsgesetz
aufhoren, das an den allermeisten dieser Aenderungen gar keine Schuld trifft,
sondern nur fur die Mangel der Typenbestimmung zu biissen hat, wahrend es
doch bei verniinftiger Typenbestimmung auch ohne jede sonstige Aenderung
(und ohne Ersetzung durch Kontinuitat und andere ahnliche Principien) zu
einer verniinftigen, stabilen Nomenklatur fiihren wiirde. Freilich muss dabei
H. H. Karny : Zur Nomenhlaturfrage.
449
— entgegen Handlirsch — daran festgehalten werden, dass ein Autor auch
an den von ilim selbst friiher gegebenen Namen keine Aenderungen mehr
vornehmen darf, da es ja sonst ganz gut vorkommen kbnnte, dass ein Autor
einen von ihm selbst aufgestellten und inzwischen eingebiirgerten Namen z.B.
noch nach 50 Jahren andert, wodureh natiirlich auch wieder alle Stabilitat
illusorisch wiirde. In dieser Hinsicht muss das Nomenklaturgesetz allei dings
strenger sein als das Strafgesetz, um seinem Zweck, der Stabilisicrung der
Namengebung, geniige zu leisten. Jedenfalls stehe ich auf dem Standpunkt:
Namen, deren Gebrauch mit dem Prioritatsgesetz in Widerspruch steht, miis-
sen fallen; die Typusbestimmung sollte aber stets so vorgenommen werden,
dass sie moglichst wenige Namensanderungen herbeifiihrt.
29
BEITRaGE zur kenntnis der mikrofauna von
NIEDERLaNDISCH-OSTINDIEN.
VI. Bewohner salzhaltiger Thermalgewasser
von
R. Menzel
(Buitenzorg).
In der Nahe von Buitenzorg erhebcn sich mitten in Sawahs die Kalkberge
von Koeripan.
Diesen Kalk- oder Aragonitliugeln, die von Verbeek und Fennema (*)
eingehend bcschrieben wurden, entstroinen an zehn Stellen kleine Quellen,
eine hinter der anderen, in einem Streiohen von 327° wie die Hiigel selbst.
Uni diese Quellen, deren Temperatur ungefahr 45° C. betragt, lagert sich
Aragonit in radiarer Form ab. Das Wasser fiiesst in Rinnen, welche stellen-
weise von einer Alge ausgekleidet sind, iiber die Hugel hinunter und sammelt
sich in kleinen Becken.
Eine Analyse des Wassers (1 2) ergab einen Salzgehalt von 26,7°/00, wobei
Na Cl mit 19, G bis 19,7°/00 iiberwiegt. Anliisslich einer Excursion, veran-
staltet wahrend des naturwissenschaftlichen Kongresses in Buitenzorg (Sep¬
tember 1924), war es mir moglich, an Ort und Stelle einige Planktonnetzfange
zu machen. Weiters Material (der Ort ist wahrend der Regenzeit schwer
zuganglioh) hoffe ich spater sammeln zu kbnnen, mochte aber doch die vor-
laufigen Resultate mitteilen, einmal weil bis jetzt m.W. die Fauna derartiger
Gewasser auf Java noch nicht naher untersucht wurde und dan n auch, weil
die Zusammcnsetzung der Fauna dieser warmen Salzquellen nicht uninteres-
sant zu sein scheint.
Es fanden sich in den mitgenommenen Proben je ein Vertreter der Ne-
matoden, Turbellarien und Copepoden. In sehr zahlreichen Exemplaren
vorhanden war die Turbellarie
(1) R. D. M. Vebbeek et R. Fennema, Description g6ologique de Java et Madoera,
Tome I. Amsterdam 1896; vgl. auch J. G-. B. Beum£b, Richelvorming bij kalkafzet-
tingen. „De tropische Natuur”, No. 8, 1923.
(2) Natuurk. Tijdschr. Ned. Ind. Ill, 1852, p. 461 — 470 (nach Verbeek und
Fennema).
450
R. Menzel: Bewohner salzhaltiger Thermalgewasser.
451
Macrostomum tuba (L. Graff).
Dass Turbellarien in Salzgewassern vorkommen, ist bekannt. Seltener
schcint ihr Auftreten in Therm algewassern zu sein. Nach v. Graff sind bisher
zwei Fiille bekannt (3), darunter Microstomum lineare (Moll.), welcho
Siisswasserart ausser in Brackwasser auch in Thermen (47°) gefunden
wurde (4).
Macrostomum tuba ist eine in Europa wohl weit verbreitete Art. Andere
aussereuropaische Fundorte sind mir nicht bekannt, doch diirfte die Art im
Hinblick auf ihr Vorkommen im malayischen Archipel wohl als Kosmopolit
zn betrachten sein.
Nur in einem einzigen Exemplar vertreten war ein Nematode, und zwar
eine Oncholaimus- Art oder nach den neueren Untersuchungen von Filip jev (5)
eine
Adoncholaimus sp.
( Oncholaimus pt. auct.)
Fur eine genauere Determinierung ware mehr Material notig, vor allem
Mannchen. Das vorliegende geschlechtsreife Weibchen ist 2,8 mm lang.
(a — 55; P = 7,9; y = 41) Vulva 105:60. Eier 0,21 mm lang, 4 Stuck vor
der Vulva gelegen. Die drei Mundhohlenzahne cntspringen an der Basis der
Mundkapsel und ihre Spitzen reichen nur bis zur Mitte derselben.
Von den zur Gattung Adoncholaimus zu rechnenden Arten kommt unsere
Art im nachsten A. indicus (Linstow) was Korperlange (2,7 mm) und Kor-
perdicke (a = 50) betrifft.
Mundhohle, die Zahne derselben sowie die Gestalt des Schwanzes stim-
mcn indessen mit den Figuren, die Linstow und Stewart (6) von dieser Art
veroffentlichten, nicht iiberein. Mit dem Oncholaimus chilkensis Stewart (l.c.)
aus dem brackischen Chilka Lake (Bengalen) ist die Koeripan-Art sicher
(3) Nach brief licher Mitteilung von Herrn Prof. Dr. E. Sekera (Briinn), dem
ich auch die Bestimmung der vorliegenden Art verdanke.
v4) Brauer, Susswasserfauna, Heft 19, p. 74.
(5) I. N. Filip jev, Revision der Gattung Adoncholaimus. Zoolog. Anzeiger Bd.
LVIII, 1923, p. 108—113.
Nach brieflicher Mitteilung von Herrn Dr. Filipjev muss es sich, im Hin¬
blick auf die Beschaffenkeit des Fundortes, im vorliegenden Fall um eine Art dieser
Gattung handeln.
(6) O. v. Linstow, The Fauna of brackish Ponds at Port Canning, Lower
Bengal. Part. II. A new Nematode of the genus Oncholaimus. Rec. Ind. Mus. Vol. I.
1907. F. H. Stewart, Studies in Indian Helminthology. Report on a collection of
free-living Nematodes from the Chilka Lake on the East Coast of India, ibid. Vol.
X. 1914.
452
Treubia Vol. VI, LrvR. 3 — 4.
nicht identisch. Ohne weiteres Material ist es jedoch nicht moglich zu ent-
scheiden, ob eine schon bekannte oder eine neue Art vorliegt.
Die dritte Art endlich war ein Copepode und zwar ein Cyclopide. An
Hand der voriges Jalir erschienenen Arbeit von Seymour Sewell (7) war
es mir moglich festzustellen, dass es sich uni einen
Ilalicyclops sp.
handeln musste (8 9).
Bis jetzt sind m.W. nur drei Arten dieser Gattung bekannt, namlich
II. magniceps (Lilljeb.) (synon. Cyclops magniceps Lilljeb., C. aequoreus
Fischer, C. cfiristianiensis Boeck), II. propinquus Sars und II. tenuispina
Sewell. Der Name Ilalicyclops wurde von Norman fur II emicy clops Claus
eingefiihrt.
Die vorliegende. Art (6 Exemplare: 1 $ mit Eiballen, 1 <3* und 4 Jugend-
stadien) scheint wedcr mit II. magniceps noch mit II. tenuispina identisch
zu sein. (Die Bcschreibung von II. propinquus ist mir hier leider nicht
zuganglich.) Von magniceps unterscheidct sie sich hauptsachlieh durch die
Beborstung der Furka, auch der 5. Fuss ist etwas anders gebaut. Die
Eiballen des Weibchens enthalten jederseits 5 bis 6 Eier. Auch mit II.
tenuispina stimmt unsere Art nicht iiberein. Ob es sich um eine neue Art
handelt, muss weiteren Untersuchungen vorbehalten bleiben.
Was nun die Herkunft der drei bis jetzt aus den Koeripan-Quellen be-
kannten Tierarten betrifft, so ist zu bemerken, dass die Turbellarie Ma-
crostomum tuba ihre nachsten Verwandten im Siisswasser hat. Die beiden
anderen Arten aber gehoren zu Gattungen, deren Vertreter fast ausschliess-
lich im Meer oder im Brackwasser leben. Eine .Verwandtschaft mit Meeres-
tieren liisst sich also fur Adoncholaimus sp. und Ilalicyclops sp. wohl nicht
in Abrede stellen.
Dies ist insofcm bemerkenswert, als R. Hesse in seiner Tiergeographie (d)
schreibt: „Die im Binnenlande von Salzquellen gespeisten Gewasser enthal¬
ten eine Tierwelt, deren Verwandtschaft sich im Siisswasser findet; Meeres-
tiere sind aus solchen nicht mit Sichcrheit bekannt”.
Die Gattung Adoncholaimus nun ist nach Filip .jev (l.c.) zweifellos ma¬
riner Herkunft, die meisten Arten wurden im Brackwasser gefunden, eine
(7) R. B. S. Sewell, Crustacea Copepoda. Fauna of the Chilka Lake. No. 12.
Mem. Ind. Mus. (Calcutta), Vol. V. 1924.
(8) Dasselbe bestiitigten mir (briefl. Mitt.) die Herren Prof. A. Steuer und
Dr. F. Fruchtl (Innsbruck), welchen beiden Herren ich fUr ihre Hilfe auch hier
herzlich danken mochte. Herrn Dr. Fruchtl verdanke ich ferner wertvolle Litera-
turhinweise sowie die Abselirift der mir hier nicht zuganglichen Beschreibung von
H. magniceps.
(9) R. Hesse, Tiergeographie auf okologischer Grundlage. Jena, G. Fischer,
1924, p. 376.
R. Menzel : Bewoliner salzhaltiger Thermalgewasser.
453
(A. fuscus) marin, eine cinzige, A. punctatus (Cobb) im Susswasser. In-
teressant ware festzustellen, ob in den Salzquellen von Koeripan noeh andere
Nematodenarten und zwar ebenfalls Brackwasserformen vorkommen. Naeh
den Resultaten von W. Schneider, ( (10) der in Salzquellen des deutschen
Binnenlandes ausschliesslich Brackwasserarten fand, ware das letztere zu
erwarten.
Auch die wenigen Arten der Gattung II alicy clops sind mehr oder "weniger
ausgesprochene Brackwasserformen. II. magniceps wurde von Richard (u)
in algerisehen Schotts 400 km vom Meere entfernt gefunden (12), ein
ahnliches Vorkommen hat die javanische Art, wenn auch die Koeripan-
hiigel nicht so weit (ca. 40 km) im Binnenlande liegen. H. tenuispina
stammt aus dem Chilka Lake, der nach Sewell (l.c.) „communicates on the
one hand with the Mahanaddi river and on the other, in any normal (year,
with the open waters of the Bay of Bengal”. Im Susswasser scheincn Hali-
cyclops- Arten nicht oder nur selten vorzukommen. Von Burckhardt (13)
wurden (ebenfalls nach brief 1. Mitteilung von F. Kiefer) zwei vorliiufig zu
aequoreus (also magniceps) gestellte Formen aus vollig siissem Flusswasser
Ostasiens beschrieben. Weitere Funde sind abzuwarten; denn wahrschein-
lich gibt es noch mehr Arten dieser Gattung. Bis jetzt waren sie wohl
nur deshalb selten, weil sie „wegen ihrer versteckten Lebensweise und ihrer
Kleinheit nicht leicht gefangen werden”. (Kiefer, briefl. Mitt.).
Ob der Ilalicyclops von Koeripan zu den Ilalophilen oder den Halobien
(vgl. Hesse, l.c.p. 377) zu rechnen ist, bleibe vorlaufig dah ingest ellt.
Jedenfalls scheint fiir die Gattung Ilalicyclops dasselbe zu gelten, was Sewell
(l.c.) mit treffenden Worten im allgemeinen von den Copepoden schreibt:
„It appears probable that a great number of species of Copepoda are
cosmopolitan in their distribution — that a .wide distribution is the rule
rather than the exception — and that where we at the present time only
have records of occurrence in restricted areas, .this limitation of habitat is
merely apparent and not real, and is due merely to our ignorance”.
Das die Koeripanformen weitgehend an das Salzwasser angepasst sind,
geht aus folgenden Beobachtungen hervor. Ein Exemplar von Macrosto-
mum tuba , in Leitungswasser gebracht, lebtc noch nach einer halben Stunde;
die Bewegungen waren aber schon etwas schwachcr und der Korper ein
wenig kontrahiert. Am folgenden Tag war das Tier tot, wahrend die im
Koeripanwasser befindlichen Exemplare noch tagelang weiterlebten.
Ilalicyclops ist noch empfindlicher ; ein normales Exemplar ( d*) war,
(10) W. Schneider, Zur Nematodenfauna der Salzquellen des norddeutschen
Flachlandes. I. Nematoden der Salzquellen von Oldesloe (Holstein). Archiv fur
Hydrobiologie, Bd. XV, 1924.
(11) Bull. Soc. Zool. France, XV, 1890.
(12) Nach gutiger briefl. Mitteilung von Herrn F. Kiefer (Oefingen, Deutsch¬
land).
(13) Zool. Jahrb. Syst. Bd. 34. 1913.
454
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
in Leitungswasser gebracht, nach 1 bis 2 Minnten schon tot, wenn es sich
nicht um eine durch Ilypotonie erzeugte Lethargie handelte wie bei dem
Versneh von Issel (14) mit Tigriopus fulvus aus den rock-pools Liguriens.
Weitere Experimente an solchen Salzwasserbewohnem waren, wie Brehm
(l.c.) mit Recht betont, sehr erwiinscht.
(14) V. Brehm, Brackwassercopepoden im Siisswasser der Mittelmeerlander.
Intern. Rev. Hydrob. Bd. VII, H. 6, p. 453.
DESCRIPTIONS DE DEUX NOUVEAUX HYMEN OPTERES PARASITES
OBTENUS PAR LE Dk. R. MENZEL DE LA PUNAISE DU THE
(HELOPELTIS ANTONII SIGN.)
par
Ch. Ferriere,
(Dr. es Sciences, Berne, Suisse).
1. Braconidae, Euphorinae.
Euphorus helopeltidis, n. sp.
$ . Tete transversale, tres elargie derriere les yeux ; occiput creuse ;
vertex lisse, brillant; face convexe, clypeus arrondi avec une fossette de
chaque cote. Antennes inserees au dessus .du milieu de la face, de 27
Fig. 1. Euphorus helopeltidis n. sp. parasite de Helopeltis antonii
Sion. Gross.: X Ch* F- del*
455
456
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
articles, filiform es, pas epaissies au bout. Palpes maxillaires tres allonges,
de 5 articles. Mesonotum lisse, legerement ponctue, descendant vertical ement
en avant sur le pronotum ; sillons parapsidaux complete, avec une serie de
points enfonces; propleures et mesopleures ruguleux, avec sillons assez larges
et creneles. Metathorax rugueux, areoles peu nettes, l’areole supcro-mediane
seule mieux marquee. Scutellum lisse avec deux fossettes arrondies a la base.
Stigma des ailes anterieures large, bord interne un peu plus long que
le bord externe; premiere abscisse de la nervure radiale tres courte et
epaissie. Cellule radiale petite, sa longueur sur le bord de Taile plus courte
que le stigma. Cellule disco’idale courte, trapezoi’de, .separee de la lere
cellule cubitale. Nervulus postfurcal. Cellule brachiale ouverte exterieure-
ment en bas. Nervellus droit. Pattes assez longues, handles courtes,
arrondies.
Premier segment de 1 'abdomen petiole, avec quelques larges sillons
longitudinaux ; les stigmates derriere le milieu; deuxieme segment tres grand,
lisse et brillant, recouvrant entierement les segments suivants.
Couleur noire; antennes bruncs avec la base jaune; palpes et mandi-
bules jaunes, celles-ci brunes au bout ; pattes jaunes, sauf le bout des tibias
posterieurs bruns; tegulae et nervures des ailes jaunes, le stigma brun.
Longueur 3 mm., envergure f5,5 mm.
Parasite de Helopeltis antonii Sign.
Cette espece, la premiere trouvee dans la region indo-australe, est tres
voisine de P Euphorus nigricarpus Szepl. d ’Afrique. Les 3 seules especes
decrites des regions tropicales du .globe, a ma connaissance, peuvent se
distinguer de la maniere suivante.
E. xanthostigma Szepl. (in Voy. Alluaud et Jeannel Afr. or., Hym. IV,
1914, p. 195).
Antennes de 20 articles, les articles apicaux arrondis. Tete jaune,
excepte la partie superieure. Thorax noir. Pattes entierement jaunes. Pre¬
miere abscisse de la nervure radiale ponctiforme. Longueur 3 mm. Afrique
orient ale.
E. nigricarpus Szepl. (in Ann. Mus. Hungar., 1913, p. 607).
Antennes de 21 articles, epaissies au bout. Tete et thorax noirs. Pattes
posterieures jaunes, la moitie des femurs et les tibias bruns. Premiere
abscisse tres courte. Longueur 2,5 mm. Afrique orientale.
E. helopeltidis n. sp.
Antennes de 27 articles, non epaissies au bout. Tete et thorax noirs.
Pattes posterieures jaunes, le bout des tibias sculs bruns. Premiere abscisse
tres courte et epaissie. Longueur 3, mm. Java.
2. Ichneumonidae, Mesochorinae.
Sticiopisthus javensis n. sp.
cf . Tete atissi large que le thorax, arrondie derriere les yeux, lisse ;
occiput creusc. Ycux ovales, joues grandes; ocelles sur les bords du stem-
Ch. Ferriere: Nouveaux ffym. parasites.
457
maticum legerement bombe. Antennes inserees au dessus du milieu de
la face, eloignees Tune de 1 ’autre, longues, de 28 articles, amincies vers le
bout ; articles allonges et couverts de cils courts. Mesonotum et mesopleures
legerement ponctues, brillants; sillons parapsidaux nets en avant, effaces
en arriere. Scutellum convexe, sillon transversal, le separant du mesonotum,
assez profond inais pas tres large. Segment median peu ponctue, presque
lisse, nettement areole.
Fig. 2. Stictopisthus javensis n. sp. hyperparasite de
Helopeltis antonii Sign. Gross.: X 18. Ch. F. del.
Ailes hyalines; stigma triangulaire allonge; cellule radiale courte; areole
presque sessile; nervules interstitiel ; nervure parallele inseree au milieu
de la cellule brachiale. Nervellus droit, non brise. Pattes minces, lcs
posterieures plus allongees que les anterieures; hanches posterieures aussi
longues que le petiole de Tabdomen.
Abdomen court, comprime lateralement au bout; premier segment ru-
guleux, les suivants lisses et brillants; stigmates du ler segment a peu pres
au milieu, postpetiole plus long (pie large, sans carenes laterales derriere les
stigmates. Deuxieme segment environ aussi long que large; 3me segment
plus long que le 2me; les suivants courts, transversaux ; dernier segment
avec deux fins prolongements, caracteristiques pour les males des
Mesochorinae.
458
Treubia Vol. VI, Li\r. 3 — 4.
Tete jaune-rougeatre ; yeux, occiput, stemmaticum, bouts des mandibules
noirs; palpes jaunes; antennes bruues, jaunes a la base. Thorax jaune-
rougeatre; extremite anterieure du lobe median et bords des lobes lat6raux
du mesonotum, scutellum et moitie posterieure des mesopleures brunatres;
segment median noir; tegulae, nervures des ailes et stigma jaunes clairs.
Abdomen noir, moitie posterieure du 2me segment et les % anterieurs du
3mc jaunes, ainsi que les prolongements terminaux de rabdomen. Pattes
entieremcnt jaunes, excepte 1 ’extremite des tibias posterieurs qui est noire.
$ . Semblable au male. Antennes un peu plus courtes, de 14 (?)
articles, ciliees comme chez le male. Abdomen plus long que la tete et le
thorax, 3me segment peu plus long que le 2me, les suivants un peu allonges
et tres comprimes. Tariere aussi longue que le de l’abdomen.
Couleur jaune-rougeatre; occiput, stemmaticum, un trait sur la partie
anterieure du lobe median du mesonotum, la moitie cxtcrieure des lobes
lateraux, scutellum, mesopleures et segment median brunatres ou noirs; bas
de la face, palpes et pronotum jaunes. Abdomen noir avec une tache
arrondie jaune s’etendant sur la moitie posterieure du 2me et la moitie
anterieure du 3me segment. Pattes comme chez le male.
Longueurs : 2 y2 mm., $ 3 mm., envergure 5 mm.
Hyperparasite de Helopeltis antonii, parasite d ’Euphorus.
En dehors de la region palearctique il n’a ete decrit jusqu’ici q’une
seule espece de Stictopisthus, le St. australiensis Szepl. dont notre espfece
est tres voisine.
Les femelles de ces deux especes se distinguent par les caracteres
suivants :
St. australiensis Szepl. (in Ann. Mus. Hungar., 1914, p. 433).
Antennes de 20 articles. 2me segment abdominal transversal. Nervulus
des ailes anterieures postfurcal. Tete et thorax jaune-rougeatres, lobes la¬
teraux du mesonotum seuls brunatres. Tibias posterieurs noirs a la base
et au bout. Longueur 2 mm. Australie.
St. javensis n. sp.
Antennes de 14 (?) articles. 2me segment aussi long que large. Ner¬
vulus presque interstitiel. Tete et thorax avec parties bruncs et noires
beaucoup plus etendues, sur Pocciput, 3 taches allongecs du mesonotum, le
scutellum, les mesopleures et le segment median. Tibias posterieurs noirs
seulement au bout. Longueur 3 mm. Java.
JAVANISCHE ORIBATIDEN (Acar.).
Von
Dr. Max Sellnick
(Lotzen, Ostpreussen).
Durch Herrn Graf Hermann ViTZTHUM-Miinchen erhielt ich eine Anzahl
Oribatiden, die von dem Direktor des zoologischen Museums in Buitenzorg,
Herrn Dr. Dammerman, auf Java und benachbarten Inseln gesammelt wurden.
Ich bin den Herren fur das Material sehr verbunden, denn ich hatte nun
Gelegenheit, einige BERLESEsche Arten, die mir bisher nur aus Beschreibungen
bekannt waren, selber zu sehen. Da Berlese von seinen Arten meist nur eine
sehr kurze Schilderung und nur eine Abbildung gab, so will ich hier seine
Beschreibungen etwas erwcitern und zu seinen Figuren noch einige fiigen.
Ich hoffe, dass beides willkommen sein wird.
Ausser einigen bekannten Arten fand ich mehrere neue. Obwohl Cane-
strini und Berlese eine ganze Reihe von Oribatiden von den australisch-
asiatischen Inseln besohrieben haben, glaube ich doch bestimmt, dass eine
systematische Erforsohung der Milbenfauna noch viele Hunderte von neuen
Arten ergeben wiirde, wenn eine so kleine Sammlung, wie diese, sclion mehrere
bisher unbekannte Arten bringt. Ich sage Herrn Direktor Dr. Dammerman
jedenfalls meinen herzlichsten Dank fur das Material. Ich hoffe, dass der
eine oder andere Leser dieser kleinen Arbeit, dcr sich fur die Erforsehung
der Tierwelt der niederlandischen Inseln Indiens interessiert, mir von doi’t
Material zukommen lasst. Zu Auskunften iiber Sammelweise etc. bin ich
stets gerne bereit.
DIE GEFUNDENEN ARTEN.
1. Tritia javensis Sellnick (Fig. 1 — 4).
1923 Tritia javensis , Sellnick, “Acari”, Nr. 3, p. 14.
Gelbbraun bis dunkelrotbraun. Die Oberflache ist glatt, doch zeigt der
Cephalothorax bei starker Vergrosserung eine feine Punktierung. Von den
Rostralhaaren lauft ein Streifen von dunklerer Farbung nach dem Pseudo-
stigmatum. Der Cephalothorax ist im grossten Teil seiner Oberflache wenig
gewolbt, fallt aber vor den Rostalhaaren plotzlich ziemlich steil ab, gewisser-
massen eine Nase bildend. Oberhalb des Pseudostigmatums beginnt eine
kraftige Chitinlinie, die sich weiter nach vome in zwei feinere teilt, welche
459
460
Treubia Vol. YI, Livr. 3 — 4.
am Seitenrande etwa in Hohe der Rostralhaare endigen. Etwas iiber und
hinter dem Pseudostigmatum sitzt eine Chitinschuppe von gerundet-trapez-
formiger Gestalt, die liber den Rand des Cepbalotborax ragt. Das pseudo-
stigmatiscbe Organ ist borstenformig, ziemlich glatt, steht seitwarts ab nnd
ist ein wenig anf warts gebogen. Zwischen den Pseudostigmata steht, von
diesen ebenso weit entfernt als von einander, ein Paar kraftiger Borsten. Sie
sind gewohnlich schrag vorwarts geriehtet und dann etwas auf gebogen. Vor
3 4
Fig. 1—4. Tritia javensis Sellnick. 1. seitlich gesehen. 2. Cephalothorax von
oben. 3. pseud ostigmatisches Organ. 4. Genitalanalpiatte.
dem Pseudostigmatum und nahe an der seitlichen Chitinlinie steht eine zweite
Borste, die vorwarts geriehtet ist und dem Cephalothorax fast anliegt. Die
Rostralhaare stchen nicht weit vom Vorderrande entfernt, sind vorwarts und
aufwarts geriehtet und auswiirts gebogen. Die Borsten sind alle kraftig und
glatt. Eine Exostigmalborste wurde nicht gesehen. Der Rand dcs Cepha¬
lothorax ist vor und neben den Rostralhaaren fein langsrissig gestriehelt.
Abdomen von oben gesehen kurz elliptisch. Seitlich betrachtet ist seine
Ruckenlinie nicht von gleichmassiger Rundung wie bei den anderen Arteri
M. Sellnick: Javanische Oribatiden.
461
der Gattung Tritia, sondcrn in dcr Mitte erhebt sie sich wic cin Buckel. Die
Riickenborstcn sind kraftig und meist vorwarts gerichtet; cine Anzahl ist
dann noch von der Mitte an nach vorne umgebogen. Das Genitalfeld zeigt
von den Ecken des Querdreiccks ausgekend eine feine helle Linie, die bis
etwa drei Fiinftel der Lange des Genitalfeldes nach vorne reieht. Die Borsten
des Analfeldes sind folgende: eine feine auf der inneren Platte dieht hinter
dem Dreieck; in einiger Entfernung davon eine gekrummte auf der ausseren
Platte und bald dahinter eine gleiche ; weit nach hinten auf der ausseren eine
langere feine aufrechte Borste.
Lange des Abdomens des grossten Exemplars 1,055 mm, Ilohe 0,815 mm,
Lange des Cephalothorax 0,605 mm.
Fundorte: Java 2; 58 Exemplare. Java 3; 7 Exemplare.
2. Tritia krakatauensis Sellnick. ,
1924 Tritia krakatauensis Sellnick, diese Zeitschrift, Vol. V, p. 372.
Der ersten Beschreibung ware nichts hinzuzufiigen. Ich mochte hier
nur auf den Unterschied aufmerksam machen, der diese beiden Arten von
den iibrigen der Gattung Tritia trennt. Die erste Gruppe der Gattung hat
in der Mitte des Genitalanalfeldes, da wo beide zusammen stossen, ein dunkel
chitinisiertes Dreieck, in dem man bei genauer Priifung in Teilpraparaten
Schlangenlinien sieht, die Niihte darstellen. Bis jetzt sah ioh diese Art des
Verschlusses des Genitalanalfeldes nur bei ardua und cribraria. Die beiden
anderen Gruppen unterscheiden sich folgendermassen : javensis und krakatau¬
ensis bilden die eine und zeigen eine helle Trennungsspalte auf dem Genital¬
feld, die von den Ecken des Mitteldreiecks bis etwa drei Fiinftel der Lange
des Feldcs nach vorne reiclit. Bei der letzten Gruppe, alien iibrigen, reieht
diese feine Spalte bis zum Vorderrande des Feldes, teilt dieses also in 4
schmale Teile.
Die Art wurde ausser auf Krakatau an folgenden Orten gefunden: Ba¬
tavia III. 21; 4 Exemplare. Java 1; 2 Exemplare. Insel Purmerend; 8 Exem-
plare.
3. Phthiracarus sp. (Fig. 5 — 6).
Von dieser Art war nur ein kiimmerliches Exemplar vorhanden, das au-
genscheinlich noch keinen vbllig fertig ausgebildeten Korper besass. Das
Abdomen war so diinn gepanzert, dass es bei Behandlung mit Milchsaure
zerfiel. Ehe ich nicht ein paar Exemplare mehr davon erhalte, will ich daher
keine neue Art aufstellen. Die Art gehort vielleicht in die neue Untergattung
Berleses Trachyhoplophora hinein, die er in seiner Centuria sesta (Redia,
v. 15, p. 257) aufstellt.
Die Oberflache des Korpers ist sehr fein punktiert oder gekomelt. Der
Cephalothorax ist massig gewolbt und tragt von der Mitte an nach vorne
einen gerundeten scharfen Kamm. Das pseudostigmatische Organ hat etwas
spindelformige Umrisse, ist aber, wie ich glaube, messerartig flach. Es steht
462
Treubia Yol. VI, Livr. 3 — 4.
seitlich ab und ist ein wenig nach vorne gebogen. Unterhalb des Pseudostig-
matums steht eine nach vorne weisende Exostigmalborste. Jederseits des
Cephalothorax sieht man innenseits des Pseudostigmatums zwei langere feine
6
5
Fig. 5 — 6. Phthiracarus spec. 5. Cephalothorax. 6. Genitalanalplatte.
Borsten, die vorwarts und aufwarts zeigen. Die beiden sehr ldcinen Rostral-
haare sind dicht neben dem Kamm und in geringer Entfernung von einander
zu sehen. Der Hinterrand des Cephalothorax ist ziemlich breit verdickt und
von ihm lauft ein ebenso breiter aber sehr kurzer Scheitelbalken im Panzer
ein Stiickchen naeh vorne.
Der Riickcn des Abdomens tragt mehrere Reihen von feinen, massig
langen, etwas riickwarts geneigten Borsten. Die Analplatten sind etwas
lunger als die Genitalplatten, aber nach kinten zu schmaler als diese. Bei
den Genitalplatten kommen am Vorderende drci feine Harchen aus der Spalte;
5 andere stehen in einiger Entfernung von ihr. Die Beborstelung der Anal-
platte: nahe an der Spalte und in einiger Entfernung von einander stehen
in der Mitte zwei langere feine auf rechte Borsten ; drei andere kleinere stehen
in einer geraden Linie und in fast gleichen Abstiinden von einander aussenseits
der ersten. Die vorderste davon steht etwa da, wo das vorderste Viertel der
Analplatte endet, in der Mitte der Platte; die mittlere sieht man mehr nach
der Spalte zu in Hohe des Raumes zwischen den beiden neben der Spalte
stehenden; die dritte befindet sich in der Nahe der Spalte liinter den beiden
Mittelborsten. Von den beiden zuletzt genanntcn der Reihe sah ich nur die
Ansatzstellen. Diese Borstcnsteilung gleicht der von P. piger Scopoli, wah-
rend die von P. magnus, der typischen Art der Untergattung, eine andere ist.
Die Lange des Abdomens dieses Exemplares betrug 0,880 mm, seine Ho¬
he 0,704 nun; die Lange des Cephalothorax war 0,418 mm.
Als Fundort war Java 3 angegeben.
M. Sellnick: Javanische Oribatiden.
463
4. Neoliodes bataviensis Sellnick n. sp. (Fig. 7 — 9).
Dunkelbraun, matt.
Rueken nicht bctrachtlich gewolbt, gegen das Elide zu aber init einem
langsam aus der Flache aufsteigenden Hooker, der von oben gesehen liber den
Hinterrand ragt, sodass dieser stnmpfwinklig gerundet erscheint. Der Vor-
derrand ist flacli gerundet. Die
ganzen Rueken, wahrend die
iibrigen den lialben (vonderen)
Riicken frei lassen. Seitlich ge¬
sehen erscheinen sie liber dem
Hocker wie eine Zipfelmiitze.
Der vordere Teil des Rlickens
zeigt eine parallel zum Vorder-
und einem Teil des Seitenrandes,
nicht weit von diesen, verlaufen-
de Furche. Auf dem vorderen
Rande, den die Furche abgrenzt,
sieht man eine mediane scharfe
Langsgrube. Diese ist ebenfalls
auch auf den ersten Hauten zu
sehen. Die Rlickenflache ist
ziemlich glatt, nur mit winzigen
Griibchen verschen, die aber im
Balsampraparat vollig versch win-
den. Der Seitenrand ist in der
hinteren llalfte durch Quer-
furchen regelmiissig gcfaltelt. Die
Faltelung ist selbst bei geringer
Vergrosserung zu sehen. Haare
wurden auf dem Rueken nicht
beobachtet. Bei durchsichtigeri
Balsampraparaten sieht man am
Rande des Riickenschildes, etwa
in der Mitte des Randes, eine
deutliche, von etwas dunklerem
Chitin umrandete Gnibe, deren
Innenflache netzige Struktur
aufweist. Die Lage des Gebildes
deutet auf iihnliche bei anderen
Gattungen hin, z.B. der Tubus
bei II ermanniella Berl. Ueber
den Zweck dieser Grube kann ich
nichts sagen.
Der Cephalothorax ist vorne
unterste (jlingste) Haut bedeckt fast den
9
Fig. 7—9. Neoliodes bataviensis Sellnick.
7. seitlich. 8. Bein I. 9. linkes Pseudostig-
raatum mit Organ, Exostigmalborste und
Interlamellarhaar.
gerundet, seitlich mit einer Ausbuchtung
464
Treubia Vol. VI, Live. 3 — 4.
fur Bein I, zwischen Bern I und II gerade, hinter II etwas eingekerbt. Dcr
vorderc Teil des Cephalothorax ist gegcn den Mittelhugel durcli eine deutliehe
Querfurche abgegrenzt. Der vordere Teil und der Mittelhugel, der durch
eine Langssenke in zwei Teile von fast Dreiecksform geteilt ist, haben netzige
Struktur. Zwischen Mittelhugel und Pseudostigmahugel, der ohne Netzstruk-
tur ist, befindet sicli eine flache Senke. Die Pseudostigmata sind nach aussen
und etwas nach hinten geoffnete rundliche Becherchen; das Organ ist kurz,
wenig keulig, die Keule rauh von kleinen Borstchen oder Spitzchen, riickwarts
und auswarts gerichtet. Dicht neben der Innenkante des Pseudostigmatums
steht ein winziges dickeres, riickwarts weisendes Interlamellarhaar. Aussen-
seits des Pseudostigmatums und etwas weiter von ihm entfernt als das Inter¬
lamellarhaar eine ebenso kleine Exostigmalborste. Der Raum vor dem Pseu-
dostigmatum ist heller chitinisiert als der iibrige Teil des Cephalothorax und
vollig glatt. Auf dem vorderen Teile des Cephalothorax, etwas liber dem
Vorderrande, steht ein Paar diinner glatter zu einander gebogener Borsten.
Die Beine sind massig dick und lang. Das Femur aller Beine hat auf
der Unterseite am Vorderende eine schmale Verbreiterung und zwar sitzt
diese stets aussenseits. Bei Femur I ist diese blattartige Verbreiterung am
deutlichsten. Der Tarsus I ist etwa halb so lang als die Tibia. Das Vor¬
derende der Tibia ist in einen deutlichen V orsprung vorgezogen, der ein
Stuck liber den Tarsus reicht und auf dem ein langeres und ein kiirzeres
Tasthaar sitzen. Der Vorsprung befindet sich auf der Aussenseite der Tibia.
Die anderen Beine haben ihn nicht. Bei ihnen ist die Vorderkante der
Tibia nur schriig abgeschnitten, sodass die obere Kante etwas weiter vorragt
als die untere. Die drei Krallen sind fast gleichmiissig dick und farblos.
Die Beinglieder zeigen netzige Struktur im Praparat und erscheincn bei
auffallendem Licht tief grubig punktiert. Sie sind mit einem Sekrete be-
deckt, das, wenn es abgelost wird, ebenfalls grubig erscheint.
Die- blattartige Verbreiterung auf der Unterseite des Femur I bei einer
Nymphe ist bedcutend breiter und nicht gerade abgeschnitten wie beim
adulten Tier, sondern gerundet. Auch das Genu zeigt ein . deutliches
gerundetes Blattchen.
Die Genitalof fnung des (erwachsenen Tieres ist im Umriss eiformig,
die Analoffnung schildfbrmig, vorne gerade, hinten gerundet zugespitzt. Jede
Genitalplatte ist durch eine schriig liegende Spalte in zwel Dreiecke geteilt,
von denen das vordere grosser als das hintere ist. Die Platten sind leicht
grubig punktiert. Zwischen Genital- und Analplatte liegt nur ein schmales
Chitindreieck. Die Analplatten sind kraftig und unregelmassig langsge-
furcht. Die Bauchflache ist gerunzelt.
Lange des Tieres 1,100 mm, Breite 0,665 mm.
Es waren etwa 120 Exemplare in der Tube Batavia III. 21.
5. Otocepheus cristatus (Canestrini). (Fig. 10 — 11).
1899 Eremaeus cristatus Canestrini, Atti. Soc. Ven. Trent., s. 2, v. 3, p. 393
und 466.
M. Sellnick: Javanische Oribatiden .
465
Gelbbraun, glatt bei geringer Vergrosserung, bei scharfer sehr fein
punktiert.
Die Lange des Cephalothorax betragt etwa ein Drittel des ganzen Kor-
pens. Das Rostrum ist gerundet, bisweilen fast abgestuinpft. Seine Seiten
bilden mit einander einen reehten Winkel. Ilinter Bein I vspringt der Sei ten-
rand des Cephalothorax spitzwinklig nach vorne vor. Die Riinder beider
Seiten zwischen Bein I und II sind fast parallel. Bein II sitzt ebenfalls in
einer Ausbuchtung. Ilinter ihm ist der Rand ein breites flaehes Blatt, das
aussen breiter ist als innen. Zwischen III und IV sieht man ein Dreieck,
dessen ausserste Seite die langste und dessen hinterste Seite (an Bein IV) die
kiirzeste ist. Die Lamellen sind lange schmale Blattchen, die vom Pseudo-
Fig. 10 — 11. Otoccpheus cristatus (Can.). 10. Bauchseite. 11. Genu, Tibia
und Tarsus von Bein I.
stigmatum zuerst ein kleines Stuck konvergicrend nach vorne laufen, dann
aber parallel zu einander bis fast zur Spitze des Rostrums verstreichen. Ihr
vorderes Ende bildet keine besonders gekennzeichnete Spitze, sondern ver-
schwindet gerundet im Panzer. Das Lamellarhaar sitzt ein kleines Stiiciv
oberhalb des Endes auf der Aussenseite des Lamellenblattes, ist glatt, vorwarts
gerichtet und etwas einwarts gebogen. Es reicht liber das Rostrum hinaus.
Das Rostralhaar sitzt etwas vor dem Lamellarhaar, hat ungefahr dieselbe
Lange, ist aber etwas mehr gekrummt und hat auf der Aussenseite eine feine
Beborstelung. Die Interlamellarhaare sind kraftige aufrechte Borsten, die
466
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
etwas vor den Pseudostigmata und nahe an deren Innenkante und der La-
meile stehen. Die Interlamellarhaare bei 0. longior Berl. sind nach seiner
Zeichnung feine Borsten und wenn das stimmt, so ware dies ein unterschei-
dendes Merkmal. Die pseudostigmatischen Organe sind auswarts und riick-
wiirts gerichtete und etwas S-formig naeh oben gebogene kraftige Borsten.
Bei eineni Exemplar ist das Organ gegen das Ende leicht spindelformig ver-
dickt, doch hat es nicht die Form des Organs von O. crinitus Berl. Neben
dem Pseudostigmatum und etwas vor ihm sitzt cine gut sichtbare Exostigmal-
borste. Hinter dem Pseudostigmatum lauft der Aussenrand der verlangerten
Lamelle ein kurzes Stuck nach der Mitte und biegt hier nach innen vollstandig
um, sodass hinter dem Pseudostigmatum eine Art Blatt entsteht. Dieses legt
sich neben oder liber einen dreieckigen Schultervorsprung des Riickens, der
bis an das Pseudostigmatum reicht. Zwischen Cephalothorax und Abdomen
scheint eine tiefe Orube zu liegen, die von den Randern der beiden Teile
bedeckt ist.
Der Riicken des Abdomens zeigt zwei feine Chitinleisten, die in einiger
Entfernung vom Rande neben einander um die Ruckenflache laufen, und
die zwischen sich einen helleren Streifen lassen, der Riicken- und Randschild
trennt. Die trennende schmale Flache reicht nicht ganz bis zur Schulter.
Hinter jeder Schulter sieht man eine gerade nach hinten verlaufende niiissig
lange Chitinfalte, an deren Vorderende das erste Haar des Riickens sitzt.
Am Ende der Falte sitzt die zweite Borste und ein geringeres Stuck von
der zweiten entfernt, als diese von der ersten ist, eine dritte. In der Hohe
der dritten Borste sehe ich am Rande des Riickenschildes .eine Art Pore.
Etwa so weit von der dritten entfernt als diese von der ersten ist, beginnt
eine zweite Reihe von 3 Borsten hinter der ersten. Sie stehen wie die
ersten in einer fast geraden Linie, die letzte von ihnen nahe am Hinterrande
des Riickenschildes. Ihre Entfernungen von einander entsprechen denen
der ersten Reihe. Auf dem Randschild sitzen jederseits der Mitte 4 Borsten
von gleicher Lange. Diese 8 Randborsten stehen in gleicher Entfernung
von einander, mit Ausnahme der vordersten, die ein wenig weiter von der
zweiten entfernt steht als die anderen von einander. Unter dem Rand-
schilde schauen hinten noch 3 Borsten jederseits hervor, die auf der Bauch¬
flache stehen.
Die Brustpartie der Unterseite weist Sternalplatten auf, wie wir sie
bei den Nothrinae und den LoJunanniinae sehen. Doch sind nur die Platten
zwischen den ersten beiden Beinpaaren deutlich, wahrend die Bauch¬
flache zwischen den Coxen III und IV glatt erscheint und keinerlei Tren-
nungslinie zeigt. Eine Mittelfurche trennt die Platten jeder Seite von ein¬
ander. Die Genitaloffnung liegt zwischen den Coxen IV und ist trapezoid
gestaltet mit gerundeten Ecken. Die Genitalklappen sind bedeutend dunkler
als die iibrige Bauchflache. Die Analklappen am Ende der Bauchflache
sind doppelt sa lang und breit als die Genitalklappen und jede triigt zwei
Haare, die fast so lang sind als die Borsten am Hinterrande der Bauchflache.
M. Sellnick: Javanische Oribatiden
467
Die Beine erscheinen durch die diinnen Stiele der Tibien ziemlich
schlank. Die Tarsen tragen eine Kralle und sind halb so lang als die Tibia.
Tibia I ragt mit einem Kegelzapfen liber das Hinterende des Tarsus. Auf
dem Kegel sitzt ein sehr langes Tasthaar und dahinter ein kleineres in
einiger Entfernung. Auf der Aussenseite des sehr kleinen Genu sieht man
eine ausserordentlich kraftige, auffallende, breite, steif nach aussen ab-
stehende Borste, wie sie Berlese aueh fur O. longior beschreibt. Das Femur
aller Beine hat am Vorderende ein kleines Blattchen auf der Unterseite.
Bei Tarsus II — IV sieht man am Grunde der Kralle ein Paar kurze nach
vomc gerichtete dicke Borstchen.
Lange des grossten Exeniplares 1,298 mm, Breite 0,572 mm.
3 Exemplare in einer Tube mit der Bezeichnung Java 2.
6. Otocepheus damoeoides Berlese (Fig. 12).
1913 Otocepheus damoeoides Berlese, Rcdia, v. 9, p. 93.
Diese Art, die ieh in einem Exemplar vorfand, 1st der vorigen Art in
der Form des Korpers sehr ahnlich. Es gibt. jedoch einige bemerkenswerte
Unterschiede zwischen beiden. Einmal ist es die geringere Grosse von 0.
damoeoides (dies Exemplar ist 0,560 mm lang und 0,260 mm breit). Soweit
ieh es bei dem Teilpraparat erkennen kann, das ich vom Cephalothorax anfer-
Fig. 12. Otocepheus damoeoides Berlese; Genu, Tibia u.
Tarsus von Bein I.
tigte, ist die Lamelle kein blattchenartiger Kiel, wie bei O. cjristatus, sondern
eine flache etwas runzelige Leiste, die nicht ganz bis zum gerundet-abge-
stumpften Rostrum reicht. Etwas hinter ihrem vorderen Ende macht die
Lamelle einen Knick, urn dan n naher zusammen als bisher noch ein kurzes
468
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Stuck parallel vorwarts zu laufen. In diesem Knick sitzt auf der Aussen-
seite der Lamelle das Lamellarhaar, das Berlese in seiner Figur nicht ge-
zeichnet hat. Es erscheint ebenso gekriimmt wie die Rostralhaare und ist
ebenso wie diese auf der Aussenseite fein beborstelt. Die Interlamellarhaare
sind ziemlich lang und kraftig; sic stehen in Ilohe des Vorderrandes des
Pseudostigmatums und ziemlich nahe bei einander. Das Pseudostigmatum ist
klein. Von seinem Hinterrand l)iegt an der Aussenseite eine kleine Spitze
nach vorne iiber den Stiel des pseudostigmatischen Organs. Dieser biegt aus
der Oeffnung nach hinten, verbreitert sich allmahlich zu einer kleinen Spindel
und biegt in diesem Teile nach aussen und oben leicht urn. Die kolbige
Spindel ist am Ende leicht rauh.
Die beiden Zapfen am Vorderrande des Riickens und am Ilinterrandc
des Cephalothorax, die sich gegeniiber stehen, sind vorhanden, aber nicht so
deutlich, wie Berlese sie in seiner Figur darstellt. Die Beborstelung des
Riickens entspricht der der vorigen Art. Eine deutliche Trennung zwischen
Riicken- und Randschild konnte ich bei dieser Art nicht wahrnehmen. Bei
scharfer Vergrosserung sieht man auf Riicken, Cephalothorax und Bauch eine
feine Punktierung.
Auch bei dieser Art sind die Genitalplatten dunkler braun als die iibrige
Bauchflache. Besondere Unterschiede in der Form der einzelnen Teile des
Bauches kann ich nicht herausfinden. Nur die hintere Borste der Anal-
platte steht etwas naher an der Spalte als bei der vorigen Art.
Ein bemerkenswerter Unterschied ist aber bei den Beinen zu sehen.
Bei Genu I und II fehlt hier das auffallend dicke Haar auf der Aussen¬
seite. Auch ist der Kegel am vorderen oberen Rande der Tibia I nicht so
lang wie bei O. c)*istatus, sondern kurz und gedrungen. Die Grenze zwischen
Tibia und Tarsus ist gerader als bei cristatus.
Ein Exemplar in der Tube mit der Bezeichnung Java 2.
7. Dameosoma dissimiloides Sellnick n. sp. (Fig. 13 — 17).
Braun, glatt. Abdomen im Umriss kreisrund ; seitlich gesehcn, besonders
beim eiertragenden Weibchen, fast halbkugelig.
Der Cephalothorax ist etwas gewolbt. Seine hochste Stelle liegt etwa
in der Mitte seiner Lange. Hier stehen auch die nach vorne und zu cin-
ander gerichteten kurzen Lamellarborsten. Die Rostralhaare sitzen ein
Stuck hinter dem Rostrum, das in drei fast gleich lange Spitzen endigt,
und sind etwas langer als die Lamellarhaare und einwarts gekriimmt. Die
Interlamellarhaare sind sehr viel langer, stehen nahe an dem Pseudostig¬
matum, weiter auseinander als die Lamellarhaare und sind gerade, etwas
zuriickgeneigte Borsten. Die Pseudostigmata sind versenkte Chitinringe,
von denen ein unregelmassiger Chitinbalken in der Haut nach vorne ver-
liiuft, auf dessen Innenseite einige hellere Flecke zu sehen sind. Augen-
scheinlich sind derartige Flecke die etwas weniger chitinisierten Stellen des
Panzers, an denen auf der Innenseite irgendwelche Muskeln ansitzen. Das
M. Sellnick: Javanischc Oribatiden.
469
pseudostigmatische Organ ist lang, in den ersten drei Funfteln ein kraftiger
Faden, der zuletzt in einen kurzen kolbigen Knoten auslauft, dem dann
cine feine Borste von zwei Funfteln der Lange des ganzen Organs aufsitzt.
Fig. 13 — 17. Dameosoma dissimiloides Sellnick; 13. seitlich. 14. Riickendecke von
oben. 15. Bein I. 16. Bein IV. 17. pseudostigmatisches Organ.
Bisweilen sieht man noch cine feine Spitze oder auch gar cine feine Borste
neben dieser langeren Borste auf dem Kolben sitzen. Auf den ersten Blick
gleicht das Organ dem von D. dissimile Berl., aber Berlese (Redia, v. 2, p. 173,
1905) und auch Paoli (Redia, v. 5, p. 44, 1908) envahnen nichts von dieser
470
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Dreiteilung des Rostrums, sondem beschreiben und zeichnen es abgestumpft.
Was die drei Spitzen des Rostrums anbetrifft, so bat diese Art einige Aehn-
lichkeit mit D. arauale Berlese (Redia, v. 9, p. 89, 1913). Doch unterschei-
den sich beide Arten deutlich in der Form des Cephalothorax, sowe in der
Behaarung des Abdomens. Vor dem Pseudostigmatum und etwas auswarts
davon steht eine nacli aussen gerichtete feine Exostigmalborste, die etwa
so lang wie die Lamellarborste ist. Die Seitenriinder des Cephalothorax
bilden am Rostrum einen ziemlich spitzen Winkel, sind vor dem Bein I
leicht eingebuchtet, zwischen Bein I und II fast gerade, hihter Bein IT ein-
geschniirt; der Raum zwischen Cephalothorax und Abdomen ist seitlich von
einem diinnen, schmalen Blattchen fiberspannt. Bein III und IV ziemlich
weit auseinander; zwischen ihnen ein langliches, schmales, wenig vor-
tretendes Blattchen, das kurz vor Coxa IV eine kleine stumpfe Ecke bildet.
Die Beine sind schlank, denn die Glieder erscheinen nicht auffallend
verdickt. Bemerkenswert ist eine Besenborste im oberen Drittel der Unter-
seite von Bein IV, die aber, wenn auch weniger deutlich, auch bei anderen
Dameosoma- Arten voi’kommt.
Einem genauen Ueberbliek fiber die Beborstelung einer Dameosoma- Art
gewinnt man meistens nur bei Betrachtung von Teilpraparaten. Ich habe die
Rfickendecke von mehreren Exemplaren abgehoben und sehe die Behaarung
des Rfickens so, wie sie in der Figur 14 gezeichnet ivSt. Man vergleiche die
Stellung der grossen Borsten mit der von D. dis simile Berl., welche Art aus-
serdem nur 6 grosse Borsten aufweist, wahrend dissimiloides deren 7 jeder-
seits hat. Ausser diesen sehe ich am ITinterrande jederseits zwei kleine und
am Vorderrande ein feines Harchen, dieses letztere vcrgleichbar mit der
„spina adnata” bei den Oribata- (Damaeus-) Arten.
Auch in der Grosse stimmt diese Art nicht mit den beiden erwahnten
fiberein, denn sie ist 0,835 mm lang und 0.505 mm breit, also bedeutend
grosser als die anderen beiden Arten.
13 Exemplare in der Tube, die mit Java 2 bezeichnet war.
8. Euzetes (?) sphaerula (Berlese) (Fig. 18 — 21).
1905 Oribates Sphaerula Berlese, Redia, v. 2, p. 171.
Fast schwarz, gliinzend, glatt. Korper im Umriss fast kreisformig.
Cephalothorax beim Betrachten von oben her wenig vortretend. Das Rostrum
erscheint gerundet mit einer stumpfen Ecke jederseits. Diese Ecken sind
keine Vorsprfinge des Rostral randes, sondern Kiele, die von der Innenkante
der Lamellen her nach vorne laufen und die bei dem stark abfallenden Cepha¬
lothorax als fiber den Rand hervortretende Ecken erscheinen. Die Lamellen
sind kielartige Blattchen, die fast am Rande des Ceplialothorax stehen und
kaum aufwarts ragen, sodass sie bei auffallendem Licht wenig hervortreten,
wie das sonst- bei manchen Euzetes- Arten der Fall ist. Sie sind fast fiberall
gleich breit. An ihrem Hinterende steht das offene, nach hinten und aussen
M. Sellnick: Javanische Oribatiden.
471
init einer Spitze vorspringende Pseudostigmatum, dessen Organ klein, kolbig,
am Ende ctwas zugespitzt erscheint und das riickwarts und auswarts gerichtet
ist. Es hat etwa nur ein Seohstel der Lange dcr Lamelle. Das Vorderende
der Lamelle ist abgestumpft, aber es tragt am Aussemvinkel eine sehr scharfe
kleine Spitze. Der Innenwinkel der stark konvergierenden Lamelle setzt sieh
zum gegenuberliegenden Lamellenende in eine Art Translamelle fort, die eine
flache Falte des Chitins ist und zwei Einbuchtungen zeigt. Von jeder Ein-
19
18
Fig. 18—21. E uzetes (?) sphaerula (Berl.); 18. von oben. 19. Hypostom.
20. Bein I. 21. Femur und Genu II.
buchtung lauft ein kurzes Stuck nach hinten eine flache Senke. Das La-
mellarhaar, das innenseits der scharfen Aussenecke auf dem Voixlerrande der
Lamelle steht, ist eine kurze Borste, die ein wenig beborstelt erscheint. Die
beiden Lamellarhaare sind gegen einander gerichtet. Im grossten Teil seiner
Liinge parallel zur Lamelle liiuft als schmaler Kiel eine Tectopodie I, deren
472
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Ende bisweilen auch als kleine Spitze von oben her zu sehen ist, zum mindesten
bei durchsichtigen Praparaten durch die Lamelle. In Wirklichkeit besitzt
sie gar keine Spitze, sondern am Vorderende winkelt sie etwas naeh unten
um und dieser Winkel ist bei dem abfallenden Cephalothorax zu sehen. Auf
diesem stumpfen Winkel sitzt eine ebenfalls fein beborstelte Borste, das Ros-
tralhaar, das ebenso kurz wie die Lamellarborste ist. Ziemlich weit von dem
Pseudostigmatum sitzt aussenseits der Lamelle und dcr Teetopodie I eine
kurze aufrechte Exostigmalborste. Die Interlamellarhaare, die Berlese nicht
gtzeichnet hat, sind lange fast aufrechte Borsten, die etwas weiter auseinander
stehen als sie vom Pseudostigmatum entfernt sind.
Die Trennungslinie zwisehen Cephalothorax und Abdomen ist nicht be-
sonders deutlich. Berlese zeichnet sie uberhaupt nicht. Die Pteromorphen
haben nicht ganz die halbe Lange des Abdomens, sind vorne ziemlich gerade,
unten gerundet und nach hinten in der Seitenlinie des Riickcns verlaufend.
Die Riickenflache weist jederseits 4 Areae porosae auf. Die A.p. adalaris
weit vorne in einiger Entfernung von den Pteromorphen ; zwei A.p. mesono-
ticae, die mit der adalaris ein rechtwinkliges Dreieck bilden, sodass die innere
mesonotica am rcchten Winkel liegt. Hinter der inneren mesonotica eine A.p.
posterior. Alle Areae porosae haben die Eigenheit, dass sie im Praparat von
einem starken Chitinring umgeben erscheinen. Neben adalaris und mesonotica
sah ich einige Haarpunkte angedeutet.
Eine Hypostom-Coxalplatte bedeckt etwa drei Funftel des Camerostoms.
Gegen die beiden davor sitzenden Maxillenladen ist sie deutlich abgegrenzt.
Diese bedecken die vorderen beiden Funftel des Camerostoms und endigen
in einige dunkle Zahnc.
Die Apodemata sind kurz, 1 schmal, schrag riiekwarts gerichtet und
scharf zugespitzt, II im Anfang undeutlich, am Ende mit einem jChitin-
knoten, III langer und breiter und fast die Genitaloffnung erreichend. Diese
ist halb so breit und so lang wie die Analoffnung, vorne breiter als hinten,
gerundet trapczformig. Die Analoffnung ist fast vicreckig mit gerundeten
Eckcn, von der Genitaloffnung eineinhalbmal soweit entfernt als die Lange
der Genitaloffnung betragt.
Die Bcine sind durch ihre Krallen bemerkenswert. Die beiden ausseren
der drei fast gleich grossen Krallen an alien Beinen haben dieht unterhalb
ihrer Spitze eine kleine Spitze, die Mittelkralle dagegen nicht. Das Femur
von Bein II hat auf der Unterseite ein massig breites Blattchen, auf dessen
Innenseite eine schrag nach vorne gcriclitete Borste stelit. Das Blattchen
ist vorne breiter als hinten und fast rechtwinklig mit gerundeter Spitze.
Femur I hat kein Blattchen, aber vor der Coxa nach kurzem diinnem Stiel
eine scharf rechtwinklige Kante. Die etwas gebogene Tibia, die fast ebenso
lang wie der Tarsus ist, hat auf der vorderen Oberkante ein kiirzeres und
ein liingeres Tasthaar auf den Ecken eines kleinen liugels.
Lange des grossten Exemplars 0,924 mm, Breite 0,685 mm.
Zwei Stucke in der Tube mit der Bezeichnung Java 3.
M. Sellnick: Javanische Oribatidcn.
473
Ich stelle diese Art mit Vorbehalt zu Euzetes, was ich durch das Frage-
zeiehen ausdriicke. Euzetes aterrimus (Koch) (= globulus Nicolet), welches
die typische Art der Gattung ist, hat grosse Verschiedenheiten von dieser
Art. Besonders auffallend sind die oben geschilderten Krallen, die ich sonst
nirgcnds bei Euzetes- Arten gefunden habe. Zwei brasilianische Oribatiden-
arten zeigen dieselbe merkwiirdige Bcschaffenheit der Krallen und vielleicht
ware es angebracht, fur diese drei Arten eine neue Gattung zu schaffen.
Ich wiirde sie dann TJ nguizetes nennen.
9. Protoribates punctulatus Sellnick n. sp. (Fig. 22 — 24).
Gelbbraun, die ganze Oberflachc des Riickens und des Bauches mit
feinen eingestochenen Punkten bedeckt, der Cephalothorax ohne Punkte.
Cephalothorax und Abdomen deutlich von einander getrennt. Rostrum
abgcstumpft. Die Lamellen sind etwa halb so lang als der Cephalothorax,
Fig. 22 — 24. Protoribates punctulatus Sellnick; 22. von oben.
23. von unten. 24. Bein II.
474
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
schmale Kiele ohne freie Enden. Das Lamellarhaar ist eine feine befie-
derte Borste, die tiber das Rostrum gerade hinausreicht. Die Rostralhaare,
welche zu einander gebogen und aussenseits kniftig beborstelt sind, stehen
am Ende eines flachen und kurzen Chitinwulstes, den ieh als Tectopodie I
betrachte. Eine Translamelle ist nicht zu sehen. Die Interlamellarhaare
stehen in der Niihc der Lamellen, sind aufrechte, etwas zurtickgeneigte, gut
beborstelte Haare von ziemlicher Lange. Die Pseudostigmata liegen am
Hinterende der Lamellen und die Organe sind ziemlich lang, zurtickgebogen,
fast dem Rticken anliegend, nach dem Ende zu ein wenig an Starke zu-
nehmend und dann wieder kurz zugespitzt, aussen beborstelt.
Der Vorderrand der Rtickenflache ist fast gerade, nur wenig nach vorne
vorgebogen. Er buchtet neben dem Pseudostigmatum ein wenig aus und setzt
sich dann in den ziemlich geraden Vorderrand der Pteromorphen fort. Diese
sind verhaltnismassig kurz, aber breiter als evS gewohnlich bei den anderen
Arten der Gattung der Fall ist, dreieckig, unten gerundet zugespitzt. Auf
dem Riicken befinden sich jederseits zwei Reihen von massig langen, etwas
geschwungenen, fast anliegenden, glatten Haaren und einer Randreihe am
Hinterende des Korpers die etwas kleiner sind.
Die Unterseite des Korpers ist charakterisiert durch die Beborstelung am
Hinterende des Bauchcs. Die Analoffnung, die am Hinterrande der Bauch-
flache liegt, ist doppelt so breit und lang als die rundliche Genitaloffnung
und viereckig mit gerundeten Ecken. Die Innenkante der Analdeckel ist
etwas nach aussen aufgewulstet. Auf jedem Deckel sitzen zwei nach hinten
gerichtete kurze steife Borsten, die stark behaart sind. Eine ahnlichc Borste
befindet sich neben der Analoffnung jederseits in Hohe des Vorderrandes,
eine grossere neben der Oeffnung etwas hinter der Mitte und eine ebensolche
hinter der Oeffnung. Die beiden letzten Paare sind steif nach hinten gerich-
tet und ragen bei gewohnlicher Stellung des Tieres deutlich tiber den Hin-
terrand des Korpers. Ich habe dieser Borsten wegen schon daran gedacht,
dass das Tier idcntisch mit P. qmdripilus Berlese sei (Redia, v. 12, p. 316,
1916). Dann hatte Berlese aber sicher die deutliche Punktierung dcs Korpers
erwahnt und in seiner Beschreibung, die allerdings kurz genug ist, nicht ge-
sagt, dass ausser den Haaren 2 und 3 der Randreihe, die etwa 0,060 mm lang
sein sollen, die anderen fast nicht zu erkennen seien. Auch ist diese Art
hier grosser. Die Apodemata I sind im Beginn ihres Verlaufs undeutlich,
bilden aber am Ende ein deutliches Knotehen. Die Apodemata IT und III
sind deutlicher und laufen in der Nahe der Genitaloffnung zusammen.
Die Beine sind durch die Form der Tibia II besonders bemerkenswert
gekennzeichnet. Diese ist im unteren Teile flach gedriickt, sodass hier ein
ziemlich breites Blattchen entsteht. Dies ist unten ein wenig eingebuchtet
und vorne tiber den Vorderrand der Tibia hinaus verlangert. Die Verlan-
gerung ist schriig abgestumpft und, wie der Korper, punktiert; doch sind
diese Punkte mehr grubig. Das Blattchen sitzt mehr auf der Aussenseitc
der Tibia. Es tragt auf seiner fast ebenen Aussenseite eine schrag nach vorne
M. Sellnick: Javanische Oribatiden.
475
gerichtete, steife, beborstelte, langere Borste und weiter nacb hinten ein
feines Haar. Die Innenflache des Blattchens bildet eine flache Grube, in
die wahrscheinlich Tibia nnd Tarsus liineingelegt werden, wenn das Tier bei
Angriffen die Beine anzieht. Tarsus I und IT scheinen auf der Oberkante
scharfkantig zu sein. Bemerkenswert sind bei Tarsus I, II und III zwei dicke,
kurze, auf dcr Unterseite beborstelte oder gezahnelte Haare am Vorderende,
die dicht bei einander stehen und nach vorne gerichtet sind. Auf der Ober-
seite sieht man unter anderen langeren Haaren etwas vor der hochsten Stelle
zwei kiirzere steife Borsten, die glatt sind, wahrend die anderen teilweise
eine feme Behaarung zeigen. Auf dcr Unterseite von Tibia befindet sieh
kurz hinter dem Genu ein kleiner Hocker.
Lange des einzigen Exemplares 0,748 mm, Breite 0.550 mm.
In der Tube, die mit Batavia III. 21 bezeichnet war.
Lotzen, Ostpreussen, den 29. 9. 1923.
VIERTER BEITRAG ZUR MANTODEENFAUNA VON
NIERDERLANDISCH-INDIEN C1)
von
F. Werner,
Professor an der Universitat Wien.
Das mil* vorliegende Material umfasst 44 Arten, die zum grossten Teil
aus den Sammlungen von Ouwens aus Soekaboemi (Java), von Toxopeus
von Boeroe (Buru, Bourou) und von Siebers von den Kei-Inseln stammen.
Lcider hat die Ausbeute von Ouwens infolge grosser Briichigkeit auf dem
Wege grossenteils sehr stark gelitten und sind namentlich die kleineren
Arten nahezu vollstiindig zertriimmert angekommen und waren nur sehr
schwer und unvollstandig zu reparieren. Von den 44 Arten sind 3 neu (zwei
Hierodula und eine Toxodcra), ausserdem gab das vorhandene Material zu-
sammen mit dem meiner Sammlung aus der Oligonicinen-Gruppe der
Haaniae die Mogliehkeit, die bekannten Arten in einer kleinen systema-
tischen Uebersicht zusammenzustellen. Zu denjenigen Arten, die ich bereite
in meinen fruheren Arbeiten in der j.Treubia” verzeichnet habe, wurden
keine Literaturzitate mehr gegeben, da sie in diesen drei Arbeiten obnehin
bereits angefiihrt sind.
Bemerkcnswert ist der neucrliche Naehweis des Vorkommens von Saiten-
wiirmern (Gordiiden) in Mantodeen. Ich habe in Zool. Meded. Leiden 1922
bereits die Vermutung ausgesprochen, dass ein Wurm, den Dr. B. Hagen aus
dem After von Ambivia popa herauskriechen sah, ein Gordiidc sein diirfte.
Diese Annahme ist nun durch zwei mit solchen Wurmern behaftete Exein-
plare einer Ilierodxda von Kei-Inseln bestatigt worden. Mir waren vorher
Gordiiden aus Fangheusehrecken nicht bekannt gewesen. Ueber die Art
des Zwischenwirtes kann man kaum Vermutungen aufstcllen.
Wien, 13. Januar 1924.
I. Perlamantinae.
Metoxypilus spinosus Giglio-Tos.
Gen. Insect., Perlamantinae, fase. 144, 1912 p. 7, Taf., fig. 3, 3 a — e.
Mant. Esotici VI. Perlamantinae 1914 p. 19.
(1) Erster Beitrag: Treubia II, 1, p. 125 — 135; 1921. — Zwelter Beitrag: Treubia,
III, 3/4, p. 387 — 404; 1923. — Dritter Beitrag: Treubia, V, 1 — 3, p. 259 — 266; 1924.
476
F. Werner: Mantodeen IV.
477
Ein d* von N.N. Guinea, Prauwenbiwak, leg. W. C. v. Heurn, Nov. 1920.
Ausser dieser Art und dem in Treubia 111, p. 388 (1923) von mir be-
schriebenen Amorphoscelis papuensis kommt auch noch Gyromantis kraussii
Sauss. auf Neuguinea vor, wie ein Exemplar meiner Sammlung beweist.
II. Eremiaphilinae.
Metallyticus violaceus Burm.
$ Kapala lioessa, Bindjei — Deli (Sumatra), Aug. 1922, 400’ leg. L. J.
Toxopeus.
Theopompula ocularis Saussure.
MSI. Orth., fasc. IV, 1872 p. 16.
1 (f von Soekaboemi (Coll. Ouwens).
Das Exemplar ist sehr schlecht erhalten, als Beleg fur das Vorkommen
der Art auf Java immerhin von Interesse. Die Aehnlichkeit mit Humbertiella
indica Sauss. ist sehr gross und daher ware es vielleicht besser, Th. ocularis ,
cambodjensis mit dieser Art in der Gattung Humbertiella zu vereinigen; da
aber Th. cambodjensis einerseits H. indica sehr nahe steht, andererseits Th.
ocularis im $ Geschlecht in der Fiirbung der Hinterfliigel mit Th. ophthalmica
ubereinstimmt, so ware es wohl am besten, den ganzen Artenkomplex unter
einem Gattungsnamen zu vereinigen.
Theopompa servillei (Haan).
von Soekaboemi, Coll. Ouwens.
Das Exemplar ist sehr dunkel, schwarzbraun, nur die Coxen und Femora
der Mittel- und Hinterbeine mehr rotbraun.
Eine junge Larve von Boeroe, 1921, Station 9, leg. L. J. Toxopeus, konnte
vielleicht Th. burmeisteri (Haan) sein.
Orthodera longicollis Brancs. (burmeisteri W. M.).
2 $$ und 1 Larve, Kei Eil. (Ohoider, Kl. Kei N.) leg. H. C. Siebers
1922.
$ N.N. Guinea, Pionierbiwak, W. C. v. Heurn, Juli 1920.
Bei diesem Exemplar hat das Pronotum einen braunvioletten Seitenrand.
III. Iridopteryginae.
Stenomantis novac-guineae (Haan).
$ von Kei Eil. 1922 (Gn. Daab), leg. H. C. Siebers.
Die Elytren ragen etwas iiber das zweite Abdominalsegment hinaus.
Larve von Buru, Station 9, leg. L. J. Toxopeus.
2 $ $ von Buru, Station 6, I.— IV. 1921, leg. L. J. Toxopeus (Aik.).
Elytren so lang wie bei dem vorigen? .
478
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Tropidomantis tenera St&l.
cf Kapala-Roessa, Bindjei — Deli (Sumatra), Aug. 1922, 400’ leg. L. J.
Toxopeus.
IV. Amelinae.
Amantis reticulata (Haan).
cf Buitenzorg 20. VI. 1922. leg. Siebers.
Gonypeta punctata (Haan).
1 cf , 1 $ Soekaboemi, Coll. Ouwens.
2 cT cf Buitenzorg, 14. u. 26. VI. 1922 leg. Siebers.
Gonypeta malayana Westw.
Boeroe, leg. Toxopeus: 2 cTcf 4. IV. 1921, Stat. 13. — cf 20. — 30. IX.
1921, Stat. 7. — 20. VIII. 1921, Stat. 1. — $ V. 1921, Stat. 2. — $ 1921,
Stat. 7.— $ 20.— 21. X. 1921, Stat. 16. — $ I.— IV. 1921, Stat. 6. — 2 $ $
IX. 1921, Ehoe, leg. Estrin.
Die Exemplare stimmen gut mit Westwoods Besehreibung und Abbildung
der Art naeh einem Exemplar von Batjan iiberein. In „Treubia” V, 1924,
p. 260 habe ich diese Art zu Amantis reticulata Haan gerechnet. Ich mochte
zwar auch heute noch dafiir eintreten, sie in die Gattung Amantis zu iiber-
tragen, halte sie aber docli fur eine besondere Art, die auf die Molukken be-
schrankt ist. Die damals bei A. reticulata erwahnten Exemplare, die an
malayana erinnern, diirften doch zu reticulata gehoren.
V. Thespinae.
Euchomenella heteroptera (Haan).
c f von Soekaboemi, Coll. Ouwens.
VI. Oligonicinae.
Ilaania lobiceps (Haan).
Werner, Treubia V, 1924, p. 261.
Chopard, Bull. Soc. Ent. France 1920, No. 3 p. 58.
cf von Soekaboemi, Coll. Ouwens.
Das Exemplar ist schlecht erhalten, es fehlen die Mittel- und Hinter-
beine, sowie das Abdomen. Ueber die Zugehorigkeit zur oben genannten
Art best eh t aber kein Zweifel.
Parairidopteryx confusus (Sauss.).
Werner, Treubia III. 1923 p. 203.
cf von Soekaboemi (Coll. Ouwens).
F. Werner : Mantodeen IV.
479
Auch dieses Exemplar Lst in schlechtem Erhaltungszustand, ist aber
gleichfalls unzweifelhaft der obigen Art zuzurechnen.
(j> von Soekaboemi (Coll. Ouwens).
Ich rechne ein sehr schlecht erhaltenes Exemplar dieser Art zu. Nahe
dem inneren (medialen) Augenrande stehen 4 — 5 ziemlich grosse Dornen
hintereinander, eine Art Kamm bildend. Auch das Pronotum triigt im
prozonalen Teil ein Paar nach hinten divergierender Stachelkamme, walirend
in der Metazona nur der Kiel kurz bestachelt ist. Vordercoxen und Femora
lang, Vordertibien kurz. Die ubrigen Gliedmaassen und die Flugorgane sind
abgebrochen. — Lange 12 mm.
Die von Chopard aufgestellte Ilaania vitalisi ist zweifellos eine gute Art
und gehort ebenso zweifellos in die Gattung Haania. Dagegen ist mit der
Haania philippina Giglio-Tos nach der durftigen Besehreibung gar niehts
anzufangen und es scheint, dass sie gar nicht in diese Gattung, sondern zu
Parairidopteryx gehort, da der Autor die beiden Praokularloben nicht erwahnt.
Die von mir als II ystricomantis aspera von den Philippinen beschriebenc
Oligonicine ist keine Haania, da sie k 1 e i n e Priiocularloben und einen
grossen kegelformigen Ilocker dahinter besitzt; auch sind die Elytren nicht
gefleckt, wie dies bei den bekannten Ilaania-Avten der Fall ist. Die nun
bekannten Gattungen und Arten der „Haaniae” lassen sich ungefiihr wie
folgt unterseheiden :
Tarsi posteriores tibiis longiores.
I. Caput utrinque lobo frontali foliaceo necnon tuberculo juxtoculari verticis
instructum; pronotum elongatum, duplo longius quam latius.
A. Lobus frontalis tuberculo postposito verticis multo major; elytra
maculata: . Gen. Haania, Sauss.
a. Pronotum carina spinis longis erectis necnon ante marginem pos-
ticum lobo magno erecto lobato armatum; lobi frontales remotae:
II. lobiceps de Haan.
b. Pronotum carina spinulis brevibus instructum, lobo postico perfecte
deficiente ; lobi frontales magis contigui : . II. vitalisi Chop.
B. Lobus frontalis minutus, bilobus, tuberculo postposito verticis distincte
minor; elytra baud maculata: . Gen. H ystricomantis Wern.
( aspera Wern.)
II. Caput lobo frontali nullo.
Tuberculo verticis distincto, obtuso; pronotum breve, latitudine vix sesqui
longius; pedes quatuor posteriores breves; tibiae anticae praeter spina
magna apicali spinis duabus extus armatae: Gen. Parairidopteryx Sauss.
( confusus Sauss. ) .
Tuberculo verticis nullo ; pedes quatuor posteriores longi ; tibiae anticae
praeter spina magna apicali subinermes : . Gen. Astape St&l.
(denticollis St&l).
480
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Ob Astape wirklich zu den Haaniae gehort, ist durchaus niclit sicher ;
dafiir spricht der lange Tarsus der Mittel- und Hinterbeine ; dagegen die fasc
unbewehrten Vordertibien. Bei alien ubrigen Haaniae, die ich unter
suchen konnte, verhalten sich die Vordertibien ganz ubereinstimmend. II. phi-
lippina G. T. konnte ieh bei dem volligen Mangel brauchbarer Merkmale
ebenso wenig im System unterbringen, als dies Chopard vermochte. Bei Astape
scheint es sieli bei der Angabe des Fundortes um einen Circulus vitiosus zu
handeln. St&l hat bekanntlich keinen Fundort gekannt. Giglio-Tos halt
Astape fur verwandt mit Haania und schliesst daraus, dass sie auf den Sunda-
Inseln zu Hause sein musse. Man sieht aber aus der Beschreibung von
Chopard, dass sogar Haania auf dem indischen Festlande vorkommt (Laos,
Siam). //. lobiceps kommt auf Sumatra und Java, Hystricomantis auf den
Philippinen und Parairidopteryx auf Java vor.
VII. Caliridinae.
Leptomantis albella (Bijrm.)
cj% 9 von Soekaboemi (Coll. Ouwens).
VIII. Deroplatinae.
Deroplatys desiccata Westw.
1 d 7 4 $£ Soekaboemi (Coll. Ouwens).
Deroplatys rhombica de Haan.
1 d*,2$£,2$L. Soekaboemi (Coll. Ouwens).
IX. Mantinae.
Mantis religiosa L.
d Buitenzorg 24. VIII. 1922 (Siebers).
Statilia maculata Thunbg.
cT$ von Soekaboemi (Coll. Ouwens).
Tenodera aridifolia Stoll.
3 d* d* Buitenzorg: 14. VI. 1922 (Siebers); 26. VI. 1922 (Siebers);
2. IX. 1922 (Karny).
2 d d , 2 $$ Soekaboemi (Coll. Ouwens).
Tenodera costalis Blanch.
3 dd Prauwenbiwak, N.N. Guinea, W. C. v. Heurn, Nov. 1920.
Tenodera atfenuata Stoll ( fasciata Oii.).
d $ Soekaboemi (Coll. Ouwens).
F. Werner: Maniodeen TV.
481
Tenodera blancJuirdi G. T.
1 Larve, Elat, Kei-Eil., 1922, leg. H. C. Siebers.
2 cTcT Toeal, Kei-Inseln, 1922, leg. H. C. Siebers.
2 $ $ Amboina, IX. — X. 1920, leg. Ouwens.
16 Ex., cf (f umi $$ von Boeroe; Stat. 1, 3, 4, 5, 9, 10, 13 (Fakal)
und Leksoela, Toxopeus leg.
Bei den Boeroe-Exemplaren fallt die verschiedene Farbung des Costal-
f eldes der Elytrcn auf ; bei einem $ von Stat. 1 ist es blaugriin, aussen weiss
gesaumt ; bei zwei Ex. ( $ ) rein weiss, bei anderen gelblichweiss, gelbgriin,
grasgriin oder gelbbraun mit weissem Hand. Die Elytren und Hinterfliigel
von drei Exemplar en (2 <3* , 1 $ ) sind sehr dunkel ber audit.
Eine Larve von Stat. 5 hat, vom Femurfleck ausgehend, eine schwarze
Linie gegen den Apex des Femur.
. Gretella gracilis Wern.
Treubia 111. 1923 p. 324.
cf* von Soekaboemi, Coll. Ouwens.
Ein leider sehr schlecht angekommenes und von mir nur mit Millie aus
den einzelncn T rummer n wieder zusaimnengestelltes Exemplar stimmt im
Wesentlichen mit der Type und einem nachtraglich noch unbestimmt in meiner
Sammlung vorgefundenen Exemplar ( cf ) iiberein.
Hierodula ovata Sauss.
9 Amboina IX. — X. 1920, Ouwens.
Innenseite der Vordercoxen und rechtes Vorderfemur dunkel; Pronotum,
linkes Vorderfemur und Vordertibien kellbraun (postmortale Verfarbung) ;
Coxaldomen 6, weiss.
Hierodula maculistemum n. sp.
Species statura majore, pronoto robusto, metazona prozonae duplo longi-
ore, marginibus retrorsum subrecte convergentibus ; elytris latis, apicem ab¬
dominis superantibus, stigmate flavo, elongato; coxis anticis spinis 9 — 10
fortibus, in margine antico orientibus; prosterno macula magna nigra ante
marginem posteriorem omato. — Insulae Kei.
Dimensiones
$
?
Longitudo totalis .
. 86 ....
... 87
„ pronoti . .
. 32 '5 ....
.. 30
,, metazonae "nronoti .
. 25 ’5 ....
.. 22
„ elytrorum .
. 54 ....
.. 55
Latitudo pronoti . .
. ii ...
... 10 ’3
„ elytrorum .
. 20 ....
.. 18
Long. fern, antic .
. 26 ’5 ....
.. 24 ’5
2 9 $ Kei-Eil., Toeal u. Gn. Daab, H. C.
Siebers 1922.
31
482
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
hierodula bipapilla Serv.
Buru, 1921, leg. L. J. Toxopeus: $ Station 9. — $ V. — VII. Leksoela. —
§ II. Station 13. — $ L. III.— IV. Leksoela.
Alle vier Exemplare sind echte „bipapillae” mit nur zwei grossen fla-
clien Coxaldornen ; solche soheint Giglio-Tos, obwohl sie nicht eben selten sind,
nie geseken zu kaben, da er fur die Art 3 Dornen angibt — der Name
„&ipap2 lla” sollte ikn aber sckon auf die Wahrsclieinlichkeit des Vorkominens
von nur zweien gebracht haben!
Hierodula (Parhierodula) venom Ol.
1 (f Buitenzorg 19. VI. 1922.
3 d*d* >3 $ $ von Soekaboemi, Coll. Ottwens.
Die vorliegenden Exemplare, durchwegs von grosser Statur, bestatigen
wieder meine Vermutung, dass zu II. vitrea Stoll nur die kleineren venosa
gehoren, dass also die deutliche Zeichnung am Vorderrand der Elytren ein
Merkmal ist, das gleickzeitig mit bedeutenderer Korpergrosse auftritt. Giglio-
Tos gibt als Dimensionen an:
fur d* vitrea venosa $ vitrea venosa
55—65 60—78 68 71—80
Der dunkle Trochanterpunkt kann bei venosa ebenso oft fehlen als vor-
handen sein; bei den vorliegenden, durchwegs typischen „venosae” fehlt er
stets. Der Unterschied in der Form des Pronotums ist ein rein gradueller.
Hierodula (Parhierodula) coarctata Sauss.
Giglio-Tos, Mant. esot. V, 1912 p. 124.
Werner, Verb. zool. bot. Ges. Wien 1916 p. 264.
c f der braunen Form von Beloo, Savoe, Kleine Sunda-Isl.
Die 4 — 5 Coxaldornen sind sekr kraftig entwickelt.
Diese leickt kenntliche Art wird von Giglio-Tos nur fur das indiseke
Festland angegeben. Sie scheint aber weit verbreitet, wenn auch iiberall
selten zu sein.
Hierodula (Parhierodula) sternosticta W. Mason var. schultzei Giglio-Tos.
Mant. esot. V. 1912 p. 115.
cT$ N.N. Guinea, Prauwenbiwak, W. C. v. Heurn, November 1920.
N. Guinea, v. Kampen, Hollandia 1910.
Wie sclion friiher bemerkt, kann ich diese Mantide nur fiir einc Zwerg-
form der sternosticta kalten; wenn, wie im vorliegenden Falle, auck die
Farbung der Femoraldornen zutrifft, so kann man ja gerade diese Form als
Varietat aufreckt erhalten.
Hierodula (Parhierodula) werneri Giglio-Tos.
Mant. esot. V. 1912 p. 128.
Boeroe, leg. Toxopeus: 2 dV ,1 $D. Stat. 1, IV. — IX. 1921. — $ Stat.
F. Werner: Mantodeen IV.
483
10, VI. 1921. — 1 $ L. Stat. 22, I. 1921. — 1 $ L. Leksoela, 5. III.— 10.
IV. 1921.
Ini Vergleich mit einer der Topotypen der Art ergibt sich, dass bei
sonstiger weitgehender Uebereinstimmung die Form der Coxaldornen ver-
schieden 1st. Sie sind namiich schlanker und z.T. deutlieli nach aussen ge-
kriimmt. Die Farbung ist elfenbeinweiss, die Zahl betriigt beim $ 7 — 8,
ebenso bei den Larven von Stat. 1, dagegen nur 6 bei der Larve von Stat. 22.
Dimension en des $ :
Long, tot .
Long, metazonae pron. ...
„ pronoti .
. 30 ’5 „
Lat. pronoti .
... 10 „
„ elytrorum ....
Long. fern, ant .
Lat. „
. 18 ’5 „
Die Seitenrander des Pronotums verlaufen hinter der supracoxalen Er-
weiterung nicht ganz gerade, sondern sind etwas eingezogen. Die Elytron
sind breit, namentlich das Costalfeld, und am Ende etwas spitzzulaufend. Es
ist moglich, dass es sich hier um eine besondere Art handelt; bei der ziem-
lichen Variability, die in Bezug auf die Costalzahne bei der obigen Art
herrscht (mein Exemplar der 11. werneri stinunt z.B. in dieser Ilinsicht
durehaus nicht sehr mit der Beschreibung von Gilgio-Tos liberein), mochte
ich mich aber mit der Aufstellung einer neuen var. curvidens begniigen. Der
Name bezieht sieh auf die z.T. liber den vorderen scharfen Rand der Vorder-
coxen sieh etwas hinuberbiegenden J)ornen (ausser beim $ auch nach. bei der
grossten $ Larve von Stat. 1 gut sichtbar).
Boeroe, leg. Toxopeus (Aik.) : $ 1921, No. 98. — $ Mnges’ Wain,
Station 4, 2G0 m, 29. — 31. Jan. 1922.
Diese beiden grossen und starken Exemplare sind dadurch bemerkenswert,
dass sie beide einen grossen Gordiiden beherbergen, der mit einem ansehnlicheii
Teil seines Korpers aus dem After herausgekroohcn ist. (Vgl. das Vorkommen
eincs Gordiiden bei einer anderen Mantide, Ambivia popa: Werner, Zool.
Meded. Leiden 1922, Deel VII. Afl. 1 — 2, p. 125.) Diese beiden Ilierodula-QQ
unterscheiden sich von dem vorstehenden durch die vollkoininen geraden vor¬
deren Coxaldornen (7). Sie stehen also zwischen dein Typus und der var.
curvidens, was dafiir spricht, dass diese Form koine selbstandige Art ist.
Kei Eil., Toeal 1922, H. C. Siebers.
Diese Exemplare entsprechen einigermassen der typischen Form der Art.
Das of 6, das $ 7 — 8 Coxaldornen. d* sehon gelbgriin ; so auch das
Costalfeld und angrenzende Hiilfte des Discoidalfeldes der Elytren; Rest
hyalin; Adern des Hinterfliigels gelb. Elytren des $ mehr grasgrun; nur
der hintere Rand hyalin ; sonst wie djus d , jedoch Pronotum und Vorderbeine
olivengriin.
Hierodula (Par hier odula) rufopatellata sp. n.
2 dd von Matawai, 25. V. 1922 und Waingapoe, IV. 1922 (Soemba, leg.
Schuurmans-Steckjioven) .
484
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
Diese Art gleicht im allgemeinen sehr der II. (P.) quinquepatellata Wern.,
unterscheidet sick von ihr aber sofort durch die grossen, flachen, rotbraunen
Domen, die in der Dreizalil an der basalen Halfte der Vordercoxen stehen.
Costalfeld der Elytren beim Matawai-Ex. schon gelbgriin, diese Farbung
gekt auch auf den angrenzenden Tell des Discoidalfeides liber; ebenso ist
auch der Vorderrand der Hinterflugel ; beim Waingapoe-Ex. ist die Farbung
mehr blaulich- oder grasgriin. Stigma gross, elliptiscli, sehr deutlich, reinweiss
oder rotlichweiss ; alle drei Discoidaldornen, so\vie die grosseren inneren Fe-
moraldornen der Vorderbeine ganz schwarz.
Ilierodula (Rhomb odera) stalii Giglio-Tos.
<j> von Soekaboemi (Coll. Ouwens).
Ilierodula (Tamolanica) tamolana Brancs.
cf* N.N. Guinea, Prauwenbiwak. W. C. v. Heijrn, Nov. 1920.
d* $ N.N. Guinea, Pionierbiwak, W. C. v. IIeurn, Aug. 1920.
Larve ebendaher Juli 1920.
X. Fischeriinae.
Mythoimntis confusa Westwood.
Werner, Zool. Meded. 1922, Deel VII. p. 121.
d* § von Soekaboemi, Coll. Ouwens.
Das $ ist sehr scklecht erkalten; die Art ist aber leicht kenntlich,
XI. Epaphroditinae.
Parablepharis kulilii (de Haan).
Werner, Treubia III. 1921 p. 400.
1 $ , 1 $ Larve, Soekaboemi (Coll. Ouwens).
Ausserdem liegt ein $ derselben Provenienz vor, welches sich von der
typischen Form durch das vollstandige Fehlen des langen, zweispitzigen
Hornes unterscheidet. Ich will diese Form var. aceras n. nennen. Solche
hornlose Exemplare kommen auch z.B. bei Callibia diana vor und ich besitze
selbst ein solches in meiner Sainmlung.
XII. Acromantinae.
Acro'mantis oligoneura (Haan).
4 $$ Soekaboemi, Coll. Ouwens.
1 $ Buitenzorg, 23. I. 1921 Seebers.
1 $ Roho, Manoesela, Ceram, 23. XI. 1917.
1 cf Malabar Bandoeng, IX. 1906, Ouwens.
Die erstgenannten 4 Exemplare sind voin Originalfundorte der A. mon-
tana G. T., mit’der sie aber in den wesentlichen Charakteren nicht. iiberein-
stimmen.
F. Werner: Mantodeen IV.
485
Acromantis australis Sauss.
cf Nw. Guinea 1911, Gjellerup.
9 Boeroe, Stat. 1, VII. 1921, leg. L. J. Toxopeus.
Das cf unterscheidet sich wenig von dem der vorigen Art; nur die grossen
Queradern des Discoidalfeldes der Elytren sind nieht olivengriin gesaumt,
sondern das Discoidalfeld vollkommen hyalin. Costalfeld griin, opak, Hfl.
namcntlich am Costalrand und an der Spitze gebraunt.
Das 9 gleicht sehr einem 9 vorL Pinoe> Ceram, in meiner Sammlung;
dock ist das Costalfeld der Elytren griin, nieht gelbrot.
P achy mantis phyllopus (Haan).
2 9 $ v°n Soekaboemi (Coll. Ouwens).
Gtglio-Tos stellt P. sarawaca Westw. als 9 zu phyllopus, was wohl be-
rechtigt sein wird, denn es gibt keine phyllopus- 9 und keine sarawaca-
XIII. Hymenopodinae.
Hymenopus coi'onatus (Ol.)
9 und 9 Darve von Soekaboemi (Coll. Ouwens).
9 Larve von Buitenzorg, 12. VI. 1922.
PI. XXIV Fig. 1 zeigt eine Larve aus Fort de Koek (Sumatra, W.K.),
nach dem Leben aufgenommen von E. Jacobson. In Fig. 2 ist ein 9
Eierpaket wiedergegeben, nach dem lebenden Tier phot. Thio Piek.
Ceratocrania macra Westwood.
2 9? von Soekaboemi (Coll. Ouwens).
Creoboter urboma Fabr.
Werner, Treubia III. 1923 p. 402.
1 , 3 9 $ Soekaboemi (Coll. Ouwens).
Das c? hat nur auf dem Ocellus der rechten Elytre einen schwarzen, den
Vorderrandsaum 'erreichenden Langsstrich; die $9 durchwegs 2 Punkte;
bei dem einen ist der linke OcellUvS gelbrot, der rechte hellgelb.
Theopropus elegans (Westwood).
2 9? Soekaboemi (Coll. Ouwens).
Das eine mit gelbrotem, das andere mit hellgelbem Querband.
XIV. Toxoderinae.
Toxodera integrifolia n. sp.
Toxodera denticAilata Ouwens (nec Serv.), „De Tropische Natuur’>, II,
1913, p. 122; PI. fig. 1.
Species minor, unicolor, rufo-fusca. Caput angustius, spinae oculorum
486
Treubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
breviores quam in T. denticulata. Lobi femorum intermediorum et posticorum
integri ; spina genicularis anterior spinis duabns posterioribus inter se aequa-
libus mnlto longior. Pedes qnatnor posteriores qnam in denticulata multo
longiores, lobi angustiores. Articulus apicalis cercorum parum incisus, lobus
inferior superiore major. Elytra apicem segmenti quarti abdominis baud
attingentia. Lobus superior segmenti quarti latus, denticulatus, ante marginem
ut lobus segmenti quinti nigrolimbatus.
Dimensiones :
tot .
Long. fcm. postie .
16
mm
pronoti .
.... 41 „
„ tib. antic .
22
n
elytrorum .
. 45 ’5 „
Lat. capitis inter spinas
oculares .
7 ’5
ff
fern, antic .
.... 21 „
Long, cercorum .
6
if
Toxodera denticulata Serv.
Toxodera cjigas, T. maculata Ouwens, „De Tropische Natuur,,, II, 1913,
p. 123; Pl. fig. 2, 4.
Karny, „De Tropische Natuur” 1923, No. 5 p. 65 — 67, fig. — „Natur”
(lieipzig) XIV, 9, 1923 p. 137, fig. 2.
1 $ Buitenzorg.
Da ich nun eine ganze Rcihe von Exemplaren dieser Art gesehen babe,
so kann ieh die Maasse beider Geschlechter angeben. Die d*d* sind ausnahms-
los kleiner als die $ $ . Letztere diirften wohl die grossten bekannten Man-
tiden sein.
d1
$
$
Long.
tot .
. 122
mm ...
... in
mm ...
... 158
mm .
. 147
mm
ft
pronoti .
. 53
,, ....
.. 44
,, ....
... 59
tt
. 62
tt
tt
elytrorum .
. 51
tt ••••
.. 44
tt •••
... 64
tt
. 68
tt
tt
prozonae pron. ..
. 10
tt ••••
... 7
tt •••
... 13
tt
. 12
tt
tt
cercorum .
. 10
tt ••••
ft • • •
... 15
tt
. 14
tt
it
fcm. anti corum ..
. 24
tt • • • •
... 19
tt •••
... 31
tt
. 31
tt
Treubia Vol.
Pl. XXIV.
Fig. 3. Toxodera integrifolia n. sp. (links)
und T. denticulata Serville (rechts);
beide verkleinert.
ACROCEPHALUS, BRUTVOGEL AUF JAVA
von
H. C. SlEBERS.
(Buitenzorg-Museum) .
In Treubia Vol. VI, 1, 1924, p. 20 — 25 hat Hartert eine Uebersicht ge-
geben von den im indo-australischen Archipel briitenden Rohrsangern, wel-
che Uebersicht von Stresemann in den Ornithologischen Monatsberichten,
XXXII, 1924, p. 167 — 168 erganzt wurde. Stresemann bemerkt in dieser
Arbeit, dass kiirzlich die Endeckung gelungen ist, „dass Rohrsanger auf
einer der grossen Sundainseln briiten,,, und ich glaube annehmen zu diirfen,
dass sich diese Bemerkung auf den nachfolgenden Fund bezieht.
Nachdem am 10. Mai 1924 von Herrn Bartels, Pasir Datar, und mir
bei Situ Palachlar, einem kleinen Sumpf bei Tjibarusa (West-Java), ein
altes Acrocephalus-Manncfoen gesammelt, worden war, wurde am selben Tage
noch ein Nest mit drei Eiern eines Rohrsangers gefunden. Das gesammelte
Exemplar zeigte ein derartig abgeriebenes Gefieder, dass nicht anzunehmen
wTar, der Vogel ware in einem solchen Zustande noch zur Brut nach Norden
gezogen. Handelte es sich hier also offenbar um einen Brutvogel, so brachte
das Auffinden des Nestes den unzweifelhaften Beweis, dass Acrocephalus
wirklich auf Java briitet. Bartels hatte diese Tatsache auf Grund der
starken Entwicklung der Genitalien bei Vogeln, die er im Februar und Marz
1906 in der Nahe von Batavia sammelte, schon lange vermutet.
Eine Durchsicht des ziemlich reichhaltigen Acrocephalus-Matevmls der
Sammlung Bartels ergab alsbald, dass ausser dem Brutvogel aueh nooh
Acrocephalus oriental is, aks Zugvogel, auf Java vorkommt. Der Brutvogel
unterscheidet sich leicht von letzterem nicht nur durch die geringere Grosse,
resp. Fliigellange und etwas langeren und schlankeren Schnabel, sondem
vor allem durch den ganz anders geformten, mehr gerundeten Fliigel.
Wie aus den Tabellcn ersichtlich, schwankt die Fliigellange bei den
Mannchen des Brutvogels zwischcn 72 und 77 mm (Durchschnittslange von
15 Exemplaren: 75 mm). Der Fliigel der Weibehens misst nur 71.5 mm,
bleibt also noch unter dem Minimum fiir die Mannchen. Im allgemeinen
sind die Weibchen der Rohrsangerarten kleiner als die Mannchen; dass dies
aber nicht immer der Fall zu sein braucht, beweisen die Nummern 9955
und 5257 von A. orient alls.
487
488
Treubia Vol. VI, Live. 3 — 4.
I. BRUTVoGEL VON WEST-JAVA.
Geschlecht.
Datum.
Fundort.
Fliigellange in |
mm.
— 1
Relative Lange
der zweiten
Schwinge.
Schnabellange
von der Stirn.
Schnabellange
vom Nasenloch.
<D
5)
c
id
5=
d
3804
25. II. 1906
Batavia
77
7 <2<6
19
15
28
3863
C?
19.III. 1906
77
8 <2<7
17
13
28
9989
c?
10.XI.1914
Kararig Tenggah
77
2 unge-
fahr = 8
17
14
27
3481*
cT
10. V. 1924
Tjibarusa
76.5
7 <2<6
19
14
28
3780
18. 11.1906
Batavia
76.5
7<2<6
17.5
13
28.5
3882
rf
23.11 1. 1906
n
76
7<2<6
18
14
28
3779
o'-
18. II. 1906
n
75
8<2<7
18
13
28
3766
c?
13. II. 1906
n
75
6<2<5
18.5
15
28
3789*
19. 1.1925
Tjibarusa
75
8<2<7
18
13
27
3777
c?
17. II. 1906
Batavia
75
7<2<6
17
14
27
3864
19.III. 1906
n
73.5
2=7
17.5
14
28.5
3812
cT
26. 11.1906
n
73
2=8
17
13.5
27
3805
cT
25. 11.1906
n
73
8<2<7
18
14
28
3797
cT
22. 11.1906
n
73
8 < 2 < 7
17
13.5
27
3788
20. 11.1906
n
72
7<2<6
19
13.5
26.5
3822
?
2. III. 1906
n
71.5
8<2<7
17
13
26.5
II. ZUGVOGEL VON WEST-JAVA.
3810
26. II. 1906
Batavia
86
5 < 2 < 4
18
13.5
28
12246
cT
19. XL 1921
Muara Wettan
85
5<2<4
—
—
—
3837
51
14. III. 1906
Batavia
84.5
6<2<5
18
13.5
29.5
5259
>
12. X II. ’07
n
82
2=5
18.5
13
27
9955
§
26. X. 1914
Tjitamijang
84
2=4
18
14
29
5257
2
14. XII. ’07
Batavia
82
5<2<4
18
14
27
11426
9
2. X. 1918
Karang Tenggah
80
2=4
17
12
26
12247
19. XI. 1921
Muara Wettan
80
5<2<4
—
—
—
6042
9
17. XII. ’08
Batavia
78
5<2<4
18
13.5
27
. *9
3 g
A«g
2te wenig,
alle ubrigen
stark abge¬
nutzt
Wie no. 3804
Frisch
2te wonig,
alle ubrigen
ziemlich
stark abge-
nutzt
2te — 4te
wenig, 5te
— 9te stark
abgenutzt
Wie no. 3804
Wie no. 3804
Frisch
Wie no. 3481
2te und 3te
wenig, alle
ubrigen
ziemlich ab¬
genutzt
2te nicht,
alle ubrigen
abgenutzt
2te und 3te
nicht, alle
ubrigen
ziemlich ab¬
genutzt
Alle abge¬
nutzt
Wie no. 3812
Wie no. 3805
^Frisch.
*) Aus der Sammlung des Zoologischen Museums in Buitenzorg.
Alle ubrigen aus der Sammlung des Herrn Bartels, Pasir Datar bei Sukabumi.
H. C. SrEBERS: Acrocephalus, Brutvogel auf Java .
489
Die relative Lange der zweiten Schwinge variiert (scheinbar) ziemlich
stark. Ilierbei ist jedoch zu beriicksichtigen, dass beim Brutvogel die
Grossendifferenzen zwischen der 6ten und 7ten, 7ten und 8ten Schwinge u.s.w.
viel geringer sind als beim Zugvagel. Ausserdem nutzen sich, wie alls der
Tabelle gleichfalls ersichtlieh, grade diese Schwingen starker ab als die
zweite. Die Folge hiervon ist, dass sich das Verhiiltnis zwischen der 2ten
Schwinge nnd den iibrigen sehr leicht zngunsten der 2ten Schwinge ver-
schieben kann, d.h. dass die 2te Schwinge dann relativ langer erscheint als
sie im frischen Gefieder war. Eine grossere Serie frisch vermauserter
Ilerbstvogel ware erforderlich, um die Fliigelformel genau fest zu stellen.
Eine solche Serie zusammen zu bringen diirfte jedoch nicht leicht sein, weil
die Vogel nach den bisherigen Erfahrungen des Herrn Bartels ihre Wohn-
platze nach der Brutzeit verlassen und sich dann an Orten aufhalten, wo
man sie zur Brutzeit vergebens suchen wiirde, wie das Stiick (No. 9989)
von Karang Tenggah (Preanger) beweist. Meistens wird im frischen Ge-
fiedcr die zweite Schwinge wohl zwischen der 8ten und 7tcn gelegen sein.
Bei den extremen Fallen von No. 3766 (Brutvogel) und No. 3837 (Zugvogel),
wo bei beiden die zw’eite Schwinge zwischen der 6ten und 5ten liegt, bietet
die Bestimmung dennoch keine Schwierigkeit, denn erstens ist der Flligel bei
No. 3837 ungefahr 1 cm langer und zweitens ist auch hier der Fliigel des
Brutvogels viel starker gerundet als der des Zugvogels, was sich jedoch in
diesem Falle nicht durch eine Formel ausdriicken lasst.
Ob diese Brutvogel von West-Java mit denen von Lombok (A. lentecaptus
ILvrt.) identisch sind, vermag ich nicht zu entscheiden, w^eil mir kein Ver-
gleichsmaterial zur Verfiigung steht, und ich mochte deshalb der java-
nischen Form keinen neuen Namen geben. Nach den Angaben Harterts (*)
zu urteilen, ist jedoch der westjavanische Vogel kleiner als lentecaptus ,
Fliigel 72 — 77 mm gegen 77 — 81 mm bei lentecaptus (1 2). Auch scheint der
Fliigel hiiufig noch starker gerundet zu sein, so dass die 2te Schwinge
manchmal nur so lang ist wie die 8te oder unbedeutend langer, wahrend
dieselbe bei Lombok-Vogeln „so lang wie die 7te oder unbedeutend
langer ist”.
Zum Schluss mochte ich, ohne tiefcr auf die Formenkreis-Zugehorigkeit
der indo-australischen Rohrsanger einzugehen, noch folgendes bemerken:
ITartert (l.c. p. 22 — 23) und Stresemann (l.c. p. 167 — 168) fasscn alle indo-
australischen Rohrsanger als Vertreter des Formenkreises Acrocephalus sten -
toreus auf. Wenn dies wirklioh der Fall ist, so ergibt sich jedoch in Bezug
auf Fliigellange folgcnde merkwiirdige Erscheinung. Die Java-Form weist
kurzeren Fliigel auf ( ' 72 — 77 mm) als die Nominat-Form ( stentoreus
: 80—85 mm) ; nach Osten hin (Lombok) wird die Fliigellange wieder
grosser {lentecaptus tfc? ? : 77 — 81), um dann plotzlich erheblich kleiner zu
(1) Treubia VI, p. 21.
(2) Hartert gibt nicht an, ob es sich bei diesen Maassen nur um handelt.
490
Tjreubia Vol. VI, Livr. 3 — 4.
werden (Celebes d* cf : 68, 69; Bum <3*3* : 68 — 70; Sumba rf : 69 (x),
$ § : 66 — 67), wahrend die australischen Vertreter wiederuin grossere
Fliigellangen aufweisen ( australis : 68,5 — 77, gouldi: 75 — 79). Dieses ab-
wechselnde Kleiner- und wieder Grosserwerden der Flugelliingen, sowie na-
mentlich der Umstand, dass die Vogel von Celebes, Buru und Sumba in dieser
Beziehung wenig von einander verschieden sind, macht es m.E. unwahr-
scheinlich, dass wir es hier nur mit einem Formenkreis zu tun haben.
Es kommt mir viel wahrscheinlicher vor, dass es sieh bier um zwei Formen-
kreise hand el t, einen westlichen, dessen Ostgrenze auf den kleinen Sun-
dainseln gelegen ist, und einen ostlichen, der sich von Australien bis nach
den Molukken, Celebes und den kleinen Sundainseln (Sumba) erstreckt.
Weiteres Material von den Inseln, von denen bis jetzt noch keine Brutvogel
bekannt sind, wird wahrscheinlieh viel zur Klarung dieser Frage beitragen;
von besonders grossem Wert diirften in diesem Fall aber genaue Angaben
liber die Biologie dieser Vogel sein, weil sich bekanntlich manche
Acrocephalus- Avten leichter nach dem Nestbau, Gesang u.s.w. als rach Balgeri
unterscheiden lassen.
Buitenzorg, 17. Juni 1925.
(1) Bei einem kiirzlich gesammelten von Waingapu misst der ziemlich stark
abgenutzte Fliigel 69 mm.
INDEX.
Acanthocyrtus .
Pag.
. 236
Allecula filiola .
Pag.
334, 335
Acanthurella .
.. 232—236
— macella .
333,
335
- amethystina .
. 243
- maxima .
337
- javana .
. 241
- puerilis .
332,
335
Acarina .
. 122
- rutilipcs .
332,
335
Acarna .
. 291
- sericata .
329,
335
— kamyi .
. 292
- suturalis .
331,
335
Acarninae .
... 273, 290
Alleculidae .
329
Achorutes zehntneri .
. . 226
Alleculodes .
335
Acmaea spec. . .
. 142
- discrepans .
336,
338
Acrida turrita .
. 424
- genual is .
336,
340
Acridiidae .
. 424
- glos .
337,
341
Acridiodca .
. 355
- latipes .
336,
340
Acrocephalus .
.... 20. 487
neptis .
336,
337
- arundinaceus arundinaceus 23
— opaca .
337,
342
- griseldis ....
. 23
proavia .
337,
343
- zarudnyi ...
. 23
- sauteri .
336,
341
stentoreus amyae
. 23
sukliensis
336
australis ...
22, 23, 490
- varus .
336,
337
brunnescens
. 23
Alloscopus .
244
celebensis ...
. 20, 23
A mantis reticulata .
478
- gouldi .
22, 23, 490
Amaurodera nigra .
191
- lentecaptus 21, 23, 489
Amelinae .
478
•orientalis . .
.... 23, 487
Amorphoscelis papuensis ..
.
477
stentoreus ..
.... 23, 489
Amphidromus inversus .
142
- - sumbae .
. 21, 23
- porcellanus .
143
- - toxopci .
. 20, 23
Anacridium .
444
Acromantinae .
. 484
Anagenesia ampla .
. 29
Acromantis australis ...
. 485
greeni .
. 32
- montana .
. 484
- javanica .
. 30
- oligoueura . .
. 484
picta .
. 32
Acythopeus dentirostris
. 218
tenera .
31
Adoncholaimus .
. 451
Anaxipha nemobioides .
152
Agorarcba .
. 433
Anerota .
424,
448
- illapsa .
. 433
Anisopodidae .
160
Agrilus menadoensis ....
. 26
Anisopus pulchricornis ....
160
Aleocharinae .
. 188
Anoplotermes .
406
Allecula .
. 329
cyclops .
406
- decipiens .
... 330, 335
Aphysa . 252,
253, 260
- - discicollis .
... 330, 335
longicomis .
261
491
492
Treubia Vol. VI.
Pag.
Aphysa villosa . 262
Apia . 275, 290
- lineolata . 290
Aptera . 121
Arachnida . 122
Araneae . 122
Arrhinotermes . 381
- flavus . 381
Astape . 479, 480
- denticollis . 479
Astenus sumatrensis . . 181
Asthenopus corporaali . 34
Astilbus niger . 194
A theta pangrangoensis . 192
Atopopus tarsalis . 75
- tibialis . 76
Aulacocephala . 146
- badia . 146
- karnyi . 147
Baetidae . 52
Baetis determinata . 77
- javanica . 52
- torrida . 81
Baridinae . . 218
Beckia . 231
Belonuchus ferrngatus ruficeps 187
Bibionidae . 156
Bidenticulati . 233
Blatta . 444
Blattidae . 120, 420
Braconidae . 455
Brunettia sapphirina . 160
Buprestidae . 26
Caenidae . . 46
Caenis nigropunctata . 46
Cacnodes philippinensis . 48
Caliridinac . 480
Calistella . 231, 232
Callibia diana . •. . 484
Callyntrura . 252
Pag.
Calotermes . 380
- ceylonicus . 380
- dilatatus . 380
- greeni . 380
Calotermitidae . 380
Campylothorax . 232, 250
- ceylonicus . 261
Capritermes . 414
- brachygnathus . 416
- buitenzorgi . 416
- dolichocephalus . 416
- greeni . 414
- incola . 418
- medius . 417
- - minor . 417
— nemorosus . 417
speciosus . 414
- sumatrensis . 415
Carabidae . 118
Catacamptus . 174
Catantops sp . 427
Ceratocrania macra . 485
Cercyon afflatum . 200
- cognatum . 201
- gebieni . 202
- morosus . 202
Cerithium corallinum . 144
Cerogria . 349
- bryanti . 349
Ceylonitermes . 399
Chaerocampa elpenor . 209
Charichirus . 183
Charybdis callianassa . 324
- cruciata . 311
- erythrodactyla . 311
- lucifera . 313
- natator . L... 312
- rostrata . . 326
Chilopoda . 121
Chirotonetes grandis . 72
Chloritis helicinoides . 142
Chromatothrips . 120
Index.
493
Pag.
Cicadidae . 434
Cistelomorpha . 346
- focaleata . 347
- haematoptera . 346
- rutilipes . 347
Cistelopsis . 343
- denselineata . 345, 346
- ingens . 344, 346
- maculata . 343, 346
- pusio . 344, 346
Cloe marginalis . 56
- tristis . 44
Cloeon bimaculatum . 60, 66
- — fluviatile . 66
- marginale . 56, 66
- marginata . 56
- pulchellum . 66
- virens . 53, 66
- viridis . 54
Coleoptera . 118
Collembola . 225
Collingea strubelli . 143
Compsoneuria spectabilis . 86
Conosia irrorata . 166
Conosoma ruficeps
Copepoda .
Coptotermes .
- ceylonicus . 381
- curvignathus . 381
- travians . 381
Corethrura . 277
Corigetus dammermani . 215
- enganensis . 216
Cosmopsaltria montivaga . 434
Cossoninae . 219
Crapitula melanaspis . 156
Cremastocephalus . 245 — 250
- affinis . 246
- celebensLs . 246
- cingulatus . 248
- obscurus . 249
Creoboter urbana . 485
Pag.
Crocanthes ignea . 429
Crustacea . 121
Cryptobiuni nigrum . 184
Cryptoptilum apterum . 149
Cryptorrhynchinae . 217
Cryptothrips . 120
Cryptotympana aquila . 436
- epithesia . 435
- robinsoni . 436
- viridipennis . 435
Ctenacroscelis nigricauda . 169
- umbrinus . 169
Ctenocampa gongylopis . 433
Culex mimeticus . 160
Culicidae . 160
Curculionidae . 119, 212
Cutilia karnyi . 420
Cyclopidae . 452
Cyclops . 452
Cyclotermes . 386
Cyphoderinae . 232
Cyphoderini . 232
Cyphoderus . 231, 232
Cyrtacanthacrinae . 355
Dactylosternum superficiale ... 199
Dameosoma dissiiniloides . 468
Decticus . 445
Delopsis bruncttii . 154
- collaris . 154
Deroplatinae . 480
Deroplatys desiccata . 480
- rhombica . 480
Dicranocentroides . 232, 250
- longiceps . 263
Dicranocentrus . 232
Dietopsis . 329
Dilophus nigriventris . 159
Diplopoda . 121
Diptera . 119
Drepane punctata . 101
Drepanocyrtus . 236
494
Treubia Vol. VI.
Pag.
Drepanura . . . 231
Dryotribus breviceps . 110, 219
- mimeticus . 110
Dundubia rufivena . 434
Dundubiaria . 434
Dussumieria acuta . 297
- hasseltii . 297
Bcdyonuridae . 75
Ecdyonurus lobatus . 83
Elasmoscelis . 274, 279
- perforata . 279
Elateridae . 119
Empeda gracilis . 165
- inconspicua . 165
Entomobrya . 232, 250
- cingula . 227
- kali . 227
- lineata . 258
- longicornis . 261
- straminea . 227
Epaphroditinae . 484
Ephemerellidae . 44
Ephemeroptera . 28
Epibulus insidiator . 98, 103
Equula dussumieri . 100
Eremaeus cristatus . 464
Eremiaphilinae . 477
Eriocera acrastacta . 167
— angustipennis . 167
- assamensis . 168
- basilaris . 167
- kamyi . 167
mesopyrrha . . . 167
- nepalensis . 168
salakensis . 167
- verticalis . 167
Erioptera brevior . 165
Erythromyias buruensLs siebersi 24
Ethmia gonimodes . 431
Euchomenella heteroptera . 478
Eucosma leptancistra . 428
Pag.
Eucosmidae . 428
Euparatettix personatus . 424
Euphorinae . 455
Euphorus lielopeltidis . 455
Eupiestus rufobrunneus . 174
Eurytermes . 407
- ceylonicus . 407
Eustheniamorpha ferruginea ... 189
Eutermes . 391, 392
- aciculatus . 392
- aruensis . 399
- bicolor . 402
- biformis . 400
- buitenzorgi . 395
- butteli . 405
- ceylonicus . 394
- constrictoides . 393
- duplex . 393
- escherichi . 399
- ferrugineus . 404
- flavicans . 394
- germanus . 396
- havilandi . 399
- hospitalis . 403
- inaniformis . 391
- javanicus . 394
- johoricus . 393
- kraepelini . 394
- laborator . 400
- lacustris . 396
- longicornis . 393
- longinasus . 392
- longipes . 406
- matangensiformis . 398
- matangensis . 398
- medioflavus . 404
- 1 monoceros . 405
- oculatus . 393
- perpusillus . 393
- princeps . 399
- pusillus . 393
- rubidus . 400
Inde*.
495
Pag.
Eutermes rufus . 402
- sarawakensis . 395
- sharpi . 403
- singaporensis . 396
sordidus . 401
- subulatus . 394
- timorensis . 398
- umbrinus . 403
Euzetes sphaerula . 470
Exora . 443
Exostira . 353
- sellata . 353
Falciformes . 233
Fischeriinae . . . 484
Folsoinia octoculata . 226
Forficulidae . 120
Formicidae . 118
Formicomus similis . 97
- vethi . 97
Fridericia bulbosa . 123
Fulgoroidea . 271
Fungia . 211
Gastrimargus sundaicus
- transversus .
Gazza . 190
Gelastorrhiims bicolar . 425
- esox . 426
- lucius . 426
Gelechiadae . 429
Globitermes . 408
Glyphipterygidac . 431
Glyptotermes . 380
Gomphocerus . 444
Gonomyia antica . 165
Gonypeta malayana . 478
- punctata . 478
Gretella gracilis . 481
Gryllacris . 438
- appendiculata . 438
Gryllidac . 120, 148, 423
Pag.
Gryllotalpa . 120
- africana . . 423
Gryllus burdigalensis . 423
- cerisyi . 423
- consobrinus . 423
Gyromantis kraussii . 477
Gyrophaena clavicornis . 189
- karnyi . 188
- sparsuta . 188
Haania . 479
- lobiceps . 478, 479
- philippina . 480
- vitalisi . 479
Halicyclops . 452
Hamitermes . 407
- ceylonicus . 407
- dentatus . 408
- sulphureus . 408
Ilelicarion lineolatus . 143
Ileliothrips haemorrhoidalis . 11
Helopeltis antonii . 455
Hemicyclops . 452
Ilemiplecta arguta . 142
- umbilicari« . 142
Hemistenus . 179
Heptagenia determinata . 77
- torrida . 81
Heteroglymma setosa . 213
Heteromera . 329
Heteromurus . 232
- tenuicornis . 244
Hcteropternis respondens . 424
Hierodula bipapilla . 482
- coarctata . 482
- curvidens . 483
- - - maculisternum . 481
- ovata . 481
- quinquepatellata ...' . 484
- rufopatellata . 483
- schultzei . 482
- stalii . 484
496
Treubia Vol. VI.
Pag.
Ilierodula sternosticta ....
. 482
- tamolana .
. 484
- venosa .
17:}, 482
- werncri .
. 482
llolobus .
. 188
Homallotermes .
. 412
- foraminifer .
. 413
Homidia .
. 227, 231
Hoplothrips .
447, 448
Hospitalitermes .
. 402
lluecliys pingenda .
. 437
- sanguinea .
. 436
Ilueehysaria . .
. 436
Hydrocichla velatus .
. 12
Ilydrophilidae .
. 199
Hymenopodinae .
. 485
Ilymenoptera .
. 118, 455
Hymenopus coronatus .
.. 173, 485
Iiypomedon .
. 182
Hyponomeuta enneacentra
. 431
Hyponomeutidae .
. 431
Hypostenus .
. 179
Hypotermes .
. 390
Hystricomantis .
. 479
- aspera .
. 479
Ilystricothripoides ka m3* i
. 9
Iclineumonidae .
. 456
Idiomerus .
. 250
Iridopteryginae .
. 477
Isoptera .
. 120
Kaliella .
. . 123
- convexoconica .
. 143
- indifferens .
. 143
Kasserota .
. 291, 292
- albosparsa . .
. 295
- illingworthi .
. 293, 295
senilis .
. 293, 294
- septemmaculata . . . .
. 293
Katoma .
. 275, 283
- trichurensis .
. 283
Pag.
Labritermcs . 406
- buttel-reepeni . 406
Laccobius jacobsoni . 205
Lacessititermes . 400
Lagria . 348
- blairi . 348
- inflata . 348
Lagriidae . 348
Lainellicornia . 119
Lapithasa . 275, 287
- bakeri . 287, 288
- obtusa . 288, 289
- simplicia . 288, 289
- surigaoensis . 288
Lecithocera argomitra . 430
- asarota . 430
Leiomyia winthemi . 154
Lepidocyrtinus . 232 — 236
- taeniatus . 240
Lepidocyrtoides . 230, 232, 234
Lepidocyrtus . 230 — 236, 241
- javanus . 241
Lepidoptera . 119
Lepidosinella . 232, 234, 236
Lcptomantis albella . 480
Leptophlebiidae . 39
Leptopoma vitreum . 143
Leucocraspedum kamyi . 198
Leucotermes . 381
- ceylonicus . 381
Libnotes alexanderi . 162
- immaculipennis . 161
- nervosa . 161
- notatinervis . 162
- obliqua . 162
- scutellata . 162
- sumatrana . 162
- vittata . 162
Limnophila palmeri . 166
Littorina carinifera . 142
- conica . 144
- intermedia . 142
Index.
497
Pag.
Littorina picta . 144
- pusilla . 142
- scabra . 144
- subgranosa . 142
- ventricosa . 142
Locusta . 443, 445
- - danica . . 425
Locustidae . 424
Longipeditermes . 406
Lophopidae . 271
Lophopinae . 272, 273
Lophops . 273, 278
- carinatus . 279
— — zebra . 278
Lycaenidae . 210
Macrostomum tuba . 451
Macrotermes . 385
- carbonarius . 385
- convulsionarius . 385
- gilvus . 385
- malaccensis . 385
Makota . 274, 281
- notabilis . 281
Mantidae . 173, 423
Mantinae . 480
Mantis religiosa . 480
Mantodea . 476
Meeopoda elongata . 423
Medon dammermani . . 183
- renominatus . . 182
- siebersi . 183
Megacarna . 291, 295
- albosparsa . 296
Melania tuberculata . 144
Menosca . 275, 284
- discophora . 284, 285
- insignis . 285
- moro . 285
- punctigera . 285, 286
- triangularis . 285
- vermiculata . 285, 286
Pag.
Mesira . 231 — 236
- calolepis . 238
Mesochorinae . 456
Mesostenus . 177, 178
Metallyticus violaceus . 477
Metoxypilus spinosus . 477
Microcerotermes . 418
- distans . 418
- liavilandi . 419
- heimi . 418
- serrula ...» . 418
Microhierax fringillarius . 17
Microlepidoptera . 428
Microphysa . 252, 253, 257
- lineata . 258
- vestita . 257
Microstomum lineare . 451
Microtermes . 390
- glabicola . 390
- pallidus . 390
Microthrombidium jabanicum 122
Mimicry . 207
Mimoxypoda . 190
- rufa . . 190
Mirotermes . 409
- brevicornis . 411
- comis . 409, 411
- laticornis . 411, 412
- propinquus . 410, 412
- - rostratus . 409, 412
Modiola undulata . 144
Mogannia moultoni . 437
Moganniaria . 437
Mollusca . 123
- (Krakatau) . 140
Mongoma cariniceps . 166
— — flavicollis . 166
- - pennipes . 166
Monopis ochnodelta . 432
Mycetophilidae . .* . 154
Myiophoneus flavirostris . 14
Myllocerus doliaris . 214
498
Treubia Vol. VI.
Pag.
Myriopoda . . . 121
Mythomantis confusa . 484
Nematocera . 154
Nematodes . 451
Nemobius karnyi . 148
Nemostira . 350
- - bogorensis . 350
- cyanipennis . . 351
- homi . 352
- irregularis . 350
- postica . 352
- vagecostata . 352
Neocallicerus . 192
- dammermani . 193
Neoliodes bataviensis . 463
Neotermes . 380
Nephrotoma flavoscutellata . 169
- javensis . 170
- nigri thorax . 170
- ochripleuris . 170
- virgata . 170
Neptunus pelagicus . 309
- - sanguinolentus . 310
Neritina subpunctata . 142
- ualanensis . 144
Nesopupa (micra) . 143
Nomenklatur . 442
Odochilus syntheticus . 119
Odontotermes . 386
- assmuthi . . 389
- billitoni . 389
- ceylonicus . 387
- dives . 388
- escherichi . 386
- homi . 387
- javanieus . 389
- karawajevi . 389
- oblongatus . 389
* — — obscuriceps . . ... 390
- — redemanni . 386
Pag.
Odontotermes robustus . 387
- sarawakensis . 386
Oedichirus excellent . 180
Oenopea . 291
Oligonicinae . 478
Oligota karnyi . 188
Oncholaimus . 451
Oncopodura . 233
Oniscoidea . 121
Opeas . 123
- gracilis . 143
Ophichthys colubrinus . 211
Opiliones . 122
Orchescllini . 232
Orchestia . 121
Oribates sphaerula . 470
Oribatidae . 459
Orimargula gracilicornis . 163
Orphanoclera . 430
- tyriocoma . 430
Orthodera burmeisteri . 477
- longicollis . 477
Orthoptera . 120, 355, 420
Osorius karnyi . 176
- truncatus . 177
Otiorrhynchinae . . 212
Otocepheus cristatus . 464
- damoeoides . 467
Oxytelopsis rufotestacea . 176
Pachymantis phyllopus . . 485
- sarawaca . 485
Paederus dammermani . . 180
- lomboldanus . 181
Palingenia ampla . 29
- indica . 32
- - javanica . 30
- picta . 32
- tenera . 31
Palingeniidae . . 29
Palpicornia . 199
Parablepharis aceras . 484
Index.
499
Pag.
Parablepharis kuhlii . 484
Parabrunettia . 161
Parairidopteryx . 479
- confusus .. . 478
Paratettix variabilis . 424
Paratraulia . 355
- bifasciata . 356, 357
- karnyi . 356, 359
- oblique-anmilata . 356
Paratrigonidium fuscocinctum 151
Parhierodula . 173, 482
- quinquepatellata . 423
Paronella . 232, 250 — 253, 255
- annulicornis . 256
- lineata . 258
- longicomis . 261
- setigera . 255
- tarsata . 258
Paronellinae . . . 232
Paronellini . 233
Parhinotermes . 382
- aequalis . 382
- inaequalis . 382
- - pygmaeus . 382
Pelioptera . 197
- dammermani . . 196, 197
- germana . 196, 197
- heterocera . 195, 197
- inermis . 196, 197
- longicomis . 194, 197
- micans . 197
- opaca . 197
- quadritubcrculata ... 195, 197
- similis . 197
Pelosoma eremita . 204
Pentacentrus unicolor . 150
Pergamasus primitivus . 122
Pericrypta . 246, 250 — 252
Periplaneta ainericana . 423
- australasiae . 423
Perlamantinae . 476
Phaedusa sumatrana . 143
Pag.
Pbaneroptera . 447, 448
- gracilis . 424
Phasgonura . 445
Pliilonthus elegantissimus . 186
- gracilentus . 186
Phloeonomus apicalis . 175
Phorodonta pcrpallida . 155
Phthiracarus . 461
Phyllodromia sp . 420
Phylloscopus trivirgatus avicola 24
Physopus . 445
Pilosae . 232
Pinophilus senescens . 179
Pitambara . 274, 280
- borneensis . 280
Platurus colubrinus . 211
Platylomia spinosa . 435
Platypleura nobilis . 436
Plecia . 119
- amplipennis . 158
- aruensis . 159
- fulvicollis . 156
- javensis . 158
- subvarians . 157
- thoracica . 158
Pleetotropis kraepelini . 143
Podophthalmus vigil . 314
Polymitarcidae . . . 32
Polymitarcys australis . 32
- indicus . 32
Pomponia graecina . 435
- picta . 435
Potamanthidac . 37
Povilla corporaali . 34
Priochirus cxtcnsus . 175
- karnyi . 174
Prionota nigriceps . 168
- xanthomelana . 168
Pristipoma guoraka . 99
Procapritermes . 412
- atypus . 412
_ _ minutus . 412
500
Treijbia Vol. VI.
Pag.
Procapritermes setiger . 412
Prohamitermes . 406
- mirabilis . 406
Prosopeas . 123
- achatinaceum . 143
- turricula . 143
Protoribates punctulatus . 473
Psammobia petalina . 144
Pselaphidae . 118
Pselliophora bicolor . 168
- compedita . 168
- perdecora . 168
- rubella . 168
Pseudocloeon boettgeri . 70, 72
- kraepelini . 66, 72
- obscurum . 68, 72
Pseudolimnophila . 166
Pscudoparonella . 252 — 255
- incerta . 255
- setigera . 254
Pseudoscorpiones . 122
Pseudosinella . 232 — 236
Pvseudosira . . . 231 — 237
- calolepLs . 235, 238
Psychodidae . 160
Ptenotbrix fiscellata . 264
Ptenura . 231, 233
Pupina spec . 144
- superba . 144
Pycnoscelus surinamensis . 120
Pyrilla . 273, 275
- aberrans . 276, 277
- lycoides . 276, 277
- perpusilla . 276, 277
- protuberant . 276, 277
- sumatrensis . 276
Pythia . 123
- pantherina . 144
- scarabeus . 144
Radjungan . . . 324, 388
Rhaobothrips . 120
Pag.
Rhicnoda rugosa . 120
Rhinotermes . 384
- longirostris . 384
- sarawakensis . 384
Rhinotermitidae . 381
Rhoenanthus speciosus . 37
Rhombodera . 484
Rhynchota . 119
Rhyphut flavipes . 160
- pulchricornis . 160
Rihanaria . 435
Schedorhinotermes . 384
Scieroptera splendidula . 437
Scopaeus laticollis . 183
Scudderia . 448
Scydmaenidae . 119
Scylla serrata . 308
Scyphodon . 93
- anomalum . 95
Scythostola . 429
- heptagramma . 429
Scythropochroa leucogaster .... 155
Seira . 231
Serida . 273, 277
- la t ens . 278
Simaethis tricyanitis . 431
Simuliidae . 159
Simulium nobile . 160
- varicorne . 159
Sinella . ’ . 232
Siphlonuridae . 72
Sira . 230—236
- annulicornis . 256
- jacobsoni . 237
Sirodes . 232—234
Speculitermes . 406
Spilonota beryllina . 428
Squamosae . 232
Staphylinidae . 118, 174
Statilia macula ta . 480
Stauroderus . 444
Index.
501
Pag.
Stenobothrus . 444
StenomantLs novae-guineae . 477
Stcnus . 114
- anepsius . 178
- bernhaueri . 177
- malabarensis . 178
- pangrangoensis . 179
Stictopisthus javensis . 456
Stilicus pruinosus . 182
Strongylonotus . 232
Styringomyia armata . 165
- emdfera . 165
- fuscinervis . 164
— • — jacobsoni . 165
- melania . 164
- nigrofemorata . 165
- solocipennis . 164
- terrae-reginae . 164
Suana concolor . 207, 221
Subulitermes . 391
Synbamitermes . 407
Tacua speciosa . 436
Tamolanica . . . 484
Tapeina . 443
Teloganodes tristis . 44
Templetonia . 232
Tenebrionidae . 113
Tenodera aridifolia . 423, 480
- attermata . 480
- blanchardi . 481
- costalis . 480
- faseiata . 423, 480
Termiten . 360
Termitidae . 385
Termitogeton . 384
- umbilicatus . 384
Tettigonia . 443, 445
Tettigoniella . 445
Tettigoniidae . 423
Teucholabis femoratus . . 163
Thalamita crenata . 313
Pag.
Thalamita danae . 314
Thalerosphyrus determinatus ... 77
- horridus . 81
- torridus . 81
Thamiaraea terminally . 191
Thecla battus . 210
- linuis . 210
- marsyas . 210
Theopompa burmeisteri . 477
- servillei . 477
Theopompula ocularis . 477
Theopropus elegans . 485
Thespinae . 478
Thorictodes heydeni . 1
Thraulus exiguus . 39
- marginatus . 42
Thrips . 445
Thyreocephalus castaneipennis 185
Thysanoptera . 120
Tigriopus . 454
Tinea cymopelta . 432
- trita . 438
Tineidae . 432
Tipula cinetipes . 171
- fuscitarsis . 171, 172
- gedehana . 172
- magnicornis . 170, 171
- pedata . 171, 172
. - tinctipes . 172
- venusta . 171
Tipulidae . 161
Tipulodina . 170, 171, 172
Toxodera denticulata . 485, 486
. - gigas . 486
- integrifolia . 485
- - maculata . 486
Toxoderinae . 485
Trachyhoplophora . 461
Trachys corporaali . 27
Traulia oblique-annulata . 355
Trichomegalosphys funesta . 155
Trichorhypha . 250
502
Treubia Vol. VI.
Pag.
Tricorythus jacobsoni . 50
Trigonops kombuisana . 110, 212
Trigonopterus amphoralis . 217
Trilopbidia cristella . 425
Triner viter mes . 400
Tritia javensis . 459
- krakatauensis . 461
Trogophloeus oxyteloides . 175
Tropidom antis tenera . 478
Truncatella valida . 144
Pag.
Turbellaria . 451
Vaginula strubelli . 143
Vermes . 123
Virgilia . 275, 281
- luzonensLs . 282
- nigropicta . 281, 282
Xantholinus javanicus . 184
- pemitidus . 185